Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Münden | Patrozinium: vielleicht Antonius und Christophorus1 | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Das Dorf erscheint schriftlich erstmals als Meyngererhusun im Verzeichnis der Schenkungen (Traditionen) an das Kloster Corvey. Der Eintrag lässt sich auf die Zeit zwischen 826 und 876 datieren.2 Territorial gehörte Mengershausen seit der Dreiteilung des welfischen Teilfsm. Braunschweig-Wolfenbüttel um 1291 zum neuen Teilfsm. Göttingen.3 Nachdem die Göttinger Linie der Welfen mit Hzg. Otto Cocles († 1463) in männlicher Linie ausgestorben war, wurde das Territorium 1495 bzw. 1512 Teil des Fsm. Calenberg-Göttingen („Kernlande Hannover“, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover). Die landesherrlichen Rechte in Mengershausen nahm zunächst der Amtmann in Münden wahr; die Gerichtshoheit lag beim Gericht Leineberg. Die Niedergerichtsbarkeit kam 1678 zum Gericht Jühnde (Patrimonialgericht der Familie von Grote) und fiel 1784 wieder an das Gericht Leineberg, das „sich nach und nach zu einem üblichen Gerichts- und Amtsbezirk“ entwickelt hatte.4 In französischer Zeit gehörte Mengershausen von 1807 bis 1813/14 zum Kgr. Westphalen (Kanton Grone, Distrikt Göttingen, Leine-Departement). Seit 1815 zählte der Ort, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Gericht Leineberg, aus dem 1831 das Amt Göttingen hervorging. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Mengershausen 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam der Ort zum Lkr. Göttingen (neugebildet 1973 und 2016). 1973 wurde Mengershausen nach Rosdorf eingemeindet. Zur Sozialstruktur des Kirchspiels schrieb der Ortspastor 1967: „Die Bevölkerung besteht aus Bauern und einer großen Zahl Arbeitnehmern, die zum großen Teil in der Stadt Göttingen ihren Arbeitsplatz haben.“5 Um 1810 lebten knapp 300 Menschen in Mengershausen, 1939 gut 470, 1950 etwa 870 und 2023 gut 920.

