Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Hameln-Pyrmont | Patrozinium: Petrus und Paulus1 | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist die spätere Stadt erstmals in einem Verzeichnis von Schenkungen an das Kloster Fulda belegt, das etwa auf das 9. Jh. datiert wird: Gibicho de Saxonia und seine Frau Abba übertrugen dem Kloster Besitzungen in Munimeri.2 Der älteste Beleg für die Salzgewinnung in Münder stammt aus dem Jahr 1033: Ks. Konrads II. († 1039) bestätigte die Gründung des Stifts St. Martin in Minden und nahm dessen Besitzungen in seinen Schutz, u. a. in Munnere eine Hufe mit Salzrecht und eine Hofstatt mit Salzrecht (in Munnere 1 mansum cum utilitate salis, item in Munnere curtiferum 1 cum utilitate salis).3 1253 erwarb Bf. Wedekind I. von Minden (amt. 1253–1261) die Vogtei über Münder (advocatia […] in Mundere).4 Seit 1260 teilten sich der Bf. von Minden und die welfischen Hzg. zu Braunschweig und Lüneburg die Herrschaft über Münder, das in der entsprechenden Urkunde als opidum Munderen bezeichnet ist.5 Spätestens seit der ersten Hälfte des 14. Jh. waren die Welfen gänzlich im Besitz Münders. welfischen Besitzteilung von 1409 gehörte Münder zum Fsm. Braunschweig, seit 1432 zum späteren Fsm. Calenberg (1495: Fsm. Calenberg-Göttingen, „Kernlande Hannover“, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover).6 Ratsherren Münders sind erstmals im Jahr 1301 urkundlich belegt (consules opidi in Mundere), ein Jahr später ist mit Olricus rector consulum auch ein Bürgermeister nachgewiesen.7 1338 bestätigten die Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg die Stadtrechte Münders.8 Die hohe Gerichtsbarkeit über die Stadt hatte das Amt Springe inne. Östlich vor der Stadt Münder lag das Dorf Salz, urkundlich erstmals 1328 als Sodendorpe erwähnt, das sich später zur Vorstadt entwickelte (hier lag die Münder Saline).9 Sowohl in der Hildesheimer Stiftsfehde (1519–1523) als auch im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde Salz jeweils weitgehend zerstört. Eine erste Ortsansicht von Münder und „Saltz vor Flecken“ ist aus der Mitte des 17. Jh. überliefert (Merian-Stich).10 In französischer Zeit war Münder von 1810 bis 1813/14 Hauptort des gleichnamigen Kantons im Distrikt Rinteln des Leinedepartements im Kgr. Westphalen. Danach war Münder, nun im Kgr. Hannover, wieder eine amtsfreie bzw. selbständige Stadt. 1827 wurde Salz nach Münder eingemeindet.11 Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Münder 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam die Stadt zum Kr. Springe. Seit 1936 trägt die Stadt den Namen Bad Münder. 1973 wurden folgende Orte nach Bad Münder eingemeindet: Bakede, Beber, Böbber, Brullsen, Egestorf (Süntel), Eimbeckhausen, Flegessen, Hachmühlen, Hamelspringe, Hasperde, Klein Süntel, Luttringhausen, Nettelrede, Nienstedt und Rohrsen. Seit Auflösung des Kr. Springe im Jahr 1974 gehört die Stadt Bad Münder am Deister zum Lkr. Hameln-Pyrmont. Neben der Salzgewinnung (Betrieb der Saline 1924/25 eingestellt) entwickelten sich im 17. Jh. u. a. Holzhandel und Töpferei und im 19. Jh. die Möbelherstellung zu wichtigen Erwerbszweigen in Münder. Zur Sozialstruktur schrieb das Pfarramt 1950: „Gewerbetreibende, Handwerker, Möbeltischler und Möbelindustriearbeiter sind die Hauptberufe der hiesigen Bevölkerung.“12 Um 1810 lebten gut 1.470 Menschen in Münder, um 1940 rund 4.450, 1955 etwa 7.720, 1969 knapp 8.470 und 2021 etwa 8.000 (mit Eingemeindungen: etwa 17.400).

Kirche, Ansicht von Nordosten, 1935

Kirche, Ansicht von Nordosten, 1935

Das Gründungsjahr der Kirche in Münder ist nicht bekannt. Ein Geistlicher ist erstmals im Jahr 1286 mit Heinrich, Vizepleban zu Münder, belegt.13 Um 1309 war ein Fredericus Pfarrer in der Stadt und 1329 ist Ludolphus als plebanus in Mundere nachgewiesen.14 Die Kirche selbst ist erstmals im Jahr 1353 anlässlich einer Altarstiftung als alte Pfarrkirche erwähnt (veteris operis eclessie parrochialis).15 Im Jahr 1392 immatrikulierte sich Iohannes Muller plebanus in Munre an der gerade eröffneten Universität in Erfurt.16 In den Jahren 1401 bis 1403 ist Henricus Boyczeman als rector parochialis ecclesia in Munder Mindenensis diocesis nachgewiesen (Rektor der Pfarrkirche in Münder im Bistum Minden).17 Nachdem Albertus Guldencroen im Jahr 1420 an die Pfarrkirche in Pattensen gewechselt war, supplizierten bei der päpstlichen Kurie in Rom mindestens drei Kleriker um seine Nachfolge: Gerardus Meysen, Johannes Kunkeler und Theodericus Alphusen.18 Ohne Jahresangabe ist der Johann Leest als Pfarrer in Münder nachgewiesen.19 Um 1440 soll der Neubau der Stadtkirche von Münder vollendet gewesen sein und ein Pfarrhaus (weddeme) ist erstmals 1444 belegt.20 1460 waren insgesamt neun Geistliche an der Pfarrkirche tätig: Pastor, Kaplan und sieben Vikare.21 Aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. sind weitere Namen Münderer Stadtpfarrer überliefert: Arenth Arend (um 1484), Johann Nigenborch (1489), Johann Mogelken (vor 1495) und Johann Peter (um 1498, um 1504). Während der ersten Jahrzehnte des 16. Jh. hatten Dietrich Duvel (vier Jahre) und Claus Bremer (sechs Jahre) das Pfarramt Münder inne.22 Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Namen von Kaplänen und Vikaren aus Münder überliefert.23
Einblicke in die Angelegenheiten des Kirchspiels in spätmittelalterlicher Zeit gewährt ein Kopial- und Rechnungsbuch, das u. a. Informationen zu Memorien- und Altarstiftungen enthält sowie wie kirchlichen Rechnungen für den Zeitraum 1444 bis 1498.24 Neben dem Hauptaltar Mariae Virginis besaß die Münder Stadtkirche mehrere Nebenaltäre: u. a. einen Bartholomäusaltar, einen Trinitatisaltar, einen St.-Vitus-Altar (im Turm), einen Maria-Magdalena-Altar, einen Kreuzaltar und einen Altar Corporis Christi.25 Das Rechnungsbuch nennt 1444 mit dem Kirchenrechnungsführer Hermen Robberdes erstmals einen Ältermann der Gemeinde.26 1456 sind Hans Arndes, Brun von Hachmühlen und Hinric Smed als Älterleute belegt und 1482 Hans Arndes, Brun Lodewig und Tileke Kume.27 Der Name der Kirche ist wahlweise mit St. Peter und St. Paulus (1455) oder lediglich mit St. Peter angegeben (1482).28 Eine neue Glocke erhielt die Kirche 144529, der Neubau einer Orgel begann 1459.30 An der Münder Kirche bestand überdies eine Kalandsbruderschaft, die u. a. 1427 und um 1519/37 urkundlich nachweisbar ist.31

