Sprengel Osnabrück, KK Melle-Georgsmarienhütte | Patrozinium: Petrus | KO: Keine Kirchenordnung

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Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich lässt sich die spätere Stadt erstmals 1169 in einer Urkunde Bf. Philipps von Osnabrück nachweisen, in der die parrochia Menele, also die Parochie Melle, erwähnt ist.1 Als oppidum ist Melle zuerst 1350 im Lehnbuch des Osnabrücker Bf. Johannes Hoet genannt.2 1443 erhielt das stediken und Wigbold Melle vom Münsteraner Bf. Heinrich, gleichzeitig Administrator des Bistums Osnabrück, ein landesherrliches Wigboldprivileg, also eine Bestätigung städtischer Rechte. Aus dem gleichen Jahr stammt das älteste Meller Siegel.3 Die Lage an der wichtigen Straße von Osnabrück nach Herford begünstigte die Entwicklung des Ortes. Melle gehörte zum Hochstifts Osnabrück und zählte dort zum Amt Grönenberg, das sich im 14. Jh. herausbildete (Amtssitz Burg Grönenberg westlich von Melle). Seit Ende des Dreißigjährigen Krieges regierten abwechselnd kath. und luth. Bischöfe das Hochstift; letztere stammten stets aus dem Haus Braunschweig-Lüneburg.4 Nach den Bestimmungen des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 wurde das Hochstift als Fsm. Osnabrück Teil des Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Hannover). In der napoleonischen Zeit war Melle Hauptort des gleichnamigen Kantons, zunächst von 1807 bis 1810 im Kgr. Westphalen (Distrikt Osnabrück, Departement Weser) und später von 1811 bis 1813 im Kaiserreich Frankreich (Arrondissement Osnabrück, Departement Obere Ems). Danach zählte Melle, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Amt Grönenberg, bevor es 1852 Sitz des Amtes Melle wurde; im gleichen Jahr erhielt Melle Stadtrecht. Nach der preußischen Annexion von 1866 blieb die Ämterstruktur vorerst bestehen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 wurde Melle Kreisstadt; 1929 wurden die Gebiete nördlich der Stadt eingemeindet (Bahnhof, Industriegebiet). Der Kr. Melle ging 1972 im Lkr. Osnabrück auf; alle Gemeinden des ehemaligen Kr. Melle wurden in die Stadt Melle eingemeindet. Melle war eine kleine Landstadt mit Ackerbürgern, Handwerkern und einigen Kaufleuten (bes. Garn- und Leinenhändler). Die Stadt war nachgeordnetes Mitglied der Hanse, das heißt Melle vertrat seine Interessen innerhalb des Städtebundes nicht selbst, sondern hatte dies der Nachbarstadt Osnabrück übertragen.5 Im Jahre 1855 erhielt Melle einen Bahnhof (Strecke Löhne–Rheine), in dessen Umgebung sich ein Industrieviertel entwickelte. 1867 erschien die erste Meller Tageszeitung. Mit dem Bau neuer Wohnviertel wuchs die Stadt, besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jh. 1821 lebten in Melle knapp 1.080 Menschen, 1885 insgesamt 2.356 (1.769 ev., 574 kath., 12 jüd.), 1939 knapp 5.650, 1950 knapp 9.050 und 2017 gut 19.200 (nur Melle-Mitte, gesamtes Stadtgebiet einschließlich Eingemeindungen: 48.180).

