Sprengel Hannover, KK Stolzenau-Loccum, Amtsbereich Stolzenau | Patrozinium: Georg1 | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist der Ort erstmals im Jahr 1096 in einer Urkunde Bf. Ulrichs von Minden (amt. 1089–1097) als Wermerinchuson erwähnt.2 Im 13. und 14. Jh. gelang es den Gf. von Hoya, sich im Gebiet des heutigen Lkr. Nienburg als Landesherren zu etablieren, u. a. in Auseinandersetzungen mit den Bf. von Minden. Warmsen zählte zur Vogtei (später Amt) Uchte der Gft. Hoya und ab 1525 zu Stolzenau. Als die Gf. von Hoya 1582 in männlicher Linie ausstarben, fiel ihr Besitz an das welfische Hzm. Braunschweig-Lüneburg (größtenteils an das Fsm. Calenberg-Göttingen, seit 1692 Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. „Kurhannover“).3 In französischer Zeit gehörte Warmsen 1810 zunächst kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und war dann bis 1813/14 Teil des Kantons Rahden im Arrondissement Minden des Departements Oberems im Kaiserreich Frankreich. Danach zählte Warmsen, nun im Kgr. Hannover, zunächst wieder zum Amt Stolzenau, ab 1829 zum Amt Diepenau, das 1859 in das Amt Uchte eingegliedert wurde. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel der Ort 1866 an das Kgr. Preußen und kam bei Einführung der Kreisverfassung 1885 zum Kr. Stolzenau, der 1932 im Kr. Nienburg/Weser aufging. 1974 wurden Bohnhorst, Brüninghorstedt, Großenvörde und Sapelloh nach Warmsen eingemeindet, das gleichzeitig der Samtgemeinde Uchte beitrat. Seit 1910 besaß Warmsen einen Bahnhof (Strecke Nienburg–Uchte–Rahden); das Gebäude wurde 1974 abgebrochen.4 Warmsen ist heute (2021) eine ländliche Gemeinde, deren werktätige Bevölkerung bis auf wenige Ausnahmen zur Arbeit pendelt. Um 1806 lebten im Kirchspiel Warmsen rund 1.750 Menschen (in Warmsen selbst 570).5 Einschließlich der eingemeindeten Orte lag die Bevölkerungszahl Warmsens 2020 bei 3.250.

Kirche, Ansicht von Nordwesten, Teilansicht, 1949

Kirche, Ansicht von Nordwesten, Teilansicht, 1949

Kirchlich gehörte Warmsen ursprünglich zum Kirchspiel Buchholz. Die Gründung des eigenständigen Kirchspiels Warmsen ist urkundlich belegt: Im Jahr 1286 bestätigte Bernardus plebanus in Bokhulte, Albert Cortelange und seine Ehefrau hätten eine neue Kirche in Warmsen gestiftet und der Pfarre Buchholz als Entschädigung für die Verkleinerung des Pfarrsprengels zehn Äcker übertragen.6 Das Patronat über die dem heiligen Georg gewidmete Kirche lag zunächst beim Stifter, der es 1309 dem Benediktinerkloster St. Mauritius in Minden übertrug.7 Die Bauforschung datiert die ursprüngliche Saalkirche auf das späte 12. oder frühe 13. Jh., wobei der Turm später vor das vorhandene Kirchenschiff gesetzt wurde.8 Namen vorref. Geistlicher Warmsens sind nicht überliefert.
Während der Reformationszeit regierte Gf. Jobst II. den größten Teil der Gft. Hoya; sein Bruder Gf. Erich IV. kontrollierte die Ämter Stolzenau und Steyerberg. Etwa gleichzeitig führten die Brüder die luth. Lehre ein: Um 1527 holte Jobst II. den Lutherschüler Adrian Buxschott an seinen Hof, später Pastor in Hoya und erster Sup. der Gft. sowie um 1533 vermutlich Mitautor der ersten Hoyaer KO (Cristlike ordeninghe, yn der karken unser hersschup gestellt). Auch Erich IV. stellte um 1528 mit Nikolaus Krage einen Lutherschüler als Hofprediger an.9 Quellen zur Entwicklung in Warmsen haben sich nicht erhalten. Der erste bekannte ev. Prediger der Gemeinde ist P. Johann Schumacher (amt. bis 1580). Das Jahr seines Amtsantritts ist nicht überliefert und auch die Reihe und die Amtszeiten seiner Nachfolger ist erst seit der zweiten Hälfte des 17. Jh. lückenlos belegbar.