Alte Kirche, Grundriss, vor 1839 (alte Kirche 1839 abgebrochen)

Alte Kirche, Grundriss, vor 1839 (alte Kirche 1839 abgebrochen)

Zur mittelalterlichen Kirchenlandschaft Münders gehörte neben der Stadtkirche eine Liebfrauenkapelle (geweiht 1494) und eine Katharinenkapelle.32 In der Vorstadt Salz stand die Kapelle und spätere Kirche St. Laurentii: Hier stiftete der Nettelreder Pfarrer Dietrich Kote 1489 mit Zustimmung des Münder Pfarrers Johann Nigenborch eine Seelenmesse für seinen Bruder.33 1497 waren Hans Becker und Dethmer Heynen Älterleute der Kapelle St. Laurentii auf dem Salz vor Münder.34 Im gleichen Jahr ist ein Altar Simonis und Judae in der Kapelle nachgewiesen.35 An der Straße nach Springe lag zudem unmittelbar vor der Stadt Münder die St.-Annenkapelle. Die Kapellengründung geht zurück auf die Verehrung einer um 1500 geschnitzten Figur der hl. Anna zurück, die angeblich wundertätig war. In einem nachref. Bericht aus dem Jahr 1573 heißt es, im ausgehöhlten Kopf der Figur habe sich ein mit Öl gefülltes Blechgefäß befunden: „Wenn nun die Sonne und Hitze des Tages das Bild begriffen, ist das Öl in der Pfanne erhitzet und dem Bilde aus den Augen geschwitzet und Tröpflein geflossen. Daß alle, die es gesehen, nicht anders gemeinet, denn dieses Bild müsse ein vorstehendes großes Unglück beweinen, und deshalb dem Bilde geopfert. So sind aus fernen abgelegenen Orten viele Leute kommen, daselbst geopfert, genesen und Hilfe erlanget.“36 Die Opfergaben finanzierten den Bau der Wallfahrtskapelle, die 1506 geweiht worden sein soll. Neben der Kapelle, einem Rechteckbau mit halbrundem Chorschluss und Strebepfeilern, entstand eine Häuserzeile mit Priesterwohnung, Herberge und Garküche.
In den Städten, Dörfern und Klöstern des Fsm. Calenberg-Göttingen führte Hzgn. Elisabeth († 1558), die als Vormund ihres minderjährigen Sohnes Erich regierte, die Reformation ein: 1542 setzte sie die von Antonius Corvinus († 1553) verfasste Kirchenordnung in Kraft und 1542/43 ließ sie die Gemeinden des Fürstentums visitieren.37 Im Visitationsprotokoll heißt es, die Visitatoren hätten in Münder „zwen predicanten zimlich geschickt und dem Evangelio wol geneigt gefunden“.38 Beide, Pastor und Kaplan, durften daher im Amt bleiben. Der Name des Kaplans ist nicht bekannt, das Pastorat hatte P. Johann Hake (amt. 1529–1553) inne, der anscheinend während seiner Amtszeit zur luth. Lehre gewechselt war. Darüber hinaus befassten sich die Visitatoren ausführlich mit der zukünftigen Verwendung der verschiedenen Stiftungen: Die Vikarien St. Crucis und St. Trinitatis sollten der städtischen Schule zugutekommen, der Küster sollte einen Teil der Ländereien des Kalands erhalten und andere Vikarien, die „von den geschlechten oder anderen in jhrer freundtschaft gemacht und fundirt sein“, wandelten die Visitatoren um in insgesamt 15 Stipendien „davon arme knaben auß den geschlechten, von welchen sie herkomen, Oder aber wen die nicht fürhanden, andre bürgerskinder zu Münder studiren sollen“ (u. a. die Lehen Unser Lieben Frauen, St. Anna, Beate Virginis und St. Bartholomäus; die Lehen St. Anna und St. Bartholomäus existieren bis heute).39
Im Jahr 1545 übernahm der nunmehr volljährige Hzg. Erich II. († 1584) die Regierungsgeschäfte und wechselte 1547 zum kath. Glauben. Die Calenbergischen Stände widersetzten sich jedoch seinen Rekatholisierungsbestrebungen und konnten 1553/55 die Beibehaltung der luth. Lehre in den Kirchspielen des Fürstentums sicherstellen. P. Hakes Nachfolger als Stadtpfarrer in Münder, P. Heinrich Stein (amt. 1553–1556) war gleichzeitig Superintendent des Fsm. Calenberg. Nach seinem Tod übertrug Hzg. Erich II. die Münder Pfarrstelle 1556 Johann Lambert, reisiger Knecht auf Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge.40 Den eigentlichen Pfarrdienst in Münder versahen nun mercenarii, also Lohngeistliche; namentlich bekannt sind Magister Philippus Cordi und Heinrich Olthoff d. Ä. 1588 beklagte sich der Rat der Stadt Münder, Lambert habe „alle Uffkunft an sich gezogen und schlechte Leute aufgestellt“.41 Auch andere Münder Lehen vergab Erich II. ungeachtet der Verfügungen der Visitatoren aus dem Jahr 1543: Sein Hofbarbier erhielt die Kalandsgüter, der Münder Vogt das St. Vitus-Lehen. Nach dem Tod Erichs II. fiel das Fsm. Calenberg-Göttingen 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel und Hzg. Julius († 1589) führte seine 1569 aufgestellte ev. KO auch hier ein und ließ die Gemeinden erneut visitieren.42 Das Pfarramt in Münder hatte seinerzeit P. Heinrich Olthoff d. J. (amt. 1583–1589) inne, Kaplan war P. Lorenz Plate (amt. 1580–1615), als Schulmeister ist Johann Schaper aus Lauenstein genannt und als Organist Jodok Capelius aus Bielefeld. Der Rat der Stadt Münder bat bei der Visitation um das ius praesentandi bei zukünftigen Besetzungen der Pfarrstelle, also das Recht, einen Kandidaten vorzuschlagen. Er konnte seinen Wunsch jedoch nicht durchsetzen. Die Visitatoren wiesen den Rat überdies darauf hin, dass sie keinen Kaplan oder Schulmeister ohne Vorwissen des Konsistoriums anstellen sollten.43 Seit 1590 war die Pfarrstelle in Münder mit dem Amt des Superintendenten der gleichnamigen Insp. verbunden; erster Sup. war P. Gottfried Heßhusius (amt. 1590–1598).