Kirche, Ansicht von Nordwesten, Luftbild, 1948

Kirche, Ansicht von Nordwesten, Luftbild, 1948

Melle war Sitz eines kleinen Archidiakonats des Bistums Osnabrück, zu dem neben Melle selbst nur noch Oldendorf gehörte.6 Als archidiaconus in Melle ist u. a. 1317 ein Gerhard von Varendorf belegt.7
Ab 1973 war Melle Sitz der Suptur. des KK Buer, der seither den Namen KK Melle trug.8 Zum KK zählten die KG Arenshorst, Bad Essen, Barkhausen-Rabber, Bennien, Bohmte, Buer, Hoyel, Hunteburg, Lintorf, Melle (Paulus), Melle (St. Petri), Neuenkirchen, Oldendorf, Ostercappeln und Venne. Im Oktober 2011 gründeten die KK Bramsche, Georgsmarienhütte und Melle den „Ev.-luth. Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land“.9 Zum 1. Januar 2013 gab der KK Melle die KG Arenshorst, Bad Essen, Barkhausen-Rabber, Bohmte, Hunteburg, Lintorf, Ostercappeln und Venne an den KK Bramsche ab und fusionierte mit dem KK Georgsmarienhütte (der gleichzeitig einige Gemeinden an den KK Osnabrück abgab) zum neuen KK Melle-Georgsmarienhütte, Sitz der Suptur. ist Melle.10
In Melle ließ der Osnabrücker Bf. vermutlich Ende des 8. Jh. bei einem bischöflichen Hof (curtis) die Taufkirche für den Grönegau errichten. Urkundlich belegt sind Parochie und Kirche in Melle jedoch erst 1169, als Bf. Philipp von Osnabrück einen Altar (möglicherweise im Dom) mit verschiedenen Gütern ausstattete, u. a. mit Besitzungen in parrochia Menele in villa Lare (in der Parochie Melle im Dorf Laer).11 Melle gehörte neben Wiedenbrück (später Schledehausen), Bramsche und Dissen zu den vier Kaplaneien des Bistums Osnabrück, das heißt der Bf. entschied über die Besetzung der Meller Pfarrstelle und übertrug sie stets einem seiner Domherren.12 Den eigentlichen Pfarrdienst versah in der Regel ein Vikar. 1263 ist Domherr von der Horst als Pfarrer von Melle belegt, 1289 war Heinrich Trappe Vikar.13 Als weitere vorref. Geistliche sind im 14. Jh. Radbert (1345) und Gottschalk Honneben (1351) nachgewiesen.14 1425/26 bemühten sich der Euerhardus Golten und Hermannus Ruwe de Almelo um die Pfarrstelle in Melle, die anscheinend Albert de Lechede wegen fehlender Weihen aberkannt worden war.15 1470 war Johannes Plaggenbode Pfarrer in Melle.16 Im Jahre 1461 richteten Meller Bürger und Grönenberger Burgmänner eine Vikarie an der Meller Kirche ein und statteten sie mit verschiedenen Stiftungen aus. Erster Inhaber der Vikarie war Heinrich Leifarth oder Leiferding (amt. 1461-1482). Bei Neubesetzungen der Stelle sollten sich Kirchherren und Stifter abwechseln.17

