Sprengel Lüneburg, KK Winsen (Luhe) | Patrozinium: Maria1 | KO: Lüneburger KO von 1643
Orts- und Kirchengeschichte
Urkundlich ist die spätere Stadt erstmals 1158 erwähnt; Bf. Hermann von Verden (amt. 1148/49–1167) entschied seinerzeit in einem Streit zwischen Propst und Kanonikern des Stifts Bardowick, dass u. a. der Zehnte aus Winsen (decima in … Winsen) den Kanonikern zustehe.2 Winsen gehörte zum 1235 gegründeten Hzm. Braunschweig-Lüneburg und zählte seit der welfischen Besitzteilung 1267/69 zum Fsm. Lüneburg (ab 1705 Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover).3 1293 ist Winsen als Stadt genannt.4 Im Jahr 1315 ist die wohl im 13. Jh. erbaute Burg Winsen explizit erwähnt (slot… winsen).5 Die Burg war vermutlich ab 1371 Sitz der bisherigen Großvogtei Lüneburg, die nun Großvogtei Winsen hieß und aus der später das Amt Winsen an der Luhe hervorging (1503 genannt).6 Burg und Vogtei Winsen waren bis 1523 mehrfach verpfändet. Von 1592 bis 1617 war Schloss Winsen Sitz von Hzgn. Dorothea zu Braunschweig-Lüneburg († 1617), Witwe von Hzg. Wilhelm dem Jüngeren († 1592). Eine erste Ortsansicht ist aus der Mitte des 17. Jh. überliefert (Merian-Stich).7 Von 1810 bis 1813 gehörte Winsen zum Kaiserreich Frankreich und war Sitz des gleichnamigen Kantons (Arrondissement Lunebourg, Département des Bouches de l’Elbe). Danach war Winsen, nun im Kgr. Hannover, erneut Sitz des gleichnamigen Amtes; die Stadt Winsen selbst war seit 1852 amtsfrei. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Winsen 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 wurde Winsen Sitz des gleichnamigen Kreises, der 1932 im Lkr. Harburg aufging. 1972 wurden Bahlburg, Borstel, Gehrden, Hoopte, Laßrönne, Luhdorf, Pattensen, Rottorf, Roydorf, Sangenstedt, Scharmbeck, Stöckte und Tönnhausen eingemeindet. Seit 1847 besitzt Winsen einen Bahnhof (Strecke Lehrte–Hamburg-Harburg). Die Sozialstruktur des Kirchspiels beschrieb das Pfarramt 1964 als „außerordentlich vielschichtig“. Darüber hinaus heißt es: „Der große Anteil der Akademiker, des gehobenen Mittelstands, der Kaufleute, Handwerker und industriellen Unternehmer, der mittleren Beamten und Angestellten bestimmt den Stil des kleinstädtischen Bürgertums.“8 Um 1810 lebten etwa 1.320 Menschen in Winsen, 1905 rund 4.410 und 2023 knapp 36.500 (mit Eingemeindungen).
Kirchlich gehörte Winsen an der Luhe zunächst zum Kirchspiel Pattensen (Winsen). Fundament- und Bodenreste einer Kirche, erbaut wohl im frühen 13. Jh., wurden im Jahr 2000 bei archäologischen Grabungen im Innern des heutigen Kirchengebäudes nachgewiesen. Im Jahr 1233 erwarben Hzgn. Helena († 1233) und ihr Sohn Hzg Otto I. († 1252) zu Braunschweig-Lüneburg vom Kloster St. Michaelis in Lüneburg das Patronat über diese Kirche in Winsen (ecclesia Winhusen).9 Gleichzeitig erhoben sie die Winsener Kirche mit Zustimmung des Verdener Bischofs zu einer Pfarrkirche. Fortan konnten Beerdigungen, Taufen und die übrigen Sakramente (sepultura et baptismate et ceteris ecclesiasticis sacramentis) also in Winsen stattfinden. Adeloldus, Pfarrer von Pattensen, und seine Nachfolger sollten eine jährliche Entschädigung von zwei Mark erhalten, da sich ihre Parochie wegen der Abtrennung Winsens verkleinert hatte. Im Jahr 1320 ist mit Werner Bintremen, rector ecclesie in Winsen erstmals der Name eines örtlichen Pfarrers überliefert.10 Weitere urkundlich belegte Geistliche in Winsen sind die Pfarrer Willekinus (1350)11, Hinricus de Offensen (1364)12 und Thidericus Sporken (1372, 1382)13. 1415 ist Ludolfus vicerector to Winsen belegt (also ein Vertreter des Pfarrers).14 Die gleiche Urkunde erwähnt überdies Gherardus de scolemester, Hinricus sin gheselle; dies ist der älteste Beleg für die Winsener Schule.15 Ein Testament aus der Mitte des 14. Jh. erwähnt eine Bruderschaft in Winsen (in Winzen ad fraternitatem), die wohl mit der 1460 genannten Kalandsbruderschaft identisch ist.16
Im Jahr 1336 hatten die welfischen Hzg. Otto III. († 1352) und Wilhelm II. († 1369) einen Nebenaltar in der Winsener Kirche gestiftet, der St. Georg gewidmet war; der Verdener Generalvikar bestätigte seinerzeit Stiftung und Patronatsrecht.17 Um 1434/41 sind zwei weitere Nebenaltäre mit Vikarien belegt – altare beate marie magdalene und altare Cosme & Damiani – über die das Patronat ebenfalls bei den Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg lag.18 1437 waren die beiden Plebane Heinrich Goldsmid und Nikolaus Vinke in Winsen tätig.19 Das Patrozinium der Pfarrkirche ist 1464 urkundlich belegt: Unse leve Frowe (St. Maria).20 Seit 1348 besaß das Lüneburger Franziskanerkloster eine Terminei in Winsen. 1477 stiftete Hzg. Friedrich II. zu Braunschweig-Lüneburg († 1478) ein Franziskanerkloster in Winsen; der Konvent erhielt ein wüst gefallenes Grundstück und das Torhaus am Deichtor (nicht jedoch die Pfarrkirche St. Marien und die Seelsorge im Kirchspiel); Kloster und Klosterkirche befanden sich auf der Luheinsel.21 Das Armenhaus und die Kapelle St. Georg sind 1506 belegt und dort als ehemaliges Leprosenheim bezeichnet; als „Milde Stiftung Sankt Georg“ besteht die Einrichtung noch heute.22

Kirche, südliches Seitenschiff, Blick nach Westen, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1961
Im Fsm. Lüneburg betrieb Hzg. Ernst I. († 1546), später der Bekenner genannt, seit 1527 die Einführung der luth. Lehre. Das in diesem Jahr gedruckte Artikelbuch diente dabei, obwohl die Landstände es abgelehnt hatten, als Leitfaden.23 In Winsen lassen sich erste Anzeichen der Reformation im Frühjahr 1526 erkennen: Johannes Sartoris, u. a. Domvikar in Lübeck, falle den Winsener lästig, da er sie dränge, in der römischen Kurie Unruhe zu stiften und den welfischen Herzögen das Patronatsrecht streitig zu machen (volens eosdem turbare in Romana curia ac destituere illos iure patronatus).24 Möglicherweise hatte Sartoris „den Winsener geraten […] einen lutherischen Prediger einzusetzen“ und wahrscheinlich war er „wenigstens von einem Teil der Bürger“ darum gebeten worden.25 Erster luth. Geistlicher in Winsen war vielleicht P. Johannes Lampadius (amt. bis 1530), den Lüneburger Bürger 1530 aus Winsen herbeiriefen, um die Reformation in ihrer Stadt zu unterstützen.26 Gleichzeitig luden sie auch her Harmen nach Lüneburg ein, wohl ebenfalls aus Winsen.
