Sprengel Stade, KK Osterholz-Scharmbeck | Patrozinium: Lambertus | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist das Dorf erstmals im Jahr 1148 belegt, als Bf. Thietmar von Verden dem Verdener Domkapitel u. a. den Zehnten in Tinbike schenkte.1 Das Dorf gehörte vermutlich zur Gft. Ottersberg, die seit dem frühen 13. Jh. im Besitz der Herren von Wölpe war. 1221 eroberte Ebf. Gerhard II. von Bremen Burg und Herrschaft Ottersberg, Kirchtimke zählte seither zum weltlichen Territorium der Bremer Erzbischöfe (Hochstift Bremen, Amt Ottersberg; kirchlich gehörte es zum Bistum Verden. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde das Hochstift Bremen säkularisiert und kam zusammen mit dem ebenfalls säkularisierten Erzstift Verden unter schwedische Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 Bremen-Verden und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) die beiden Herzogtümer erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). In französischer Zeit gehörte Kirchtimke 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und war dann bis 1813 Teil des Kantons Ottersberg im Arrondissement Bremen des Departements Wesermündung im Kaiserreich Frankreich. Danach zählte Kirchtimke, nun im Kgr. Hannover, zunächst wieder zum Amt Ottersberg, seit 1859 zum Amt Zeven. Mit der Annexion des Kgr. Hannover wurde Kirchtimke 1866 preußisch. Bei Einführung der Kreisverfassung kam das Dorf 1885 zum Kr. Zeven, der 1932 im Lkr. Bremervörde aufging, der wiederum 1977 im Lkr. Rotenburg (Wümme) aufging. 1974 wurde Ostertimke eingemeindet, im gleichen Jahr zählte Kirchtimke zu den Gründungsgemeinden der Samtgemeinde Tarmstedt. Seit den 1960er Jahren wandelte sich das landwirtschaftlich geprägte Kirchspiel, so dass 1989 „nur noch wenige Menschen […] im Dorf ihren Unterhalt“ verdienten: „Die meisten sind Pendler.“2 Um 1812 lebten etwa 230 Menschen in Kirchtimke (im gesamten Kirchspiel etwa 1.000), 1910 gut 320 (Kirchspiel rund 1.860) und 2019 in Kirchtimke und Ostertimke gut 960 (Kirchspiel: etwa 3.600).

