Sprengel Stade, KK Rotenburg | Patrozinium: Johannes der Täufer1 | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist Visselhövede erstmals in einem Tafelgutverzeichnis des Verdener Bf. Luder von Borch (amt. 1231–1251) nachgewiesen, das vermutlich zwischen 1237 und 1246 entstand: Das Verzeichnis nennt ein domus villicationis in Vislehovede (Villikationshaupthof).2 Im 14. und 15. Jh. lässt sich eine Adelsfamilie de Vislehovede belegen.3 Seit 1288 zählte Visselhövede zum weltlichen Territorium der Bischöfe von Verden (Hochstift Verden) und wurde später Teil des Amtes Rotenburg; Visselhövede war Sitz einer Vogtei.4 Nachdem Dorf und Kirchspiel 1432 in einer Fehde zwischen Gf. Otto V. von Hoya und Bf. Johannes III. von Verden all vorbrant und vordarvet worden war, ließ der Bischof Visselhövede 1450 mit Graben und Befestigung sichern (begraven unnd bevesten); gleichzeitig verlieh er dem Ort Freiheit und Weichbildrecht, wie sie auch in Rotenburg galten (vrigheit unnd wicbeldes rechtt in aller wyse, alse hebben de van Rodenborch). Bf. Johann III. ernannte überdies einen Bürgermeister und einen Ratsherrn, die sich in ihren Ämtern jährlich abwechseln sollten; die gleiche Urkunde nennt auch erstmals einen Visselhöveder Vogt.5 Wappen und Siegel erhielt der Flecken erst 1581.6 Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde das Hochstift Verden säkularisiert und blieb zusammen mit dem ebenfalls säkularisierten Hochstift Bremen unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die beiden Territorien und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) Bremen und Verden erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). 1680, 1703 und 1795 zerstörte jeweils ein Feuer große Teile des Fleckens; die Befestigungsanlagen werden 1718 als verfallen beschrieben. In französischer Zeit zählte Visselhövede 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und dann bis 1813 zum Kaiserreich Frankreich (Kanton Walsrode, Arrondissement Nienburg, Departement der Wesermündung). Danach gehörte Visselhövede, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Amt Rotenburg. Mit der Annexion Hannovers wurde der Flecken 1866 preußisch. Bei Einführung der Kreisverfassung kam Visselhövede 1885 zum Lkr. Rotenburg/Hann. (1977 mit Lkr. Bremervörde fusioniert zum neuen Lkr. Rotenburg (Wümme) ). 1938 erhielt Visselhövede den Status einer Stadt; 1974 wurden die umliegenden Ortschaften Bleckwedel, Buchholz, Dreeßel, Drögenbostel, Hiddingen, Jeddingen, Kettenburg, Lüdingen, Nindorf, Ottingen, Rosebruch, Schwitschen, Wehnsen und Wittorf eingemeindet. Seit 1873 besitzt der Ort einen Bahnhof (Strecke Langwedel–Uelzen).7 Zur sozialen Struktur des Kirchspiels schrieb der Sup. des KK Rotenburg 1938, dass „in den Aussendörfern die bäuerliche Bevölkerung überwiegt, in Visselhövede aber der Arbeiter- und Handwerkerstand.“8 1969 heißt es: „Visselhövede ist eine Stadt der ‚Pendler‘. Wer beruflich etwas erreichen will, fährt nach Bremen, Bomlitz oder Fallingbostel“.9 Von 1972 bis 2016 war Visselhövede Bundeswehrstandort (Mölders-Kaserne, ab 2005 Kaserne Lehnsheide). Im Jahr 1740 lebten gut 290 Menschen in Visselhövede, 1811 etwa 465, 1899 rund 1.400, 1950 knapp 5.380 und 2019 grob 4.800 (ohne Eingemeindungen).

