Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Münden | Patrozinium: kein mittelalterliches Patrozinium bekannt1 | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist der Ort im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen, Hessen und Thüringen erstmals als Rikkereshusen erwähnt. Die Urkunde hat angeblich Ks. Otto III. († 1002) im Jahr 997 ausgestellt. Es handelt sich jedoch um eine Fälschung des 12. Jh.2 Die erste Nennung in einer echten Urkunde findet sich 1247 als Rickersen.3 Im 14. Jh. besaß die Familie von Rusteberg in Reckershausen Güter als Lehen der Lgf. von Hessen.4 Die Familie starb in der ersten Hälfte des 15. Jh. in männlicher Linie aus und ihre Besitzungen in Reckershausen fielen an die Familie von Bodenhausen. Sie übte die Hoch- und Niedergerichtsbarkeit aus. Spätestens 1559 zählte Reckershausen zum Amt Friedland im welfischen Teilfsm. Calenberg-Göttingen („Kernlande Hannover“, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover). In der ersten Hälfte des 17. Jh. drängten die welfischen Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg die hessischen Ansprüche in Reckershausen endgültig zurück (formaler Verzicht erst 1831).5 Seit 1735 war das Patrimonialgericht der Familie von Bodenhausen auf die Niedergerichtsbarkeit beschränkt. In französischer Zeit gehörte Reckershausen von 1807 bis 1813/14 zum Kgr. Westphalen (Kanton Friedland, Distrikt Göttingen, Leine-Departement). Ab 1815 zählte der Ort, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Amt Friedland bzw. zum Patrimonialgericht der Familie von Bodenhausen (1839 aufgehoben). Das Amt Friedland ging 1859 im Amt Reinhausen auf. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Reckershausen 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam der Ort zum Lkr. Göttingen (neugebildet 1973 und 2016). 1973 wurde Reckershausen nach Friedland eingemeindet. Zur Sozialstruktur schrieb das zuständige Pfarramt 1957: „Einige grössere bauern, Beamte, sonst kleine Angestellte und Arbeiter.“6 Um 1810 lebten gut 240 Menschen in Reckershausen und 2023 knapp 350.

