Frühere Gemeinde | Sprengel Stade, KK Stade | Patrozinium: Martin und Nikolaus1 | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Für das Kolonisationsgebiet an der Lühe war zunächst die Bezeichnung Lu üblich, die urkundlich erstmals im Jahr 1208 belegt ist: Papst Innozenz III. (amt. 1198–1216) bestätigte dem Kloster Harsefeld u. a. den Besitz des Zehnten in Lu, den es von Ebf. Adalbert II. von Bremen-Hamburg (amt. 1123–1148) erhalten hatte.2 Die Lühe bildete die Grenze zwischen der Diözese Bremen links sowie der Diözese Verden rechts des Flusses und in Lu bestanden dementsprechend zwei Kirchspiele. 1270 kam rechts der Lühe ein drittes hinzu und entsprechend der drei Kirchen etablierten sich im 14. Jh. die drei Ortsnamen Steinkirchen, Mittelnkirchen und Neuenkirchen. Der Ortsname Steinkirchen lässt sich 1377 als to der Stenenkercken und 1386 als Lu lapidea nachweisen; ebenfalls 1386 ist ein kerspelbur to der stenenkercken erwähnt (Kirchspielbauer zu Steinkirchen).3 Steinkirchen war als Siedlung holländischer Kolonisten im 12. Jh. entstanden.4 Der Ort gehörte zum Erzstift Bremen und bildete eine Hauptmannschaft der etwa ab 1300 entstandenen Landesgemeinde Altes Land (1361 eigenes Siegel, Umschrift: Sigillum communitates veteris terrae).5 Steinkirchen war Hauptort der Ersten Meile des Alten Landes. Die Landesgemeinde war formal dem Amt Bremervörde zugeordnet, besaß jedoch eine hohe Eigenständigkeit (genossenschaftliche Selbstverwaltung, 1517 weitgehend eingeschränkt6). Eine erste, eher stilisierte, Ortsansicht Steinkirchens findet sich auf der Elbkarte von Melchior Lorichs aus dem Jahr 1568.7 Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) blieb das Gebiet der säkularisierten Hochstifte Bremen und Verden unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die Hzm. Bremen und Verden und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) die beiden Territorien erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). In französischer Zeit war Steinkirchen im Jahr 1810 kurzzeitig Teil des Kgr. Westphalen (Departement der Elbe- und Wesermündung, Distrikt Stade) und kam dann an das Kaiserreich Frankreich (Département des Bouches de l’Elbe, Arrondissement Stade, Kanton Jork, 1811–1814). Ab 1815 gehörte Steinkirchen zum neugegründeten Kgr. Hannover, zählte dort zunächst zum Gräfengericht Altes Land und kam 1852 zum neu eingerichteten Amt Jork. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Steinkirchen 1866 an das Kgr. Preußen. Seit Einführung der Kreisverfassung 1885 gehörte der Ort zum Kr. Jork, der 1932 im Lkr. Stade aufging. Seit 1971 ist Steinkirchen Teil der Samtgemeinde Lühe. Zur Sozialstruktur der Gemeinde schrieb der Ortspastor 1961: „Die einheimische Bevölkerung setzt sich zum grössten Teil aus Obstbauern, zum geringeren Teil aus Gewerbetreibenden, Seeleuten und Arbeitern zusammen.“8 1895 lebten rund 1.145 Menschen in Steinkirchen, 1936 etwa 1.120, 1946 ungefähr 2.200 und 2021 knapp 1.800.

Kirche, Ansicht von Osten, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1955

Kirche, Ansicht von Osten, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1955