Alte Kirche, Grundriss, Zeichnung, 1735

Alte Kirche, Grundriss, Zeichnung, 1735

Die Reformation leitete auch das Ende der bereits seit etwa 1530 rückläufigen Münder Annenwallfahrt ein. Schon in der Instruktion für die Visitatoren aus dem Jahr 1542 ist vermerkt, sie sollten „die abgotterei vor Hannover zum Heinholtz vnd zu S. Annen vor Munder“ abschaffen, also die Wallfahrtskapellen schließen. Überdies sollten sie „was von Silber, cleinoden vnd sonst von eisen vnd wachs daselbst furhanden“ inventarisieren und bis auf weiteres aufbewahren.44 Die Münder Annenkapelle wurde schließlich 1591 abgebrochen.45 Auch in der Laurentiuskirche in der Vorstadt Salz fanden seit der Reformation anscheinend nur noch selten Gottesdienste statt; 1770 genehmigte das Konsistorium, den Abbruch „dieser verfallenen und fast unnützen Kirche“.46 Der ehemalige St.-Laurentii-Kirchhof diente weiterhin als Friedhof für Stadt und Vorstadt.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurden die Abendmahlsgeräte der Gemeinde geraubt (1625) sowie Pfarrhaus und Kirche geplündert (1640).47 P. Johann Redeker (amt. 1647–1696) legte 1648 ein Kirchenbuch für Taufen und Trauungen an. Die zweite Pfarrstelle der Gemeinde war schlecht dotiert, was „manche Pastoren recht schnall nach dem Wegzug trachten ließ“.48 Jüdische Einwohner lassen sich in Münder erstmals im 16. Jh. belegen, ab 1700 ist eine jüdische Gemeinde nachweisbar.49 Im Jahr 1824 lebten insgesamt acht jüd. Familien in Münder (55 Personen). 1835 erwarb die Gemeinde ein Bürgerhaus und richtete dort eine neue Synagoge ein.
Sup. Johann Konrad Achaz Holscher (amt. 1789–1794) begann 1791 mit dem Aufbau der Pastoral- und Schulbibliothek der Inspektion Münder; die historische Bibliothek, die gut 1.000 Bände umfasst, befindet sich seit 2020 in der Bibliothek des LKA Hannover.50 Die Gemeinde beklagte sich im Jahr 1835 über ihr mittelalterliches Kirchengebäude: Die Gewölbe seien zu niedrig, es gebe nicht genug Platz und zu wenig Licht, das Dach sei in einem schlechten Zustand.51 Nach Beginn der Reparaturarbeiten im April 1839 zeigte sich, dass „ein Theil des Kirchengebäudes nicht mehr haltbar war“.52 Die Gemeinde ließ daher das gesamte Kirchenschiff abbrechen. An seiner Stelle entstand das bis heute erhaltene Kirchengebäude, aus Platzgründen nicht in der üblichen Ostausrichtung, sondern mit dem Altar im Norden. Während der Bauzeit versammelte sich die Gemeinde zum Gottesdienst in einer Scheune des ehemaligen Wettbergschen Gutshofs.53 Im Jahr 1859 entwarf der Hannoveraner Konsistorialbaumeisters Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) Pläne zur gotisierenden Umgestaltung der Kirche, die jedoch nicht zur Ausführung kamen.54 Der ev. P. Theodor Warnecke (amt. 1895–1903) gilt als der erste Chronist der Stadt Münder; neben seiner pfarramtlichen Tätigkeit veröffentlichte er mehrere Schriften zur Geschichte Münders. Die zweite Pfarrstelle der Gemeinde war seit 1914 vakant und wurde 1922 aufgehoben.
Seit Ende der 19. Jh. wuchs die Zahl der kath. Familien in Münder.55 Als 1896 auf Schloss Hasperde eine kath. Kapelle und eine Missionsvikarie eingerichtet wurden, lebten gut 50 kath. Gemeindeglieder in der Stadt, 1911 fast 130. Während des Ersten Weltkriegs fanden in Münder ab 1916 kath. Gottesdienste für belgische und französische Kriegsgefangene statt, die in landwirtschaftlichen Betrieben rund um Münder arbeiten mussten. Auch die kath. Bevölkerung Münders nahm in zunehmendem Maße an diesen Gottesdiensten teil. Sie wurden nach Ende des Krieges fortgesetzt und 1922 richtete das Bistum Hildesheim die Kuratiegemeinde Münder ein, zu der auch Springe und weitere Ortschaften zählten (gut 570 Gemeindeglieder). Im Jahr 1936 konnte die kath. Gemeinde Münder ihre eigene Kirche einweihen (St. Johannes Baptist).

