Sprengel Stade, KK Cuxhaven-Hadeln | Patrozinium: Emmaus (1974) | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Laut der Bremischen Chronik von Gert Rinesberch und Herbord Schene ließ Ebf. Otto II. von Bremen (amt. 1396–1406) an der Grenze zum Land Hadeln eine Burg errichten, dat hetet dat Nygehus; der nachfolgende Chronikeintrag beginnt mit der Jahreszahl 1404.1 Nach einer Zerstörung 1420 wurde die Burg 1435 neu errichtet, 1518 erneut zerstört und wiederum erneuert.2 Neuhaus war Sitz des gleichnamigen Amtes, das die Kirchspiele Belum, Bülkau, Cadenberge, Geversdorf, Kehdingbruch, Oberndorf sowie Oppeln umfasste und Teil des Erzstifts Bremen war, dem weltlichen Territorium der Bremer Erzbischöfe.3 Bei der Burg und unter Einbeziehung eines älteren Fischerdorfes entstand der Flecken Neuhaus, der seit Ende des 16. Jh. einen Bürgermeister besaß.4 Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) blieb das Gebiet der säkularisierten Hochstifte Bremen und Verden unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Das Amt Neuhaus war als schwedisches Lehen von 1645 bis 1681 im Besitz der Gf. von Königsmarck. Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die Hzm. Bremen und Verden und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) die beiden Territorien erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). In französischer Zeit war Neuhaus Sitz des gleichnamigen Kantons und zählte im Jahr 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen (Departement der Elbe- und Wesermündung, Distrikt Stade) bevor es zum Kaiserreich Frankreich kam (Département des Bouches de l’Elbe, Arrondissement Stade, 1811–1814). Ab 1815 war Neuhaus, nun im Kgr. Hannover, wieder Amtssitz. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel der Ort 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung wurde Neuhaus Kreisstadt; 1932 ging der Kr. Neuhaus an der Oste weitgehend im neuen Kr. Land Hadeln auf und Neuhaus verlor seine verwaltungsmäßige Mittelpunktfunktion. Der Kr. Land Hadeln wiederum kam 1977 zum neuen Lkr. Cuxhaven. Ab 1970 gehörte der Flecken Neuhaus (Oste) zur Samtgemeinde Am Dobrock (Sitz in Cadenberge), seit 2016 zur Samtgemeinde Land Hadeln (Sitz in Otterndorf). Zur Sozialstruktur der Gemeinde schrieb der Ortspfarrer 1964: „Die berufstätigen Gemeindeglieder samt deren Ehefrauen machen genau 50% der Seelenzahl aus. Von diesem Personenkreis entfallen auf Gewerbe, Handel, Handwerk u. ä. 35%, Arbeiter (darunter viele Pendler) 27%, Angestellte 14%, Landwirtschaft 11%, Seefahrt 9%. Der große Mangel an Arbeitsplätzen bedingt eine stetige Abwanderung Arbeitswilliger und den hohen Anteil der von Renten, Pensionen und Fürsorgegeldern Lebenden (22% der Seelenzahl!) und der Alten: jeder zehnte Neuhäuser ist über 70!“5 Um 1823 lebten rund 1.260 Menschen in Neuhaus, 1858 gut 1.900, 1939 etwa 1.485, 1953 rund 2.235 und 2021 knapp 1.100.