Das älteste Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte ist das Kirchengebäude selbst: Teile des Mauerwerks im Nordwesten der Kirche stammen noch von der wohl um 1300 erbauten Feldsteinkirche. Nicht eindeutig zuordnen lässt sich der 1302 genannte Hermannus rector ecclesie in Luh – möglicherweise war er Pfarrer in Steinkirchen, möglicherweise in Mittelnkirchen.9 Gleiches gilt für den 1334 genannten Iohannes plebanus in Lu.10 Steinkirchen gehörte ebenso wie Grünendeich zur Diözese Bremen, während Mittelnkirchen und Neuenkirchen rechts der Lühe Teil der Diözese Verden waren. Abschriftlich hat sich ein Ablassbrief erhalten, ausgestellt 1332 von Papst Johannes XXII. (amt. 1316–1334). Der Brief nennt das Patrozinium der Kirche und lässt sich wegen der Nennung der Diözesanzugehörigkeit eindeutig Steinkirchen zuordnen: ecclesia fundata in honorem sanctorum Martini et Nicolai confessorum in Lu Bremensis Dioceseos.11 Einen vierzigtägigen Ablass erhielten alle, die die Kirche an bestimmten Festtagen besuchten, an Messen teilnahmen, für Bau und Ausstattung der Kirche spendeten oder der Kirche Güter vermachten.12 Anfang des 15. Jh. erhielten sowohl das Kloster Zeven (1400) als auch der Bremer Dompropst (1401) eine päpstliche Urkunde, die ihnen jeweils erlaubte, die Kirche in Stenendelu dem Kloster bzw. der Dompropstei zu inkorporieren.13 Anscheinend konnten allerdings weder Kloster noch Dompropst ihre jeweiligen Ansprüche durchsetzen. Aus der ersten Hälfte des 15. Jh. sind schließlich Namen Steinkirchener Pfarrer überliefert: 1417 war Henricus Bumgarde im Besitz der parochialis ecclesiae in Stenlu und tauschte seine Pfründe mit Henricus Lamstede, Inhaber des Allerheiligenaltars in der Marienkirche vor den Mauern Stades.14 1429 war Nicolaus Hamborch gleichzeitig Prokurator an der römischen Kurie und rector parochiae ecclesiae in Lu Bremensis diocesis; den eigentlichen Pfarrdienst in Steinkirchen hatte er möglicherweise einem Vikar übertragen. Im gleichen Jahr prozessierte der Bremer Kleriker Lubbertus Luderi gegen Nicolaus Hamborch, da er selbst Anspruch auf die Pfarrpfründe in Steinkirchen erhob (das Ergebnis des Streits ist nicht überliefert).15 Um 1500 ließ die Gemeinde das Kirchengebäude umbauen: Die Wände wurden in Backsteinmauerwerk erneuert und der dreiseitige Chorschluss errichtet.

Kirche, Ansicht von Südosten, vor 1965

Kirche, Ansicht von Südosten, vor 1965

Vor allen anderen Gemeinden im Alten Land lässt sich in Steinkirchen ein ev. Geistlicher belegen: P. Johann Schowshusen predigte hier bereits 1533 lutherisch. Einzelheiten zur Durchsetzung der neuen Lehre in Steinkirchen sind allerdings nicht überliefert. Der Landesherr im Alten Land, der Bremer Ebf. Christoph von Braunschweig-Lüneburg (amt. 1511–1558), gleichzeitig Bf. von Verden, bekämpfte die luth. Lehre.16 Sein Bruder und Nachfolger in beiden Bistümern, Ebf. Georg (amt. 1558–1566), duldete den neuen Glauben. Der Bremer Ebf. Heinrich III. (amt. 1567–1585) war Protestant; zur Einführung einer ev. Kirchenordnung im Hochstift Bremen kam es während seiner Amtszeit jedoch nicht.
Die Kirchenbücher der Gemeinde Steinkirchen beginnen bereits 1573. Auch die Orgelgeschichte reicht weit zurück: 1581 schloss die Gemeinde einen Vertrag mit dem Hamburger Orgelbauer Dirck Hoyer: Er sollte die vorhandene Orgel erweitern. In den Jahren 1685 bis 1687 baute der Hamburger Orgelbauer Arp Schnitger eine neue Orgel für die St. Martini und St. Nicolai Kirche, die „von allen Werken Schnitgers im Alten Lande klanglich am besten erhalten ist“.17 Wie auch im benachbarten Grünendeich stiftete Oswald von Zesterfleth Anfang des 17. Jh. eine neue Kanzel für die Kirche; seine Familie besaß ein Erbbegräbnis an der Südseite der Kirche und sein Grabstein hat sich bis heute erhalten.
Im Protokoll der Generalvisitation von 1716 heißt es, Steinkirchen sei „vor alten Zeiten“ eine Tochtergemeinde „des 2 Meilen entfernten Bargstedt gewesen, wohin die Juraten noch alle Jahre an die Kirche 10 Rthlr. geben“.18 Die Kirche und auch die Orgel seien in einem guten Zustand und das Gotteshaus sei reich „mit Ornat und heiligen Geräthen ausgestattet“. Das Pfarramt hatte P. Magister Philipp Martin Klein (amt. 1696–1725) inne; er benutzte „die Holsteinsche Kirchenagende oder Kirchenordnung, obwohl sonst die Sächsische Kirchenagende der Kirche zuständig ist und auf dem Altar liegt“.19 Das Kirchspiel besaß eine Schule in Steinkirchen und eine in Guderhandviertel; an ersterer unterrichtete seit 1699 Matthias Müller, nachdem sein Vorgänger Michael Schreiner die Pfarrstelle Himmelpforten übernommen hatte. In Guderhandviertel war Hans Conrad Drewes als Lehrer tätig.20 Der Visitator beklagte überdies, dass es vorgekommen sei, dass „sich Hunde beim Gottesdienst in der Kirche eingefunden haben und Schweine auf dem Kirchhofe laufen“. Er ordnete an, die Hunde- und Schweinebesitzer sollten in Zukunft jedes Mal vier Pfennig in die Armenkasse zahlen.