Kirche, Ansicht von Nordosten, um 1960

Kirche, Ansicht von Nordosten, um 1960

Während der NS-Zeit hatten nacheinander P. Wilhelm Bosse (amt. 1931–1937), P. Kurt Paul (amt. 1938–1942) und P. Martin Nöldeke (amt. 1943–1947) das Pfarramt in Münder bzw. Bad Münder inne. Im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ schrieb P. Nöldecke rückblickend P. Bosse und er selbst hätten der NSDAP angehört, kirchenpolitisch sei er selbst vor seiner Zeit in Bad Münder Mitglied der DC gewesen. Der 1933 neu gewählte KV habe sich aus „kirchentreuen Gemeindegliedern“ zusammengesetzt, die „sich treu bewährt“ hätten.56 Im Bericht über die Visitation 1940 hatte der Springer Sup. Heinrich Grimm (amt. 1935–1948) angemerkt, P. Bosse sei „politisch und im öffentlichen Leben führend“ gewesen, habe der NSV in Münder vorgestanden und dadurch eine „ununterbrochene und weitgehende Fühlung mit den Gemeindegliedern“ gehabt. Der Stand seines Nachfolgers P. Paul hingegen sei etwa schwieriger, da „ihm die Parteizugehörigkeit fehlte und demgemäß auch die Leitung der NSV nicht anvertraut werden konnte“.57 Hinsichtlich der konfessionellen Zusammensetzung der Münder Bevölkerung listet der Visitationsbericht von 1940 neben rund 3.590 ev. Einwohner*innen insgesamt „215 Katholiken, 12 Juden, 19 Neuapostolische, 22 Gottgläubige und 43 Glaubenslose“ auf.58 1930 hatten noch vier jüd. Familien in Münder gelebt (19 Personen).59 SA und SS zerstörten im November 1938 den Synagogenraum, steckten das Gebäude jedoch nicht in Brand, da ein nichtjüdisches Ehepaar, das in dem Gebäude wohnte, seine Wohnung nicht verlassen wollte. Die Stuhlfabrik Rahlmühle, seit 1923 in jüd. Besitz, wurde 1938 enteignet und ging in den Besitz der Firma Bähre in Springe über. Die letzten jüd. Einwohner Münders wurden 1942 deportiert; sie wurden u. a. in Warschau und Theresienstadt ermordet.60
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter stieg die Zahl der ev. Gemeindeglieder in Münder nach Ende des Zweiten Weltkriegs deutlich an: 1950 lag sie bei rund 6.210.61 1949 hatte das LKA Hannover die zweite Pfarrstelle neu errichtet und mit P. Walter Reigber (amt. 1949–1968) besetzt.62 Im Jahr 1955 gründete sich ein Posaunenchor. Auch die Zahl der kath. Gemeindeglieder wuchs und erreichte 1956 rund 1.100. 1961 weihte die kath. Gemeinde neben ihrem alten Kirchengebäude eine neue, größerer Kirche ein. Die beiden Kirchenchöre der ev. und der kath. Gemeinde schlossen sich 1972 zu einem ökumenischen Kirchenchor zusammen.63
Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpfte die ev.-luth. KG Bad Mündern in den 1970er Jahre Kontakte zur Kirchgemeinde Dresden-Lockwitz.64 Seit 1990 ist die Petri-Pauli-KG Trägerin eines ev. Kindergartens, der seit 1997 den Namen „Arche Noah“ trägt. Zu Pfingsten 2006 gründete sich die „Petri-Pauli-Stiftung Bad Münder“, deren Ziel es ist, die kirchengemeindliche und diakonische Arbeit im Gebiet der KG Münder zu fördern. Seit Januar 2013 ist die Petri-Pauli-KG pfarramtlich mit der KG Nettelrede verbunden.

Pfarrstellen

I: vorref. – II: vorref., Kaplanei. 1914 vakant, 1922 aufgehoben. Neu 1949.65

Umfang

Die Stadt (Bad) Münder und die (ehemalige) Vorstadt Salz.

Aufsichtsbezirk
Grabstein der Ilse († 1613) und Catarina von Mandelsloh, 1935

Grabstein der Ilse († 1613) und Catarina von Mandelsloh, 1935

Archidiakonat Ohsen der Diözese Minden.66 – Von 1590 bis 1889 war mit der ersten Pfarrstelle die Superintendentur der Insp. Münder verbunden. Die Gründung des Lkr. Springe im Jahr 1885 führte 1889 zur Verlegung des Suptur.-Sitzes nach Springe und der Umbenennung in Insp. Springe. 1924 KK Springe. Nach Auflösung des KK Springe kam Bad Münder 2001 zum KK Hameln-Pyrmont.67 – Die Specialis Münder umfasste Ende des 16. Jh. folgende Gemeinden: Bodenwerder, Kloster Kemnade, Vahlbruch und Heinsen, Brevörde mit Polle und Hohe, Pegestorf, Niederbörry mit Hajen, Grohnde und Voremberg, Oberbörry mit Esperde, Bessinghausen und Latferde, Ohsen mit Lüntorf, Deitlevsen, Welsede, Amelgatzen, Gellersen, Emmern und Hagenohsen, Tündern und Hämelschenburg, Groß Berkel mit Selxen, Ohr und Oberdehmke, Aerzen, Reher, Springe, Altenhagen, Holtensen mit Unsen und Welliehausen, Afferde mit Hastenbeck, Hachmühlen mit Brullsen und Neustadt, Flegessen, Völksen mit Mittelrode und Alvesrode, Hallermundt, Hilligsfeld und Helpensen.68 Im Jahr 1746 gehörten folgende Parochien zur Insp. Münder: Afferde, Altenhagen, Backe, Banteln, Beber, Benstorff, Dedensen, Duingen, Einem, Eimbeckhausen, Esbeck, Flegessen, Groß Hilligsfeld, Hachmühlen, Springe, Hastenbeck, Hemmendorf, Holtensen, Hoyershausen, Hülsede, Lauenau, Lauenstein, Limmer, Münder, Nettelrede, Salzhemmendorf, Völksen und Wallensen.69 Von 1760 bis 1769 teilte sich die Insp. in die „Inspection Münder. Erster Theil“ (Sitz in Münder; Afferde, Altenhagen I, Bakede, Beber, Brünnighausen, Eimbeckhausen, Flegessen, Groß Hilligsfeld, Hachmühlen, Springe, Hastenbeck, Holtensen, Hülsede, Lauenau, Nettelrede und Völksen) und die „Inspection Münder. Zweyter Theil“ (Sitz in Salzhemmendorf; Banteln, Benstorf, Coppenbrügge, Dedensen, Duingen, Eime, Esbeck, Hohnsen, Hoyershausen, Hemmendorf, Lauenstein, Limmer und Wallensen).70 Bei ihrer Verlegung nach Springe zählte die Insp. Münder noch 13 Gemeinden: Altenhagen I, Bakede, Beber, Eimbeckhausen, Flegessen, Hachmühlen, Hohnsen, Hülsede, Lauenau, Münder, Nettelrede, Springe und Völksen.71

Patronat

Der Landesherr (bis 1871). Hzg. Erich II. († 1584) soll der Stadt das ius praesentandi zugestanden haben, der Rat der Stadt legte bei der Visitation 1588 eine „auskultierte Copie der Conzession Herzog Erichs“ vor, erlangte jedoch kein Mitspracherecht bei der Pfarrstellenbesetzung.72