Das Lüneburger Pfründenverzeichnis von 1534 nennt „pastor Her Hillebranth Raven, predicant Her Cordt, Custos Johannes“. Auch die Inhaber der drei Vikarien St. Georg, St. Maria Magdalena und Ss. Cosmas und Damian sind genannt: „Her Hinrich Grotaian“, „Her Berenth Mattie“, der allerdings nicht in Winsen lebte, und der Schulmeister Johannes Elers.27 Das Franziskanerkloster in Winsen war schon 1528 aufgehoben worden, die Mönche hatten die Stadt verlassen und waren nach Lüneburg gegangen. Mit der Vikarie Cosmas und Damian belehnte Hzg. Franz Otto († 1559) im Jahr 1555 den Reformator Martin Ondermarck.28 Zur Zeit der Generalvisitation 1568 hatte P. Paulus Carsten (amt. 1544(?)–1574) das Pfarramt in Winsen inne; er und „sein capellan“ beklagten sich bei den Visitatoren über ihre Gemeindeglieder, da „sie dieselben am sontag nicht kunnen auserhalb kruges behalten“.29 Seit der Reformation waren in Winsen jeweils zwei Geistliche tätig (Pastor primarius und Kaplan bzw. Diakon).

Kirche, südliches Seitenschiff, Blick nach Osten (an der Ostwand das ehemalige Altarbild „Christi Gebetskampf in Gethsemane“), Foto: Ernst Witt, Hannover, 1961
Dem Stadtbrand von 1585, der fast 150 Wohnhäuser zerstörte, fiel auch der Glockenturm neben dem Rathaus zum Opfer; die Pfarrkirche selbst besaß keinen Turm (der 1605–08 wiederaufgebaute Glockenturm verlor 1627 seinen Turmhelm, erhielt 1663 einen neuen und brannte 1822 nach einem Blitzeinschlag aus).30 Zwischen 1592 und 1617, als Winsen Sitz der verwitweten Hzgn. Dorothea zu Braunschweig-Lüneburg († 1617) war, fungierte der Stadtpfarrer gleichzeitig als Hofprediger.31 Zwischen 1611 und 1614 fanden auf dem Winsener Schloss mindestens 30 Hexenprozesse statt (gegen 29 Frauen und einen Mann); drei der Beschuldigten starben an den Folgen der Folter, 26 wurden zum Tode verurteilt und verbrannt, eine wurde freigesprochen.32 Die Kirchenbücher der Gemeinde reichen zurück bis 1673.
Seit der ersten Hälfte des 18. Jh. lassen sich jüd. Familien in Winsen nachweisen, seit 1742 bestand ein jüd. Friedhof.33 Zur 1844 eingerichteten Synagogengemeinde zählten auch Bardowick, Obermarschacht und Salzhausen, seit 1852 Hanstedt und seit 1853 Amelinghausen. Als Synagoge dienten angemietete Räume in der Luhestraße. Mit 30 Gemeindegliedern erreichte die jüd. Gemeinde um 1860 ihre maximale Größe; 1882 bot sie in der Allgemeinen Zeitung des Judentums ihre Torarollen zum Verkauf an. Die wenigen Winsener Jüdinnen und Juden besuchten nun die Synagoge in Lüneburg.
Während er Amtszeit von P. Johann Christian Parisius (amt. 1796–1834) wurde Winsen 1802 Sitz einer kleinen Inspektion, der erste Winsener Pfarrer übte nun ein Aufsichtsamt über umliegende Kirchspiele aus. Die Zusammensetzung der Inspektion änderte sich in den folgenden Jahrzehnten wiederholt. In den Jahren um 1800 ließ P. Parisius die Winsener Kirche im Innern neugestalten (neue Taufe, neuer Altar, neue Kanzel, neue Emporen); das Gotteshaus verlor seinen „gotischen Charakter“ und erhielt ein „klassizistisches Gewand aus Säulen, marmorierten Emporen und glänzendem Lackfirnis“.34 Als Schüler hatte der spätere Dichter Johann Peter Eckermann (1792–1854) etwa seit 1806 einen Freitisch bei Sup. Parisius, der ihn später auch dabei unterstützte Gönner zu finden, um das Universitätsstudium zu finanzieren.35 Der zweite Winsener Pfarrer P. Carl Georg Wilhelm Haccius (amt. 1867–1884) wirkte an der Gründung der im Frühjahr 1877 eröffneten Kinderbewahranstalt mit, aus der später das Krankenhaus „Bethesda“ hervorging.36
Nachdem 1822 der Glockenturm nahe der Kirche ausgebrannt und das Geläut im Feuer geschmolzen war, ließ die Gemeinde 1837 einen Dachreiter auf dem Kirchendach errichten und darin als Glockenersatz ein Geläut aus drei gebogenen Stahlstäben anbringen. 1863 beschloss der KV schließlich, einen Kirchturm errichten zu lassen. Die Entwürfe des Hannoveraner Konsistorialbaumeisters Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) blieben jedoch unausgeführt, in erster Linie aus finanziellen Gründen. Ebenso erging es den Plänen, die der Hannoveraner Architekt Christoph Hehl (1847–1911) Ende der 1880er Jahre vorlegte.37 Der Bau des Kirchturms begann schließlich Ende 1896; die Baupläne hatte der aus Winsen stammende Regierungsbaumeister Eduard Schlöbke (1852–1936) entworfen, die Lutherfigur an der Nordseite schuf der ebenfalls in Winsen geborene Bildhauer Fritz Meinecke (1873–1913). Am 2. Juli 1899 feierte die Winsener gemeinde die Einweihung des neugotischen Kirchturms; ein neues Bronzegeläut hatte die Gemeinde bereits 1897 gießen und im noch unfertigen Turm aufhängen lassen. 1902 wurde nahe der Kirche ein Gemeindehaus errichtet. In Fliegenberg existierte 1930 ein Posaunenchor.38 In der Kapelle St. Georg, die kein Eigentum der Kirchengemeinde war, hielten die Winsener Pastoren in der ersten Hälfte des 20. Jh. sonnabends Wochenschlussandachten (1937).39
Während der NS-Zeit hatten nacheinander Sup. Adolf Emil August Johannes Schwietering (amt. 1927–1934) und Sup. Paul Schmidt (amt. 1934–1953) die erste Winsener Pfarrstelle inne und P. Martin Asmussen (amt. 1932–1934), P. Heinrich Reinecke (amt. 1934–1935) sowie P. Albert Wilhelm Heinrich Krause (amt. 1936–1951) die zweite. Sup. Schmidt kam 1934 „als D.C.-Superintendent nach Winsen“, war etwa seit 1933 Mitglied der NSDAP und von „der Idee des Nationalsozialismus […] damals ehrlich überzeugt“, wie LSup. Johann Feltrup (amt. 1936–1954) formulierte, habe sich den Amtsbrüdern gegenüber jedoch „gutmütig und friedliebend“ gezeigt.40 Der Egestorfer P. Friedrich Dahnke (amt. 1924–1963) schrieb rückblickend, Sup. Schmidt sei den Pastoren des KK Winsen (Luhe) „als D.C. Mann präsentiert und aufgezwungen“ worden und er habe erwartet, dass „der Superintendent „nach Zusammenbruch des D.C. Regimes, das er doch mitgestützt hatte, von sich aus seine Versetzung beantragen würde“.41 Nach der Visitation 1937 schrieb LSup. Feltrup, Sup. Schmidt habe „als Anhänger der D.C. in der Gemeinde eine starke Opposition“, 1942 notierte er: „Von kirchenpolitischen Tendenzen ist nichts mehr bei ihm zu merken.