Zur vorref. Kirchengeschichte von Mengershausen ist kaum etwas bekannt. Im Jahr 1524 ist ein cimiterio (Friedhof) urkundlich belegt.6 Namen vorref. Geistlicher sind nicht überliefert. Das Dorf gehörte vermutlich als Tochtergemeinde (filia) zur Parochie Sieboldshausen.
Einzelheiten zur Reformation in Mengershausen sind nicht bekannt.7 Hzgn. Elisabeth zu Braunschweig-Lüneburg († 1558) führte die luth. Lehre im Fsm. Calenberg-Göttingen ein: 1542 setzte sie die von Antonius Corvinus verfasste Kirchenordnung in Kraft und 1542/43 ließ sie die Gemeinden, Stifte und Klöster des Fürstentums visitieren.8 Im Jahr 1545 übernahm ihr nunmehr volljähriger Sohn als Hzg. Erich II. die Regierungsgeschäfte und wechselte 1547 zum kath. Glauben. Die Calenbergischen Stände widersetzten sich jedoch seinen Rekatholisierungsbestrebungen und konnten 1553/55 die Beibehaltung der luth. Lehre in den Kirchspielen des Fürstentums sicherstellen. Nach dem Tod Erichs II. fiel das Fsm. Calenberg-Göttingen 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel und Hzg. Julius († 1589) führte seine 1569 aufgestellte ev. KO auch hier ein.9 1588 ließ er die Gemeinden visitieren.
Das Protokoll der Visitation von 1588 dokumentiert die Klage des Sieboldshäuser Pfarrers über die Verkleinerung seines Kirchspiels: „Die Filiale Mengershausen, Amt Münden, Volckerode daselbst und Lembshausen, Amt Friedland seien davon gerissen“.10 Eigenständiges Pfarrdorf wurde Mengershausen jedoch noch nicht; die pfarramtliche Versorgung hatte vielmehr Rosdorf übernommen. Im Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig, angelegt im späten 16. Jh. und aktualisiert bis in die erste Hälfte des 17. Jh., ist Mengershausen als filia von Rosdorf verzeichnet.11 Erst 1662 erhielt das Dorf mit P. Jürgen Fleischmann (amt. 1662–1668) erstmals einen eigenen luth. Pfarrer.
Das Corpus bonorum, angelegt von P. Christian August Danhauer (amt. 1734–1744) im Jahr 1735, liefert eine erste Beschreibung des Kirchengebäudes in Mengershausen: „Die Kirche ist 1 Ruthen 1 Fueß hoch, 1 Ruthen 6 Fueß breit, 3 Ruthen und 5 Fueß lang. Es befindet sich aber in einem Baufälligen Stande, in dehm die gewölberte Decke und deren Balcken durch wind und Regen gantz abgefaulet, also daß wenn der durch die Kirche gezogene Träger benandte Balcken nicht hielte, solcher Bode schon längstens eingefallen, die Spahren sambt denen Latten des Dachs sind meisten theils verfaulet.“12 Ähnlich schlecht war es um den Kirchturm bestellt: „Der Kirch-Thurm ist 2½ Ruthen Hoch, 1 Ruthen 5 Fueß lang und 1½ Ruthen 3 Fueß Breit, mit einem gemeinen HaußTache versehen, befindet sich in einem Elenden zustande, in dehm die Maure, so woll gegen Mittag alß Abendt und mitternacht, fast auff einen Fueß Breit geborsten“.13 Grundriss, Aufriss und Querschnitt aus dem Jahr 1741 vermitteln eine deutliche Vorstellung vom Aussehen der kleinen Kirche, ein Brief aus dem Jahr 1788 nennt 1591 als Baujahr.14 Ebenfalls 1788 legte der Göttinger Architekt Georg Heinrich Borheck (1751–1834) einen Neubauentwurf vor. Am 15. Oktober 1792 schließlich legte P. Friedrich Wilhelm Muhlert (amt. 1770–1814) den Grundstein und am 20. September 1795 versammelte sich die Gemeinde, um ihre neue Kirche einzuweihen.15 1798 erhielt sie eine Orgel.
Gegen Ende des 19. Jh. gründete P. Hermann Hagemann (amt. 1887–1899) im Jahr 1893 einen örtlichen Gustav-Adolf-Verein für Mengershausen und Rosdorf. Ein Jahr später fand in Mengershausen erstmals ein Missionsfest statt.16 In der der zweiten Hälfte der 1920er Jahre verwaltete P. i. R. August Pfannkuche (amt. 1926–1929) das Pfarramt Mengershausen; er gilt als „einer der bedeutendsten Repräsentanten des sozialethisch engagierten theologischen Liberalismus“.17 Neben seinen pfarramtlichen Aufgaben war er weiterhin publizistisch tätig, veröffentlichte 1926 etwa die Schrift: „Die Kirche der Gegenwart. Ihr Wesen, Leben und Aufbau“.18
Während der NS-Zeit versah der pensioniert Schulrat P. Hermann Peters (amt. 1932–1938) das Pfarramt. Kirchenpolitisch trat er – wohl ohne Mitglied zu sein – für die DC ein.19 Laut den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ war P. Peters nicht der NSDAP beigetreten.20 Zum 1933 neu gewählten KV ist im Fragebogen lediglich knapp erwähnt, dass die Kirchenvorsteher „treu zur Kirche hielten“.21 In der Pfarrchronik notierte P. Peters, dass sich in Mengershausen eine Ortsgruppe der DC gegründet hatte. Nach Auseinandersetzungen mit dem KV gab P. Peters sein Amt 1938/39 auf. Die Pfarrstelle blieb bis 1946 vakant.
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder in Mengershausen und Lemshausen von 670 im Jahr 1939 auf gut 1.120 im Jahr 1948 an.22 Die Pfarrstelle versah der Ostgeistliche P. August Westrén-Doll (amt. 1946–1955). In der Kirche Mengershausen und in der Kapelle Lemshausen fanden in der Nachkriegszeit auch kath. Gottesdienste statt („an einem Wochentag abends“, 1954 etwa 40 Katholiken im Kirchspiel, 1960 etwa 90).23 Im Jahr 1974 verband das Landeskirchenamt Hannover die KG Mengershausen mit der benachbarten KG Settmarshausen und legte die Pfarrstellen der beiden Gemeinden zu einer zusammen; Sitz des Pfarramts wurde Settmarshausen. Gleichzeitig wurde die KapG Lemshausen aufgehoben und in die KG Mengershausen eingegliedert.24 Die Gemeinde zählte 1974 etwa 920 Gemeindeglieder, mit Settmarshausen etwa 1.910. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche unterhielten beide Gemeinden Kontakte zur Trinitatis-Kirchgemeinde in Hilbersdorf (Karl-Marx-Stadt bzw. Chemnitz).25
Nach der Visitation 1974 zog der Superintendent des KK Göttingen-Nord ein positives Fazit: „Was möglich ist an ortsnahem kirchlichen Leben auch einer südniedersächsischen Parochie wurde dem Visitator eindrucksvoll gezeigt.“26 Im „Konzept Nahbereich“ loteten die Gemeinden Mengershausen, Settmarshausen, Rosdorf und Sieboldshausen-Volkerode seit Ende der 1970er Jahre die Möglichkeiten übergemeindlicher Zusammenarbeit aus.27 1983 übernahm die KG Mengershausen die Trägerschaft des örtlichen Kindergartens. Ebenfalls seit 1983 ist das Mengershäuser Gotteshaus Autobahnkirche.28
Die pfarramtliche Verbindung zwischen Mengershausen und Settmarshausen bestand bis zum 1. Oktober 1996. An ihre Stelle trat gleichzeitig eine Verbindung mit der KG Sieboldshausen-Volkerode (Pfarrsitz dort).29 Seit 2009 gehört Mengershausen zum „Ev.-luth. KGV Leine-Süd“.30 2011 zählte die KG Mengershausen zu den Mitgründerinnen des „Ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes Südliches Leinetal“, der die Trägerschaft des gemeindeeigenen Kindergartens übernahm (2026 aufgegangen im „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-Münden“).31 2015 schlossen sich Sieboldshausen-Volkerode und Mengershausen dem verbundenen Pfarramt Rosdorf-Settmarshausen an.
Seit Januar 2025 ist Mengershausen Teil des neugegründeten „Ev.-luth. KGV Friedland-Rosdorf“, der ab 2027 Träger des gemeinsamen Pfarramts der insgesamt 17 Verbandsgemeinden sein wird.32