Kirche, Ansicht von Osten

Kirche, Ansicht von Osten

Das Gründungsjahr der Kirche in Visselhövede ist nicht bekannt; vermutlich zählt sie zu den ältesten Kirchen im Bistum Verden.10 Das früheste Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte ist das romanische Taufbecken, das vermutlich aus der ersten Hälfte des 13. Jh. stammt. Ein schriftlicher Beleg findet sich in einer Urkunde von 1258, in der die parrochiani ecclesie in Vislehovede genannte sind (Gemeindeglieder der Kirche in Visselhövede).11 Im Jahre 1293 gewährte Ebf. Johann II. von Riga all jenen Gläubigen einen 40tägigen Ablass, die an Heiligen- und Festtagen die ecclesia S[ancti] Iohannis Bapt[iste] in Visselhövede zum Gebet aufsuchten (Bf. Berthold von Verden bestätigte den Ablass 1472).12 Drei Jahre später (1296) erwarben Juraten und Kirchspiel der Kirche Visselhövede (iuratis et parochia ecclesie Visselhovede) Land und einen Hof, deren Erträge der Beleuchtung, der Ausschmückung und dem Bauunterhalt des Kirchengebäudes zugutekommen sollte (ad luminario, ornamenta et structuram ecclesie).13 Die Urkunde nennt mit dem Priester Johannes, rector ecclesie Vislehovede, auch den ersten, namentliche bekannten Geistlichen der Kirche. Es haben sich eine Reihe weiterer Urkunden des 14. und besonders des 15. Jh. erhalten, die Besitzangelegenheiten der Kirche behandeln und in denen die Juraten oder Kirchengeschworenen als Vertreter der Gemeinde erscheinen.14 Neben dem Hauptaltar, der Johannes dem Täufer geweiht war, besaß die Kirche noch mindestens zwei Nebenaltäre (Marienaltar und Heiligkreuzaltar, 1347 nachgewiesen).15 Eine Urkunde Ebf. Gerlachs von Mainz aus dem Jahr 1356 nennt einen weiteren Geistlichen Visselhövedes; sie ist u. a. adressierts an Theodericus Brumez, in propositum in Meding electi et canonici Barwissensis necnon capelle sancti Spiritus in novo foro Luneborg et parrochialis ecclesie in Wisseleh[ov]den rectoris (Dietrich Brumez, gewählter Propst des Klosters Meding, Kanoniker des Stifts Bardowick, Rektor der Heiliggeistkapelle am neuen Markt in Lüneburg und der Pfarrkirche Visselhövede).16 Diese Häufung der Pfründen verdeutlicht, dass der Inhaber der Pfarre nicht unbedingt derjenige war, der die Messen las; der eigentliche Pfarrdienst lag vielmehr in den Händen eines Vikars, den der Pfarrer bezahlte.
Für 1357 berichtet eine Urkunde aus dem Folgejahr, das Kirche und Friedhof geweiht wurden (ecclesiam citam in Wislehovede cum simiterio ejusdem rite et racionabiliter fore consecratam).17 Möglicherweise handelt es sich um eine Neuweihe der Kirche nach Bau des gotischen Chors. Ein namentlich nicht genannter Pfarrer Visselhövedes ist in einem Brief von 1407 belegt: Johann Vogel, Archidiakon in Sottrum, weilte wegen Angelegenheiten des kerkheren van Visselhovede in Rom, ließ diesen Auftrag jedoch ruhen, um sich um die päpstliche Anerkennung des gerade zum Verdener Bf. gewählten Heinrich II. (amt. 1407–1426) zu bemühen.18 1417 hatte ein Peter das Pfarramt Visselhövede inne, vielleicht bis Ende der 1450er Jahre.19 Denn 1459 bemühte sich Johannes Buwmester de Danneberch, der in der päpstlichen Engelsburg in Rom tätig war, um die Pfarrpfründe in Visselhövede, die nach dem Tod eines Petrus vakant war; möglicherweise war er erfolgreich, denn 1462 führt er bei der Bitte um eine weitere Pfründe an, dass der Besitz der Pfarrkirche in Wisselhovede diesem Anliegen nicht im Weg stehen solle – was vielleicht bedeutet, dass er sie besaß, aber mindestens, dass er weiterhin Anspruch darauf erhob.20 Dieses Interesse an der Pfarrpfründe Visselhövede lässt vermuten, dass sie auch im 14. und 15. Jh. reich begütert war, umfassend belegen lässt sich diese jedoch erst in der zweiten Hälfte des 17. Jh., da hier ein Verzeichnis der Pfarrgüter überliefert ist.21 1479 war Hermannus de Walssede Pfarrer in Visselhövede.22 Im Jahr 1484 richtete Henneke Rodesbrok in der Pfarrkirche eine Kommende in de Ere sunte Marie Magdalenen (1489) ein, deren Stiftung Bf. Berthold bestätigte und deren Ausstattung er 1489 verbesserte.23 Über die Besetzung der Kommende sollten die Juraten mit Rat des Pfarrers entscheiden; der Kommendist hatte u. a. jede Woche zwei Messen am Marienaltar zu lesen.24 Die Urkunde von 1484 nennt mit Herrn Harmens auch den derzeitigen Kerkhern to Visselhovede, vermutlich identisch mit dem 1479 genannten Hermann. 1494 war Hardericus Durkop Pleban in Visselhövede.25 An der Kirche bestand überdies eine Johannis-Bruderschaft, vermutlich ein Kaland (1464: Brederschop des hilgen Johanns).26 Während der Amtszeit von plebanus Henricus Arpes verlegte Bf. Christoph von Verden (amt. 1502–1558) im Jahr 1542 das Visselhöveder Kirchweihfest vom Tag nach Mariä Geburt auf den folgenden Sonntag.27 P. Dietrich Janzen, der letzte vorref. Geistliche, verließ Visselhövede um 1566/67.28