Kirche, Ansicht von Südosten, 1985

Kirche, Ansicht von Südosten, 1985

Kirchlich gehörte Neuhaus bis hinein in die zweite Hälfte des 17. Jh. zum Kirchspiel Geversdorf. Ebf. Johann Friedrich (amt. 1596–1634) gestattete der Gemeinde 1621 den Bau einer eigenen Kapelle und finanzierte ein Pfarrhaus. Mit P. Johann Rüdinger (amt. 1621–16..) stellte die Gemeinde Neuhaus einen eigenen Geistlichen an, der sonntags in der neuen Kapelle predigte und wochentags Schulunterricht gab. Für Amtshandlungen – Taufen, Trauungen, Beerdigungen – war weiterhin der Pfarrer von Geversdorf zuständig und die Neuhauser Gemeindeglieder mussten den Weg in das Nachbardorf auf sich nehmen.6 Im Jahr 1667 schließlich gestattete die schwedische Regierung die Trennung von Geversdorf und die Errichtung des eigenständigen Kirchspiels Neuhaus. Gf. Kurt Christoph von Königsmarck († 1673), Vizegouverneur der vereinigten Hzm. Bremen und Verden, stiftete der neuen Gemeinde eine große Glocke sowie Kapital und Ländereien zur Besoldung des Pfarrers, seine Ehefrau Maria Christine von Wrangel († 1691) schenkte einen Taufstein.7 Erster Pfarrer des Kirchspiels Neuhaus war P. Christian Frisius (amt. 1667–1672).
Im Jahr 1727 ließ die Gemeinde die gut hundert Jahre alte Kapelle abtragen und nach Plänen des Baumeisters Anthon Dreyer einen Neubau errichten.8 1729 konnte die Gemeinde ihre neue Kirche einweihen. 1744/45 baute Dietrich Christoph Gloger eine Orgel ein, die sich weitgehend unverändert bis heute erhalten hat. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts lässt sich erstmals eine jüd. Familie in Neuhaus nachweisen, Anfang des 19. Jh. bildete sich eine kleine jüd. Gemeinde.9 Zur 1844 errichteten Synagogengemeinde Neuhaus gehörten u. a. auch Osten (Oste) und Oederquart; 1873 zählte sie 66 Gemeindeglieder, 1928 noch neun. Im Jahr 1873 hatte Neuhaus den jüd. Kaufmann Joseph Heinemann zum Ortsvorsteher (Bürgermeister) gewählt, sein Schwager Hein war Kirchenjurat der ev. Gemeinde, obwohl „auch er vermutlich noch dem Judentum angehörte“.10

Kirche, Ansicht von Südwesten, 1985

Kirche, Ansicht von Südwesten, 1985

Nachdem P. Nikolaus Bruns (amt. 1700–1720) seit 1719 gleichzeitig Propst der Neuhausischen Präpositur gewesen war, übernahm im Jahr 1797 mit P. Andreas Hinrich Peycke (amt. 1769–1809) erneut ein Neuhauser Pfarrer dieses Amt. Die Suptur. der 1827 errichteten Insp. Neuhaus hatte ihren Sitz bis 1839 in Neuhaus und wieder ab 1875, bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1937.11
Während der NS-Zeit hatten nacheinander Sup. Hermann August Friedrich Steinmetz (amt. 1906–1935) und P. Hermann Karwehl (amt. 1937–1955) das Pfarramt Neuhaus inne. Nach den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ gehörten beide nicht der NSDAP an; kirchenpolitisch war Sup. Steinmetz Mitglied der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft, P. Karwehl hatte sich keiner kirchenpolitischen Gruppierung angeschlossen.12 Zum 1933 neu gewählten KV schrieb P. Karwehl, ein Mitglied habe „zu den führenden Männern der Partei“ in Neuhaus gehört, „es trat später aus der Kirche aus […] Im übrigen konnte der Pastor gut mit den Männern des K.V. arbeiten.“ Zusammenfassend hielt er fest: „Weder Kirchenkampf noch Krieg haben das innerkirchliche Leben merklich beeinflusst.“
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter stieg die Zahl der Gemeindeglieder von etwa 1.305 im Jahr 1939 auf gut 2.210 im Jahr 1952 an.13 Nach der Visitation 1946 schrieb der Sup. des KK An der Oste: „Die Jugend fehlt weiter fast ausnahmslos bei den kirchlichen Veranstaltungen. Die Flüchtlinge stellen einen erheblichen Teil der Gottesdienst- und Bibelstundenbesucher.“14 Zusammen mit der politischen Gemeinde unterhielt die KG Neuhaus seit 1945 eine Schwesternstation; die Gemeindeschwester war auch in der Jugendarbeit aktiv und hielt Konfirmandenunterricht (1952: „wichtigste Mitarbeiterin des Pfarramts“; Station bestand bis Anfang der 1970er Jahre).15 In der Nachkriegszeit entstand auch eine kleine kath. Gemeinde in Neuhaus (1957: 150 Gemeindeglieder); sie weihte 1960 die Kapelle Hl. Herz Jesu ein (2013 profaniert). Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpfte die KG Neuhaus in den 1950er Jahren Kontakte zur Kirchgemeinde Berthelsdorf im Erzgebirge (südlich von Freiberg).16
Seit 1974 tragen Kirche und Gemeinde den Namen Emmaus. Von 1974 bis 1982 war die Emmaus-KG Neuhaus pfarramtlich mit der KG Kehdingbruch verbunden, Sitz des Pfarramtes war Neuhaus.17 Die Zahl der Gemeindeglieder lag 1982 bei gut 1.330. Im März 1988 stellte das LKA Hannover eine neue pfarramtliche Verbindung her, nun zwischen Neuhaus und Belum, Sitz des Pfarramtes war Neuhaus.18 Von 2000 bis 2009 waren die KG Neuhaus und die KG Oberndorf pfarramtlich verbunden, ab 1. Juli 2009 Neuhaus, Belum und Geversdorf.19 Seit Januar 2019 gehört die Emmausgemeinde zur Gesamtkirchengemeinde Am Dobrock; sie besteht weiter als Ortskirchengemeinde.20 Zusammen mit den Gemeinden Cadenberge, Kehdingbruch, Oberndorf, Belum, Geversdorf, Bülkau, Oppeln, Ihlienworth, Steinau, Odisheim, Otterndorf, Osterbruch, Neuenkirchen (Land Hadeln), Wanna und Nordleda gehört die KG Neuhaus seit Januar 2023 zum verbundenen Pfarramt Region Mitte im KK Cuxhaven-Hadeln, das insgesamt sieben Pfarrstellen umfasst.