Umfang

Lemshausen (bis 1974 KapG), Mengershausen und Örshausen.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Nörten (sedes Dransfeld) der Erzdiözese Mainz.33 – 1588/89 zur Insp. Münden, bei deren Teilung 1742 zur Insp. Hedemünden (bzw. Münden) II, Sitz der Insp. war St. Albani Göttingen, ab 1769 St. Jacobi. 1796/97 zur Insp. Göttingen I, 1924 zum KK Göttingen III, 1937 zum KK Göttingen-Nord.34 Ab 1. Januar 2001 KK Göttingen.35 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Münden.36

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau

Klassizistischer, vierachsiger, rechteckiger Saalbau, ausgerichtet nach Westen, errichtet 1792–95 (Architekt: Georg Heinrich Borheck, Göttingen).37 Satteldach, nach Osten abgewalmt (ziegelgedeckt). Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung mit Bruchsteinsockel. Hochrechteckige Sprossenfenster. Nach Osten breit auslaufende Freitreppe und rundbogiges Hauptportal, darüber Inschriftentafel und Dreiecksgiebel; links und rechts je ein hochrechteckiges Sprossenfenster. Im Innern flache Decke mit umlaufender Voute; Ostempore. 1951 Innenrenovierung. 1961/62 Instandsetzung. 1984 Sanierung.

