Frühere Gemeinde | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen | Patrozinium: Nikolaus1 | KO: Calenberger KO von 1569
Orts- und Kirchengeschichte
Schriftlich ist der Ort nahe der Grenze zum Eichsfeld erstmals als Wittenburnen in einer Urkunde erwähnt, die angeblich aus der Zeit zwischen 1118 und 1137 stammt; es handelt sich allerdings um eine Fälschung aus dem 13. Jh.2 Gleiches gilt für eine auf 1168 datierte Urkunde, in der sich ebenfalls die Namensform Wittenburnen findet.3 Die älteste Erwähnung in einer echten Urkunde – als Wintenburnen – stammt aus dem Jahr 1207.4 Weißenborn gehört zu den fünf Gartedörfern (Gericht Garte), mit deren Vogtei Hzg. Ernst I. zu Braunschweig-Lüneburg († 1367) im Jahr 1326 die Familie von Kerstlingerode belehnt haben soll.5 Territorial waren die Gartedörfer anscheinend Teil des welfischen Teilfsm. Göttingen.6 Nachdem die Göttinger Linie der Welfen mit Hzg. Otto Cocles († 1463) in männlicher Linie ausgestorben war, wurde das Territorium 1495 bzw. 1512 Teil des Fsm. Calenberg-Göttingen („Kernlande Hannover“, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover). Ende des 16. Jh. versuchte der Mainzer Erzbischof, die Landeshoheit über das Gericht Garte zu erlangen, scheiterte jedoch. Als welfisches Lehen blieben die Gartedörfer „mit allen hohen und bürgerlichen Gerichten und aller Gerechtigkeit an Zehnten, Zinsen usw., dem Patronat, dem Vogthafer und den freien Krügen“ bis 1641 bei der Familie von Kerstlingerode. Nachdem sie in männlicher Linie ausgestorben war, kam das Gericht nach mehreren Besitzwechseln (von Hopfgarten, von Feuerschütz, von Hammerstein, von Uslar) im Jahr 1707 an die Familie von Schlitz, genannt von Görtz (später von Görtz-Wrisberg). Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) soll Weißenborn schwer verwüstet worden sein.7 In französischer Zeit gehörte Weißenborn von 1807 bis 1813/14 zum Kgr. Westphalen (Kanton Bremke, Distrikt Göttingen, Leine-Departement). Seit 1815 zählte der Ort, nun im Kgr. Hannover, wieder zum restituierten Patrimonialgericht Garte, das bei seiner Aufhebung 1839 im Amt Reinhausen aufging. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Weißenborn 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam der Ort zum Lkr. Göttingen (neugebildet 1973 und 2016). 1973 wurde Weißenborn Teil der neuen Gemeinde Gleichen. Zur Sozialstruktur schrieb der Ortspastor 1967: „Weißenborn ist ein Bauerndorf mit wenigen Pendlern (– ihre Anzahl nimmt jedoch stetig zu).“ Die „Zonengrenzlage“ mache den Weißenbörnern gewisse wirtschaftliche Schwierigkeiten.8 Um 1810 lebten etwa 300 Menschen in Weißenborn, 1909 rund 310, um 1970 circa 400 und 2024 gut 200.
Die Kirche Weißenborns liegt am südlichen Dorfrand auf einem Bergsporn. Ihr Kirchhof war befestigt. Reste der inneren Ringmauer und des Wehrgrabens davor sind erhalten, zwei weitere Befestigungsringe lassen sich erkennen (Doppelwall mit Graben, Bodenwall). Nach Sicherung und Restaurierung 1995/96 „präsentiert sich die Anlage als für die Region einmalige Kirchhofsburg des Mittelalters“9 Sie geht vermutlich auf das 12./13. Jh. zurück. Der Kirchturm stammt etwa aus der Zeit um 1400, das Kirchenschiff aus dem 18. Jh. Die Gemeinde gehörte wohl schon in vorref. Zeit als Tochtergemeinde zu Bischhausen.10 Das Patronat über die Kirche in Weißenborn lag, wie auch in den übrigen Gartedörfern, bei der Familie von Kerstlingerode.