Umfang

Der Flecken Neuhaus mit Bülsdorf, Inzenbüttel und Neuhäuser Deich.

Aufsichtsbezirk

Mit Gründung des Kirchspiels 1667 zur Präpositur Neuhaus (Neuhausische Präpositur, wechselnde Suptur.-Sitze, in Neuhaus 1719–1720, 1797–1809). Bei Neuordnung der Superintendenturen in den Hzm. Bremen und Verden im Jahr 1827 zur Insp. Neuhaus (1924: KK), Sitz 1828 bis 1839 und erneut ab 1875 in Neuhaus.21 KK Neuhaus an der Oste nach Vergrößerung zum 1. Oktober 1937 umbenannte in KK An der Oste (Sitz in Cadenberge).22 Zum 1. Januar 1977 fusionierten der KK An der Oste und der KK Land Hadeln zum neuen KK Land Hadeln.23 Seit 1. Januar 2013 KK Cuxhaven-Hadeln.24

Patronat

Seit Errichtung des eigenständigen Kirchspiels 1667 die Gf. von Königsmarck, seit der Reduction (Rückführung) der schwedischen Krongüter im Jahr 1681 der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Grundriss, vor 1956

Kirche, Grundriss, vor 1956

Rechteckiger, siebenachsiger Saalbau, errichtet 1729 (Architekt: Anthon Dreyer, Stade) mit westlichem Vorbau, errichtet vielleicht 1621.25 Mansarddach, nach Osten abgewalmt; Vorbau mit Satteldach und je einer Schleppgaube mit Schallfenstern nach Norden und Süden. Backsteinmauerwerk, Wandflächen in Rechteckfelder mit großen, rundbogigen Sprossenfenstern gegliedert; am Vorbau je ein rundbogiges Sprossenfenster nach Norden und Süden, im Westgiebel Uhrziffernblatt und Rundbogennische mit rundbogigem Zwillingsschallfenster, darunter große, schmiedeeiserne Inschrift „1690“ (Maueranker); rundbogiges Westportal, rundbogiges Südportal, rundbogiges Nordportal vermauert. Im Innern hohes, verputztes, Holztonnengewölbe mit Stuckverzierungen; u-förmige Emporenanlage, im Westen zweistöckig (untere mit Fenstern, Orgel auf der oberen), an der Südempore gemalter Passionszyklus (um 1730, 1829 übermalt, nach 1989 freigelegt, zwei oder drei Bilder fehlen)26; im Osten zweistöckige, durchfensterte Holzwand mit Kanzelaltar. 1690 Westvorbau erneuert (Bauinschrift). Mitte des 19. Jh. Wände des Vorbaus neu verblendet. 1960 Dachsanierung. 1964/65 Renovierung, u. a. Nordeingang vermauert, Emporen im Altarraum entfernt. 1988/89 Sanierung, u. a. Außenmauerwerk des Westvorbaus erneuert, im Innern Deckenputz und Stuck ausgebessert bzw. erneuert, Emporengemälde freigelegt.