Turm

Vierseitiger Westturm mit vierseitigem Pyramidenhelm (ziegelgedeckt) mit geschlossener, vierseitiger Laterne (verschiefert), bekrönt mit Kugel und Wetterfahne. Nach Osten Auslegestuhl für Uhrschlagglocke, darunter an der Laterne Uhrziffernblatt. Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung, obere Geschosse Fachwerk mit Schieferbehang. In den beiden oberen Geschossen je eine rechteckige Schallöffnung nach Norden, Süden und Westen, neben der unteren Südluke kleines Rechteckfenster; in den beiden unteren Geschossen je ein rechteckiges Sprossenfenster nach Norden, Süden und Westen.

Vorgängerbau

Rechteckbau mit Strebpfeilern an den Längsseiten, angeblich erbaut 1591.38 Satteldach mit Krüppelwalm. Segmentbogige Fenster. Im Innern Tonnengewölbe. Turm mit Satteldach und Erker. 1735 Kirche und Kirchturm baufällig.39 1792 abgebrochen.

Ausstattung

Hölzerne, klassizistische Kanzelaltarwand flach vor der Westwand (1795, 1991 umgestaltet), weiß gefasst mit Vergoldungen; polygonaler Kanzelkorb flankiert von zwei Pilastern, die Gebälk mit Schalldeckel und Dreiecksgiebel tragen; links und rechts rundbogige Durchgänge; außen niedrige Pilaster mit bekrönendem Pokal; Tischaltar (1991). – Sechsseitiger Taufständer mit Taufbecken (um 1962). – Hölzerne Christusfigur (1999, Harry Riedel, St. Andreasberg), seit 2000 in Mengershausen.

Orgel

1735 keine Orgel vorhanden.40 1798 Orgelneubau, ausgeführt von Johann Wilhelm Schmerbach II (Frieda), 14 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen, außerdem ein vakantes Register. 1842 Reparatur, Johann Wilhelm Schmerbach III (Frieda). 1854 Umbau und Änderung der Disposition, Carl Giesecke (Göttingen), 14 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen, außerdem ein vakantes Register. 1895 Umbau, P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 14 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen, außerdem ein vakantes Register. 1917 zinnerne Prospektpfeifen im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. 1927 neue Prospektpfeifen (Zink), Wiegand Helfenbein (Gotha). 1932 Umbau, Paul Ott (Göttingen), 14 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen, außerdem ein vakantes Register. 1969 Abbau, Restaurierung und Wiederaufbau, Rudolf Janke (Bovenden), 14 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen, ein vakantes Register. 2012 Instandsetzung und Erweiterung, Werner Bosch (Sandershausen-Niesetal), 15 I/P mechanische Traktur, Schleifladen. Denkmalorgel (seit 1961).

Geläut

Zwei LG, I: b’ (Bronze, Gj. 1880, Jean Collier, Danzig), Inschrift: „In gloriam Dei honoremque S. Martini Ep. me fecit“ (Zur Ehre Gottes und zu Ehren des heiligen Bischofs Martin bin ich gemacht) und „Leone XIII PP. Joanne Nepomuceno episcopo Klawitter Parochio A[nno] 1880 J. Collier Gedanensis“ (Im Jahr 1880 war Leo XIII. Papst, Johannes Nepomuk [von der Marwitz] Bischof und [Edward] Klawitter Pfarrer. J[ean] Collier aus Danzig), Patenglocke aus Stara Wiśniewka (Lugetal, Kr. Flatow, Pommern), seit 1952 in Mengershausen41; II: des’’ (Bronze, Gj. 1884, Firma Radler, Hildesheim), Inschriften: „Kommt denn es ist alles bereit, Luc. 14,17“, „Die Lebenden ruf ich, die Todten geleite ich“ und „Gegossen von J. J. Radler u. Soehne in Hildesheim 1884“. – Eine SG, c’’’ (Bronze, Gj. 1768), Bilder: Bischof sowie Heilige mit Palme und Kelch, Patenglocke aus St. Laurentius in Boguszowice (Boguschowitz bzw. Bohusdorf, Kr. Rybnik, Oberschlesien), seit 1952 in Mengershausen. – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze), „im 30. Jährigen Kriege vor 30 Th[a]l[e]r erhandelt“, 1735 noch vorhanden.42

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1888). – Küsterhaus mit Gemeinderaum (Bj. 1872).