Kirche, Blick zum Altar, vor 1965

Kirche, Blick zum Altar, vor 1965

Mit dem Umbau der Kirche im Jahr 1773 erhielt das Gotteshaus im wesentlichen sein heutiges Aussehen. In einer Beschreibung des Alten Landes aus dem Jahr 1790 heißt es über Steinkirchen: „Dieses Kirchspiel ist das ansehnlichste in der ersten Meile“; die Zahl der Gemeindeglieder lag seinerzeit bei 1.425.21 Bis 1842 war sie auf gut 1.780 gestiegen.22
Während der NS-Zeit hatten nacheinander P. Christian Eberhard von Werder (amt. 1930–1933) und P. Gerhard Hagen (amt. 1934–1947) das Pfarramt in Steinkirchen inne. Rückblickend gab P. Hagen im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ an, er habe kirchenpolitisch von Juni 1933 bis März 1934 zu den DC gehört und sei 1937 der Bekenntnisgemeinschaft beigetreten; Mitglied der NSDAP sei er nicht gewesen.23 Zum 1933 neu gewählten KV, dem auch der Bgm. von Steinkirchen angehörte, notierte er knapp: „Aus Landwirten, Handwerkern bestehend, der Vorstand hat sich stets bewährt“.24 Nach der Visitation 1938 hielt Sup. Franz Focken (amt. 1924–1945) in seinem Bericht fest, der Kirchenbesuch sei gering: „größtenteils Bauernfamilien. Der Mittelstand und Arbeiterstand ist unter den Kirchenbesuchern kaum vertreten“.25
Mit dem Zuzug Geflüchteter in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößerte sich die Gemeinde: 1939 hatte die Zahl der Gemeindeglieder bei 1.800 gelegen, 1949 bei fast 3.240. Bis 1961 war sie auf gut 2.410 gesunken.26 In der Nachkriegszeit fanden in der St. Martini und St. Nicolai-Kirche auch kath. Gottesdienste statt.27 Die ev. Gemeindearbeit konzentrierte sich 1949 auf Gottesdienste in Steinkirchen sowie Bibelstunden in Steinkirchen und Guderhandviertel; Jugend-, Frauen- oder Männerkreise bestanden nicht.28 Die beiden Bibelkreise gingen 1960 „infolge Fortzuges kirchlicher Flüchtlinge“ ein. Ein Jugendkreis bestand nur zeitweise.29 Nach der Emeritierung von P. Otto Holtorf (amt. 1948–1965) blieb die Pfarrstelle Steinkirchen vakant.

Kirche, Querschnitt, Blick zum Altar, 1962

Kirche, Querschnitt, Blick zum Altar, 1962

Seit der zweiten Hälfte der 1960er Jahre gab P. Wolf-Dietrich Lochte (amt. 1954–1991), Inhaber des Pfarramts in Grünendeich, die „Lühebrücken“ heraus, ein gemeinsames Gemeindeblatt für die Gemeinden Grünendeich, Steinkirchen, Mittelnkirchen und Neuenkirchen (Altes Land). Gleichzeitig wurde eine parochiale Neuordnung im Bereich der vier Gemeinden geplant, die „in ihrer bisherigen Abgrenzung nicht mehr zu rechtfertigen“ seien, wie der Stader Sup. 1968 formulierte.30 Nachdem zwischenzeitlich die Gründung einer Nord- und eine Südgemeinde ins Auge gefasst worden war, entschieden sich die vier Gemeinden schließlich für eine Fusion: Zum 1. April 1970 vereinigte das Landeskirchenamt die Gemeinden Grünendeich, Steinkirchen, Mittelnkirchen und Neuenkirchen (Altes Land) zur neuen „Ev.-luth. KG Lühekirchen“. Die bisherigen Pfarrstellen von Grünendeich und Steinkirchen wurden zur ersten Pfarrstelle der KG Lühekirchen mit Sitz in Grünendeich.31 Guderhandviertel gehörte fortan mit Mittelnkirchen und Neuenkirchen (Altes Land) zum Bezirk der zweiten Pfarrstelle.
Im Jahr 1984 gründete sich der Verein „Arp-Schnitger-Steinkirchen e. V.“, um die Gemeinde bei Renovierung und Erhalt der historischen Orgel zu unterstützen.32

