Sprengel Ostfriesland-Ems, KK Aurich | Patrozinium: Victor1 | KO: Ostfriesische KO von 1716

Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist Victorbur im Brokmer Recht als Victoris howe erwähnt; der Text entstand vermutlich im letzten Viertel des 13. Jh.2 Victorbur gehörte zur ostfriesischen Landesgemeinde Brokmerland (um 1250/51: gentem […] Brocmannorum, 1276 sigillum Brocmannie).3 Ausgehend vom Brokmerland baute die Häuptlingsfamilie tom Brok seit der zweiten Hälfte des 14. Jh. ihren Einfluss in Ostfriesland stetig aus. 1427 kam das Gebiet an die Familie Ukena und 1431 an die Familie Cirksena, die Ks. Friedrich III. († 1493) im Jahr 1464 zu Reichsgrafen von Ostfriesland erhob (Reichsfürsten seit 1654/62). In der zweiten Hälfte des 15. Jh. bildete sich die Ämterstruktur der Gft. Ostfriesland heraus; zunächst saßen die Amtleute für das Brokmerland in Marienhafe, Ende des 15. Jh. kam das Gebiet – und damit auch Victorbur – an das Amt Aurich. Der Übergang unter preußische Herrschaft im Jahr 1744 ließ die Ämterstruktur in Ostfriesland unverändert. In den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jh. erlebte Ostfriesland mehrere Herrschaftswechsel: Ab 1807 zählte Victorbur zum Kgr. Holland, ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich (Département Ems-Oriental, Arrondissement Aurich, Kanton Aurich), ab 1813 wieder zum Kgr. Preußen und ab 1815 zum Kgr. Hannover. Mit der Annexion Hannovers 1866 kehrte Ostfriesland erneut zurück unter preußische Herrschaft. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam Victorbur zum Kr. Aurich. Seit 1972 gehört Victorbur zur neugegründeten Gemeinde Südbrookmerland. Zur Sozialstruktur des Kirchspiels schrieb der Ortspastor 1966: „Die Gemeinde besteht aus Geschäftsleuten, Werft- u[nd] VW-Arbeitern und Landwirten.“4 Im Jahr 1823 lebten rund 445 Menschen in Victorbur, 1925 fast 1.470, 1946 gut 2.070 und 2005 etwa 3.650.

Kirche, Ansicht von Südwesten, Teilansicht, 30. April 1959

Kirche, Ansicht von Südwesten, Teilansicht, 30. April 1959

Bei archäologischen Grabungen innerhalb der Kirche in Victorbur konnten 1967 Estrichreste und Asche nachgewiesen werden, die auf die Existenz einer (oder zweier) hölzernen Vorgängerkirche schließen lassen.5 Als Bauzeit kann das 11. Jh. angenommen werden. Der bis heute erhaltene Backsteinbau stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 13. Jh.6 Die Kirche setzte sich wahrscheinlich zusammen aus einem rechteckigen Schiff mit flacher Decke und jeweils fünf Fenstern an den Längsseiten, einer halbrunden Apsis im Osten und einem gewölbten Westbau mit jeweils einem Fenster nach Norden und Süden, der vielleicht eine Loge für „führende Persönlichkeiten“ enthielt.7 Wohl einige Jahrzehnte später, um die Mitte des 13. Jh., folgte der Bau eines freistehenden Westturms. Vermutlich seit dem letzten Viertel des 13. Jh. Die älteste Glocke der Kirche stammt aus dem Jahr 1425 und nennt Magister Gerardus als Gießer. Namen von Geistlichen sind erst aus dem 16. Jh. überliefert: Im Jahr 1500 siegelte her Lyuppe, Pfarrer zu Fitterbuer, eine Urkunde.8 Das etwa gleichzeitig entstandene Register der friesischen Kirchen der Diözese Münster nennt für Victorbur drei Geistliche: Den erwähnten Pfarrer Luppold, einen Pfarrer Wibbo sowie einen Vikar Heff.9 Im Jahr 1510 ist Aylt als kerkheer tho Fitterbuhr nachgewiesen.10 Ebenfalls noch aus vorref. Zeit stammte eine Glocke, die bis 1864 in Victorbur hing: Gegossen im Jahr 1520 nannte sie in ihrer Inschrift u. a. den heiligen Viktor, verbunden mit der Bitte: Ora pro nobis (Bete für uns).11
Ein Jahrzehnt später predigte mit P. Johann Radiker (amt. etwa 1530–1540) ein luth. Geistlicher in Victorbur.12 Details zur Gemeinde Victorbur während der Reformationszeit sind darüber hinaus nicht bekannt.13 Die Reformation breitete sich in Ostfriesland mindestens unter Duldung des Landesherrn Gf. Edzard I. († 1528) aus, aber ohne seine Lenkung.14 So entwickelte sich ein Nebeneinander verschiedener prot. Richtungen. Gf. Enno II. († 1540) versuchte, die ostfriesische Kirche eher luth. zu gestalten, Gfn. Anna († 1575) bemühte sich, ihr eine eher ref. Form zu geben. Die gemeinsame Regierungszeit ihrer Söhne, des ref. Gf. Johann II. († 1591) und des luth. Gf. Edzard II. († 1599), war vom Ringen um jeweils alleinige Herrschaft geprägt und verfestigte das Nebeneinander ref. und luth. Gemeinden. Die Konkordate von 1599, geschlossen zwischen den Landständen und dem Landesherrn, schrieben den Konfessionsstand der einzelnen ostfriesischen Gemeinden genauso fest, wie das Gemeindewahlrecht bei den Pfarrstellenbesetzungen. 1631 erarbeitete GSup. Michael Walther († 1662) eine neue KO für die luth. Gemeinden, deren zweite Auflage von 1716 bis heute gültig ist.15
Eine Schule lässt sich in Victorbur seit 1582 belegen; der erste namentlich bekannte Lehrer ist Johannes Oldewelt, der hier bis zu seinem Tod 1643 insgesamt 61 Jahre lang unterrichtete. Sein Grabstein und der seiner Frau Anna stehen heute in der Kirche Victorbur.16 Die lückenlos bekannte Reihe der Pastoren in Victorbur beginnt mit P. Hermannus Conradi (amt. bis 1609). P. Edzard Oldewelt (amt. 1620–1649), Sohn des Victorburer Lehrers, begann mit der Kirchenbuchführung (nur Taufen) und führte das Hochdeutsche als Predigtsprache ein. Aus seinen Aufzeichnungen geht hervor, dass in der ersten Hälfte des 17. Jh. noch mehrere Täuferfamilien im Gebiet des Kirchspiels lebten; mehrfach taufte P. Oldewelt ganze Familien und nahm sie in die luth. Gemeinde auf.17

