Sprengel Stade, KK Rotenburg | Patrozinium: Petrus und Paulus (ursprünglich wohl nur Petrus)1 | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist Schneverdingen erstmals 1231 als Sitz einer Vogtei belegt: advocacie in Snewordinge.2 Ein Villikationshaupthof des Verdener Bischofs ist um 1237/46 in Sneverdinge nachweisbar.3 Seit 1288 zählte Schneverdingen zum weltlichen Territorium der Bischöfe von Verden (Hochstift Verden) und wurde später Teil des Amtes Rotenburg.4 Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde das Hochstift Verden säkularisiert und blieb zusammen mit dem ebenfalls säkularisierten Hochstift Bremen unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die beiden Territorien und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) Bremen und Verden erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). In französischer Zeit gehörte Schneverdingen von 1811 bis 1814 zum Kanton Tostedt im Arrondissement Lüneburg des Departements der Elbmündung im Kaiserreich Frankreich. Danach gehörte der Ort, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Amt Rotenburg, bevor er 1852 selbst Amtssitz wurde. Das Amt Schneverdingen ging jedoch schon 1859 im Amt Soltau auf. Mit der preußischen Annexion des Kgr. Hannover fiel Schneverdingen 1866 an das Kgr. Preußen und kam mit Einführung der Kreisverfassung 1885 zum Lkr. Soltau (1977 Lkr. Soltau-Fallingbostel, 2011 umbenannt in Lkr. Heidekreis). Am 1. März 1974 wurden Ehrhorn (teilweise), Großenwede, Heber, Insel, Langeloh, Lünzen, Schülern, Wesseloh, Wintermoor und Zahrensen eingemeindet; 1976 wurde Schneverdingen zur Stadt erhoben. Neben der Landwirtschaft entwickelte sich im 19. Jh. besonders das Schuhmacherhandwerk zu einem wirtschaftlichen Schwerpunkt Schneverdingens.5 Seit 1901 besitzt der Ort einen Bahnhof (Heidebahn, Strecke Hannover–Buchholz). Zur Sozialstruktur des Kirchspiels heißt es 1937: „Die Bevölkerung der Aussendörfer ist rein bäuerlich. In Schneverdingen überwiegt Industrie, Handwerker- und Arbeiterstand“, wobei die Arbeiter „zum grössten Teil ortsansässig sind und eigenen Grundbesitz haben“ (der Sup. des KK Rotenburg beschrieb Schneverdingen als „eine kleine Industriestadt“).6 Im Jahr 1812 lebten gut 310 Menschen in Schneverdingen, 1865 knapp 800, 1930 gut 2.450, 1946 etwa 5.280 und 1976 gut 10.000 (2017 mit Eingemeindungen rund 18.660).

Kirche, Ansicht von Südosten

Kirche, Ansicht von Südosten

Schneverdingen zählt zusammen mit Dörverden, Sottrum und Visselhövede vermutlich zu den ältesten Kirchengründungen im Bistum Verden (Urpfarreien).7 Ein Gründungsjahr ist jedoch nicht überliefert. In einem Tafelgutverzeichnis des Verdener Bf. Luder von Borch (amt. 1231–1251), das vermutlich zwischen 1237 und 1246 entstand, ist ein plebano in Sneverdinge belegt, dessen Name jedoch ungenannt bleibt.8 Zwischen 1245 und 1251 findet sich in den Zeugenlisten bischöflicher Urkunden mehrfach ein Johannes sacerdos de Snewerding (Johannes, Priester aus Schneverdingen).9 Anfang des 14. Jh. ist das weitläufige Kirchspiel Schneverdingen urkundlich belegt (1306: parochia sneverdinge, 1318: kerspele to sneverdinge).10 Aus dem 14. Jh. stammt auch das älteste gegenständliche Zeugnis der Schneverdinger Kirchengeschichte: der bronzene Taufkessel. Zwei weitere Geistliche lassen sich urkundlich belegen: 1338 Johannes Cremere und 1378 Bernhard, rector ecclesiae in Snewerding.11 Vor 1426 wurde im Kirchspieldorf Fintel eine Antoniuskapelle errichtet (capella in honorem sancti Anthonii in villa Vintlo parrochie Snewerdinge), in der der jeweilige Schneverdinger Pfarrer mehrmals im Jahr Messen zelebrierte.12 Mit domino Ludolpho Crusen, rectore parrochialis ecclesie in Snewerdinghe ist 1464 ein weiterer vorref. Priester belegt.13
Die Reformation setzte sich im Hochstift Verden erst spät und nur allmählich durch.14 Der Verdener (und Bremer) Bf. Christoph von Braunschweig-Lüneburg (amt. 1502–1558) bekämpfte die luth. Lehre.15 Sein Bruder und Nachfolger in beiden Bistümern, Bf. Georg (amt. 1558–1566), duldete den neuen Glauben, hatte einen ev. Kanzler, berief vermutlich auch einen ev. Hofprediger und bestimmte im Jahr 1564 zusammen mit dem Verdener Domkapitel den Protestanten Eberhard von Holle zu seinem Nachfolger. Seinerzeit gehörten das Abendmahl in beiderlei Gestalt und die Priesterehe „im Stifte Verden schon zu rechtem Gebrauche“, wie das Domkapitel formulierte; gleichzeitig verlangte es von Holle jedoch eine päpstliche Bestätigung.16 In Zusammenarbeit mit dem Domkapitel förderte und festigte Bf. Eberhard von Holle (amt. 1566/67–1586) die luth. Lehre. Vermutlich kurz nach der Visitation von 1570 erhielt das Hochstift Verden eine ev. Kirchenordnung (nicht erhalten).17 Die erste gedruckte Kirchenordnung erließ schließlich Bf. Philipp Sigismund (amt. 1586–1623) im Jahr 1606.18 Einzelheiten zu Verlauf und Durchsetzung der Reformation in Schneverdingen sind nicht bekannt. Als erster luth. Prediger gilt, P. Johannes Stradtmann (amt. 1567–1579), der um 1579 die Konkordienformel unterschrieb. Die Amtszeiten seiner Nachfolger sind nicht überliefert, lediglich die Namen Eves und Hinrich Deterding. P. Burchard Kolthammer (amt. 1611–1631/33) musste Schneverdingen während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) verlassen, als mit Bf. Franz Wilhelm von Wartenberg (amt. 1630–1631) kurzzeitig wieder ein kath. Landesherr im Hochstift Verden regierte. In dieser Zeit war der Jesuitenpater Johannes Arnoldi zuständig für die Kirchspiele Schneverdingen, Neuenkirchen und Visselhövede.19 Nachdem schwedische Truppen das Hochstift Verden besetzt hatten, wurde P. Arnoldi 1631 bei Visselhövede ermordet. Möglicherweise kehrte der luth. P. Kolthammer 1631/32 wieder auf seine Schneverdinger Pfarrstelle zurück.20 Seit P. Hermann Schacht (amt. 1634–1677) sind Namen und Amtszeiten der Pastoren in Schneverdingen lückenlos bekannt. Aus P. Schachts Amtszeit stammen die beiden ältesten Glocken der Schneverdinger Kirche (gegossen 1652 und 1660).