Kirche, Ansicht von Westen, 1907

Kirche, Ansicht von Westen, 1907

Die Reformation hatte sich im Hochstift Verden erst spät und nur allmählich durchgesetzt.29 Der Verdener (und Bremer) Bf. Christoph von Braunschweig-Lüneburg bekämpfte die luth. Lehre.30 Sein Bruder und Nachfolger in beiden Bistümern, Bf. Georg (amt. 1558–1566), duldete den neuen Glauben, hatte einen ev. Kanzler, berief vermutlich auch einen ev. Hofprediger und bestimmte im Jahr 1564 zusammen mit dem Verdener Domkapitel den Protestanten Eberhard von Holle zu seinem Nachfolger. Seinerzeit gehörten das Abendmahl in beiderlei Gestalt und die Priesterehe „im Stifte Verden schon zu rechtem Gebrauche“, wie das Domkapitel formulierte; gleichzeitig verlangte es von Holle jedoch eine päpstliche Bestätigung.31 In Zusammenarbeit mit dem Domkapitel förderte und festigte Bf. Eberhard von Holle (amt. 1566/67–1586) die luth. Lehre. Vermutlich kurz nach der Visitation von 1570 erhielt das Hochstift Verden eine ev. Kirchenordnung (nicht erhalten).32 Die erste gedruckte Kirchenordnung erließ schließlich Bf. Philipp Sigismund (amt. 1586–1623) im Jahr 1606.33
Erster luth. Prediger in Visselhövede war P. Johann Grubenhagen (amt. 1567–1594), dem sein Sohn P. Anton Grubenhagen (amt. 1594–1611) nachfolgte. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) regierte mit Bf. Franz Wilhelm von Wartenberg (amt. 1630–1631) kurzzeitig wieder ein kath. Landesherr im Hochstift Verden. Der luth. P. Johannes Müller (amt. 1612–1630) musste daher Visselhövede verlassen und der Jesuitenpater Johannes Arnoldi übernahm die das Pfarramt – und darüber hinaus auch die Kirchspiele Schneverdingen und Neuenkirchen.34 Nachdem schwedische Truppen das Hochstift eingenommen hatten, ermordeten Bauern des Kirchspiels Visselhövede Pater Arnoldi, als er am 9. November 1631 nach der Messe in Visselhövede auf dem Rückweg nach Verden war.35
Mit P. Matthias Pletzius (amt. 1632–1666) bezog nun wieder ein luth Geistlicher das Pfarrhaus in Visselhövede.36 Die wachsende Bevölkerungszahl des Kirchspiels machte 1736 die Vergrößerung der Kirche notwendig und die Gemeinde ließ den nördlichen Anbau errichten. Für die Bauzeit war die Orgel im Pfarrhaus eingelagert; sie wurde ein Jahr später zerstört, als das Pfarrhaus abbrannte. Der Pfarrhausneubau brannte 1795 ab, ebenso der Glockenturm.37 Bevor P. Hermann Schlichthorst (amt. 1806–1820) das Pfarramt in Visselhövede übernahm, war als Lehrer und ab 1798 als Konrektor der Domschule Bremen tätig; er veröffentlichte mehrere pädagogische und historische Schriften.38 Das erste Missionsfest feierte die Gemeinde vermutlich 1891.39
Seit Errichtung einer ständigen Kollaboratur (Hilfspfarrerstelle) im Januar 1908 waren in der Regel zwei Geistliche in Visselhövede tätig.40 Im Jahr 1910 wurde der ev. Kindergarten eröffnet; die Leitung übernahm eine Diakonisse aus dem Mutterhaus Rotenburg, die Trägerschaft ein Verein, dem der Visselhöveder Pfarrer vorstand. Seit dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich innerhalb der KG Visselhövede eine aktive Gemeinschaftsbewegung (nutzt seit 1971 das ehemalige Küsterhaus).41

Kirche, Ansicht von Südosten

Kirche, Ansicht von Südosten

Während der NS-Zeit hatte P. Johannes Janßen (amt. 1931–1970) das Pfarramt inne. Er war Vertrauensmann der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft, und auch die vier Hilfsgeistlichen, die nacheinander in der Gemeinde tätig waren, gehörten entweder zur Bekenntnisgemeinschaft oder waren kirchenpolitisch nicht aktiv, wie P. Janßen rückblickend im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ angab. Zum 1933 neu gewählten KV notiert er knapp „6 Mitglieder, davon 3 Pg, kein D.C. Zwei im Sommer 1933 etwas schwankend, dann nur Mitarbeit im Sinne der B.K.“42 In den Unterlagen zur Visitation 1938 vermerkte P. Janßen, dass die völkisch-religiösen Ludendorffer (heute Bund für Deutsche Gotterkenntnis) „besonders stark“ wirkten.43 1951 hielt der Sup. des KK Rotenburg resümierend fest: „Die Zeit seit 1933 hat dieser Kirchengemeinde stark zugesetzt. Sie war stark nationalsozialistisch und neigt heute wieder zu der S.R.P.44
Mit dem Zuzug Geflüchteter wuchs in der Nachkriegszeit der Anteil der kath. Bevölkerung.45 Schon in der zweiten Hälfte des 19. Jh. hatte sich im benachbarten Kettenburg wieder eine kleine kath. Gemeinde gebildet: Nach der Konversion des Freiherrn Kuno von der Kettenburg und seiner Familie war hier seit 1867 ein Priester tätig und 1878 wurde die kath. Schlosskapelle geweiht. Aus der 1935 gegründeten Pfarrkuratie Kettenburg-Visselhövede-Rotenburg (1939: 4.000 Gemeindeglieder) ging 1961 die kath. KG Bomlitz/Benefeld-Visselhövede hervor; 1966 weihte die Gemeinde schließlich das Kirchenzentrum Visselhövede ein.
Die ev. KG Visselhövede übernahm nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Trägerschaft sowohl des ev. Kindergartens als auch der Schwesternstation (ursprünglich vaterländischer Frauenverein, während NS-Zeit NSV).46 Die Zahl der Gemeindeglieder war von 6.400 im Jahr 1938 auf etwa 11.600 im Jahr 1951 gestiegen (davon rund 4.600 Geflüchtete). Das Landeskirchenamt wandelte die Pfarrkollaboratur zum 1. Januar 1952 in eine zweite Pfarrstelle um.47 Die Aufteilung der Gemeinde in zwei Pfarrbezirke – jeweils halb Stadt, halb Land – folgte erst 1956. Bis dahin hatten die Pastoren sich die pfarramtliche Arbeit in wechselnden Amtswochen geteilt.48 Mitte der 1960er Jahre kam kurzzeitig ein Pfarrvikar hinzu, der überwiegend in der KapG Wittorf aktiv war. Ebenfalls nur kurz waren Mitte der 1970er Jahre dann vier Geistliche in der Gemeinde tätig: Pn. Erika Pielke (amt. 1965–1980), P. Wolfhard Pohlmann (amt. 1971–1978) sowie das Pastorenehepaar Regine und Peter Domin (amt. 1974–1977). „Durch ihr Dasein ist in der Gemeinde nach langer Stagnation so etwas wie neues Zutrauen zur Kirche entstanden – besonders unter Jugendlichen und jüngeren Gemeindegliedern“ fasste der Sup. die Situation 1975 zusammen und betonte gleichzeitig die Wichtigkeit eines neuen Gemeindehauses (eröffnet 1976).49 Auch 1981 fiel das Fazit positiv aus: In Visselhövede werde mit „Freude und Aufgeschlossenheit an der Aktivierung des Gemeindelebens gearbeitet.“50
Im Rahmen der Partnerschaft zwischen den Landeskirchen Sachsens und Hannovers unterhielt die KG Visselhövede zeitweise Kontakte zur sächsischen Kirchgemeinde Putzkau bei Bischofswerda.51 Die Schwesternstation der Gemeinde ging 1989 in der Diakonie-Sozialstation Visselhövede-Bothel auf. Seit 2006 unterstützt die KG den Visselhöveder Gabentisch, der Ausgangspunkt für die ein Jahr später gegründete Rotenburger Tafel war.
Seit Anfang der 2000er Jahre kooperiert die KG Visselhövede mit ihren Nachbargemeinden Brockel und Kirchwalsede. Zur gemeinsamen Erfüllung kirchengemeindlicher Aufgaben gründeten die drei Gemeinden zum 1. September 2010 den „Ev.-luth. Kirchengemeindeverband Brockel-Kirchwalsede-Visselhövede“.52 Sie geben u. a. zusammen einen Gemeindebrief heraus, haben die Konfirmanden- und Jugendarbeit gebündelt und koordinieren gemeinsam die Seniorenarbeit. Die Trägerschaft des ev. St.-Johannis-Kindergartens ging 2012 auf den neugegründeten „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Rotenburg-Verden“ über.53