“42 Der zweite Winsener Pastor, P. Krause, stand kirchenpolitisch aufseiten der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft.43 Der Kirchenvorstand der KG Winsen setzte sich aus den beiden Pastoren und 14 Kirchenvorstehern zusammen, die hälftig aus Stadt und Umland kamen. Bei den 1933 gewählten städtischen Kirchenvorsteher seien, so heißt es im Bericht zur Visitation 1937, „starke politische Gesichtspunkte vorhanden, die das kirchliche Interesse in entscheidenden Punkten überwuchern“.44 Die meisten der städtischen Kirchenvorsteher gaben ihr Amt Ende 1937 auf, „offenbar auf Druck von aussen“ und aus „lauter Rücksicht auf die Zeitströmung“, wie LSup Feltrup vermutete. Die ebenfalls 1933 gewählten Stellvertreter wollten das Amt – bis auf eine Ausnahme – nicht übernehmen.45 Zwischen 1933 und 1945 traten gut 300 Gemeindeglieder aus der Kirche aus.46 Der Winsener Kirchenchor schloss 1933 Adolf Bernstein († 1938) aus, Vorsteher der jüd. Gemeinde und seit 1886 Mitglied des Chors.47 Von den acht Jüdinnen und Juden, die 1939 noch in Winsen lebten wurden sieben ermordet. Sara Horwitz, die das KZ Theresienstadt überlebt hatte, kehrte 1946 nach Winsen zurück. Rückblickend heißt es in den Unterlagen zur Visitation 1964: „Winsen war eine Hochburg des Nationalsozialismus.“48
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von rund 8.500 im Jahr 1942 auf etwa 13.700 im Jahr 1950 an.49 Seit 1946 fanden monatliche Gottesdienste in den Schulen der Außendörfern Borstel, Fliegenberg, Hoopte, Laßrönne, Rosenweide, Stöckte, Tönnhausen und Wuhlenburg statt.50 Nach der Visitation 1950 merkte LSup. Feltrup an, im Gegensatz zur Stadt Winsen finde sich in den Dörfern „ein bewußtes Festhalten an der Kirche“, das „die Frucht einer früheren Erweckung“ sei.51 Gleichzeitig mit dem starken Wachstum der ev.-luth. Gemeinde war in der Nachkriegszeit eine kleine kath. Gemeinde entstanden, die sich zur Messe zunächst in der St.-Georgs-Kapelle versammelte (1949 für 50 Jahre gepachtet) und ab 1967 in der neuen Kirche Guter Hirte.52 1972 übernahm die Neuapostolische Kirche die St.-Georgs-Kapelle.53 Die ev.-luth. KG Winsen richtete nach Kriegsende eine Schwesternstation ein und stellte zwei Gemeindeschwestern an, eine aus dem Henriettenstift Hannover und eine aus dem Diakonissenmutterhaus Salem-Köslin.54
Zum 1. August 1952 errichtete das LKA Hannover eine dritte Pfarrstelle in der Gemeinde, die als erster P. Karl-Hermann Kunert (amt. bis 1954) versah, der bereits seit Ende 1950 zur pfarramtlichen Hilfeleistung in Winsen angestellt war.55 P. Kunert war Mitgründer des Herbergsvereins Winsen/Luhe und Umgebung e. V. (Bodelschwingh-Haus in Borstel), einer gemeinsamen Einrichtung von Kirche und Stadt, der Bürgermeister*in und Superintendent*in bis heute als geborene Vorstandsmitglieder angehören (2024).56
Mit der Martin-Luther-Kapelle in Fliegenberg ließ die KG Winsen (Luhe) 1954 ein zweites Gotteshaus im Gemeindegebiet errichten. Zum 1. April 1957 schlossen sich Fliegenberg, Rosenweide und Wuhlenberg innerhalb der KG Winsen zur KapG Fliegenberg zusammen.57 1963 errichtete das Landeskirchenamt eine Pfarrvikarstelle in Fliegenberg.58 Im Pfarrbezirk Winsen-Süd hatte die Gemeinde 1955/56 als ersten Bauabschnitt eines geplanten Gemeindezentrums ein Pfarrhaus errichten lassen; das Gemeindehaus folgte 1964. Die neu errichteten kirchlichen Gebäude im Norden und im Süden des Gemeindegebiets bereiteten den Weg zur Verkleinerung der St.-Mariengemeinde: 1965 ging aus dem Pfarrbezirk Winsen-Süd die neue St.-Jakobus-KG Winsen (Luhe) hervor und 1973 ging die KapG Fliegenberg in der neugegründeten KG Stelle auf.59
1957 hatte sich ein Kirchbauverein gegründet, um die Sanierung der mittelalterlichen Winsener Kirche zu unterstützen; aus diesem Verein ging später der „Förderverein St.-Marien-Kirche“ hervor. Im Jahr 1959 übernahm die KG Winsen von der Stadt Winsen die Trägerschaft des 1947 gegründeten Kindergartens (Mathias-Claudius-Weg).60 1971 eröffnete die Gemeinde einen zweiten ev. Kindergarten (Fuhlentwiete, später Kita Apfelgarten).
Mit Pn. Frauke Lemmel (amt. 1969–1970) versah erstmals eine Frau eine der Winsener Pfarrstellen. Im Jahr 1970 fanden neben den Gottesdiensten in der Kapelle Fliegenberg und in der Winsener St. Marienkirche noch jährlich vier bis sieben Gottesdienste in Laßrönne und in Tönnhausen statt.61 Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche unterhielt die KG Winsen Kontakte zur Kirchgemeinde Lommatzsch (nordwestlich von Meißen) sowie den benachbarten KG Neckanitz, Wilsdruff und Dörschnitz-Striegnitz.62 1973 ließ die KG Winsen ein neuer Gemeindehaus erbauen. Die Schwesternstation der Gemeinde ging 1975 in der auf Initiative der KG Handorf gegründeten Diakoniestation Winsen Luhe und Umgebung auf (gemeinsam mit den KG Drennhausen, Marschacht, Stelle, Ashausen, Pattensen und St.-Jakobus-KG Winsen).63
Im Jahr 1976 errichtete das LKA Hannover eine vierte Pfarrstelle in Winsen, die zuerst P. Hartmut Werner (amt. 1978–1981) übernahm.64 Anfang der 1980er Jahre zählte die St. Mariengemeinde etwa 12.000 Gemeindeglieder.65 In den Unterlagen zur Visitation 1980 schrieb das Pfarramt: „Das Erfrischende und Anstrengende dieser Gemeinde ist ein dynamisches Miteinander und gelegentliches Gegeneinander von Kerngemeinde und Gruppierungen aus dem Umfeld.“66 Ende der 1980er Jahre führte die Gemeinde – wie auch die übrigen KG des Kirchenkreises“ die Aktion „Neu anfangen – Christen laden ein zum Gespräch“ durch, um Impulse und Anregungen für die künftige Gestalt der Gemeindearbeit zu gewinnen.67 In seinem Bescheid zur Visitation 1994 betonte der Lüneburger LSup. „die Vielfalt des gemeindlichen Lebens“ in der St.-Mariengemeinde und zählte als Schwerpunkte u. a. auf das gottesdienstliche Leben, die Kirchenmusik (Posaunenchor, Kinderchor, Kantorei), die Kindergärten, die Diakoniesozialstation und die Arbeit der Hauskreise.68 Als erste ev. Kirchengemeinde in Deutschland führte die St. Mariengemeinde Winsen 1993 Thomasmessen ein.69
Zum 1. Januar 2008 übernahm der neu errichtete „Verband Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen (Luhe)“ die Trägerschaft der beiden ev. Kindergärten in Winsen.70 Ebenfalls in Trägerschaft des Verbands nahmen 2015 die KiTa Pusteblume und 2021 die KiTa Nordlicht ihre Arbeit auf.
Im Herbst 2013 eröffnete die St. Mariengemeinde das ehrenamtlich betriebene Internationale Café als Anlaufstelle für Geflüchtete (u. a. Begegnungsstätte, Sprachkurse). Diese Integrationsarbeit der Kirchengemeinde erhielt 2014 den Deutschen Bürgerpreis im Lkr. Harburg (Kategorie „Alltagshelden“) und 2016 einen Förderpreis vom Bündnis „Niedersachsen packt an“.