Kirche, Ansicht von Südosten, vor 1977

Kirche, Ansicht von Südosten, vor 1977

Ohne Konsultation des Domkapitels beauftragte der Osnabrücker Bf. Franz von Waldeck 1543 den Lübecker Sup. Hermann Bonnus damit, in Bistum und Hochstift Osnabrück die Reformation einzuführen. Auf Grundlage seiner KO für die Stadt Osnabrück erarbeitete Bonnus die Kerckenordnung vor de landkercken des stifts Osenbrugge und bereiste einige Gemeinden des Bistums, um die KO zu verbreiten und die Eignung der Pfarrer zu prüfen.18 In Melle entschied der Rat am 1. August 1545, die luth. Lehre anzunehmen.19 1548 jedoch zwang das Domkapitel Bf. Franz, die Reformation zurückzunehmen. Allerdings gelang keine vollständige Rekatholisierung und die konfessionellen Verhältnisse im Osnabrücker Land blieben in der Schwebe. Als der Jesuit Albert Lucenius im Januar 1625 Melle visitierte, lag das Pfarramt seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Hand von P. Georg Coeverden (amt. bis 1625); er sei fast 80 Jahre alt und katholisch, allerdings teilte er das Abendmahl in beiderlei Gestalt aus. Vikar und Schulmeister Gerhard Hassel sei Lutheraner, ebenso der Küster. Überhaupt sei das Volk „vom Sauerteig der Irrlehre Luthers durchdrungen“ und „in der Kirche schmeckt alles nach Luthertum“, fasste Lucenius seine Beobachtungen zusammen (Populus Lutheri haeresi fermentatus. In templo omnia lutheranismum sapientia).20 Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges schließlich teilten Lutheraner und Katholiken die Kirchspiele des Osnabrücker Landes untereinander auf; entscheidend dabei war der konfessionelle Stand im ‚Normaljahr‘ 1624, über den u. a. anhand von Zeugenaussagen geurteilt wurde. Das Ergebnis der Verhandlungen ist in der Capitulatio perpetua Osnabrugensis von 1650 festgehalten; dort heißt es: „Hingegen soll auch den Augspurgischen confessionsverwanten in Melle ein aigne Kirche vor ihr exercitium zu erbauen frey stehen und die alte pfarrkirche den catholischen zu ihrem exercitio überlassen werden.“21 Melle wurde also bikonfessionell und sollte zwei Kirchen bekommen. Die ev. Bürger ersuchten den Osnabrücker Bf. vergeblich um die Einrichtung eines Simultaneums, also die Nutzung einer Kirche sowohl für kath. als auch für luth. Gottesdienste.22 Im Recessus Mellensis regelten die nunmehr zwei Gemeinden 1651 die Aufteilung des Vermögens (u. a. fiel die Vikarie von 1461 an die ev. Gemeinde); ergänzende Regelungen folgten 1671 (u. a. ev. Beerdigungen auf kath. Friedhof möglich und umgekehrt) und 1874.23 Im Jahr 1662 lebten in Melle 2.335 Lutheraner und 396 Katholiken.24
Erster Pfarrer der neuen luth. Gemeinde wurde P. Anton Seumenicht (amt. 1648-1683). Etwa 50 Meter östlich der kath. Kirche begann 1650 der Bau der ev. Kirche; ein sogenanntes Querhaus diente als Schallschutz zwischen den beiden Gebäuden.25 Die Einkünfte der 1461 eingerichteten Vikarie dienten teilweise zur Besoldung des ev. Pfarrers, die Inhaber der Burgmannenhäuser Laer und Bruche behielten sich jedoch ihr Präsentationsrecht vor.26 Als sie 1694 neben der Pfarrstelle auch die Vikarie wieder besetzten, protestierte das kath. Domkapitel, da in der Capitulatio perpetua nicht zwei ev. Geistliche für Melle erwähnt seien. Nachdem 1698 der kath. Bf. Karl Joseph die Regierung in Osnabrück übernommen hatte, setzten Archidiakon und Domkapitel beide ev. Pfarrer – P. Theodor Heinson (amt. 1695-1698) und P. Hermann Eberhard Meyer (amt. 1695-1698) – ab. An ihrer statt kam P. Gerhard Kahmann (amt. 1699-1748) nach Melle, bis 1698 ev. Schlossprediger in Iburg und dann ohne Stellung, da die ev. Schlosskirche mit dem Tod des ev. Bf. Ernst August I. geschlossen worden war. Das ev. Konsistorium in Osnabrück weigerte sich, P. Kahmann der üblichen Prüfung zu unterziehen, schritt jedoch nicht weiter gegen seine Einsetzung ein. Die Burghäuser Laer und Bruche hingegen sahen ihr Patronatsrecht missachtet und erhoben Klage vor dem Reichskammergericht. Archidiakon und Domkapitel leiteten ihren eigenen Anspruch auf das Patronat über die Pfarrstelle u. a. von der Tatsache ab, dass die ev. Kirche aufgrund des Recessus Mellensis einen Teil der Einkünfte der kath. Pfarrkirche übernommen habe und somit ihre Tochterkirche (filia) sei. Das unstrittige Patronat des Domkapitels über die kath. (Mutter-)Kirche müsse demzufolge auch für die ev. (Tochter-)Kirche gelten. Der ev. Bf. Ernst August II. (amt. 1716-1728) verfügte 1720 die Absetzung P. Kahmanns. Nachdem die Gemeinde daraufhin eine Bittschrift an den Bf. gesandt hatte, den langjährigen Pfarrer in seinem Amt zu belassen, legte der Bf. den Burghäusern Laer und Bruche nahe, P. Kahmann nun ihrerseits für die Pfarrstelle in Melle zu präsentieren. Diese folgten dem bischöflichen Wunsch und P. Kahmann betreute die Gemeinde noch bis 1748. Das Osnabrücker Domkapitel protestierte beim Reichshofrat in Wien, erreichte aber letztlich keine Änderung der Patronatsregelung zu seinen Gunsten.
Dem Meller Stadtbrand von 1720 fiel auch die ev. Kirche zum Opfer: „die schöne Orgel, so über 1000 Reichsthaler gekostet, nebenst dem schönen Altar, Cantzel und allen kostspieligen Priechen, Gebäu und Zieraten ist in die Asche verfallen“ heißt es in einem zeitgenössischen Bericht.27 Kirchenbücher und das Archiv verbrannten ebenfalls. Die Gemeinde ließ an gleicher Stelle die bis heute erhaltene neue Kirche errichten. Der Meller P. Johann Caspar Neuschäfer (amt. 1768-1789) gab 1780 das „Christliche Gesangbuch für die Evangelisch-lutherischen Gemeinden im Hochstift Osnabrück“ heraus.28 Theologisch lässt sich P. Neuschäfer – genauso wie seine Nachfolger P. Jacob Christoph Krochmann (amt. 1789-1819) und P. Justus Diedrich Block (amt. 1819-1871) – als Rationalist charakterisieren. Der Hilfsprediger P. Georg Karl Adolf Wilhelm Sievers (amt. 1858-1865) verhalf der luth. Erweckungsbewegung zu Einfluss in der Gemeinde.29 Ein Posaunenchor gründete sich in den 1880er Jahren. In die Amtszeit von P. Friedrich Wilhelm Thiemann (amt. 1872-1900) fiel 1894 die Eröffnung des ev. Krankenhauses Melle.30 Die Einrichtung blieb bis in die 1970er Jahre in Trägerschaft der KG (im Visitationsbericht 1972 heißt es: „Es ist wohl das einzige Krankenhaus in der ganzen Landeskirche, dessen Träger eine Kirchengemeinde ist“31). Später übernahm eine Stiftung die Trägerschaft, 2003 fusionierten ev. und kath. Krankenhaus und seit 2009 gehört das Christliche Klinikum Melle zur Gruppe der Niels-Stensen-Kliniken.

