Sprengel Lüneburg, KK Gifhorn | Patrozinium: St. Vitus1 | KO: Lüneburger KO von 1643

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Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist der Ort erstmals als Leiforde im Lehnregister des Edelherrn Luthard von Meinersen erwähnt, das um 1218/20 aufgestellt worden ist.2 Eine adlige Familie von Leiferde lässt sich allein im 13. Jh. urkundlich belegen.3 Im Jahre 1338 gehörte Leiferde zum Papenteich (Leyforde in loco dicto Poppendike), der bei der welfischen Landesteilung von 1267/69 an das Teilfsm. Braunschweig gefallen war.4 Die Gf. von Wohldenberg verkauften 1338 ihre Grafschaftsrechte im Papenteich an die Hzg. von Braunschweig und Lüneburg; in den Lehnbüchern der Braunschweiger Fürsten von 1318 und 1344/65 sind sie nachträglich (wohl im 15. Jh.) als Lehnsinhaber des Papenteichs eingetragen worden.5 1389 zählte Leiferde zum Burgfriedensbezirk der Burg Meinersen, die Hzg. Otto II., Fs. von Lüneburg, wohl Anfang des 14. Jh. hatte errichten lassen: vnd de Borchvrede to Meynersen, de schal ghan wente to Adensen to Pedeze. to Syuerdeshusen vnd to leyuerfe. den kring vmme van eynem dorpe to dem anderen vnd dar en bynnen.6 Die Burg war bis in die erste Hälfte des 16. Jh. hinein verschiedentlich verpfändet. Die Zugehörigkeit des Papenteichs – und damit auch Leiferdes – wechselte im 14./15. Jh. wiederholt zwischen den welfischen Teilfsm., bevor er 1428 endgültig an Lüneburg kam; das Gebiet bildete hier einen Teil des Amtes Gifhorn. Das welfische Teilfsm. Lüneburg fiel 1705 an das Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover). In französischer Zeit gehörte Leiferde von 1810 bis 1813 zum Kanton Rötgesbüttel im Distrikt Braunschweig des Departements der Oker im Kgr. Westphalen. Danach war das Dorf wieder Teil des Amtes Gifhorn, zunächst im Kgr. Hannover und nach der Annexion von 1866 im Kgr. Preußen. Seit Einführung der Kreisverfassung 1885 gehört Leiferde zum Lkr. Gifhorn; 1974 gründeten Hillerse, Leiferde, Meinersen und Müden gemeinsam die Samtgemeinde Meinersen. Zur sozialen Lage der Gemeinde schrieb der Ortspastor 1978: „Wie überall, so verlieren auch die Dörfer der Kirchengemeinde ihren Charakter als Lebensgemeinschaft und werden vorstädtisch“.7 Im Jahr 1821 lebten knapp 520 Menschen in Leiferde, 1905 knapp 700, 1950 rund 1.625 und 2015 etwa 4.100 (ohne Dalldorf).