Kirche, Innenansicht, Bildarchiv: Niedersächsisches Landesverwaltungsamt Hannover, Landeskonservator

Kirche, Innenansicht, Bildarchiv: Niedersächsisches Landesverwaltungsamt Hannover, Landeskonservator

Das mittelalterliche Kirchengebäude war um 1730 baufällig und „für die jetzo volkreiche Gemeinde allzu klein“, wie P. Justus Burchard Gecius (amt. 1730–1743) schrieb.21 Maurermeister Christian Götze aus dem Voigtland fertigte Entwürfe für eine Verbreiterung der Kirche nach Norden an, legte aber auch ein „Dessein Einer neu zu erbauenden Kirchen in Schneverding“ vor.22 Das Konsistorium in Stade genehmigte 1743 den Neubauentwurf, P. Gecius merkte allerdings an, die vorhandenen Glocken seien für den kleinen Dachreiter zu groß und zu schwer. Sturmschäden des Winters 1744/45 erhöhten die Dringlichkeit des Neubaus. Die Arbeiten begannen schließlich 1745 unter P. Geciusʼ Nachfolger P. Angelus Matthäus Büttner (amt. 1744–1748). Zunächst ließ die Gemeinde das Pfarrhaus erweitern, um für die Bauzeit einen Gottesdienstraum zu schaffen, dann begannen Abriss und Neubau. Am 15. September 1746 konnte die neue Peter-und-Paul-Kirche eingeweiht werden.23 Die Glocken hingen weiterhin im alten, hölzernen Turm neben der Kirche.
Mit P. Johann Christoph von Hanffstengel (amt. 1769–1793) hatte ein von der Aufklärung geprägter Theologe das Pfarramt in Schneverdingen inne; zu Beginn seiner Amtszeit brannte 1770 das Pfarrhaus ab.24 Auf P. Hanffstengel folgte P. Johann Christoph Meier (amt. 1794–1815), der bereits 62 Jahre alt war, als er das Pfarramt in Schneverdingen übernahm – ein „Predigtamte auf dem Lande, das ich gar nicht kannte, da ich von Jugend auf ein Stadtbewohner gewesen war“ formulierte P. Meier in seinen autobiographischen Briefen.25 Von Schneverdingen aus korrespondierte P. Meier mit verschiedenen Herrnhuter Brüdern und lernte den Herrnhuter Diasporaprediger Johann Christoph Schreiber aus Braunschweig persönlich kennen. „So ist mir am Abend meines Lebens die Sonne aufgegangen, und in ihrem Lichte erkenne ich nicht nur die vielen Sünden meines langen Lebens, sondern auch die treue Hand Gottes, die mich nie verlassen und endlich zu seinem lieben Sohn hingezogen hat.“26 Die autobiographischen Briefe Meiers orientieren sich an der herrnhutischen Form der Lebensbeichte. P. Meiers Wirken in Schneverdingen scheint ein Grund dafür gewesen zu sein, dass die nach 1843 von Hermannsburg ausgehende Erweckungsbewegung auch hier Fuß fassen konnte.27
In einer kleinen Schrift über die 1795/96 neuerbaute Orgel merkte P. Meier schon 1798 an, dass die „neue sonst nicht uneben eingerichtete Kirche für die immer wachsende und zahlreicher werdende Gemeinde viel zu klein angelegt worden ist“.28 Auch die Abtrennung von Fintel und Haxloh 1851 machte keinen großen Unterschied. Um mehr Plätze zu gewinnen, ließ die Gemeinde 1862/63 den Innenraum verändern und die Kirche erhielt ihre ungewöhnliche Gestaltung: Der Altar wurde an die südliche Längsseite versetzt und an den übrigen Seiten eine umlaufende, zweistöckige Emporenanlage errichtet.29 Kurz darauf folgte 1864 bis 1866 der Bau des neugotischen Westturms, dessen Spitze nach einem Brand 1907 noch einmal verändert wurde.30 Aber erst mit der Errichtung der beiden Anbauten an Nord- und Südseite im Jahr 1922 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen.
Der von der Hermannsburger Erweckungsbewegung geprägte P. Ferdinand Krome (amt. 1874–1883) gründete 1875 einen Posaunenchor in Schneverdingen.31 Sein Nachfolger P. Friedrich Speckmann (amt. 1884–1911) folgte der gleichen theologischen Richtung. Er führte 1884 monatliche, im Sommer zweiwöchentlich, Missionsstunden in den Außendörfern des Kirchspiels ein und feierte mit der Gemeinde ein jährliches Missionsfest.32 In seinen Lebenserinnerungen schrieb er rückblickend: „Die Gemeinde Schneverdingen ist jetzt eine rechte Missionsgemeinde.“33 Neben seinem Pfarramt war P. Speckmann auch publizistisch tätig, veröffentlichte u. a. 1899 das Andachtsbuch „Das unschuldige, bittere, stellvertretende Leiden und Sterben unsers liebsten Herrn und Heilandes Jesu Christi für uns verlorne und verdammte Sünder. In 92 Morgen- und Abendandachten für die heil[ige] Passionszeit“. P. Wilhelm Bartels (amt 1911–1925) war Herausgeber der Zeitschrift „Heidjerbrot“ und gründete 1912 eine Privatschule in Schneverdingen.34