Kirche, Ansicht von Südwesten, vor 1970

Kirche, Ansicht von Südwesten, vor 1970

Die ältesten Zeugnisse der örtlichen Kirchengeschichte sind der romanische Taufstein und das frühgotische Kruzifix in der Kirchtimker Kirche; beide stammen aus dem 13. Jh. Bei der Restaurierung des Kruzifixes fanden sich im ausgehöhlten Corpus u. a. zwei Reliquien des heiligen Lambertus. Daher trägt die Kirche seit 1962 den Namen St. Lambertus, wie vielleicht schon in vorref. Zeit.3 Über die Gestalt der mittelalterlichen Kirche, deren genaue Bauzeit nicht bekannt ist, gibt ein Grundriss von 1739 Auskunft, angefertigt unmittelbar vor Abbruch des Kirchenschiffs. Der Name eines Pfarrers ist erst aus dem späten 14. Jh. überliefert: Im Testament des Bremer Dompropstes Johann Monik ist in der Zeugenliste u. a. der Pfarrer Hinricus de Doverden in Timbeke genannt.4
Details über die Einführung und den Zeitpunkt der Reformation in Kirchtimke sind nicht bekannt. Der Bremer und Verdener Bf. Christoph von Braunschweig-Lüneburg (amt. 1502–1558) bekämpfte die luth. Lehre.5 Sein Bruder und Nachfolger in beiden Bistümern, Bf. Georg (amt. 1558–1566), duldete den neuen Glauben. Der Bremer Ebf. Heinrich von Sachsen-Lauenburg (amt. 1567–1585) war Protestant; zur Einführung einer ev. Kirchenordnung im Hochstift Bremen kam es während seiner Amtszeit jedoch nicht. Überdies befand sich das Amt Ottersberg, zu dem Kirchtimke gehörte, von 1547 bis 1562 im Pfandbesitz der Stadt Bremen, die bereits zur neuen Lehre gewechselt war (1534). Der erste überlieferte Name eines nachref. Pastors lautet Jakob Docius (amt. 1603 bis nach 1638), der in der Inschrift der großen Glocke genannt ist: Sie wurde 1638 „im 35. Jahr seines Predigeramptes“ gegossen.
In der zweiten Hälfte des 17. Jh. scheint die Kirche eine gewisse Umgestaltung erfahren zu haben, zumindest stiftete P. Christian Drosemann (amt. 1653–1689) im Jahre 1671 einen Schalldeckel für die Kanzel, die wohl auch aus dieser Zeit stammt. Im 18. Jh., als die vereinigten Hzm. Bremen und Verden von Dänemark besetzt waren, erhielt P. Johann Georg Bövingh (amt. 1714–1728) die Pfarre in Kirchtimke. Er hatte zuvor als königlich-dänischer Missionar in Indien gewirkt.6 In die Amtszeit seines Nachfolgers P. Hinrich Christian Majohl (amt. 1728–1751) fiel zunächst der Neubau des Pfarrhauses (1734, nach Brand 1733) und einige Jahre der Neubau des Kirchenschiffs (1739). Der mittelalterliche Turm blieb zunächst erhalten, musste jedoch schließlich 1884 ebenfalls einem Neubau weichen. P. Eduard Louis Oker (amt. 1889–1902) war der letzte Kirchtimker Pfarrer, der noch Landwirtschaft betrieb (der Pfarrhof zählte zu den vier großen Höfen des Dorfes).
Die von Hermannsburg in der Lüneburger Heide ausgehende Erweckungsbewegung erfasste in der zweiten Hälfte des 19. Jh. auch das Kirchspiel Kirchtimke. Sichtbarer Ausdruck dieser Entwicklung war die Gründung eines Missionsvereins und eines Posaunenchors (1873) in Hepstedt sowie die jährliche Feier von Missionsfesten in den Breddorf, Hepstedt und Kirchtimke. In Hepstedt lebt diese Tradition fort.7 Später gründete sich ein weiterer Posaunenchor in Kirchtimke (1904–1939) und einer in Breddorf (1904, 1971 mit dem Hepsteder zusammengeschlossen).

