Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Hameln-Pyrmont | Patrozinium: Philipp Spitta (seit 1987)1 | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

In einer Urkunde der Gf. von Pyrmont aus dem Jahr 1231 soll ein Ritter von Frenke mit Landbesitz in Grohnde erwähnt sein.2 Im Jahr 1289 übertrug Heinrich Edler von Homburg sein Dorf Gronede dem Kloster Kemnade.3 Im Homburger Lehnregister, angelegt um 1300, findet sich der Ort als Gronde bzw. Grunde.4 1331 übertrugen Lambert und Hermann von Ohsen den Zehnten von Grohnde (decimam in Grouede) dem Bf. von Minden.5 Eine Burg lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht belegen. Erstmals erwähnt ist dat schlot to gronde mit sinen tobehoringe in einem Verzeichnis Corveyischer Lehen an die Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg, dass wohl auf das Jahr 1395 zu datieren ist.6 Wenige Jahre später hingegen war die Burg im Besitz der Edelherren von Homburg: Sie übertrugen sie 1403 an Gf. Moritz von Spiegelberg.7 In einer Fehde gegen Bf. Johann III. von Hildesheim (amt. 1399–1424) eroberte Hzg. Wilhelm I. zu Braunschweig-Lüneburg († 1482) die Burg (Schlacht vor Grohnde 1421). Bei der welfischen Erbteilung von 1428 kam Grohnde an das Fsm. Lüneburg, 1433 verpfändeten die Welfen Burg und Zubehör an den Bf. von Hildesheim, der sie weiter verpfändete (u. a. 1492 an Eberhard von Münchhausen).8 Hzg. Erich I. zu Braunschweig-Lüneburg († 1540), zu dessen Fsm. Calenberg-Göttingen Grohnde seit 1495 zählte, bemühte sich seit Anfang des 16. Jh. bei den Hildesheimer Bischöfen um Wiedereinlösung der Burg, zu der es jedoch erst 1567 kam (allerdings kontrollierten die welfischen Hzg. das Gebiet bereits seit Ende der Hildesheimer Stiftsfehde, 1519–1523). Ungeachtet dieser Wechsel blieb Grohnde im Pfandbesitz der Familie von Münchhausen. Erst 1619 kamen Burg und Amt Grohnde in direkte landesherrliche Verwaltung (Fsm. Calenberg-Göttingen, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover). Eine erste Ansicht von Burg und Ort (ein „fein Flecken“) ist aus der Mitte des 17. Jh. überliefert (Merian-Stich).9 In französischer Zeit zählte Grohnde von 1810 bis 1813/14 zum Kanton Bodenwerder im Distrikt Rinteln des Leinedepartements im Kgr. Westphalen. Danach war Grohnde, nun im Kgr. Hannover, Sitz des neuen Amtes Grohnde-Ohsen (1852: Amt Grohnde), das 1859 im Amt Hameln aufging. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Grohnde 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung kam der Ort 1885 zum Kr. Hameln, der 1922 im Lkr. Hameln-Pyrmont aufging. Seit 1973 gehört Grohnde zur neugegründeten Gemeinde Emmerthal. Zur Sozialstruktur Grohndes schrieb der Ortspastor 1968: „Der Großteil der Gemeinde besteht aus Landarbeitern und Industriearbeitern, die nach Hameln, Emmerthal oder Hehlen fahren.“10 Knapp zwei Kilometer nordwestlich Grohndes befindet sich das Kernkraftwerk Grohnde (Laufzeit 1985–2021), gegen dessen Bau in den 1970er Jahren heftig protestiert wurde (1977 „Schlacht um Grohnde“). Um 1810 lebten knapp 670 Menschen in Grohnde, 1939 etwa 810, 1946 gut 1.440 und 2021 rund 1.130.

