Sprengel Stade, KK Rotenburg | Patrozinium: Georg1 | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist der Ort erstmals im Jahr 1205 als Suthrem belegt.2 Sottrum gehörte zum weltlichen Territorium der Bf. von Verden, dem Hochstift Verden, und lag im Grenzgebiet zum Hochstift Bremen; der genaue Grenzverlauf blieb ein Streitthema bis hinein in die zweite Hälfte des 18. Jh.3 Seit dem 16. Jh. war Sottrum Sitz einer Vogtei bzw. Amtsvogtei innerhalb des Amtes Rotenburg.4 Das Kirchspiel Sottrum umfasste überdies Dörfer im Gebiet des (stift-)bremischen Amtes Ottersberg.5 Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde das Hochstift Verden säkularisiert und blieb zusammen mit dem ebenfalls säkularisierten Erzstift Bremen unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die beiden Territorien und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) Bremen und Verden erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). In französischer Zeit gehörte Sottrum 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und war dann bis 1813 Teil des Kantons Ottersberg im Arrondissement Bremen des Departements Wesermündung im Kaiserreich Frankreich. Danach zählte Sottrum wieder zum Amt Rotenburg, nun im Kgr. Hannover. Mit der Annexion Hannovers kam Sottrum 1866 zum Kgr. Preußen und zählte seit Einführung der Kreisverfassung 1885 zum Lkr. Rotenburg/Hann. (1977 mit Lkr. Bremervörde fusioniert zum neuen Lkr. Rotenburg (Wümme) ). Die beiden eigenständigen Gemeinden Groß Sottrum südlich und Klein Sottrum nördlich der Wieste wurden 1929 zur Gemeinde Sottrum vereinigt. 1974 wurden Everinghausen und Stuckenbostel eingemeindet; seit 1969 ist Sottrum Sitz der gleichnamigen Samtgemeinde, die sich 1974 zusammensetzte aus Ahausen (mit Eversen), Bötersen (mit Höperhöfen), Hassendorf, Hellwege, Horstedt (mit Stapel und Winkeldorf), Reeßum (mit Clüversborstel, Schleeßel und Taaken) sowie Sottrum selbst (mit Everinghausen und Stuckenbostel).6 Zur Sozialstruktur der Gemeinde schrieb der Sup. des KK Rotenburg 1941, es handle sich „um eine durchaus bäuerliche Gemeinde, durchsetzt mit Handwerkern und Kaufleuten“.7 Seit den 1950er Jahren wuchs die Zahl der „Arbeiter, die als Pendler ihr Brot in Bremen verdienen“.8 Im Jahre 1813 lebten etwa 610 Menschen in Klein Sottrum und Groß Sottrum, 1905 gut 860, 1950 rund 2.230 und 2011 etwa 4.850 (ohne Eingemeindungen).

