Frühere Gemeinde | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Münden | Patrozinium: Martin1 | KO: Calenberger KO von 1569
Orts- und Kirchengeschichte
Schriftlich ist der Ort erstmals als Siualdeshusun im Verzeichnis der Schenkungen (Traditionen) an das Kloster Corvey belegt; der Eintrag lässt sich auf die Zeit um 980/82 datieren.2 Bis hinein ins 18. Jh. beanspruchten die Ebf. von Mainz die landesherrliche Rechte in Sieboldshausen („mainzisches Dorf“, „kleines Eichsfeld“), was zu zahlreichen Streitigkeiten mit den Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg führte.3 Seit 1596 besaß die Familie von Uslar das Dorf als Mainzer Lehen. 1712 schließlich verzichtete Ebf. Lothar Franz von Schönborn (amt. 1695–1729) auf Sieboldshausen und überließ das Dorf dem Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover).4 Sieboldshausen gehörte fortan zum Amt Friedland im Teilfsm. Calenberg-Göttingen; die Gerichtsbarkeit lag beim Patrimonialgericht der Familie von Uslar (Gericht Altengleichen). In französischer Zeit gehörte Sieboldshausen von 1807 bis 1813/14 zum Kgr. Westphalen (Kanton Jühnde, Distrikt Göttingen, Leine-Departement). Danach unterstand das Dorf, nun im Kgr. Hannover, erneut dem restituierten Patrimonialgericht Sieboldshausen (Niedergericht), das 1852 in das Amt Friedland eingegliedert wurde. Das Amt Friedland wiederum ging 1859 im Amt Reinhausen auf. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel das Dorf 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam der Ort zum Lkr. Göttingen (neugebildet 1973 und 2016). 1973 wurde Sieboldshausen nach Rosdorf eingemeindet. Zur sozialen Struktur des Kirchspiels schrieb der Pfarrer 1968: „Der kleinere Teil setzt sich aus Landwirten verschiedener Größenordnung zusammen. Der größere Teil der Gemeindeglieder ist außerhalb Sieboldshausen bzw. Volkerode beschäftigt, als Facharbeiter oder Arbeiter.“5 Um 1810 lebten fast 420 Menschen in Sieboldshausen, 1939 gut 370, 1950 etwa 710 und 2023 rund 840.
Die St.-Martini-Kirche in Sieboldshausen zählt zu den ältesten der Region (Altpfarrei).6 Sie verdankt ihre Entstehung wahrscheinlich der um 800 anzusetzenden und vom Erzbistum Mainz aus betriebenen Mission.7 Der Vorgängerbau des heutigen Kirchengebäudes, dessen Reste sich im jetzigen Bau erhalten haben, entstand vermutlich im frühen 12. Jh. Der romanische Saalbau besaß einen Doppelchor im Osten und eine vermutlich etwas jüngere Doppelturmfassade im Westen.8 Die Kirche war Sitz eines Archipresbyters (Erzpriester), der ein Aufsichtsrecht über die umliegenden Pfarrkirchen ausübte (sedes Sieboldshausen im Archidiakonat Nörten, wohl 12. Jh.). Urkundlich belegt ist die ecclesia de Syboldeshusen (Kirche in Sieboldshausen) im Jahr 1250.9 Vier Jahrzehnte später ist ein Glockenzieher urkundlich nachgewiesen.10
Mit dominus Rodolfus archipresbiter in Siboldeshusen ist 1269 erstmals der Name eines Erzpriesters überliefert.11 Bereits einige Jahre früher ist ein Pfarrer in Sieboldshausen fassbar: Die Zeugenliste einer Urkunde von 1245 nennt unter mehreren Priestern (sacerdotes) einen Johannes de Siboldeshusen.12 In gleicher Weise ist 1270 und 1280 dominus Ricardus de Siboldeshusen belegt.13 Eine Urkunde aus dem Jahr 1298 nennt als Pfarrer dominus Hen[ricus] dictus Scade plebanus in Syboldehusen.14 In der ersten Hälfte sind Iohannes (1302), Th[eodericus] (1311, 1323, † vor 1351) und Heinricus (wohl um 1339) als Plebane in Sieboldshausen belegt.15 Das Patronat über die Kirche hatten Mitte des 13. Jh. vermutlich die Gf. von Everstein wohl als Lehen der Erzbischöfe von Mainz. 1322 schenkte Ritter Ludwig von Kindehusen die Patronatsrechte dem Kloster Hilwartshausen und im Jahr 1357 inkorporierte Ebf. Gerlach von Mainz (amt. 1346–1371) die Pfarrkirche dem Kloster.16 Hilwartshausen hatte jedoch in der Folgezeit regelmäßig Schwierigkeiten, seine Rechte zu wahren.