Pfarrstellen
I: vorref. Seit 1802 verbunden mit dem Amt der Superintendentin des KK Winsen (Luhe). – II: vorref. 1965 übergegangen auf die neue St. Jakobus-KG Winsen.71 Gleichzeitig neu errichtet aus III. – III: 1952–1965 (umgewandelt in II). Neu errichtet 1966.72 – IV: 1976.73
Umfang
Der nördliche Teil von Winsen (Luhe) sowie Eggerslust, Gehrden, Hoopte, Laßrönne, Nettelberg, Tönnhausen und Stöckte. 1982 kleines Gebiet an die KG Stelle abgegeben (entsprechend der Grenzänderung zwischen Stadt Winsen und politischer Gemeinde Stelle 1981).74 Bis 1973 auch Fliegenberg, Rosenweide und Wuhlenberg (seit 1957 KapG, 1973 zur neuen KG Stelle).75 Bis 1965 auch Borstel, Habichtshorst und Roydorf sowie der südliche Teil des Stadtgebiets Winsen (dann zur neuen KG Winsen (Luhe), St. Jakobus).76 Seit 1954 Roydorf (vorher KG Pattensen (Winsen)), bis 1954 auch Achterdeich (dann zur KapG Stelle, St. Michael in der KG Pattensen (Winsen)).77 Seit 1929 auch der nordwestliche Teil des aufgelösten Gutsbezirks Radbruchsforst.78 – Ursprünglich umfasst das Gemeindegebiet wohl nur die Stadt Winsen, nachweislich 1487 zählten auch Marschdörfer hinzu79, die allerdings nicht namentlich genannt sind, bis Anfang des 19. Jh. folgten Gehrden (1769), Borstel (1786) und Tönnhausen (1801).
Aufsichtsbezirk
Archidiakonat Salzhausen der Diözese Verden.80 – Nach der Reformation zur Insp. Bardowick. Um 1786 zur Insp. Pattensen (Winsen). Seit 1801/02 Sitz der neuen Insp. Winsen an der Luhe, 1924 KK Winsen an der Luhe. – Zur Insp. Winsen an der Luhe gehörten zunächst nur Hanstedt (mit Undeloh), Pattensen (Winsen), Ramelsloh und Winsen selbst. 1822 kamen Bardowick, Nikolaihof in Bardowick, Sankt Dionys, Drennhausen, Handorf und Marschacht hinzu, Hanstedt (mit Undeloh), Pattensen (Winsen) und Ramelsloh wurden gleichzeitig an die Insp. Salzhausen (später Pattensen) abgegeben.81 1868 wechselten Bardowick, Nikolaihof in Bardowick und Sankt Dionys zur Insp. Lüne.82 1925 ging der KK Pattensen im KK Winsen an der Luhe auf, womit dieser sich um die KG Egestorf, Hanstedt (mit Undeloh), Pattensen (Winsen), Ramelsloh, Raven und Salzhausen vergrößerte.83 In der zweiten Hälfte des 20. Jh. kamen mehrere Gemeinden hinzu: Zunächst Stelle, St. Michael (1956, vorher KapG) und Ashausen (1969), die 1973 unter Einbeziehung und gleichzeitiger Aufhebung der KapG Fliegenberg (1957) zur KG Stelle (1973) zusammengelegt wurden. 1965 war zudem Winsen (Luhe), St. Jakobus gegründet worden. Es folgten die Neugründungen Ashausen (1980), Fliegenberg (1982) und Tespe (1994). 2018 gründete sich die GKG Salzhausen-Raven und 2019 die GKG Elbmarsch. Mit der Fusion der beiden Ortskirchengemeinden Salzhausen und Raven zur KG Salzhausen-Raven wurde 2024 die GKG Salzhausen-Raven wieder aufgehoben.
Patronat
Ursprünglich das Michaeliskloster zu Lüneburg. Seit 1233 der Landesherr (bis 1871).
Kirchenbau
Zweischiffiger Bau, auf der Nordseite leicht eingezogener, polygonaler Chor in der Achse des Hauptschiffs, an der Südseite des Chors Sakristei, etwas breiter als Seitenschiff, Kirche leicht ostnordöstlich ausgerichtet, Haupt- und Seitenschiff erbaut wahrscheinlich im ersten Viertel des 15. Jh.84 Satteldach (Dachstuhl größtenteils aus dem 15. Jh.), über dem Chor abgewalmt. Backsteinmauerwerk, gestufte Strebepfeiler. Große, dreibahnige Spitzbogenfenster mit schlichtem Maßwerk an den Längsseiten und am Chor. Portal nach Norden, Süden und Westen; Nebenportale an der Sakristei. In der Westwand Maueranker mit eingeritzter Jahreszahl „1521“ (linksgewendete 5).85 Im Innern flache Holzdecke im Hauptschiff, Kreuzrippengewölbe in Chor und Schiff, Gratgewölbe in der Sakristei. Rundpfeiler und hohe Spitzbogenarkaden zwischen Haupt- und Seitenschiff; spitzer Triumphbogen zwischen Chor und Schiff. Westempore, an der Südseite des Chors Emporen oberhalb der Sakristei. Rundbogige, Nischen an den Längswänden, dazwischen Kreisblenden, spitzbogige Wandnischen im Chor. Wände weiß gestrichen, Rippen rot mit weißen Fugen; im Chorgewölbe Reste gotischer Ausmalung (1983 entdeckt und freigelegt). Vermutlich um 1468/78 Chor und Sakristei errichtet; möglicherweise älterer Chor umbaut und dann abgebrochen.86 Um 1754 Gewölbe in Schiff und Seitenschiff abgebrochen (möglicherweise zuvor eingestürzt) und durch flache Holzdecken ersetzt; Veränderungen am Dachstuhl (Hängewerk eingebaut); neue Stützpfeiler an den Außenwänden. Um 1800 Neugestaltung Innenraum, u. a. Emporen im Chor und im Seitenschiff, neuer Altar, neue Taufe, neue Kanzel. 1837 Dachreiter auf Kirchturmdach erbaut. 1860, 1883, 1888 und 1895 Dachreiter gutachterlich als gefährlich eingestuft, da Kirchendach zu schwach.87 1898 Dachreiter abgebrochen. Um 1910 Neugestaltung Innenraum. 1926 Nordempore entfernt.88 1957/58 Instandsetzung, u. a. Fundamentstabilisierung, Kreuzgewölbe im Seitenschiff errichtet, Emporen in Chor und Seitenschiff abgebrochen. 1983 Innenrenovierung. 1997–2000 Fenster restauriert. 2000/01 Instandsetzung, u. a. Mauerwerkssanierung.
Fenster
Sieben figürliche Buntglasfenster im Chor (1958–1966, Entwurf: Claus Wallner, Hamburg, Ausführung: Firma Gebrüder Kuball, Hamburg), Schöpfungsfenster (1965), Israelfenster (1966), Jesajafenster (1966), Weihnachtsfenster (1961), Osterfenster (1958), Pfingstfenster (1961) und Offenbarungsfenster (1965). Figürliche Buntglasfenster über den Portalen (1962, Claus Wallner, Hamburg), Sturmstillung (Norden), Guter Hirte (Süden) und Sämann (Westen).89 Figürliche Glasmalereien in der Sakristei (1925 Karl Joseph Hölle, Altona), Kreuzigungsszene. Im Turm: Figürliches Buntglasfenster (um 1900), Kg. David als Psalmensänger.