Kirchenbau
Kirche, Grundriss, vor 1941

Kirche, Grundriss, vor 1941

Spätklassizistischer, Rechteckbau, Längsseiten siebenachsig, Schmalseiten dreiachsig, ausgerichtet nach Norden, erbaut 1839–40 (Landbaukondukteur Wedekind, Springe). Satteldach. Rundbogige Sprossenfenster; in den Giebeldreiecken Halbkreisfenster, darunter Inschriften: „Petri Pauli Kirche“ (Süden) und „Anno MDCCCXL“ (Norden). Portal in der Mittelachse der Ostseite, darüber Inschrift: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ und „Deo“; Portal in der Mittelachse der Südseite, darüber Inschrift: „Nahet euch zu Gott so nahet er sich zu euch“ zwei Nebenportale nach Norden, darüber Inschriften: „Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!“ und „Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser, denn sonst tausend!“ Im Innern dreiseitige Emporenanlage, schlichte Säulen als Emporenstützen; Tonnengewölbe über Mittelschiff, getragen von kannelierten Säulen (in Verlängerung der Emporenstützen); niedrigere Tonnengewölbe über Längsemporen; im Norden zweistöckige, Altarwand, Mittelteil als Apsis gestaltet, unten mit Vorhangmalerei, darüber Inschrift: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“, oben gegliedert durch kannelierte Pilaster, in der Mitte Kanzel, links und rechts der Apsis rundbogige Durchgänge, darüber Gemälde mit Aposteldarstellungen (20. Jh., nach Albrecht Dürers Diptychon „Die vier Apostel“, 1526). 1939 Umgestaltung Innenraum (u. a. bisher gerade Altarwand zu Apsis umgestaltet; neues Wandgemälde im Bogenfeld der Altarwand: „Jesus hält Gericht“, wohl von Carl Plinke, Hannover).73 1963/64 Innenrenovierung (u. a. Christusgemälde im Bogenfeld der Altarwand übermalt, ornamentale Gestaltung des Tonnengewölbes übermalt). 1989 Außenrenovierung. 1995/96 Innenrenovierung (u. a. Ausmalung von 1939 restauriert bzw. rekonstruiert).74

Fenster

An der Ostseite des Schiffs ein figürliches Buntglasfenster, Sturm auf dem Meer, Inschrift: „Ihr Kleingläubigen warum seid ihr so furchtsam“ und „Zum Gedächtnis i[hres] l[ieben] Schwagers und Bruder Kaufmann W. Knüppel aus Venezuela † 29.V.1912. Gestiftet von Pastor Brill u[nd] Frau“; restauriert 2013.

Turm

Vor der Westseite vierstöckiger Turm mit quadratischem Grundriss, erbaut 1528, Turmhelm von 1751.75 Geschwungener, kupferverkleideter Helm mit vierseitigem Ansatz und achtseitiger, offenere Laterne, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne, an der Laterne Uhrziffernblätter nach Norden und Süden. Verputztes Mauerwerk mit Eckquaderung; im Glockengeschoss je eine rundbogige Schallöffnung an jeder Seite; an der Südseite drei unregelmäßig verteilte, kleine Fensteröffnungen und ein Rechteckportal, darüber Inschrift: „Anno M CCCCC XX VIII“; an der Westseite Rechteckportal, darüber Spitzbogenfenster, darüber kleines Rechteckfenster. Im Innern Turmhalle mit Kreuzrippengewölbe. 1751 neuer Turmhelm. 1818 Schieferdeckung repariert. 1823 Turm neu verputzt. 1940 Turm aus städtischem in kirchliches Eigentum übergegangen.76 1957 Kupferdeckung. 1978 neues Uhrwerk (altes Uhrwerk weiterhin im Turm). 2005–08 Sanierung Turmhelm.

Fenster

In der Turmhalle figürlich gestaltetes Westfenster (1964, Hans Matschinski, Braunschweig), Ausgießung des Heiligen Geistes).

Vorgängerbauten

Spätgotischer, dreischiffiger Kirchenbau mit kreuzförmigem Grundriss, erbaut 1440.77 Satteldach, über den Seitenschiffen je zwei Querdächer (vgl. Merian-Stich). 1481 Turm gedeckt. 1491 Dachreparatur, Glasfenster eingesetzt. 1495 Uhr repariert. 1528 Turmneubau. 1779 Sakristei instandgesetzt. 1811 Ostgiebel bei Sturm beschädigt. 1839 KGb abgebrochen.

Kirche, Blick zum Altar, vor 1939

Kirche, Blick zum Altar, vor 1939

Ausstattung

Blockaltar (1939), an der Vorderseite zwei vergoldete Holzreliefs (Bildhauer Thelen, Hannover): Geburt Christi und Auferstehung Christi.78 – Polygonaler Kanzelkorb (um 1840), eingelassen in die Mitte der Altarwand. – Achteckige Sandsteintaufe (wohl 1571), an den Wandungen des Beckens Flachreliefs: Adam und Eva mit Schlange, Gnadenstuhl, Taufe Christi, segnendes Jesuskind mit Weltkugel, an den übrigen vier Seiten ornamentale Reliefs; Taufe diente 1871 „als Blumenvase im Garten eines Privatmanns“, seit 1894 wieder in der Kirche, seit 1939 wieder in Benutzung.79 – Kreuzigungsrelief (um 1400). – Kruzifix (Mitte 19. Jh.), Holz, teilweise farbig gefasst, an den Balkenenden Symbole der vier Evangelisten, am Sockel Flussdarstellungen und Inschriften, u. a. „Euphrates“. – Bruchstück des Grabsteins von P. Johann Mager († 1588), oberes Drittel fehlt, Halbfigur des Verstorbenen, betend vor Kruzifix, Inschrift u. a.: „Christum in minem Vaderlandt tho lehren Flith ick angewandt, nam ock de Sorge der Armen an im hilgen Geist dende ider man und fand darmit doch nemen Danck o wat ward mit dat Levendt lanck de frome und truwe Erlöser min mick redden dede, schlep in ohm in und leve in ohm. Sin dure Blodt is und blift ewich min Eregudt hor nu up sund Dodt und Helle Duvel und Weldt ohr Geselle ick gha hen int Rawbeddeken min o Her den Dach lath balde sin darup aller Christen Hopning steit de bringt mi Freud und Salicheit Amen Her Jesu amen J. M. F.“ – Außen: Mehrere Epitaphe aus Sandstein (16.–19. Jh.), u. a. für Magdalena von Grone († 1585), Ehepaar Georg Thonebole und Ilsebeth Hubmeier (um 1590), Ilse († 1613) und Catarina von Mandelsloh, Anna Dorothea von Wettbergen († 1632), Ernst Albrecht Friedrich Wilhelm Carl von Lenthe († 1818) und Wilhelm Carl Lohmann († 1827). – Ehemalige Ausstattung: Sandsteintaufe (um 1500), Inschrift: „Cordt Stolle“; Taufstein befand sich 1941 im Garten der Superintendentur.80

Orgel von 1925, 1974

Orgel von 1925, 1974

Orgel

1451 Orgel repariert.81 1459 Geld für Orgelneubau geliehen, Anzahlung an Orgelbauer aus Minden geleistet. 1476 Orgelreparaturen. 1496 ein orgelenwark gebaut, das 47 Mark und 2 Schilling kostete.82 1679 Vermächtnis zugunsten der Reparatur der Orgel. 1726 Orgelrenovierung, ausgeführt von Christian Vater (Hannover). 1752 Pedal und Rückpositiv vorhanden. Etwa 1784 Reparatur, Andreas Zuberbier (Obernkirchen), 1839 Abbau der Orgel wegen Neubau der Kirche. 1841 Wiederaufbau der Orgel in der neuen Kirche, gleichzeitig Umbau, ausgeführt von Philipp Furtwängler (Elze), 20 II/P (HW, UW), mechanische Traktur, Schleifladen; spätklassizistischer Prospekt.83 1847/48 Erweiterung und Änderung der Disposition, ausgeführt von Philipp Furtwängler (Elze), wohl 32 II/P (HW, UW), mechanische Traktur, Schleifladen; Orgel 1925 abgebaut. 1925 Orgelneubau, ausgeführt von Faber & Greve (Salzhemmendorf), 38 (davon 8 Transmissionen) II/P, pneumatische Traktur, Fabersche Membranlade; Prospekt mit jugendstilartigen Schnitzereien; Instrument maßgeblich mitfinanziert durch Spende von Amalie Soltenborn (Großbritannien).84 1965 Generalüberholung und Umbau, Wilhelm Wiegmann (Hameln), Zustand 1974: 37 (davon 8 Transmissionen) II/P, pneumatische Traktur, Fabersche Membranlade. 1989 Orgelneubau, ausgeführt von Johannes Rohlf (Neubulach), 23 III/P, mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 85).