Kirche, Ansicht von Südosten, Aquarell (?) von F. Hildebrandt

Kirche, Ansicht von Südosten, Aquarell (?) von F. Hildebrandt

Kirchlich gehörte das Dorf Grohnde ursprünglich zur Parochie Ohsen. Auf der Burg lässt sich 1477 eine Kapelle belegen, an der 1488 Hermann Kaltenover Kaplan war.11 Im Jahr 1492 wird sie als eine „nygen Capellen myt steynen wythen und dake“ erwähnt.12
Auch nach der Reformation war weiterhin der Pastor von Ohsen für die Dorf- oder Fleckensgemeinde Grohnde zuständig. Im Bericht zur Visitation 1588 heißt es: „Die Leute im Flecken Grohnde gehören in die Pfarre zu Ohsen, dort gehen sie zum Tisch des Herrn, aber die Kinder lassen sie in Grohnde taufen“.13 Für die Burggemeinde hatte Drost Georg von Holle († 1576), Pfandinhaber von Grohnde, im Jahr 1556 eine neue Kapelle an der Weser gestiftet; der Zugang zur Kapelle „lag in der Durchfahrt des Torbaues zur Weserfurt“.14 Hier predigte der Pastor von Hajen (1588 an jedem Sonntag und an einem Wochentag). Als der Hajer P. Vitus Ulrici (amt. 1610–1618) aus seiner Funktion als Burggeistlicher das Recht zur kirchlichen Versorgung auch des Fleckens ableiten wollte, kam es zu einem Konflikt mit den Grohnder Bauern, die sich dagegen wehrten und ihre weitere Zugehörigkeit zur Parochie Ohsen erstritten.15
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) war Grohnde ab 1629 im Besitz des Bf. von Hildesheim, der bemüht war, die Bevölkerung zu rekatholisieren. 1633 kamen Burg und Amt wieder unter die Kontrolle der Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg und die ev. Geistlichen der Amtsdörfer konnten in ihre Pfarren zurückkehren.16 Im Jahr 1595 hatte der Grohnder Drost Statius von Münchhausen († 1633) eine Schule in Grohnde gestiftet, deren Rektor seit 1639 auch den Predigtgottesdienst im benachbarten Lüntorf hielt (bis 1914).17 Im Jahr 1730 schließlich übernahm das Pfarramt Hajen neben der Burggemeinde auch die Versorgung der Fleckensgemeinde Grohnde. Mit dem Wechsel nach Hajen begann die eigene Kirchenbuchführung für Grohnde. In den Hannoverschen Staatskalendern findet sich seit 1818 die Bezeichnung „Hajen u[nd] Grohnde“ für das Pfarramt.18 Nach Fertigstellung der neuromanischen Pfarrkirche auf dem alten Friedhof in der Ortsmitte endete im Jahr 1847 die Nutzung der Schlosskapelle aus dem 16. Jh. Sie wurde abgebrochen. Die neue Kirche war bis zum Abschluss des Loccumer Vertrags im Jahr 1955 staatliches Eigentum, dann ging sie in das Eigentum der KG Grohnde über.
Eine eigene Pfarre erhielt Grohnde erst im Jahr 1914. Mit Errichtung der Pfarrstelle, die als erster P. Karl Friedrich Kreitz (amt. 1915–1931) übernahm, schuf das Konsistorium Hannover zugleich eine pfarramtliche Verbindung zwischen den Nachbarorten Grohnde und Lüntorf.19 Während der NS-Zeit war P. Richard Röver (amt. 1933–1949) im Pfarramt Grohnde- Lüntorf tätig. Er war seit Mai 1933 Mitglied der NSDAP und gehörte kirchenpolitisch von Anfang an zur Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft (Vertrauensmann im KK Börry), wie er im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ rückblickend angab.20 Bei der Neuwahl des KV 1933 stimmte die Gemeinde für den Wahlvorschlag P. Rövers; von den vier gewählten Kirchenvorstehern und den beiden Ersatzmännern gehörten drei der NSDAP an. Der KV habe sich, wie P. Röver schrieb, „ausgezeichnet bewährt“, habe „geschlossen den Kurs der Bekenntnisgemeinschaft gesteuert“ und sei auch jetzt noch – also 1947 – im Amt.21 Veranstaltungen der DC fanden in Grohnde nicht statt.
In der Nachkriegszeit stieg die Zahl der Gemeindeglieder in Grohnde aufgrund des Zuzugs Geflüchteter stark an (1942: 800, 1948: 1.300).22 Gleichzeitig war eine kleine kath. Gemeinde entstanden (1948: 200, 1957: 170), die bis zur Einweihung der kath. Kirche in Ohsen im Jahr 1962 die ev. Kirche in Grohnde nutzte (zunächst alle zwei Wochen sonntags sowie jede Woche an einem Werktag).23 In den 1950er Jahre knüpften die beiden Gemeinden Grohnde und Lüntorf im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche Kontakte zur Kirchgemeinde Ostritz (zwischen Zittau und Görlitz).24 Im Jahr 1976 gründete sich der Grohnder Kirchenchor. Die Kirche in Grohnde erhielt nach ihrer Restaurierung 1987 den Namen „Ev.-luth. Philipp-Spitta-Kirche“; der Theologe hatte 1837 in der alten Grohnder Kapelle Johanne Marie Magdalene Hotzen geheiratet.25