Kirche, Blick zum Altar, 1948

Kirche, Blick zum Altar, 1948

Die seit den 1850er Jahren stark gewachsene Gemeinde bekam Ende des 19. Jh. wieder einen zweiten Geistlichen; auf die Einrichtung einer ständigen Pfarrkollaboratur 1898 folgte ein Jahrzehnt später die Umwandlung in eine zweite Pfarrstelle.32 Insgesamt wirkten während der NS-Zeit vier Pfarrer in Melle: P. Gustav Lücke (amt. 1909-1937), P. Ernst Achilles (amt. 1937-1957), P. Hans Heinrich Julius Adolf Precht (amt. 1927-1939) und P. Karl Schönemeier (amt. 1939-1940). Nach den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“, den P. Achilles 1946 ausgefüllt hatte, standen alle eher der BK nahe; P. Schönemeier gehörte der NSDAP an. Anlässlich der Visitation im Dezember 1933 hatte P. Precht notiert: „Infolge der nationalsozialistischen Revolution wagen sich kirchenfeindliche Bestrebungen nicht mehr an die Öffentlichkeit.“33 In der Gemeinde bildete sich eine DC-Gruppe, die auch Verbindungen zum KV besaß.34
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden auf dem Gebiet der KG Melle in den bislang überwiegend kath. Ortschaften Wellingholzhausen und Gesmold ev. „Flüchtlingsgemeinden“. Die Betreuung der 1945 etwa 2.000 Gemeindeglieder lag zunächst in der Hand von Ostgeistlichen wie P. Erich Sobotta (amt. 1949-1950); ab 1950 übernahmen die Meller Pfarrer die Betreuung. In Wellingholzhausen diente ein Gasthaussaal als Gottesdienststätte, in Gesmold der Festsaal des Schlosses.35 Im Februar 1955 erhielt die Gemeinde eine dritte Pfarrstelle mit Sitz in Wellingholzhausen.36 Die Gründung einer eigenen Kapellengemeinde, erwogen Ende der 1950er Jahre, kam nicht zustande; seinerzeit war die Zahl der ev. Einwohner in Wellingholzhausen und Gesmold auf knapp 600 gesunken.37

Kirche, Blick zum Altar

Kirche, Blick zum Altar

In den 1950er Jahren weihte die Gemeinde ein neues Gemeindehaus und ein Jugendheim ein. Im Meller Stadtgebiet unterhielt sie zwei Kindergärten (2010 im ev. Familienzentrum Melle zusammengelegt) und später kam der ev. Kindergarten „Sonnenblume“ in Wellingholzhausen hinzu. Nach der Visitation 1959 fasste der Sup. des KK Buer seine Eindrücke kurz zusammen: „Die Kirchengemeinde Melle erhält noch heute weithin ihre Prägung durch Familien, die in der Erweckungszeit zu lebendigem christlichen Glauben gekommen sind, und durch die Nähe der röm.-kath. Kirche.“38 Die KG Melle baute eine Partnerschaft mit der KG Pirna in Sachsen auf, in den 1970er Jahren kam eine Partnerschaft mit der Gemeinde Sobantu in Pietermaritzburg (Südafrika) hinzu.
Die wachsende Stadt Melle und die steigende Zahl der Gemeindeglieder machten in den 1960er Jahren den Bau eines Gemeindezentrums im Norden Melles notwendig. Das Landeskirchenamt richtete 1965 eine vierte Pfarrstelle ein, die zum 1. Januar 1966 auf die neu gegründete Paulusgemeinde Melle überging. Die neue Gemeinde umfasst das Stadtgebiet nördlich der Bahnlinie sowie die Ortschaften Bakum und Eicken-Bruche. Seit Abtrennung der Paulusgemeinde trägt die KG Melle den Namen Petrusgemeinde.39
Mit dem Umzug der Suptur. von Buer nach Melle erhielt die Gemeinde 1973 wieder eine vierte Pfarrstelle; eine der vier Stellen wurde 2006 aufgehoben. Im Vorfeld der Orgelrestaurierung gründete sich 1993 ein Orgelbauverein in der KG Melle, der seine Arbeit nach Fertigstellung des Instruments als Orgelförderverein fortsetzte.40 Zur Unterstützung des 2010 eröffneten Ev. Familienzentrums gründete sich der Förderverein „firleFAZ Freude am Zusammensein“.

Pfarrstellen

I: 1650/51 bzw. vorref. (Einkünfte der Vikarie von 1461 zunächst teilweise übernommen). – II: vorref. (Vikarie 1461), 1650-1694 und 1698-1898 nicht besetzt; 1898 neu errichtet als Pfarrkollaboratur, 1908 Pfarrstelle.41 – III: 1955-2006.42 2006 (verbunden mit Suptur., vorher IV). – IV: 1965-1966 (übergegangen auf Paulusgemeinde Melle).43 Neugründung 1973, verbunden mit Amt des Sup. des KK Melle.44 Seit 2006 III.45