Turm

Auf dem Dach des westlichen Vorbaus achtseitiger, verschieferter Dachreiter mit achtseitigem, geschwungenem Helm, bekrönt mit Kugel, Wetterfahne und Kreuz; Auslegestuhl für Uhrschlagglocke nach Westen.

Vorgängerbau

Kapelle, errichtet 1620/21. Reste vielleicht im westlichen Vorbau der heutigen Kirche erhalten.

Kanzelaltar, vor 1956

Kanzelaltar, vor 1956

Ausstattung

Kanzelaltar mit zweigeschossiger Pilastergliederung und Sprenggiebel (um 1730), kastenförmiger Altar, Pilaster mit korinthischen Kapitellen, seitliches Schnitzwerk mit zwei Putten; an den Wandungen des polygonalen Kanzelkorbs Skulpturen Christi und der vier Evangelisten, auf dem Schalldeckel Medaillon mit Inschrift „Jehova“ und Figur des triumphierenden Christus mit Siegesfahne, neben der Kanzel vierteilige Sanduhr; am Gebälk unterhalb des Sprenggiebels Inschrift „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe); im Giebelfeld kleines Gemälde der Grablegung Christi; Kruzifix als Bekrönung; unterhalb des Kanzelkorbs Gemälde des letzten Abendmahls, links und rechts an den Pilastersockeln Inschriftenmedaillons mit den Einsetzungsworten des Abendmahls; über dem Abendmahlsgemälde war zeitweise ein Gemälde mit Emmaus-Szene angebracht; ähnlich gestaltet sind die Altäre in Kehdingbruch und Oppeln. – Sandsteintaufe mit runder Schale (vielleicht 1668) und vierseitigem Schaft mit abgeschrägten Ecken und Fruchtgehängen (um 1730), Schaft 1989 restauriert (Reinhard Meyer-Graft, Osterholz-Scharmbeck). – Alabasterrelief (1650, Jostin M.), figurenreiche Kreuzigungsszene. – Gemälde (1623), Tempera auf Holz, Szenen aus dem Leben Christi:
Taufe, Gethsemane, Kreuzigung, Auferstehung, Abendmahl. – Gemälde (1875, Paul Händler, Berlin), Christus am Tisch mit den Emmausjüngern; zeitweise am Altar angebracht. – Epitaph für Lucia Elisabet Joel, geb. von Klitzing († 1676), Ölgemälde der Verstorbenen auf dem Totenbett, umgeben von vier Engeln. – Epitaph für P. Christian Frisius († 1672), Ölgemälde des Verstorbenen. – Epitaph für P. Julius Adolph Rosemeyer († 1691), Ölgemälde des Verstorbenen. – Opferstock (17./18. Jh.), Holz mit Eisenbeschlägen. – Holzskulptur des hl. Ambrosius (2002).

Orgel, 1966; Foto: Ernst Witt, Hannover

Orgel, 1966; Foto: Ernst Witt, Hannover

Orgel

Orgelneubau 1744/45, ausgeführt von Dietrich Christoph Gloger (Stade), 18 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen (Doppellade mit Vorder- und Hinterwerk), am Gehäuse Inschrift in zwei Kartuschen: „Gerd Becker, Becke Beckers Anno 1744“; Orgelbau maßgeblich finanziert aus einem Legat, das die Witwe Becke Beckers der Kirche 1741 testamentarisch vermacht hatte (2.000 Mark lübisch).27 Wohl 1791 Reparatur und vermutlich Erweiterung um ein Register, Georg Wilhelm Wilhelmi (Stade), 19 II/P. Anfang der 1930er Jahre Reparatur, P. Furtwängler & Hammer (Hannover). 1971/72 Restaurierung, Rudolf von Beckerath (Hamburg), 19 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. Denkmalorgel, weitgehend original erhalten. – Truhenorgel, 3 I/–, mechanische Traktur, Schleifladen, erbaut 1988/89 von Werner Mann (Harsefeld).