Details zur Reformation in Weißenborn sind nicht bekannt. Der Bischhäuser P. Johann Wilhelm Heise (amt. 1712–1726) schrieb in seinen 1724 gedruckten Antiquitates Kerstlingerodanae, P. Christian Breithaupt (amt. 1554–1573) sei der erste luth. Pastor in die Bischhausen und Weißenborn gewesen. Margarethe von Kerstlingerode geb. von Bischhausen hatte ihn berufen, gut ein Jahrzehnt nachdem Hzgn. Elisabeth zu Braunschweig-Lüneburg († 1558) 1542/43 die Reformation im Fsm. Göttingen eingeführt hatte.11 Im Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig, angelegt um 1600, ist Wittenborn als filia in Bißhausen verzeichnet.12
Als kaiserliche Truppen während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) durch Weißenborn zogen, sollen etliche Weißenborner „auff den Kirchberg/ worauff niemand so leicht kommen können / sich versammlet/ den streiffenden feindlichen Partheyen sich widersetzet/ aus kleinen Gestücken/ darin sie Hände vol Musqueten-Kugeln gestecket/ Feur auff dieselbe gegeben/ der Partheyen eine von der unter dem Graffen Tylli stehender Kaiserl. Armee verjaget/ und über 20. Mann davon erschossen“ haben. Drei Tage später wurde das Dorf verwüstet und niedergebrannt „damit keine Materialien zu wieder Auffbauung der Häusser an Holtze/ und Steinen überbleiben möchten“.13 Zwischen 1629 und 1632 amtierte kurzzeitig wieder ein kath. Geistlicher in Bischhausen und Weißenborn.
Laut Protokoll der Visitation von 1652 beklagte sich der Bischhäuser P. Jeremias Mejer (amt. 1616–1629, 1632–1661) seinerzeit über „den beschwerlichen weiten Weg nach dem Filialdorfe Weißenborn“. Da die Gemeinde nicht bereit war, ihn für die Gottesdienste besser zu entschädigen, ordneten die Visitatoren an er solle „bis auf weitere Verordnung des fürstlichen Consistorii alle 14 Tage zu Wittenborn predigen, den andern Sonntag aber sollten die Wittenbornschen nach Bishausen kommen, wie sie für 70 Jahren alle Sonntage tun müssen“.14 Im Jahr 1681 stürzte am Sonnabend vor Pfingsten die Südwand der Kirche ein, ist „aber gleich wieder auffgebauet worden“.15
Karl Friedrich von Schlitz genannt von Görtz (1715–1750), seit 1720 Herr in Rittmarshausen und Patron der Kirchen im Gericht Garte, ließ 1738/39 das Kirchenschiff neu errichten und eine neue Turmhaube erbauen. Auch die Kirchen in Beienroder (1732) und Kerstlingerode (1733) hatte er erneuern lassen.