Kirche, Ansicht von Nordosten, 1950, Zeichnung von Sindel

Kirche, Ansicht von Nordosten, 1950, Zeichnung von Sindel

Vermutlich in den 1640er Jahren übernahm P. Magister Otto Clodius (amt. bis 1674) das Pfarramt in Warmsen. Die Inschrift über der Turmtür „CLM Anno 1643“ ist möglicherweise auf ihn zu beziehen (CL[odius] M[agister]). Neben der Erneuerung des Turms fiel auch die Anschaffung zweier neuer Glocken in seine Amtszeit (1646 und 1656, durch neues Geläut ersetzt 1896). In der ersten Hälfte des 18. Jh. war die Kirche in Warmsen baufällig und für die gewachsene Gemeinde zu klein geworden. 1732 bewilligte das Konsistorium daher eine Erweiterung der Kirche und auch eine Erhöhung der Seitenwände.10 An der Nordseite erhielt die Kirche einen Fachwerkanbau und der Altar wurde von der Ost- auf die Südseite versetzt (in ähnlicher Weise erfolgte einige Jahre später der Umbau der Kirche in Steyerberg). Im Sommer 1734 waren die Arbeiten abgeschlossen und P. Ernst Christian Stisser (amt. 1728–1752) konnte zum ersten Gottesdienst in die neue Kirche einladen.
Im Pfarrarchiv Warmsen hat sich aus dem Jahr 1806 eine ausführliche Beschreibung des Kirchspiels erhalten, verfasst von P. Andreas Gottfried Groschupf (amt. 1800–1807).11 U. a. schrieb P. Groschupf, Ehepaare gingen – außer in der Erntezeit – jeweils montags nach der Betstunde zum Abendmahl; für Alleinstehende hingegen „wird in 3 unbestimmten Zeiten Abendmahl erhalten, wenn Communicanten sich einzufinden anfangen. Dies dauert jedesmal etwa durch 6 Sonntage“.12 Der Bericht enthält auch eine knappe Beschreibung der St. Georgs-Kirche: „Die Kirche ist nicht angemalt, hat keine Orgel auch kein Chor, es geht nur ein schmaler Gang um den Altar herum. Eine Sacristei ist nicht vorhanden“.13 Eine Orgel ließ die Gemeinde schließlich 1852/53 in die Kirche einbauen.
Im Jahr 1873 vergrößerte sich das Kirchspiel um das Dorf Hauskämpen; der KG Lavelsloh zahlte die KG Warmsen dafür eine Entschädigung von 400 Talern. Zum 1. Mai 1928 kamen noch die Teile Brüninghorstedts und Schmalenbruchs hinzu, die bislang zur KG Ovenstedt in Westfalen gehört hatten.14

Kirche, Blick nach Westen, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juli 1959

Kirche, Blick nach Westen, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juli 1959