Umfang

Zum Kirchspiel zählten 1790 Steinkirchen (mit der Bürgerei, Bachenbruch, einem Teil von Hutfleth, Wetterndorf, Sietwende, Straße, Gut Bergfried und Halbfahrden) sowie Guderhandviertel (mit Alte Schleuse, Neue Brücke, Neßstraße und Neßhof). 1909 wurden die letzten Häuser Hutflehts von Steinkirchen nach Grünendeich umgepfarrt.33

Aufsichtsbezirk

Oboedientia Lu der Diözese Bremen (verbunden mit Domdekanat).34 – Seit 1651 gehörte Steinkirchen zur Altländischen Präpositur. Bei der Neuordnung der Aufsichtsbezirke in den Hzm. Bremen und Verden kam Steinkirchen 1827 zur Insp. Altes Land (1924: KK).35 Der KK Altes Land ging 1939 im KK Stade-Altes Land auf, der 1976 in KK Stade umbenannt wurde.36

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Grundriss, 1935

Kirche, Grundriss, 1935

Einschiffiger, siebenachsiger Backsteinbau mit dreiseitigem Ostschluss, unter Einbeziehung eines älteren Feldsteinbaus neu errichtet um 1500. Zwei Priechenaufgänge an Nordseite, Brauthaus an Südseite (heute Heizungsraum). Mansarddach. Strebepfeiler an Schiff und Chor. Am Schiff rundbogige Sprossenfenster, am Chor spitzbogige Sprossenfenster. Haupteingang nach Süden. Im Innern verputztes und stuckverziertes Tonnengewölbe; Querbalken unterhalb des Gewölbes; Westempore, darüber Orgelempore mit illusionistischem Vorhang, Mittelteil trapezförmig vorgezogen; Ostempore hinter dem Altar; je zwei Priechen an Nord- und Südwand, Südostprieche mit Holzstützen, die übrigen auf Kragbalken und schmiedeeisernen Stützen. 1687 Orgelempore. 1689 Zesterflethsche Prieche (im Südosten, bauchige Brüstung). 1753/54 Nordwestprieche. 1761/62 untere Westempore. 1772 Nordostprieche. 1773 Südwestprieche. 1773 Umbau der Kirche, u. a. Mauerwerk erneuert, Strebepfeiler, Rundbogenfenster, Mansarddach, Brauthaus, hölzernes Tonnengewölbe (vorher Backsteintonne) und illusionistischer Vorhang der Orgelempore (Holz, Stuck). 1784/85 Chorpriechen. 1948–55 Renovierung. 1958/59 Instandsetzung, u. a. Mauerwerk der Südseite erneuert. 1985/86 Innen- und Außenrenovierung.

Kirche, Längsschnitt, 1962

Kirche, Längsschnitt, 1962

Grablege

Gruft der Familie von Zesterfleth, befand sich an der Stelle, an der 1773 das Brauthaus errichtet wurde, 1933 beim Bau der Heizung entdeckt. Dreizehn weitere Grabgewölbe in der Kirche, 1953 verfüllt.37

Turm

Fachwerkturm mit Granitsockel und vertikaler Holzverschalung, erbaut 1696. Kupferverkleideter Barockhelm mit achteckigem Uhrgeschoss (zwei Ziffernblätter), bekrönt mit Kugel und Kreuz, nach Osten Auslegestuhl mit Uhrschlagglocke. Unterbau des Turms vierseitig, Glockengeschoss achtseitig (Übergang durch dreieckige Schrägflächen); kleine, rechteckige Schallfenster. 1716 Turmuhr vorhanden. 1838 Reparatur. 1912 neue Turmuhr (J. F. Weule, Bockenem; Uhrwerk noch vorhanden).38 1931 Kupferdeckung erneuert. 1950/51 Kupferdeckung erneuert. 1985/86 Funkuhr.

Vorgängerbau

Feldsteinbau aus der Mitte des 13. Jh., Reste in den Wänden des Westteils der heutigen Kirche erhalten.