Geläut

Zwei LG, I: fis’ (Bronze, Gj. 1668, Hermann Benningk, Hamburg), Inschriften: „Illustrissimus Comes ac Dominus D[omi]nus. Conradus Christophorus Konigsmarck Comes in Westerwick et Stegeholm, Dominus in Rotenburg et Neuhaus, sacrae regiae Ma[jesta]tis. Svecicae in Bremensi et Verdensi ducatibus p[ro] t[empore] Vice-Gubernator, eiusdemq[ue] pedestris militiae praefectus generalis patronus noster munificus inter plurima et alia maxima qvibvs ecclesiam hanc adauxit beneficia hanc insvper campanam propensum suum erga eam animum clementissime donado. testatur A[nn]o C[hristi] MDCLXVIII“ und „Hermann Benningk me fecit Hamburgi“, Bilder: Wappen, Friese, symbolische Figuren (Glaube, Hoffnung), Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen; II: ais’ (Bronze, Gj. 1751), Inschrift: „Anno MDCCXLVIII. Enimio pvlsantivm vsv rvpta totvs. Neohvs.anvs coetvs svmtibvs propriis anno MDCCLI mense Avgvsto informam hanc novam maiorem praestantiorem restitvi cvravit in Deo favstvm esto atqve felix“. Eine SG, d’’ (Bronze, Gj. um 1700). – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze), 1748 beim Läuten geborsten, umgegossen zu jetziger LG II. Eine LG (Bronze, Gj. 1621), 1895 noch vorhanden.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1779).

Friedhof

Ehemaliger kirchlicher Friedhof bei der Kirche. Neuer, kommunaler Friedhof am nordwestlichen Ortsrand (Bülsdorfer Straße), FKap.

Liste der Pastoren (bis 1940)

1621–16.. Johann Rüdinger (Rödinger). – 1625–1643 Ernst Friedrich Lütgens. – 1643–1645 Jakob Dieckmann. – 1645–1646 Magister Jakob Rehburg. – 1646–1667 Hermann zur Mühlen. – 1667–1672 Magister Christian Frisius (Friese). – 1672–1691 Julius Adolf Rosemeyer. – 1692–1699 Nikolaus Wiebling. – 1700–1720 Nikolaus Bruns. – 1720–1723 Johann Lüders. – 1724–1741 Ludolf Busch. – 1741–1743 David Otto Wahrendorf. – 1743–1768 Johann Dietrich Francke. – 1769–1809 Andreas Hinrich Peycke. – 1810–1822 Georg Wilhelm Lüning. – 1822–1839 Eide Konrad Ditmar Lübs. – 1839–1855 Johann Georg Christian Plate. – 1855–1859 Johann Heinrich Westphalen. – 1860–1891 Heinrich Anton Dietrich Meyer. – 1892–1905 Johannes Konrad Friedrich Lühmann. – 1906–1935 Hermann August Friedrich Steinmetz. – 1937–1955 Hermann Emil Julius Ernst Karwehl.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 187–188

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 2 Nr. 1078–1088 (Pfarroffizialsachen); A 5 Nr. 657 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 5970–5973 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 311Digitalisat (CB); A 9 Nr. 2554Digitalisat, 2555Digitalisat, 2555 2Digitalisat, 2560Digitalisat, 2561Digitalisat, 2562Digitalisat, 2707Digitalisat, 2708Digitalisat (Visitationen); B 18 Nr. 106, 209, 377 (Orgelsachverständiger); D 55b (EphA An der Oste); L 5g Nr. 243, 890 (LSuptur. Stade); S 2 Witt Nr. 04, 16 (Fotosammlung); S 09 rep Nr. 1762 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7766 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1693
Trauungen: ab 1693
Begräbnisse: ab 1693
Kommunikanten: ab 1837 (Lücken: 1828–1845; Zahlenregister: 1770–1874)
Konfirmationen: ab 1823
Früher in den Kirchenbüchern von Geversdorf.