Kanzelaltar, 1968

Kanzelaltar, 1968

Als Erweiterung des Pfarrhauses ließ die Gemeinde 1913/14 einen kapellenartigen Kirchensaal errichten, in dem anfangs sonntägliche Parallelgottesdienste stattfanden.35 Denn angesichts der Größe und der Weitläufigkeit des Kirchspiels hatte das Stader Konsistorium 1906 eine ständige Kollaboratur in Schneverdingen einrichten lassen. 1929 wurde sie in die zweite Pfarrstelle der Gemeinde umgewandelt, die als erster P. Remmer Dietrich Karl Metten Holtermann (amt. 1929–1930) übernahm.36 Zunächst teilten sich die beiden Pastoren die Arbeit in wechselnden Amtswochen, in den 1930er wurden zwei Amtsbezirke eingerichtet, die alle drei Jahre getauscht werden sollten.37
Während der NS-Zeit hatten P. Julius Elster (amt. 1932–1949, seit 1945 vermisst) und P. Wilhelm Henning (amt. 1932–1964) die beiden Schneverdinger Pfarrstellen inne. Die 1911 gegründete CVJM-Gruppe wurde 1933 aufgelöst (nach Ende des Krieges neu gegründet).38 In seinen Antworten zum „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“, gab P. Henning rückblickend an, er und sein Amtskollege P. Elster hätten von Anfang an der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft angehört.39 Auch die neun 1933 gewählten Kirchenvorsteher (sechs im Amt bestätigt) traten der Bekenntnisgemeinschaft bei.40 Zwei von ihnen gehörten auch der NSDAP an, wie P. Henning angab: „Der eine trat aus der Partei aus, als er en antichristlichen Kurs des Staates erkannte. Der andere blieb zwar äußerlich Pg., aber innerlich ablehnend“.41 Insgesamt sei das Verhältnis zwischen Kirche und der Ortsgruppe der Partei „gut und freundschaftlich“ gewesen, denn die „führenden Leute der NSDAP waren selbst kirchlich“. Die DC seien in Schneverdingen nicht in Erscheinung getreten.
In der Nachkriegszeit wuchs die KG Schneverdingen stark an; hatte sie 1937 insgesamt 7.000 Gemeindeglieder gezählt, waren es 1950 etwa 12.000. Im Flüchtlingslager Reinsehlen gründete sich 1949 die KapG Reinsehlen, die schon 1950 nach Hambühren umzog und sich 1959 wieder auflöste.42 Seit 1949 bestand in Wintermoor eine weitere Predigtstätte.43 Auch die kath. Bevölkerung hatte sich nach Ende des Krieges vergrößert; schon seit den 1930er Jahren nutzte die Gemeinde den ev. Kirchensaal für kath. Gottesdienste.44 Seit den 1950er Jahren sammelte sie für den Bau eines eigenen Gotteshauses und 1963 konnte die kath. St.-Ansgar-Kirche geweiht werden.45
Im Jahr 1956 erhielt die Gemeinde eine dritte Pfarrstelle, die erstmals 1958 mit P. Horst Struckmeier (amt. 1958–1961) besetzt wurde.46 Mit der FKap in Wesseloh (1960) und der Kirche in Heber (1956) kamen weitere Predigtstätten hinzu.47 In Heber gründete sich 1961 eine eigenständige KG, zu der auch Benninghöfen, Bockheber, Heber Hof Möhr, Langwedel, Pietz, Scharrl, Surbostel, Tütsberg und Wulfsberg sowie Hillern gehören. Die neue Gemeinde blieb pfarramtlich mit der KG Schneverdingen verbunden (Pfarrstelle III).48 Mit dem Bau neuer Siedlungen östlich der Bahnlinie errichtete auch die Kirchengemeinde ein weiteres kirchliches Zentrum in Schneverdingen: 1965 entstand das Pfarrhaus Ost und 1968 das Gemeindehaus Ost.
1941 hatte Franz Wiebe, LSup. des Sprengels Stade, Schneverdingen als eine der „auch heute noch kirchliche[n] Perlen der Lüneburger Heide“ bezeichnet, zusammen mit den KG Neuenkirchen, Wolterdingen und Scheeßel.49 Das Wachstum der Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jh. trug mit dazu bei, dass sich die „weitbekannte alte Traditionsgemeinde der Hermannsburger Erweckungsbewegung“ wandelte. Mit Blick auf diesen Wandel stellte der Sup. des KK Rotenburg 1969 fest, dass die Tradition lebendig sei und es gleichzeitig gelinge, im Gemeindezentrum Ost für die „neu hinzuziehende z[um] T[eil] junge Bevölkerung“ etwas zu tun. Gerade vor diesem Hintergrund sei es nicht ratsam, im Osten Schneverdingens eine neue KG zu gründen, damit sich „ein ‚konservatives‘ und ein ‚modernes‘ Schneverdingen“ nicht voneinander abkapselten.50 1976 und 1985 erhielt die Gemeinde zwei weiterer Pfarrstellen. Die Schwesternstation der KG ging 1980 in der Diakonie-Sozialstation Schneverdingen auf.51 Im Ostbezirk eröffnete die Gemeinde 1991 den ev. Kindergarten Regenbogen52 und 1996 folgte der ev. Kindergarten Am Jordan.
Zum 1. Januar 1994 schließlich gründete sich aus dem bisherigen Ostbezirk der Gemeinde die eigenständige „Ev.-luth. Markus Kirchengemeinde Schneverdingen“.53 Von ihrer Muttergemeinde übernahm die Markusgemeinde zwei Pfarrstellen, die pfarramtliche Verbindung mit der KG Heber und den Kindergarten Regenbogen. In der 1996 erschienenen Festschrift „250 Jahre Peter und Paul Schneverdingen“ heißt es kritisch: „Es dürfte noch Jahre dauern, bis die Wunden dieses Einschnitts völlig vernarbt sind.“54
Im Jahr 2005 gründete sich der Förderkreis „Lebendige Gemeinde Peter und Paul“, der seitdem das kirchliche Leben in Schneverdingen unterstützt, u. a. mit der Einrichtung der Peter-und-Paul-Stiftung im Jahr 2009.55 Aus Mitteln der Stiftung stockt die Gemeinde seit 2016 die auf den halben Umfang reduzierte zweite Pfarrstelle zu einer vollen Stelle auf. Die Trägerschaft des Kindergartens ging 2012 auf den neugegründeten „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Rotenburg-Verden“ über.56