Der älteste Teil der Reckershäuser Kirche ist der markante runde Turm. Er diente ursprünglich vermutlich als Wartturm.7 Pfarre und Kirche in Reckershausen gehen vielleicht auf das 15. Jh. zurück und sind möglicherweise eine Gründung der Familie von Bodenhausen.8 Ein Abendmahlskelch der Gemeinde aus der Zeit um 1450 trägt u. a. das Baodenhaus’sche Wappen und die Familie besitzt bis heute Patronatsrechte über die Kirche (2025).9 1597 heißt es, seit Gründung der Pfarre hätten acht Geistliche in Reckershausen gewirkt, alle berufen und eingesetzt von der Familie von Bodenhausen.10 Der erste namentlich bekannte und noch altgläubige ist P. Johann Brunold (amt. bis 1522).11 P. Kaspar Cyriacus Geilfuß (amt. ab 1522) soll angeblich ab 1534 luth. gepredigt haben.12
Einzelheiten zum Reformationsgeschehen in Reckershausen sind nicht bekannt. Im Fsm. Göttingen führte Hzgn. Elisabeth zu Braunschweig-Lüneburg († 1558) die luth. Lehre ein: 1542 setzte sie die von Antonius Corvinus verfasste Kirchenordnung in Kraft und 1542/43 ließ sie die Gemeinden, Stifte und Klöster des Fürstentums visitieren.13 Im Jahr 1545 übernahm ihr nunmehr volljähriger Sohn als Hzg. Erich II. die Regierungsgeschäfte und wechselte 1547 zum kath. Glauben. Die Calenbergischen Stände widersetzten sich jedoch seinen Rekatholisierungsbestrebungen und konnten 1553/55 die Beibehaltung der luth. Lehre in den Kirchspielen des Fürstentums sicherstellen. Nach dem Tod Erichs II. fiel das Fsm. Calenberg-Göttingen 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel und Hzg. Julius († 1589) führte seine 1569 aufgestellte ev. KO auch hier ein.14 1588 ließ er die Gemeinden visitieren.
Reckershausen ist im Protokoll der Visitation von 1588 nicht erwähnt. Ein Jahr später lehnte die Patronatsfamilie von Bodenhausen ab, die Gemeinde vom Sup. der Insp. Dransfeld visitieren zu lassen.15 Als dieser dennoch in Reckershausen erschein, weigerte sich P. Georg Greiff (amt. 1578–1597), ihm die Kirche zu öffnen. Er verwies auf das Verbot seiner Patrone, des hessischen Amtmanns in Witzenhausen und des hessischen Superintendenten. P. Greiff soll ein „heimlicher Calvinist“ gewesen sein.16 In der Folgezeit bemühte sich die hessische Regierung in Kassel verstärkt darum, landesherrlich und dementsprechend kirchenhoheitliche Rechte in Reckershausen durchzusetzen. 1592 etwa verbot sie der Reckershäuser Gemeinde das Fürbittgebet für den Fs. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Als P. Greiff 1597 erkrankte, setzten der Friedländer Amtmann und der Göttinger Generalsuperintendent den Pfarrer von Reiffenhausen als Vertreter ein. Die Patronatsfamilie jedoch berief den hessischen Prediger und Pfarrer in Hottenrode, P. Georg Holtzmann (amt. 1597), als Nachfolger P. Greiffs und übergab ihm die Pfarre. Im Gegenzug führte der Göttinger GSup. Johann Sötefleisch (amt. 1589–1600) im Herbst 1597 P. Johann Müller (amt. 1597–1648) sowohl als Pfarrer in Reckershausen als auch in Hottenrode ein. Die hessischen Bemühungen um Reckershausen scheiterten schließlich. P. Müller blieb Pfarrer der fortan verbundenen Gemeinden Reckershausen und Hottenrode mit filia Niedergandern. Das Patronatsrecht teilten sich die Familien von Bodenhausen und von Hanstein, wobei erstere bei Neubesetzung der Pfarrstelle drei Stimmen beanspruchte und letzterer nur eine zugestand.17 Die Pfarrer wurden jeweils für Reckershausen und Hottenrode berufen und an beiden Kirchen eingesetzt.18
Bei der Visitation 1652 versammelten sich die Gemeinden beiden Kirchspiele Reckershausen-Niedergandern-Hottenrode sowie Reiffenhausen-LichtenhagenLudolfshausen bei der „Feldkirche Hottenrode“. Die Visitatoren waren erfreut über die Kenntnisse der Gemeindeglieder: „Alte und Junge bestanden so wohl, daß einer seine Lust daran sahe“.19 Das Protokoll vermerkt überdies: „Die Kirche in Reckershausen ist in diesem Kriege [Dreißigjähriger Krieg] verbrannt und verderbt“. Zum Wiederaufbau waren gut 100 Taler veranschlagt, von denen die Patronatsfamilie 20 beisteuern wollte.20 Auch Pfarrhaus und Pfarrscheune waren im Krieg abgebrannt. P. Johann Sanne (amt. 1648–1694) hatte sie auf eigene Kosten neu errichten lassen. Er hätte dazu „seine Mobilien versetzt, das Geld von Juden geborgt, sich in großen Zins und Schaden gesetzt“.
Während eines Streits zwischen den Familien von Bodenhausen und von Hanstein über die Ausübung des Patronatsrechts blieb die Pfarrstelle zwischen 1718 und 1721 unbesetzt.21 Um 1751 waren das Dach der Kirche und des Turms „gantz eingefallen“ und mussten repariert werden. 1782 beschrieb P. Heinrich Friedrich Gersting (amt. 1756–1794) den Kirchturm als „alt und schlecht“.22 Das älteste Dokument aus der Kugel auf dem Kirchturm stammt aus dem Jahr 1791. Die Inschrift über dem heutigen Hauptportal der Kirche an der Westseite des Turms – „Anno 1821“ – erinnert an eine Erneuerung des Kirchengebäudes. Anfang des 20. Jh. hielt der Pfarrer an allen Sonn- und Festtagen Gottesdienste in Reckershausen und Niedergandern (1909). Die Feldkirche in wurde nur bei Beerdigungen genutzt (1930).23
Während der NS-Zeit hatte P. Georg Hermann Adolf Braeß (amt. 1925–1936) das Pfarramt Reckershausen inne; später versah P. i. R. Carl Mirow (amt. 1937–1949) die vakante Pfarre. P. Braeß gehört nach den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ kirchenpolitisch zur Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft.24 Zum 1933 neugewählten KV heißt es im Fragebogen, die Kirchenvorsteher „waren ältere, kirchlich gesinnte Männer. 3 von ihnen haben allerdings in der 2. Hälfte des Krieges ihr Amt niedergelegt“.25 P. Braeß wurde „wegen kritischer Äußerungen zum Nationalsozialismus in der Karfreitagspredigt 1935 mit ausdrücklicher Zustimmung des Kirchenvorstandes zwangsversetzt“.26
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder in Reckershausen von knapp 270 im Jahr 1939 auf gut 420 im Jahr 1950 an.27 In der Nachkriegszeit gründete sich ein Posaunenchor. P. Adolf Pampel (amt. 1952–1955, Versehungsauftrag seit 1949) war der letzte Pfarrer, der seinen Sitz in Reckershausen hatte. Zum 1. April 1958 verlegte das Landeskirchenamt die Pfarrstelle Reckershausen in die neu errichtetet KG Friedland und stellte eine pfarramtliche Verbindung zwischen den KG Friedland, Reckershausen und Hottenrode (mit KapG Niedergandern) ein.28 Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpften die drei Gemeinden Kontakte zur Kirchgemeinde Großwaltersdorf im Erzgebirge (nordöstlich von Lengefeld).29
Nach der Visitation 1982 schrieb der Sup. des KK Göttingen-Süd: „Reckershausen zeigt eine ausgesprochen traditionelle Kirchlichkeit; es ist hier auch ein ganz anderes Dorfbewußtsein und ein guter Zusammenhalt zu beobachten.“30 Mit Unterstützung der politischen Gemeinde baute die KG Reckershausen ihr Gemeindehaus 1989/90 zu einem Dorfgemeinschaftshaus um. Das Gebäude befindet sich in kirchlicher Trägerschaft und wird sowohl von Gemeindegruppen und -kreisen genutzt als auch von Vereinen: „Diese enge Zusammenwirken von Kirchengemeinde und politischer Gemeinde, zwischen Kirche und den dörflichen Vereinen und Gruppen ist etwas Besonderes.“31
Am 1. März 2001 wurde die pfarramtliche Verbindung der Gemeinden Friedland, Niedergandern-Hottenrode und Reckershausen aufgehoben und ein neuer Pfarrverbund zwischen Ballenhausen, Deiderode, Elkershausen, Friedland, Groß Schneen, Klein Schneen, Niedergandern-Hottenrode und Reckershausen eingerichtet (2009 erweitert um Lichtenhagen, Ludolfshausen und Reiffenhausen, um 2011 Niedernjesa-Stockhausen).32 Die KG Reckershausen war ab Januar 2022 Teil des KGV Friedland-Obernjesa (aufgehoben 2025)33, seit Juli 2022 des KGV Friedland/Leine34 und zählt seit Januar 2023 zur Region FriedO / Rosdorf im KK Göttingen-Münden. Seit Januar 2025 gehört Reckershausen zum neugegründeten „Ev.-luth. KGV Friedland-Rosdorf“, der ab 2027 Träger des gemeinsamen Pfarramts der insgesamt 17 Verbandsgemeinden sein wird.35