Pfarrstellen

I: vorref. 2000 aufgehoben und gleichzeitig neu aus III.54 – II: (1908) 1952.55 – III: 1963–2000 (anfangs Pfarrvikarstelle, seit 1972 Pfarrstelle, 2000 umgewandelt in I).56

Umfang

Die Stadt Visselhövede einschließlich der eingemeindeten Ortschaften Affwinkel, Battenbrock, Bleckwedel, Buchholz, Delventhal, Dreeßel, Drögenbostel, Egenbostel, Grapenmühlen, Hainhorst, Heelsen, Hiddingen, Hütthof, Jeddingen, Jürshof, Königshof, Lehrden, Limmerberg, Lüdingen, Moordorf (seit 1789)57, Neu-Bretel, Neu-Wehnsen, Nindorf, Ottingen, Riepholm, Rosebruch, Schwitschen, Stölpenhof, Tadel, Wehnsen, KapG Wittorf und Wüstenhof. Seit 1935 auch Bretel (vorher KG Brockel).58 Seit 1976 auch Fahlbeck, Griemen, Hilligensehl und Kettenburg (vorher KG Walsrode).59 Bis 1950 auch Forstsiedlung Löverschen (dann KG Bommelsen).60

Aufsichtsbezirk

Wohl Archidiakonat Scheeßel der Diözese Verden.61 – 1567 Spezial-Superintendentur für das Amt Rotenburg (wechselnde Suptur.-Sitze). Seit 1659 Propstei Rotenburg innerhalb der Insp. für die Ämter Verden und Rotenburg, 1676/81 Propstei aufgehoben; Scheeßel kam zur Propstei bzw. Insp. Verden. 1827 zur neuen Insp. Rotenburg (1924: KK).

Patronat

Der Bf. von Verden. In der zweiten Hälfte des 17. Jh. Familie von Königsmarck, dann wieder der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Blick in den Chorraum, nach 1920, vor 1963

Blick in den Chorraum, nach 1920, vor 1963

Mittelalterliches, rechteckiges Kirchenschiff mit kleinem Vorbau nach Westen, Anbau an der Nordseite und länglichem, fünfseitig geschlossenem Chor, ebenfalls mit Anbau an Nordseite (ehemaliges Brauthaus), Kirche leicht ostnordöstlich ausgerichtet, mehrfach umgebaut und erweitert, nach Um- oder Neubau 1358 geweiht. Walmdach über Schiff und Chor, Querdach mit Walm nach Norden über Anbau; westlicher Vorbau und Brauthaus mit Schleppdach. Findlings- und Backsteinmauerwerk; gemauerte Stützpfeiler an Schiff und Chor, am Chorschluss gestuft, ansonsten geböscht; am Schiff rechteckige Sprossenfenster nach Süden, am nördlichen Anbau rechteckige Sprossenfenster nach Norden und Osten, zwei segmentbogige Fenster nach Westen; am Chor zweiteilige und ein dreiteiliges Spitzbogenfenster in Spitzbogennischen. Ein segmentbogiges Portal nach Westen, drei nach Norden (eins am Anbau, zwei am Brauthaus). An einem der südlichen Stützpfeiler Sonnenuhr. Im Innern holzverschaltes Tonnengewölbe im Schiff, Kreuzrippengewölbe im Chor; Spitzbogen zwischen Chor und Schiff, Westempore, mittig geschwungen hervortreten, Nordempore. Im Chor mittelalterliche Deckengemälde (spätes 15. Jh., nach Freilegung 1920 überformt), Rankenornamente und figürliche Darstellungen: Trinität (Gnadenstuhl), Kreuzigungsszene mit Maria und Johannes; Christus als Weltenrichter, die Seeligen und das himmlische Jerusalem sowie die Verdammten und die Hölle (1920 entdeckt, freigelegt und bei Restaurierung stark überformt von Heinrich Bücker, Hannover; 1965 überarbeitet).62 1736 nördlicher Anbau am Schiff. 1816 Dachreiter mit Uhr auf Anbau.63 1937 Dachreiter abgebrochen. 1957 Kirchendach saniert. 1958 Neugestaltung Innenraum (Gutspriechen an Südseite abgebaut, Brauthaus zu Gedächtnishalle umgebaut). 1963/64 Renovierung (Emporen im Altarraum entfernt, Fenster an Südseite eingesetzt). 1974 Chorsanierung. 1984 Sanierung Süd- und Westfassade.