Kanzelaltar, vor 1955

Kanzelaltar, vor 1955

Ausstattung

Architektonisch gestalteter Kanzelaltar (1783–85, Tischler Claus Christoph Bülkau; Bildhauer Christoph Hermann Meyer, Verden), im Mittelfeld geschwungener Kanzelkorb mit Schalldeckel, flankiert von zwei Säulen, die verkröpftes Gebälk tragen, außen neben den Säulen Skulpturen (links: Moses, rechts: Johannes Evangelist), auf dem Schalldeckel Maria mit Kind; im oberen Feld plastische Kreuzigungsgruppe; als Bekrönung Gottesauge in Strahlen- und Wolkenkranz mit Engelsköpfen, flankiert von Flammenpokalen; in der Predella Abendmahlsgemälde; vor dem Retabel hölzerner Kastenaltar mit seitlichen Schranken, in den Pfosten der Altarschranken Taufe und Opferstock. – Acht Gemälde an der Brüstung der Orgelempore (1691, Öl auf Leinwand): Jakobs Kampf mit dem Engel, David und Goliath, Taufe Jesu, Jesus und die Samariterin sowie die vier Evangelisten, Inschrift mittig oberhalb der Gemälde: „Anno 1687 ist dies Orgel gantz neu verfertiget worden bey Zeiten der Iuraten Peter Hauschild, Peter Gahrn, und Hans Beÿe. vonn Meister Arp Schnitger Orgelmacher aus Hamburg“, Inschrift mittig unterhalb der Gemälde: „Gott zu Ehren und der Kirchen Zur Zierde haben diese Orgel dreÿ oben genannte Iuraten Peter Hauschild, Peter Gahrn, und Hans Beÿe aus ihren mitteln also vermahlen und Zieren lassen Anno 1691“; zwei Inschriftenfelder in der Mitte zwischen den Gemälden: „Lobet Gott mit Saiten und Pfeiffen. Lobt ihn mit hellen Cÿmbeln. Alles was Odem hat Lobe den Herrn, Halleluia. P CL v. 5.6.“ und „Redet unter einander von Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in eurem Hertzen. Eph. V. v. 19“. – Ebenerdige, hölzerne Kanzel (1985/86, Jack Hansen, Ebeltoft bei Aarhus), an den fünf Seiten des Kanzelkorbs Gemälde der vier Evangelisten und des Apostels Paulus. – Taufe (1985/86, Jack Hansen, Ebeltoft bei Aarhus), farbig gefasst, halbkugelförmiges Becken, kräftiger Säulenschaft, runder Fuß. – Brüstungsteile und Tür des Erbbegräbnisses der Familie von Zesterfleth (1605), Brüstungsteile als Wandtäfelung unterhalb der Südostprieche. – Mehrere Grabplatten (16.–18. Jh.), u. a. für P. Jodokus Corthum (amt. 1642–1670) und seine Ehefrau Barbara geb. Silms, Inschrift: „Ruhstadt des wohl seligen Herrn Jodokus Corthums dieser Kirchen sie 28 Iahr treugewesenen Pastoris auch Probsten des Alten Landes wie auch desselben Ehe Liebsten Barbarae gebohrnen Silms aus Hamburgh. Johann 11 v 25. Anno 1681“; für P. Heinrich zum Felde (amt. 1671–1682), Inschrift: „Iesu du Sohn David erbarme dich mein. Magister Henricus zum Felde Pastor dito Parochiae bene meritus conditor natus … 1636 … 11 Oct denatrus … 1683 [oder 7?] hoc tumulo vir ad modum reverendus“.39 – Südlich vor der Kirche: Überlebensgroße Bronzestatue „Priester Heinrich“ (1992, Carsten Eggers, Nottensdorf), Eigentum der Gemeinde Steinkirchen, Inschriftentafel: „Priester Heinrich. Symbolfigur für die ab 1106 n. Chr. einsetzende Marschenkolonisation im Alten Land durch die Holländer, die auch von Steinkirchen aus ihren Anfang nahm. Die Skulptur wurde von dem Künstler Carsten Eggers im Jahre 1992 geschaffen“; ein weiteres Exemplar der Skulptur steht seit 2001 in Rijnsaterwoude (Gemeinde Kaag en Braassem, Niederlande).40

Kirche, Blick zur Orgel, vor 1955

Kirche, Blick zur Orgel, vor 1955

Orgel

1581 Vertrag über Erweiterung der vorhandenen einmanualigen Orgel, geschlossen mit Dirck Hoyer (Hamburg), hinzu kommt u. a. ein Positiv mit fünf Registern; Orgel hat nach Abschluss der Arbeiten zwei Manuale und ein Pedal.41 Orgelneubau 1685–87, ausgeführt von Arp Schnitger (Hamburg), 28 II/P (HW, BW), Pedaltürme in die Emporenbrüstung eingesetzt, sechs Register der alten Orgel wiederverwendet. 1704 kleine Reparaturen, Arp Schnitger (Hamburg). 1749 (?) kleine Reparaturen, Jacob Albrecht (Lamstedt). 1763 kleine Reparaturen, Johann Matthias Schreiber (Glückstadt). 1775 umfangreiche Instandsetzung, eine Dispositionsänderung, Georg Wilhelm Wilhelmy (Weißenbach). 1843 Reparaturarbeiten, Philipp Furtwängler (Elze). 1893 Reparaturarbeiten, Heinrich Röver (Stade). 1909 eine Dispositionsänderung, Heinrich Röver (Stade). 1947/48 Renovierung, Rudolf von Beckerath (Hamburg) . 1987 Renovierung, Rudolf von Beckerath (Hamburg) . 2012 Restaurierung, Rowan West (Ahrweiler), 28 II/P (HW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen; die Orgel gilt als „am besten erhaltenes Werk von Arp Schnitger im Alten Land“.42 Denkmalorgel.