Kirche, Blick zur Orgel, 1935

Kirche, Blick zur Orgel, 1935

Geläut

Drei LG, I: c’ (Eisen, Gj. 1949, Firma Weule, Bockenem), Inschrift: „Kriegsende, Weltenwende, alles wirken Gottes Hände“; II: es’’ (Bronze, Gj. 1902, Firma Radler, Hildesheim), Inschriften: „Bete und arbeite. Nahet euch zu Gott so nahet er sich zu euch“ und „Gegossen von J. J. Radler u. Soehne in Hildesheim 1902“, Bilder: Kreuz und segnender Christus; III: e’ (Eisen, Gj. 1949, Firma Weule, Bockenem), Inschrift: „Bereitet dem Herrn den Weg“. Zwei SG, I: b’ (Bronze, Gj. 1670, Honorez Rozier, Lothringen), Inschrift: „Anno 1670 im Maio ist dusse Klocke gegossen. Godt alleine die Ehre“ und „H. Rosier“, Bilder: Kreuz und Gießerzeichen, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und seit 1949 wieder in Bad Münder; II: ges’’ (Bronze, Gj. 1498), Inschrift: „Anno d[omi]ni m cccc l xxxx viii“, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und seit 1949 wieder in Bad Münder. – Früherer Bestand: 1445 Glocken geweiht.85 Eine LG (Bronze, Gj. 1713, Eckhard Christoph Becker, Hildesheim), Inschriften: „Herr gib, das wenn mein Schall gehöret wird, im Läuten sich die Gemeinde mög in Andacht woll bereiten, zu kommen in dein Haus. Zeig ich die Leichen an, so laß hie an den Tod gedenken Jedermann. Gib, das ich niemals mög den Feuer- und Sturmklang geben, vielmehr lass Schutz und Schirm ob diesem Hause schweben. Auff Münder Gottes Gnadd mit viel Erbarmen schau, und über die Gemeind flies steter Segensthau“, „Ich bin gossen von Ekhart Christoph Becker aus Hildesheim“ und Ps. 150 (Latein); 1908 geborsten und umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1908), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Eine LG (Bronze, Gj. 1780), umgegossen zu jetziger LG II. Zwei LG, b und des (beide Bronze, Gj. 1928), gestiftet von Amalie Soltenborn (Großbritannien) und Henry Nülsen (Chicago, USA), beide Glocken im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus Echternstraße, Superintendentur bzw. Primariatpfarre (Bj. 1828–31, bis 1940 städtisches Eigentum). – Pfarrhaus Mönjesod (Bj. 1954).86 – Altes Gemeindehaus (Bj. 1855, ehemalige Pfarrscheune, umgebaut 1957). – Neues Gemeindehaus (Bj. 1973).

Friedhof

Ursprünglich Friedhof rund um die Kirche, wohl im 16. Jh. aufgegeben. Kirchlicher Friedhof bei der St. Laurentius-Kirche in der Vorstadt Salz, ab etwa 1500 auch als Münder Friedhof genutzt, um 1897 geschlossen.87 Neuer städtischer Friedhof am Ostrand des Stadtgebiets, angelegt Ende des 19. Jh., bis 1942 in kirchlicher Verwaltung, FKap (Bj. 1901/02, seit 1964 städtisches Eigentum 1983 erweitert).88

Liste der Pastoren (bis 1940)
Grabstein der Magdalena von Grone († 1585), 1935

Grabstein der Magdalena von Grone († 1585), 1935

Erste Pfarrstelle: 1529–1553 Johann Hake. – 1553–1556 Dr. Henricus Stein (Stenius). – 1556 Johann Lambert (von seinen mercenarii wird erwähnt Magister Philippus Cordi und ein älterer Henrich Olthoff). – 1583–1589 Heinrich Olthoff. – 1590–1598 Gottfried Heßhusius. – 1599–1626 Gebhard Timäus. – 1626–1646 Magister Johannes Neomarius (Niemeyer, Neumeyer). – 1647–1696 Johann Redeker. – 1697–1701 Ernst August Stisser. – 1702–1716 Heinrich Rudolphi. – 1716–1719 Georg Heinrich Gerber. – 1720–1746 Johann Andreas Jüssow. – 1746–1762 Simon Johann Eberhart. – 1762–1764 Johann Albrecht Dörrien. – 1764–1769 Konrad Siegmund Ziehen. – 1770 Georg Christoph Volger. – 1769–1779 Johann Karl Ehrenfried Reidemeister. – 1779–1789 Justus Christoph Brasen. – 1789–1794 Johann Konrad Achaz Holscher. – 1794–1800 Georg August Borchers. – 1800–1826 Karl David Johann Vasmer. – 1827–1836 Hermann Erich Lubrecht. – 1836–1851 Friedrich Christian Bestenbostel. – 1851–1860 Johann Ludwig Eckels. – 1860–1870 Friedrich Ludwig Roller. – 1870–1885 Karl Georg Theodor Ludwig Meyer. – 1886–1889 Hermann Theodor Ludwig Pramann. – 1890–1894 Ernst August Niemack. – 1895–1903 Karl Theodor Warnecke. – 1904–1914 Adolf Christian Andreas Brill. – 1914–1924 Wilhelm Ludwig Bernhard Gottfried Mühle. – 1931–1937 Wilhelm Heinrich Bosse. – 1938–1942 Willi Hans Kurt Paul.