Turm
Vor der Westwand sechsseitiger, neugotischer Turm in der Achse des Hauptschiffs, mit Durchgang in Südwest-Nordost-Richtung, Turm links und rechts flankiert von Treppentürmchen, erbaut 1896–99 (Architekt: Eduard Schlöbcke, Hannover).90 Sechsseitiger Kupferhelm, bekrönt mit Kugel und Kreuz, umgeben von sechs kleinen Türmchen. Backsteinmauerwerk, reich verziert mit Eckpilastern, Friesen, Blendnischen und Mustern aus glasierten Backsteinen. Unterhalb des Turmhelms drei Uhrziffernblätter, an den Seiten dazwischen Spitzbogennischen; im Glockengeschoss an jeder Seite ein hohes, spitzbogiges Schallfenster; über den spitzbogigen Durchgängen je ein zweibahnige Spitzbogenfenster, nach Süden mit Wimperg. In einer Nische an der Nordseite überlebensgroße Lutherfigur aus Sandstein (1899, Fritz Meinecke, Berlin). 1956/57 Mauerwerk instandgesetzt und Turmhelm erneuert.
Vorgängerbauten
Bei Ausgrabungen innerhalb der heutigen Kirche konnten im Jahr 2000 Fundamentreste und Estrichboden einer etwa sieben Meter breiten Kirche entdeckt werden, erbaut wohl in der ersten Hälfte des 13. Jh.91
Vorgängertürme
1578 Steine der St. Johannis-Kirche in Bardowick erworben, um Turm zu erbauen oder auszubessern.92 1585 „Rathaus sambt dem Klockenturm“ ausgebrannt, Turm stand wohl an der Nordostecke des Kirchplatzes.93 1605–08 Glockenturm neu errichtet. 1627 Turmhelm zerstört (Angriff dänischer Truppen im Dreißigjährigen Krieg). 1663/64 Turmhelm neu errichtet. 1822 Glockenturm ausgebrannt, neben der Kirche hölzerner Glockenstuhl errichtet. 1837 Turmruine abgebrochen und Dachreiter auf Kirchturmdach erbaut.
Ausstattung
Schlichter, T-förmiger Altartisch aus Donaukalkstein (1957/58) mit dreiteiligem Bronzeretabel (1957/58, Fritz Fleer, Hamburg), im Mittelfeld Kruzifix, umgeben von sechs kleinen Reliefs mit Szenen aus der Passionsgeschichte (Einzug in Jerusalem, Fußwaschung, Gethsemane, Jesus vor Pilatus, Geißelung und Kreuztragung); in den Seitenfeldern je drei Reliefs mit Szenen aus dem Leben Jesu (Darstellung Jesu im Tempel, zwölfjähriger Jesus im Tempel, Hochzeit zu Kana, Maria Magdalena und der auferstandene Christus, Emmausjünger, ungläubiger Thomas).94 – Leicht erhöhte Kanzel (1957/58, Fritz Fleer, Hamburg), an den drei Seiten der Brüstung (Donaukalkstein) drei Bronzereliefs: vorn Symbole der vier Evangelisten, seitlich Moses mit Gesetzestafeln sowie Abraham und Melchisedek; 1961 Schalldeckel ergänzt, 1983 entfernt. – Bronzener Taufkessel (1960, Fritz Fleer, Hamburg), vier Beine, an der Wandung des Kessels Reliefs der Taufe Jesu und Kindersegnung (Mk 10,14–16). – Holzskulptur Johannes des Evangelisten (1953, Erich Brüggemann, Winsen an der Luhe). – Christuskopf mit Dornenkrone (Gerhard Schlumbohm), Holz. – Gemälde „Gang nach Emmaus / Christus in der Heide“ (1925, Rudolf Schäfer, Rotenburg), als Gefallenen-Gedächtnismal angefertigt. – Ehemaliges Altarbild „Christi Gebetskampf in Gethsemane (Lorens Lönberg, nach Daniel Chodowiecki). – Epitaph, Stein, farbig gefasst (16. Jh.), vielleicht für eine Tochter Mar[…] des P. Heinrich Schmet (amt. 1574–1602?), Inschrift weitgehend zerstört; das Relief zeigt vor einem Kruzifix ein betendes, kniendes Mädchen mit Jungfernkranz, in den oberen Ecken Wappen der Familie Schmet.95 – Epitaph, Stein, farbig gefasst, für Ilse Margarethe Sauerburg (1683–1686).
- Altarretabel
- Altaraufsatz
- Altar und Taufkessel
- Altaraufsatz
Ehemalige Ausstattung: Bronzenes Taufbecken (bis 1796). – Mittelalterlicher Schnitzaltar (bis 1798). – Mit Schnitzereien verzierte Kanzel (bis etwa 1802). – Klassizistischer Altar (bis 1957).
Orgel
1656 Orgelneubau, ausgeführt von Magnus Grimm (Lüneburg), Zustand 1796: 25 II/P (HW, RP), mechanische Traktur.96 Um 1730 Reparatur, Reimerus Caspari (Altona). 1799 Reparatur, Orgelbauer Stein (Lüneburg). 1820 Reparatur, G. H. Vollmer. 1827/28 Reparatur, Orgelbauer Brehmpöhl. 1889 Orgel abgebaut. 1889 Orgelneubau, ausgeführt von P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 33 II/P, mechanische Spieltraktur, pneumatische Registertraktur, Kegelladen (Opus 250).97 Im Ersten Weltkrieg 47 zinnerne Prospektpfeifen ausgebaut und zu Rüstungszwecken abgegeben (1917), 1919 durch Zinkpfeifen ersetzt. 1955 nicht mehr spielbar. 1960 Orgelneubau, ausgeführt von Paul Ott (Göttingen), 39 III/P (HW, BW, RP), mechanische Traktur, Schleifladen. 2003/04 Instandsetzung und Änderung der Disposition, Alexander Schuke (Potsdam), 39 III/P (HW, BW, RP), mechanische Traktur, Schleifladen.
- Vor 1957
- 1961
- 1961
Orgelpositiv, erworben 1970, erbaut 1961 von Paul Ott (Göttingen), 5 I/–, mechanische Traktur, Schleifladen.