Kirche, Blick zum Altar, nach 1962

Kirche, Blick zum Altar, nach 1962

Während der NS-Zeit hatte P. Ludwig Küster (amt. 1909–1946) das Pfarramt in Kirchtimke inne. Er gehörte kirchenpolitisch der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft an, wie er rückblickend im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ angab.8 Über das Verhältnis zu den lokalen NSDAP-Stellen schrieb er: „Die Amtsträger der Partei waren meist kirchlich eingestellt und bereiteten der pfarramtlichen Tätigkeit keine Schwierigkeiten.“ Mit dem Zuzug Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von 2.045 (1937) auf etwa 4.000 an. In Breddorf fand sich eine Gruppe der Landeskirchlichen Gemeinschaft zusammen „in Form eines Heimatbundes der Bessarabiendeutschen“.9
Nachdem schon P. Küster regelmäßig zu Kindergottesdiensten eingeladen hatte, griff P. Gerhard Scheele (amt. 1947–1966) diese Tradition wieder auf: „Seit 1948 habe ich in allen 6 Dörfern der Kirchengemeinde Kindergottesdienste eingerichtet, welche alle 14 Tage stattfinden. Dieselben werden von jungen Mädchen abgehalten, welche regelmässig zu Helfervorbereitungen zusammen kommen.“10 Nach der Visitation 1951 zog der Sup. des KK Trupe-Lilienthal ein positives Fazit: Er war erfreut über die Vielgestaltigkeit der Arbeit (Jugendkreise, Kindergottesdienst, Posaunenchöre, Missionsverein) und den „Zusammenklang von konservativem Festhalten an der guten alten Sitte und Aufgeschlossenheit für die Aufgaben der Kirche in unserer Zeit“.11 1957 richtete die KG eine Gemeindeschwesternstation ein (später aufgegangen in der Diakonie Sozialstation Tarmstedt). Im Rahmen der Partnerschaft zwischen den Landeskirchen Hannovers und Sachsens knüpfte die KG Kirchtimke Kontakte zur Kirchgemeinde Böhlitz-Ehrenberg in Leipzig; die Partnerschaft besteht auch heute noch (2021).12 Die 1976 eingerichtete Gemeindebücherei schloss 2016.
Bis Ende der 1960er Jahre saßen Männer und Frauen getrennt in der Kirche (Männer links, Frauen rechts). Diese strenge Sitzordnung löste sich erst 1968 auf. Während der Amtszeit von P. Dieter Stuckenschmidt (amt. 1967–1985) wählte die Gemeinde 1976 erstmals Frauen in den KV.13 Die Visitationsberichte aus der zweiten Hälfte des 20. Jh. betonen wiederholt die Prägung der Gemeinde Kirchtimke „durch die Hermannsburger Erweckungsbewegung“.14 Die Visitatoren nahmen in der Regel einen positiven Eindruck mit: „Die Bereitschaft vieler Gemeindeglieder, das Gemeindeleben mitzutragen und mitzugestalten, ist beachtlich“, heißt es etwa 1980.15 Auf regionaler Ebene kooperiert die KG Kirchtimke heute mit ihrer Nachbargemeinde Wilstedt, die ebenfalls von der Hermannsburger Erweckungsbewegung geprägt wurde (u. a. Kinder- und Jugendarbeit, gemeinsamer Gemeindebrief seit 2007, ökumenische Bibelwoche, Lektorenkreis). Im Jahr 2010 gründete sich der „Förderverein Kirchenmusik St. Lamberus Kirchtimke e. V.“.

Umfang

Die Dörfer Breddorf, Hepstedt, Kirchtimke, Ostertimke, und Westertimke sowie Schierck, Schnackenmühlen, Ummel, Wentel, Wiste und Hemel. Seit 1877 auch Steinfeld (vorher KG Sottrum). Bis 1911 auch Breddorfer Moor (dann zur KG Worpswede).16

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Sottrum der Diözese Verden.17 – 1651/52 Kons. Stade gegründet, 1684 gehörte Kirchtimke zur Präpositur Zeven-Ottersberg. 1827 zur neuen Insp. Ottersberg (Sitz der Suptur. bis 1863 in Otterstedt), 1890 mit Festlegung des Suptur.-Sitzes umbenannt in Insp. Trupe-Lilienthal (1924: KK), 1959 umbenannt in KK Lilienthal.18 1970 KK Lilienthal mit KK Osterholz-Scharmbeck vereinigt.19

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau

Vierachsiger, verputzter Rechteckbau, errichtet 1739/40.20 Satteldach, im Osten abgewalmt. Strebepfeiler an Längsseiten und an Ostseite, an den Ostecken schräggestellt; rundbogige Fenster mit Mittelstütze; nach Norden zwei korbbogige Eingänge, nach Süden vermauerter Eingang (Bogenfeld als Fenster). Im Innern flach gewölbte Brettertonne, zweistufige Westempore. 1778 Sakristei angebaut (vor Ostwand). 1925 Heizungsraum angebaut (vor Südwand). 1961/62 Sanierung und Neugestaltung (u. a. Sakristei abgebrochen, Heizungsraum abgebrochen, neue Sakristei an Nordseite, Seitenemporen und Ostempore entfernt, Kanzelalter entfernt, Westempore neu errichtet; mit Renovierung auch Kirchstuhlrecht abgeschafft).21 1981 Neuausmalung. 1999 Außenrenovierung. 2008 Innenrenovierung.