Pfarrstellen

I: vorref. – II: 1848–1851 (übergegangen auf neue KG Fintel). (1906 ständige Kollaboratur) 1929.57 – III: 1956–1994 (übergegangen auf Markusgemeinde. 1994 (neu aus IV)).58 – IV: 1976–1994 (umgewandelt in III).59 – V: 1984–1994 (übergegangen auf Markusgemeinde).60

Umfang

Schneverdingen westlich der Bahnlinie sowie die Orte Barrl, Bult, Dannhorst, Eggersmühlen, Fryersen, Gallhorn, Großenwede, Großenwede Siedlung, Hansahlen, Hasselhof, Haswede, Hemsen, Höpen, Horst (Hartenmoor), Insel, Königshof, Langeloh, Lieste, Lünzen, Lünzenbrockhof, Lünzmühlen, Meyerhof, Osterwede, Reinsehlen, Riep, Rieper Moor, Schiel, Schülern, Schülernbrockhof, Schultenwede, Sprengel, Steinbeck, Vahlzen, Voigten, Vorwerk, Wesseloh, Wieckhorst, Wintermoor (seit 1953 auch Krankenhaus Wintermoor, vorher KG Bispingen61) und Zahrensen. Bis 1851 auch Fintel und Haxloh (dann zur neuen KG Fintel). Bis 1924 auch Reimerdingen, Hillern und Gröps (dann zur KG Wolterdingen).62 Bis 1961 auch Benninghöfen, Bockheber, Heber Hof Möhr, Langwedel, Pietz, Scharrl, Surbostel, Tütsberg und Wulfsberg (dann zur neuen KG Heber).63 Bis 1994 auch der östlich der Bahnlinie gelegene Teil Schneverdingens (dann zur neuen Markusgemeinde.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Scheeßel der Diözese Verden. – 1567 Spezial-Superintendentur für das Amt Rotenburg (wechselnde Suptur.-Sitze). Seit 1659 Propstei Rotenburg innerhalb der Insp. für die Ämter Verden und Rotenburg, 1676/81 Propstei aufgehoben; Schneverdingen kam zur Propstei bzw. Insp. Verden. 1827 zur neuen Insp. Rotenburg (1924: KK).

Patronat

Der Bf. von Verden, in der zweiten Hälfte des 17. Jh. die Gf. von Königsmarck, dann der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Ansicht von Südosten

Kirche, Ansicht von Südosten

Rechteckiger Feldsteinbau mit dreiseitigem Chorschluss und Anbauten nach Norden (Querarm) und Süden (Sakristei), erbaut 1745/46 (Maurermeister Christian Götze, Voigtland). Satteldach, nach Osten abgewalmt; Strebepfeiler im Westen und am Chor; flachbogige Fenster mit steinernem Mittelpfosten. Im Innern flache Balkendecke, Altar an südlicher Längsseite; zweistöckige, umlaufende Emporenanlage auf gusseisernen Stützen, die bis zur Decke reichen. 1785 Dachreiter abgebrochen.64 1862/63 Umgestaltung Innenraum (Fußboden abgesenkt, zweistöckige Emporenanlage, Altar an Südseite). 1922 Anbauten an Nord- und Südseite errichtet, Decke erhöht. 1958/59 Innenrenovierung.