Kirche, Ansicht von Südwesten

Kirche, Ansicht von Südwesten

Leiferde war im Mittelalter Sitz eines Archidiakonats der Diözese Hildesheim, das um 1500 die Gemeinden Adenbüttel, Didderse, Groß Schwülper, Leiferde, Meinersen, Rethen und Wipshausen umfasste.8 Nachweislich im 15. Jh. verwaltete der Archidiakon von Schmedenstedt das Archidiakonat Leiferde.9
Informationen zur vorref. Kirchengeschichte Leiferdes sind spärlich. Ein erster Geistlicher ist möglicherweise 1237 mit Conradus de Herbere, plebanus in Leyfforde nachgewiesen, der in mehreren Urkunden des Hildesheimer Bf. Konrad als Zeuge genannt ist; vielleicht war er jedoch auch Pfarrer in Leiferde bei Braunschweig.10 1295 ist ein namentlich nicht genannter Pfarrer in Leforde belegt und auch der 1415 genannte Hermanno Krůsen, viceplebano in Leyforde gehört sicher in das Gifhornsche Leiferde.11 Bis 1427 war die Pfarrpfründe möglicherweise in der Hand von Ludolphus de Harlslem (auch: Rolandus de Harlshem); nach dessen Tod bemühte sich Arnoldus Langhe um seine Nachfolge und wurde 1428 auch als rector ecclesiae in Leyffrode bezeichnet; allerdings bleibt auch in diesem Fall unklar, welches Leiferde gemeint ist.12 Zum Kirchspiel Leiferde zählten neben Dalldorf, Vollbüttel, Volkse und Hillerse ursprünglich noch weitere Dörfer und Höfe, die jedoch vermutlich im 14. Jh. wüst fielen. P. Urbanus Bötticher (amt. 1569–1616) listete bei seinem Amtsantritt folgende Wüstungen auf: Warmbüttel, Badenbüttel, Brünsel, Hermesbüttel, Eylerse, Bockesrode und Leivisse.13
Seit 1527 betrieb Hzg. Ernst I., später der Bekenner genannt, die Einführung der Reformation im Fsm. Lüneburg (Landtag in Scharnebeck). Das in diesem Jahr gedruckte Artikelbuch diente dabei, obwohl die Landstände es abgelehnt hatten, als Leitfaden.14 Der im Lüneburger Pfründenregister von 1534 genannte Pastor Johann Moller ist vermutlich als erster luth. Prediger Leiferdes anzusehen. Das Pfründenregister nennt zudem einen Küster und die Kapelle in Hillerse (Custos Mathias Papenn, 1 Capelle to Hillerße).15 Aus der Amtszeit des bereits erwähnten P. Urbanus Bötticher haben sich in der Pfarrbibliothek einige Bücher erhalten (u. a. Plattdeutsche Bibel, 1596; Predigt- und Auslegebücher; Senecas Werke). Er legte auch Kirchenbücher an. Zudem ließ P. Bötticher um 1583/85 die Kirche instand setzen und war 1590 Mitstifter des bis heute erhaltenen Taufsteins. Einige Jahre nachdem sein Sohn, P. Matthäus Bötticher (amt. 1616–1648), das Pfarramt übernommen hatte, schaffte die Gemeinde eine neue Glocke an.

Kirche, Ansicht von Südosten, Teilansicht

Kirche, Ansicht von Südosten, Teilansicht

Mitte des 19. Jh. begann die KG mit den Planungen zum Neubau der Kirche. Der Hannoveraner Konsistorialbaumeister Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) entwarf einen neugotischen Bau, dessen Innenraum durch hölzerne Dachstützen dreischiffig gegliedert ist.16 Den Unterbau des mittelalterlichen Turms bezog er mit ein in die neue Kirche. Während der Bauarbeiten versammelte sich die Gemeinde 1859/60 abwechselnd in der Schule in Leiferde, in der Kapelle Hillerse und in der Schule Vollbüttel. Im Jahre 1919 gründete sich ein Posaunenchor.
Während der NS-Zeit hatte P. August Wilhelm Alexander Hugo Wrede (amt. 1921–1944) das Pfarramt in Leiferde inne. In seinem Bericht über die Visitation 1937 schrieb der Sup. des KK Gifhorn: „Kirchenpolitisch gehört P. W[rede] zur Mitte, nachdem er anfangs bei den DC stand.“17 Neben seinem Pfarramt war P. Wrede auch Kassenwart des NSKK. In der Nachkriegszeit stieg die Zahl der Gemeindeglieder stark an: Sie lag 1947 bei etwa 5.000, davon rund 2.300 Geflüchtete. Zur Entlastung von P. Gerhard Ohlendorf (amt. 1946–1954) übernahm Kreisflüchtlingspastor P. Gustaf von Girard die Versorgung der KapG Hillerse (bis 1948).18 Die Ev. Gemeindehilfe richtete 1947 eine Schwesternstation ein, die 1950 von der politischen Gemeinde übernommen wurde.
Der 1957 erwogene Bau eines Gemeindehauses mit Kindergarten – unterstützt mit einem Zuschuss der Hannoverschen Siedlungsgesellschaft m. b. H. – konnte nicht verwirklicht werden; stattdessen ließ die Gemeinde das Küsterhaus erweitern. Die monatlichen Gottesdienste in Vollbüttel fanden seit 1966 in der neu erbauten kommunalen FKap statt. Mit der Errichtung der kommunalen FKap in Ettenbüttel 1971 war die Gemeinde dort für die vierteljährlichen Gottesdienste und die zweiwöchentlichen Bibelstunden nicht mehr auf Schulräume angewiesen. Zum 1. Januar 1979 wechselte Ettenbüttel, einschließlich Gilde und Brenneckenbrück, zur KG Müden (Aller). Die von der Geistlichen Gemeindeerneuerung und dem Marburger Kreis inspirierte stärker biblisch-missionarisch orientierte Gemeinde- und besonders Jugendarbeit des Ortspastors führte Ende der 1980er Jahre zu Kontroversen in der Gemeinde Leiferde.
Die KG Leiferde baute eine Partnerschaft mit der sächsischen Kirchgemeinde Crottendorf im Erzgebirge auf. Seit 2008 unterhält die Gemeinde eine Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Kizungo in Tansania.