Während der NS-Zeit hatte zunächst P. Max Beckmann (amt. 1928–1939) das verbundene Pfarramt Bischhausen-Weißenborn inne. Nach seinem Weggang blieb die Stelle vakant. Laut den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ gehörte P. Beckmann kirchenpolitisch zu den DC, schied später aus der Landeskirche aus und wurde Gauamtsleiter der NSV.16 Bei der Neuwahl des KV 1933 bestätigte die Gemeinde „grösstenteils d[ie] alten Kirchenvorsteher im Amt“.17
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder in Bischhausen von 770 im Jahr 1939 (Weißenborn: 340) auf rund 1.320 im Jahr 1949 an.18 Mit P. Heinrich Karl Ludwig Hillebrecht (amt. 1948–1953) erhielten die beiden Gemeinde wieder einen eigenen Geistlichen. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpften die KG Weißenborn und Bischhausen Kontakte zur Kirchgemeinde Grünhainichen im Erzgebirge (nördlich von Wünschendorf).19
P. Otmar Hesse (amt. 1967–1971) initiierte 1967 die Gründung des Sportclubs Bischhausen und ein Jahr später die Fusion mit der Tischtennisverein Weißenborn zur Sportvereinigung Bischhausen-Weißenborn.20 Mitte der 1970er Jahre lag die Zahl der Gemeindeglieder in Weißenborn und Bischhausen bei gut 810.21 Zum 1. Juli 1976 richtete das Landeskirchenamt Hannover daher eine pfarramtliche Verbindung zwischen Bremke (mit Ischenrode), Bischhausen und Weißenborn ein.22 Das verbundene Pfarramt war für rund 1.660 Gemeindeglieder zuständig, Sitz des Pfarramtes war Bremke. Nach der Visitation des Kirchspiels schrieb der Sup. des KK Göttingen-Süd 1982: „Das kirchliche Leben in den vier Dörfern der Parochie Bremke ist […] äußerts vielseitig, lebendig und auch erfreulich.“23
Zum 1. Juli 2011 fusionierten die drei Gemeinden und gründeten gemeinsam die „Ev.-luth. Kreuzweg-KG in Gleichen“.24
Umfang
Weißenborn.
Aufsichtsbezirk
Archidiakonat Nörten (sedes Geismar) der Erzdiözese Mainz).25 – 1588 zur Insp. Dransfeld, seit Verlegung des Superintendentursitzes 1636/37 Insp. Göttingen (Sitz an St. Johannis in Göttingen), bei deren Teilung 1796/97 zur neuen Insp. Göttingen Zweyter Teil. 1924 zum KK Göttingen II, 1937 zum KK Göttingen-Süd.26 Ab 1. Januar 2001 KK Göttingen.27 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen.28
Patronat
Die Besitzer des Gutes Rittmarshausen (dingliches Patronat): Bis 1641 die Familie von Kerstlingerode, nach mehrfachem Besitzwechsel (von Hopfgarten, von Feuerschütz, von Hammerstein, von Uslar) seit 1707 die freiherrliche Familie von Schlitz, genannt von Görtz (später von Görtz-Wrisberg).29 Das Patronat blieb bei Aufhebung der Kirchengemeinde 2012 bestehen (Kompatronat für die neue Apostel-KG Gleichen).30
Kirchenbau
Dreiachsiger, rechteckiger Saalbau, errichtet 1738/39. Satteldach, nach Osten abgewalmt (ziegelgedeckt). Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung und Werksteinsockel. An den Längsseiten rundbogige Sprossenfenster mit Werksteineinfassung. Nach Osten zwei rundbogige Sprossenfenster, dazwischen Rechteckportal, jeweils mit Werksteineinfassung. Im Innern holzverschalte Segmentbogendecke, Westempore; Hinter dem Altar Allianzwappen Görtz-Wrisberg, Inschrift: „Carl Friedrich Freyherr von Schlitz genant von Goertz. C[atharina] E[va] S[ophie] Freifrau von Goertz geb. von Wrisberg. Vt BeienroDae KerstLIngeroDaeqVe LoCaVIt fIgIt GoertzIaDes hIsqVoqVe fana IVgIs“ (Wie er in Beiendode und Kerstlingeorde aufgerichtet hat, baute der Görtz auf diesem Bergzug auch dieses Heiligtum; Chronogramm: 1738); Inschriftenstein Südwand: „Carolvs hanc etiam Fridericvs Goertzivs aedem post binas alias aedificare stvdet arcta prior diffissa pvtris minitata rvinam amplior haec svrgit tvrris ad avctvs apex imposvit veteri clivo qvia nvllus ab igne tvtior heic locvs est firmaqve tvrris erat rVrsVs eIfIXas pater InfInIte sVpernas aC HIs In terrIs effICe qVaeso DoMos“ (etwa: Karl auch Friedrich Goertz förderte den Bau dieses Gotteshauses nach zwei anderen. Eng der frühere, gespalten, morsch, vom Einsturz bedroht. Stärker erhebt sich dieser Turm mit noch dazu vergrößerter äußerster Spitze. Er steht am alten Abhang, weil kein Ort vor Feuer sicherer ist als dieser. Fest war der Turm, wiederum laß ihn befestigen, Vater der Unendlichkeit, und auf Erden die hochgelegenen Häuser, ich bitte dich; Chronogramm: 1739). 1959 Renovierung, u. a. Raum unter der Empore als Winterkirche bzw. Gemeinderaum eingerichtet.31
Fenster
Figürliches Buntglasfenster (um 1965, Hans Matschinski, Braunschweig), Frauen am Grab.