Fenster

Im Chor links und rechts des Altars zwei figürliche Buntglasfenster mit Darstellung der vier Evangelisten (spätes 19. Jh.). An der Südseite des Chors ein zweiteiliges Buntglasfenster „Die Frauen am leeren Grab“ (Mk 16,1–8).

Turm

Freistehender, vertikal verschalter Fachwerkturm nordwestlich der Kirche, quadratischer Grundriss, erbaut 1799 (freistehender Vorgängerturm 1795 abgebrannt).64 Verkupferter Turmhelm mit vierseitigem Ansatz, achtseitiger, geschlossener Laterne und geschwungener Haube, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne; vier Uhrziffernblätter an der Laterne. Im Glockengeschoss an jeder Seite zwei kleine rechteckige Schallfenster mit waagerechten Lamellen; Tür nach Osten. 1867 neue Turmuhr. 1899 neue Turmuhr. 1968 Turmsanierung (u. a. Kupferdeckung Turmhelm). 2020 Turmsanierung. Ursprünglich besaß die Kirche wohl einen mit dem Schiff verbundenen Westturm, ehemalige Turmhalle heute einbezogen in Kirchenschiff.65

Blick in den Chorraum, nach 1964

Blick in den Chorraum, nach 1964

Ausstattung

Rokokoaltar mit Kreuzigungsbild (1771, Bildhauer Arend Meyer, Verden, Maler C. A. Braun, Walsrode), architektonischer Aufbau, zwei korinthische Pilaster und zwei korinthische Säulen auf leicht schräggestellten Sockelpodesten tragen Gebälk, darauf zwei geflügelte Engelsköpfe und Gesetzestafeln, geschwungener Aufsatz mit Gottesnamen in hebräischen Buchstaben, umgeben von Wolken- und Strahlenkranz; auf der Rückseite Inschrift: „Anno 1771 ist dieser Altar zur Ehre Gottes unter seinem Gnaden-Beistande aus den Kirchenmitteln erbauet. Pastor war C. J. Horn aus Verden. Juraten waren H. H. Brandes auch Bürgermeister in Visselhövede, J. H. Bremer Hausmann in Hütthof, I. H. Delvendahl Hausmann in Buchholtz. Baumeister ist gewesen A. Meyer Bildhauer in Verden, die Vermahlung hat gefertigt C. A. Braun Mahler in Walsrode“; Altar mit hölzerner Mensa und seitlichen Schranken. – Sechseckige Kanzel (1641) mit Schalldeckel (1965), an den Wandungen des Kanzelkorbs geschnitzte Kreuzigungs- und Auferstehungsszene sowie Reliefs der Evangelisten Lukas und Johannes; vor den Ecken korinthische Säulen, im fünften Fach Inschrift: „Johann Matthai 80 Jahr alt, 40 Jahr das Kirchen Amt verwaltet, lässt gutthätig zum Gedächtnis Ehrn setzen diese Stuhl Gottes 1641“; der Schalldeckel trug die Inschrift 1802 die Inschrift: „Rufe getrost, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune. Jesai 58“.66 – Taufstein (wohl erste Hälfte 13. Jh.), Fuß modern, seit 1980 wieder in der Kirche, vorher Blumenkübel. – Hölzerner Taufständer (18. Jh.), dreiteiliger, volutenförmiger Fuß, ähnlich gestalteter Schaft, Becken und Deckel muschelförmig. – Hölzernes Sakramentshäuschen (eingelassen in Nordwand des Chors), verziert mir gemalten Fenstern und knienden Engel vor Hostie (um 1400). – Außen an Westseite Grabplatte eines Ritters mit Ehefrau (um 1600). – Seidenes Messgewand mit Granatapfelmuster, sogenanntes „Paterkleid“ (um 1480), Lederkappe und Zinnkelch angeblich aus dem Besitz des Jesuitenpaters Johannes Arnoldi, 1986 als Dauerleihgabe an das Dommuseum Hildesheim abgegeben.67

Orgel

Orgel

Orgel

Alte Orgel 1736 wegen Erweiterung der Kirche abgebaut und im Pfarrhaus eingelagert, Pfarrhaus 1737 abgebrannt.68 1778/79 Orgelneubau, ausgeführt von Georg Wilhelm Wilhelmi (Stade), 19 II/P, 1781 um ein Reg. (Vox humana) erweitert, Orgelbauer Beckmann.69 1913 Orgelreparatur. 1917 Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken abgegeben. 1922 Neubau des Orgelwerks hinter dem historischen Prospekt, P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 19 II/P, pneumatische Traktur, Taschenladen (Opus 900). Umbau 1952, ausgeführt von Emil Hammer (Hannover), 21 II/P, pneumatische Traktur, Taschenladen (Opus 1343. 1983 Neubau des Orgelwerks, orientiert an der Wilhelmi-Disposition, ausgeführt von Alfred Führer (Wilhelmshaven), 20 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen; Prospekt von Wilhelmi erhalten.70 2008 Orgelsanierung, Jörg Bente (Helsinghausen).