Zweite Pfarrstelle (Kaplanei): 1566–1571 Heinrich Busing. – 1574 Johann Mägers (Mavers, Macerius). – 1580–1615 Lorenz Plate. – 1615–1626 Ernst Plate. – 1626–1627 Johann Heinrich Lautemann. – 1627–1659 Heinrich Treuter. – 1659–1670 Simon Müller. – 1670–1686 Gebhard Otto Scherr. – 1687–1689 Magister Johann Theodor Redeker. – 1690–1737 Konrad Bremer. – 1737–1740 Jakob Leopold Timäus. – 1740–1758 Johann Georg Pfannenschmidt. – 1758–1769 Ludolf Justus Quittenbaum. – 1769–1771 Johann Konrad Aggers. – 1771–1772 Johann Friedrich Kipp. – 1772–1813 Johann Gerhard Conerding. – 1813–1819 Karl Friedrich Eduard Schmidt. – 1819–1827 Georg Karl Ernst Fischer. – 1831–1837 Karl Hermann Theodor Wilhelm Wiehen. – 1837–1846 Moritz Heinrich Ferdinand Petri. – 1846–1855 Karl Friedrich Schoch. – 1855–1863 Karl Gustav Theodor Rauterberg. – 1863–1870 Karl Georg Theodor Ludwig Meyer. – 1870–1876 Friedrich August Wilhelm Theodor Gelpke. – 1877–1879 Ernst August Wilhelm Danckwerts. – 1879–1882 Gustav Heinrich Hermann Albrecht Flügge. – 1882–1884 Karl Bernhard Friedrich Adolf Illing. – 1884–1888 Friedrich Wilhelm August Katz. – 1889–1893 Heinrich August Christian Mahrenholz. – 1893–1896 Karl Ludwig Knoche. – 1896– 1899 Gerhard Heinrich Friedrich Hothmer. – 1900–1904 Adolf Christian Andreas Brill. – 1904–1914 Wilhelm Ludwig Bernhard Gottfried Mühle.

Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 158–160

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 8106–8142 (Pfarroffizialsachen); A 5 Nr. 832 (Spec. Landeskons.); A 6 5706–5737 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 1616Digitalisat, 1617Digitalisat, 1618Digitalisat, 1619Digitalisat, 1620Digitalisat, 1621Digitalisat, 1622Digitalisat (Visitationen); D 10 Nr. 92 (Depositalsplitter); D 29 (EphA Springe); L 5a Nr. 15–17, 1189–1193, 1616, 1762–1763 (LSuptur. Calenberg-Hoya mit Verden-Hoya und Celle); S 09 rep Nr. 302, 851 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7400 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1648 (Lücken: 1699–1702)
Trauungen: ab 1648 (Lücken: 1699–1702)
Begräbnisse: ab 1703
Kommunikanten: ab 1782 (Lücken: 1806–1830, 1854–1866)
Konfirmationen: ab 1794 (Lücken: 1801–1813)

Literatur & Links

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 165–167; Jäger, Orgeln, S. 24–33; Jürgens u. a., KD Kr. Springe, S. 143–157; Kayser, Kirchenvisitationen, S. 326–331; Meyer, Pastoren II, S. 158–160; Obenaus, Handbuch II, S. 1082–1086; Warnecke, Inspektion Springe, S. 63–89.
B: 150 Jahre Petri-Pauli-Kirche. 1839–1989. Weihe der Rohlf-Orgel, Bad Münder, 12. November 1989, hrsg. vom Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde, [Bad Münder 1989]; Festschrift anläßlich der Wiedereinweihung der Petri-Pauli-Kirche Bad Münder am 4. Februar 1996, hrsg. vom Kirchenvorstand der Ev.-luth. Petri-Pauli-Kirchengemeinde, [Bad Münder 1996]; Helmut Baars: So leben wir in Bad Münder. Streifzüge durch die vielfältige Welt einer kleinen Stadt, Bad Münder 1998, bes. S. 110–113; Erhard Cosack: St. Annen, ein spätmittelalterlicher Wallfahrtsort bei Bad Münder, Ldkr. Hameln-Pyrmont. Nach den historischen Nachrichten und archäologischen Ausgrabungen, in: Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte 72 (2003), S. 115–173; Adolf Diestelkamp: Die Rechtsnatur der Lehen S. Bartholomaei und S. Annae in der Pfarrkirche zu Münder. Ein Beitrag zur Geschichte des weltlichen Stiftungsrechts, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 25 (1953), S. 58–74 [online]; Richard Doebner: Urkunden-Regesten betreffend vorwiegend die kirchlichen Stiftungen der Stadt Münder am Deister (1342 bis 1566), in: Zeitschrift der Gesellschaft für Niedersächsische Kirchengeschichte 6 (1901), S. 210–239; Theodor Meyer: Zur Geschichte der Kirche in Münder, in: Zeitschrift der Gesellschaft für Niedersächsische Kirchengeschichte 20 (1915), S. 235–285; Karl Piepho: Geschichte der Stadt Bad Münder, Bad Münder/Deister 1960; Hermann Weber: Chronik Bad Münder am Deister 1945–1985. Vom Kriegsende bis zur Gegenwart. Vorspann 1800–1945, Bad Münder [1990]; Theodor Warnecke: Zur älteren Verfassung der Stadt Münder a. Deister, in: Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen (1902) S. 273–281 [online]; Theodor Warnecke: Beiträge zur Geschichte der Stadt Münder, Osnabrück 1899.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche, Kirche innen, Taufstein, Kreuzigungsrelief, Glocken, Ehemaliger Taufstein, Epitaph, Epitaph, Epitaph, Epitaph, Epitaph, Grabstein, Grabstein, Friedhofskapelle.

GND

5317906-7, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde (Bad Münder am Deister); 1223055604, Evangelische Sankt-Petri-Pauli-Kirche (Bad Münder am Deister)