Kirche, Ansicht von Süden, 2020, Foto: Wolfram Kändler, CC BY-SA 3.0 de

Kirche, Ansicht von Süden, 2020, Foto: Wolfram Kändler, CC BY-SA 3.0 de

Das Gründungsjahr der Kirche in Sottrum ist nicht überliefert. Da der Ort 1205 als Sitz eines Archidiakons des Bistums Verden belegt ist, muss seinerzeit eine Kirche existiert haben.9 Da das Archidiakonat Sottrum mit der Verdener Domkantorei verbunden war, werden die Archidiakone jedoch nicht in Sottrum gewohnt haben. Allerdings ist davon auszugehen, dass sie Sottrumer Kirche als Archidiakonatskirche zu den ältesten Kirchengründungen im Bistum Verden zählt (zusammen mit Dörverden, Schneverdingen und Visselhövede). Ein Ortsgeistlicher ist erstmals 1219 mit Henricus sacerdos in Sutherem belegt.10 Dieser Heinricus de Sutherem sacerdos war 1226 einer der Zeugen im Schiedsgerichtsprozess zwischen dem Bremer Erzbischof und dem Verdener Bischof über die kirchliche Zugehörigkeit Ottersbergs.11 Das Urteil, das zugunsten des Bischofs von Verden ausfiel, verkündeten die Schiedsrichter am 17. November 1226 in ecclesia Sutherem (in der Kirche Sottrum).12 In der Zeugenliste einer Urkunde des Bf. Gerhard I. von Verden ist 1253 mit Symerus plebanus de Suthereim ein weiterer vorref. Geistlicher nachgewiesen.13 In einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1350 ist erstmals das Patrozinium des „hilligen Marterer S. Georgii“ nachgewiesen.14
Die Reformation setzte sich im Hochstift Verden erst spät und nur allmählich durch.15 Der Verdener (und Bremer) Bf. Christoph von Braunschweig-Lüneburg (amt. 1502–1558) bekämpfte die luth. Lehre.16 Sein Bruder und Nachfolger in beiden Bistümern, Bf. Georg (amt. 1558–1566), duldete den neuen Glauben, hatte einen ev. Kanzler, berief vermutlich auch einen ev. Hofprediger und bestimmte im Jahr 1564 zusammen mit dem Verdener Domkapitel den Protestanten Eberhard von Holle zu seinem Nachfolger. Seinerzeit gehörten das Abendmahl in beiderlei Gestalt und die Priesterehe „im Stifte Verden schon zu rechtem Gebrauche“, wie das Domkapitel formulierte; gleichzeitig verlangte es von Holle jedoch eine päpstliche Bestätigung.17 In Zusammenarbeit mit dem Domkapitel förderte und festigte Bf. Eberhard von Holle (amt. 1566/67–1586) die luth. Lehre. Vermutlich kurz nach der Visitation von 1570 erhielt das Hochstift Verden eine ev. Kirchenordnung (nicht erhalten).18 Die erste gedruckte Kirchenordnung erließ schließlich Bf. Philipp Sigismund (amt. 1586–1623) im Jahr 1606.19 Über die Durchsetzung der Reformation in Sottrum sind keine Einzelheiten bekannt. Als erster luth. Prediger gilt P. Melchior Tidtenhof, der das Pfarramt 1567 übernommen haben soll. Erst seit P. Johann Baptiste Schmid oder Fabricius (amt. 1606–1612/13) liegen genauere Angaben zu den Amtszeiten der Pastoren vor. Im frühen 17. Jh. machten die Eheleute Göste und Johann von Clüver der Sottrumer Kirche mehrere Schenkungen: Die Kanzel von 1609 hat sich – in veränderter Form – bis heute erhalten; Altar, Taufstein und Orgel existieren nicht mehr. Zu den Stiftungen zählte auch ein neues Schulgebäude und testamentarisch richtete Göste von Clüver 1618 eine Armenstiftung ein.20 Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) hatte das Hochstift Verden mit Bf. Franz Wilhelm von Wartenberg (amt. 1630–1631) kurzzeitig wieder einen kath. Landesherrn und der luth. P. Konrad Fabricius (amt. 1613–1643) musste Sottrum verlassen. Er konnte zurückkehren, nachdem schwedische Truppen das Hochstift 1631 besetzt hatten.21 Eine alte Glockeninschrift berichtete über das weitere Schicksal Sottrums während der Kriegsjahre: „Anno 1638 ist hier Kirch und Dorf verderbt“.22 Die Kirche scheint wieder instandgesetzt worden zu sein, ein neues Pfarrhaus errichtete die Gemeinde 1639.