Kirche, Blick zur Orgel, 1936

Kirche, Blick zur Orgel, 1936

Im Kontext der kirchlichen Strukturreform im Oberwesergebiet und dem Wechsel der beiden verbundenen Gemeinden in den KK Hameln-Pyrmont stand Ende der 1990er Jahre die Aufhebung der Pfarrstelle Grohnde-Lüntorf und die Fusion mit der KG Hämelschenburg zur Diskussion (Grohnde: knapp 1.000 Gemeindeglieder, Lüntorf gut 460). Die Gemeinden setzten sich aktiv für den Erhalt der Pfarrstelle und die Sanierung des Pfarrhauses in Grohnde ein (Gründung einer Bürgerinitiative).26 Das LKA Hannover wandelte die Stelle schließlich zum 1. Februar 2000 in eine halbe Stelle um.27 Das Pfarrhaus, ein denkmalgeschütztes Fachwerkgebäude von 1838, war 1999 saniert und auch als Gemeindehaus nutzbar gemacht worden. Im Jahr 2010 hatte die KG Grohnde gut 770 Gemeindeglieder.28
Ab Januar 2013 waren die KG Grohnde und Lüntorf pfarramtlich verbunden mit den Gemeinden Börry, Esperde, Frenke, Hajen und Ohsen (Verbundenes Pfarramt Ohsen). Zum 1. Januar 2022 gründete sich das Verbundene Pfarramt Emmer-Wesertal, zu dem alle Gemeinden der Region 5 des KK Hameln-Pyrmont gehören: Afferde, Börry, Esperde, Frenke, Grohnde, Hajen, Hämelschenburg, Hastenbeck-Voremberg, Lüntorf, Ohsen und Tündern.29 Die Gemeinden wollen inhaltlich und personell zusammenarbeiten; der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus 14 Delegierten der Gemeinden und drei Pastor*innen, leitet den Pfarrverbund.
Grohnde liegt am 2005 eröffneten Pilgerweg Loccum–Volkenroda.30

Umfang

Grohnde.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Ohsen der Diözese Minden.31 – Als Teil des Kirchspiels Ohsen zählte Grohnde nach der Reformation zunächst zur Insp. Münder und ab 1634 zur neuen Insp. Aerzen, deren Sitz 1664 nach Oberbörry verlegt wurde (Insp. Börry, 1924 KK Börry).32 1947 ging der KK Börry im neuen KK Bodenwerder auf.33 1999 kam Grohnde zum KK Hameln-Pyrmont.34

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Taufstein, 1972

Taufstein, 1972

Neuromanischer, fünfachsiger Saalbau mit Halbkreisapsis im Westen (Sakristei), erbaut 1845–47. Satteldach. Mauerwerk aus hellen Sandsteinquadern und Bruchsteinen, gegliedert mit Ecklisenen und rundbogigem Trauffries. An den Längsseiten rundbogige Sprossenfenster, in der Mittelachse der Südseite Portalvorbau mit Dreiecksgiebel und Bauinschrift „1847“, darüber Rundfenster; über dem vermauerten Nordportal Inschrift: „Nahet Euch zu Gott, so nahet er sich Euch“. Nach Osten zwei Rundbogenfenster. Apsis mit zwei Rundbogenfenstern und Rundbogenportal nach Westen mit Rundfenster darüber. Im Innern kassettierte, ornamental bemalte Balkendecke, im Osten Empore mit Rundbogenarkaden, getragen von Säulen mit aufgemalter Kannelierung und floral verzierten Kapitellen; im Sockelbereich Vorhangmalerei. 1914 Blitzableiter installiert und Nordportal vermauert (Heizungseinbau). 1934 Innenrenovierung. 1955 Neugestaltung Innenraum. 1969 Neudeckung Dach. 1987 Innenrenovierung.