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 194.
  2. Dronke, Trad. Fuld., § 41, 100; der Text ist in einer Abschrift des 12. Jh. überliefert. Vgl. auch Casemir/Ohainski, Niedersächsische Orte, S. 56.
  3. MGH DD Ko II 192 [Digitalisat].
  4. Westfälisches UB VI, Nr. 602; Piepho, S. 42 f.
  5. UB Hameln I, Nr. 52; Piepho, S. 43.
  6. Vgl. Pischke, Landesteilungen, S. 95 ff. und S. 137 ff.
  7. Westfälisches UB X, Nr. 18. Cal. UB I, Barsinghausen, Nr. 84. Vgl. insgesamt Piepho, S. 39 ff.
  8. Warnecke, Verfassung, S. 276.
  9. Piepho. S. 274 ff. und S. 51.
  10. Digitalisat: http://digital.slub-dresden.de/id404350887/398. Vgl. auch Kastendieck, Kirchenwege, S. 47.
  11. Piepho, S. 276 f.
  12. LkAH, L 5a, Nr. 15 (Visitation 1950).
  13. Volger, Regesten, Nr. 9 (S. 129); Cal. UB XI, Wülfinghausen I, Nr. 55.
  14. Piepho, S. 100; Warnecke, Inspektion Springe, S. 64. UB Obernkirchen, Nr. 175.
  15. Doebner, Nr. 5.
  16. Johann Christian Hermann Weissenborn (Bearb.): Acten der Erfurter Universität, Theil 1 (= Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete, 8,1), Halle 1881, S. 40 (Zeile 22) [Digitalisat].
  17. RG Online, RG II 02692, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/2692, 13.10.2022; RG Online, RG II 06620, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/6620, 13.10.2022; RG Online, RG II 02625, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/2625, 13.10.2022.
  18. RG Online, RG IV 00156, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/156, 13.10.2022; RG Online, RG IV 07062, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/7062, 13.10.2022; RG Online, RG IV 13617, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/13617, 13.10.2022.
  19. Meyer, S. 237, Nr. 2.
  20. Doebner, Nr. 17.
  21. Warnecke, Inspektion Springe, S. 65.
  22. Piepho, S. 100. Johannes Nigenborch rector parochialis Ecclesie in Mundere ist auch in einer wohl fälschlich auf 1407 datierten Urkunde Bf. Heinrichs von Minden (vermutlich Heinrich III., amt. 1473–1508) erwähnt, Würdtwein, Nova Subsidia XI, Nr. 170 (CLXX).
  23. Piepho, S. 100 ff.; Warnecke, Inspektion Springe, S. 64 ff.
  24. Piepho, S. 102 ff.; Doebner, S. 210 ff.; Meyer, S. 235 ff.
  25. Piepho, S. 103 f.; Jürgens u. a., KD Kr. Springe, S. 146.
  26. Meyer, S. 251. Vgl. auch ebd., S. 238, Nr. 6.
  27. Meyer, S. 242 (Nr. 3); Meyer, S. 275.
  28. Meyer, S. 241 (Nr. 2); Meyer, S. 275.
  29. Meyer, S. 253.
  30. Meyer, S. 263.
  31. NLA HA Dep. 12 Nr. 6: Bodo Valebrok Dekan des Kalands zu Münder, Johann Hulsede Kämmerer des Kalands; UB Barsinghausen, Nr. 532: „kalandesheren tho Munder“.
  32. Piepho, S. 97 f. Die Lage beider Kapellen ist unklar.
  33. Doebner, Nr. 36.
  34. Meyer, S. 283.
  35. Piepho, S. 104.
  36. Zit. bei Piepho, S. 98 ff. Vgl. auch Jürgens u. a., KD Kr. Springe, S. 150. Die ausführlichste Darstellung zur Wallfahrtskapelle findet sich bei Cosack, S. 115 ff. (Auswertung schriftlicher Quellen und archäologischer Befunde der Grabung 1999/2000: „Mit den Ausgrabungen von St. Annen ist erstmals ein niedersächsischer Wallfahrtsort mit seiner Kirche und den Nebengebäuden umfassend archäologisch untersucht worden“, ebd., S. 152).
  37. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 708 ff.; Butt, Herrschaft, S. 47 ff.
  38. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 326. Zur Visitation in Münder vgl. Piepho, S. 127 ff.
  39. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 328. Zu den Lehen S. Bartholomaei und S. Annae vgl. ausführlich Diestelkamp, S. 58 ff., und Weber, S. 486 ff.; knapp: Baars, S. 115 f.
  40. Piepho, S. 129.
  41. Kayser, General-Kirchenvisitation, S. 210.
  42. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 83 ff.
  43. Kayser, General-Kirchenvisitation, S. 211.
  44. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 254.
  45. Piepho, S. 99 f. Vgl. auch Jürgens u. a., KD Kr. Springe, S. 150; Cosack, S. 121.
  46. Zit. bei Piepho, S. 329.
  47. Piepho, S. 336.
  48. Piepho, S. 338.
  49. Zum Folgenden: Obenaus, Handbuch II, S. 1082 ff.
  50. Siehe https://d-nb.info/gnd/1315995573.
  51. Piepho, S. 331; 150 Jahre, S. 9 ff.
  52. Zit. bei Piepho, S. 331.
  53. Piepho, S. 332.
  54. 150 Jahre, S. 15. Siehe: https://glass-portal.homepage.t-online.de/cwhase/a-f/badmuender_stadtkirche.htm, 17.10.2022.
  55. Vgl. zum Folgenden Piepho, S. 347 ff.
  56. LkAH, S 1 H III Nr. 118, Bl. 12. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  57. LkAH, L 5a, Nr. 15 (Visitation 1940).
  58. LkAH, L 5a, Nr. 15 (Visitation 1940).
  59. Obenaus, Handbuch, S. 1084 ff.
  60. Obenaus, Handbuch, S. 1086: „Im September 1942 wurden in Bad Münder noch zwei ‚Mischlinge ersten Grades‘ gezählt; sie überstanden die NS-Zeit in ihren Wohnorten.“
  61. LkAH, L 5a, Nr. 15 (Visitation 1950).
  62. KABl. 1949, S. 9.
  63. 150 Jahre, S. 41.
  64. 150 Jahre, S. 41. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  65. Piepho, S. 339; KABl. 1949, S. 9.
  66. Holscher, Bisthum Minden, S. 53 und S. 80.
  67. KABl. 2001, S. 141.
  68. LAW, V 231, Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig…, S. 70 ff.
  69. Hannoverscher Staatskalender 1746, S. 77 f.
  70. Hannoverscher Staatskalender 1763, S. 111 f.
  71. LkAH D 29, Bestandsbeschreibung.
  72. Kayser, General-Kirchenvisitation, S. 212.
  73. Festschrift, S. 16.
  74. Festschrift, S. 14 ff.
  75. Piepho, S. 332; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 165. Bei Jürgens u. a., KD Kr. Springe, S. 145, steht irrtümlich 1731. Zu den 1957 im Turmknopf gefundenen Dokumente vgl. Piepho, S. 410 ff.
  76. Piepho, S. 333.
  77. Meyer, S. 250. Für die im Folgenden genannten Daten zur Baugeschichte der Kirche im 15. Jh. vgl. ebd., S. 249 ff. Die Angaben stammen aus dem Rechnungsbuch der Kirche. Grundriss bei Piepho, Abb. 33.
  78. Piepho, S. 332; 150 Jahre, S. 17.
  79. Mithoff, Kunstdenkmale I, S. 143; Piepho, S. 332; Jürgens u. a., KD Kr. Springe, S. 146.
  80. Jürgens u. a., KD Kr. Springe, S. 146.
  81. Die folgenden Daten stammen aus dem Rechnungsbuch der Kirche, vgl. Meyer, S. 249 ff.
  82. Meyer, S. 282.
  83. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 80.
  84. Weber, S. 212. Abb. des Prospekts: 150 Jahre, S. 28.
  85. Meyer, S. 249.
  86. Piepho, S. 336.
  87. Piepho, S. 64; LkAH, L 5a, Nr. 15 (Visitation 1950).
  88. Weber, S. 237 f.