Sprengel Hannover, KK Nienburg | Patrozinium: Dionysius | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist der Ort vermutlich erstmals mit dem Priester Hildebrandus de Stenbike im Jahr 1221 genannt; zusammen mit den Priestern (sacerdotes) aus zwei Nachbarorten – Johannes de Rodelwolde und Hartwigus de Swarmstede – sowie weiteren Geistlichen und Laien bezeugte Hildebrandus eine Urkunde Bf. Isos von Verden (amt. 1205–1231).1 Um 1300 ist in den Hoyaer Lehnregister ein Haus in Stenbeke erwähnt.2 Im Jahr 1310 verkauften die Brüder Hermann und Heinrich von Hodenberg mit Zustimmung ihrer Ehefrauen Adelheid und Kunigunde die Dörfer Stembeke und Glasbeke an das Kloster Walsrode.3 Im Spätmittelalter gehörte Steimbke zum Herrschaftsgebiet der Gf. von Wölpe. Wohl 1301 veräußerte Gf. Otto von Wölpe die Grafschaft an Gf. Otto von Oldenburg-Delmenhorst, der sie 1302 weiter verkaufte an den Welfen Otto II., Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg. Seit 1432 war Steimbke Teil des welfischen Teilfsm. Calenberg (1495: Fsm. Calenberg-Göttingen, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover) und zählte dort zum Amt Wölpe. In französischer Zeit kam Steimbke 1810 zunächst kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und dann bis 1813/14 zum Kanton Nienburg im Arrondissement Nienburg des Departements Wesermündung im Kaiserreich Frankreich. Danach gehörte das Dorf, nun im Kgr. Hannover, zunächst wieder zum Amt Wölpe, nach dessen Auflösung 1859 zum Amt Nienburg. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Steimbke 1866 an das Kgr. Preußen. Seit Einführung der Kreisverfassung 1885 gehört das Dorf zum Kr. Nienburg (1932: Lkr. Nienburg/Weser). 1974 wurden Lichtenhorst, Sonnenborstel und Wendenborstel nach Steimbke eingemeindet; im gleichen Jahr gründete sich die Samtgemeinde Steimbke, zu der auch Rodewald, Stöckse und Linsburg gehören. Zur Sozialstruktur des Kirchspiels schrieb der Ortspastor 1959: „Aufs ganze gesehen wird in der Gemeinde noch überwiegend Landwirtschaft betrieben. Es ist aber nicht zu übersehen, daß durch die Ölförderung die Industrie immer mehr in die Gemeinde eingedrungen ist und einen großen [Teil] der Bevölkerung erfaßt hat.“4 Um 1810 lebten gut 310 Menschen in Steimbke, 1905 insgesamt 660, 1950 fast 1.350, 1986 knapp 1.250 und mit Eingemeindungen 2020 rund 2.470.