Stundenglocke: dis’’ (Bronze, Gj. 1753, Johann Andreas Bieber, Hamburg)

Stundenglocke: dis’’ (Bronze, Gj. 1753, Johann Andreas Bieber, Hamburg)

Geläut

Zwei LG, I: e’ (Bronze, Gj. 1604, Hans Siop, Hamburg), Inschriften: „Convoco viventes, qvando fit concio sacra, defleo defvnctos cvm tvmvlantur hvmo. H[ans] S[iop] me f[ecit] h[a]mbvrgi“ (Ich rufe die Lebenden zusammen, wenn eine Predigt stattfindet, ich beweine die Toten, wenn sie in der Erde begraben werden. Hans Siop aus Hamburg hat mich gemacht) und „Anno 1604 is dvsse Klocke up Bewilligvng des Caspels dorch vnderhandelvong Ivncker Osewald van Sesterfleth H. Hinrichs Cassels Pastorn, Marten Blomen, Baltzer Havschildt, Hinrich Ripen, Karcksworen vnd Peter Daberhal Caspelman van Meister Hans Siop weder wmmegegaten vndt vorverdiget“; II: fis’ (Bronze, Gj. 1717, Christoph Haupner, Stade), Inschrift: „Ich rvffe die Lebendigen vnd belevte die Todten. Anno 1717 ist diese Glocke avff Bewilligvng des Kirchspiels avs ihren Mitteln wiederumb gegossen vnd verfertigt. Christoff Havpner me fecit, Stade“, Bild: Kruzifix. Eine SG, dis’’ (Bronze, Gj. 1753, Johann Andreas Bieber, Hamburg), Inschriften: „Me fecit Johann Andreas Bieber u. Sohn in Hamburg A[nno] 1753“ und „Hilf Gott, daß jeder Stunden Schlag der Mensch das End bedenken mag“. – Früherer Bestand: 1716 zwei LG und eine SG vorhanden, dritte LG war geborsten und aus ihren Bruchstücken wurde 1717 die heutige LG II gegossen.43 Eine LG (Bronze, Gj. 1759, Johann Andreas Bieber, Hamburg), Inschrift: „Anno 1759 ist dies Große mit Freiwilligung des ganzen Kirchspiels aus ihren Mitteln gegossen zur Zeit des Pastoris Johann Philipp Eberhardi und der Kirch Juraten Tews Gätkens, Hein Hauschild und Corde Rolff. Me fecit Joh. And. Bieber et Sohn. Ich läute zum Gebet, zu Predigt und zu Leichen, Ich melde Feuer und Krieg, ich gebe Friedenszeichen. Gib Jesu daß mein Tohn in Fried und Freud erschal, Bewahr das Land vor Pest, vor Feur und Überfal“, Glocke 1942 zu Rüstungszwecken abgegeben.44

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1902, um 1969 umgebaut zu Gemeindehaus). – Organistenhaus (Bj. 1962).

Friedhof

Alter Friedhof rund um die Kirche, 1332 belegt.45 Neuer kirchlicher Friedhof etwa 200 Meter nordwestlich der Kirche, 1958 erweitert, FKap (Bj. 1979).

Liste der Pastoren

1533 Johann Schowshusen. – 15.. Hinrich Papen. – 1578–1602 Nikolaus Frederichs. – 1602–1642 Hinrich Cassel. – 1642–1670 Jodokus Corthum (Korthum). – 1671–1682 Magister Hinrich zum Felde. – 1683–1687 Christian Friedrich Siltmann. – 1687–1695 Johann Moritz (Mauritius) Schultze. – 1696–1725 Magister Philipp Martin Klein. – 1727–1753 Berthuld Clemens Diecmann. – 1754–1765 Johann Philipp Eberhardi. – 1766–1776 Johann Hinrich Pratje. – 1776–1802 Georg Clemens von Finkh. – 1802–1820 Johann Ludwig Klefeker. – 1820–1838 Anton Dietrich Friedrich Einstmann. – 1839–1847 Georg Ludwig Friedrich Holthusen. – 1847–1865 Johann Heinrich Bröschen. – 1866–1898 Jakob Karl Georg Lüning. – 1899–1930 Karl Heinrich Tienken. – 1930–1933 Christian Eberhard von Werder. – 1934–1947 Ernst Berthold Gerhard Hagen. – 1948–1965 Otto Holtorf.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 409–410