Umfang

Der Flecken bzw. die Stadt Melle; die Bauerschaften Altenmelle, Bakum, Dielingdorf, Drantum, Eicken, Eikholt, Gerden, Handarpe, Kruckum (teilweise), Laer und Schlochtern; die Landgüter Amtmannshof, Bruche, Buxburg, Drantum, Engelgarten, Grönenberg, Laer, Rabingen, Schmalenau, Sondermühlen, Walle und Wohnung; die ev. Einwohner der Bauerschaften Gesmold und Wennigsen sowie Nüven und Wellingholzhausen. Seit 1905 die Ortschaft Peingdorf (vorher Dissen). 1966 Backum, Eicken-Bruche und die Teile Melles nördlich der Bahnlinie Hannover–Osnabrück abgegeben an neue Paulusgemeinde Melle.46

Aufsichtsbezirk

Sitz eines Archidiakonats der Diözese Osnabrück. – Vor der Einführung der Inspektionseinteilung im Fsm. Osnabrück unterstand Melle der Aufsicht des Amtes Grönenberg. Im Zuge der Neuorganisation der kirchlichen Aufsichtsbezirke 1821 kam Melle zur 1. Insp., 1822 zur 2. Insp. (Sitz der Suptur. in Buer). 1924 KK Buer, Sitz der Suptur. 1973 nach Melle verlegt, seitdem KK Melle.47 Seit Januar 2013 KK Melle-Georgsmarienhütte.48

Patronat

Für die erste Pfarrstelle der 1650/51 gegründeten ev. Pfarrkirche bestand ein Kompatronat des Rates der Stadt, des Gutes Bruche und des Gutes Laer, das diese in einem langen Rechtsstreit gegen das Osnabrücker Domkapitel durchsetzen konnten.49 Verzicht des Magistrats auf sein Patronatsrechts zugunsten der Landeskirche am 17. März 1939; 1945 bemühte sich der neue Bürgermeister um Wiedereinsetzung der Stadt als Patron, da der Verzicht „eine nationalsozialistische Schädigung der Rechte der Stadt“ gewesen sei.50 Das LKA wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass der Magistrat bei seinem Verzicht auf das Patronat keineswegs einer „Naziparole“ gefolgt sei: „Es war im Gegenteil das Bestreben der Partei, ihren Einfluß auf die Kirche durch Beibehaltung der städtischen Pfarrpatronate zu sichern und auszubauen. Das Landeskirchenamt hat seit 1933 wiederholt die Erfahrung machen müssen, daß alle Versuche, städtische Patronate zum Fortfall zu bringen, weil sie an sich überholt sind, am Widerstand der Partei scheiterten. Ein entsprechender Ratschlag an alle städtischen Behörden, auf ihre Patronatsrechte nicht zu verzichten, ist seinerzeit auch durch die nationalsozialistische Fachpresse gegangen.“51 Die Bemühungen der Stadt um Wiederherstellung ihrer Patronatsrechte waren nicht erfolgreich (Gutachten des Instituts für ev Kirchenrecht Göttingen 1949).52 Zunächst blieb unklar, ob das städtische Drittel an das Landeskirchenamt fällt oder wegfällt. Heute Kompatronat der Inhaber der ehemaligen Burghäuser Laer und Bruche (dingliches Patronat, Familien von Richthofen und von Bar).53

Kirchenbau
Kirche, Ansicht von Südosten, 1980

Kirche, Ansicht von Südosten, 1980

Dreischiffige Hallenkirche in gotisierender Form mit dreiseitigem Chorschluss, erbaut 1720-23 (Maurermeister Hermann Schmidinger, Herford; Kirche im Oktober 1723 eingeweiht). Satteldach, über dem Chor abgewalmt; verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung, hervortretende Strebepfeiler, Spitzbogenfenster. Im Innern Kreuzgratgewölbe, quadratische Pfeiler, Emporen an beiden Seiten des Schiffs sowie an Nord- und Ostseite des Chores, Doppelempore im Westen; Chorgewölbe ausgemalt mit Wappen von Bf. Ernst August II. von Osnabrück, im ersten Joch des Kirchenschiffs Wappen von Jobst Itel von Vincke. Renovierung in den 1880er Jahren (Außenputz entfernt). Renovierung 1907 (Südempore erneuert und umgebaut). Neuausmalung 1934. Renovierung 1961/62. Außensanierung 1977 (wieder verputzt). Sanierung 1993/94.

Fenster

Farbige Fenster im Chorraum mit Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Grablege

Im Chorraum Gruft mit mehreren Särgen, u. a. von Friedrich Freiherr von Hammerstein († 1757) und seiner Frau Charlotte Freiin von Chalon († 1758), 1993 beim Heizungsbau entdeckt und wieder verschlossen.54

Turm

Westturm mit barockem Buckelhelm, bekrönt mit Kugel, Kreuz und Hahn, errichtet 1725. Verputztes Bruchsteinmauerwerk, rundbogige, gekuppelte Schallfenster nach Norden, Süden und Westen. Uhrziffernblatt nach Westen, Eingangsportal im Westen.

Vorgängerbau

Errichtet 1650-52, bei Stadtbrand 1720 zerstört; Inschriftenstein erhalten (siehe Ausstattung).