Kirche, Ansicht von Nordwesten, 1954, Zeichnung von Sindel

Kirche, Ansicht von Nordwesten, 1954, Zeichnung von Sindel

Wegen Baufälligkeit brach die Gemeinde Sottrum 1737 das mittelalterliche Kirchengebäude ab und ließ vom Bremer Maurermeister Harmen Ulhorn das bis heute erhaltene Kirchenschiff errichten. Am 2. Februar 1740 konnte die Gemeinde ihr neues Gotteshaus einweihen.23 Die Familien von Linstow (Stuckenborstel) und von Clüver (Clüversborstel) hatten für den Neubau gespendet, Kollektensammler waren im Kirchspiel und im Land unterwegs gewesen, Umlagen im Kirchspiel und der Verkauf der Kirchenplätze brachten weitere Mittel ein und überdies nahmen die Sottrumer ein Darlehn bei der KG Fischerhude auf.
P. Johann Samuel Büttner (amt. 1792–1820) unterhielt im Sottrumer Pfarrhaus „ein Knabeninstitut von 10 bis 16 Zöglingen“ (Privatschule), wie seine Tochter Mathilde in ihren Tagebuchaufzeichnungen berichtet.24 Überdies befasste P. Büttner sich mit der Obstbaumzucht „und die Beschäftigung in der Baumschule, das Pfropfen und Okulieren der Bäumchen [war] seine liebste Beschäftigung nach seinen vielen, oft beschwerlichen Berufsgeschäften, welche eine so große Gemeinde mit sich brachte“.25 Im Kirchspiel lebten seinerzeit etwa 4.000 Menschen bei denen die Religion „durchgehend in höchster Achtung“ stehe, wie Mathildes Bruder Wilhelm notierte, der seinem Vater als Hilfspfarrer zur Seite stand.26
In die Amtszeit von P. Nikolaus Ludwig Friedrich Holthusen (amt. 1876–1892) fiel 1877 die Gründung des Posaunenchors in Höperhöfen.27 Ein Jahr später entstand im Kontext der Hermannsburger Separation die freie ev. KG Höperhöfen.28 Zum Gottesdienst versammelt sich die neue Gemeinde zunächst in einem Privathaus. 1910 konnte der Grundstein gelegt werden für ein eigenes KGb in Klein Sottrum (Alte Dorfstraße); die Gemeinde nennt sich seitdem ev.-luth. Zions-Gemeinde Sottrum. 1963 wurde die neue Kirche eingeweiht (Kreuzweg) und 1972 schloss sich die Zions-Gemeinde der SELK an.
Während der NS-Zeit hatten P. Walter Plath (amt. 1916–1939) und P. Werner Grieß (amt. 1939/42–1954, zunächst als Hilfsgeistlicher) das Pfarramt der KG Sottrum inne. P. Plath sei ein „ausgesprochener Gegner des Nationalsozialismus“ gewesen, wie P. Griess rückblickend im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ angab; er selbst sei 1937 er Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft beigetreten.29 Zum 1933 neu gewählten KV gehörten „zwei Vertreter der Partei bei 6 Kirchenvorstehern“ insgesamt; einer trat später aus der Kirche aus, der andere legte sein Amt 1942 „auf Bitten des Pastors“ nieder.30 Die DC seien in Sottrum nicht aufgetreten, gab P. Grieß an, und der Kirchenkampf habe „das Gemeindeleben so gut wie gar nicht berührt“.31
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die KG die Schwesternstation der NSV. Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter stieg die Zahl der Gemeindeglieder auf etwa 10.000 an und im September 1946 erhielt Sottrum mit dem Ostgeistlichen P. Gerhard Mitzlaff (amt. 1946–1952) einen zweiten Pfarrer.32 P. Mitzlaff war auch der Inhaber der 1950 errichteten zweiten Pfarrstelle der Gemeinde.33 In dieser Zeit wuchs auch die Zahl der kath. Christen im Gemeindegebiet (1953: rund 200). Bis Anfang der 1960er Jahre kam alle zwei Wochen ein Priester aus Rotenburg, um die Messe zu feiern; anfangs in der Sottrumer FKap, später in der ev. Kirche.34
Nach Einschätzung des Ortspfarrers lag das größte Hindernis für die „Entfaltung des kirchlichen Lebens“ in der KG Sottrum in der Größe und Weitläufigkeit des Gemeindegebiets. Neben den Gottesdiensten in der St. Georgskirche fanden 1953 auch Gottesdienste in den Außendörfern Waffensen, Bötersen, Höperhöfen, Mulmshorn, Horstedt, Winkeldorf und Stapel statt.35 Seit 1958 lag der Schwerpunkt auf Horstedt, wo seitdem alle zwei Wochen zum Gottesdienst in die Schule eingeladen wurde.36 Schon 1950 hatte der KV den Bau einer Kapelle und eines Pfarrhauses in Horstedt beantragt, aber erst 1961 konnte der Grundstein der Johannes-der-Täufer-Kirche gelegt werden. Am dritten Advent 1962 weihte die Gemeinde das neue Gotteshaus ein. Zur Gründung einer KapG oder einer eigenständigen KG kam es zunächst nicht; 1971 hatte der Sup. des KK Rotenburg angemerkt, derartige Pläne sollten fallen gelassen werden – nicht zuletzt, da eine KG Horstedt mit etwa 1.700 Gemeindegliedern nicht lebensfähig sei.37 Zur Gründung der Gemeinde kam es schließlich 1989.
Im Jahre 1998 gründete sich der Förderverein St.-Georg-Kirche, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die kirchengemeindliche Arbeit in Sottrum zu erhalten, zu fördern und zu unterstützen. Der Schwerpunkt des Fördervereins liegt mittlerweile auf der Arbeit mit Kindern. Seit 2008 besteht zudem die St.-Georg-Stiftung Sottrum, die das kirchliche und diakonische Leben im Kirchspiel unterstützen will. Im Jahre 2007 erhielt die St.-Georgs-Kirche das Signet „Verlässlich geöffnete Kirche“.

Pfarrstellen

I vorref. – II: 1950–1989 (übergegangen auf die neue KG Horstedt), 1989 neu aus III.38 – III: 1981–1989 (umgewandelt in II).39

Umfang

Im Jahr 1820 umfasste das Kirchspiel neben (Groß) Sottrum die Dörfer und Höfe Barkhof, Bötersen, Groß Fährhof und Klein Fährhof, Dodenberg, Everinghausen, Hassendorf, Höperhöfen, Jeerhof, Mulmshorn, Platenhof, Schleeßel und Waffensen (alle Amt Rotenburg, Fsm. Verden) sowie Bittstedt, Clünder, Clüversborstel, Klein Sottrum, Reeßum, Stapel, Steinfeld, Stuckenborstel, Taaken und Winkeldorf.40 1877 kam Steinfeld zur KG Kirchtimke. 1989 kamen Horstedt sowie Bittstedt, Bötersen, Clünder, Höperhöfen, Jeerhof, Mulmshorn, Platenhof, Schleeßel, Stapel, Taaken und Winkeldorf zur neuen KG Horstedt.