Im Jahr 1954 gründete sich ein Posaunenchor in Warmsen. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen den Landeskirchen Sachsens und Hannovers baute die Kirchengemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jh. Kontakte zur sächsischen Kirchgemeinde Rittersgrün im Erzgebirge auf; die Partnerschaft besteht noch heute und wird maßgeblich vom Posaunenchor getragen (2021).15
Warmsen zählt zu den ersten Gemeinden der Landeskirche Hannovers, in denen sich ein Ehepaar eine Pfarrstelle teilte: 1985 begannen Pn. Birgit und P. Jörg Hagen (amt. 1985–1992) ihren gemeinsamen Dienst in der Gemeinde.16 In der ersten Hälfte der 1980er Jahre entwickelte die Gemeinde zusammen mit ihren Nachbargemeinden Essern und Lavelsloh (mit denen sie auch einen gemeinsamen Gemeindebrief herausgibt) ein Vorbereitungskonzept für den Konfirmandenunterricht, die sogenannte Kinderlehre für Kinder im Alter von 9 bis 10 Jahren: „Die Kinderlehre ist […] das Angebot, sich nicht erst mit 13 Jahren mit der Kirche und ihren Traditionen auseinanderzusetzen“.17 Darüber hinaus pflegt die KG die Tradition der Chorentlassung: „Die Konfirmierten des jeweils vergangenen Jahres kommen am Gründonnerstag mit ihren Familien in den Gottesdienst, um sich an ihre Konfirmation erinnern zu lassen und Abendmahl zu feiern.“18
In der Region Südkreis des KK Stolzenau-Loccum kooperiert die KG Warmsen mit ihren Nachbargemeinden Essern, Lavelsloh und Uchte.

Umfang

Warmsen und die Orte Altenhof, Bahlen, Brandriehe, Brinkort, Bülten, Buschhorn, Großenvörde, Hagedorn, Haselhorn, Heiligenort, Höhe, Horst, Hoyersvörde, Hühnerbruchsheide, Kleinendorf, Kleinenvörde, Krusinge, Kuhförth, Meierhof, Meßwinkel, Mösloh, Morlinge, Oberheide, Riehe, Röhenberg Sapelloh, Schamerloh, Tätenhorst, Wegerden und Wienbracke.19 Seit 1873 auch Hauskämpen (vorher KG Lavelsloh; 1952 die noch dort verbliebenen sechs Häuser ebenfalls umgepfarrt).20 Bis 1921 auch Teile des Gutsbezirks Darlaten (dann umgepfarrt in die KG Uchte).21 Seit 1928 auch Brüninghorstedt und Schmalenbruch (vorher KG Ovenstädt, Ev. Kirche in Westfalen).22

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Lohe der Diözese Minden.23 – Seit etwa 1560 Insp. Stolzenau. 1589 Insp. Holzhausen, wohl 1602 Suptursitz nach Stolzenau verlegt (Schlossprediger): Insp. Stolzenau, 1924: Aufsichtsbezirk Stolzenau, KK Loccum-Stolzenau. Seit 1. April 1976 KK Stolzenau-Loccum, Amtsbereich Stolzenau.24

Patronat

Seit Gründung 1286 der Stifter Albert Cortelange. Ab 1309 das Kloster St. Moritz in Minden, wohl seit der Reformation der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juli 1959

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juli 1959

Dreijochiger, verputzter Feldsteinbau mit dreiseitigem Chorschluss und späterem Fachwerkanbau an Nordseite, T-förmiger Grundriss, ausgerichtet nach Ostnordosten, älteste Teile erbaut im späten 12. oder frühen 13. Jh.25 Satteldach, nach Osten abgewalmt; Anbau mit Querdach. Südseite mit vier rechteckigen Sprossenfenstern und Emporenzugang mit Treppe an der Südwestecke. Nach Osten Emporenzugang mit Treppe. Fachwerkanbau mit Ziegelausfachung und Rechteckfenstern, über dem Nordeingang Jahreszahl 1734. Im Innern Spiegelgewölbe, Anbau ganz zum Schiff geöffnet, Emporen im Westen und Osten sowie an Nordwand des Anbaus; Altar im Süden.26 Im 15. Jh. vielleicht Ostabschluss ergänzt. 1734 Fachwerkanbau errichtet, Seitenwände erhöht, Dach erneuert, Altar an Südseite versetzt.27 1852 Anbau an im westlichen Winkel zwischen Schiff und Anbau errichtet (für Orgel). 1957 Innensanierung (u. a. Emporen verkleinert, Decke vereinheitlicht). Wohl 1961 Heizungskeller im östlichen Winkel zwischen Schiff und Anbau errichtet. 1972/73 Außensanierung. 2004 Dach- und Innensanierung.