Umfang

Reckershausen. Bis Ende des 16. Jh. auch Eichenberg (Hessen).

Aufsichtsbezirk

Wohl Archidiakonat Heiligenstadt der Erzdiözese Mainz.36 – 1588 zur Insp. Dransfeld, seit Verlegung des Superintendentursitzes 1636/37 Insp. Göttingen (Sitz an St. Johannis in Göttingen), bei deren Teilung 1796/97 zur neuen Insp. Göttingen Erster Teil, 1802 zur neuen Insp. Göttingen Dritter Teil. 1924 zum KK Göttingen III, 1937 zum KK Göttingen-Süd.37 Ab 1. Januar 2001 KK Göttingen.38 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Münden.39

Patronat

1597 gab die Familie von Bodenhausen an, alle „acht Geistliche, die nach der Pfarrgründung an der Kirche gewirkt hätten, wären von ihnen berufen, bestätigt und eingeführt“ worden. Die von Bodenhaus’schen Linien Arnstein und Niedergandern hätten das Patronat abwechselnd ausgeübt.40 Seit der Verbindung der Parochie Reckershausen mit der Parochie Hottenrode (mit Niedergandern und Gut Besenhausen) beanspruchte die Familie von Bodenhausen bei Neubesetzungen der Pfarrstelle drei Stimmen und billigte der Familie von Hanstein (Gut Besenhausen) eine Stimme zu.41 Nachdem die Linie von Bodenhausen auf Arnstein 1747 ausgestorben war, konnte „de facto der Besitzer von Niedergandern […] die Besetzung der Pfarrstelle gegen den Willen des Besitzers von Besenhausen bewirken“.42 Das Patronat besteht weiterhin und liegt bei der Familie von Bodenhausen.