Turm
Vierseitiger Westturm, erbaut um 1400. Geschwungene Haube mit vierseitigem Ansatz und achtseitiger, geschlossener Laterne, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne, verschiefert. Quadermauerwerk sowie Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung. Im Glockengeschoss je ein rundbogiges Schallfenster nach Norden, Süden und Westen. Im Erdgeschoss große, rundbogige Sprossenfenster nach Norden und Süden, rechteckiges Hauptportal mit Segmentbogengiebel nach Westen. 1738/39 Westportal und Rundbogenfenster angelegt.
Vorgängerbau
1738 abgebrochen.
Ausstattung
Hölzernes, barockes Altarretabel mit Schnitzdekor (1756?, ursprünglich Kanzelaltar), farbig gefasst; im Mittelfeld Gemälde (1884, Segnender Christus nach Bertel Thorvaldsen, darunter Inschrift „18. Friede sei mit Euch. 84“), flankiert von je zwei korinthischen, marmorierten Säulen, die verkröpftes Gebälk und Sprenggiebel tragen; auf dem Gebälk Vasen, Skulptur mit Gottvater, Lamm und Engelsköpfen; seitliches Schnitzwerk (durchbrochen); vor dem Retabel kastenförmiger Altar mit seitlichen Schranken; links und rechts niedrige Scherwände mit segmentbogigen Durchgängen; Inschrift: „Ara locus mystae sic ambo nitore coruscant Kochius impensas pharmacopola dedit anno 1756[?]“ (etwa: Der Altar, Platz des Geweihten, sowie die Kanzel schimmern im Glanze. Der Apotheker Koch trug die Kosten. Im Jahr 1756). – Hohe, barocke Kanzel mit Schalldeckel (1756, ursprünglich Teil des Altarretabels), bauchiger Kanzelkorb auf einer Rundsäule. – Pokalförmige Taufe mit rundem Becken, Balusterschaft und vierseitigem Fuß (1740), Inschriften: „C[arl] F[riedrich] Lib[er] Baro de Schlitz dictus Goertz“ und „G[ottlieb] C[hristoph] Heise pastor Loci 1740“. – Hölzerner Opferstock (18./19. Jh.).
Orgel
Um 1732 Orgelneubau, Orgelbauer unbekannt; Instrument gestiftet von der Patronatsfamilie. 1853/54 Orgelneubau, ausgeführt von Carl Heyder (Heiligenstadt), 9 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 22). 1925 Reparatur und Änderung der Disposition, Friedrich Krell (Duderstadt), 9 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1972 Renovierung und Umbau, Albrecht Frerichs (Göttingen), 9 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1996/97 Renovierung und Restaurierung, Franz Rietzsch (Hiddestorf), 9 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen.