Geläut
Fünf LG, I: des’, Christusglocke, Auferstehungsglocke (Bronze, Gj. 2000, Firma Bachert, Heilbronn), Inschriften: „Christus“, „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“ und „2000“; II: es’, Marienglocke, Trauglocke (Bronze, Gj. 2000, Firma Bachert, Heilbronn), Inschriften: „Maria“, „Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes“ und „2000“; III: f’, Dönhoffglocke, Abendmahlsglocke (Bronze, Gj. 1735, Georg Bernhard Kinder, Königsberg), Inschriften: „Alles was Odem hat lobe den Herrn Hallelvja. Ps. CL“, „Bogvslavs Fridericvs comes a Dönhoff“ und „Me fvdit Georgius Bernhardvs Kinder Regiomonti Anno M D CC XXX V“, Patenglocke aus Wilkowo Wielkie (Groß Wolfsdorf in Ostpreußen), heute Teil von Drogosze (Dönhofstädt), seit 1951 in Winsen (Luhe), 2000 saniert; IV: as’’, Johannesglocke, Vaterunserglocke (Bronze, Gj. 1897, Firma Otto, Hemelingen), Inschrift: „Wer aus der Wahrheit ist, der hoeret meine Stimme Ioh. 18,37“; V: c’’, Mohrunger oder Rochus Glocke, Taufglocke (Bronze, Gj. 1730, Andreas Dorling, Königsberg), Inschriften: „Sit nomen domini benedictum. Me fecit Andreas Dorling Regiomo[nte]“ (Gepriesen sei der Name des Herrn. Mich hat gemacht Andreas Dorling aus Königsberg), „Anno 1730“ und „S. Rochus“, Bilder: Gottvater mit Weltkugel und Kreuz, St. Rochus mit Hund, Patenglocke aus dem Kr. Mohrungen (Ostpreußen, heute Teil der Województwo Warmińsko-Mazurskie, Polen), seit 1951 in Winsen (Luhe). – Früherer Bestand: 1585 vorhandene Glocken wohl bei Turmbrand zerstört.98 Neue große LG (Bronze, Gj. 1585). 1627 bei Turmbrand beschädigt und umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1627), 1645 geborsten und umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1645), erneut geborsten und wiederum umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1687), Inschrift: „Fata mea requiris lector – annus MDLXXXV primam originem mihi dedit, anterioribus campanis in universali oppiduli huius incendio ad interitum redactis – inde anno MDCXXVII a Danorum hostili exercitu gravem ruinam passa sum, restituta et de novo fusa eodem anno – per infelices deinceps scissuras binis vicibus tum anno MDCXLV – tum denique anno MDCLXXXVII iteratam eamque det Deus hanc ultimam artificis manum et operam subii regnante smo. Georg Wilh D. B. et Lun. – gubernantibus hic loci C. V. de Wackerbarth et Joh. Heinr. Koch praefecto, Pastore M. Gottfried Schradero, Diacono Andrea Kulemanno, Cons. math. Meiero et antistit. eccl. bonorum W. Allerding, Joh. Schütten, J. Wedemann et P. Sievers“ (Du fragst, o Leser, nach meinen Schicksalen: Das Jahr 1585 gab mir den ersten Ursprung, nachdem die früheren Glocken bei einer allgemeinen Feuersbrunst dieses Städtchens vernichtet waren. Darauf erlitt ich im Jahre 1627 durch das feindliche Heer der Dänen schwere Beschädigungen, wurde aber in demselben Jahr wiederhergestellt durch neuen Guss. Sodann wurde ich, nachdem ich zweimal geborsten war, einmal im Jahr 1645 und dann endlich, Gott gebe zum letzten Mal, im Jahre 1687, durch Künstlers Mühe erneuert zur Zeit der Herrschaft des Herzogs Georg Wilhelm zu Braunschweig und Lüneburg, während hier Amtleute waren C. V. von Wackerbarth und Joh. Heinr. Koch. Pastoren waren: Magister Gottfried Schrader und Diakonus Andreas Kalemann, Rechenmeister Meier und Kirchenvorsteher W. Allerding, Joh. Schütten, J. Wedemann und P. Sievers) und „Sonus meus ad seram usque posteritatem et aures et pectora feriat sitque omnibus penetrans et precum et mortis sonus“ (Mein Klang möge bis zu den spätesten Zeiten Ohren und Herzen treffen und mahne alle dringend an Gebet und Tod). 1696 kleine Glocke erwähnt, 1703 geborsten und umgegossen zu einer neuen kleinen LG (Bronze, Gj. 1703, Johann Christian Ziegner, Lüneburg, und Johann Valentin Müller, Hamburg); Glocke 1706 geborsten und erneut umgegossen zu einer kleinen LG (Bronze, Gj. 1706, Johann Christian Ziegner, Lüneburg, und Johann Valentin Müller, Hamburg). Kleine Glocke 1714 geborsten, umgegossen zu einer neuen kleinen LG (Bronze, Gj. 1714, Höpner, Hamburg), Guss in Winsen. Kleine Glocke war 1742 beschädigt und barst 1773; umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1773, Johann Christoph Hautsch, Lüneburg), Inschrift: „Durchs Feuer floß ich, Joh. Christoph Hautsch umgoß mich in Lüneburg 1773“. 1822 Turmbrand (Blitzeinschlag), beide LG zerstört, beide SG abgestürzt, eine unversehrt (Viertelschlagglocke). SG und kleine Glocke aus Kapelle St. Georg in hölzernem Glockenstuhl neben der Kirche aufgehängt; geschmolzenes Glockengut 1825 verkauft. 1833 Stahlfeder oder Stahlstange als Glockenersatz getestet (gefertigt von Baukondukteur Henning, Coswig). 1837 drei glockenförmig gebogene Klangstäbe (Sollinger Eisenhütte, Uslar) auf der Gewerbeausstellung in Lüneburg getestet, „geläutet“ mit sechs mit Leder belegten Hämmern („…muß in sehr schnellem Tempo von beiden Seiten angeschlagen werden … Schneller Anschlag ohne besondere Regelmäßigkeit ist gerade erforderlich, um dieses Geläute einem Glockengeläute ähnlicher zu machen“99), dabei zwei Klangstäbe geborsten; zwei neue Stäbe bestellt und Geläut 1837 im neuen Dachreiter eingebaut; der Winsener Uhrmacher Louis Schlöbke konstruierte ein Drehwerk, um die Anschlagshämmer zu bewegen; Geläut genutzt bis 1897. Während des Turmneubaus (1896–99) vier neue LG angeschafft, I: des’, Matthäusglocke, Inschrift: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid“; II: es’, Markusglocke, Inschrift: „Tut Buße und glaubet an das Evangelium“; III: f’, Lukasglocke, Inschrift: „Kommt, es ist alles bereit“, IV: jetzige LG V (alle Bronze, Gj. 1897, Firma Otto, Hemelingen); LG I, II, und III im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1942).
Weitere kirchliche Gebäude
Superintendentur (Bj. 1749/50). – Kreiskirchenamt (Bj. 1822/23, ehemaliges Pfarrhaus II). – Gemeindehaus (Bj. 1972). – Kindergarten an der Fuhlentwiete (Bj. 1971). – Kindergarten am Matthias-Claudius-Weg. – Altes Gemeindehaus (Bj. 1902).
Friedhof
Ehemaliger Friedhof bei der Kirche, genutzt bis in die erste Hälfte des 20. Jh.; im 17. und 18. Jh. zahlreiche Bestattungen in der Kirche.100 Ehemaliger Friedhof bei der Kapelle St. Georg. Neuer kirchlicher Friedhof an der Lüneburger Straße, angelegt 1829. FKap (Bj. 1888), Kleinorgel, erbaut 1965 von Hermann Hillebrand (Altwarmbüchen), 4 I/–, mechanische Traktur, Schleifladen; eine LG, es’’ (Bronze, Gj. 1965). Kommunaler Friedhof in Luhdorf (in Trägerschaft der Stadt Winsen).
Liste der Pastoren (bis 1940)

Gemälde „Gang nach Emmaus / Christus in der Heide“ (1925, Rudolf Schäfer, Rotenburg), als Gefallenen-Gedächtnismal angefertigt
Erste Pfarrstelle: 1534 Hillebranth Raven. – 1544(?)–1574 Paulus Carsten. – 1574–1602(?) Heinrich Schmet. – 1606–1611 Johann Dannemann. – 16..–1633 Otto Hoysmann. – 1633–1655 Johannes Musaenius. – 1655–1664 Magister Johann Lock. – 1664–1670 Bruno Becker. – 1671–1677 Franziskus Eggeling. – 1678–1699 Magister Gottfried Schräder. – 1699–1713 Karl Schrader. – 1714–1747 Christoph Groll. – 1747–1766 Franziskus Cornelius Harlepp. – 1767–1768 Johann Gottlieb Dankwerts. – 1768–1796 Hieronymus Hartwig Heini. – 1796–1834 Johann Christian Parisius (seit 1802 Sup.; 1826–1827 P. coll. Johann Viktor Wilhelm Friedrich Dankwerts; 1827–1831 P. coll. Karl Friedrich Benjamin Mannes). – 1834–1836 Ludwig August Michaelis. – 1837–1847 Karl Heinrich Wilhelm Krause. – 1848–1850 Walther. – 1851–1858 Georg August Wilhelm Oberdieck. – 1858–1886 Dr. August Heinrich Adolf Schulze. – 1887–1895 Georg Wilhelm Hermann. – 1896–1901 Eberhard Wilhelm Jürgen Lamberti. – 1901–1924 Johannes Christoph Gustav Vogelsang. – 1900–1901 Heinrich Georg Ludwig Borchers. – 1925 Martin Röldeke. – 1925–1927 Karl Emil Ludwig Rüppell. – 1927–1934 Adolf Emil August Johannes Schwietering. – 1934–1953 Ernst Friedrich Paul Schmidt.