Im Jahr 1351 konnte sich der Kleriker Heinrich Rode aus Göttingen gegen Reinhard von Bilzingsleben und Christian Zimmerman (Carpentarius), die als Kleriker agierten (qui pro clericis se gerunt) als Pfarrer von Sieboldshausen durchsetzen.17 P. Rode starb vor dem 14. Oktober 1360 und Papst Innozenz VI. (amt. 1352–1362) ließ Johann Wigand von Göttingen als Nachfolger einsetzen, denn das Kloster habe die Pfarre zu lange vakant gelassen. Er amtierte noch 1395 und gab das Pfarramt im September 1400 auf.18 1401 übernahm Johann Rudolfi aus Grebenstein die Pfarre Sieboldshausen, nachdem sein nur kurze Zeit tätige Vorgänger Gottfried Ordenberg verjagt worden war.19
Ende Januar 1418 supplizierte der Kleriker Eghardus Northen um die Pfarrkirche in Sipeldeshusen, die nach dem Tod des Priesters Johannes Langhen vakant sei.20 1433 und 1440 ist Johann Alpreis (Alberti) als Pfarrer belegt.21 1442 verdrängte Dietrich (Thidericus) Lange den vom Kloster präsentierten Pfarrer Johann Uslar aus Sieboldshausen. 1444/47 allerdings erkannte er seinerseits die klösterlichen Rechte an – nachdem Hzg. Otto Cocles zu Braunschweig-Lüneburg († 1463) und seine Frau Agnes († 1471) ihn gefangen gesetzt hatten – und ließ sich vom Kloster als Ewigvikar (vicarius perpetuus) auf die Pfarrstelle präsentieren, die er bis zu seinem Tod vor 1466 innehatte.22
Für das Jahr 1466 ist ein Pfründentausch belegt: Heinrich Prutzen wechselte auf die Pfarre nach Stöckheim und Konemund von Einbeck kam von dort nach Sieboldshausen.23 Bis 1473 hatte Hildebrand Hoppener die Pfarrstelle inne; er verzichtete zu Gunsten von Konrad von Sehlde.24 Gewisse Ansprüche behielt er sich jedoch anscheinend vor, denn 1489 erscheint er in einer Zeugenliste erneut als here Hildebrant Hoppener perner tho Syboldeshusen.25 Und auch Konrad Bruns, der von 1490 bis zu seinem Tod 1515 als Pleban in Sieboldshausen amtierte, musste sich erst gegen P. Hoppener durchsetzen.26 Um Bruns’ Nachfolge stritten sich Johann Korsewicht (eingeführt 1515) und Jodokus Fabri; letzterer konnte sich 1517 durchsetzen und behauptete die Stelle bis zu seinem Tod 1532.27 Im gleichen Jahr übernahm Lorenz Schinnen die Pfarre; 1540 verzichtete er auf sein Amt an der „ertzpreistlichen kercken sunt Marthens tho Siboldehusen“.28 1535 ist allerdings auch Johann Stretz als Pfarrer in Sieboldshausen nachgewiesen29 und überdies wird ab 1525 Johannes Freudenthal in gleicher Funktion genannt.30
Neben der Sedeskirche St. Martin besaß Sieboldshausen noch eine kleine Kirche; Quellen zu ihrer Geschichte fehlen jedoch. P. Petrus Valentinus Berkelmann (amt. 1657–1671) schrieb 1670, dass „von der ‚kleinen, alten und baufälligen Kirche die Rudera (Überreste) annoch zu sehen‘ seien“.31
Einzelheiten zur Reformation in Sieboldshausen sind nicht überliefert. Hzgn. Elisabeth († 1558) führte die luth. Lehre als Vormund ihres Sohnes Erich im Fsm. Calenberg-Göttingen ein: 1542 setzte sie die von Antonius Corvinus verfasste Kirchenordnung in Kraft und 1542/43 ließ sie die Gemeinden, Stifte und Klöster des Fürstentums visitieren.32 Im Jahr 1545 übernahm Elisabeths nunmehr volljähriger Sohn als Hzg. Erich II. die Regierungsgeschäfte und wechselte 1547 zum kath. Glauben. Die Calenbergischen Stände widersetzten sich jedoch seinen Rekatholisierungsbestrebungen und konnten 1553/55 die Beibehaltung der luth. Lehre in den Kirchspielen des Fürstentums sicherstellen. Nach dem Tod Erichs II. fiel das Fsm. Calenberg-Göttingen 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel und Hzg. Julius († 1589) führte seine 1569 aufgestellte ev. KO auch hier ein.33 1588 ließ er die Gemeinden visitieren. Die Liste der ev. Pfarrer in Sieboldshausen beginnt mit dem bereits genannten P. Johannes Freudenthal (amt. 1525–1560?). Für den Zeitraum 1560 bis 1566 sind gleichzeitig P. Johannes Dörhagen und P. Martinus Fulterer genannt. In die Zeit der Reformation fiel auch eine Umgestaltung der Kirche: Nachdem die Doppelturmanlage anscheinend bereits im späten 15. Jh. abgetragen worden war (1490 nur ein „alter Turm“ vorhanden), erhielt der Westbau 1542 einen neuen Turmaufbau (zentraler Einzelturm).34