Umfang

Die Orte Dalldorf, Leiferde, Vollbüttel und Volkse. Bis 1968 auch KapG Hillerse, dann eigenständige KG.19 Bis 1979 auch Ettenbüttel mit Brenneckenbrück und Gilde (dann KG Meinersen).20

Aufsichtsbezirk

Sitz eines Archidiakonats der Diözese Hildesheim. – Nach der Reformation zur Insp. Gifhorn (1924: KK Gifhorn).

Patronat

Der Bf. von Hildesheim (1437/70 und um 1500). Später der Landesherr (bis 1871).21

Kirchenbau
Kirche, Blick zum Altar

Kirche, Blick zum Altar

Neugotischer, sechsjochiger Backsteinbau, errichtet 1859/60 (Architekt: Conrad Wilhelm Hase, Hannover). Rechteckbau mit eingezogenem, fünfseitigem Chor, quadratische Kapellen in den Winkeln zwischen Chor und Schiff; Satteldach, östlicher Giebel bekrönt mit Kreuz; Chor mit nach Osten abgewalmtem Satteldach; am Schiff hohe Strebepfeiler, dazwischen zweibahnige Spitzbogenfenster mit darüberliegendem Rundfenster; am westlichen Joch Zwerchgiebel nach Norden und Süden. Im Innern flache Decke im Mittelschiff und niedrigere, flache Decken über Seitenschiffen; abgeflachtes Holzgewölbe im Chor; spitzbogiger Triumphbogen zwischen Schiff und Chor; hölzerne Pfeiler zwischen Mittel- und Seitenschiffen; Doppelempore im Westen. 1932 Renovierung (u. a. Orgelempore erweitert). 1973/74 Renovierung.

Turm

Umbauter, querrechteckiger Westturm, Satteldach, achteckiger Dachreiter mit offener Laterne und achtseitig ausgezogene Spitze, bekrönt mit Kugel und Wetterhahn. Mittelalterlicher Unterbau mit Dreiecksgiebel, bekrönt mit Kreuz, tritt leicht hervor und ist weiß verputzt; obere Geschosse aus Backsteinmauerwerk; an den Längsseiten je drei, und den Schmalseiten je zwei spitzbogige Schallöffnungen; im südlichen Giebeldreiecken Uhrziffernblatt; nach Westen spitzbogiges Hauptportal, darüber Inschriftentafel: „Evangelisch lutherische Kirche geweihet am 18. November 1860. Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes denn Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. 1 Mos 28,17“; im Giebelfeld darüber fünf kleine Spitzbogenfenster; links und rechts je ein spitzbogiges Nebenportal, darüber je ein Spitzbogenfenster. 1961 neue Turmuhr (Geschenk der politischen Gemeinde). 1998 Sanierung Turmfassade.