Ausstattung

Sandsteinmensa, barockes Altarretabel (1723), zweistöckiger architektonischer Aufbau, korinthische Säulen tragen Gebälk; im Hauptfeld Abendmahlsgemälde, rechts und links zwei geschnitzte Figuren (Moses und Aaron); im oberen Feld Gemälde mit Himmelfahrtsdarstellung, links und rechts zwei geschnitzte Figuren (Petrus und Paulus); als Bekrönung zwei Engel mit Marterwerkzeugen; über dem Hauptfeld Stifterwappen (Christoph Ludolf von Hammerstein zu Apelern und Hornoldendorf, Johanna Sophia Schenk von Winterstedt zu Diek, Hamm und Quakenbrück). – Kanzel, verziert mit Schnitzwerk und Putten (1725, vielleicht Ernst Dietrich Bartels, Hannover55), auf dem Schalldeckel Figur des auferstandenen Christus mit Siegesfahne; an den Kanzelwandungen Figuren Christi und der Evangelisten; am Schalldeckel Stifterwappen (Abraham von Arnim zu Boitzenburg, Anna Sophia von Oer). – Reich verzierte, fünfseitige Holztaufe (um 1724), auf dem Deckel Schnitzfigur Johannes des Täufers und Stifterwappen (Itel Friedrich von Vincke und Adelheid von Steding).56 – Reich bemalte Emporenbrüstungen (Chorempore: Martin Luther, biblische Szenen; Nordempore: Adelswappen; Südempore: Stadtwappen). – Kreuzigungsgemälde (1920er Jahre, Chorraum). – Inschriftenstein der alten Kirche (gefunden in den 1960er Jahren): „A[nn]o 1652. Dis Haus o Gott zu Ehren dir die deinen auferbawet hier nach der Capitulation. Sei du allein stets sein Patron undt las drin nichts erschallen mehr als reine evangelsche Lehr“. – Lateinische Inschriftentafel zum Neubau der Kirche, übersetzt: „Dieses heilige Gotteshaus, dem einen, dreieinigen Gott und seinem wahren Dienst geweiht, am 10. Mai 1720 durch einen Brand zerstört, hat Ernst August, von Gottes Gnaden Herzog von Yorck und Albanien, Bischof von Osnabrück, Herzog von Braunschweig und Lüneburg etc. etc. in frommer Gesinnung und mit glücklicher Hand von Grund auf wiedererrichten, aufbauen, erweitern und vollenden lassen im Jahre des Heils 1724“. – Epitaph für „Johann Henrich Vos, Borchmann zu Quakenbrück“ und „Gerdrut von Münchhausen“ (1660, Orgelempore). – Grabstein für P. Antonius Seumenicht († 1683, in der Sakristei). – Grabstein für Regina Chaterina und Heinrich Schröder von Sternfeld (erste Hälfte 18. Jh.). – Mehrere Wappentafeln.

Kirche, Blick zur Orgel, 1948

Kirche, Blick zur Orgel, 1948

Orgel

Ev. Gemeinde bekam um 1650 ein Positiv „welches aus Friesland zu unserm Gottesdienst gesandt“ worden war, nicht verwendet und verkauft an KG Hoyel.57 1676 Orgel erbaut von Hinrich Klausing (Herford), wohl 19 II/P, mechanische Traktur, Springladen (Zustand 1720); bei Stadtbrand 1720 zerstört. Neue Orgel erbaut 1722-24 von Christian Vater (Hannover), 27 II/P (HW, RP), mechanische Traktur, Schleifladen; Uhr oberhalb des Prospekts. Orgelreparatur 1783, ausgeführt von Eberhard Berner (Osnabrück). Orgel 1818 durch Blitzeinschlag beschädigt, Reparaturen 1818 (Orgelbauer Weiss), 1819 (Carl Schmidt, Bremen) und 1833 (Anton Franz Schmid, Quakenbrück). Umbau 1864, Orgelbaufirma Gebrüder Rohlfing (Osnabrück), mechanische Traktur, Kegelladen. Umbau 1919, Orgelbaufirma Gebrüder Rohlfing (Osnabrück), unter Verwendung des historischen Pfeifenmaterials, 33 III/P, pneumatische Traktur, Taschenladen. Dispositionsänderungen 1942 und 1949. Neubau des Orgelwerks 1961-63, ausgeführt von Hans Wolf (Verden), 32 III/P, mechanische Traktur, Schleifladen. Reparaturen und Änderungen 1972 und 1977, Gustav Steinmann (Vlotho), 33 III/P mechanische Traktur, Schleifladen. Restaurierung 1996-2000, ausgeführt von Bernhard H. Edskes (Wohlen/Schweiz), 37 III/P (HW, RP, BW), mechanische Traktur, Schleifladen; insgesamt 9 Reg. mit historischen Pfeifen.

