Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Münden | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Die „Ev.-luth. KG Sieboldshausen-Volkerode“ gründete sich zum 1. Januar 1975 als Zusammenschluss der pfarramtlich verbundenen Gemeinden Volkerode und der Martini Sieboldshausen.1 Im „Konzept Nahbereich“ loteten die Gemeinden Mengershausen, Settmarshausen, Rosdorf und Sieboldshausen-Volkerode seit Ende der 1970er Jahre die Möglichkeiten übergemeindlicher Zusammenarbeit aus.2 Die Pfarrstelle Sieboldshausen-Volkerode blieb ab 1975 für gut ein Jahrzehnt vakant; 1985 erhielt P. Philipp Meyer (amt. 1987–1990) zunächst einen Versehungsauftrag als Hilfspfarrer (halbe Stelle), bevor er die Stelle zwei Jahre später übernahm (volle Stelle). 1978 hatte sich ein Posaunenchor gegründet (1987: „Es ist schon erstaunlich, daß eine so kleine Gemeinde ca. 20 durchweg junge Bläserinnen und Bläser aufbieten kann.“3). Die Gemeinde Sieboldshausen-Volkerode baute eine Partnerschaft mit der KG Appenrode in Thüringen auf.4 Im Jahr 1983 wurde die KG Trägerin des Kindergartens in Siebolsdshausen.5
Ab 1996 war Sieboldshausen-Volkerode pfarramtlich verbunden mit der KG Mengershausen, Pfarrsitz war Siebolsdshausen.6 Seit 2009 gehört Sieboldshausen-Volkerode zum „Ev.-luth. KGV Leine-Süd“.7 2011 zählte die Gemeinde zu den Mitgründerinnen des „Ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes Südliches Leinetal“, der die Trägerschaft des gemeindeeigenen Kindergartens in Siebolsdshausen übernahm (2026 aufgegangen im „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-Münden“).8 2015 schlossen sich Mengershausen und Sieboldshausen-Volkerode der seit 2013 bestehenden pfarramtlichen Verbindung von Rosdorf und Settmarshausen an.
Seit Januar 2025 ist Sieboldshausen-Volkerode Teil des neugegründeten „Ev.-luth. KGV Friedland-Rosdorf“, der ab 2027 Träger des gemeinsamen Pfarramts der insgesamt 17 Verbandsgemeinden sein wird.9 2024 zählte sie gut 620 Gemeindeglieder.

Umfang

Sieboldshausen und Volkerode.

Aufsichtsbezirk

Mit Gründung der KG 1975 zum KK Göttingen-Nord. Ab 1. Januar 2001 KK Göttingen.10 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Münden.11

Kirchenbauten

Martinikirche in Sieboldshausen. – Kirche in Volkerode.

Friedhof

Kommunale Friedhöfe in Sieboldshausen (im Südwesten des Ortes) und Volkerode (am südöstlichen Ortsrand).

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

B 2 G 9 Nr. 2762 (Baupflege und Bauwesen); S 09 rep Nr. 2069 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7994 (Findbuch PfA).


Fußnoten

  1. KABl. 1975, S. 5.
  2. LkAH, L 5c, unverz., Sieboldshausen-Volkerode, Visitation 1981.
  3. LkAH, L 5c, unverz., Sieboldshausen-Volkerode, Visitation 1987.
  4. LkAH, L 5c, unverz., Sieboldshausen-Volkerode, Visitation 1993. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  5. LkAH, L 5c, unverz., Sieboldshausen-Volkerode, Visitation 1987.
  6. KABl. 1996, S. 206.
  7. KABl. 2009, S. 155 ff.
  8. KABl. 2011, S. 123 ff.; KABl. 2025, S. 275.
  9. KABl. 2025, S. 60 ff. Folgende KG gehören zum KGV: Ballenhausen, Deiderode, Elkershausen, Friedland, Groß Schneen, Klein Schneen, Niedergandern-Hottenrode, Niedernjesa-Stockhausen, Reckershausen, Franziskus-KG Reiffenhausen, Atzenhausen, Dramfeld, Mengershausen, Obernjesa, Rosdorf, Settmarshausen und Sieboldshausen-Volkerode.
  10. KABl. 2000, S. 150 f.
  11. KABl. 2022, S. 189 ff.