Turm

Risalitartig hervortretender Ostturm, verschieferter Turmhelm mit vierseitigem Ansatz und achteckig ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kreuz. Im Glockengeschoss rundbogige, gekuppelte Schallöffnungen mit romanisierenden Teilungssäulen. Nach Osten Uhrziffernblatt und Hauptportal, darüber zwischen zwei Vierblattfenstern Inschriftentafel: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid!“. 1881 neue Turmuhr. 1998 Turmsanierung.

Ausstattung

Hölzerner Altar mit seitlichen Schranken (1847), Front des Stipes verziert mit drei Vierpässen; Altar 1955 umgestaltet (ursprünglich Kanzelaltar). – Hölzerne, leicht erhöhte Kanzel (1847) mit modernem Schalldeckel, Wandungen des polygonalen Kanzelkorbs bemalt mit floralen Ornamenten; Kanzel war bis 1955 Teil des Kanzelaltars und wurde dann abgenommen und links vor dem Altarraum aufgestellt. – Achteckige Sandsteintaufe (1847), farbig gefasst. – Großes Holzkreuz an Altarwand im Westen.

Kirche, Blick zur Orgel

Kirche, Blick zur Orgel

Orgel

Auf der Ostempore. Um 1848 Orgelneubau, ausgeführt von Eduard Meyer (Hannover), 16 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen.35 1936 Änderung der Disposition, Firma Faber (Salzhemmendorf), 16 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. Vor 1962 Änderung der Disposition, ausgeführt von Wilhelm Wiegmann (Hameln). 1969 Instandsetzung und Änderung der Disposition, ausgeführt von Schmidt & Thiemann (Hannover), 16 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. Kurz nach Fertigstellung Wasserschaden wegen Dacharbeiten, 1972 repariert. 2000/2001 Restaurierung, ausgeführt von Firma Muhleisen (Straßburg), 16 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Zwei LG, I: b’; II: des’’ (Stahl, Gj. 1951, Bochumer Verein). – Früherer Bestand: 1879 waren zwei Glocken vorhanden, eine große (320 Kilogramm, Bronze; Eigentum des Fiskus) und eine kleinere (Bronze, Eigentum der KG). Kleine LG 1936 ersetzt durch zwei neue Glocken, 450 Kilogramm und es’’, 120 Kilogramm (beide Bronze, Gj. 1936, Franz Schilling Söhne, Apolda).36 Die beiden größeren Glocken im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, die kleine es’’-Glocke 1951 bei Anschaffung des neuen Geläuts verkauft.37

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1838/39, ehemalige Schule, seit 1949/50 Pfarrhaus).

Friedhof

Alter Friedhof am heutigen Standort der Kirche, angelegt 1730. Neuer kirchlicher Friedhof am nördlichen Ortsrand (Ohsener Straße), angelegt um 1845 (ursprünglich Eigentum der Realgemeinde), FKap (Bj. 1963).38

Liste der Pastoren (bis 1940)

1915–1931 Karl Friedrich Kreitz. – 1933–1949 Richard Theodor Hermann August Röver.

Angaben nach: Meyer, Pastoren I, S. 349

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 5 Nr. 84 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 3196–3214 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 153Digitalisat (CB); A 9 Nr. 888Digitalisat, 889Digitalisat, 890Digitalisat, 891Digitalisat, 892Digitalisat (Visitationen); D 9 (EphA Hameln-Pyrmont); D 25 (EphA Bodenwerder); S 09 rep Nr. 1199 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7212 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher
Amtsgemeinde

Taufen: 1689–1730
Trauungen: 1689–1730
Begräbnisse: 1689–1730
Kommunikanten: 1689–1729
Eintragungen in den Kirchenbüchern von Hajen, nachher siehe Fleckengemeinde.

Fleckengemeinde

Taufen: ab 1730
Trauungen: ab 1730
Begräbnisse: ab 1730
Kommunikanten: ab 1877
Konfirmationen: ab 1795 (Lücken: 1803–1816, 1833–1875)
Vor 1730 in den Kirchenbüchern von Ohsen.

Literatur & Links

A: Bühring, KD Lkr. Hameln-Pyrmont, S. 179–196; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 558–559; Hölscher, Leben, S. 40–50; Köhler & Gelderblom, Dorfkirchen, S. 112–113; Meyer, Pastoren I, S. 349.
B: Hans Berner: Das Amt Grohnde, Göttingen 1952.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche, Pfarrhaus.