Kirche, Ansicht von Nordosten, um 1948

Kirche, Ansicht von Nordosten, um 1948

Die Erwähnung des Priesters Hildebrandus de Stenbike legt nahe, dass Steimbke im Jahr 1221 eine Kirche besaß. Das Kirchspiel gehörte zur Diözese Bremen und lag an der Grenze zur Diözese Minden.5 Urkundlich belegt ist die Kirche in Steimbke (ecclesie in stenbeke) im Jahr 1310: zusammen mit den Dörfern Steimbke und Glashof erwarb das Kloster Walsrode auch das Patronat über die Steimbker Kirche.6 Das Pfarramt hatte seinerzeit Johannes plebane de Stembeke inne, der 1343 zusammen mit Pfarrer Brüning aus Rodewald erneut nachgewiesen ist.7 In vorref. Zeit soll die Kirche um 1505 zudem einen Schnitzaltar aus Hildesheim erworben haben.8
Details zur Entwicklung in Steimbke während der Reformationszeit sind nicht bekannt. Im Fsm. Calenberg führte Hzgn. Elisabeth von Calenberg-Göttingen die luth. Lehre als Vormund ihres minderjährigen Sohnes Erich ein: 1542 setzte sie die von Antonius Corvinus verfasste Kirchenordnung in Kraft und 1542/43 ließ sie die Gemeinden, Stifte und Klöster des Fürstentums visitieren.9 Nachdem Elisabeths nunmehr volljähriger Sohn 1545 als Erich II. die Regierungsgeschäfte im Fsm. Calenberg übernommen hatte, wechselte er 1547 zum kath. Glauben. Die Calenbergischen Stände widersetzten sich jedoch seinen Rekatholisierungsbestrebungen und konnten 1553/55 die Beibehaltung der luth. Lehre sicherstellen. Nach dem Tod Erichs II. fiel das Fsm. Calenberg 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel und Hzg. Julius führte seine 1569 aufgestellte KO auch hier ein.10 1588 ließ er die Gemeinden visitieren. Als Pfarrer nennt das Visitationsprotokoll den 51-jährigen P. Johann Pott (amt. um 1561–1591); er sei verus pastor, also Geistlicher und Inhaber der Pfarrpfründe.11 Der Oppermann oder Küster war gleichzeitig Lehrer und unterrichtete 1588 „20 Knaben“.
Im Vergleich zur vorref. Zeit hatte sich das Kirchspiel Steimbke vergrößert, denn: „Die Desolatkirche zu Stöckse ist mit zur Pfarre gelegt“.12 Vorgeschlagen hatte die Zusammenlegung der Wölper Drost Carl von Rottorf, nachdem der „untüchtige“ Steimbker Pfarrer 1542 gestorben war.13 Rückblickend erläuterte P. Johann Sigismund Meiner (amt. 1668–1707) im 1671 angelegten Lagerbuch der Insp. Neustadt, „weil aber sowohl die Steimbker als Stöxer Pfarre über die maßen schlecht und armselig gewesen, sind diese beyden Kirchspiel ohngefahr vor anderthalb hundert Jahren conjungiert worden“.14 Während des Dreißigjährigen Krieges hatte P. Meiners Vater, P. Christoph Meiner (amt. 1614–1668) das Steimbker Pfarramt inne (1665 beklagte er sich, die Einkünfte seiner Pfarre seien ungewisser und übler als in allen anderen Pfarren des Fürstentums).15 Die Folgen des Krieges schilderte sein Sohn ebenfalls in dem bereits zitierten Lagerbuch: „Wiewol aber die Kirch in verlauffenem Kriege sehr bawfällig geworden, auch die Klocken, Uhrwerk und alles Kirch-Geräth darauß geräubert worden, ist sie doch nun ziemlich wieder in stand gebracht, und hat die Gemeine auff die Reparation nach ihrem Vermögen ein ansehnliches gewandt.“16 Zudem liefert er gleichzeitig die älteste Beschreibung des Steimbker Gotteshauses: „Die Kirche hat sampt dem Thurm (welcher unten auch ein Kirchen-Gewolbe hat) in der lange 78 in der Breite 24 Schuh. Es sind nicht allein die Mauern, an der Kirchen und Thurm, sondern auch die Gewolbe von lautern Kieselsteinen gemacht, nur der Chor außgenommen, welcher mit gebrandten Ziegelsteinen gewolbet ist, daß also Kirch und Thurm zusammen ein rechter Steinklumpen ist, gantz niederig gewolbet.“ 1697 ließ die Gemeinde das Kirchenschiff erweitern.