Fenster

Zwei abstrakte Buntglasfenster nach Osten (1962, Glasmaler Albrecht Krönig, Bremen).22

Turm

Quadratischer Westturm, erbaut 1884. Verschieferter Turmhelm mit vierseitigem Ansatz und achteckig ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kugel und Kreuz. Backsteinmauerwerk, Sockelgeschoss steinsichtig, obere Geschosse verschiefert. Im Glockengeschoss je zwei hohe, rundbogige Schallöffnungen nach Norden, Süden und Westen, nach Osten zwei kürzere; unterhalb der Schallfenster Uhrziffernblätter nach Norden, Süden und Westen; Sockelgeschoss mit zwei schräggestellten Strebepfeilern an den Ecken; Hauptportal mit Konsolensturz und flachem Giebelvorbau auf zwei neoromanischen Säulen, über der Tür Inschriftentafel: „Er ist unser Friede“. 1962 Turm weiß gestrichen und jetzige Inschrift über Portal angebracht (vorher: „Tut die Tore auf, daß hereingehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahrt!“). 1970 Turm und Turmhelm umgestaltet (vier Giebel entfernt, oberer Geschosse verschiefert, Sockelgeschoss steinsichtig).

Vorgängerbau

Zweijochiger Rechteckbau mit eingezogenem Rechteckchor und rundem Westturm, späterer Fachwerkanbau an Nordseite des Chors (Zustand 1739), ursprünglich erbaut wohl im 12. Jh.23 Kirchturm nur vom Kirchenschiff aus zugänglich. Im Innern Gewölbe in Schiff und Chor. Schiff und Chor 1739 weitgehend abgebrochen (nur Südecke erhalten). Turm 1884 neu errichtet.

Ausstattung

Steinerner Tischaltar aus hellem Sandstein (1962). – Frühgotisches, hölzernes Kruzifix (spätes 13. Jh.), bis 1962 auf dem Schalldeckel der Kanzel.24 – Leicht erhöhte Kanzel; polygoner, hölzerner Kanzelkorb, an den fünf Wandungen Gemälde Jesu und der vier Evangelisten mit ihren Symbolen, bezeichnet mit „S. Matthäus“, „S. Marcus“, „Salvator“, „S. Lucas“ und „S. Johannes“ (Gemälde 1962 freigelegt); der 1962 entfernte Schalldeckel der Kanzel trug die Inschrift: „1671 hat diesen Deckel zu Gottes Ehren und der Kirchen Zierath verehret Christian Drosemann Pastor“; von 1739 bis 1962 war der Kanzelkorb oberhalb des Altars in die Brüstung der Ostempore eingefügt. – Romanische Steintaufe (13. Jh.), rundes Becken mit Ornamentfries, Säulenschaft mit vier vorgestellten Säulchen; der Taufstein gleicht jenem im Dom zu Verden. – Gemälde „Anbetung des Christkindes durch die Hirten“ (um 1910, Amalie Breling, Worpswede), Kopie nach einem Gemälde von Bartolomé Esteban Murillo, diente von 1910 bis 1962 als Altarbild. – Gemälde „Das letzte Abendmahl“.

Orgel

Erste Orgel der Kirche erbaut 1834 von Peter Tappe (Verden), 12 I/P, mechanische Traktur, Instrument eingeweiht am 24. August 1834. 1845 Reparatur, Georg Wilhelm (Stade). Nach 1845 Erweiterung um zweites Manual auf 16 II/P, mechanische Traktur, Orgelbauer unbekannt. 1917 Ausbau der Prospektpfeifen. 1930 Orgelneubau, ausgeführt von Faber & Dienes (Salzhemmendorf), 21 II/P, pneumatische Traktur, vorhandenes Gehäuse wiederverwendet.25 1970 unentgeltliche Übernahme der 1865 von Johann Hinrich Röver (Stade) für Ahlerstedt erbauten Orgel (ohne Gehäuse); 1971/72 Restaurierung des Orgelwerks und unter Verwendung des Gehäuses von Tappe Aufstellung in Kirchtimke, ausgeführt von Martin Haspelmath (Walsrode), 13 II/P, mechanische Traktur, Registerkanzellenladen; fünf Reg. rekonstruiert.26 Denkmalorgel.