Vorgängerbau

Zustand 1800: Rechteckbau mit Westturm und zwei Anbauten an Nordseite (einschließlich Turm 83 Fuß lang und 33 Fuß breit); Glockengeschoss aus Fachwerk, vierseitiger Turmhelm; Satteldach; kleine, gekuppelte Spitzbogenfenster. Im Innern flache Decke, Emporen an West-, Nord- und Ostseite, sowie teilweise an Südseite.22 1585 Kirche instandgesetzt (Balken an Empore trug Inschrift: „Urbanus Bötticher, Pastor, Wolenberg und Tornemann, jurati, huc opus dei gloriam et hominum salutem extrui ordinaverunt. Anno 1585“, Urbanus Bötticher, Pastor, Wolenberg und Tornemann, Kirchengeschworene, haben veranlasst, dass dieses Werk zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen wieder hergerichtet wurde. Im Jahr 1585).23 1716 neuer Turm erbaut, „nachdem der alte herunter gefallen“, Kosten trug Gemeinde allein, „wegen der gar geringen Mittel bey der Kirche“.24 Decke war 1734 „fein vermahlet“ aber teilweise wurmstichig.25 Kirche abgesehen vom Unterbau des Turms 1859 abgebrochen.

Ausstattung

Schlichter Blockaltar. – Neugotisches, hölzernes Altarretabel, verziert mit Wimperg und Fialen, im Mittelfeld auferstandener Christus (Gemälde), in den Seitenfeldern je ein anbetender Engel (Gemälde). – Neugotische Holzkanzel mit Schalldeckel. – Pokalförmige Sandsteintaufe auf Löwenfüßen (dat. 1590), Inschrift: „Urbanus Bottiger OL. Hans Tornemann. 1590“. – Kleiner, hölzerner Opferkasten (dat. 1637). – Porträt des P. Urbanus Bötticher (amt. 1569–1616), Öl auf Holz (1602), Inschrift: „Vrban[vs] Botticher anno Christi 1602 aetatis svae 67“ (Urbanus Bötticher im Jahre Christi 1602 seines Alters 67).

Orgel

Orgel

Orgel

1579 neue Orgel.26 1613 Organist Bartholdus Sömmering erwähnt. 1646 besteht die Orgel aus „Oberwerk, Positiv und Untersatz“.27 Orgelreparatur um 1720 („die alten verdorbenen orgel-Pfeifen umgießen, und also die gantze orgel ändern lassen“).28 Im Corpus bonorum von 1734 als „feine Orgel“ bezeichnet.29 Nach Neubau der Kirche 1861 Neubau einer Orgel, ausgeführt von Hoforgelbauer Ernst Wilhelm Meyer (Hannover), 19 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen; alte Orgel in Zahlung genommen. 1958 Orgelreparatur und Dispositionsänderungen, ausgeführt von Firma Friedrich Weißenborn (Braunschweig).30 1975 Instandsetzung und Teilrestaurierung, ausgeführt von Firma Gebrüder Hillebrand (Altwarmbüchen). – Orgelpositiv im Gemeindesaal, erbaut 1965 von Klaus Becker (Kupfermühle), 4 I/–, mechanische Traktur, Schleiflade.