Geläut

Vier LG, I: h, Inschrift: „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn er wird’s wohl machen“ und „O Herr hilf, o Herr laß wohl gelingen“ (Bronze, Gj. 1954, Rincker, Sinn); II: d’, Inschrift: „Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind“ (Bronze, Gj. 1953, Rincker, Sinn); III: fis’, Inschrift: „Hört mein Stimm‘ erschallen, so stark, so weich? Denkt derer, die gefallen für euch! – Geopfert 1917 – Erstanden 1925“ (Bronze, Gj. 1925, Rincker, Sinn); IV: a’, Inschrift: „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder“ (Bronze, Gj. 1953, Rincker, Sinn). – Früherer Bestand: Kirche besaß zunächst wohl nur eine LG, bei Stadtbrand 1720 zerstört.58 Zwei LG (beide Bronze, Gj. um 1722, Rincker), große LG um 1730 gesprungen und später umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1732); im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Kleine LG von 1722 und mittlere LG (Bronze, Gj. um 1840) im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Zwei neue LG, I: h, Inschrift: „Der Krieg hat euch geschlagen, faßt neuen Mut! Mein Läuten will euch sagen, Gott macht es gut. – Geopfert 1917 – Erstanden 1925“; II: heutige LG III (beide Bronze, Gj. 1925, Rincker, Sinn), LG I im Zweiten Weltkrieg zu Kriegszwecken abgegeben.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus I (Bj. 1955). – Pfarrhaus II (Bj. 1958). – Pfarrhaus III (Bj. 1958). – Gemeindehaus (Bj. 1953). – Jugendheim (Bj. 1953, erweitert 1971). – Kindergarten Mühlenstraße (Bj. 1958, zum Familienzentrum ausgebaut 2009/10). – Kindergarten Gutenbergstraße (Bj. 1959/60), 2010 verkauft. – Altes Pfarrhaus (Bj. nach 1850), 1955 verkauft.

Friedhof

Ev. Friedhof, in den 1650er Jahren, südlich der Kirche angelegt, 1722 erweitert.59 1842 neuer, kommunaler Friedhof südlich der Stadt eröffnet.

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 3 Nr. 276-307 (Pfarroffizialsachen); A 5 Nr. 122 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 5487-5492 (Pfarrbestallungsakten); A 12e Nr. 14, 70 (GSuptur. Hannover); D 41 (EphA Melle); L 5f Nr. 85-86, 109-111, 179, 262 (LSuptur. Osnabrück); S 11a Nr. 7716 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 165, Nr. 205; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 938-940; Meyer, Pastoren II, S. 137-138; Weichsler, Hdb. Sprengel Osnabrück, S. 206-207; Wrede, Ortsverzeichnis Fürstbistum Osnabrück II, S. 39-44.
B: 1169-1994. 825 Jahre Stadt Melle, hrsg. von der Stadt Melle, Melle 1994 (darin bes.: Wilhelm Knigge: Ein Blick in die Geschichte der Stadt Melle, S. 13-54; Rolf Wandhoff: 550 Jahre Meller Stadtrechte, S. 55-66); 275 Jahre St.-Petri-Kirche Melle. Festschrift. 1723-1998, hrsg. von der Ev.-luth. Kirchengemeinde Melle, Melle 1998; Die Christian-Vater-Orgel in der St.-Petri-Kirche in Melle, hrsg. von der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri in Melle und dem Orgelbauverein St. Petri, Melle 2000; Dies Haus O Gott zu Ehren dir. Festschrift zur Wiedereinweihung der St. Petri-Kirche zu Melle am 18. Dezember 1994, hrsg. von der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri Melle, Melle 1994; Gemeindebuch 1950. Evangel.-lutherische Kirchengemeinde zu Melle, Detmold 1950; Melle in acht Jahrhunderten, hrsg. von der Stadt Melle, Melle 1969 (darin bes.: Maria Heilmann: Meller Geschichtsbilder, S. 11-79; Wilhelm Koch: Die evangelische Kirchengemeinde, S. 80-87; Walter Borchers: Die Petri-Kirche); Stephanie von Bar: Die Entwicklung des Patronatswesens im Grönegau mit besonderer Rücksicht auf die Verhältnisse an St. Petri zu Melle, in: Der Grönegau. Meller Jahrbuch 17 (1999), S. 27-37; Walter Kaufmann: Die Orgeln in Melle und ihre Beziehung zu Hannover, Herford und Osnabrück, in: Osnabrücker Mitteilungen 68 (1959), S. 102-132; Werner Mühle: Melle. St. Petri-Kirche (Schnell, Kunstführer Nr. 1471), München/Zürich 1984; Uwe Plaß: Konfessionelle Streitigkeiten im nachreformatorischen Melle, in: Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2017, S. 45-50; Heinrich Precht: Die Konfessionsgegensätze in Melle während des 17. Jahrhunderts, in: ZGNK 34/35 (1929/30), S. 243-259.