Fußnoten

  1. Hölscher, Leben, S. 46.
  2. Bühring, KD Lkr. Hameln-Pyrmont, S. 180 (ohne Beleg).
  3. Dürre, Regesten Homburg, Nr. 142. Die Erwähnung Grohndes „um 1237/47“ (UB Hameln I, Nr. 22) ist nicht korrekt datiert, vgl. dazu Naß, Untersuchungen, S. 188 ff. Der entsprechende Absatz des Schriftstücks ist „zwischen 1340/56 und 1332/38“ anzusetzen (ebd., S. 192).
  4. Ohainski, Lehnregister, S. 73 (14) und S. 76 (46).
  5. Würdtwein, Nova Subsidia XI, Nr. LXVII.
  6. Spilcker, Everstein, Urkundenbuch, Nr. CCCCXCIV (mit Datierung 1365, die nach Berner, Amt Grohnde, S. 10, nicht stimmen kann; Berner vermutet 1395).
  7. Zum Folgenden: Berner, Amt Grohnde, S. 10 f.
  8. Pischke, Landesteilungen, S. 112 ff. UB Hameln II, Nr. 185.
  9. Digitalisat: http://digital.slub-dresden.de/id404350887/194. Zitat: Merian, Topographia Braunschweig und Lüneburg, S. 97. Vgl. auch Berner, Amt Grohnde, S. 28: „Bei einer angeordneten Untersuchung stellte der Amtmann 1853 fest, daß es unklar sei, seit wann und weshalb Grohnde als Flecken bezeichnet werde. Da der Ort sich in keiner Weise von einer anderen Landgemeinde unterscheide, wurde davon Abstand genommen, Grohnde eine Fleckensverfassung zu verleihen.“
  10. LkAH, L 5h, unverz., Grohnde, Visitation 1968.
  11. UB Hameln II, Nr. 492 (mit Anm.).
  12. Treuer, Münchhausen, Anhang, S. 105; Holscher, Bisthum Minden, S. 117.
  13. Kayser, General-Kirchenvisitation I, S. 203.
  14. Bühring, KD Lkr. Hameln-Pyrmont, S. 180.
  15. Berner, Amt Grohnde, S. 30.
  16. Berner, Amt Grohnde, S. 15 f.
  17. Berner, Amt Grohnde, S. 31.
  18. Hannoverscher Staatskalender 1818, S. 301.
  19. KABl. 1914, S. 62.
  20. LkAH, S 1 H III, Nr. 111, Bl. 8. Der NSDAP sei er beigetreten, schrieb P. Röver, „Einerseits auf Grund der Versprechungen, den neuen Staat auf christlicher Grundlage zu bauen, andererseits um den Einfluss der christlichen Kreise auf die Entwicklung der Dinge zu stärken“ (ebd.). Allgemein zum Fragebogen: Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  21. LkAH, S 1 H III, Nr. 111, Bl. 9.
  22. LkAH, L 5h, unverz., Grohnde-Lüntorf, Visitationen 1942 und 1948.
  23. LkAH, L 5h, unverz., Grohnde-Lüntorf, Visitationen 1948, 1957 und 1962.
  24. LkAH, L 5h, unverz., Grohnde-Lüntorf, Visitation 1957. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  25. Hölscher, Leben, S. 46.
  26. Hölscher, Leben, S. 44; LkAH, S 9, Nr. 1199.
  27. KABl. 2000, S. 17.
  28. Hölscher, Leben, S. 44.
  29. Siehe: https://region5.kirche-hameln-pyrmont.de/, 28.06.2022.
  30. Siehe: https://www.loccum-volkenroda.de, 06.05.2022.
  31. Holscher, Bisthum Minden, S. 117.
  32. Schlegel, Kirchenrecht II, S. 214.
  33. KABl. 1947, S. 13.
  34. KABl. 1998, S. 213 f.
  35. Pape, Haspelmath, S. 210 und S. 238, gibt wohl irrtümlich 18 II/P an. Orgelrevisor Wilhelm Drömann vermutete als Orgelbauer zunächst Conrad Euler (Gottsbüren), später Carl Giesecke (Göttingen), vgl. LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 242, Bl. 29 und Bl. 61.
  36. LkAH, A 8, Nr. 153, Bl. 8r.
  37. LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 242, Bl. 2.
  38. Hölscher, Leben, S. 48.