Kirche, Ansicht von Südwesten, um 1955, Grafik

Kirche, Ansicht von Südwesten, um 1955, Grafik

Seit der Mitte des 17. Jh. sind die Armenrechnungsbücher und die Kirchenrechnungsbücher der Gemeinde Victorbur überliefert.18 Die bis heute erhaltenen wesentlichen Ausstattungsstücke der Kirche Victorbur stammen aus der zweiten Hälfte des 17. Jh.: 1657 ließ die Gemeinde einen neuen Altar anfertigen und 1697 eine neue Kanzel.19 Mit Blick auf das geistliche Leben und die Glaubenspraxis in Victorbur fällt im Laufe des 18. Jh. ein deutlicher Rückgang der Zahl der Abendmahlsgäste auf: „Galt die Teilnahme am Heiligen Abendmahl in der von der Orthodoxie geprägten Zeit als Ausweis einer rechtschaffenen Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinde, so blieb das Abendmahl in der allgemein sich durchsetzenden pietistischen Anschauung den wenigen ‚Würdigen‘ vorbehalten.“20
Mit der Moorkolonisation wuchs seit der zweiten Hälfte des 18. Jh. die Bevölkerung des Kirchspiels stark an (Moorkolonien Moordorf, Ost-Victorbur, Neu-Ekels und Hinter-Theen).21 Der größte Teil der Kolonisten stammte aus Victorbur und den umliegenden Orten und Gemeinden. Dennoch war die Integration der neuen Ortschaften in das Kirchspiel nicht unproblematisch. Die Einpfarrung der 1767 gegründeten Kolonie Moordorf stieß nicht zuletzt wegen der großen Belastungen für die Armenkasse auf Widerstände in der Victorburer Gemeinde. Zu Streit kam es zudem über Gebühren, die die Moordorfer dem Pastor in Victorbur zahlen sollten.22
P. Hermann Arnold Harms (amt. 1822–1839) gehörte zu den Initiatoren der 1832 in Victorbur gegründeten Ostfriesischen Missionsgesellschaft (1834 offiziell genehmigt).23 P. Martin Christian Daniel Hafermann (amt. 1863–1878) gab seit 1875 den Kalender „Christopherus der Stelzfuß“ heraus, den Vorläufer des Kalenders „Ostfreesland“.24 In seine Amtszeit fiel auch die Innenrenovierung der Victorburer Kirche. P. David Friedrich Johannes Beer (amt. 1879–1884) gründete einen Posaunenchor in Victorbur und richtete in Moordorf eine Warteschule (Kindergarten) ein. Die Moorkolonie Moordorf hatte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jh. zum größten Ort innerhalb des Kirchspiels Victorbur entwickelt: In Moordorf lebten 1868 insgesamt 793 Menschen, in Victorbur 769.25 Seit 1886 hatten die Moordorfer einen eigenen Pastor, der als Hilfsgeistlicher dem Pfarrer von Victorbur untergeordnet war. Seit 1888 wählten sie zudem einen eigenen Kirchenvorstand und Moordorf erhielt den Status einer Tochtergemeinde von Victorbur.26 Die gänzliche Trennung der beiden Gemeinden mit Errichtung einer eigenen Pfarrstelle in Moordorf folgte schließlich 1897.27