GND

16231230-1, Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Petri (Melle); 4368122-0, Petri-Kirche Melle


Fußnoten

  1. Osnabrücker UB I, Nr. 322.
  2. Rothert, Lehnbücher, S. 45: in opido Melle.
  3. Wrede, Ortsverzeichnis Fürstbistum Osnabrück II, S. 40; Heilmann, S. 18 ff.; Wandhoff, S. 55 ff.
  4. Feldkamp, Bedeutung, S. 79 ff.
  5. Knigge, S. 34 ff.
  6. Kretzschmar, Türkenzehnte, S. 258, 263 und 269.
  7. Westfälisches UB VIII, Nr. 1173.
  8. KABl. 1973, S. 149.
  9. KABl. 2011, S. 209 ff.
  10. KABl. 2012, S. 177 f.
  11. Osnabrücker UB I, Nr. 322.
  12. Prinz, Territorium, S. 66.
  13. Wrede, Ortsverzeichnis Fürstbistum Osnabrück II, S. 40; Osnabrücker UB IV, Nr. 251.
  14. Heilmann, S. 77 (ohne Belege).
  15. RG Online, RG IV 02453, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/2453, 14.02.2019; RG Online, RG IV 05624, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/5624, 14.02.2019. Hermannus Ruwe unternahm ein Jahrzehnt später erneut einen Versuch, die Pfründe zu erlangen: RG Online, RG V 03422, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/5/3422, 14.02.2019.
  16. RG Online, RG IX 03592, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/9/3592, 14.02.2019.
  17. Heilmann, S. 77 f.; Precht, S. 243.
  18. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 215 f. und 222 ff.
  19. Knigge, S. 23.
  20. Pabst, Nebeneinander, S. 36; Bär, Protokoll Albert Lucenius, S. 251 f. Zur Visitation des Albert Lucenius vgl. Steinwascher, Wildwuchs, S. 215 ff.
  21. Fink, Drucke, S. 34; vgl. auch Wöbking, Konfessionsstand, S. 125 ff.
  22. Precht, S. 250.
  23. Knigge, S. 24.
  24. Bindel, Polizei-Ordnung, S. 126.
  25. Knigge, S. 24 f.
  26. Zum Folgenden Precht, S. 253 ff.; Koch, S. 80 f.
  27. Zit. bei Kaufmann, S. 123.
  28. Koch, S. 84; die Arbeit am Gesangbuch hatte P. Christian Ludwig Wiß († 1778) im Jahr 1774 begonnen, Digitalisat der Ausgabe von 1784: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN660140179, 18.02.2019.
  29. Koch, S. 85.
  30. Knigge, S. 43.
  31. LkAH, L 5f, Nr. 86 (Visitation 1972).
  32. KABl. 1898, S. 53; KABl. 1908, S. 72.
  33. LkAH, L 5f, Nr. 262 (Visitation 1933).
  34. Janzik, KK Buer II, S. 90: „Am 22. Mai 1935 hat in Melle eine Versammlung der Gemeindegruppe ‚Deutsche Christen‘ stattgefunden. [… Zwei] Kirchenvorsteher haben mit ihrem Namen und Titel ‚Kirchenvorsteher‘ zu dieser Versammlung eingeladen“, auf der dem Ortsgeistlichen das Wort verboten wurde mit der Begründung, „daß in nationalsozialistischen Versammlungen eine Diskussion nicht zuzulassen sei“.
  35. LkAH, L 5f, Nr. 85 (Visitation 1945 und Visitation 1951).
  36. KABl. 1955, S. 5.
  37. LkAH, L 5f, Nr. 86 (Visitation 1959).
  38. LkAH, L 5f, Nr. 86 (Visitation 1959).
  39. Dies Haus, S. 30 f.
  40. Christian-Vater-Orgel, S. 17 ff.
  41. KABl. 1898, S. 53; KABl. 1908, S. 72.
  42. KABl. 1955, S. 5; KABl. 2007, S. 51.
  43. KABl. 1965, S. 15; KABl. 1966, S. 7.
  44. KABl. 1973, S. 149.
  45. KABl. 2007, S. 51.
  46. KABl. 1966, S. 7.
  47. KABl. 1973, S. 149.
  48. KABl. 2012, S. 177 f.
  49. Precht, S. 253 ff.; Koch, S. 82; Bar, bes. S. 31 ff.
  50. LKA, G 15/Melle-Petri, Bl. 7.
  51. LKA, G 15/Melle-Petri, Bl. 12.
  52. LKA, G 15/Melle-Petri, Bl. 27-33.
  53. LKA, G 15/Melle-Petri, Bl. 48; LkAH, L 5f, Nr. 528 (Sup. Hoyer an LKA, 01.10.1945).
  54. Dies Haus, S. 49.
  55. Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 940.
  56. Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 165, Nr. 205.
  57. Zit. in Christian-Vater-Orgel, S. 28; zum Folgenden vgl. ebd. sowie Kaufmann, S. 120 ff.
  58. Zum Folgenden: Gemeindebuch, S. 26 ff.
  59. Koch, S. 82.