Geläut

Drei LG, I: e’ (Stahl, Gj. 1955, Bochumer Verein), Inschrift: „Verleih uns Frieden gnädiglich Herr Gott zu unsern Zeiten. A[nno] D[omini] 1955“, Bild: Kreuz; II: g’ (Bronze, Gj. 1955, Firma Rincker, Sinn), Inschrift: „Geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme. A[nno] D[omini] 1955“, Bild: Christusmonogramm; III: a’ (Bronze, Gj. 1955, Firma Rincker, Sinn), Inschrift: „Nun laßt uns Gott dem Herrn Dank sagen und ihn ehren. A[nno] D[omini] 1925 v[on] Ackermann H[einrich] Plack gestiftet. A[nno] D[omini] 1955 neu gegossen wegen des Klanges“, Bild: Kugelkreuz.31 Eine SG, g’’ (Bronze, Gj. Ende 18. Jh., Johann Conrad Grete, Braunschweig), Inschrift: „I. C. Grete, Brauns.“, in der Laterne. – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze Gj. 1621).32 1734 „zwo schöne Glocken“ vorhanden.33 Kleinere Glocke gesprungen und umgegossen zu neuer LG (Bronze, Gj. 1788, J. G. Colditz, Braunschweig), Inschrift: „Diese durch Unvorsicht verdorbene Glocke ist neu gegossen im Jahre 1788 und waren damals Kirchenjuraten Johann Heinrich Blockwede, Heinrich Hercke und Pastor war David Carl Luders. Gott segne alle die freiwillig hierzu beygetragen haben. So oft ihr meinen Klang werdet hören versäumet nicht Gott zu verehren. Meister J. G. Colditz in Praunschweig me fecit“, im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.34 Große Glocke im Winter 1844/45 geborsten, Umguss zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1846, Firma Dreyer, Linden bei Hannover), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Als Ersatz zwei neue Glocken angeschafft (Bronze, Gj. 1925, Apolda), kleinere gestiftet von Ackermann Heinrich Plack; größere 1942 zu Rüstungszwecken abgegeben; kleinere 1955 umgegossen zu heutiger LG III.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1911/12, Jugendstilbau). – Gemeindehaus, ehemaliges Küsterhaus (Bj. 1890, saniert 2010).

Friedhof

Alter kirchlicher Friedhof bei der Kirche. Neuer kirchlicher Friedhof an der Volkser Straße, erste Beerdigung 1861, seit 1969 in kommunaler Verwaltung, geschlossen. Neuer, kommunaler Friedhof, angelegt um 1963, FKap (Bj. 1969).35 Kommunaler Friedhof in Vollbüttel, FKap (Bj. 1966). Kommunaler Friedhof in Volkse, angelegt 1937. Kommunaler Friedhof in Dalldorf. Kommunaler Friedhof in Ettenbüttel, FKap (Bj. 1970/71); seit 1979 gehört Ettenbüttel zur KG Meinersen.

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 7065–7080 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 4896–4907 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 256 (CB); A 9 Nr. 1420–1424 (Visitationen); D 40 (EphA Gifhorn); L 5a Nr. 1689–1690, 1698 (LSuptur. Calenberg-Hoya); S 09 rep Nr. 1596 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7450 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Gemeindebuch KK Gifhorn, S. 31–34; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 842; Kiecker/Lütgens, KD Kr. Gifhorn, S. 207–211; Meyer, Pastoren II, S. 68; Piper, Orgeln, S. 18; Rund, Ortsverzeichnis Lkr. Gifhorn, S. 136–139.
B: Rudolf F. Bauer: Aus der Geschichte des Dorfes Leiferde bei Gifhorn, Typoscript, Leiferde 1949/Toronto 1977 (online, 25.02.2020); Ralf Glüsing: Leiferde, Brunsel, Harmbüttel. Die Entwicklung des Dorfes Leiferde vom Mittelalter bis in die Neuzeit, unter Berücksichtigung der Wüstungen +Brunsel und +Harmbüttel (= Schriftenreihe des Kreisarchives Gifhorn 26), Gifhorn 2007; Günther Kalz: 125 Jahre Kirche zu Leiferde, Leiferde [1985] (online, 25.02.2020); Hans Lompe: Leiferde. Beiträge zur Geschichte unseres Dorfes, Gifhorn 1990 (Kapitel zur Geschichte der Kirche im Wesentlichen übernommen aus Kalz, 125 Jahre).