Zum Zeitpunkt der Visitation 1588 hatte P. Johann Nachtweyden (amt. 1566–1607) das Pfarramt Sieboldshausen inne. Er bezweifelte die Zuständigkeit der calenberg-göttinger Visitatoren, denn Sieboldshausen „komme dem von Mainz zu“.35 Gleichzeitig beklagte er sich über die Verkleinerung seines Kirchspiels, denn die „Filiale Mengershausen, Amt Münden, Volckerode daselbst und Lembshausen, Amt Friedland seien davon gerissen“.36 Volkerode kehrte 1609 zurück und die Sieboldshäuser Pfarrer versahen seitdem beide Kirchen (mater combinata). P. Georg Schrader (amt. 1641–1656) setze bei der Visitation 1646 durch, dass er wegen des mühsamen Wegs nach Volkerode dort nur noch alle vier Wochen predigen musste. An den übrigen Sonntagen sollten die Volkeröder zur Kirche nach Sieboldshauen kommen – oder ihm für häufigere Gottesdienste in ihrer eigenen Kirche eine „befriedliche Zulage“ zahlen.37 P. Schrader hinterließ überdies Aufzeichnungen zur materiellen Ausstattung von Pfarre und Kirche in Sieboldshausen: 1647 besaß die Pfarre gut fünf Hufen Land, zwei Meierhöfe und 15 Erbenzinshöfe. Die Kirche besaß 69 Morgen Land.38
Zusammen mit den Klöstern Mariengarten und Weende kam Hilwartshausen 1629/33 mit allen Rechten an die Universität Helmstedt, die damit auch Inhaberin der Patronatsrechte in Sieboldshausen wurde.39 Ab 1650 nahm der welfische Landesherr diese Rechte für sich in Anspruch und ließ sie vom Konsistorium ausüben. Verpflichtungen, die aus der mittelalterlichen Inkorporation der Pfarrkirche Sieboldshausen in das Kloster Hilwartshausen resultierten, erfüllte die Klosterkammer Hannover noch bis hinein in die zweite Hälfte des 20. Jh.: Erst 1972/73 löste sie die Baulast am Sieboldshäuser Pfarrhaus mit einer Geldzahlung ab.40 Die Gemeinde Volkerode gehörte 1675 wieder zur Pfarre Obernjesa, kam später jedoch erneut zu Sieboldshausen.41
In die lange Amtszeit von P. Balthasar Rudolf Engelbrecht (amt. 1756–1782) fiel 1776/77 der weitgehende Neubau der Kirche in Sieboldshausen: Der Turm erhielt eine welsche Haube, der Westbau ein neues Portal und an die Stelle des romanischen Schiffs trat der bis heute erhaltene schlichte Saalbau. Bereits 1711 hatte die Gemeinde einen neuen barocken Kanzelaltar angeschafft.
Während der NS-Zeit hatten nacheinander P. Friedrich Ritter (amt. 1913–1934) und sein Sohn P. Gottfried Ritter (amt. 1939–1960, 1939–48 im Kriegsdienst bzw. in Gefangenschaft) das verbundene Pfarramt Sieboldshausen-Volkerode inne; während der Vakanz übernahmen die Nachbarpfarrämter die Versorgung der beiden kleinen Gemeinden. Nach den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ gehörten die beiden Pastoren Ritter weder der NSDAP, noch den DC, noch der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft an.42 Zum neugewählten KV heißt es knapp: „Der Kirchenvorstand von 1933 hat sich in seiner kirchl[ichen] Einstellung von dem früheren nicht unterschieden.“43
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von 380 im Jahr 1939 auf mehr als 620 im Jahr 1948 an.44 Seit der Nachkriegszeit fand in der St.-Martini-Kirche auch alle zwei Wochen ein kath. Gottesdienst statt (noch 1960).45 Für einen Kinderspielkreis in Trägerschaft des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes stellte die Gemeinde 1973 ihr Gemeindehaus zur Verfügung.