Literatur & Links

A: Gemeindebuch KK An der Oste, S. 11–14; Böker, Denkmaltopographie Lkr. Cuxhaven, S. 252–257; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 974; Kiecker/Lenz/Rüther, KD Land Hadeln, Textband, S. 207–219; Meyer, Pastoren II, S. 187–188; Obenaus, Handbuch II, S. 1087–1090.
B: Festschrift 600 Jahre Neuhaus (Oste). Im Auftrag des Festkomitees. Das Leben ist der Rede wert. 67 Neuhäuser Lebenswege, aufgezeichnet von Peter Rondthaler, Hemmoor 2004; Wilhelm Lenz: 550 Jahre Neuhaus. Eine zusammenfassende Darstellung seiner Geschichte, Neuhaus (Oste) (1954) [punktuell aktualisierte Version in Lenz u. a., S. 19 ff.]; Wilhelm Lenz u. a.: Dat Nygehus. Aus Geschichte und Gegenwart des Fleckens Neuhaus (Oste), Neuhaus (Oste) 1981; Peter Rondthaler: Passionszyklus in der ev.-luth. Emmaus-Kirche Neuhaus/Oste von 1729, 2004; Helmut Winter: Die Gloger-Orgel von 1744/45 in der Emmaus-Kirche zu Neuhaus an der Oste (Land Hadeln), [1973]; Die historische Gloger-Orgel in der Emmaus-Kirche zu Neuhaus (Oste). Wolfram Syré spielt Werke von Bach, Buxtehude, Böhm, Leyding, Strungk, Kerckhoven, Knecht, 1985 [Schallplatte].
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche; Nomine (Norddeutsche Orgelmusikkultur in Niedersachsen und Europa): Orgel.

GND

16103134-1, Evangelisch-Lutherische Emmaus-Kirchengemeinde (Neuhaus (Oste)).

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. „Hir na buwede die erczebisscup Otto en slot vor deme lande to Hadelen deme stichte to gude, dat hetet dat Nygehus“, Lappenberg, Geschichtsquellen, S. 132; Lenz u. a., S. 19 ff. Siehe auch https://www.geschichtsquellen.de/werk/4290, 13.04.2023.
  2. Kiecker/Lenz/Rüther, KD Land Hadeln, Textband, S. 207; siehe auch Ebidat, 13.04.2023.
  3. Siehe zum Amt u. a. Pratje, Abhandlungen IV, S. 219 ff.
  4. Lenz u. a., S. 24.
  5. LkAH, L 5g, Nr. 243 (Visitation 1964).
  6. Lenz u. a., S. 24 f.
  7. Lenz u. a., S. 26 f.
  8. Auf dem Felde, Baumeister, S. 70 f. Dreyer legte zwei unterschiedliche Pläne vor, verwirklicht wurde eine dritte, sparsamere Variante, vgl. NLA ST Karten Neu Nr. 01018/1, Nr. 01018/2, Nr. 01018/3 (jeweils mit Digitalisat).
  9. Zum Folgenden: Obenaus, Handbuch II, S. 1087 ff.
  10. Obenaus, Handbuch II, S. 1089.
  11. KABl. 1937, S. 165 f.
  12. Dies und das Folgende: LkAH, S 1 H III, Nr. 811, Bl. 16.
  13. LkAH, L 5g, Nr. 243 (Visitationen 1939 und 1952).
  14. LkAH, L 5g, Nr. 243 (Visitation 1946).
  15. LkAH, L 5g, Nr. 243 (Visitationen 1946, 1952, 1964, 1970 und 1976).
  16. LkAH, L 5g, Nr. 243 (Visitation 1958); LkAH, L 5g, unverz., Neuhaus (Oste), Visitation 1989. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  17. KABl. 1974, S. 30 f.; KABl. 1982, S. 95.
  18. KABl. 1988, S. 16.
  19. KABl. 2000, S. 16; KABl. 2009, S. 158 f.
  20. KABl. 2018, S. 128 ff.
  21. LkAH D 55b, Bestandsbeschreibung.
  22. KABl. 1937, S. 165 f.
  23. KABl. 1976, S. 205.
  24. KABl. 2012, S. 301 f.
  25. Auf dem Felde, Baumeister, S. 70 f.
  26. Rondthaler.
  27. Winter, [S. 5].