Kirche, Chor, 30. April 1959

Kirche, Chor, 30. April 1959

Nachdem der von P. Beer gegründete Posaunenchor nach seinem Weggang 1884 wieder eingegangen war, fand sich 1921 ein neuer Posaunenchor zusammen. Während der NS-Zeit hatten nacheinander P. Hermannus Siefkes (amt. 1913–1937) und P. Hermann Brunken (amt. 1938–1958) das Pfarramt in Victorbur inne. P. Siefkes gehörte zu den „DC gemässigter Richtung“, wie sein Nachfolger im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ angab.28 P. Brunken gehörte zur Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft und beschrieb sich selbst als „politisch reaktionär“. Er kam als „ein kirchenpolitisch engagierter junger Pastor“ nach Victorbur und war bemüht, der „deutsch-christlichen Ideologie in der Gemeinde keinen Raum zu geben“.29 Zum 1933 neu gewählten KV schrieb P. Brunken knapp: „DC. Sämtlich KV traten nach und nach aus [den DC aus] und bewährten sich seitdem gut.“30 Der Bescheid zur Visitation 1940 blickt fast wehmütig auf die Vergangenheit Victorburs zurück: „Gemeinde und Pfarramt standen miteinander in lebhafter Wechselwirkung. Das Amt befand sich mit der Gemeinde und nicht mit einzelnen Kreisen aus ihr in fruchtbarem Umgang. Die Gemeinde und nicht einige aus ihr suchten das Amt in Predigt, Unterweisung und Seelsorge. Es ist eine andere Zeit gekommen und von einer Blüte kann nicht mehr die Rede sein.“31
Wie auch im benachbarten Moordorf bildete sich in Victorbur 1933/34 eine Ortsgemeinde der DC, die im Kern etwa 30 Familien zählte und sich zu Gottesfeiern in der Schule Ekels versammelte. Dort fand überdies deutsch-christliche Konfirmandenunterricht „für die ganze Umgebung statt“.32 Den Konfirmationsgottesdienst 1940 konnte die DC-Gemeinde trotz des Widerstands des KV Victorbur in der Kirche feiern.33 Als die DC-Gemeinde Victorbur im Mai 1942 ein Kirchensteuersonderkonto einrichtete, trugen sich noch 30 Mitglieder ein.34 Die Gruppe war, ähnlich wie in Moordorf, „praktisch bedeutungslos“.35
Während des Zweiten Weltkriegs war P. Brunken zum Kriegsdienst eingezogen und seine Ehefrau, die studierte Theologin Valborg Brunken, übernahm weitgehend die Gemeindearbeit.36 Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter wuchs die Gemeinde in der Nachkriegszeit: 1939 hatte die Zahl der Gemeindeglieder bei 3.000 gelegen, 1948 bei 3.500 und 1954 bei 4.000.37 Die KG stellte Bauland für neue Siedlungshäuser zu Verfügung („Brunkensiedlung“).38 Im Jahr 1947 richtete die Gemeinde in eigener Trägerschaft eine Schwesternstation ein (später eingegliedert in Schwestern- und Sozialstation Südbrookmerland-Ihlow, seit 1997 Sozialstation Südbrookmerland). Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche unterhielt die KG Victorbur seit 1950 Kontakte zur Kirchgemeinde Mildenau im Erzgebirge. Seit den 1990er Jahren veranstalteten beide Gemeinden gemeinsame Familienfreizeiten; die Partnerschaft besteht bis heute (2023).39
Prägend für die KG Victorbur in der zweiten Hälfte des 20. Jh. war die lange Amtszeit von P. Reinhard Schmidt (amt. 1962–1997).40 Nach der Visitation 1972 zog der Auricher Sup. ein positives Fazit; in Victorbur fände sich „ein Kirchenvorstand und eine Gemeinde, die sich gern um Gottes Wort sammeln und bereit sind, die Konsequenzen des Glaubens für den Alltag zu ziehen“. Es sei in der Gemeinde „eine erfreuliche Offenheit vorhanden für die Aufgabe des Christen, seinen Glauben inmitten der Problematik der heutigen Welt zu bewähren und zu bekennen“.41 Das ehemalige Pfarrhaus ließ die KG Victorbur 1974 zu einem Gemeindehaus umbauen. Die Zahl der Gemeindeglieder lag Mitte der 1980er Jahre bei gut 5.000 und zum 1. Januar 1987 richtete das Landeskirchenamt Hannover eine zweite Pfarrstelle in Victorbur ein, die als erster P. Michael Köhler (amt. 1987–1991) übernahm; er arbeitete bereits seit 1986 als Kandidat im Predigeramt in der Gemeinde.42 Die KG Victorbur entschied sich gegen eine Aufteilung der Gemeinde in zwei Pfarrbezirke. Ab 1999 waren beide Pfarrstellen mit einem Ehepaar besetzt, so dass insgesamt vier Pastorinnen und Pastoren in der KG aktiv waren.43
In Trägerschaft der KG Victorbur nahm 1994 der ev. Kindergarten seine Arbeit auf; er wurde 2011 um eine Krippe erweitert. Seit 1995 unterstützt der Förderverein „Lichtblick“ die kirchengemeindliche Arbeit in Victorbur.

Pfarrstellen

I: vorref. – II: 1987.44

Umfang

Victorbur sowie Georgsheil, Theene und Uthwerdum. Von 1776 bis 1888 auch Moordorf (dann eigene KG).