Zum 1. Januar 1975 schloss sich die KG Sieboldshausen mit der KG Volkerode zusammen; gemeinsam gründeten sie die „Ev.-luth. KG Sieboldshausen-Volkerode“.46
Umfang
Sieboldshausen.
Aufsichtsbezirk
Archidiakonat Nörten (sedes Sieboldshausen) der Erzdiözese Mainz (dem Archipresbyter von Sieboldshausen unterstanden 1519/20 mehr als 30 Kirchen).47 – 1588 zur Insp. Dransfeld, seit Verlegung des Superintendentursitzes 1636/37 Insp. Göttingen (Sitz an St. Johannis in Göttingen). Vor 1746 zur Insp. Hardegsen, vor 1763 wieder Insp. Göttingen, bei deren Teilung 1796/97 zur Insp. Göttingen Erster Teil (Göttingen I). 1868 von der Insp. Göttingen I in die Insp. Göttingen III umgegliedert; 1924 KK Göttingen III; 1937 KK Göttingen-Nord.48
Patronat
Um 1250/57 war das Patronat über die Kirche in Sieboldshausen wohl im Besitz der Gf. von Everstein, vermutlich als Lehen des Erzbischofs von Mainz.49 Bis zum Jahr 1315 besaß Ritter Friedrich von Rosdorf das Patronat über die Pfarrkirche Sieboldshausne (iure patronatus parrochialis ecclesie in Syboldeshusen) als Lehen des Mainzer Erzbischofs.50 1322 war es im Besitz des Ritters Ludwig von Kindehusen, der das Patronat in diesem Jahr dem Kloster Hilwartshausen schenkte.51 Im Jahr 1357 inkorporierte Ebf. Gerlach von Mainz (amt. 1346–1371) die Pfarrkirche Sieboldshausen dem Kloster (1400 erneuert, 1451 und 1535 bestätigt).52 Auch die Familie von Boventen beanspruchte im 14. Jh. Patronatsrechte in Sieboldshausen, gab diese Ansprüche 1402 jedoch zugunsten des Klosters Hilwartshausen auf.53 1629 bzw. 1633 kam das Kloster nebst seinen Rechten und Besitzungen als Schenkung an die Universität Helmstedt. Ab 1650 beanspruchte der Calenberger Landesherr das Patronatsrecht und ließ es vom Konsistorium ausüben (bis 1871).54
Kirchenbau
Rechteckiger Saalbau mit östlichem Sakristeianbau (ursprünglich eingezogener Rechteckchor), erbaut 1776/77 dabei Teile des Vorgängerbaus wiederverwendet. Satteldach mit Krüppelwalm im Osten, Sakristeidach nach Osten abgewalmt. Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung. Am Schiff vier hochrechteckige Sprossenfenster nach Süden, drei nach Norden. Im Innern flache Decke mit Vouten an den Längsseiten, u-förmige Emporenanlage. 1979–82 Sanierung und archäologische Untersuchungen.
Turm
Querrechteckiger, dreiteiliger Westbau (breiter als das Schiff) mit zentralem, vierseitigem Turm und geschwungener, vierseitiger Schieferhaube mit geschlossener Laterne, bekrönt mit Kugel, Wetterfahne und Kreuz, Unterbau im Kern vielleicht aus der Mitte des 12. Jh. Steinsichtiges Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung, Glockengeschoss aus Fachwerk mit Schieferbehang. In Laterne und Glockengeschoss jeweils ein zentrales Schallfenster an jeder Seite, am Turmgeschoss je ein Uhrziffernblatt nach Norden, Süden und Westen. Nach Westen rechteckiges Hauptportal, gerahmt mit Halbsäulen, Gebälk und schlichtem Volutengiebel, darüber älterer Rundbogen; nach Norden Nebeneingang. Im Innern mittlere Turmhalle mit rundbogigem Durchgang zum südlichen Turmraum. Im 15. Jh. Abbruch der Doppelturmanlage, nur noch ein Turm vorhanden. 1542 Turmneubau (zentraler Einzelturm). 1776 Fachwerkglockengeschoss und welsche Haube aufgesetzt, barockes Portal errichtet. 1823 Tonnengewölbe im nördlichen Turmraum eingebrochen. 1825 nördliches Nebenportal angelegt, Rechteckdurchgang von mittlerer Turmhalle zum nördlichen Turmraum vermauert, Holztreppenhaus erbaut. 1850 Turmuhr instandgesetzt (Carl Schumann, Groß Schneen). 1980 rundbogiger Durchgang zwischen mittlerer und südlicher Turmhalle geöffnet.