Zweite Pfarrstelle: 1534 Cordt … – 1570– nach 1578 Johann Hoppe. – 1597–1607 Christ. Heinrich Wemmerinus (Wemaring?). – 16..–1633 Henricus Quaden. – 1633–16.. Balthasar Dammann. – 1655 Dietrich Culemann. – 1657–1664 Bruno Decker. – 1664–1671 Franziskus Eggeling. – 1672–1676 Johann Bokelmann. – 1677–1699 Andreas Culemann. – 1699–1700 Georg Christoph Suckau. – 1700–1701 Johann Hieronymus Gruelmann. – 1701–1714 Christoph Groll. – 1714–1718 Johann Bruno Heckenberg. – 1718–1739 Johann Polemann. – 1739 Georg Heinrich Matthäi. – 1740 (?)–1747 Franziskus Cornelius Harlepp. – 1748–1769 Johann Heinrich Burchardi. – 1769–1777 Andreas Levin Eckard. – 1777–1786 Ernst August Pott. – 1786–1796 Karl David Johann Vasmer. – 1796–1802 Julius Anton Philipp Busse. – 1802–1814 Franz Heinrich Ehlers. – 1814–1820 Otto Johann von Bonn. – 1820–1833 Julius Wilhelm Sparkuhle. – 1833–1854 Friedrich Wilhelm Zernial. – 1854–1856 Ferdinand Rudolf Arnold Wagemann. – 1857–1866 Karl Friedrich Jacobi. – 1867–1884 Karl Georg Wilhelm Haccius. – 1884–1900 Hermann Heinrich Friedrich Leopold Kaß. – 1900–1921 Franz Friedrich Wilhelm Bernhard Bulmahn. – 1921 Adolf Ernst Smechula. – 1921 Heinrich Konrad Emil Kurt Behrens. – 1921 Ernst Karl Röbbelen. – 1922–1931 Matthäus Wilhelm Julius Heinrich Kurt Schoop. – 1932–1934 Martin Asmussen. – 1934–1935 Heinrich Reinecke. – 1936–1951 Albert Wilhelm Heinrich Krause.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 516–518 (mit Ergänzungen)
Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)
A 1 Nr. 11786–11847 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 8758–8781 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 2461, 2462
, 2463
(Visitationen); B 2 G 9 Nr. 3179–3187 (Bauwesen und Baupflege); B 2 G 9 B Nr. 658 (Orgeln und Glocken); E 2 Nr. 647–648 (Landesverein Innere Mission); E 5 Nr. 1158 (Konsistorialbaumeister); E 9 Nr. 183 (AfBuK); S 2 Witt Nr. 06, 14 (Fotosammlung); S 09 rep Nr. 571, 2262 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7480 (Findbuch PfA).
Kirchenbücher
Taufen: ab 1673
Trauungen: ab 1673
Begräbnisse: ab 1673
Kommunikanten: 1887
Konfirmationen: ab 1838
mit Borstel, Hoopte, Lasrönne
Borstel
Taufen: 1786–1852
Trauungen: 1786–1852
Begräbnisse: 1786–1852
Eintragungen vor 1786 siehe Pattensen (Winsen), nach 1852 siehe Winsen (Luhe).
Literatur & Links
A: Gemeindebuch KK Winsen/Luhe, S. 37–43; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1377; Gröll/Schirm, Kirchen und Gemeinden, S. 46–50; Manecke, Beschreibungen I, S. 252–256; Meyer, Pastoren II, S. 516–518; Mithoff, Kunstdenkmale IV, S. 284–286; Obenaus, Handbuch II, S. 1561–1567; Richter, Kirchen Winsener Raum, S. 28–29; Schlöpke, Chronicon, S. 482–485 [Digitalisat]; Wehking, Inschriften Lüneburg, Nr. 244, 421, 461, 566, 591, A1,21, 49.
B: 750 Jahre St. Marien zu Winsen an der Luhe (= Winsener Schriften 3), Winsen 1983; Soli deo gloria. Ein Büchlein von den Orgeln in St. Marien zu Winsen/Luhe aus Anlaß der Orgelweihe am 4. Advent, dem 18. Dezember 1960; Pamela-Britt Bannehr: Die St. Marienkirche zu Winsen an der Luhe und ihre Ausstattung der 50er–60er Jahre. Interdisziplinäre Facharbeit zur Diplomvorprüfung in den Fächern Kunstwissenschaftliche Grundlagen und Fotografie, Hildesheim u. a 2004 [Hochschulschrift]; Günther Hagen: Geschichte der Stadt Winsen an der Luhe (= Winsener Schriften 1), Winsen (Luhe) 1978; Günter Harringer (Bearb.): Festbuch zur 800-Jahr-Feier der Stadt Winsen/Luhe. Mai-Okt 1958, Winsen 1958, bes. S. 59–75; Ilona Johannsen: Die Kirche St. Marien in Winsen (Luhe), in: Kreiskalender. Jahrbuch für den Landkreis Harburg 2002, S. 7–20; Ilona Johannsen: Die jüdische Gemeinde zu Winsen (Luhe), in: Kreiskalender. Jahrbuch für den Landkreis Harburg 2018, S. 45–56; Ilona Johannsen & Jürgen Klahn: Die St.-Marien-Kirche in Winsen (Luhe), Dößel 2008; Jürgen Klahn: Die lutherische Reformation in Winsen an der Luhe. 1526–1530 (= Winsener Geschichtsblätter NF 2), Winsen 2016; Jürgen Klahn & Ursula Köser: Die Geschichte der Lateinschule zu Winsen an der Luhe (1415–1745) (= Winsener Schriften 23), Winsen an der Luhe 2019; Jürgen Klahn & Wilfried Mertens: Quellentexte zur Winsener Pfarrkirche St. Marien. Mittelalter und Reformation (= Winsener Schriften 15), Winsen ²2015; Georg Müller: Die Katholische Kirchengemeinde in Winsen/Luhe, in: Kreiskalender. Jahrbuch für den Landkreis Harburg 2018, S. 11–24; Roland Pieper: Anmerkungen zu Baugeschichte und Baugestalt der St.-Marien-Kirche in Winsen, in: Kreiskalender. Jahrbuch für den Landkreis Harburg 2012, S. 87–107; Kurt Schoop: Geschichte der Winsener Kirchtürme (= Winsener Geschichtsblätter 11), Winsen (Luhe) 1930; Kurt Schoop: Geschichte der Winsener Kirchenglocken (= Winsener Geschichtsblätter 13), Winsen (Luhe) 1931.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Marienkirche; Denkmalatlas Niedersachsen: St. Marien Kirche ; Waldfriedhof; Nomine (Norddeutsche Orgelmusikkultur in Niedersachsen und Europa): Orgel; Wikipedia: St.-Marien-Kirche (Winsen).
GND
1125659645, Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien Winsen/Luhe; 7580053-6, Marienkirche Winsen (Winsen (Luhe)); 10199204-X, Förderverein St.-Marien-Kirche Winsen (Luhe).
Website der Kirchengemeinde (18.02.2024)
Fußnoten
- Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 270.
- UB Verden I, Nr. 129.
- Pischke, Landesteilungen, S. 35 ff.
- Sudendorf, UB I, Nr. 122 [Digitalisat].
- Sudendorf, UB I, Nr. 279 [Digitalisat]. Siehe auch EBIDAT, Artikel Winsen.
- Zum Amt Winsen vgl. Krieg, Amtsbezirke Fsm. Lüneburg, S. 6 ff.
- Digitalisat.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1964.