Geläut

Drei LG, I: e’, Inschrift: „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort“; II: fis’, Inschrift: „Ehre sei Gott in der Höhe“; III: gis’, Inschrift: „Wachet und betet“ (alle Bronze, Gj. 1971, F. Otto, Bremen-Hemelingen). – Eine Glocke (Bronze, Gj. 14. Jh.), keine Inschrift, 1943 gesprungen, im ehemaligen Brauthaus aufgestellt.71 – Früherer Bestand: 1444 Glocken (campanas) belegt.72 1795 Glocken „bëy der großen Feuersbrunst gleichfalls mit eingeäschert“.73 1802 zwei neue Glocken angeschafft (Bronze, Gj. 1802, Johann Philipp Bartels, Bremen), größere wohl gesprungen und umgegossen zu neuer LG (Bronze, Gj. 1832, Firma Ehlermann, Rotenburg); die kleinere mit den Inschriften: „Im Jahre Christi 1802 ward diese Glocke gegossen von Iohann Philip Bartels in Bremen. Prediger war Herr Henrich Pape aus Bremen. Organist und erster Schullehrer war Iacob Wilhelm Bösche aus Oberndorf“ sowie den Namen der Juraten und „O tönte doch mein Klang zu ieder Andachtszeit durch aller Seelen Drang für Gott und Ewigkeit“, 1925 geborsten und umgegossen zu neuer LG (Bronze, Gj. 1926), Inschrift etwa: „Pastor Visbeck, Organist Hasenbein, Meyer, Pralle, Rosebrock, Gebers, Wachtmann, Hüner“.74 Glocken im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Nach Ende des Krieges drei neue LG angeschafft: I: es’, Inschrift: „Dem Gedächtnis unserer Gefallenen“; II: gesʼ; III: asʼ (alle Eisenhartguss, Gj. 1947, J. F. Weule, Bockenem), Zustand 1969: Glocken seien „große Gefahrenherde“, denn sie seien „derart rostbefallen und es finden sich so beängstigend viele Lunkerlöcher, durch die der Rost von innen her die Glocken zersetzt“75; 1971 abgenommen und durch heutiges Geläut ersetzt.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus I (Bj. 1974/75). – Pfarrhaus II (Bj. 1974/75). – Gemeindehaus (Bj. 1976). – Kindergarten (Bj. 1910, erweitert 1963/64, 1977). Küsterhaus (Bj. um 1900, zeitweise Pfarrhaus II, seit 1971 Landeskirchliche Gemeinschaft).

Friedhof

Alter Friedhof neben der Kirche, genutzt bis 1844.76 Neuer Friedhof an der Chaussee (heute Rotenburger Straße), genutzt seit 1842, erweitert 1878, seitdem kommunal (Friedhofsinteressenten, 1843 als Friedhofsgemeinde gegründet), geschlossen 1909, später eingeebnet (heute Stadtpark). Neuer kommunaler Friedhof nordöstlich des Stadtkerns (Soltauer Straße), angelegt 1909; Leichenhalle (Bj. 1929, nach 1961 umgestaltet zu Gefallenengedenkstätte), FKap (Bj. 1961). Kommunale Friedhöfe in Bleckwedel, Bretel (Friedhofsinteressengemeinschaft Bretel und Neubretel), Buchholz, Dreeßel, Jeddingen, Kettenburg, Lüdingen, Moordorf (Friedhofsförderverein Moordorf), Nindorf, Ottingen, Wehnsen. Kirchlicher Friedhof in Wittorf (Eigentum KapG), in kommunaler Verwaltung.

Liste der Pastoren (bis 1940)

1567–1594 Magister Johann Grubenhagen. – 1594–1611 Anton Grubenhagen. – 1612–1630 Johann Müller. – 1632–1666 Magister Matthias Pletzius. – 1666–1710 Magister Marcus Schnering. – 1711–1731 Magister Mathias Schnering. – 1731–1732 Johann Rieper. – 1733–1736 Johann Heinrich de Reiß. – 1736–1755 Nicolaus Johann Hofstedt. – 1756–1760 Jakob Diecmann. – 1761–1782 Karl Julius Horn. – 1783–1805 Henrich Pape. – 1805–1820 Hermann Schlichthorst. – 1821–1828 Christian Heinrich Willemer. – 1828–1829 Johann Konrad Behn. – 1830–1853 Georg Wilhelm Goldmann. – 1854–1866 Gustav Burchard Christian (?) Wyneken. – 1866–1890 Jakob Heinrich Wolff. – 1890–1905 Johann August Theodor Steinberg. – 1905–1930 Johann Rudolf Konrad Visbeck. – 1931–1970 Johannes Hermann Walter Janßen.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 465

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 5 Nr. 783 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 8299 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 443 (CB); B 18, Nr. 276 (Orgelsachverständiger); D 61 (EphA Rotenburg); E 5 Nr. 1081 (Konsistorialbaumeister); E 9 Nr. 1776–1819 (Amt für Bau- und Kunstpflege); Kons. Stade A 2 Nr. 1561–1575, A 8 Vis, A 9 Nr. 2563–2565, 2570, 2770–2771 (Akten des Konsistoriums in Stade); L 5a Nr. 1599 (LSuptur. Calenberg-Hoya mit Verden-Hoya und Celle); L 5g Nr. 324–325, 436, 895 (LSuptur. Stade); S 09 rep Nr. 2200 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7866 (Findbuch PfA).

Literatur & Links

A: Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 212, Nr. 291; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1313–1314; Hahn, Heidekirchen, S. 62–65; Heyken, Kirchen I, S. 16–21; Kupetz, 900 Jahre, S. 612–617; Meyer, Pastoren II, S. 465; Pratje, Bremen und Verden VI, S. 207–220; Siebern/Wallmann/Meyer, KD Kr. Verden, Rotenburg, Zeven, S. 175–182.
B: Dieter Brosius: Die Grundherrschaft in der Vogtei Visselhövede im späten Mittelalter Teil 1 in: Rotenburger Schriften 56 (1982), S. 7–35, Teil 2 ebd. 57 (1982), S. 25–73; Klaus Heinzel (Hg.): Visselhövede. Chronik einer Stadt, Horb am Neckar 1999; Hermann Schlichthorst: Historisch-diplomatisch-statistische Nachrichten von dem Flecken und Kirchspiel, wie auch der Amtsvogtei Visselhövede, Amts Rotenburg im Herzogthume Verden, in: Vaterländisches Archiv oder Beiträge zur allseitigen Kenntniß des Königreichs Hannover, wie es war und ist 1 (1819), S. 152–159 (Digitalisat) und S. 161–165 (Digitalisat) sowie ebd. 2 (1820), S. 124–133 (Digitalisat).
Internet:
Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche, Deckenmalerei, Deckenmalerei, Deckenmalerei, Taufe, Kanzel, Orgel.


Fußnoten

  1. UB Verden I, Nr. 692.
  2. UB Verden I, Nr. 351, F. Zur Entstehung und Entwicklung des Ortes vgl. Heinzel, S. 36 ff.
  3. Als ausgestorben bezeichnet 1435, UB Verden IV,1, Nr. 218; vgl. auch Heinzel, S. 39.
  4. UB Verden I, Nr. 656; vgl. auch Heinzel, S. 42 f.
  5. UB Verden IV,1, Nr. 725; vgl. auch Heinzel, S. 46 ff. Kirche und Pfarrhaus lagen außerhalb der Befestigung.
  6. Heinzel, S. 51 f.
  7. Ausführlich: Heinzel, S. 162 ff.
  8. LkAH, L 5g, Nr. 324 (Visitation 1938).
  9. LkAH, L 5g, Nr. 324 (Visitation 1969).
  10. Brosius I, S. 15.
  11. UB Verden I, Nr. 462. Vgl. auch ebd., Nr. 500: parrochia Vislehovede (1264, Kirchspiel Visselhövede).
  12. UB Verden I, Nr. 692; Pratje, Bremen und Verden I, S. 29 (Nr. VII). Der Rigaer Ebf. gewährte den Ablass unter Vorbehalt der Genehmigung durch den Verdener Bf., vgl. dazu UB Verden I, Nr. 692, Anm. 1. Die Bestätigung von 1472 bei Pratje, Bremen und Verden V, S. 139 (Nr. IX).
  13. UB Verden I, Nr. 729.
  14. Vgl. etwa 1334 (UB Verden II, Nr. 418), 1395 (ebd. III, Nr. 255: den swaren der kerken sunte Johannis to Visselhovede), 1414 (ebd. III, Nr. 758: swornen der kercken to Vißelhovede), 1426 (ebd. IV,1, Nr. 8), 1428 (ebd. IV,1, Nr. 51), 1433 (ebd. IV,1, Nr. 167), 1435 (ebd. IV,1, Nr. 248), 1444 (ebd. IV,1, Nr. 555), 1469 (ebd. IV,2, Nr. 1521), 1472 (Pratje, Bremen und Verden V, S. 139, Nr. IX), 1477 (ebd., S. 141, Nr. XI), 1484 (ebd., S. 143 ff., Nr. XIII), 1489 (ebd., S. 146 f., Nr. XIV), 1492 (ebd., S. 148, Nr. XV), 1512 (ebd., S. 149 f., Nr. XVI), 1517 (ebd., S. 150 f., Nr. XVII), 1518 (ebd., S. 151 ff., Nr. XVIII–XIX).
  15. Brosius I, S. 18 mit Anm. 23.
  16. UB Verden II, Nr. 744.
  17. UB Lüneburg I, Nr. 526 (mit falscher Jahresangabe 1385 im Regest).
  18. UB Verden III, Nr. 561.
  19. Heinzel, S. 197 (ohne Beleg).
  20. RG Online, RG VIII 02705, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/8/2705, 09.12.2020: „Johannes Danneberch (Dannenberg(he), Buw(e)mester de D.) cler. Verden. dioc. in castro ap. s. Angeli [de Urbe] serv. de par. eccl. in Visselhovede Verden. dioc. (4 m. arg.) vac. p. o. Petri “ und „de par. eccl. in Bergen Minden. dioc. (5 m. arg.) vac. ex eo quod Johannes Giseken cler. d. dioc. (cui ordin. eandem vac. p. resign. Ludolphi Lerchen contulit) min. excom. sent. innodatus exist., n. o. can. et preb. eccl. s. Andree Verden. (3) et quadam perp. s. c. vicar. in maior. eccl. Verden. (3) et par. eccl. in Wisselhovede Verden. dioc.“. Bei Heinzel, S. 42, ist Buwmester als „Pfründenjäger“ bezeichnet; vgl. auch Brosius I, S. 20.
  21. Heinzel, S. 42; NLA ST Rep. 74 Rotenburg Nr. 7182, 09.12.2020. Zum Visselhöveder Kirchengut vgl. auch Brosius I, S. 21 ff.
  22. Brosius I, S. 16 mit Anm. 14.
  23. Pratje, Bremen und Verden V, S. 143 ff. (Nr. XIII) S. 146 f. (Nr. XIV).
  24. Pratje, Bremen und Verden V, S. 143 ff. (Nr. XIII). „Der Commendiste schall vorpflichtiget syn alle Weken to twen Missen, des Mondages vor alle Cristen Seele und des Sonnavends van unser leven Fruwen to lesende vor den Vromissen unser leven Fruwen Altare in der gemelten Kerken to Visselhovede“. Vgl. auch ebd., S. 146 f. (Nr. XIV).
  25. Vogt Monumenta I,4, Nr. XXX.
  26. Pratje, Bremen und Verden V, S. 136 f. (Nr. VII); Brosius I, S. 18.
  27. Pratje, Bremen und Verden V, S. 162, Nr. XXII. Mariä Geburt wird am 8. September gefeiert.
  28. Pratje, Bremen und Verden VII, S. 214 und S. 221 ff.
  29. Vgl. zum Folgenden: Jarecki, Reformation, S. 81 ff., sowie die Beiträge von Hans Otte, Matthias Nistal und Thomas Vogtherr in Dannenberg/Otte, Reformation.
  30. Zu Bf. Christoph vgl. den Beitrag von Matthias Nistal in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 39 ff.
  31. Zit. bei Jarecki, Reformation, S. 94. Zu Holle vgl. den Beitrag von Thomas Vogtherr in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 53 ff. Die päpstliche Bestätigung konnte Holle nicht beibringen.