Vorgängerbau
Bei archäologischen Untersuchungen 1980/81 erforscht: Romanischer Saalbau mit querrechteckiger Doppelturmanlage im Westen und Doppelchor im Osten, äußerer Chor eingezogen, erbaut um 1100.55 Innenraum ausgemalt (polychrom bemalte Putzreste entdeckt).
Ausstattung
Barocke Kanzelaltarwand (1711, Meister Lehnhart Albrecht Nickel, Grone), mit gewundenen, umrankten Säulen, verkröpftem Gebälk und geflügelten Engelsköpfen; polygonaler Kanzelkorb, vor den Ecken gewundene Säulchen, vor den Wandungen drei Evangelistenfiguren; links und rechts je zwei große Figuren (u. a. Mose und Johannes der Täufer); auf dem Gebälk Figur des auferstandenen Christus mit Siegesfahne vor Sprenggiebel, links und rechts je zwei kleinere Figuren; unterhalb des Kanzelkorbs querrechteckiges Gemälde mit Abendmahlsdarstellung; Inschrift an der Rückwand: „M[eister] Lenhart Albrecht Nickel aus Grona bey Göttingen hat diesen Altar gemacht Anno 1711“. – Schlichter Altartisch vor der Kanzelaltarwand. – Taufstein (20. Jh.), zylindrisches Becken, quaderförmiger Schaft, Inschrift am Schaft: „Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich in Ehren an“. – Grabplatten (17./18. Jh.) für Pastoren und ihre Familien, 1980/81 bei Kirchenrenovierung aufgefunden: Kindergrabstein für Johann Andreas Schrader (1652), mit Relief des Kindes; Kindergrabstein, beidseitig beschriftet, für Margareta Rosina Berckelmann († 1667) und für Dorothea Elisabeth Cruse († 1729); Grabstein für P. Johannes Erich Cruse (amt. 1727–1734), Inschrift: „D[eo] O[ptimo] M[aximo] S[acrum] Hic sitvm est mortale quod habvit Mag. Iohannes Ericvs Cruse ecclesiae Gimptensis primvm per integrvm septennivm ex hinc Siboldeshvsana tantvm […] septennivm alivd Pastor clarvs facvndvs vigilans hannoverae natvs A[nno] C[hristi] MDCLXXXIII die X Sept[embris] conivgium cvm virgine honesta Sophia Elisabetha Vortmannia A[nno] C[hristi] MDCCXXI contractvm habvit havd infoecvundvm qvater prole beatvs […] A[nno] C[hristi] MDCCXXXIV die VIII. Martii LI eatatis anno extinctvs […] (Dem besten und größten heiligen Gott. Hier liegt das Sterbliche des Magisters Johannes Erich Cruse, zuerst volle sieben Jahre an der Kirche in Gimte, von dort ebenfalls sieben Jahre Pastor in Sieboldshausen, berühmt, beredt und unermüdlich tätig, am 10. September 1683 in Hannover geboren, 1721 Eheschließung mit der ehrenwerten Jungfrau Sophie Elisabeth Vortmann, mit vier Kindern gesegnet; er starb am 8. März 1734 mit 51 Jahren)“.56 – Hölzernes Epitaph für P. Burchard Limburg (amt. 1671–1721), Inschrift: „Siste viator! Havd procvl hinc qviescit in pacem vir pl[us] reverend[us] d[ominus] Bvrchardvs Limbvrg natvs Eimbeccae Anno 1640 6. Novemb[ris]npatre d[ominus] Frid[ericus] Limbvrg pastore Barsinghvs[ensis] matre Catharina Sattler per semi secvlvm in ecclesiis Siboldeshvs[ensis] et Volkeord[ensis] extitit ille vigil annvm cvm svperasset LXXX adcolestia laboris capessenda praemia a Deo avocatvs vixit sat div nam vixit annos 80 Menses 4 et vixit sat bene per totvm enim vitae curricvlvm lex domini et vita Christi norma ipsi fvit vitae atque regvla obiit anno 1721, d[ie] 5 Marty“ (Stehe