Turm

Neugotischer Backsteinturm, erbaut 1864–66 (Entwurf: Jürgen Meyer, Schneverdingen). Zwei vierseitige Geschosse, darüber achtseitiges Glockengeschoss und hoher verkupferter Turmhelm mit acht Erkern, Kugel und Kreuz als Bekrönung. Vier Strebepfeiler an den Ecken, die westlichen schräg gestellt; spitzbogiges Westportal, darüber runde Blendnische; im zweiten Geschoss Spitzbogenfenster; im Glockengeschoss acht Schallfenster, vier davon vermauert; Turmuhr (1909, J. F. Weule, Bockenem). 1907 Spitze abgebrannt (Blitzeinschlag; Uhr zerstört, Glocken erhalten). 1908 neue Turmspitze errichtet (Entwurf: Eduard Wendebourg, Hannover), vier der acht Schallfenster vermauert. 1986 Mauerwerkssanierung, Schieferdach durch Kupferdach ersetzt.

Vorgängerbau

Rechteckiges Kirchenschiff, leicht eingezogener Chor mit dreiseitigem Chorschluss, Sakristeianbau an der Nordseite.65 Kirche knapp 28 Meter lang, im Schiff 6 Meter breit, im Chor gut 4,5. Im Innern Gewölbe in Schiff und Chor; Emporen im Westen, Norden und Süden. Neben der Kirche freistehender hölzerner Glockenturm mit Schlaguhr, Inschrift über der Tür „Hans im Gropes me reparare fecit 1572 (oder 1562)“.66 Kirche im April 1745 abgerissen (baufällig und zu klein). Turm 1864/65 ersetzt.

Kirche, Innenansicht, nach 1976

Kirche, Innenansicht, nach 1976

Ausstattung

Kanzelaltar (um 1745/46), architektonischer Aufbau, Kanzelkorb mit Schalldeckel zwischen korinthischen Pilasterbündeln, darüber Segmentbogen mit dreieckigem Gottesauge in Wolken- und Strahlenkranz; am Kanzelkorb Kruzifix sowie zwei Figuren (Moses und Johannes der Täufer); seitliche, segmentbogige Durchgänge; Altar mit seitlichen Schranken. – Bronzener Taufkessel (14. Jh.), auf einem Bodenring stehen vier Figuren mit schräg gelegten Köpfen, die den Kessel tragen; Inschrift am oberen Rand: „Sanctus fons vivens, aqua regenerans, unda purificans“ (Heilige, lebendige Quelle, wiedergebärendes Wasser, reinigende Welle). – Grabplatte des bischöflichen Vogts Galle Berger († um 1581/82), mit Reliefdarstellung des Verstorbenen. – Inschriftentafel: „Durch Gottes Gnade ist 1745, d[en] 16. April diese St. Petri und Pauli Kirche zu Schneverdingen zu bauen angefangen, und 1746, d[en] 15. Sep[tember] vollendet, da hier waren Pastor M[agister] Angelus Matthaeus Büttner, Juraten Joh. Brummerhoff, Jürg. Meyer, Jonas Rogge und verfertigt von Joh. Christian Goetze aus Voigtland. Gott allein die Ehre.“ – Inschriftentafel: „Durch Gottes Gnade ist das Innere dieser Kirche umgebaut worden in den Jahren 1862 u[nd] 1863 durch den Kirchenvorsteher Mühlenbesitzer Jürg. Meӱer in Schneverdingen, da hier waren Pastor Geo[rg] Diedr[ich] Aug[ust] Brünjes. Kirchenvorsteher Jürg. Meӱer zu Schneverdingen, Joach. Tödter zu Langwedel, Christoph Tödter zu Reimerdingen, Heinr. Westermann zu Großewede, Joh. Joach. Riebesel bei Barrl.“ – Inschriftentafel: „Der Grundstein zu diesem Thurme welchen der Mühlenbesitzer und Kirchenvorsteher Jürg. Meӱer zu Schneverdingen erbauet hat, ist am 8. Juni 1864 gelegt worden durch den Pastor Geo[rg] Diedr[ich] Aug[ust] Brünjes und die Kirchenvorsteher Jürg. Meӱer zu Schneverdingen, Joach. Tödter zu Langwedel, Christoph Tödter zu Reimerdingen, Heinr. Westermann zu Großenwede, Joh. Joach. Riebesel bei Barrl. Vollendet wurde der Bau durch Gottes Gnade im Jahre 1866 am 1. August“. – Außen drei Grabsteine: P. Carl Heinrich Christoph Nordmeyer († 1827), Artilleriemajor Carl Conrad Meyer († 1833), Sup. August Kettler († 1844).