Aufsichtsbezirk

Sitz eines Archidiakonats der Diözese Verden (belegt 1205).41 – 1567 Spezial-Superintendentur für das Amt Rotenburg (wechselnde Suptur.-Sitze). Seit 1659 Propstei Rotenburg innerhalb der Insp. für die Ämter Verden und Rotenburg, 1676/81 Propstei aufgehoben; Sottrum kam zur Propstei bzw. Insp. Verden. 1827 zur neuen Insp. Rotenburg (1924: KK).

Patronat

Domkantor von Verden, seit etwa 1648 der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Ansicht von Nordwesten, Teilansicht

Kirche, Ansicht von Nordwesten, Teilansicht

Rechteckiger Feldsteinbau, errichtet 1737–40 (Harmen Ulhoren, Bremen). Satteldach mit Walm nach Osten. Hohe, flachgewölbte Fenster; im Westen des Schiffs flachgewölbte Portale nach Süden und Norden, über dem Südportal Inschriftentafel: „Harmen Ulhoren, Mauermeister in Bremen AO 1737“. Im Innern flachgewölbte Decke, u-förmige Emporenanlage, im Osten hölzerne Trennwand mit Kanzel, dahinter Sakristei. 1748 Dachreparatur nach Sturmschaden. 1945 Schaden durch Sprengung der Wiestebrücken (Fenster zerstört, Dach abgedeckt, Decke teilweise herabgestürzt). 1961 Sanierung und Neugestaltung Innenraum (u. a. Altar umgestaltet, oberer Westempore entfernt, Adelsgestühl entfernt, östliche Eingänge zu den Adelspriechen vermauert und darüberliegende Fenster vergrößert). 2001 Innensanierung.

Turm

Wuchtiger Westturm aus Feld- und Backsteinmauerwerk, ursprünglich erbaut wohl im 13./14. Jh.42 Vierseitiges Pyramidendach, bekrönt mit Kugel und Kreuz; im Glockengeschoss nach Norden, Süden und Westen flachbogige Nischen mit rundbogigen, gekuppelten Schallöffnungen mit schlichten Teilungssäulen; Uhrziffernblätter nach Norden und Süden; Rechteckportal nach Süden. In der Ostwand der Turmhalle hohe Blendnische mit zwei rundbogigen Durchgängen zum Kirchenschiff (vermauert). Turmhalle als Kleinkunstbühne genutzt (Kulturinitiative „Turm-Kultur“); Zugang zum Glockengeschoss nur vom Kirchenschiff aus (über Orgelempore). 1910 Westwand mit Backsteinen ausgebessert. 1944 Turmdach durch Blitzeinschlag beschädigt. 1945 Schaden durch Sprengung der Wiestebrücken (Dach abgedeckt). 1946 Dachreparatur. 1958/59 statische Sicherung (u. a. neue Fundamente, Beton eingespritzt). 1976/77 Dacherneuerung. 1986/87 Turmsanierung (Turm ruht seitdem auf Stahlbetonpfeiler, die frei im Innern stehen; unteres Mauerwerk abgetragen und erneuert).43 Turmuhr (1914, J. F. Weule, Bockenem).

Vorgängerbau

Beschreibungen sind nicht überliefert; Kirche im Dreißigjährigen Krieg beschädigt (1638). 1737 wegen Baufälligkeit abgebrochen.

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juni 1952

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juni 1952

Ausstattung

Schlichter Steinaltar in Tischform (1961). – Hinter dem Altar reich verzierte steinerne Renaissancekanzel mit hölzernem Schalldeckel (1609/1737), eingesetzt in hölzerne Sakristeiwand, an den Wandungen des Kanzelkorbs geschnitzte Reliefs der vier Evangelisten (1609) und St. Paulus (1737 ergänzt), Inschriften: „Anno 1609“, „1737“, „Iohan Kluver und Göste s[eine] eh[efrau] sint on erven gescheden v[on] desser Welt darumb se dessen Predigtstol to make bestelt tore Gedechtnis“ und „Iohann Kluver Göste Kluver“; Kanzelkorb getragen von Mosesfigur mit Gesetzestafeln; am Schalldeckel Inschrift: „Siehe, ich bin bei Euch alle Tage, bis an der Welt Ende“; Inschrift an der Kanzeltür: „Iesai LVIII V[ers] I Ruffe getrost, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volck ihr Übertreten und dem Hause Iakob ihre Sünde“; Kanzel ab 1737 Teil eines Kanzelaltars, der 1950 von Rudolf Schäfer umgestaltet wurde; erneute Umgestaltung und Trennung vom Altar 1961.44 – Moderne Steintaufe (1961), Säulenschaft mit tulpenförmigem, achtseitigem Becken. – Hölzernes Reiterstandbild St. Georg mit Drachen (nach 1509), 1961 Hals, Kopf, Schwanz des Drachens ergänzt (Eduard Sabatier, Verden und Hermann Oetken, Delmenhorst). 2006–08 Standbild restauriert.45 – Zwei Tafelbilder (1950, Rudolf Schäfer, Rotenburg), Verkündigung an die Hirten mit Inschrift: „Fürchtet euch nicht: Siehe ich verkündige euch grosse Freude“ und Emmausszene mit Inschrift: „Brannte nicht unser Herz in uns da er mit uns redete?“, ursprünglich Teil des 1950 umgestalteten Kanzelaltars; 1961 bei erneuter Umgestaltung entfernt und unter der Orgelempore aufgehängt.46 – Ein Kreuzigungsgemälde und ein Auferstehungsgemälde (beide erste Hälfte 18. Jh.), ursprünglich am Kanzelaltar links und rechts der Kanzel.47 – Ein Weihnachtsgemälde. – Reich verziertes, architektonisch gestaltetes Sandsteinepitaph für Lise von Düring († 1593) und ihren Ehemann Burkhard Clüver († 1603), im Mittelfeld Relief Christuskind im Tempel (Lk 2,22–39). – Reich verziertes, architektonische gestaltetes Sandsteinepitaph vielleicht für Göste und Johann Clüver, im Mittelfeld Relief mit Kreuzigungsszene, im oberen Feld Relief mit Auferstehungsszene, Inschrift: „A[nn]o D[omin]i 1961 ist diese St. Georgskirche von Grund auf erneuert. A[nn]o 1907 wurde dieses Epitaph zuerst instandgesetzt auf Veranlassung des Landschaftsrats von Hassell auf Clüversborstel unter Mitwirkung der Königl[ichen] Behörden“. – Hölzerner Opferstock mit Metallbeschlägen (1655), Inschrift mit Namen des Amtsvogts: „Olrich Prange 1655“. – Nagelbild St. Georg (1916/17, Johann Barthold Westrup, Bremen), angefertigt zur Spendensammlung für vier steinerne Gefallenentafeln; 1961 entfernt, seit den 1980er Jahren wieder in der Kirche.48 – Ehemalige Ausstattung: Hölzerner Taufständer.

Orgel

Orgel

Orgel

1611 Organist belegt, 1618 Orgel erwähnt, gestiftet von Göste Clüver.49 Spätestens 1695 Pläne für neue Orgel, da vorhandene „durch Kriegseinwirkung“ zerstört sei.50 Um 1702 Positiv angeschafft, das Rechnungsbuch verzeichnet eine Zahlung an den „Orgelmacher H. Schnitger sein Geselle Struve der daß erhandelte Positive abgeholt“.51 1737 in Hamburg gebraucht Orgel erworben und in der neuen Kirche in Sottrum aufgestellt, Orgelbauer unbekannt, 13 II/aP, mechanische Traktur, Schleifladen. 1778 Reparatur und Erweiterung, ausgeführt von Johann Friedrich Gräbner (Bremen) und Georg Stein d. Ä. (Lüneburg), 14 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1816 und 1833 Instandsetzung durch Peter Tappe (Verden). Instrument um 1860 abgebaut. Orgelneubau 1860/61, ausgeführt von Johann Hinrich Rohdenburg (Lilienthal), 17 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1917 Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken abgegeben. 1935 Instandsetzung und Änderung der Disposition, ausgeführt von Furtwängler & Hammer (Hannover). 1946 Orgel nicht spielbar (Kriegsschäden). 1950 Reparatur 1961 abgebaut. Neue Orgel, erbaut in zwei Bauabschnitten von Hermann Hillebrand (Altwarmbüchen), 1967 8 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen, 1982 erweitert zu 22 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. – Orgel auf der Nordempore: 10 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen, erbaut 1960 von der Firma E. F. Walcker & Cie (Ludwigsburg) für eine KG in Bremerhaven, dann in der kath. St. Laurentius-Kirche in Bremen-Vahr (1999 abgerissen), 2000 in Sottrum aufgestellt.52

