KapG der KG Völksen | Sprengel Hannover, KK Laatzen-Springe | Patrozinium: – | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte
Alte Kapelle von 1760, Grundriss

Alte Kapelle von 1760, Grundriss

Alvesrode (seit 1974 Ortsteil der Stadt Springe) entstand um 1250 als Rodungssiedlung der Gf. von Hallermunt und wird 1304/42 als Rodinghe erstmals erwähnt. Die Höfe im Ort waren dem Amtshof in Springe zinspflichtig. Von alters her waren die Dorfbewohner nach Völksen eingepfarrt, hatten aber seit mindestens 1666 einen eigenen Schulmeister. Das KapGb wurde 1760 gemeinsam mit dem Schulhaus errichtet. Nach der französischen Besatzungszeit blieb es zunächst ungenutzt. Nach einer Notiz des Lehrers Rehkopf war es 1839 „noch nicht ausgebauet und liegt gegenwärtig noch wüste“. Erst 1846 wurde die der eingeschossige, an die Traufseite des Schulgebäudes abgelehnte Fachwerkbau mit verschiefertem Dachreiter instandgesetzt und wieder in Gebrauch genommen.
1968/69 ließ die politische Gemeinde Alvesrode eine auch zu gottesdienstlichen Zwecken nutzbare FKap errichten (Architekt: Gerhardt Pollack, Springe; Einweihung 10. November 1969). Der vom Ortsrat und Rat der Stadt Springe beschlossene Abbruch des alten KapGb wurde nicht vollzogen. Nach Übereignung an die KapG setzte sich ab 1979 ein Förderverein für den Erhalt ein. 1980 wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt. Er befindet sich heute in Privatbesitz.

Kapellenbau

Schlichter Klinkerbau unter einem asymmetrischen Satteldach, erbaut 1968/69. Eigentum der politischen Gemeinde.

Turm

Freistehender Glockenträger.

Orgel, nach 1972

Orgel, nach 1972

Orgel

1972 Ankauf einer gebrauchten Kleinorgel der Firma Förster & Nicolaus (Lich), Bj. um 1960, 4 I/-, mechanische Traktur, Schleifladen; in der Kapelle durch Firma Emil Hammer (Arnum) aufgebaut und 2001 durch Gebrüder Hillebrand (Altwarmbüchen) instandgesetzt.

Geläut

Eine LG (Bronze, Gj. 1977, Glockengießerei Heidelberg, in der FKap). – Früherer Bestand: Eine ältere Bronzeglocke von C. A. Becker, H. L. Damm, Hildesheim (Gj. 1818) wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. 1946 oder 1947 erhielt die Kapelle eine Eisenhartgussglocke in e’’ der Firma J. F. Weule (Bockenem)1; vor 1978 gesprungen.

Friedhof

Am westlichen Ortsrand. In Trägerschaft der Stadt Springe.

Quelle

Mitteilung von Frau Marlis Bennecke (Vorsitzende des KapV) vom 5. Februar 2016.

Literatur

A: Hannig, Denkmaltopographie Lkr. Hannover, S. 264 f.; Jürgens u. a., KD Kr. Springe, S. 12; Jäger, Orgeln, S. 23.
B: Heinz Weber: Alvesrode. Die Geschichte eines Ortsteiles der Stadt Springe, 2 Bde., Springe 1980.


Fußnoten

  1. Gussjahr unklar. Vgl. Bericht des Glockenrevisors F. Hardege, 3. Dezember 1969, LKA, G 9 B/Alvesrode.