Friedhof

Kommunaler Friedhof am südwestlichen Ortsrand, ursprünglich kirchlich, vor 1974 an die politische Gemeinde abgegeben, FKap (Bj. 1967/68).

Liste der Pastoren (bis 1940)

1662–1668 Jürgen Fleischmann. – 1669–1686 Magister Johann Crausberg(en). – 1687–1691 Andreas Michael Gerke. – 1691–1717 Johann Konrad Schrader. – 1718–1727 Johann Justus Müller. – 1727–1734 Franziskus Konrad Härtel. – 1734–1744 Christian August Danhauer. – 1744–1765 Heinrich August Panzerbieter. – 1765–1770 Johann Franz Friedrich Thilo. – 1770–1814 Friedrich Wilhelm Muhlert. – 1814–1821 Justus Christoph Beuermann. – 1821–1836 Johann Karl Christian Lindemann. – 1836– 1852 Karl Ludwig Christian Daniel Evers (Bild). – 1852–1879 Georg Ludwig Adolf Hartwig. – 1887–1899 Johannes Hermann Adolf Hagemann. – 1899–1922 Friedrich Christian Ehrenfeuchter. – 1924–1925 Heinrich Karl Hermann Henke. – 1926–1929 Dr. August Heinrich Theodor Pfannkuche (P. i. R., Pfarrverweser). – 1932–1938 Hermann Konrad Emil Peters.

Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 140

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 7880–7898 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 5509–5517 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 284Digitalisat (CB); A 9 Nr. 1578Digitalisat, 1579Digitalisat, 1580Digitalisat, 1581Digitalisat (Visitationen); B 2 G 9, Nr. 2075–2076 (Baupflege und Bauwesen); B 18 Nr. 202 (Orgelsachverständiger); E 5 Nr. 0737 (Konsistorialbaumeister); S 09 rep Nr. 1743 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7697 (Findbuch PfA); S 11a Nr. 8140 (Findbuch EphA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1644
Trauungen: ab 1677
Begräbnisse: ab 1677
Kommunikanten: 1787–1938 (Zahlenregister seit 1947)
Konfirmationen: ab 1719

1581–1619 und 1648–1662 in den Kirchenbüchern von Rosdorf.

Literatur & Links

A: Bielefeld, Orgeln im Umland, S. 259–264; Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 276–277; Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Münden, S. 237–238; Meinhardt & Groth, Chronik I, S. 151–198, ebd. II, S. 147–176; Meyer, Pastoren II, S. 140; Mithoff, Kunstdenkmale II, S. 129.

B: 200 Jahre Kirche Mengershausen. Eine Chronik, in: Wir. Gemeindebrief Juni–August 1993 [S. 6–11]; Horst Gerke (Hg.): Die Pastoren und Schulmeister in Mengershausen und Lemshausen von der Reformation bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, 3 Bde. (= Jühnder Mitteilungen 10,1–3), Burscheid 2003; Walter Kluge: August Pfannkuche. Sein Leben und Wirken, dargestellt anhand seiner Briefe und Schriften, Mehlbergen 1982.

Internet: Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche.

GND

2064773-6, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde (Mengershausen, Rosdorf).