still, Wanderer! Nicht fern von hier ruht der ehrwürdige Herr Burchard Limburg, am 6. November 1640 in Einbeck geboren; sein Vater war Friedrich Limburg, Pastor in Barsinghausen, seine Mutter Catharina Sattler; ein halbes Jahrhundert lang stand er den Kirchen in Sieboldshausen und Volkerode vor; als er das 80. Lebensjahr überschritten, rief ihn Gott heim, um für seine Arbeit des Himmels Lohn zu empfangen; er lebte 80 Jahre, 4 Monate, lebte glücklich, denn in seinem ganzen Leben war ihm das Gesetz des Herrn und das Leben Christi Richtschnur und Grundsatz; er starb am 5. März 1721).57
Orgel
Um 1732 Orgelneubau, Orgelbauer unbekannt; Instrument vor Ende September 1784 abgebaut. Um 1786 Orgelneubau, ausgeführt wahrscheinlich von Ignatius Kahlert (Duderstadt), I/P, mechanische Traktur, Schleifladen; um 1800 Instrument durch Absturz der Decke beschädigt. 1802 Orgelneubau, ausgeführt von Heeren & Kuhlmann (Gottsbüren), Zustand 1829: 17 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1831 Reparatur, Conrad Euler (Gottsbüren). 1871 Reparatur, Carl Heyer (Mühlhausen). Zustand 1883: 16 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen; Instrument 1895 abgebaut. 1895 Orgelneubau, ausgeführt von P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 14 II/P, mechanische Traktur, Kegelladen (Opus 323).58 1917 zinnerne Prospektpfeifen im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, 1925 neue Prospektpfeifen eingebaut. 1945 Reparatur, Paul Ott (Göttingen). 1970 Instandsetzung und Änderung der Disposition („Barockisierung“), Albrecht Frerichs (Göttingen), 14 II/P, mechanische Traktur, Kegelladen. 2021 Restaurierung und Rekonstruktion der ursprünglichen Disposition, ausgeführt von Markus Krawinkel (Trendelburg), 14 II/P, mechanische Traktur, Kegelladen.
Geläut
Drei LG, I: fis’, Inschrift: „Geduldig in Trübsal“; II: a’, Inschrift: „Seid fröhlich in Hoffnung“; cis’’, Inschrift: „Haltet an am Gebet“ (alle Bronze, Gj. 1974, Petit & Gebrüder Edelbrock, Gescher), alle Glocken tragen zudem die Jahreszahl 1974 und den Namen der KG.59 – Früherer Bestand: Eine großer LG (Bronze), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Eine kleine LG (Bronze, Gj. 1634, David Fobben, Göttingen), Inschrift wohl: „Ich bin in Gottes Namen durch das Feuer geflossen, David Fobbin von Göttingen hat mich gegossen. 1634 Siepolshusen“; Glocke im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.60 1866 dritte Glocke gestiftet, Waterlooglocke oder „Welcker-Glocke“, ais, Gewicht gut 380 Kilogramm (Bronze, Gj. 1866), Geschenk von Johann Welcker, (Sieboldshausen) mit „der Auflage, daß an jedem Waterlootage am Orte geläutet werde“, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.61 Zwei LG, I: fis’; II: cis’’ (beide Eisenhartguss, Gj. 1919, Firma Weule, Bockenem), eine mittlere LG, b’ (Eisenhartguss, Gj. 1950, Firma Weule, Bockenem), 1959 der KG Arholzen abgekauft.62 Eisenhartgussglocken 1974 durch Bronzeglocken ersetzt.
Weitere kirchliche Gebäude
Pfarrhaus (Bj. 1880, Baulast bis 1972/73 bei der Klosterkammer Hannover). – Gemeindehaus (Bj. 1849).
Friedhof
Kommunaler Friedhof im Südwesten des Ortes, FKap (Bj. 1978).