Orgel, vor 1976

Orgel, vor 1976

Orgel

1616 Orgel gestiftet von Bf. Philipp Sigismund von Verden (amt. 1586–1623), aufgestellt wohl an Nordseite des Chorraums; im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) „von durchziehenden Schweden unbrauchbar“ gemacht (um 1641).67 1692 alte Orgel „so unbrauchbar, und nicht wohl kann repariret werden“.68 1738 gebrauchte Orgel angeschafft, 8 Reg., aus der Pesthofenschen Kirche in Hamburg, dort 1686 repariert von Arp Schnitger (Hamburg), beim Abbruch der Kirche 1745 ins Pfarrhaus gebracht, dort 1770 bei Hausbrand zerstört. Neue Orgel 1795/96, erbaut von Georg Wilhelm Wilhelmy (Stade), 18 II/P, mechanische Traktur, zunächst auf Westempore, 1862/63 auf Nordempore versetzt.69 1928 neues Orgelwerk von Furtwängler & Hammer (Hannover), 42 (davon drei Transmissionen) III/P, pneumatische Traktur, Taschenladen (Opus 1035), Gehäuse von 1795 wiederverwendet. 1959 Pneumatik überholt. 1976 Orgelneubau, ausgeführt von Rudolf Janke (Bovenden), 24 III/P, mechanische Traktur, Schleifladen, Instrument aufgestellt auf der unteren Nordempore; Prospekt und Prospektpfeifen von 1795 nicht wieder verwendet und eingelagert; altes Orgelwerk verkauft.70

Geläut

Vier LG, I: f’ (Bronze, Gj. 1652/53, Wandergießer Claudius Gage, Lothringen), Inschrift: „Hermans Schacht, Pastor. Christoph von Mandelsloh, Voigt. Kirchschwor Egger Ttodter, Casten Schroder. Iochem tvr Moer. M C G Anno 16523“; II: as’, Inschrift: „Kommt, denn es ist alles bereit. Lk 14,17“, Kelch, Brot, Kreuz; III: b’, Inschrift: „Der Meister ist da und ruft dich. Joh 11,28“, Bild: Kreuz und Lilienkrone (beide Bronze, Gj. 1952, Firma Rincker, Sinn); IV: des’’ (Bronze, Gj. 1660, Wandergießer Claudius Gage, Lothringen), Inschrift: „H Hermans Schacht Pastor zv Schneverding. Conrad von Reden Vogt. Ivraten Eggert Toder, Casten Schroder, Ioachim zur Moer. M. Clauvde Gage Anno 1660“, Glocke 1942 zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und seit 1948 wieder in Schneverdingen.71 – Früherer Bestand: 1692 waren vorhanden „drey Klocken […] wovon die größte geborsten“.72 Eine LG (Bronze, Gj. 1695, Christoph Haupner, Stade), Inschrift: „Vox mea vox viate voco vos ad sacra venite sic Devs ad cvltvm vos vocat arte svvm (Meine Stimme ist die Stimme des Lebens. Ich rufe euch zum Heiligtume. Kommt, so ruft euch Gott zu seiner Verehrung durch die Kunst), „Campana haec fvsa est Stade Anno MDCXCV“ (Diese Glocke ist in Stade im Jahr 1695 gegossen) und „Pastore M[agister] Gerhardt Henrich Bredehold. Praetore Christoph Beürmann. Ivratis Hans Schröder, Iacob Inselmann, Ohann Volckmer. Christoph Havpner“; Glocke im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.73 Zwei neue LG (beide Bronze, Gj. 1929, Firma Rincker, Sinn), I: cisʼ, Inschrift: „O Land, Land, Land, Höre des Herrn Wort. Jer 22.29. Für die Schwester erstand ich, die dem Kriege ward geweiht, an die Helden mahn ich, die tapfer im Streit, zum Frieden ruf ich, zur Seligkeit“ und „Pastor Friedrich Möller und Remmer Holtermann, Organist Heinrich Heringslack, Kirchenvorsteher H. W. Broocks/Schneverdingen, J. Renken/Insel, D. Brooks/Schülern, H. Tödter/Freyersen, W. Riebesehl/Reinsehlen, H. Schröder/Heber, Chr. Heins/Großenwede, Gemeindevorsteher von Schneverdingen Th. Meyer, ältester Lehrer des Kirchspiels H. Heinbokel“ sowie „Im Jahr des Heils 1929 goß mich F. W. Rincker in Sinn“; II: fisʼ, Inschrift: „Der Meister ist da und ruft dich. Johs 11.28“ und „O Minschen, horcht up mienen Sang, o kamt und folgt den Läwensklang, o kamt ton Heil, o kamt doch ilig, o kamt doch alle, kamt doch willig, o kamt ton heiligen Deenst des Herrn, Gott ropt jo sülwens, kamt doch gern“ (August Brunckhorst, Heimatdichter) sowie „Im Jahr des Heils 1929 goß mich F. W. Rincker in Sinn“; beide Glocken im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus Friedensstraße (Bj. 1963). – Pfarrhaus Bruchstraße (Bj. 1957). – Pfarrhaus Ost (Bj. 1965, seit 1994 Markusgemeinde). – Gemeindehaus-Mitte mit Kirchenbüro (Bj. 1913/14, als Erweiterung des 1969 abgerissenen alten Pfarrhauses von 1771, grundlegender Umbau 1969/70). – Gemeindehaus Ost (Bj. 1968, seit 1994 Markusgemeinde). – Kindergarten Regenbogen (Bj. 1991, seit 1994 Markusgemeinde). – Kinder- und Jugendhaus (Bj. 1994/95). – Schafstallkirche (Bj. 1968, neu erbaut nach Brand 2002).

Friedhof

Ehemaliger kirchlicher Friedhof rund um die Kirche, 1945 aufgehoben. Alter kirchlicher Friedhof an der Bergstraße, in Benutzung seit 1856, FKap (Bj. 1867/68); seit 1972 in städtischer Verwaltung, seit 1992 keine neuen Grabstätten.74 Neuer kirchlicher Friedhof im Südosten Schneverdingens, angelegt 1890, FKap (Bj. 1975); seit 1972 in städtischer Verwaltung. Kommunaler Friedhof in Lünzen, angelegt 1926. Kommunaler Friedhof in Ehrhorn (Wintermoor), angelegt 1944, FKap. (Bj. 1947, erweitert 1967). Kommunaler Friedhof in Wesseloh, angelegt 1953. FKap (Bj. 1960) mit Glockenturm (Bj. 1997). Kommunaler Friedhof in Großenwede, angelegt 1953.