- UB Verden I, Nr. 331; Lüneburger UB VII, St. Michaelis, Nr. 48 [Digitalisat]. Text, Übersetzung und Erläuterungen bei Klahn & Mertens, Nr. 1.
- NLA HA Celle Or. 100 Bardowick Nr. 119; Text, Übersetzung und Erläuterungen bei Klahn & Mertens, Nr. 2.
- Klahn & Mertens, Nr. 6.
- Klahn & Mertens, Nr. 7.
- Klahn & Mertens, Nr. 9 und Nr. 11.
- UB Verden III, Nr. 787. Text und Erläuterungen bei Klahn & Mertens, Nr. 12.
- Ausführlich zur Schule: Klahn & Köser, S. 22 ff.
- UB Hamburg IV, Nr. 406; UB Ramelsloh, Nr. 128; Texte, Übersetzungen und Erläuterungen Klahn & Mertens, Nr. 5 und Nr. 19.
- UB Verden II, Nr. 459; Sudendorf, UB I, Nr. 605 [Digitalisat]; Text, Übersetzung und Erläuterungen bei Klahn & Mertens, Nr. 4.
- Hennecke, Patronate, S. 144; UB Verden IV,1, Nr. 189; Text, Übersetzung und Erläuterungen bei Klahn & Mertens, Nr. 17.
- Klahn & Mertens, Nr. 16.
- UB Ramelsloh, Nr. 132; Text und Erläuterungen bei Klahn & Mertens, Nr. 20.
- Dolle, Klosterbuch III, S. 1546 ff., vgl. ebd., S. 1547: „Die Winsener Pfarrkirche St. Marien ist bei der Gründung des Klosters diesem nicht zugewiesen worden, wie immer wieder zu lesen ist“ (etwa: 750 Jahre, S. 28; Harringer, S. 64). Siehe zudem Niedersächsische Klosterkarte. Vgl. auch Klahn, S. 36, und Pieper, S. 101.
- 750 Jahre, S. 28.
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 484 und 492 ff.; vgl. auch Butt, Kirchenregiment, S. 39 ff. und S. 55 ff.
- Klahn & Mertens, Nr. 32 (Text, Übersetzung und Erläuterungen). Zur Reformation in Winsen vgl. Klahn, S. 4 ff.
- Klahn & Mertens, Nr. 32, S. 140 und S. 141.
- Klahn & Mertens, Nr. 36; Klahn, S. 13.
- Salfeld, Pfründenregister, S. 87; Klahn & Mertens, Nr. 37.
- Klahn & Mertens, Nr. 40.
- Lange, General-Kirchenvisitation, S. 63.
- Harringer, S. 68; Schoop, Kirchtürme.
- 750 Jahre, S. 54.
- 750 Jahre, S. 59 ff.
- Zum Folgenden: Obenaus, Handbuch II, S. 1562 ff. Vgl. auch Johannsen, Gemeinde, S. 46 ff.
- 750 Jahre, S. 72.
- 750 Jahre, S. 80 ff.
- 750 Jahre, S. 157.
- Schoop, Kirchtürme, S. 25 ff.
- Ahlers, Pfarrbuch 1930, S. 292.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1937.
- LkAH, L 5e, unverz., Spec. Winsen, St. Marien, Win. 203 (Schreiben LSup. Johann Feltrup an die kirchliche Entnazifizierungs-Jury, 28.06.1948). Die Formulierung „gutmütig und friedliebend“ ist zeitgenössisch und findet sich im Bericht über zur Visitation 1937, LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1937. P. Schmidt selbst gab 1946 an, er habe im Frühjahr 1939 einen Austritt aus der NSDAP erwogen, sich aber seinerzeit nach einem Gespräch mit LSup. Feltrup dagegen entschieden, da „dieser Schritt durch Einwirken der Parteistellen den Verlust meines Amtes“ zur Folge hätte haben können und er angesichts seiner vier Kinder in der Berufsausbildung dieses Risiko nicht habe eingehen wollen, ebd. (Schreiben P. Schmidt an LSup. Johann Feltrup, 12.08.1946).
- LkAH, L 5e, unverz., Spec. Winsen, St. Marien, Win. 203 (Schreiben von P. Dahnke an LSup. Johann Feltrup, 09.01.1948).
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1937 und 1942.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1942: LSup Feltrup beschrieb das Verhältnis der beiden Geistlichen als „mehr korrekt als herzlich […] der anfängliche Gegensatz in der kirchenpolitischen Einstellungen wirkt wohl noch etwas nach“.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1937.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1942.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1937, 1942 und 1950.
- Obenaus, Handbuch II, S. 1564 ff.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1964.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1942 und 1950.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1950 (in allen Außendörfern außer Achterdeich und Gehrden).
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1950.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1958. Vgl. insgesamt auch Müller, S. 11 ff.
- Müller, S. 20.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1950.
- KABl. 1952, S. 102.
- 750 Jahre, S. 162; siehe auch: herbergsverein-winsen.de, 06.12.2024.
- KABl. 1957, S. 85.
- KABl. 1963, S. 138 f.
- KABl. 1965, S. 5 f.; KABl. 1973, S. 8
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1964.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1970.
- 750 Jahre, S. 123 ff. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
- LkAH, L 5e, unverz., Handorf, Visitationen 1975 und 1981.
- KABl. 1976, S. 57.
- 750 Jahre, S. 126.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1980.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1989.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1994.
- Siehe: Tilmann Haberer: Die Thomasmesse. ein Gottesdienst für Ungläubige, Zweifler und andere gute Christen, München 2000. Siehe auch thomasmesse.org, 09.12.2024.
- KABl. 2008, S. 28 ff.
- KABl. 1965, S. 5 f.
- KABl. 1952, S. 102; KABl. 1965, S. 5 f.; KABl. 1966, S. 11.
- KABl. 1976, S. 57.
- KABl. 1982, S. 17.
- KABl. 1973, S. 8.
- KABl. 1965, S. 5 f.
- KABl. 1954, S. 122.
- KABl. 1929, S. 53.
- Klahn & Mertens, Nr. 26.
- Burchhardt u. a., Bistum Verden, S. 34 f.
- Staatskalender 1803, S. 202; Staatskalender 1824, S. 293.
- Staatskalender 1870, S. 277.
- KABl. 1925, S. 52.
- Zu Baugestalt und Baugeschichte: Pieper, S. 87 ff.
- Wehking, Inschriften Lüneburg, A1,21.
- Grundriss mit Bauphasen bei Pieper, S. 89, Abb. 3 (dort Zeitangabe „1471–78“, im Text, S. 97 hingegen „zwischen 1468 und 1478“). Zur Überlegung hinsichtlich eines älteren Chors vgl. ebd., S. 99.
- Schoop, Kirchtürme, S. 30.
- LkAH, L 5e, unverz., Winsen (Luhe), Visitation 1942.
- Zu den Fenstern vgl. Bannehr, S. 19 ff.
- Siehe auch https://glass-portal.hier-im-netz.de/hs/s-z/schloebcke_eduard.htm, 04.12.2024.
- Johannsen & Klahn, S. 5; zur Ausgrabung vgl. Johannsen, Kirche, S. 7 ff.
- Johannsen & Klahn, S. 22 f.
- Zit. bei Schoop, Kirchtürme, S. 4.
- Zur Ausstattung des 20. Jh. vgl. Bannehr, S. 28 ff.
- Wehking, Inschriften Lüneburg, Nr. 461.
- Zur Orgelgeschichte: Soli Deo Gloria, S. 3 ff.
- Pape/Schloetmann, Hammer, S. 99.
- Zur Glockengeschichte: Schoop, Kirchenglocken, S. 10.
- Zit. bei Schoop, Kirchenglocken, S. 32.
- Johannsen, Kirche, S. 7; Johannsen & Klahn, S. 6.