Liste der Pastoren (bis 1940)
1525–1560? Johannes Freudenthal (Froidenberge). – 1560–1566 Johannes Dörhagen und Martinus Fulterer. – 1566–1607 Johannes Nachtwenden. – 1607–1626 Jodokus Gercke. – 1626–1641 Kaspar Vigera. – 1641–1656 Georg Schrader. – 1657–1671 Magister Petrus Valentin Berckelmann. – 1671–1721 Burchard Limburg. – 1721–1727 Friedrich Heinrich Limburg. – 1727–1734 Magister Johann Erich Cruse. – 1734–1742 Dr. phil. Franz Konrad Härtel. – 1743–1744 Johann Georg Schwachheim. – 1745–1756 Christian Erich Gliemen. – 1756–1782 Balthasar Rudolf Engelbrecht. – 1782–1797 Johann Diedrich Wittkugel. – 1797–1804 Johann Jatho. – 1804–1828 Johann Ludwig Siemers. – 1828–1832 Georg Karl Ludwig Comperl. – 1832–1842 August Wilhelm Hartwig Hintze. – 1842–1859 Gustav Philipp Lindemann. – 1859–1868 Julius Hermann Heinrich Hoebel. – 1868–1913 Ernst Leopold Friedrich Rudolf Schultze. – 1913–1934 Friedrich Karl Theodor Emil Ritter. – 1939–1960 Gottfried Friedrich Gustav Karl Ritter.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 372–373 und III, S. 39
Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)
A 1 Nr. 10343–10379 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 7583–7595 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 2128
, 2129
, 2130
(Visitationen); , B 2 G 9 Nr. 2761–2762 (Baupflege und Bauwesen); B 2 G 15 Nr. 26 (Patronate); S 09 rep Nr. 2069 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7994 (Findbuch PfA); S 11a Nr. 8140 (Findbuch EphA).
Kirchenbücher
Taufen: ab 1642
Trauungen: ab 1642
Begräbnisse: ab 1642
Kommunikanten: ab 1755 (Lücken: 1785–1790)
Konfirmationen: ab 1830
Literatur & Links
A: Bielefeld, Orgeln im Umland, S. 271–282; Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 374–375; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1204; Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Münden, S. 242–244; Meinhardt & Groth, Chronik I, S. 495–554, ebd. II, S.312–346; Meyer, Pastoren II, S. 372–373 und III, S. 39; Mithoff, Kunstdenkmale II, S. 190–191.
B: Kirchhofs-Ordnung für Sieboldshausen vom 14. April 1903, hrsg. vom Kirchenvorstand Sieboldshausen, Einbeck 1903; Trauregister aus den Kirchenbüchern Südniedersachsens 1801–1850. Teil 8. Göttingen West: Atzenhausen, Dahlenrode, Deiderode, Dramfeld, Elkershausen, Friedland, Klein Schneen, Mariengarten, Mollenfelde, Obernjesa, Sieboldshausen, Volkerode, hrsg. von der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Göttingen e. V., Norderstedt 2017; Klaus Grote: Die Martinskirche in Sieboldshausen. Zur älteren Baugeschichte einer mittelalterlichen Erzpriesterkirche, in: Göttinger Jahrbuch 29 (1981), S. 91–124; Heinrich Lücke: Streitige Ortschaften an der eichsfeldisch-hannoverschen Grenze: Sieboldshausen, in: Unser Eichsfeld 20 (1925), S. 167–177; Wolfgang Petke: Die inkorporierte Pfarrei und das Benefizialrecht: Hilwartshausen und Sieboldshausen 1315–1540, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 75 (2003), S. 1–34 [erneut in: Petke, Pfarreigeschichte, S. 285–319]; Erwin Steinmetz: Die Kirche in Sieboldshausen. Ein Beitrag zur südniedersächsischen Kirchengeschichte, in: Göttinger Jahrbuch 29 (1981), S. 69–90.
Internet: Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche; Pfarrhaus; Familienkunde Niedersachsen: Pastorenliste (.pdf); Wikipedia: St. Martini (Sieboldshausen).
Fußnoten
- Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 167.
- Mönchslisten I, § 397; Mönchslisten II, S. 263. Für weitere Belege und zum Ortsnamen vgl. Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 374 f.
- Steinmetz, S. 81 ff. und S. 86. Meinhardt & Groth, Chronik I, S. 505 f.
- Steinmetz, S. 86; Lücke, S. 167 ff.
- LkAH, L 5c, unverz., Sieboldshausen, Visitation 1968.
- Petke, Begriffe, S. 96 (vgl. ebd., S. 89 ff. zum problematischen Begriff der ‚Urpfarrei‘). Das Patrozinium ist 1442 überliefert, UB Hilwartshausen, Nr. 286.
- Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 20; Petke, S. 8 f.
- Zur Baugeschichte: Grote, S. 91 ff.
- UB Mariengarten, Nr. 7.
- Meinhardt & Groth, Chronik I, S. 521.
- UB Mariengarten, Nr. 27. Vgl. zum Folgenden auch Petke, S. 7 ff.
- UB Göttingen I, Nr. 3 [Digitalisat]; UB Mariengarten, Nr. 2.
- UB Mariengarten, Nr. 29 und Nr. 44.
- UB Mariengarten, Nr. 74.
- 1302: UB Mariengarten, Nr. 83. 1311: UB Mariengarten Nr. 122. 1323: UB Hilwartshausen, Nr. 166. 1339: UB Göttingen I, Nr. 147, Anm. 1 [Digitalisat]; Steinmetz, S. 84.