Geläut
Drei LG, I: a’ (Bronze, Gj. 1971, Gebrüder Bachert, Bad Friedrichshall-Kochendorf), Inschriften: „Sursum corda“ (Erhebt eure Herzen), „Gestiftet von der Gemeinde Weißenborn“ sowie die Namen des Kirchenvorstandes; II: h’ (Bronze, Gj. 1957, Gebrüder Bachert, Bad Friedrichshall); III: d’’, (Bronze, Gj. 1957, Gebrüder Bachert, Bad Friedrichshall). – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze, Gj. 1680, Jakob Pappe, Erfurt), Inschrift: „Jacob Pappe in Erfort Anno 1680 gos mich“, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Eine LG (Bronze, Gj. 1859, Heinrich Gabel, Freienhagen), Inschrift: „Fuer die Gemeinde Weißenborn gegossen von Heinrich Gabel in Freienhagen 1859 als Carl Stephan Pastor, Carl Luetge Lehrer, Rohmann, Hille, Luthion und Aschoff Kirchenvorsteher waren“, Glocke im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Eine LG, e’’ (Eisenhartguss, Gj. 1923, Ulrich & Weule, Apolda und Bockenem), 1970 abgenommen und vor der Kirche aufgestellt. Eine LG, a’ (Bronze, Gj. 1970, Gebrüder Bachert, Bad Friedrichshall-Kochendorf), Inschriften: „Sursum corda“ (Erhebt eure Herzen), „Gestiftet von der Gemeinde Weißenborn“ sowie die Namen des Kirchenvorstandes, Glocke 1971 aus klanglichen Gründen neu gegossen.32
Friedhof
Ehemaliger, befestigter Kirchhof bei der Kirche („Kirchhofsburg“, angelegt wohl im 12./13. Jh., Ringmauer teilweise erhalten, davor Wehrgraben, außerdem Doppelwall mit Graben und Reste eines Bodenwalls als dritte, äußerste Wehranlage erkennbar; 1995/96 restauriert).33 Kirchlicher Friedhof am Nordrand des Dorfes, FKap (Bj. 1974).
Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)
A 1 Nr. 1084–1086 (Pfarroffizialsachen); A 9 Nr. 224
, 225
, 226
(Visitationen); B 2 G 9 Nr. 3106–3107 (Baupflege und Bauwesen); B 2 G 9 B Nr. 648 (Orgel- und Glockenwesen); E 5 Nr. 1111 (Konsistorialbaumeister); S 09 rep Nr. 719, 829 (Presseausschnittsammlung); S 11a, Nr. 7671 (Findbuch PfA); S 11a Nr. 8140 (Findbuch EphA).
Kirchenbücher
Taufen: ab 1654 (Lücken: 1658–1661)
Trauungen: ab 1654 (Lücken: 1658–1661)
Begräbnisse: ab 1654 (Lücken: 1658–1661)
Kommunikanten: 1844–1989
Kommunikanten vorher und nachher sowie Konfirmanden in den Kirchenbüchern von Bischhausen.
Literatur & Links
A: Bielefeld, Orgeln im Umland, S. 189–192; Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 341–342; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1339; Eichenberg, KK Göttingen-Süd, S. 35–42; Lücke, Burgen und Gutshöfe, S. 176–182; Lücke, Ufer, S. 136–141; Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Duderstadt, S. 287–288; Mithoff, Kunstdenkmale II, S. 198.
B: Trauregister aus den Kirchenbüchern Südniedersachsens Teil 18: 1801–1850. Göttingen Ost: Beienrode, Bischhausen, Bremke, Ischenrode, Kerstlingerode, Rittmarshausen, Weißenborn, hrsg. von der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Göttingen e. V., Norderstedt 2020; Johann Wilhelm Heise: Antiquitates Kerstlingerodanae Oder Alte Kerstlingerödische Denckwürdigkeiten, Frankfurt und Leipzig 1724 [Digitalisat], bes. S. 303–306; Otmar Hesse: Dorfpastor in Bischhausen und Weißenborn. 1967–1971. Ein Beitrag zur Ortsgeschichte im Landkreis Göttingen, Goslar 2019; Wolfgang Ollrog: Das Gericht Garte mit seinen fünf Dorfschaften Rittmarshausen, Kerstlingerode, Beienrode, Weißenborn und Bischhausen. Ein Beitrag zur Geschichte der Landschaft, des Rittersitzes, der fünf Dörfer und der beiden Kirchen des Gerichts Garte nach Niederschriften der Pastoren Theodor Friedrich Moritz Reinmann (1793–1833) und Ludolph Henke (1835–1876), beide frühere Pfarrherrn der Parochie Kerstlingerode, o. O. 1955, bes. S. 31–33; Leopold Ziemann: Die Geschichte der Evangel.-luth. Kirchengemeinde Bremke, Bremke 1978, S. 305–330.