  32. Bei der Visitation wurden nicht die einzelnen Gemeinden besucht; vielmehr fand für das jeweilige Amt eine Predigerversammlung in Rotenburg (Wümme) und eine in Verden statt, vgl. Jarecki, Reformation, S. 99 f.
  33. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 145 ff: „Kirchenordnung, wie es mit christlicher lehr und ceremonien, verreichung der h[eiligen], hoch[wirdigen] sacramenten und andern kirchensachen im stift Verden hinfort durch Gottes gnad und beystand ordentlich gehalten werden soll“.
  34. Vgl. dazu Metzler S. J., Arnoldi, bes. S. 144 ff.
  35. Heinzel, S. 207 f.
  36. Einige Predigten P. Pletziusʼ sind im Druck erschienen, Pratje, Bremen und Verden VII, S. 216.
  37. Heinzel, S. 59.
  38. Wieden/Lokers, Lebensläufe I, S. 286 f.
  39. Heinzel, S. 205.
  40. KABl. 1908, S. 7.
  41. Heinzel, S. 209 f.
  42. LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 16.
  43. LkAH, L 5g, Nr. 324 (Visitation 1938). Noch 1957 existierte eine kleine Gruppe, vgl. ebd. (Visitation 1951).
  44. LkAH, L 5g, Nr. 324 (Visitation 1951).
  45. Heinzel, S. 211 ff.
  46. LkAH, L 5g, Nr. 324 (Visitationen 1938 und 1951).
  47. KABl. 1951, S. 118.
  48. LkAH, L 5g, Nr. 324 (Visitation 1957).
  49. LkAH, L 5g, Nr. 325 (Visitation 1976).
  50. LkAH, L 5g, Nr. 325 (Visitation 1981).
  51. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  52. KABl. 2010, S. 111.
  53. KABl. 2012, S. 294 ff.
  54. KABl. 2000, S. 15.
  55. KABl. 1908, S. 7; KABl. 1951, S. 118.
  56. KABl. 1963, S. 139; KABl. 1972, S. 85 f (§ 2 Umwandlung der Pfarrvikarstellen in Pfarrstellen); KABl. 2000, S. 15.
  57. NLA ST Rep. 40 Nr. 866, 15.12.2020.
  58. KABl. 1935, S. 134.
  59. KABl. 1976, S. 9.
  60. LkAH, L 5g, Nr. 324 (Visitation 1951).
  61. Burchhardt u. a., Bistum Verden, S. 34. Siehe jedoch Heinzel, S. 42: „Die bisher allgemein angenommene Zugehörigkeit der Visselhöveder Kirche zum Archidiakonat Sottrum ist neuerdings in Zweifel gezogen worden; vermutlich gehörte sie eher zum Aufsichtsbezirk des Verdener Dompropstes“.
  62. Vgl. Kupetz, 900 Jahre, S. 612 ff (mit Abb.): Ausmalung 1920 „freigelegt und trotz guter Erhaltung übermalt“.
  63. Verschiedene Entwurfszeichnungen: NLA ST Karten Neu Nr. 01062, NLA ST Karten Neu Nr. 01726, NLA ST Karten Neu Nr. 01063, 11.12.2020 (jeweils mit Digitalisat).
  64. Entwurfszeichnung: NLA ST Karten Neu Nr. 01061, 11.12.2020 (mit Digitalisat).
  65. Heyken, Kirchen I, S. 18.
  66. LkAH, A 8, Nr. 443, Inventarium…, S. 11.
  67. Heinzel, S. 199; Abb. bei Siebern/Wallmann/Meyer, KD Kr. Verden, Rotenburg, Zeven, S. 180 f. Vgl. auch LkAH, B 2 G 9/Visselhövede Bd. III, Bl. 84 ff.
  68. LkAH, B 18, Nr. 276. Zur Vorgeschichte des späteren Orgelneubaus vgl. ebd.
  69. Zur Disposition siehe LkAH, A 8, Nr. 443, Inventarium…, S. 13 ff. (Orgelbauer dort irrtümlich mit Johann Wilhelm Wilhelmi angegeben).
  70. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 131 und S. 155; siehe auch https://www.orgel-information.de/Orgeln/v/vf-vj/Visselhoevede_St_Johannes.html, 02.12.2020.
  71. LkAH, L 5g, Nr. 325 (Visitation 1969): „Es bedeutet überhaupt kein Problem – auch finanziell nicht – sie durch Schweissen wieder voll einsatzfähig zu fachen [sic] (Fa. Lachenmeyer, Nördlingen).“
  72. UB Verden IV,1, Nr. 555.
  73. LkAH, A 8, Nr. 443, Inventarium…, S. 21.
  74. Siebern/Wallmann/Meyer, KD Kr. Verden, Rotenburg, Zeven, S. 178 f.; Heinzel, S. 203 ff.
  75. LkAH, L 5g, Nr. 325 (Visitation 1969). Siehe zudem LKA, G 9 B/Visselhövede Bd. I, Bl. 9, dot Schlagtöne mit dis’, fis’ und gis’ angegeben.
  76. Zum Folgenden: Heinzel, S. 217 ff. Kartenskizze des Friedhofs und Grundriss der Kirche (1786): NLA ST Karten Neu Nr. 03506, 11.12.2020 (mit Digitalisat).