Kirchenbau

Saalbau mit geradem Chorschluss, ausgerichtet nach Nordosten. Satteldach (ziegelgedeckt). Bruchsteinmauerwerk. nach Süden zwei große rundbogige Sprossenfenster und ein großes, hochrechteckiges; nach Osten ein kleines Fenster; Fenstergewände aus Werkstein. Im Innern flache Decke, L-förmige Holzempore. Um 1751 Kirchendach erneuert.

Fenster

Abstraktes Buntglasfenster in der Altarwand (1973), gestiftet von Bodo Wilke Freiherr von Bodenhausen.

Turm

Im Südwesten Rundturm, erbaut in spätmittelalterlicher Zeit. Achtseitige Schieferhaube mit geschlossener, achtseitiger Laterne, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne. Bruchsteinmauerwerk. Im Glockengeschoss drei rechteckige Schallfenster, seitlich darunter jeweils steinerne Konsolen; außerdem mehrere Schlitzfenster. Nach Südwesten rechteckiges Hauptportal mit Werksteingewänden, im Türsturz Inschrift „Anno 1821“. Um 1751 Turmdach erneuert. 1791 Turmbekrönung aufgesetzt und vermutlich Turm instandgesetzt. 1821 Hauptportal gebrochen. 1974 Dachreparatur. 1994 neues Schieferdach.

Ausstattung

Steinerner Blockaltar, Stipes verputzt, Sandsteinplatte als Mensa. – Hinter dem Altar hohes, hölzernes Kruzifix, Corpus farbig gefasst. – Lesepultartige Kanzel, Holz, farbig gefasst. – Achtseitiger Taufständer, Holz, farbig gefasst. – Gemälde Christi Einzug in Jerusalem.

Orgel

1855 Orgelneubau, ausgeführt von Carl Heyder (Heiligenstadt), mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 27), Zustand 1944: 5 I/P; Instrument um 1956/57 abgebaut. 1957–59 Orgelneubau, ausgeführt von Herbert Kruse (Lohne/Oldenburg), 10 II/P (HW, RP), mechanische Traktur, Schleifladen; Abnahme erst 1964 nach Instandsetzungsarbeiten, ausgeführt von Rudolf Janke (Bovenden). 1992/93 Instandsetzung, Umbau und Änderung der Disposition, Martin Haspelmath (Walsrode), 11 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. (Abnahmegutachten: „Der Unterzeichnende hätte bei einem von der Substanz her absolut drittklassigen Instrument eine derartige Qualitätsverbesserung nicht erwartet.“).43

Geläut

Zwei LG (beide Bronze, Gj. 1969, Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher), I: c’’, Inschriften: „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort! Möge Mahnung und Verheissung unserer Glocken von 1911 und 1926 in Zukunft auch von den neuen Glocken ins Land hinaus gehen“ und „Reckershausen 1969“; II: es’’, Inschriften: „Ein feste Burg ist unser Gott! Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen“ und „Reckershausen 1969“. – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Eine LG (Bronze, Gj. 1926), Inschrift: „Land, Land, Land, hoere des Herrn Wort! Dem Vaterlande zum Opfer gab man die alte her, toene du neue zu Gottes Ehr. Reckershausen 1926“, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.44 Eine LG, cis’’ (Bronze, Gj. 1911, Firma Radler, Hildesheim), 1969 bei Guss des neuen Geläuts in Zahlung gegeben.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1827, zweistöckiger Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach, um 1985 verkauft). – Gemeindehaus (Bj. 1763, 1989/90 saniert und umgebaut zu Dorfgemeinschaftshaus in kirchlicher Trägerschaft).45

Friedhof

Ehemaliger kirchlicher Friedhof bei der Kirche, genutzt bis 1800. Neuer Friedhof am Ostrand des Dorfes, 1920 und 1975/76 erweitert, in kommunaler Trägerschaft, FKap (Bj. 1977).46