Liste der Pastoren (bis 1940)

1. Pfarrstelle. 1567–1579 Johannes Stradtmann. – 1… Eves. – 1… Hinrich Deterding. – 1621–1633 Burchard Kolthammer. – 1634–1677 Hermann Schacht. – 1678–1689 Friedrich Ernst Mebesius. – 1690–1729 Magister Gerhard Hinrich Bredeholz. – 1730–1743 Justus (Johann?) Burchard Gecius. – 1744–1748 Magister Angelus Matthäus Büttner. – 1749–1760 Johann Christoph Parpard. – 1761–1768 Ernst Jakob Klee. – 1769–1793 Johann Christoph von Hanffstengel. – 1794–1815 Johann Christian Meier. – 1816–1827 Karl Heinrich Christoph Nordmeyer. – 1829–1844 August Kettler. – 1846–1853 Friedrich Adolf Borchers. – 1854–1873 Georg Dietrich August Brünjes. – 1874–1883 Christian Wilhelm Ferdinand Krome. – 1884–1911 Friedrich Speckmann. – 1911–1925 Peter Wilhelm Theodor Bartels. – 1926–1931 Dietrich Hermann Friedrich Möller. – 1932–1949 Julius Karl Adolf Dietrich Elster.
2. Pfarrstelle. 1929–1930 Remmer Dietrich Karl Metten Holtermann. – 1932–1964 Wilhelm Hinrich Henning.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 354

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 5 Nr. 787 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 7402–7408); A 8 Nr. 386 (CB); D 61 (EphA Rotenburg); E 9 (Amt für Bau- und Kunstpflege); Kons. Stade, A 2 Nr. 1384–1395, A 6 Nr. 7403–7406, A 8 Snv, A 9 Nr. 2563–2565, 2570, 2751 (Akten des Konsistoriums in Stade); L 5g Nr. 288–289, 470, 764–765 (LSuptur. Stade); S 9 rep Nr. 2077, 2094 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7009 (Findbuch PfA).

Literatur & Links

A: Asmus, Verdener Akten, S. 47–48; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1177; Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 47–51; Meyer, Pastoren II, S. 354; Pantel, Denkmaltopographie Lkr. Soltau-Fallingbostel, S. 275–277; Wieden/Lokers, Lebensläufe II, S. 137–141.
B: Manfred Heinecker und Heiner Wajemann (Hg.): Als Hirte in der Heide. Lebenserinnerungen des Heidepastors Friedrich Speckmann 1843–1911, Hermannsburg [2007]; Manfred Heinecker und Heiner Wajemann (Hg.): Ein Leben zwischen Schule und Pfarre. Die Memoiren des Schneverdinger Pastoren Johann Christian Meier von 1811, Schneverdingen 2011; Günter Nielebock & Heiner Wajemann: 250 Jahre Peter und Paul Schneverdingen. 1746 bis 1996, Schneverdingen 1996; Walter Peters: Schneverdingen in fünf Jahrzehnten. Eine Dokumentation, Schneverdingen 1994; Gerhard Röper: 750 Jahre Schneverdingen, Schneverdingen 1981.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche, Taufe, Glocke, Grabplatte

GND

6120700-7, Evangelisch-Lutherische Peter-und-Pauls-Kirchengemeinde (Schneverdingen); 1163835307, Peter-und-Paul Kirche (Schneverdingen)