Turm

Spätmittelalterlicher Westturm aus Feld- und Backsteinmauerwerk, jünger als das Schiff. Verschieferter Turmhelm mit vierseitigem Ansatz und achteckig ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kugel, Kreuz und Wetterhahn. Kleine, rundbogige Schallöffnung nach Westen, nach Süden und Norden je eine gekuppelte Schallöffnung mit Uhrziffernblatt im Bogenfeld. Rechteckportal nach Westen, im Türsturz Kopf sowie Inschrift: „C L M Anno 1643“ (CLM möglicherweise als „Clodius Magister“ zu lesen und auf P. Magister Otto Clodius zu beziehen), darüber Halbkreisfenster; niedrige Stützpfeiler vor den Westecken. 1643 Turm erneuert und Westportal angelegt. 1834 Turmdach repariert. 1896 neue Turmuhr.

Kirche, Innenansicht, Foto: Ernst Witt, Hannover, Mai 1956

Kirche, Innenansicht, Foto: Ernst Witt, Hannover, Mai 1956

Ausstattung

Kanzelaltar mit schlichtem Blockaltar, darüber ausladender, balkonartiger Kanzelkorb mit Schalldeckel, vor den Ecken des Kanzelkorbs gedrehte Säulen, Schalldeckel von gedrehten Säulen getragen. –Sandsteintaufe mit rundem Becken und säulenförmigem Schaft, Becken 1957 aus einem Säulenkapitell (vielleicht 15. Jh.) gearbeitet, am Beckenrand Eichenblattornamente.

Orgel

1853 Bau einer ersten Orgel, ausgeführt von Heinrich Schaper (Hildesheim), 12 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen; erbaut als Schwalbennestorgel an der Westwand des Anbaus, für das Orgelwerk wurde ein weiterer kleiner Anbau errichtet.28 1885 und 1900 repariert von Orgelbauer Wilhelm Kummer (Minden). Prospektpfeifen im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Orgel 1947 abgebaut, Orgelneubau bis 1949, ausgeführt von Georg Niemeyer (Hannover), vom Orgelrevisor nicht zur Abnahme empfohlen, Instrument nie fertiggestellt.29 1958–61 Orgelneubau, ausgeführt von Friedrich Weißenborn (Braunschweig), 14 II/P (HW, RP), mechanische Traktur, Schleifladen.

Kirche, Ansicht von Nordwesten, Teilansicht, Foto: Ernst Witt, Hannover, Mai 1956

Kirche, Ansicht von Nordwesten, Teilansicht, Foto: Ernst Witt, Hannover, Mai 1956

Geläut

Zwei LG, I: esʼ (Bronze, Gj. 1925, Firma Radler, Hildesheim), Inschrift: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“, sowie die Namen P. Junge, Wilhelm Becker, Heinrich Kruse, Heinrich Bramkamp, Wilhelm Könemann, Heinrich Ötting und August Schmidt, Glocke 1942 zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und nach Kriegsende zurück nach Warmsen; II: gesʼ (Bronze, Gj. 1896, Firma Radler, Hildesheim), Inschriften: „Ich weis, das mein Erlöser lebt. Christus der ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn“ und „Gegossen von J. J. Radler u[nd] Soehne in Hildesheim 1896“, Bild: segnender Christus. – Früherer Bestand: Eine große LG (Bronze, Gj. 1646), Inschrift etwa: „Otto Clodius hodie Pastor, Vogt Heinrich Groppers und Jochim in der Möhrlinge, Altarleute“, 1885 gesprungen; eine kleine LG (Bronze, Gj. 1656), Inschrift etwa: „Otto Clodius, Pastor, Arnold Hoier, Vogt, Jochim in der Möhrlinge, Johann Keick, Johann Bornkamp Altarleute“, gesprungen 1895; beide Glocken 1896 durch zwei neue Glocken ersetzt (beide Bronze, Gj. 1896, Firma Radler, Hildesheim), LG I, Inschrift: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“, im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. LG II erhalten (heutige LG II).30 – Glocke in der Schule Brüninghorst: bʼʼ (Bronze, Gj. 1967, Firma Bachert, Karlsruhe), bis 1975 als SG in Northeim, St. Sixti; Glocke ist Eigentum der KG Warmsen.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 2014/15; altes Pfarrhaus, Bj. 1926, verkauft). – Gemeindehaus (Bj. 1980).