Liste der Pastoren (bis 1940)

1… Kaspar Cyriacus Geilfuß. – 1… Der kleine Curt … 1… Jesseman. – 1… Johann Braun. – 15..–15.. Wolfgang. – Um 1565– 1578 Johann Drescher. – 1578–1597 Georg Greiff (Gryphius). – 1597 Georg Holtzman. – 1597–1648 Johann Möller (Müller). – 1648–1694 Johann Sanne. – 1694–1718 Markus Steuber. – 1721–1755 Johann Konrad Kelterborn. – 1756–1794 Heinrich Friedrich Gersting. – 1795–1822/3 Christian Karl August Zinserling. – 1822/3–1865 Wilhelm Daniel Brose. – 1865–1879 Christoph Bernhard Gustav Brose. – 1879–1887 Ernst August Wilhelm Danckwerts. – 1887–1891 Johann Heinrich Ernst Wilhelm Schützer. – 1892–1909 Karl Ludwig Adolf Herbort. – 1910–1924 Georg Willy Robert Klöpper. – 1925–1936 Hermann Georg Adolf Braeß. – 1937–1949 P. i. R. Carl Mirow (ehrenamtliche Versehung).

Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 291–292

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 9313–9327 (Pfarroffizialsachen); A 5 Nr. 297 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 6879–6886 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 1878Digitalisat, 1879Digitalisat 1880Digitalisat, 1881Digitalisat, 1882Digitalisat (Visitationen); B 2 G 9 Nr. 2553 (Baupflege und Bauwesen); S 9 Rep Nr. 1038 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7764 (Findbuch PfA); S 11a Nr. 8140 (Findbuch EphA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1695
Trauungen: ab 1695 (Lücken: 1760, 1761)
Begräbnisse: ab 1695
Kommunikanten: ab 1823
Konfirmationen: ab 1823 (Lücken: 1828–1875)

Literatur & Links

A: Bielefeld, Orgeln im Umland, S. 129–130; Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 326–327; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1109–1110; Eichenberg, KK Göttingen-Süd, S. 78–86; Franz, Maybaum & Tinney, Räume, S. 44–49; Ide & Maloku, Coworking-Spaces, S. 64–65 und S. 108–109; Lücke, Burgen und Gutshöfe, S. 159–161; Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Duderstadt, S. 238–241; Meyer, Pastoren II, S. 291–292; Mithoff, Kunstdenkmale II, S. 180.

B: 1000 Jahre Reckershausen. Ein Dorf im Wandel der Zeit, Göttingen 1997, bes. S. 71–83; Trauregister aus den Kirchenbüchern Südniedersachsens. Teil 19: 1801–1850. Göttingen Ost: Ballenhausen, Groß Schneen, Lichtenhagen, Ludolfshausen, Niedernjesa, Reckershausen, Reiffenhausen, Stockhausen, hrsg. von der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Göttingen e. V., Norderstedt 2019; Karl Kayser: Der Kampf um die Kirche zu Hottenrode. 1597–1616. Ein Beitrag zur hannoverschen Kirchengeschichte. Vortrag gehalten im Göttinger Geschichtsverein, Göttingen 1894; Heinrich Lücke: Leinholz, Ellerode, Mollenfelde, Reckershausen, Brackenberg. Beiträge zur Ortsgeschichte, [ohne Ort] 1937, bes. S. 27–40.

Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche; Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche; 3d-raeume.de: 3-D-Modell der Kirche.