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 2 Nr. 1054/05, 1466–1476 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 7850–7855 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 408Digitalisat(CB); A 9 Nr. 2540Digitalisat, 2541Digitalisat, 2542Digitalisat, 2758Digitalisat, 2759Digitalisat (Visitationen); B 18, Nr. 384 (Orgelsachverständiger); L 5g Nr. 308, 788, 797 (LSuptur. Stade); S 2 Witt Nr. 12 (Fotosammlung); S 11a, Nr. 7277, 7854 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1573 (Lücken: 1668–1670)
Trauungen: ab 1573
Begräbnisse: ab 1573
Kommunikanten: ab 1685 (Lücken: 1701–1754, 1762–1765, 1768–1802)
Konfirmationen: ab 1685 (Lücken: 1701–1776)

Literatur & Links

A: Albrecht, Denkmaltopographie Lkr. Stade, S. 246–254; Bitter-Wirtz, Kirchen, S. 17–21; Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 578–604; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1250–1251; Fock, Arp Schnitger, S. 79–82; Golon/Kröncke, Orgeln, S. 65–67; Hoffmann, Turmuhren, S. 79–83; Küster/Tegtmeyer, Orgelreichtum, S. 35; Merz, Generalkirchenvisitation, S. 76–80; Meyer, Pastoren II, S. 409–410; Scharf, Beschreibung, S. 16–17; Steiger, Gedächtnisorte II, S. 761–765; Zimmermann, Nordelbe, S. 85–86.
B: Elisabeth Lemke: 850 Jahre Steinkirchen Altes Land. 1148–1998, Grünendeich 1998, bes. S. 45–50; Wilhelm Merz: Ablaßbrief für die Besucher der Kirche an der Lüh vom 4. April 1332, in: Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte 14 (1909), S. 241–243.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Nomine (Norddeutsche Orgelmusikkultur in Niedersachsen und Europa): Orgel.

GND

7676241-5, Sankt Martin und Nikolaus (Steinkirchen, Stade)