Geläut

Zwei LG, I: gisʼ (Bronze, Gj. 1638, Paul Kolfen, Bremen), Inschriften: „Im CL Psalm: Lobet den Herrn mit hellen Cymbeln, lobet ihn mit wolklingenden Cymbeln. Alles was Odem hat lobe den Herren. Halleluja. Anno 1638 ist diese Klocke dem Almechtigen Got zv ehren vnd dem Kirchspiel Timbke zvm besten gegossen worden von M[eister] Pavl Kolfen in Bremen als H[err] Caspar Fridrich Coch Amptmann war zvm Ottersberg vnd H[err] Jacobvs Docivs Pastor zv Timbke im 35. Jahr seines Predigeramptes. Iohan Schnakenbarch Iurgen Meyer vnd Cvrd Ringen Kirchenivraten“, im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und seit 1948/49 wieder in Kirchtimke; II: hʼ (Bronze, Gj. 1926, F. Otto, Hemelingen), Inschrift u. a.: „Ehre sei Gott in der Höhe“.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 2020/21; Vorgängerbauten: Bj. 1951 und Bj. 1734, letzterer 1970 abgerissen). – Gemeindehaus (Bj. 1897, ehemals Schule und Küsterhaus, 1974 umgebaut).

Friedhof

Alter kirchlicher Friedhof bei der Kirche, einige Grabsteine des 18. und 19. Jh. erhalten. Neuer kirchlicher Friedhof in Kirchtimke, östlich der Kirche, angelegt 1877 (in kommunaler Verwaltung). – Kirchlicher Friedhof in Breddorf, angelegt 1876 (in kommunaler Verwaltung). – Kommunaler Friedhof in Hepstedt, angelegt 1936, FKap (Bj. 1967). – Kommunaler Friedhof in Ostertimke, angelegt 1939, FKap (Bj. 1972). – Kommunaler Friedhof in Westertimke, angelegt 1951. – Kommunaler Friedhof in Steinfeld, angelegt 1952.

Liste der Pastoren (bis 1940)

1603 Jakob Docius (Inschrift auf der alten Glocke). – 16..–1649 Johann Wasmuth (nd). – 1650–1652 Daniel Koser. – 1653–1689 Christian Drosemann. – 1691–1696 Friedrich August Wissing (Wisling). – 1696–1703 Andreas Hinrich Berghauer. – 1704–1714 Detlef Junge. – 1714–1728 Johann Georg Bövingh. – 1728–1751 Hinrich Christian Majohl. – 1752–1758 Hinrich Mushard. – 1759–1762 Johann Jakob Rolfs (Rohlfs). – 1763–1805 Johann Christoph Pfannkuche. – 1806–1823 Johann Friedrich Mehne. – 1824–1834 Johann Hermann Wolff. – 1834–1868 Anton Ernst Meinhard Brandt. – 1869–1889 Otto Viktor Lübs. – 1889–1902 Eduard Louis Ocker. – 1902–1909 Gotthilf Cuntz. – 1909–1946 Ludwig Heinrich Christian Wilhelm Küster.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 18

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 6 Nr. 4447–4452 (Pfarrbestellungsakten); D 109 (EphA Osterholz-Scharmbeck); Kons. Stade, A 2 Nr. 827–839, A 6 Nr. 4447–4452, A 8 Kti, A 9 Nr. 2568–2569, 2675–2676 (Akten des Konsistoriums Stade); L 5g Nr. 209, 935 (LSuptur. Stade); S 2 Witt Nr. 11 (Fotosammlung); S 09 rep Nr. 1528 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7443 (Findbuch PfA).

Literatur & Links

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 799; Meyer, Pastoren II, S. 18; Meyer-Korte, Gemeinden, S. 61–70; Pape, Haspelmath, S. 90; Siebern/Wallmann/Meyer, KD Kr. Verden, Rotenburg, Zeven, S. 201–203; Skiebe, Röver, S. 52; Topp/Pape, Tappe, S. 44–45.
B: Elfriede Bachmann: Die Lebensbeschreibung des Johann Georg Bövingh (1676–1728), in: Rotenburger Schriften 48/49 (1978), S. 92–181; Elfriede Bachmann: Missionar in Tranquebar – Pastor in Kirchtimke. Die abenteuerliche Lebensgeschichte des Johann Georg Bövingh (1676–1728) zwischen Indien und dem Herzogtum Bremen, in: Zwischen Elbe und Weser 25/4 (2006), S. 14–16; Wolfgang Preibusch: Lambertuskirche Kirchtimke 1739–1989. Festschrift zum 250jährigen Kirchjubiläum, Osterholz-Scharmbeck 1989; Johannes Sommer: Der Kruzifixus von Kirchtimke, in: Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte 2 (1962), S. 101–122.