Geläut

Vier LG, I: fis’ (Bronze, Gj. 1965, Firma Rincker, Sinn), Inschrift: „Herr bleibe bei uns. 1965“; II: gis’ (Bronze, Gj. 1751, Johann Andreas und Sohn Johann Nikolaus Bieber, Hamburg), Inschriften: „Es lebe der König Georg II der Vater in Lande“, „Anno 1750 am Tage St. Andreae ist die vorige Glocke geborsten. Ein Riesz nahm mir mein Leben, durch Bieber wurdts mir wiedergegeben, nun rede ich alle tönend an, bekehret euch und denckt daran, Gott der Herr ist Sonne und Schild. Psalm LXXXIV V 12. Herr Bernhard Krackau, Pastor. Hermann Muller, Iohann Kahrs, Claus Kahrs Yuraten“ und „Fräulein Metta Maria Clüvern Erbherrin zum Clüverborstel. Aetat LXXXIV. Herr Daniel von Greiffencrantz Erbherr zu Campen Stucken, Borstel und Oldendorff. Herr Johann Friederich Boysen, Erbherr zu Mullmshorn Commissarius“, „Der Herr dencke an ihn und segne ihn, er segnet dasz Hausz Israel, er segne fas Hausz Aron, er segne die den Gerrn fürchtende, Kleine und Grosse, er segne euch je mehr und mehr, ihr Sottrumschen Eingepfarrten Euch und eyre Kinder. Psalm XCV V. 12.13.14“ und „Me fecit me Johann Andreas Bieber & Sohn in Hamburg Anno 1751“, im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und seit 1948 wieder in Sottrum; III: ais’ (Bronze, Gj. 1927, F. Otto, Hemelingen), Inschrift: „Die alte Glocke brach entzwei durch Deutschlands Kriegsnot, nun aber wurdʼ sie wieder neu und ruft uns hin zu Gott. Nie wieder soll zerbrochen sein, was fromme Kunst geschafft, wir wollen leben frei und rein, zu Gottes Ehr in Gottes Kraft“ und „Im Jahre des Heils 1927 ist diese Glocke gestiftet worden durch den Sottrumer Verein New York, Schatzmeister Hermann Kahrs, durch Kaufmann Heinzmann, Sottrum, und durch Gemeindeglieder Sottrums: Plath, P., H. Pape, W. Böschen, H. Behrens, J. Huesing, H. Dodenhoff, H. Otten“; IV: h’ (Bronze, Gj. 1965, Firma Rincker, Sinn), Inschrift: „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. 1965“. – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze, Gj. wohl 1638), Inschriften: „An Gottes Segen ist alles gelegen“ und „Anno 1638 ist hier Kirch und Dorf verderbt“53, 1750 gerissen 1751 umgegossen zu heutiger LG II. Eine LG (Bronze, Gj. 1672, Claudi Gage, Bremen), Inschriften: „Diese kleine Glocke ist von einem christlichen Glockengiesser wohnhaftig su Bremen ehrlich gegossen worden anno Domini 1672“ und „M[eister] Claudi Gage“, im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1960). – Pfarrhaus II (Bj. 1994). – Gemeindehaus (1987/88, Erweiterung des Konfirmandensaals).

Friedhof

Ehemaliger kirchlicher Friedhof an der Nord- und Südseite der Kirche. Neuer kirchlicher Friedhof östlich des alten Ortskerns, angelegt 1898; FKap. Kommunale Friedhöfe in Hassendorf und in Reeßum (mit FKap).

Liste der Pastoren (bis 1940)

1567–1… Melchior Tidtenhof. – 1…–1603 Hermann Müller. – 16..–1606 Daniel Müller. – 1606–1612 (1613) Johann Baptiste Schmid (Fabricius). – 1613–1643 Konrad Fabricius. – 1644–1654 Hinrich von Zesterfleth. – 1654–1680 Simon Dömler. – 1680–1686 Hinrich Heidmann (Hedemann). – 1686–1712 Johann Friedrich Baldovius. – 1712–1734 Magister Franziskus Christophorus Mauer. – 1735–1753 Bernhard Krackau. – 1753–1790 Ludwig Karl Schnering. – 1792–1820 Johann Samuel Büttner. – 1821–1840 Joachim Karl Friedrich Wasmann. – 1843–1851 Eduard Pollitz. – 1852–1874 Karl Johann Bohn. – 1876–1892 Nikolaus Ludwig Friedrich Holthusen. – 1893–1915 Heinrich Adolf Johann Wittkopf. – 1916–1939 Walter Christian Karl Plath.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 381

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 6 Nr. 7689–7693 (Pfarrbestallungsakten); A 12g Nr. 13 (GSuptur Stade); D 61 (EphA Rotenburg); Kons. Stade, A 2 Nr. 838/10, 1433–1444 (Akten des Konsistoriums Stade); Kons. Stade, A 6 Nr. 7690–7692 (Akten des Konsistoriums Stade); Kons. Stade, A 9 Nr. 2563–2565, 2570, 2755–2756 (Akten des Konsistoriums Stade); L 5g Nr. 295–296, 431, 751 (LSuptur. Stade); S 2 Witt Nr. 5 (Fotosammlung); S 11a, Nr. 7974 (Findbuch PfA).

Literatur & Links

A: Asmus, Verdener Akten, S. 50–51; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1213; Heyken, Kirchen I, S. 24–28; Meyer, Pastoren II, S. 381; Poser, Schäfer, S. 184–185 und 314; Pratje, Bremen und Verden VII, S. 153–166; Siebern/Wallmann/Meyer, KD Kr. Verden, Rotenburg, Zeven, S. 169–174; Topp/Pape, Tappe, S. 33.
B: 100 Jahre Evangelisch-lutherische Zions-Gemeinde Sottrum (1878–1978), [Sottrum] 1983; 800 Jahre Sottrum, hrsg. vom Heimatverein Sottrum e. V., Sottrum 2005, bes. S. 231–260; Gerhard Bischoff: Der Turm der Sottrumer St. Georg-Kirche, Teil 1, in: Lebendige Heimat 24 (2012), Nr. 12, [S. 2–3], Teil 2, in: Lebendige Heimat 25 (2013), Nr. 1, [S. 1–4]; Gerhard Bischoff: Zum Gedenken an Metta Maria Clüver, in: Lebendige Heimat 21 (2009), Nr. 6, [S. 1–3]; Gerhard Bischoff: Die Rückkehr des Sankt Georg in die Sottrumer Kirche, in: Lebendige Heimat 20 (2008), Nr. 6, [S. 1–4]; Wilhelm Büttner: Repertorium für alle localen Verhältnisse der Pfarre zu Sottrum aus dem Jahre 1820, hrsg. von Diedrich Claus und Gerhard Bischoff, Sottrum 2000; Diedrich Claus, Hans Richard Buthmann, Hans-Georg Wiedemeyer: Die Sankt-Georgs-Kirche zu Sottrum, Sottrum 1985; Katrin & Joachim Corleis: Die Kirche in Horstedt. Einblicke – Rückblicke, Sottrum [1999]; Peter A. Golon: Kleine Geschichte der Orgeln in der Georgskirche zu Sottrum. In: Rotenburger Schriften 52 (1980), S. 102–125; Mathilde Peßler: Das Pfarrhaus in Sottrum, und August Wilhelm Büttner: Bilder aus dem Kriegsjahre 1813, Sottrum ⁵2000.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche, Kanzelaltar.

GND

7731194-2, Sankt Georg (Sottrum)

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 265; Pratje, Bremen und Verden I, Nr. 11.
  2. UB Verden I, Nr. 214. Zur Geschichte Sottrums vgl. 800 Jahre, S. 44 ff. Der Ortsname ist wohl als „Südheim“ zu verstehen, das sozusagen dazugehörige „Nordheim“ heißt heute Nartum, vgl. ebd. S. 47.
  3. 800 Jahre, S. 54 ff. 1619 und 1764 wurde die Wieste als Grenze zwischen den Hzm. Bremen und Verden festgelegt (1823 aufgehoben) bzw. zwischen den Ämtern Ottersberg und Rotenburg (ersteres 1859 aufgehoben), siehe auch Pratje, Bremen und Verden VII, S. 153: Nach der Grenzziehung 1619 „blieben doch verschiedene an der Nordseite des Wiesteflusses wohn- und seßhafte Unterthanen unter dem Amte Rothenburg, und verschiedene andere an der Süderseite unter dem [stiftbremischen] Amte Ottersberg“; dies änderte sich mit dem „Austauschungs-Vergleich“ von 1764, gedruckt ebd., S. 168.
  4. 800 Jahre, S. 75.
  5. Büttner, S. 74. Nach der Grenzziehung von 1764 waren dies Bittstedt, Clünder, Clüversborstel, Horstedt, Klein Sottrum, Reeßum, Stapel, Steinfeld, Stuckenborstel, Taaken und Winkeldorf.
  6. 800 Jahre, S. 156.
  7. LkAH, L 5g, Nr. 295 (Visitation 1941).
  8. LkAH, L 5g, Nr. 295 (Visitation 1959).
  9. UB Verden I, Nr. 214. Zum Archidiakonat Sottrum vgl. 800 Jahre, S. 49 ff. Dazugehörige Kirchen waren Delventhal, Elsdorf, Kirchtimke, Otterstedt, Rade, Rotenburg (St. Margaretha), Wilstedt und Wittorf, vgl. Burchhardt u. a., Bistum Verden, S. 34 und S. 37.
  10. UB Verden I, Nr. 243.
  11. UB Verden I, Nr. 284.3; vgl. auch ebd. Nr. 277–280, 286–29. Siehe insgesamt: Carl Ludwig Grotefend: Der Streit zwischen dem Erzbischof Gerhard II. von Bremen und dem Bischof Iso von Verden wegen der geistlichen Gerichtsbarkeit über das Schloß Ottersberg im Jahre 1226, in: Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen 37 (1871), S. 1–45 [Digitalisat].
  12. UB Verden I, Nr. 295.
  13. UB Verden I, Nr. 440.
  14. Pratje, Bremen und Verden I, Nr. 11.
  15. Vgl. zum Folgenden: Jarecki, Reformation, S. 81 ff., sowie die Beiträge von Hans Otte, Matthias Nistal und Thomas Vogtherr in Dannenberg/Otte, Reformation.
  16. Zu Bf. Christoph vgl. den Beitrag von Matthias Nistal in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 39 ff.
  17. Zit. bei Jarecki, Reformation, S. 94. Zu Holle vgl. den Beitrag von Thomas Vogtherr in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 53 ff. Die päpstliche Bestätigung konnte Holle nicht beibringen.
  18. Bei der Visitation wurden nicht die einzelnen Gemeinden besucht; vielmehr fand für das jeweilige Amt eine Predigerversammlung in Rotenburg (Wümme) und eine in Verden statt, vgl. Jarecki, Reformation, S. 99 f.
  19. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 145 ff: „Kirchenordnung, wie es mit christlicher lehr und ceremonien, verreichung der h[eiligen], hoch[wirdigen] sacramenten und andern kirchensachen im stift Verden hinfort durch Gottes gnad und beystand ordentlich gehalten werden soll“.
  20. Siebern/Wallmann/Meyer, KD Kr. Verden, Rotenburg, Zeven, S. 170; Pratje, Bremen und Verden VII, S. 159.
  21. Allerdings soll 1639 P. Johannes Linde Prediger in Sottrum gewesen sein, 800 Jahre, S. 247.
  22. Bischoff, Gedenken, [S. 1]. Die Glocke sprang 1750 und wurde ein Jahr später zu einer neuen Glocke umgegossen.
  23. 800 Jahre, S. 236.
  24. Peßler, S. 23. Überarbeitete Teile des Tagebuchs erschienen zuerst 1864 und wurden seit 1903 unter dem Titel „Das Pfarrhaus in Sottrum im Jahre 1813“ mehrfach neu aufgelegt, vgl. Peßler, S. 11 f.
  25. Peßler, S. 24.
  26. Büttner, S. 73. P. Wilhelm Büttner verfasste im Dezember 1820 ein ausführliches „Repertorium für alle localen Verhältnisse der Pfarre zu Sottrum“ für seinen Nachfolger.
  27. Dazu: Corleis, S. 91 ff. (einschließlich Chronik „100 Jahre Posaunenchor Sottrum).
  28. Zum Folgenden: 800 Jahre, S. 254 ff.; 100 Jahre, S. 3 ff.
  29. LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 13.
  30. LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 13.
  31. LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 15.
  32. LkAH, L 5g, Nr. 295 (Visitation 1947); siehe auch LkAH, L 5g, Nr. 751 (LSup. Verden-Hoya an LKA Hannover, 13.05.1946).
  33. KABl. 1950, S. 52.
  34. LkAH, L 5g, Nr. 295 (Visitationen 1947, 1953, 1959).
  35. LkAH, L 5g, Nr. 295 (Visitation 1953).
  36. LkAH, L 5g, Nr. 295 (Visitation 1959). In Mulmshorn fanden die Gottesdienste seit 1959 in der alten Schmiede statt, die „von dem dortigen Jugendkreise […] zu einem schönen Jugend- und Gottesdienstraum ausgebaut worden ist“, ebd.
  37. LkAH, L 5g, Nr. 296 (Visitation 1971).
  38. KABl. 1950, S. 52; KABl. 1989, S. 21 f.
  39. KABl. 1981, S. 85; KABl. 1989, S. 21 f.
  40. Büttner, S. 74.
  41. UB Verden I, Nr. 214.
  42. Zum Turm vgl. Bischoff, Turm, Teil 1 und 2.
  43. Der bei der Sanierung 1956 verwendete Beton hatte mit dem älteren Kalkmörtel reagiert, was durch die Bildung von Treibmineralien zu Mauerwerksschäden geführt hatte, vgl. Bischoff, Turm, Teil 2.
  44. Abb. Zustand vor 1961: Claus, Buthmann & Wiedemeyer, S. 15 oben.
  45. Vgl. ausführlich Bischoff, Rückkehr, [S. 1 ff.]; die Datierung basiert u. a. auf einer dendrochronologischen Untersuchung des Drachenflügels. Die Rüstung St. Georgs, ein Riefelpanzer, wurde nur zwischen 1505 und 1530 hergestellt.
  46. Vgl. Poser, Schäfer, S. 184 f. und S. 314, Abb. F 79 und F 80.
  47. Abb. Zustand 1928: 800 Jahre, S. 250.
  48. 800 Jahre, S. 115 ff.; Claus, Buthmann & Wiedemeyer, S. 26 ff.
  49. Zur Orgelgeschichte vgl. Golon, S. 102 ff.; Topp/Pape, Tappe, S. 33.
  50. Golon, S. 103.
  51. Zit. bei Golon, S. 104.
  52. Siehe https://www.orgel-information.de/Orgeln/s/sk-so/Sottrum_St_Georg.html, 02.12.2020.
  53. Bischoff, Gedenken, [S. 1].