- 1322: UB Hilwartshausen, Nr. 160. 1357: UB Hilwartshausen, Nr. 208. Petke, S. 11: „Der Zweck der Inkorporation bestand darin, dem begünstigten Institut in vermögensrechtlicher Hinsicht einen Vorteil zu verschaffen. Durch die Einverleibung trat das Stift oder das Kloster in die Stellung des Pfarrherrn an der betreffenden Pfarrkirche ein und erhielt das dauerhafte Nutzungsrecht an der Pfarrpfründe. […] Die Seelsorge an der inkorporierten Pfarrkirche versah ein vom Kloster dem kirchlichen Oberen zu präsentierender Vikar.“
- UB Hilwartshausen, Nr. 196.
- UB Hilwartshausen, Nr. 219, Nr. 235 und Nr. 246. Vgl. Petke, S. 14 ff.
- UB Hilwartshausen, Nr. 246. Petke, S. 17.
- RG Online, RG IV 02540, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/2540, 20.08.2025.
- 1433: UB Hilwartshausen, Nr. 278. 1440: UB Göttingen II, Nr. 193 [Digitalisat]. Petke, S. 18, Anm. 83.
- UB Hilwartshausen, Nr. 286 und Nr. 288. Petke, S. 18 ff.
- UB Hilwartshausen, Nr. 337. Möglicherweise ist Konemund von Einbeck identisch mit dem bei Steinmetz, S. 82, zum Jahr 1468 genannten Bernwardus de Eymbeck.
- UB Hilwartshausen, Nr. 341. Petke, S. 23 ff.
- UB Mariengarten, Nr. 321.
- UB Hilwartshausen, Nr. 369 und Nr. 409. Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 122. Petke, S. 26 f.
- UB Hilwartshausen, Nr. 409–410, Nr. 416 und Nr. 447. In der Urkunde von 1532 wird Fabri als novissimi asserti eius possessoris seu verius pretensi occupatoris der Pfarrstelle bezeichnet (zuletzt behaupteter Besitzer oder genauer gesagt vorgetäuschter Besatzer). Vgl. auch Petke, S. 27 ff.
- UB Hilwartshausen, Nr. 447, Nr. 449 und Nr. 483.
- StadtA GOE B 1 Nr. N 492.
- Meyer, Pastoren II, S. 372.
- Steinmetz, S. 82.
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 708 ff.; Butt, S. 47 ff.
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 83 ff.
- Grote, S. 106.
- Steinmetz, S. 81; Kayser, General-Kirchenvisitation I, S. 152.
- Kayser, General-Kirchenvisitation I, S. 152.
- Kayser, Generalvisitation Gesenius, S. 156 f.
- Steinmetz, S. 87.
- Brauch, Klöster, S. 159 ff.
- LkAH, B 2 G 15, Nr. 26.
- Althaus, Generalvisitation, S. 139 mit Anm. 2.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 39. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 39.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 39; LkAH, L 5c, unverz., Sieboldshausen, Visitation 1948.
- LkAH, L 5c, unverz., Sieboldshausen, Visitation 1960.
- KABl. 1975, S. 5.
- Steinmetz, S. 69 f.; Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 168 f.
- KABl. 1924, S. 86; KABl. 1937, S. 135.
- Zum Patronat: Steinmetz, S. 74 ff.
- UB Hilwartshausen, Nr. 147.
- UB Hilwartshausen, Nr. 160.
- UB Hilwartshausen, Nr. 208, Nr. 242a, Nr. 300 und Nr. 464.
- UB Herren von Boventen, Nr. 88 und Nr. 231.
- Brauch, Klöster, S. 159 und S. 173.
- Ausführlich: Grote, S. 91 ff., zur Datierung, S. 110 ff.
- Steinmetz, S. 88 f.
- Steinmetz, S. 89 f.
- Pape/Schloetmann, Hammer, S. 104.
- Abnahmegutachten in: LkAH, L 5c, unverz., Gieboldehausen (Visitation 1970 [in Mantelbogen 1976]).
- DI 66, Lkr. Göttingen, Nr. 359† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di066g012k0035906.
- Steinmetz, S. 88; LKA, G 9 B/Sieboldshausen-Volkerode (Sieboldshausen) Bd. I, Bl. 1. Meinhardt & Groth, Chronik I, S. 526, nennen als Stifter „Heinrich“ Welcker.
- LKA, G 9 B/Sieboldshausen-Volkerode (Sieboldshausen) Bd. I, Bl. 18.