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Friesland der Diözese Münster (Propstei Brokmerland).45 – Von 1631 bis 1643 unterstand Victorbur dem luth. Coetus in Aurich und ab 1643 unmittelbar dem luth. Konsistorium Aurich. Nach der Insp.-Ordnung von 1766 zur 2. luth. Insp. in Ostfriesland, 1868 umgegliedert in die 1. luth. Insp., ab 1924 KK Aurich.46

Patronat

Genossenschaftspatronat der Gemeinde (Interessentenwahlrecht).

Kirchenbau
Kirche, Blick zur Orgel, 30. April 1959

Kirche, Blick zur Orgel, 30. April 1959

Langgestreckter, einschiffiger Bau mit leicht eingezogenem polygonalem Chor (6/10-Schluss), entstanden in mehreren Bauphasen, älteste Teile erste Hälfte 13. Jh., Kirche ausgerichtet nach Ostnordosten. Satteldach, Chor nach Osten abgewalmt. Backsteinmauerwerk, am Kirchenschiff Reste von Lisenen, Rundstäben und Friesen im oberen Wandbereich (im Süden aufwendiger als im Norden); Strebepfeiler an den Chorecken. Südseite mit sieben großen Rundbogenfenstern, Nordseite mit fünf kleinen, hochliegenden Rundbogenfenstern und einem großen Rundbogenfenster im Westen; am Chor sechs hohe Spitzbogenfenster; alle Fenster mit Sprossen und weiß gefassten Gewänden. Rundbogenportale nach Süden und Norden, zwei vermauerte Eingänge nach Süden. Im Innern flache, hölzerne Kassettendecke im älteren Teil des Schiffs, Rippengewölbe Gewölbe im Westteil des Schiffs und im Chor; Spitzbogen zwischen Schiff und Westjoch; runder Triumphbogen zwischen Chor und Schiff; Wandnischen im Chor, Sakramentsnische in Nordseite des Triumphbogens; Westempore. Baugeschichte: Ältere Forschung ging von einer Erweiterung der Kirche um ein gewölbtes Westjoch im letzten Viertel des 13. oder Anfang des 14. Jh. aus.47 Neuere Untersuchungen legen hingegen nahe, dass das gewölbte Westjoch zur ursprünglichen Konzeption der Kirche gehörte, seine vom Rest des Baus abweichende Gestaltung weise „auf einen besonderen Sitz in der Kirche hin, der […] einer weltlichen Institution zuzuordnen ist“.48 Wohl im letzten Viertel des 13. Jh. tonnengewölbtes Zwischenjoch als Verbindung zwischen Kirche und Westturm erbaut, Gewölbe des Westjochs erneuert.49 Um 1450 Chor erbaut (vermutlich nach Abbruch einer halbrunden Apsis), wohl gleichzeitig Fenster der Südseite verbreitert und nach unten verlängert. Etwa 1678–81 Renovierung der Mauern und des Dachs.50 1808/09 Chor instandgesetzt. 1823 Dach erneuert. 1867/68 Innenrenovierung (u. a. Orgel aus dem Osten auf Westempore versetzt, Lettner abgebrochen, hölzerne Kassettendecke eingebaut, Nordempore). 1963–65 Innenrenovierung (u. a. Nordempore entfernt).

Turm

Südlich der Kirche freistehendes, dreiteiliges Glockenhaus (Parallelmauertyp) mit Walmdach, bekrönt mit Kugel und Schwan, neu errichtet 1837. Backsteinmauerwerk. 1976 statische Sicherung. – Kirche besaß vermutlich seit etwa 1250 einen Westturm, zunächst freistehend, im letzten Viertel des 13. Jh. durch schmales Zwischenjoch mit Kirche verbunden; Turm im Dreißigjährigen Krieg zerstört, Reste 1837 abgetragen. 1765 ist ein Vorgänger des heutigen Glockenhauses erwähnt: „Nahe bey der Kirche außer der Ringmauer steht ein Thurm, darin drey Glocken befindlich“.51

Vorgängerbauten

Archäologische Untersuchungen von 1967 lassen eine oder zwei hölzerne Vorgängerkirchen vermuten (Estrichreste, Ascheschicht), vielleicht 11. Jh.; bei den Ausgrabungen wurde auch ein Holzsarg im Bereich der Kirche entdeckt.52