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 172.
  2. MGH DD O III 435. Für weitere Belege und zum Ortsnamen vgl. Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 326 f.
  3. UB Hilwartshausen, Nr. 53.
  4. Lücke, S. 28 f.
  5. Wolters, Friedland, S. 26 und S. 34 ff.; Lücke, S. 30 ff.
  6. LkAH, L 5c, unverz., Reckershausen, Visitation 1957.
  7. Lücke, S. 39.
  8. Lücke, S. 35 ff.
  9. 1000 Jahre, S. 74 f.
  10. Lücke, S. 38.
  11. LKA, G 15/Reckershausen Bd. I, Bl. 15 (Auszug aus der von Arthur Freiherr von Bodenhausen [1827–1912] verfassten Chronik „Der Güterbesitz der Familie von Bodenhausen in älterer und neuerer Zeit in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt“).
  12. 1000 Jahre, S. 77 (ohne Beleg).
  13. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 708 ff.; Butt, S. 47 ff.
  14. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 83 ff.
  15. Zum Folgenden: Lücke, S. 35 ff.; Kayser, S. 14 ff.; 1000 Jahre, S. 78 f.
  16. Kayser, S. 14.
  17. LKA, G 15/Reckershausen Bd. I, Bl. 15 f. (Auszug aus der von Arthur Freiherr von Bodenhausen [1827–1912] verfassten Chronik „Der Güterbesitz der Familie von Bodenhausen in älterer und neuerer Zeit in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt“).
  18. Kayser, S. 41; Geschichte Hanstein, Urkundenbuch, Nr. 579 [Digitalisat]: „Hans Fritz von Hanstein auf Wiesenfeld, Ernst Friedrich von Hanstein auf Geismar, bestellen mit den v. Bodenhausen den Pfarrer Joh. Sanner zu Pollensen zum Pfarrer zu Hottenrode.“
  19. Dies und die folgenden Zitate: Kayser, Generalvisitation Gesenius, S. 190.
  20. Kayser, Generalvisitation Gesenius, S. 190: „zu deren Wiedererbauung wollen die Gemeinde eine Wiese versetzen und c. 60–70 Thlr. darauf borgen, die v. Bodenhausen als patroni 20 Thlr. dazu verehren, von dem Kirchenvorrat (320 Thlr. Capital) sollen 20 Thlr. aufgenommen werden und nachher das Capital ersetzt werden“.
  21. 1000 Jahre, S. 77.
  22. Beide Zitate: 1000 Jahre, S. 73.
  23. Ahlers, Pfarrbuch 1909, S. 324 f.; Ahlers, Pfarrbuch 1930, S. 386.
  24. LkAH, S 1 H III, Nr. 414, Bl. 25. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  25. LkAH, S 1 H III, Nr. 414, Bl. 25.
  26. 1000 Jahre, S. 80.
  27. LkAH, S 1 H III, Nr. 414, Bl. 25; LkAH, L 5c, unverz., Reckershausen, Visitation 1950.
  28. KABl. 1958, S. 93.
  29. LkAH, L 5c, unverz., Friedland, Visitation 1989. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  30. LkAH, L 5c, unverz., Friedland, Visitation 1982.
  31. 1000 Jahre, S. 81 („Im Dachgeschoß baute sich der Schützenverein eine Schießanlage und weitere Räumlichkeiten zum geselligen Beisammensein.“).
  32. KABl. 2001, S. 85; KABl. 2009, S. 11.
  33. KABl. 2022, S. 57.
  34. KABl. 2022, S. 140 ff.
  35. KABl. 2025, S. 60 ff. Folgende KG gehören zum KGV: Ballenhausen, Deiderode, Elkershausen, Friedland, Groß Schneen, Klein Schneen, Niedergandern-Hottenrode, Niedernjesa-Stockhausen, Reckershausen, Franziskus-KG Reiffenhausen, Atzenhausen, Dramfeld, Mengershausen, Obernjesa, Rosdorf, Settmarshausen und Sieboldshausen-Volkerode.
  36. Bruns, Archidiakonat Nörten (Karte). Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 172, geben an Archidiakonat Heiligenstadt oder Archidiakonat Nörten.
  37. KABl. 1924, S. 86; KABl. 1937, S. 135.
  38. KABl. 2000, S. 150 f.
  39. KABl. 2022, S. 189 ff.
  40. Lücke, S. 38.
  41. LKA, G 15/Reckershausen Bd. I, Bl. 15 (Auszug aus der von Arthur Freiherr von Bodenhausen [1827–1912] verfassten Chronik „Der Güterbesitz der Familie von Bodenhausen in älterer und neuerer Zeit in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt“).
  42. LKA, G 15/Reckershausen Bd. I, Bl. 16 (Auszug aus der von Arthur Freiherr von Bodenhausen [1827–1912] verfassten Chronik „Der Güterbesitz der Familie von Bodenhausen in älterer und neuerer Zeit in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt“).
  43. LKA, G 9 B/Reckershausen Bd. I, Bl. 199.
  44. 1000 Jahre, S. 76.
  45. 1000 Jahre, S. 81.
  46. 1000 Jahre, S. 81.