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 55.
  2. UB Altes Land I, Nr. 161; UB Hamburg I, Nr. 371. Vgl. auch Hofmeister, Besiedlung I, S. 98 f.
  3. Hofmeister, Besiedlung I, S. 117. UB Altes Land III, Nr. 1932 und ebd., Nr. 1940.
  4. Für einen knappen Überblick: Hofmeister, Kolonisation, S. 11.
  5. Höft-Schorpp, Hauptmann, S. 7. Zu den Landesgemeinden vgl. Dannenberg/Schulze, Geschichte II, S. 205 ff.
  6. Dannenberg/Schulze, Geschichte II, S. 217: Ebf. Christoph von Bremen (amt. 1511–1558) oktroyierte dem Alten Land 1517 eine neue Verfassung, wodurch „die äußere Autonomie […] beseitigt und die innere einschneidend beschränkt“ wurde.
  7. Bolland, Elbkarte (Beilage); Staatsarchiv Hamburg, 720-1/1_126-05 = 1568.1 (Steinkirchen auf Bild 6); weitere Digitalisate.
  8. LkAH, L 5g, Nr. 308 (Visitation 1961).
  9. Pratje, Abhandlungen V, Nr. 191. Der schon 1270 in einer Urkunde als Zeuge genannte „Johannes, Rector Ecclesiae […] in Lüh“ gehört nach Mittelnkirchen: Der Verdener Bischof hatte die Urkunde ausgestellt, um seine Zustimmung zu dokumentieren, einen Teil der Parochie Lüh abzutrennen und dort ein neues Kirchspiel zu errichten. Das links der Lühe gelegene Steinkirchen kann also nicht gemeint sein, da es zur Diözese Bremen zählte; Mittelnkirchen (und das neue Kirchspiel Neuenkirchen) hingegen zählten als Dörfer rechts der Lühe zur Diözese Verden.
  10. UB Zesterfleth, Nr. 33 (im Register mit Steinkirchen identifiziert, vgl. ebd. S. 374).
  11. Merz, Ablaßbrief, S. 241 f. Siehe auch Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 579; Lemke, S. 45.
  12. Merz, Ablaßbrief, S. 241 f. Siehe auch Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 579; Lemke, S. 45.
  13. UB Zeven Nr. 109 und Nr. 110; RG Online, RG II 01317, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/1317, 14.12.2022. Die Urkunde für das Kloster Zeven betraf gleichzeitig die Pfarrkirche Assel, die Urkunde für den Dompropst zugleich jene in Assel, Osten, Berne und Hamelwörden, siehe auch: Ida-Christine Riggert-Mindermann: Kirchspiel und Gericht. Zur Geschichte von Hamelwörden (Land Kehdingen) bis 1651 (= Beiträge zur Geschichte und Kultur des Elbe-Weser-Raumes 5), Stade 2011, S. 27 ff., sowie Dolle, Klosterbuch III, S. 1596. In der Supplik für einem Pfründentausch aus dem Jahr 1417 ist überdies von einer nicht verwirklichten Inkorporation der Kirche Stenlu in das Kloster Harvestehude die Rede (incorp. in mon. Heruerdeshude effectum non sortita est), RG Online, RG IV 04695, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/4695, 29.03.2023.
  14. RG Online, RG IV 04695, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/4695, 29.03.2023. Ein Henricus Lamstede ist am 30.09.1427 als tot belegt, RG Online, RG IV 10494, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/10494, 29.03.2023.
  15. RG Online, RG IV 11384, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/11384, 14.12.2022; RG Online, RG IV 10250, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/10250, 14.12.2022.
  16. Zu Ebf. Christoph vgl. den Beitrag von Matthias Nistal in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 39 ff. Zur Reformation in Bremen und Verden insgesamt vgl. die Beiträge in Dannenberg/Otte, Reformation und Wolters, Reformationsjahrhundert, S. 50 ff.
  17. Fock, Schnitger, S. 81.
  18. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 76.
  19. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 77.
  20. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 78.
  21. Scharf, Beschreibung, S. 17.
  22. LkAH, A 8, Nr. 408, S. 8.
  23. LkAH, S I H III, Nr. 818, Bl. 36. Im Bericht zur Visitation 1938 erwähnt Sup. Franz Focken (amt. 1924–1945) die „schwankende Haltung Pastor Hagens in seiner Einstellung zu Staat und Kirche“, LkAH, L 5g, Nr. 308 (Visitation 1938).
  24. LkAH, S I H III, Nr. 818, Bl. 36.
  25. LkAH, L 5g, Nr. 308 (Visitation 1938).
  26. LkAH, L 5g, Nr. 308 (Visitationen 1938, 1949 und 1961).
  27. LkAH, L 5g, Nr. 308 (Visitation 1949).
  28. LkAH, L 5g, Nr. 308 (Visitation 1949).
  29. LkAH, L 5g, Nr. 308 (Visitation 1961).
  30. LkAH, L 5g, Nr. 220 (Visitation 1968). Vgl. auch LkAH, L 5g, Nr. 237 (Visitation 1966): „Es ist an der Lühe zudem so, daß die Gemeinde Steinkirchen daß gesamte linke Lüheufer umfaßt, von Horneburg bis in die Gemeinde Hollern hinein. Die westlichsten Mitglieder der Gemeinde Steinkirchen gehen auf dem Weg zur Kirche an Neuenkirchen und Mittelnkirchen vorbei. Das Pfarrhaus von Grünendeich steht auf Steinkirchener Parochie-Gebiet. Der Pastor von Grünendeich ist also ‚eigentlich‘ Mitglied der Gemeinde Steinkirchen, wie seine Nachbarn links und rechts auch. Hier sollte in gründlicher Beratung und Überlegung versucht werden, eine Neuordnung zu schaffen.“
  31. KABl. 1970, S. 97 f.
  32. Lemke, S. 46 f.
  33. KABl. 1909, S. 6.
  34. Hodenberg, Stader Copiar, S. 42 und S. 96 („Thetgerscop et Lu sint una obediencia cum bannis et decimis perpetuo decanatui annexa“). Hofmeister, Besiedlung II, S. 284.
  35. LkAH, S 8d, 1826–1836 (Bekanntmachung des Königlichen Consistorii zu Stade, die Superintendenturen und Kirchen-Commissionen betreffend, 19.10.1826).
  36. KABl. 1939, S. 22; KABl. 1976, S. 9.
  37. Lemke, S. 47; LkAH, A 8, Nr. 408, S. 12 ff.
  38. Hoffmann, Turmuhren, S. 79.
  39. Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 596. Vgl. ebd., S. 594 ff. und Steiger, Gedächtnisorte II, S. 761 ff. für die Beschreibungen weiterer Grabplatten.
  40. Lemke, S. 20. Die Jahreszahl 1106 bezieht sich auf eine wohl um 1113 ausgestellte Urkunde des Bremer Ebf. Friedrich I. (amt. 1104–1123), die „meist mit der Jahreszahl 1106“ gedruckt ist, und sich zudem auf „die Marschen bei Bremen“ bezieht, Hofmeister, Kolonisation, S. 7 mit Anm. 2.
  41. Zur Orgelgeschichte vgl. Fock, Arp Schnitger, S. 79 ff.; Golon/Kröncke, Orgeln, S. 65 ff.; Zimmermann, Nordelbe, S. 85 f.
  42. Zimmermann, Nordelbe, S. 86.
  43. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 76.
  44. Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 594.
  45. Merz, Ablaßbrief, S. 242.