Sakramentshäuschen, 30. April 1959

Sakramentshäuschen, 30. April 1959

Ausstattung

Blockaltar mit gemauertem Stipes und zweigeschossigem Altarretabel mit Dreiecksgiebel (1657, Schnittker Peter Janssen, Jürgen Freese, Drechsler Bruno Berends, Maler Meister Marten), in den beiden Geschossen je drei Gemälde (Öl auf Holz) mit Szenen aus der Passionsgeschichte, getrennt durch kannelierte Pilaster: Gethsemane, letztes Abendmahl, Christus vor Kaiphas, Geißelung, Kreuzigung und Grablegung, über den Gemälden jeweils Bibelverse; im Giebel Gemälde mit Auferstehungsszene; bei Anfertigung des Altarretabels wurden Holzteile eines älteren Retabels verwendet.53 – Hohe, reich gestaltete Holzkanzel mit Schalldeckel und Aufgang (1697, Werkstatt Cröpelin, Esens), aufgestellt etwa in der Mitte der Südwand; gewundene Säulen vor den Ecken des polygonalen Kanzelkorbs; vor den Wandungen Skulpturen Christi und der vier Evangelisten, darüber Inschrift: „Meine Schafe hören meine Stimme vnd ich kenne sievnd sie folgen mir vnd ich gebe ihnen das ewige Leben vnd sie werden nimmermehr umkommen. Joh. X Cap V 27 28“, darunter Inschrift: „Sälig sind die das Wort Gottes hören vnd bewahren. Luc XI v 7“; als Bekrönung des Schalldeckels Figur des auferstandenen Christus mit Siegesfahne auf Weltkugel; über Kanzelzugang mehrere Apostelfiguren; Inschrift: „Anno 1697“ und „Diese Canszel ist von der Gemeine Christi alhir vnd anderen [zu Ehren Gottes] freywillig gegeben“. – Taufstein (13. Jh.?, 1868 überarbeitet), halbkugelförmiges Becken mit Eichenblattfries, runder Schaft mit Voluten, vierseitiger Fuß; 1868 wurde der obere Rand abgeglichen, das Becken becherförmig gestaltet und mit Blattfries versehen, außerdem Sockel neugestaltet.54 – Steinernes Sakramentshäuschen (15. Jh.). – Mensa eines Nebenaltars.55 – Gemälde mit Kruzifix (1869), bis zur Renovierung 1963–65 Teil des Altarretabels. – Zwei Grabplatten (1598). – Grabplatte, Sibe Ubben († 1603). – Grabplatte, Johannes Oldewelt († 1643), Inschrift: „Anno 1643 den 22 Ianuarij starb der ehrenhafter ehrbare unde kunstreicher Iohannes Oldewelt mellensis im 89 Iahre seines Alters als er der Gemeine des Kirchspils Victorbur 61 Ihar ein wol verordenter Kirchen und Schul Diener gewesē wehre.“ – Grabplatte, Anna Oldewelts († 1643), Inschrift: „Anno 1643 den 27 Martij ist die tugentsame Anna Oldewelts als sie mit ihrem Eheman Iohan̄es Oldewelt 61 Iahr im Ehestade gelebet hette im 83 Iahr ihres Alters christlich gestorben“. – Grabplatte (1656?). – Grabplatte, P. Johannes Hermann Dringenberg (1648–1682), Inschrift: „Hir ruhet de wollehrwürdiger und woll gelarter Iohannes Hermanni Dringenberg mit seiner einigen Tochter Imke Cathrina ihres Alters ein Iahr ein trewer Prediger dieser Gemeinde ins fünfte, seines Alters aber im 34 Ihar den 5 Mai Aō 1682“. – Grabplatten, P. Johannes Schomerus (1629–1709) und Gela Margaretha Schomerus geb. Abheide (1654–1719). – Grabplatte (1738?), wohl wiederverwendeter mittelalterlicher Stein.56 – Grabplatte, P. Johannes Gerhard Schomerus (1716–1754), Inschrift: „Hier ruhet der Hochwollerwürdige und Hochgelarte Herr Johan Gerhard Schomerus ins 12te Jahr Wolverdienter Prediger dieser Gemeine seines Alters in 38ste Jahren is gestorven 1754 den 29 Novembr.“ – Hölzernes Epitaph (1666), im Giebel Christusbild mit Inschrift: „Niemand wird sie aus meiner Hand reissen“; Inschrift: „Anno 1666 den 7. Juny ist die viel ehr vnd Tugendreiche Frau Anna Berens als sie mit Ihrem L. Ehemann Reinero Dietrich dieses Orts pastore 14 Jahren im Ehestand gelebet mit zweyen ihrer liebsten Kinder davon das Töchterlein Anna als ins zehnde den 10 May das Söhnlein Dirck als ins siebende Jahr den 4 iun. Anni ejusdem sälig sind gestorben hochsäligen Gott entschlaffen ihres Alters 32 Jahren vnd Liegt alhir bedeckt mit Erden muss zv Staavb vnd Aschen werden doch ihr Seel die Jesus Blutt hat erlöset lebt in Gott. Esaya Am 26 Deine Todten werden Leeben, vnd mit ihrem Leichnam auferstehen. Wachet auf vnd rühmet, die ihr lieget vnter der Erden.“ – Gedenktafel (18. Jh.) für P. Conrad Antonius Thaden (1691–1742), Inschrift (modernisiert): „Joh. 11 v. 11. Lazarus, unser Freund schläft, und ich gehe hin, daß ich ihn auferwecke. Jacobus 1 v. 12 und in solchen Christenglauben ruhen hier die Gebeine des weiland wohlerwürdigen und hochgelehrten Herrn Conradi Antoni Thaden, 25 Jahre treugewesenen und wohlverdienten Pastoris zu Viktorbur, empfing das leibliche Leben 1691 den 1. Sept., ward Prediger hiesigen Orts 1717 und, nachdem er seine erste Ehegenossin Gesche Catharina Bohlsen mit zwei Söhnen und drei Töchtern vor such hier zur Erde und Ruhe bringen müssen, am 16. Oct. 1742 nach einer Kümmerlichen und langen Krankheit sein Leben selig in Jesu, des Lazari Freund, geschlossen, 3 Töchter aber aus vorbesagter Ehe und eine hochbetrübte Witwe hinterlassen, namentlich Elisabeth Catharina Thaden geb. Cramer, welche ihm dies eheliche Denkmal in treuer Liebe zum Gedächtnis setzen lassen. Schlaf wohl, geehrter Mann, schlaf wohl, Conrad Anthon Thaden! Wir weinen, dir ist wohl, weil Jesus dich bedecket. Ist gleich dein Körper jetzt ein Anteil derer Maden, was schadts! Dein Jesus kommt, der solchen Leib erwecket. Du aber, Viktorbur, sollst an sein Lehramt denken, sonst wird dich sein Verlust nicht jetzt, nein ewig kränken. M. Joh. Herm. Jani.“ – Holzkreuz mit geschnitzten Weinranken (2000), Inschrift: „Gott hat geholfen Sasbachwalden 13. Mai 2000“, erinnert an „die Bewahrung einer Seniorengruppe bei einem Busunglück im Schwarzwald“.57 – Ehemalige Ausstattung: Drei mittelalterliche Sarkophagdeckel aus rotem Sandstein, verziert mit Hirtenstäben, als Dauerleihgabe im Ostfriesischen Freilichtmuseum Pewsum.58

Orgel

Vorhandene Orgel 1623/24 von Truppen des Gf. Peter Ernst II. von Mansfeld († 1626) „jämmerlich ruiniret“.59 1660–65 Orgel repariert, wohl 8 Register (Zustand 1700), Orgel stand im Osten vor dem Chor. 1783/84 Orgelreparatur, ausgeführt von H. Bruns de Vries (Oldeborg). 1808 Reparatur, Gerhard Janssen Schmid (Leer). 1817/18 Orgelneubau, ausgeführt von Johann Gottfried Rohlfs (Esens), wohl 11 I/aP. 1867–69 Reparatur, Erweiterung und Änderung der Disposition, Johann Gottfried Rohlfs (Esens), 17 II/P, Orgel auf Westempore versetzt. 1909/10 Neubau des Orgelwerks, ausgeführt von P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 21 II/P, pneumatische Traktur, Taschenladen (Opus 671), Prospekt von 1818 erhalten.60 Zinnerne Prospektpfeifen im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, später durch Zinkpfeifen ersetzt. 1966–68 Orgelneubau, ausgeführt von Hermann Hillebrand (Altwarmbüchen), 15 II/aP, mechanische Traktur, Schleifladen; Gehäuse von 1818 erhalten.

Geläut

Drei LG, I: h (Bronze, Gj. 1425, Meister Gerhard), Inschrift: „anno domini m cccc xxv facta est haec campana in honorem sancti victoris per magistrum gerardum. help got ut aller not amen“ (Im Jahr 1425 wurde diese Glocke zu Ehren des heiligen Viktor von Meister Gerhard gemacht), Glocke 1952 gerissen, 1953/54 repariert (Firma Lachenmeyer, Nördlingen), Glocke 2004 gerissen und 2005 repariert (Firma Lachenmeyer, Nördlingen); II: e’ (Bronze, Gj. 1973, Heidelberger Glockengießerei); III: fis’ (Bronze, Gj. 1973, Heidelberger Glockengießerei). – Früherer Bestand: Eine kleine LG (Bronze), ohne Inschrift, Glocke war 1765 bereits geborsten, wohl 1779/80 verkauft.61 Eine LG (Bronze, Gj. 1520, Johannes Schonenborch), Inschrift: „Do men schreeff dusent ccccc unde xx darbi, do goet Johann Schonenborch my. Jesus. Maria. Johannes. Anna. Sancte Victor cum sociis tuis. Ora pro nobis“ (St. Viktor und seine Freunde. Bete für uns); Glocke umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1864, Andreas van Bergen, Stiekelkamp).62 1779 eine Glocke der Großen Kirche in Emden erworben, wohl umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1864, Andreas van Bergen, Stiekelkamp).63 Die beiden Glocken von 1864 umgegossen zu zwei neuen LG (Bronze, Gj. 1892, F. Otto, Hemelingen), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgeben. 1923 Angebot für zwei neue LG von der Firma Rincker, Sinn.64 Zwei neue LG, e’ und fis’ (Eisenhartguss, Gj. 1950, J. F. Weule, Bockenem), 1973 stillgelegt.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus I (Bj. 1969/70). – Pfarrhaus II (Bj. 1993). – Gemeindehaus (Bj. 1913/14, ursprünglich Pfarrhaus, 1974 umgebaut zu Gemeindehaus).

Friedhof

Kirchlicher Friedhof bei der Kirche, 1928 erweitert um Gräberfeld westlich der Kirche. Eigentum der Kirchengemeinde.

Liste der Pastoren (bis 1940)

Etwa 1530–1540 Johann Radiker. – 1557, 1559 Johann. – Um 1600, bis 1609 Hermannus Conradii. – 1611–1620 Heinrich Jüchter. – 1620–1649 Edzard Oldewelt. – 1649–1653 Johann Brawe. – 1653–1676 Reinerus Diederici. – 1677–1682 Johann Hermann Dringenberg. – 1682–1686 Gerhard Glandorf. – 1687–1709 Johannes Schomerus. – 1709–1717 Johann Gerhard Wolken. – 1717–1742 Conrad Anton Thaden. – 1743–1754 Johann Gerhard Schomerus. – 1756–1776 Henricus Wolken. – 1777–1784 Joachim Kirchhefer. – 1784–1822 Arend Hoppe. – 1822–1839 Hermann Arnold Harms. – 1840–1842 Johann Heinrich Cöler. – 1842–1863 Hermann Heinrich Meyer. – 1863–1878 Martin Christian Daniel Hafermann. – 1879–1884 David Friedrich Johannes Beer. – 1886–1913 Uptet Janssen Siuts. – 1913–1937 Hermannus Siefkes. – 1938–1958 Hermann Andreas Brunken.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 462 und III, S. 44

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 8 Nr. 21Digitalisat , A 8/Theene Nr. 422Digitalisat, A 8/Theener Nr. 423Digitalisat, A 8/Victorbur Nr. 441Digitalisat(CB); A 12d Nr. 393Digitalisat(GSup); D 80 (EphA Aurich); E 5 Nr. 1078 (Konsistorialbaumeister); L 5i Nr. 43, 269, 660, 779 (LSuptur. Aurich); S 01, H III Nr. 1011d (Kirchenkampfdokumentation); S 09 rep Nr. 2198 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7722 (Findbuch PfA); S 13 Nr. 72 (Sachgegenstände).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1620 (Lücken: 1644–1653, 1657, 1686–1692)
Trauungen: ab 1694
Begräbnisse: ab 1693
Kommunikanten: ab 1718
Konfirmationen: ab 1876

Literatur & Links

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1309–1310; Fastenau, Bau- und Kunstdenkmäler III, S. 295–305; Haiduck, Baugeschichte, S. 56–58; Haiduck, Architektur, S. 59–60; Kaufmann, Orgeln Ostfriesland, S. 230–232; Meinz, Sakralbau Ostfrieslands, S. 155–156; Meyer, Pastoren II, S. 462; Otte/Rohde, Ostfriesland II, S. 567–569; Rauchheld, Glockenkunde, S. 59, S. 67, S. 122, S. 142 und S. 179; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 184–187; Schoolmann, Kirchen, S. 154–161.
B: 1886–1986. Das Lob Gottes in der Kirchengemeinde Victorbur in 100 Jahren. Eine Jubiläumsschrift, hrsg. vom Kirchenvorstand der ev.-luth. Kirchengemeinde Victorbur, Norden [1986]; Die Kirche in Victorbur, hrsg. vom Förderverein der Kirchengemeinde Victorbur, Moordorf 1998; Jürgen Hoogstraat: Geschehen zu Victorbur. Eine ostfriesische Kirchen-Geschichte, Aurich [2000]; Robert Noah: Die St.-Victorkirche in Victorbur (= Ostfriesische Kunstführer 7), Aurich 1983; Erhard Schulte & Theodor Voß: Kirchenbuch der Kirchengemeinde Viktorbur (1692–1717), in: Quellen und Forschungen zur ostfriesischen Familien- und Wappenkunde 50 (2001), S. 102–115, 51 (2002), S. 10–29; Hermann Siefkes: Zur Geschichte der Kirchengemeinde Victorbur. Aus den Kirchenprotokollen und Rechnungsbüchern zusammengestellt, in: Ostfriesenwart 4 (1935/37), S. 41–50, S. 70–80, S. 113–118; Theodor Voß: Die ältesten Rechnungsbücher der Kirchengemeinde Victorbur (= Ostfriesische Familienkunde 19), Aurich 2009; Theodor Voß: Die Familien der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden Victorbur (1620–1900) und Moordorf (1892–1900) (= Ostfrieslands Ortssippenbücher 73; = Deutsche Ortssippenbücher 399), Aurich 2005.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Historische Ortsdatenbank für Ostfriesland (https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/hoo/): Ortsartikel Victorbur (.pdf).

GND

4775166-6, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Victorbur; 1025668138, Sankt Viktor (Victorbur)


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 215.
  2. Buma & Ebel, Brokmer Recht, § 63. Nach HOO, Artikel Victorbur ist Victorbur 1251 und 1276 schriftlich nachgewiesen (ohne Belege).
  3. Ostfriesisches UB I, Nr. 24 und Nr. 30. Zu den Landesgemeinden: Behre/Lengen, Ostfriesland, S. 115 ff.
  4. LkAH, L 5i, Nr. 269 (Visitation 1966).
  5. Hoogstraat, S. 10 f., Abb. auf S. 8; Moßig, Auricherland, S. 68.
  6. Vgl. zur Baugeschichte Haiduck, Baugeschichte, S. 56 ff. Ältere Ansichten zur Baugeschichte bei Meinz, Sakralbauten Ostfrieslands, S. 155 f., und Noah, S. 10.
  7. Hoogstraat, S. 16; Haiduck, Baugeschichte, S. 56 ff.
  8. Ostfriesisches UB II, Nr. 1662.
  9. Ostfriesisches UB III, Nr. 743.
  10. Reershemius, Predigerdenkmal 1796, S. 164 f.
  11. Rauchheld, Glockenkunde, S. 142; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 184 f.
  12. P. Radiker wechselte 1540 nach Etzel, wohin ihm Martin Luther eine mit Widmung versehene gedruckte Ausgabe der Confessio Augustana geschickt haben soll, vgl. Reershemius, Predigerdenkmal, S. 416 f.
  13. Vgl. Hoogstraat, S. 25 ff.
  14. Zur Reformation in Ostfriesland vgl. knapp Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 312 ff.; ausführlich: Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 114 ff.
  15. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 321. Die ostfriesischen Landesherren führten die KO von 1631 jedoch nie verbindlich für alle Gemeinden ein.
  16. Hoogstraat, S. 30.
  17. Siefkes, S. 42; Hoogstraat, S. 33 ff.
  18. Voß, Rechnungsbücher, S. 37 ff und S. 302 ff.
  19. Hoogstraat, S. 35 ff.
  20. Hoogstraat, S. 54.
  21. Hoogstraat, S. 58 ff.; Voß, Familien, Bd. 1, S. 20.
  22. Hoogstraat, S. 61 ff.
  23. Hoogstraat, S. 61 74 f.; Schaaf, Missionsgesellschaft, S. 21 ff.
  24. Hoogstraat, S. 87.
  25. Hoogstraat, S. 88.
  26. KABl. 1888, S. 43.
  27. KABl. 1897, S. 50.
  28. Dies und das folgende Zitat: LkAH, S 1 H III, Nr. 1011, Bl. 42. Allgemein zum Fragebogen: Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff. Siehe auch Delbanco, Kirchenkampf, S. 81, Anm. 34. Nach Hoogstraat, S. 112 ff., wurde P. Siefkes „kirchenpolitisch nicht aktiv“.
  29. Hoogstraat, S. 118.
  30. LkAH, S 1 H III, Nr. 1011, Bl. 42. Vgl. auch Hoogstraat, S. 114.
  31. LkAH, L 5i, Nr. 43 (Visitation 1940).
  32. LkAH, S 1 H III, Nr. 1011, Bl. 42. Vgl. auch Hoogstraat, S. 116.
  33. Hoogstraat, S. 119. Das Konzept des Gottesdiensts ist erhalten (vgl. ebd.).
  34. Delbanco, Kirchenkampf, S. 110. LkAH, S 1 H III, Nr. 1011d.
  35. Delbanco, Kirchenkampf, S. 122.
  36. Hoogstraat, S. 121. Hoogstraat spricht rückblickend vom „Pastorenehepaar Brunken“, ebd., S. 124.
  37. LkAH, S 1 H III, Nr. 1011, Bl. 42; LkAH, L 5i, Nr. 43 (Visitation 1948); LkAH, L 5i, Nr. 269 (Visitation 1954).
  38. Hoogstraat, S. 124.
  39. Hoogstraat, S. 124 und S. 132 ff.; Voß, Familien, Bd. 1, S. 21. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  40. Hoogstraat, S. 127 ff.
  41. LkAH, L 5i, Nr. 269 (Visitation 1972).
  42. KABl. 1986, S. 154; Hoogstraat, S. 131.
  43. Hoogstraat, S. 136.
  44. KABl. 1986, S. 154.
  45. Ostfriesisches UB II, Nr. 961 (S. 66); Kohl, Bistum Münster 7,1, S. 469.
  46. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 451.
  47. Meinz, Sakralbauten Ostfrieslands, S. 155 f.; Noah, S. 10 ff.
  48. Haiduck, Baugeschichte, S. 56 ff. (Zitat: S. 58), mit Rekonstruktionszeichnung; Haiduck, Architektur, S. 59 f. Hoogstraat, S. 16, folgt Haiduck, merkt jedoch an: „Möglicherweise könnte sich auch der Taufbereich hier befunden haben“.
  49. Haiduck, Baugeschichte, S. 58.
  50. Hoogstraat, S. 41.
  51. Zit. bei Hoogstraat, S. 50.
  52. Hoogstraat, S. 8 ff.; Moßig, Auricherland, S. 68; Noah, S. 10; Voß, Familien, Bd. 1, S. 18. „Das Grab eines mittelalterlichen Bewohners aus der Holzkirchenperiode wurde übrigens bei Bauarbeiten gefunden, Schuhe und Kopfbedeckung blieben erhalten und sind heute im Textilmuseum Neumünster ausgestellt“ (ebd.).
  53. Zum Altar: Die Kirche in Victorbur, S. 24 ff.
  54. Noah, S. 8.
  55. Voß, Familien, Bd. 1, S. 18.
  56. Hoogstraat, S. 11.
  57. Voß, Familien, Bd. 1, S. 22.
  58. Hoogstraat, S. 11. Bei Fastenau, Bau- und Kunstdenkmäler III, S. 299, finden sich zwei Skizzen.
  59. Zit. bei Kaufmann, Orgeln Ostfriesland, S. 231.
  60. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 121.
  61. Siefkes, S. 77 f.
  62. Bei Rauchheld, Glockenkunde, S. 142, fehlt „Anna“, die bei Reershemius, Predigerdenkmal, S. 184, genannt ist. Hoogstraat, S. 21, gibt irrtümlich an, die Glocke von 1425 sei 1864 zu einer neuen Glocke umgegossen worden und die von 1520 sei noch vorhanden.
  63. Rauchheld, Glockenkunde, S. 179, Anm. 1.
  64. Hoogstraat, S. 102.