Internet: Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche, Kirchenanlage.
Fußnoten
- Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 169, und II, S. 84.
- Mainzer UB I, Nr. 615 [Digitalisat]; UB Reinhausen, Nr. 3. Für weitere Belege und zum Ortsnamen vgl. Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 413 f.
- MGH DD HdL 78 [Digitalisat]; UB Reinhausen, Nr. 12.
- UB Reinhausen, Nr. 18.
- Zur Besitzfolge: Lücke, Burgen und Gutshöfe, S. 177 ff.; Ollrog, S. 15 ff.
- Insgesamt: Pischke, Landesteilungen, bes. S. 45 ff., S. 75 ff. und S. 180 ff.
- Heise, Antiquitates, S. 304 f. [Digitalisat]: „Vor dem 30jährigen Kriege ist es vol schoner Gebäude gewesen/ die mehresten Häuser waren von Steinen auffgeführet bis ans Dach/ die Höfe mit Ring-Mauren/ und steinern Thor-Gebäuden wol verwahret/ die Gassen mit Kiesel- und Klee-Steinen gepfalstert“. Kaiserlich Truppen hätten das Dorf niedergebrannt „und damit keine Materialien zu wieder Auffbauung der Häusser an Holtze/ und Steinen überbleiben möchten/ haben die Feinde die besten Hausser/so von Steinen erbauet/ vol Stroh getragen/ und angezündet/ welches denn das Holtz zu Aschen/die Mauren aber mürbe gemacht/ und zersprenget hat/ daß hernach in den schweren Zeiten dieser Ort
gar schlecht wieder auffgebauet worden“. - Beide Zitate: LkAH, L 5c, unverz., Bischhausen, Visitation 1967.
- Denkmalatlas Niedersachsen.
- Ollrog, S. 33.
- Ollrog, S. 9 f. Heise, Antiquitates, S. 291 [Digitalisat] und S. 301 [Digitalisat]. Meyer, Pastoren I, S. 97, nennt ohne genaue Amtszeiten (15..–15..) einen Johann Pflug als ersten luth. Pfarrer.
- LAW, V 231, Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig…, S. 59.
- Beide Zitate: Heise, Antiquitates, S. 304 f. [Digitalisat].
- Kayser, Generalvisitation Gesenius, S. 192.
- Heise, Antiquitates, S. 306. [Digitalisat]
- LkAH, S 1 H III, Nr. 414, Bl. 4. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 414, Bl. 4.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 414, Bl. 4; LkAH, L 5c, unverz. Bischhausen, Visitation 1949.
- Hesse, S. 43. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
- Hesse, S. 43 und S. 57 f.
- LkAH, L 5c, unverz. Bischhausen, Visitation 1975.
- KABl. 1976, S. 119.
- LkAH, L 5c, unverz. Bischhausen, Visitation 1982.
- KABl. 2011, S. 188 f.
- Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 167.
- KABl. 1924, S. 86; KABl. 1937, S. 135.
- KABl. 2000, S. 150 f.
- KABl. 2022, S. 189 ff.
- Lücke, Burgen und Gutshöfe, S. 178 f.
- KABl. 2011, S. 299 ff.
- Ziemann, S. 322.
- LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 648, Bl. 67 ff. und Bl. 88 a f.
- Siehe Denkmalatlas Niedersachsen.