GND

2111419-5, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Sankt Viti (Leiferde)


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 124 und II, S. 51.
  2. Przybilla, Edelherren von Meinersen, S. 586 (Edition und Datierung); Sudendorf, UB I, Nr. 10 (ältere Edition, andere Datierung). In mittelalterlichen Quellen ist die Unterscheidung zwischen Leiferde bei Gifhorn und Leiferde bei Braunschweig nicht immer eindeutig.
  3. Przybilla, Edelherren von Meinersen, S. 582 (Bertoldus de Leifforde), 590 (Dominus Widekindus de Lyforde).
  4. UB Braunschweig III, Nr. 565. Zum Papenteich vgl. knapp: Rund, Ortsverzeichnis Lkr. Gifhorn, S. 172 ff.; zu den welfischen Landesteilung 1267/69 Pischke, Landesteilungen, S. 35 ff.
  5. Flentje/Henrichvark, Lehnbücher, S. 98 f. und 165.
  6. Sudendorf, UB VI, Nr. 250.
  7. LkAH, L 5h, unverz., Leiferde, Visitation 1978.
  8. Kleinau, Neuer Text, S. 98. Vgl. überdies Rund, Ortsverzeichnis Lkr. Gifhorn, S. 138.
  9. Machens, Archidiakonate, S. 112 f.
  10. UB HS Hildesheim II, Nr. 485, 491, 492. Der Herausgeber des UB bezieht den Ortsnamen auf Leiferde bei Braunschweig, vgl. ebd. 649 (Register); u. a. bei Lompe, S. 36, und im Gemeindebuch KK Gifhorn, S. 31, ist er auf Leiferde bei Gifhorn bezogen.
  11. UB HS Hildesheim III, Nr. 1045; Fiedeler, Kirche Meinersen, Anhang, Nr. 16.
  12. RG Online, RG IV 00662, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/662 , 24.02.2020; RG Online, RG IV 13654, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/13654, 24.02.2020.
  13. Zit. bei Lompe, S. 37. P. Bötticher nahm an, die Dörfer seien in der Hildesheimer Stiftsfehde 1519 zerstört worden.
  14. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 484 und 492 ff.
  15. Salfeld, Pfründenregister, S. 98.
  16. Zum Neubau vgl. Lompe, S. 149 ff.; Kalz, S. 8 ff.
  17. LkAH, L 5b, unverz., Spez. KG Leiferde, Visitation 1937.
  18. LkAH, L 5b, unverz., Spez. KG Leiferde, Visitationen 1947 und 1953.
  19. KABl. 1968, S. 5.
  20. KABl. 1979, S. 7.
  21. Rund, Ortsverzeichnis Lkr. Gifhorn, S. 137; Kleinau, Neuer Text, S. 98.
  22. Lompe, S. 99, Abb. 26; Kalz, S. 7.
  23. Lompe, S. 90.
  24. LkAH, A 8, Nr. 256, Bl. 4v.
  25. LkAH, A 8, Nr. 256, Bl. 4v.
  26. Kalz, S. 3; vgl. zur Orgel auch: Piper, Orgeln, S. 18.
  27. Piper, Orgeln, S. 18.
  28. Zit. bei Lompe, S. 96.
  29. LkAH, A 8, Nr. 256, Bl. 4v.
  30. LKA, G 9 B/Leiferde Bd. I, Bl. 31, mit Auflistung der Dispositionsänderungen.
  31. Lompe, S. 156. Aus finanziellen Gründen entschied sich die KG für eine Gussstahlglocke als größte Glocke.
  32. Lompe, S. 94.
  33. LkAH, A 8, Nr. 256, Bl. 4v.
  34. Lompe, S. 97, 155.
  35. Lompe, S. 157, S. 191 f.