Kirche, Blick zum Altar und zur Orgel, um 1948

Kirche, Blick zum Altar und zur Orgel, um 1948

Am dritten Weihnachtstag 1725 stürzte bei einem Sturm der Turmhelm auf das Kirchendach und wenige Tage stürzte das Gewölbe des Kirchenschiffs ein.17 Mit dem Wiederaufbau ab 1727 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen; am 6. Oktober 1729 feierte die Gemeinde die Einweihung der wiederaufgebauten Kirche. Gut ein Jahrhundert später brannte 1834 bei der „sich zu Steimbke ereigneten großen Feuersbrunst“ der Kirchturm aus. Auch Pfarrwitwenhaus, Küsterhaus und Pfarrscheune wurden zerstört; verschont blieben Kirchenschiff und Pfarrhaus.18
Während der NS-Zeit hatte P. Hans Adolf Friedrich Ernst Paul Beensen (amt. 1934–1961) das Steimbker Pfarramt inne; kirchenpolitisch stand er aufseiten der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft.19 In der Nachkriegszeit wuchs die Zahl der Gemeindeglieder stark an und lag Ende der 1950er Jahre mit etwa 3.345 um die Hälfte höher als in den 1930er Jahren.20 Im Kirchspiel lebten 1959 gut 300 kath. Christ*innen; in der ev. Kirche Steimbke fand zweimal im Monat ein kath. Gottesdienst statt, in der Kapelle Stöckse einmal.21
In den Visitationsberichten der 1950er und 1970er Jahren beschreiben die Nienburger Sup. die KG Steimbke als eine von der Hermannsburger Erweckungsbewegung geprägte Gemeinde.22 Im Jahr 1967 weihte die Gemeinde das „Haus der Begegnung“ ein, das gleichzeitig konzipiert war als Gemeindehaus und als Freizeitheim für Jugendgruppen aus dem KK Nienburg und darüber hinaus.23 Der ev. Spielkreis der KG Steimbke, gegründet 1971, ging 1994 im neuen kommunalen Kindergarten auf. Neben den traditionellen Abendmahlsgottesdiensten in den KapG lud der Steimbker Pastor in den 1970er Jahren mindestens zehnmal im Jahr zu Familiengottesdiensten ein – nicht nur in Stöckse und Wendenborstel, sondern auch in Wenden (Abendmahlsgottesdienste 1976 auch in Sonnenborstel und Wenden).24
Seit Anfang der 1970er Jahre arbeiteten die drei KG Drakenburg, Heemsen und Steimbke zusammen; im Hintergrund stand die Idee eines „Gruppenpfarramts“.25 Die drei Pastoren predigten zunächst einmal im Monat in einer der Nachbargemeinden („Kanzeltausch“), später kam die Kooperation bei Jugend- und Konfirmandenfreizeiten hinzu. Die Idee einer „Kirchensamtgemeinde“, für die sich die drei KV grundsätzlich ausgesprochen hatten, beurteilte der Nienburger Sup. 1972 jedoch eher als „Fantasiegebilde […], dass sich bei drei geographisch auseinanderliegenden Kirchspielen sicher nicht verwirklichen läßt“.26 Eine formelle Arbeitsgemeinschaft bildeten die drei Gemeinden nicht, die Zusammenarbeit setzte sich jedoch fort.
Seit 2005 trägt die Steimbker Kirche das Signet „Verlässliche geöffnete Kirche“. In den Jahren 2014 bis 2017 schaffte die Gemeinde neue Paramente an, entworfen vom Nienburger Künstler Henning Diers, gestickt von Gemeindegliedern.

Umfang

Steimbke sowie die Orte Glashof, Klein Varlingen (bis 2011 KapG Wendenborstel), Lohe, Sonnenborstel, Stöckse (bis 1980 KapG27, in vorref. Zeit eigene Parochie), Wenden und Wendenborstel (bis 2011 KapG).28 Bis 1994 auch Brunnenborstel (KapG Wendenborstel, dann zur KG Mandelsloh).29

Aufsichtsbezirk

Diözese Bremen (1310), im Stader Copiar von 1420 nicht erwähnt.30 – 1588/89 zur Insp. Neustadt am Rübenberge. 1825 zur neu eingerichteten Insp. Holtorf. Bei deren Auflösung 1869 zur Insp. Nienburg (1924: KK Nienburg).

Patronat

Ab 1310 das Kloster Walsrode. Etwa seit der Reformation der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Blick zum Altar, um 1960

Kirche, Blick zum Altar, um 1960

Einschiffiger, fünfachsiger Rechteckbau mit Sakristeianbau an Nordseite des Altarraums, Kirche ausgerichtet nach Ostnordosten, errichtet im 13. Jh., 1727–29 Kirchenschiff weitgehend neu errichtet. Satteldach, im Osten mit Krüppelwalm; Sakristei mit Schleppdach. Verputztes Feld- und Backsteinmauerwerk; geböschte Stützpfeiler; nach Süden vier segmentbogige Sprossenfenster, in der Westachse segmentbogiges Hauptportal nach Süden, darüber Inschrift: „DU soLt gott DeInen herren fVrChten, lIeben VnD VertraVen“ (Chronogramm: 1727) und segmentbogiges Nebenportal nach Norden, darüber Inschrift: „beDenCke aVCh Das enDe, so VVIrstV keIn boses thVn“ (Chronogramm: 1727); nach Osten zwei segmentbogige Sprossenfenster, darüber jeweils ein Kreisfenster. Inschriftenstein am Südostpfeiler „M CCCC LXIX“ (1469). Im Innern Segmentbogentonne, West- und Nordempore mit Inschriftenfeldern an den Brüstungen (Bibelsprüche). Mitte 17. Jh. Reparatur. 1697 Erweiterung. 1702 oder 1725/26 Turmspitze auf das Kirchendach gestürzt.31 1726 Gewölbe der Kirche eingestürzt, 1727–29 Wiederaufbau. