Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Harzer Land | Patrozinium: Antonius1 | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Grund lässt sich seit der ersten Hälfte des 14. Jh. mehrfach als Flurbezeichnung und Personenname nachweisen: Cranz et Reynekone de Fundo (1317), Reynero de Grunt (1321), den Grund (1405).2 Möglicherweise existierte hier seinerzeit bereits ein Forsthaus oder -ort; das Gebiet gehörte zum Gericht Staufenburg im welfischen Teilfsm. Braunschweig-Wolfenbüttel. Eine Siedlung ist erst in der ersten Hälfte des 16. Jh. fassbar, nach der Wiederaufnahme des Eisenbergbaus am Iberg, die vielleicht noch in die Regierungszeit Hzg. Wilhelms II. zu Braunschweig-Lüneburg († 1503) fiel3, sicher jedoch in die seiner Witwe Hzgn. Elisabeth von Stolberg († um 1520/21), die das Gebiet seit 1495 als Witwengut besaß. Unter ihrem Enkel Hzg. Heinrich II. zu Braunschweig-Wolfenbüttel (amt. 1514–1568) begann zudem der Silberbergbau.4 Ausgangspunkt des Bergbaus war zunächst Gittelde und in der ersten Hälfte des 16. Jh. findet sich mehrfach die Ortsbezeichnung zu oder bey Gittel im grunde.5 Eine Bergordnung erließ Hzg. Heinrich 1524, in den 1530er Jahren erhielt Grund Stadtrechte (Jahreszahl 1535 im ältesten Stadtwappen)6; Grund gehörte zu den sieben freien Bergstädten im Oberharz. Eine erste Ortsansicht ist aus dem Jahr 1606 überliefert (Zacharias Koch, Daniel Lindemeier), eine weitere von etwa 1654 (Matthäus Merian).7 Von 1635 bis 1788/89 gehörte die Stadt Grund zum Kommunionharz, der unter der gemeinsamen Verwaltung der welfischen Herzöge stand.8 Nach der weitgehenden Auflösung des Kommunionharzes 1789 kam Grund zum Kfm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover). In französischer Zeit zählte Grund von 1807 bis 1813/14 zum Kanton Zellerfeld im Distrikt Osterode des Harzdepartements im Kgr. Westphalen. Seit 1815 gehörte die Stadt zum Kgr. Hannover und war seit 1823 Teil der Berghauptmannschaft Clausthal, einem „bergwirtschaftlichen Sonderverwaltungsgebiet“ außerhalb der Struktur der Landdrosteien.9 Im Jahr 1842 kam Grund zum Amt Zellerfeld. Seit der Annexion des Kgr. Hannover 1866 zählte Grund zum Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam Grund zum Kr. Zellerfeld, bei dessen Auflösung 1972 zum Lkr. Osterode, der 2016 im neuen Lkr. Göttingen aufging. Seit 1972 war Bad Grund teil der gleichnamigen Samtgemeinde, deren Mitgliedsgemeinden 2013 zur Einheitsgemeinde Bad Grund (Harz) fusionierten (Ortsteile: Bergstadt Bad Grund, Flecken Gittelde, Badenhausen, Eisdorf, Windhausen und Willensen). Wirtschaftlich setzte nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) ein Niedergang des Bergbaus in Grund ein. Erst mit der Erschließung der Grube „Hilfe Gottes“ seit 1831 erlebte der Ort wieder eine Phase der Prosperität (1992 als letztes Harzer Bergwerk geschlossen). Die Einrichtung der Kurbadeanstalt 1855 steht am Beginn der touristischen Erschließung Grunds, seit 1916 führt die Stadt den Namen Bad Grund. Zur Sozialstruktur schrieb der Ortspastor 1962: „Die Gemeinde besteht in der Hauptsache aus Bergleuten, Forstarbeitern, Beamten und Geschäftsleuten.“10 Um 1810 lebten knapp 880 Menschen in Grund, 1853 mehr als 1.500, 1910 gut 2.230, 1950 etwa 4.300 und 2013 knapp 2.400 (Samtgemeinde: gut 8.820).

Kirche, Ansicht von Südwesten

Kirche, Ansicht von Südwesten

Der Wildemanner P. Hardanus Hake (amt. 1572–1611) schrieb in seiner Bergchronik, Hans Streit habe in Grund „die alte Kirchen, so von holtz gewesen, erbawet“; er sei „ ein sehr reicher Man gewesen“.11 Als Bauzeit dieser ersten Kapelle kann etwa die Zeit zwischen 1460 und 1480 vermutet werden.12 Sie war eine filia der Mutterkirche St. Moritz in Gittelde (heute Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig) und erhielt Ende des 15. Jh. einen eigenen Kaplan, nachdem wiederum Hans Streit wohl zwischen 1495 und 1500 eine Pfarrdotation gestiftet hatte.13 1504 bat Hzgn. Elisabeth den Mainzer Erzbischof, die capella, in honorem sancti Anthonii im Grunde vulgariter nuncupata zur Pfarrkirche zu erheben (die dem heiligen Antonius geweihte Kapelle gewöhnlich genannt im Grunde).14 Denn gerade im Winter sei der Weg nach Gittelde beschwerlich, zudem wachse die Siedlung – strömten wegen der Erzfunde doch viele Menschen (multitudo populi) nach Grund. Ein Jahr später bestätigte Ebf. Jakob von Mainz (amt. 1504–1508) die Gründung der neuen Pfarrkirche. Hzgn. Elisabeth vergrößerte die Pfarrdotation und bestimmte als Patronin den bisherigen Kaplan Rötger Pegau (Pengau, Pengna) zum ersten Pfarrer von Grund.15 Später hatte der Northeimer Kanoniker Heinrich Bullen das Pfarramt inne; er gab es 1519 auf und Hzgn. Elisabeth nominierte Petrus Bußbaum aus Subernheim (amt. 1519–1535) zum neuen Geistlichen der Gemeinde.16 Er war später auch für die Gemeinden in Zellerfeld und Wildemann zuständig.
Hzg. Heinrich II., der den reformatorischen Lehren Luthers ablehnend gegenüberstand, verweigerte der Gemeinde Grund, die sich zu einem großen Teil aus Bergleuten zusammensetzte, die aus dem sächsischen Erzgebirge eingewandert waren und eher luth. geprägt waren, nach 1535 die Berufung eines ev. Geistlichen. Es ist unklar, wer die Pfarre in den folgenden Jahren versah. Ab 1538 war der luth. P. Christoph Beer (amt. 1538–1541) aus Zellerfeld auch für Grund zuständig, 1539 soll Hzg. Heinrich II. die Grunder Pfarrdotation eingezogen haben.17 Nachdem Truppen des Schmalkaldischen Bundes den Herzog 1542 aus seinem Fürstentum vertrieben hatten, setzten Lgf. Philipp von Hessen († 1567) und Kfs. Johann Friedrich von Sachsen († 1554) eine Statthalterregierung ein, die im gesamten Gebiet des besetzten Fsm. Braunschweig-Wolfenbüttel die Reformation einführte. Johannes Bugenhagen, Martin Görlitz und Antonius Corvinus visitierten im gleichen Jahr die Gemeinden des Fsm., um die einzelnen Pfarrer zu begutachten; 1543 erschien die Christlike kerken-ordening im lande Brunschwig, Wulffenbüttels deles, die Corvinus und Görlitz verfasst hatten; 1544 fand eine weitere Generalvisitation statt.18 In den Protokollen zur Visitation 1542 ist zu Grund vermerkt: „haben kein pfarrer“.19 Zwei Jahre später ist P. Johann Gnaphäus (amt. 1543–1575) als Pfarrer von Zellerfeld verzeichnet, der gleichzeitig auch für die Bergstädte Wildemann und Grund zuständig war.20

Kirche, Ansicht von Südwesten, um 1900

Kirche, Ansicht von Südwesten, um 1900

1547 gelang Hzg. Heinrich II. die Rückkehr in sein Fürstentum. Wie auch in Zellerfeld und Wildemann duldete der Herzog mit Blick auf die wirtschaftliche Bedeutung des Bergbaus schließlich seit etwa 1550 das luth. Bekenntnis auch in der Bergstadt Grund. P. Georg Schneider (amt. ab etwa 1550) war der erste luth. Prediger der St. Antoniuskirche. Nachdem Heinrichs Sohn Julius 1568 die Regierung übernommen hatte, führte er die luth. Lehre im gesamten Fsm. Braunschweig-Wolfenbüttel ein, ließ die Gemeinden erneut visitieren und erließ im darauffolgenden Jahr die später sogenannte Calenberger Kirchenordnung.21 Das Pfarramt in Grund hatte seinerzeit P. Heinrich Schrader (amt. wohl 1563/67–1577/79) inne.22 In seine Amtszeit fiel der Neubau der Kirche: 1568 ersetzte die Gemeinde die alte Holzkirche durch einen Bruchsteinbau. Am Altar fand man bei der Renovierung 1836 die Inschrift: „Anno 1568 hat Henricus Schrader, Pastor, zur Ehre Gottes diesen Altar gegeben“.23
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) brannten 1626 kaiserliche Truppen Stadt und Kirche nieder.24 Der Wiederaufbau der Kirche fiel in die Amtszeit von P. Andreas Sander (amt. 1631–1669); Stadtrichter und Eisenfaktor Valentin Still aus Gittelde ließ 1640 den Turm wieder errichten. P. Konrad Arend (amt. 1726–1736) publizierte neben seiner pfarramtlichen Tätigkeit mehrere historische Arbeiten.25 Ihre heutige Gestalt erhielt die Grunder Antoniuskirche mit dem Umbau 1836, während der Amtszeit von P. Friedrich Adolf Hildebrandt (amt. 1835–1846); u. a. erhielten die niedrigen, massiven Außenwände einen Fachwerkaufbau.
Während der NS-Zeit hatten P. Herbert Hübner (amt. 1927–1934, 1945–1965) und P. Arndt Immanuel Harms (amt. 1935–1943) das Pfarramt in Bad Grund inne. Kirchenpolitisch gehörten beide der Bekenntnisgemeinschaft an; während der Vakanzzeit 1934/35 betreute der DC-Anhänger P. Heinz Werner Oltmann Kosmund (amt. ab 1933, 1945 vermisst) aus Wildemann die Gemeinde. Dem im Sommer 1933 neugewählten KV gehörten vier Mitglieder an; einen Kirchenvorsteher bestätigte die Gemeinde im Amt, drei neue, die alle der NSDAP angehörten, wählte sie hinzu.26 Anfangs nahmen NSDAP und SA „geschlossen am Kirchgang“ teil, wie P. Hübner rückblickend im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ schrieb.27 P. Harms zählte vermutlich zu den ganz wenige Pastoren in der Landeskirche (etwa zehn von eintausend), die 1938 den Treueeid auf Adolf Hitler verweigerten.28 Von den etwa 2.350 Gemeindegliedern (1939) traten während der NS-Zeit knapp 200 aus der Kirche aus, darunter ein Kirchenvorsteher (zwischen 1945 und 1949 80 Wiedereintritte).29 Bei der Visitation 1938 hob P. Harms den „Einfluss des Hauses Ludendorff und ähnlicher gottgläubigen Bestrebungen“ hervor. Dennoch resümierte der Clausthaler Sup. Karl Moritz Adolf Petri (amt. 1931–1939): „Aufs Ganze gesehen darf gesagt werden, daß die Gemeinde Bad Grund trotz scharfer antichristlicher und antikirchlicher Strömungen immer noch unter den Oberharzer Gemeinden, was Gottesdienst und kirchlichen Sinn angeht, obenan steht.“30
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs vergrößerte sich die Zahl der Gemeindeglieder von rund 2.350 im Jahr 1939 auf rund 3.800 im Jahr 1950. Zudem war schon in der ersten Hälfte der 1940er Jahre eine kleine kath. Gemeinde mit etwa 400 Gemeindegliedern entstanden („Durch die in den Jahren seit 1939 erfolgte Umsiedlung einer Anzahl Südtiroler“).31 Die kath. Gemeinde nutzte für ihre Gottesdienste das 1932 errichtete ev.-luth. Gemeindehaus und die St. Antoniuskirche. Im Dezember 1962 weihte der Hildesheimer Bf. Heinrich Maria Janssen (amt. 1957–1982) die kath. St. Barbarkirche (2010 profaniert).

Kirche, Ansicht von Nordwesten, um 1980

Kirche, Ansicht von Nordwesten, um 1980

Für die Bewohner der ab 1953 errichteten Bergmannssiedlung am Taubenborn, geplant für 1.000 Einwohner, ließ die ev.-luth. KG auf einem von der Preussag überlassenen Grundstück 1959/60 eine eigene Kapelle errichten (Einweihung: 12. Juni 1960). Am 1. April 1962 erhielt Bad Grund für den Gemeindebezirk Taubenhoren eine Pfarrvikarstelle, die als erstes Pv. Siegfried Springer (amt. 1965–1970) übernahm.32
Die Tradition der Bergdankgottesdienste behielt die Gemeinde auch nach Ende des Bergbaus bei. Die Berichte über die Visitationen von 1974 und 1980 vermerken den allgemeinen Rückgang des Kirchenbesuchs und 1974 notierte der Sup. des KK Clausthal-Zellerfeld: „Von der alten Bergmannsfrömmigkeit ist nicht viel erhalten“.33 1981 konstatierte der Hildesheimer LSup., es sei ein altes Problem der Gemeinden im Harz, dass „die Gemeindeglieder weithin den Gottesdienstbesuch den Kurgästen überlassen“.34
Zum 1. April 2004 wurde die St.-Antonius-KG in Bad Grund mit der Maria-Magdalenen-KG in Wildemann pfarramtlich verbunden.35 Im Jahr 2015 richteten die KG Altenau, Bad Grund, Wildemann, Hahnenklee, Clausthal, Buntenbock, Zellerfeld, Lautenthal und Sankt Andreasberg gemeinsam das verbundene Pfarramt Oberharz ein. Die einzelnen Pastor*innen des Teampfarramts nehmen neben der Seelsorge in ihrem jeweiligen Gemeindebezirk Schwerpunktaufgaben in der gesamten Region wahr (Konfirmandenarbeit, Erwachsenenbildung, Seniorenarbeit, Diakonie, Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit).
Die Kapelle am Taubenborn wurde 2012 geschlossen. Zwei Jahre später verkaufte die KG Bad Grund die Kapelle an die Koptisch-orthodoxe Kirche in Deutschland und übergab das Gotteshaus bei einem gemeinsamen Gottesdienst der neuen Eigentümerin (daher keine Entwidmung). Die Kapelle trägt heute den Namen „Kirche des heiligen Minas und des heiligen Papstes Kyrillus VI.“.

Pfarrstellen

I: 1505. – II: 1962 als Pfarrvikarstelle eingerichtet, seit 1984 vakant.36

Umfang

Grund (ab 1916 Bad Grund) mit Laubhütte und Taubenborn. 2017 Einpfarrung eines Teils des Wohnplatzes Laubhütte, der bislang zur Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig gehört hatte.37

Aufsichtsbezirk

Gittelde gehörte, wie vermutlich später auch Grund, zum Archidiakonat Nörten (sedes Berka) der Diözese Mainz.38 – 1542/43 zur Insp. Gandersheim, 1568 zur neuen Insp. Ahlshausen.39 1651 zur neuen Insp. Zellerfeld (seit 1903 von Clausthal aus versehen). 1949 KK Clausthal-Zellerfeld, seit 1. Januar 2013 KK Harzer Land.40

Patronat

Der Landesherr (bis 1871). 1585 scheiterte der Versuch der Stadt, das Patronatsrecht zu übernehmen.41

Kirchenbau – St. Antonius
Kirche, Blick zum Altar, nach 1955

Kirche, Blick zum Altar, nach 1955

Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss, ausgerichtet nach Nordosten, erbaut um 1640. Satteldach, über dem Chor abgewalmt. Werksteinsockel, verputztes Bruchsteinmauerwerk, darüber Fachwerk mit vertikaler Holzverschalung, an der südwestlichen Giebelseite Schieferverkleidung; an drei Ecken niedrige Stützpfeiler (nicht an Westecke). Große Rundbogenfenster an Schiff und Chor, im Fachwerkbereich Rechteckfenster. Rechteckportal nach Nordwesten, an Südwest- und Südostseite jeweils Portal mit hölzernem Windfang. Im Innern dreiseitige Emporenanlage, holzverschaltes Spiegelgewölbe, Wände mit vertikaler Holzverschalung. 1806 Renovierung. 1836 grundlegende Umgestaltung (u. a. Wände durch Fachwerkaufbau erhöht, neuer Altar). 1836 oder 1877 obere Empore eingebaut.42 1891 Außenrenovierung. 1913/14 Renovierung (u. a. Dach, Turm, Wandtäfelung, Ausmalung). 1948–55 Renovierung (u. a. Emporen beiderseits des Altars entfernt, Chorfenster freigelegt, Sakristeieinbau entfernt). 1972/73 Neugestaltung Innenraum (u. a. Absenkung des Altarraums und Entfernung der oberen Empore). 1996–98 Renovierung.

Fenster

Vier monochrome, figürliche Chorfenster (1948, Hans Matschinski, Braunschweig), dargestellt sind Evangelist Matthäus und Bergpredigt (Mt 7,16–20), Evangelist Markus und Blindenheilung (Mk 8,22–26), Evangelist Lukas und Sünderin (Lk 7,37–50) sowie Evangelist Johannes und Fußwaschung (Joh 13,1–11).

Turm

Über dem Südwestgiebel gedrungener, schieferverkleideter Fachwerkdachreiter. Vierseitiger Unterbau, achtseitiges Glockengeschoss mit offener Laterne und geschwungener, kupferverkleideten Haube, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne. An vier Seiten des Glockengeschosses je zwei rundbogige Schallfenster; an Südwestseite Uhrziffernblatt, darunter Rechteckfenster mit erkerartigem Dach. 1800 Turmuhr vorhanden. 1868 neue Turmuhr (J. F. Weule, Bockenem).

Vorgängerbauten

Zunächst Holzkirche. 1568 Kirchenneubau aus Bruchsteinmauerwerk, 1626 niedergebrannt.

Ausstattung

Schlichter, klassizistischer Kanzelaltar (1836), Pilaster und Gebälk verziert mit plastischer Architekturmalerei, polygoner Kanzelkorb, darunter Abendmahlsbild mit Einsetzungsworten des Abendmahls (17. Jh.); holzverkleideter Altarblock; Altar restauriert 1997. – Achtseitiger Taufstein mit flachem Becken. – Spätgotisches Kruzifix (um 1480). – Ganzfiguriges Lutherporträt (unbekannter Künstler), Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen, Inschrift: „D[oktor] Martin Luther ist gebohren zu Eisleben in der Graffschafft Mansfeld“. – Opferstock (1695), Holz mit Eisenbeschlägen, Stifterinschrift: „Johan Justus Bartels. Anna Margreta Einhausen Anno 1695“. – Im Vorraum Grabplatte für P. Andreas Sander († 1669). – Ehemalige Ausstattung: Taufengel (1692), 1836 beim Umbau der Kirche abgenommen und eingelagert, vor 1849 gestohlen. – Schlichter Taufstein (um 1960, Entwurf: Johannes Sommer, Hannover), Säulenschaft und halbkugelförmiges Becken, verziert mit stilisiertem Fisch und Wellen; Salzgitterscher Muschelkalk.

Orgel

Das Alter des ursprünglichen Werks ist nicht bekannt. 1672 Neubau, ausgeführt von Johann Benedict Pabst (Osterode), 14 II/–. Reparatur 1824, Ernst Lindrum (Goslar). 1836 Orgel repariert, um ein Pedal erweitert und versetzt von der Nordseite auf die Westempore, Johann Andreas Engelhardt (Herzberg), 16 II/P. 1869 Orgelneubau, Ph. Furtwängler (Elze), 15 II /P, mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 98).43 1949/50 Reparatur und Änderung der Disposition, Paul Ott (Göttingen), 15 II/P (HW, OW), mechanische Traktur, Schleifladen. 1974 Instandsetzung und Erweiterung der Orgel, ausgeführt von Paul Ott (Göttingen), 16 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Drei LG44, I: f’ (Bronze, Gj. 1754, Heinrich Conrad Michaelis, Braunschweig), Inschriften: „Sacra sit haec campana Deo triuno optimo maximo, sacra sit salvatori nostro salutis nostrae recuperatori, sacra sit sanctissimo lumini. Sit novam nuncia flammae, nomini in laude tuam in tuum honorem Iehovah sonat, sonet in laudem summi, sonet ad tempus longissimum“ (etwa: Heilig sei diese Glocke Gott dem Dreieinigen, Besten, Größten, Heilig sei sie unserem Erlöser, dem Wiederbringer unseres Heils, Heilig sei sie dem heiligsten Namen. Sei niemals Verkünderin des Feuers. Nur zu deinem Lobe, zu deiner Ehre, Jehova, töne sie, sie töne zum Lobe des Höchsten, sie töne die längsten Zeit), „Fusa est haecce campana Brunswigiae arte Henrici Conradi Michaelis invitans ad sacros coetus nos et nostram sobolem infinitos grados“ (etwa: Gegossen ist diese Glocke durch die Kunst des Braunschweigers Heinrich Conrad Michaelis, einladend zu den heiligen Versammlungen uns und unseren Nachwuchs in endlosen Graden), „Soli tibi summe pater sit laus, sit honor, sit gloria“ (etwa: Dir allein, höchster Vater, sei Lob, sei Ehre, sei Ruhm) und „Mense Septembris A[nno] R[ecuperatae] S[alutis] MD CC L IIII“ (Im Monat September im Jahr des wiedererlangten Heils 1754), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und zurückgegeben; II: as’ (Bronze, Gj. 2005, Firma Bachert, Karlsruhe); III: b’ (Bronze, Gj. 2005, Firma Bachert, Karlsruhe). – Früherer Bestand: Mittlere LG (Bronze, Gj. 1735), wohl umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1821, Christoph Gabel), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1917); als Ersatz eine neue LG (Bronze, Gj. 1921, Firma Radler, Hildesheim), Inschrift: „Zur Eintracht, zum herzinnigen Vereine versammelte sie die liebende Gemeinde. An Stelle der im Weltkriege geopferten Vorgängerin ist diese Glocke durch Spenden der Bürger Grunds neu erstanden. K.-B. Schmidt, Pastor; Zesch, Bürgermeister; Apel, Bischof, Fuß, Roddewig“, Bild: segnender Christus (nach Bertel Thorvaldsen), im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1941). Eine kleine LG (Bronze), gesprungen und umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1830), geborsten und umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1838, J. H. Wicke, Braunschweig), Inschrift: „Hildebrandt, Pastor, Carl Kast, Richter, Carl Helmkampf, Senator, Carl Allruth, Cämmerer, Christian Michaelis, Vorsteher. 1838. Gegossen von J. H. Wicke in Braunschweig“; im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1941). Als Ersatz für die beiden abgegebenen Glocken: Zwei LG, as’ und b’ (beide Eisenhartguss, Gj. 1947, J. F. Weule, Bockenem), 2005 abgenommen und vor der Kirche aufgestellt; durch Bronzeglocken ersetzt.

Kapellenbau – Kapelle am Taubenborn

2014 verkauft an die Koptisch-orthodoxe Kirche in Deutschland. Rechteckbau, ausgerichtet nach Südwesten, Altarraum nach Südosten leicht verbreitert, Gemeindehausanbau an Nordwestseite, errichtet 1959/60. Satteldach. Verputztes Mauerwerk, Giebeldreiecke und Traufbereich holzverschalt; flachbogige Fenster an den Längsseiten, großes Rechteckfenster nach Südosten (Altarraum); nordöstliche Giebelseite mit flachbogigem Portal, darüber flachgewölbtes Vordach, links und rechts je ein kleines Rechteckfenster. Im Innern flach gewölbte, holzverschalte Decke, Nordostempore. Wandmalerei an Altarwand (1960), Christus als Weltenrichter.

Turm

Offener Dachreiter über Nordostgiebel, bekrönt mit großer Kugel und Kreuz.

Ausstattung

Schlichter, hölzerner Altartisch (1960). – Niedrige Kanzel mit Holzbrüstung (1960). – Hölzerner Taufständer mit flacher Messingtaufschale (1960).

Orgel

Zunächst „altes Harmonium“.45 Kleine Brüstungsorgel auf der Empore, erbaut 1968 von Ludwig Hoffmann (Betheln), 6 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Eine LG, e’’ (Bronze, Gj. 1960, Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg).

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus I (Bj. 1643). – Pfarrhaus II (Bj. 1965). – Gemeindehaus (Bj. 1932).

Friedhof

Alter kirchlicher Friedhof im Stadtzentrum, nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr neu belegt und nur noch für Erbbegräbnisse genutzt; 1974 endgültig geschlossen und als öffentliche Parkanlage der Stadt Bad Grund überlassen. Neuer kirchlicher Friedhof am Sonnenbadweg (Bergfriedhof), kommunale FKap; Friedhof 1969/70 um einen städtischen Teil erweitert; zum 1. Januar 1974 kirchlicher Teil an Kommune abgegeben.46

Liste der Pastoren (bis 1940)
Kirche, Ansicht von Südwesten

Kirche, Ansicht von Südwesten

1505–15.. Rötger Pengna (Pegau). – 15..–1519 Heinrich Bullen. – 1519–1535 Peter Butzbaum. – Um 1550 oder früher Georg Schneider [wohl erster ev. Geistlicher]. – 1554(?)–1566 Caspar Mundt. – 1563 (oder 1567)–1577 (oder 1579) Heinrich Schrader. – 1577–1580 (81) Balthasar Conradi. – 1581–1583 (oder 1587) Magister Johann Giesecke. – 1583–1589 Andreas Bruno(nius). – 1589–1625 Heinrich Volkmar Reibestahl (Riebestahl). – 1627 Heinrich Stubendorf. – 1631–1669 Andreas Sander. – 1669–1688 Martin Philipp Stock. – 1689–1709 Johann Christoph Rosenhagen. – 1709–1710 (?) Johann Konrad Arend. – 1710(?)–1724 Johann Jakob Prätorius. – 1724–1725 Karl Heinrich Stisser. – 1726–1736 Heinrich Konrad Arend (oder Arens). – 1736–1739 Ernst Ludwig Pabst. – 1739–1745 Magister Friedrich Peter Tacke. – 1745–1786 Christoph Johann Rittmeyer. – 1786–1793 Heinrich Christoph Oberdieck. – 1793–1800 Johann Ludwig Carstens. – 1800–1805 Johann August Christian Diedrichs. – 1805–1822 Justus Friedrich Heinrich Greve. – 1824–1826 Karl Friedrich Wilhelm Bussenius. – 1826–1835 Heinrich Georg Ahlbrecht. – 1835–1846 Friedrich Adolph Hildebrand. – 1846–1859 Karl Ludwig Adolf August zum Hagen. – 1859–1868 Hermann Friedrich Ludwig Wilhelm Stisser. – 1868–1879 Wilhelm Heinrich Hermann Kolshorn. – 1880–1888 Ernst August Julius Stümpel. – 1888–1899 Hans Georg Wilhelm Süßmann. – 1899–1910 August Rudolf Louis Pückel. – 1911–1925 Ernst Friedrich Paul Schmidt. – 1925–1926 Friedrich Hermann Karl Ehrenfeuchter. – 1927–1934 Herbert Gustav Hübner. – 1935–1943 Arndt Immanuel Harms.
Angaben nach: Meyer, Pastoren I, S. 377–378

Landeskirchliches Archiv Hannover

A 1 Nr. 4118–4119 (Pfarroffizialsachen); A 4 Nr. 181–191 (Pfarroffizialsachen Berghauptmannschaft Clausthal); A 6 Nr. 3104–3117 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 857Digitalisat, 858Digitalisat, 859Digitalisat, 860DigitalisatDigitalisat, 861Digitalisat, 862Digitalisat, 863Digitalisat (Visitationen); D 108 (EphA Clausthal-Zellerfeld); S 09 rep Nr. 650 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7074 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1631
Trauungen: ab 1631
Begräbnisse: ab 1720
Kommunikanten: ab 1756
Konfirmationen: ab 1757

Literatur & Links

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 156; Morich, Glockeninschriften, S. 36–37; Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Osterode, S. 7–8.
B: Die Bergstadt Grund und ihre St. Antoniuskirche im Wandel von 4 Jahrhunderten. Eine Festgabe zur 400jährigen Jubelfeier der St. Antoniuskirche, Bad Grund 1905; Friedrich Ahrend: Gründa Historika. Historische Bearbeitungen aus der Vergangenheit der Bergstadt Bad Grund im Oberharz, Bad Grund 1991; Friedrich Ahrend: Bemerkenswertes aus der Kirchengeschichte Sankt Antonius, in: Allgem. Harz-Berg-Kalender 1985, S. 68–72 [auch in Ahrend, Gründa Historika, S. 212–223]; Herbert Dennert: Kleine Chronik der Oberharzer Bergstädte und ihres Erzbergbaus (Vierte erweiterte Auflage der Chronik der Bergstadt Clausthal-Zellerfeld von H. Morich), Clausthal-Zellerfeld 1974, bes. S. 135–137; Friedrich Günther: Die Gründung der Bergstadt Grund und ihre erste Geschichte, in: Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde 39 (1906), S. 1–50 [online]; Karl Henkel: Die Einwohner der Bergstadt Grund im Jahre 1572, Bonn 1991; Eduard Jacobs: zur Geschichte der Pfarre in Grund, in: Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde 2 (1869), S. 97–100 [online]; Heinrich Lücke: Die St. Antonius-Kirche in Bad Grund, in: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender 1960, S. 18–24; Hilmar von Strombeck: Zur Geschichte der Kirche zu Grund, in: Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen 29 (1863), S. 271–288 [online]; Wilhelm Trenker: Der Kurort Grund am Harz, Clausthal ²1855 [online].
Internet: Familienkunde Niedersachsen: Pastorenliste (.pdf).

GND

1044614048, Sankt Antoniuskirche (Bad Grund (Harz))


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 155.
  2. 1317: UB Goslar III, Nr. 449, 1321: ebd., Nr. 560, 1405: Sudendorf, UB X, Nr. 37. Vgl. insgesamt: Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Osterode, S. 7.
  3. Vgl. Günther, S. 11 ff.
  4. Ahrend, Gründa Historika, S. 26, geht von einer Ansiedlung von Bergleuten bereits im 13. Jh. aus. Hardanus Hake vermutete in der zweiten Hälfte des 16. Jh. ähnliches und schrieb in seiner Chronik: „Weil aber der Grundt vormals nach auflaßung des Altenmans ein gering ansehen gehabt vnd ein filial alleine gewesen, so gen Gittel in S. Mauricii Kirchen gehöret…“, Hake, Bergchronik, S. 33.
  5. Vgl. Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Osterode, S. 7; Günther, S. 30.
  6. Ahrend, Gründa Historika, S. 82.
  7. Reproduktion des Stichs Koch/Lindemeier bei Dennert, Chronik, Tafel I (nach S. 176) und bei Dirks, Chronik II, nach S. 204. Digitalisat des Merian-Stiches: http://digital.slub-dresden.de/id404350887/255.
  8. Vgl. Römer, Kommunionharz, S. 27 ff. (mit weiterer Literatur); Kleinau, Ortsverzeichnis Land Braunschweig I, S. 130 f.; Kaufhold, Bergwerksstaat, S. 271 ff.
  9. Gundermann/Hubatsch, Hannover, S. 357.
  10. LkAH, L 5h, unverz., Bad Grund, Visitation 1962.
  11. Hake, Bergchronik, S. 38.
  12. Zur Datierung: Günther, S. 9 f. Ahrend, Gründa Historika, S. 213, gibt 1465 an.
  13. Günther, S. 4 ff.
  14. Strombeck, Nr. 3.
  15. Strombeck, Nr. 1, Nr. 2, Nr. 4 und Nr. 5. Vgl. auch Hake, Bergchronik, S. 33.
  16. Strombeck, Nr. 6; Jacobs, S. 100.
  17. Günther, S. 41.
  18. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 4 und 22 ff.; Butt, Herrschaft, S. 42 ff.
  19. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 209.
  20. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 97 f., Anm. 152.
  21. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 5 und 83 ff. Allgemein zur Reformation im Fsm. Braunschweig-Wolfenbüttel vgl. ebd., S. 4 und 22 ff. sowie Butt, Herrschaft, S. 42 ff. Eine erste Einführung der luth. Lehre hatte das Fsm. 1542/43 unter der Statthalterregierung des Schmalkaldischen Bundes erlebt; ab 1547 hatte erneut Hzg. Heinrich II. regiert.
  22. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 209, Anm. 409.
  23. Bergstadt Grund, S. 13.
  24. Max Grubenhagen I, S. 435; Ahrend, Gründa Historika, S. 219.
  25. Rothermund, Das gelehrte Hannover I, S. 51; ein Teil seiner Antrittspredigt bei Ahrend, Gründa, S. 143 ff. (historische Anmerkungen zu Grund).
  26. LkAH, S 1 H III, Nr. 313, Bl. 6. Vgl. zudem LkAH, L 5h, unverz., Bad Grund, Visitation 1938: „Ein Vertreter des Magistrats, dessen Zugehörigkeit zum Kirchenvorstand nach dem Rescript vom 28. April 1851 als ‚grundsätzlich wünschenswert‘ hingestellt ist, gehört ihm gegenwärtig nicht an.“
  27. LkAH, S 1 H III, Nr. 313, Bl. 6; insgesamt zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  28. Ludwig, Wahrheit, S. 114 mit Anm. 26.
  29. LkAH, S 1 H III, Nr. 313, Bl. 6; LkAH, L 5h, unverz., Bad Grund, Visitation 1950.
  30. LkAH, L 5h, unverz., Bad Grund, Visitation 1938.
  31. LkAH, L 5h, unverz., Bad Grund, Visitation 1944. Vgl. auch ebd., Visitationen 1950 und 1956.
  32. KABl. 1962, S. 28.
  33. LkAH, L 5h, unverz., Bad Grund, Visitation 1974.
  34. LkAH, L 5h, unverz., Bad Grund, Visitation 1980.
  35. KABl. 2004, S. 71.
  36. KABl. 1962, S. 28.
  37. KABl. 2016, S. 138.
  38. Kayser, Registrum II, S. 273.
  39. Reller, Kirchenverfassung, S. 111 f. und S. 166.
  40. KABl. 1949, S. 30; KABl. 2012, S. 344 f.
  41. Bergstadt Grund, S. 8.
  42. 1836: Ahrend, Gründa Historika, S. 220; 1877: Lücke, S. 20.
  43. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 90.
  44. Zu den Glocken vgl. Morich, Glockeninschriften, S. 36 F.; Lücke, S. 23.
  45. LKA, G 9 B/Bad Grund, Bl. 16 (Schreiben des KV Bad Grund am LKA Hannover, 05.04.1967).
  46. LkAH, L 5h, unverz., Bad Grund, Visitation 1974.