Friedhof

Ursprünglich kirchlicher Friedhof bei der Kirche. Neuer kirchlicher Friedhof, etwa hundert Meter nördlich der Kirche, angelegt 1948/49, FKap. – Kommunaler Friedhof Haselhorn, FKap (Bj. 1984) mit Glockenträger (Bj. 1994). Kommunaler Friedhof in Brüninghorstedt.

Liste der Pastoren (bis 1940)
Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juli 1959

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juli 1959

15..–1580 Johann Schumacher. – 1580– nach 1588 Israel Finke. – 15..–16.. Magister Gerd Bade. – 1623– nach 1636 Magister Georgius Langschmidt (Langscheidt). – 1645–1674 Magister Otto Clodius. – 1674–1716 Johann Breiger. – 1716–1718 Johann Jacob Breiger. – 1719–1728 Johann Ernst Hausmann. – 1728–1752 Ernst Christian Stisser. – 1753–1766 Christian Anthon Deicke. – 1766–1780 Ernst Christian Tegetmeyer. – 1780–1800 Heinrich Georg Niemann. – 1800–1807 Andreas Gottfried Groschupf. – 1807–1813 Ludwig Anthon Wilhelm Gause. – 1814–1819 Christian Christoph Wieseler. – 1820–1824 Johann Lambert Jacob Sack. – 1824–1837 Heinrich Georg Ridderhof. – 1837–1861 Konrad Ernst Siegel. – 1862–1869 Georg Heinrich Daniel Homburg. – 1870–1883 Karl August Ludwig Parisius. – 1885–1925 Heinrich Karl August Junge. – 1926–1946 Karl Heinrich Friedrich Grefe.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 478 und III, S. 45

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 11376–11382 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 8402–8410 (Pfarrbestallungen); A 9 Nr. 2369–2371 (Visitationen); L 5a Nr. 393–395, 1431–1433 (LSuptur. Calenberg-Hoya mit Verden-Hoya und Celle); S 2 Witt Nr. 06 (Fotosammlung); S 09 rep Nr. 2247 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7169 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1675
Trauungen: ab 1675
Begräbnisse: ab 1675
Kommunikanten: ab 1755 (Lücken: 1771–1875)
Konfirmationen: ab 1754 (Lücken: 1764–1779)

Literatur & Links

A: Kirchen KK Stolzenau-Loccum, [S. 17]; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1334; Dienwiebel, Ortsverzeichnis Hoya/Diepholz II, S. 541–542; Gade, Hoya und Diepholz II, S. 346–351; Meyer, Pastoren II, S. 478; Müller, Orgeldenkmalpflege, S. 192–193; Peter, Kirchen, S. 28.
B: Marco Adameck (Red.): 900 Jahre Warmsen. Eine Gemeinde in Wort und Bild, hrsg. von der Samtgemeinde Uchte (= Schriftenreihe der Samtgemeinde Uchte 5), Warmsen 1996, bes. S. 217–280; Stefan Amt: Die St. Georgs-Kirche in Warmsen. Lehre und Forschung im Fach Bauaufnahme/Denkmalpflege am Studiengang Architektur, in: Festschrift 150 Jahre Ausbildung von Architekten und Bauingenieuren in Nienburg, Weser, hrsg. von der Fachhochschule Hannover, Fachbereich, Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen in Nienburg, Weser, Nienburg 2003, S. 93–98 [.pdf online]; Stefan Amt: Bauhistorische Forschungen an Dorfkirchen in den Landkreisen Nienburg und Diepholz, in: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 3/2007, S. 82–87 [.pdf online]; Jörg und Birgit Hagen (Hg.): 700 Jahre Sankt-Georgs-Kirchengemeinde Warmsen 1286–1986. Gesammelte Beiträge zum Gemeindejubiläum, Warmsen 1986.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Innenraum Kirche.

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Westfälisches UB X, Nr. 285.
  2. Hoyer UB VIII, Nr. 16; Adameck, S. 47. Zur territorialen Entwicklung vgl. ebd., S. 47 ff.
  3. Detailliert: Gade, Hoya und Diepholz I, S. 114 ff.
  4. Mootz, 100 Jahre, S. 92.
  5. Adameck, S. 228.
  6. Westfälisches UB VI, Nr. 1351.
  7. Westfälisches UB X, Nr. 285.
  8. Amt, St. Georgs-Kirche, S. 93; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1334.
  9. Vgl. zur Reformation in der Gft. Hoya zuletzt Bösche, Holste, S. 75 ff., zu Stolzenau S. 91 f., zur KO S. 115 f. Vgl. zudem Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,2, S. 1122 ff. Zeitgenössische Quellen zur Reformation in der Gft. Hoya fehlen weitgehend; die Kenntnisse stammen überwiegend aus historischen Arbeiten der zweiten Hälfte des 18. Jh., die „urkundlich und archivalisch nicht mehr belegt werden“ können (ebd., S. 1122).
  10. Ausführlich: Amt, St. Georgs-Kirche, S. 94 ff.
  11. Gedruckt: Adameck, S. 225 ff.
  12. Adameck, S. 239 f.
  13. Adameck, S. 258 f.
  14. KABl. 1928, S. 54.
  15. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  16. Das „Kirchengesetz zur befristeten Erprobung von Dienstverhältnissen mit eingeschränktem Auftrag für Pfarrer“ vom 7. Dezember 1984 gestattete Ehepaaren, eine Pfarrstelle gemeinsam zu versehen (§ 7), KABl. 1984, S. 154 ff.
  17. Adameck, S. 280. Vgl. auch Hagen & Hagen, S. 71 f.
  18. Adameck, S. 279.
  19. Zu den Orten und Wohnplätzen vgl. Adameck, S. 53 ff. bzw. die Einträge bei Dienwiebel, Ortsverzeichnis Hoya/Diepholz.
  20. Adameck, S. 224; KABl. 1952, S. 25.
  21. KABl. 1921, S. 4.
  22. KABl. 1928, S. 54.
  23. Holscher, Bisthum Minden, S. 302.
  24. KABl. 1976, S. 49 f.
  25. Grundriss: Amt, Forschungen, S. 84, Abb. 3 und Amt, St. Georgs-Kirche, S. 97. Zur Baugeschichte: ebd., S. 93 ff. Amt schließt sich der Baudatierung bei Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1334 an.
  26. Hagen & Hagen, S. 65: „Die drei Kirchenschiffe sind noch heute vielen unter ihren alten Bezeichnungen als Turmend (Westen), Männerend (Norden) und Philippsend (Osten) bekannt.“
  27. Einige Jahre später wurde die benachbarte Kirche in Steyerberg in gleichartiger Weise erweitert.
  28. Pape, Schaper, S. 72.
  29. Hagen & Hagen, S. 53 f.
  30. Gade, Hoya und Diepholz II, S. 348; Hagen & Hagen, S. 44.