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 264; Nielebock & Wajemann, S. 26.
  2. UB Verden I, Nr. 313.
  3. UB Verden I, Nr. 351, A.
  4. UB Verden I, Nr. 656.
  5. Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 47.
  6. LkAH, L 5g, Nr. 288 (Visitation 1937).
  7. Nielebock & Wajemann, S. 12.
  8. UB Verden I, Nr. 351, B, 17.
  9. UB Verden I, Nr. 390, vgl. auch ebd. Nr. 396 (1246) und 424 (1251).
  10. 1306: Lüneburger UB XV, Walsrode, Nr. 92; 1318: Sudendorf, UB I, Nr. 305.
  11. 1338: Röper, S. 104; Nielebock & Wajemann, S. 12 (jeweils ohne Beleg). 1378: UB Verden III, Nr. 1044.
  12. UB Verden IV,1, Nr. 528.
  13. UB Verden IV,2, Nr. 1318.
  14. Vgl. zum Folgenden: Jarecki, Reformation, S. 81 ff., sowie die Beiträge von Hans Otte, Matthias Nistal und Thomas Vogtherr in Dannenberg/Otte, Reformation.
  15. Zu Bf. Christoph vgl. den Beitrag von Matthias Nistal in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 39 ff.
  16. Zit. bei Jarecki, Reformation, S. 94. Zu Holle vgl. den Beitrag von Thomas Vogtherr in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 53 ff. Die päpstliche Bestätigung konnte Holle nicht beibringen.
  17. Bei der Visitation wurden nicht die einzelnen Gemeinden besucht; vielmehr fand für das jeweilige Amt eine Predigerversammlung in Rotenburg (Wümme) und eine in Verden statt, vgl. Jarecki, Reformation, S. 99 f.
  18. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 145 ff: „Kirchenordnung, wie es mit christlicher lehr und ceremonien, verreichung der h[eiligen], hoch[wirdigen] sacramenten und andern kirchensachen im stift Verden hinfort durch Gottes gnad und beystand ordentlich gehalten werden soll“.
  19. Vgl. dazu Metzler S. J., Arnoldi, bes. S. 144 ff.
  20. Nielebock & Wajemann, S. 14 und 143.
  21. Zit. bei Nielebock & Wajemann, S. 22. Zum Folgenden ebd., S. 23 ff.
  22. Entwurfszeichnung im StA Stade (mit Digitalisat): NLA ST Karten Neu Nr. 00795. Gedruckt bei Nielebock & Wajemann, S. 21. Neubauentwürfe im StA Stade (jeweils mit Digitalisat), NLA ST Karten Neu Nr. 00813 und NLA ST Karten Neu Nr. 00797. Gedruckt bei Nielebock & Wajemann, S. 22 und 29.
  23. Nielebock & Wajemann, S. 26.
  24. Nielebock & Wajemann, S. 119.
  25. Heinecker & Wajemann, Meier, S. 179. Vgl. auch Nielebock & Wajemann, S. 118.
  26. Heinecker & Wajemann, Meier, S. 189.
  27. Vgl. Heinecker & Wajemann, Meier, S. 11.
  28. Heinecker & Wajemann, Meier, S. 222.
  29. Nielebock & Wajemann, S. 35 ff.
  30. Vgl. u. a. Röper, S. 53 ff.
  31. Nielebock & Wajemann, S. 119.
  32. Heinecker & Wajemann, Speckmann, S. 151 f. und S. 181 f.; vgl. auch Röper, S. 209 ff.
  33. Heinecker & Wajemann, Speckmann, S. 184.
  34. Nielebock & Wajemann, S. 120.
  35. Peters, S. 229.
  36. KABl. 1906, S. 96; KABl. 1929, S. 28. Vgl. auch Heinecker & Wajemann, Speckmann, S. 245 f.
  37. LkAH, L 5g, Nr. 288 (Visitation 1937).
  38. Nielebock & Wajemann, S. 96; LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 11.
  39. LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 11.
  40. Nielebock & Wajemann, S. 121; LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 20 f.
  41. Dies und das folgende Zitat: LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 11.
  42. KABl. 1949, S. 61; KABl. 1959, S. 142.
  43. LkAH, L 5g, Nr. 288 (Visitation 1950).
  44. LkAH, S 1 H III Nr. 713, Bl. 19; Vgl. auch LkAH, L 5g, Nr. 288 (Visitation 1963).
  45. Vgl. auch LkAH, L 5g, Nr. 288 (Visitation 1956). Peters, S. 232 f.
  46. KABl. 1956, S. 86.
  47. LkAH, L 5g, Nr. 288 (Visitation 1963).
  48. KABl. 1961, S. 4.
  49. LkAH, L 5g, Nr. 284 (Visitation 1941).
  50. LkAH, L 5g, Nr. 289 (Visitation 1969). Vgl. auch ebd., Visitation 1974.
  51. Peters, S. 309.
  52. Peters, S. 468 f.
  53. KABl. 1993, S. 193 f.
  54. Nielebock & Wajemann, S. 141.
  55. KABl. 2010, S. 13.
  56. KABl. 2012, S. 294 ff.
  57. KABl. 1906, S. 96; KABl. 1929, S. 28.
  58. KABl. 1956, S. 86; KABl. 1993, S. 193 f.
  59. KABl. 1976, S. 57; KABl. 1993, S. 193 f.
  60. KABl. 1984, S. 44; KABl. 1993, S. 193 f. Aufgeteilt auf Endo-Klinik (drei Viertel) und KG (ein Viertel), vgl. Nielebock & Wajemann, S. 141.
  61. KABl. 1953, S. 33.
  62. KABl. 1924, S. 87.
  63. KABl. 1961, S. 4.
  64. Nielebock & Wajemann, S. 37.
  65. Grund- und Aufriss sowie Quer- und Längsschnitte im StA Stade (mit Digitalisat): NLA ST Karten Neu Nr. 00795. Gedruckt bei Nielebock & Wajemann, S. 20 (dort auf 1692 datiert).
  66. Nielebock & Wajemann, S. 37.
  67. Nielebock & Wajemann, S. 21. Zum Folgenden ebd., S. 73 ff. Vgl. auch Röper, S. 119.
  68. Zit. in Nielebock & Wajemann, S. 21.
  69. LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 570, Bl. 19. Vgl. zum Orgelneubau: Johann Christian Meier: Kurze Nachricht über die zu Schneverdingen im Jahre 1795–1796 neuerbaute Orgel…, Stade 1798, auch in: Heinecker & Wajemann, Meier, S. 221 ff.
  70. Siehe https://www.orgel-information.de/Orgeln/s/sa-se/Schneverdingen_Peter_Paul.html, 02.12.2020.
  71. Schlagtöne bei Nielebock & Wajemann, S. 51 angegeben mit eʼ – gʼ – aʼ – cʼʼ (eʼ+13 – gʼ+12 – aʼ+8 – cʼʼ+9 entspricht fʼ-3 – asʼ-4 – bʼ-8 – desʼʼ-7, vgl. LkAH, L 5g, Nr. 289, Visitation 1969).
  72. Zit. bei Nielebock & Wajemann, S. 37.
  73. Übersetzung nach Nielebock & Wajemann, S. 47. Zum Folgenden ebd., S. 47 ff.
  74. Peters, S. 487.