Internet: Bildindex für Kunst & Architektur: Kirche, Kruzifix, Grabstein.
Quelle: Dieter Stuckenschmidt: Erinnerungen an meine erste Pfarrstelle in Kirchtimke, 25 S. [Typoskript, Februar 2021]

GND

1028022514, Sankt Lambertus (Kirchtimke)


Fußnoten

  1. UB Verden I, Nr. 116. Original: NLA ST Rep. 2 Nr. 22, 04.03.2021 (mit Digitalisat).
  2. Preibusch, S. 28; vgl. auch LkAH, L 5g, Nr. 209 (Visitation 1968).
  3. Ausführlich: Sommer, S. 114 ff.; Preibusch, S. 14. Eine der Reliquien 1975 der kath. KG Bechtheim übergeben, Meyer-Korte, Gemeinden, S. 64.
  4. UB Zeven, Nr. 103. Preibusch, S. 4.
  5. Zu Bf. Christoph vgl. den Beitrag von Matthias Nistal in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 39 ff. Zur Reformation in Bremen und Verden insgesamt vgl. die Beiträge in Dannenberg/Otte, Reformation.
  6. Preibusch, S. 23 f.; ausführlich: Bachmann, Lebensbeschreibung, S. 81 ff. (Autobiographie); Bachmann, Missionar, S. 14 ff.
  7. Meyer-Korte, Gemeinden, S. 66; Preibusch, S. 27.
  8. LkAH, S 1 H III, Nr. 819, Bl. 14. Das folgende Zitat ebd.
  9. LkAH, L 5g, Nr. 209 (Visitation 1957).
  10. LkAH, L 5g, Nr. 209 (Visitation 1951), der Kindergottesdienst ruhte während der Kriegsjahre (ebd., Visitation 1943).
  11. LkAH, L 5g, Nr. 209 (Visitation 1951).
  12. Stuckenschmidt, S. 19 f.; allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  13. Stuckenschmidt, S. 6 und 3. Nach der KV-Wahl 1976 setzte sich der KV jeweils zur Hälfte aus Frauen und Männern zusammen.
  14. LkAH, L 5g, Nr. 209 (Visitation 1963). Vgl. auch Meyer-Korte, Gemeinden, S. 66.
  15. LkAH, L 5g, Nr. 209 (Visitation 1980).
  16. KABl. 1911, S. 84.
  17. Burchhardt u. a., Bistum Verden, S. 34.
  18. KABl. 1890, S. 46; KABl. 1959, S. 52.
  19. KABl. 1970, S. 8 f.
  20. Vgl. Preibusch, S. 8 ff. Grundriss des Vorgängerbaus (A), Aufriss und Querschnitt des Neubaus (C): NLA ST Karten Neu Nr. 01001/2, 04.03.2021. Grundriss des Neubaus (B): NLA ST Karten Neu Nr. 01001/1, 4.03.2021.
  21. Abb. Zustand vor Neugestaltung: Preibusch, S. 11 ff. Zum Kirchstuhlrecht: Preibusch, S. 7.
  22. LkAH, L 5g, Nr. 209 (Visitation 1963).
  23. Preibusch, S. 1. Grundriss des Vorgängerbaus (A): NLA ST Karten Neu Nr. 01001/2, 04.03.2021.
  24. Ausführlich: Sommer, S. 101 ff.
  25. Topp/Pape, Tappe, S. 44 f.
  26. Skiebe, Röver, S. 52; Pape, Haspelmath, S. 90. Pfeifen aus alten Röver-Orgeln aus Büttel und Öderquart verwendet, LKA, G 9 B/Grasberg Bd. I, Bl. 74 f.