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien II, S. 75.
  2. Mönchslisten I, § 100 (zur Datierung: S. 75 ff.); Mönchslisten II, S. 137; Casemir/Ohainski, Niedersächsische Orte, S. 54. Für weitere Belege und zur Bedeutung des Ortsnamens vgl. Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 276 f.
  3. Insgesamt: Pischke, Landesteilungen, bes. S. 45 ff., S. 75 ff. und S. 180 ff.
  4. Kupsch, Gericht, S. 69 f.; Jünemann, Chronik, S. 45 und S. 135; NLA HA Hann. 74 Göttingen, Bestandsbeschreibung (Zitat).
  5. LkAH, L 5c, unverz., Mengershausen, Visitation 1967.
  6. UB Mariengarten, Nr. 368.
  7. In 200 Jahre heißt es ohne Angabe von Quellen: „Wir hören u. a. von einem evangelischen Pastor Johannes Rakebrand zu Mengershausen. Dieser war der letzte der früheren Paulinermönche Göttingens. Er nahm das evangelische Bekenntnis an und war evangelischer Pfarrer in Roringen, dann in Mengershausen und zuletzt in Rosdorf. In Johannes Rakebrand haben wir wohl den ersten evangelischen Geistlichen der vorgenannten 3 Dörfer.“
  8. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 708 ff.; Butt, S. 47 ff.
  9. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 83 ff.
  10. Kayser, General-Kirchenvisitation I, S. 152.
  11. LAW, V 231, Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig…, S. 54.
  12. LkAH A 8, Nr. 284 [Digitalisat, Aufnahme 8].
  13. LkAH A 8, Nr. 284 [Digitalisat, Aufnahme 9].
  14. Gerke, S. 11; 200 Jahre.
  15. Zum Neubau: Gerke, S. 9 ff.
  16. Meinhardt & Groth, Chronik I, S. 181.
  17. LkAH D 8, Bestandsbeschreibung. Ausführlich zu Pfannkuche vgl. Kluge.
  18. Die Kirche der Gegenwart. Ihr Wesen, Leben und Aufbau, von Dr. August Pfannkuche, Pastor in Mengershausen bei Göttingen (= Arbeitshefte für den evangelischen Religionsunterricht 9), Göttingen 1926.
  19. Zum Folgenden: Meinhardt & Groth, Chronik II, S. 173 f.
  20. LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 26. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  21. LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 26.
  22. LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 26; LkAH, L 5c, unverz., Mengershausen, Visitation 1948.
  23. LkAH, L 5c, unverz., Mengershausen, Visitationen 1948, 1954 und 1960 (Zitat).
  24. KABl. 1974, S. 205 f.
  25. LkAH, L 5c, unverz., Settmarshausen, Visitation 1994 und ebd. Mengershausen, Visitation 1994. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  26. LkAH, L 5c, unverz., Settmarshausen, Visitation 1974.
  27. LkAH, L 5c, unverz., Mengershausen, Visitation 1981.
  28. 200 Jahre.
  29. KABl. 1996, S. 206.
  30. KABl. 2009, S. 155 ff.
  31. KABl. 2011, S. 123 ff.; KABl. 2025, S. 275.
  32. KABl. 2025, S. 60 ff. Folgende KG gehören zum KGV: Ballenhausen, Deiderode, Elkershausen, Friedland, Groß Schneen, Klein Schneen, Niedergandern-Hottenrode, Niedernjesa-Stockhausen, Reckershausen, Franziskus-KG Reiffenhausen, Atzenhausen, Dramfeld, Mengershausen, Obernjesa, Rosdorf, Settmarshausen und Sieboldshausen-Volkerode.
  33. Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 169.
  34. KABl. 1924, S. 86; KABl. 1937, S. 135.
  35. KABl. 2000, S. 150 f.
  36. KABl. 2022, S. 189 ff.
  37. Zum Neubau: Gerke, S. 9 ff.
  38. Gerke, S. 10 f.; Grundriss, Aufriss und Querschnitt von 1741 in 200 Jahre.
  39. LkAH A 8, Nr. 284 [Digitalisat, Aufnahme 8 f.].
  40. LkAH A 8, Nr. 284 [Digitalisat, Aufnahme 8].
  41. Poettgen, Handbuch, S. 10.
  42. LkAH A 8, Nr. 284 [Digitalisat, Aufnahme 9].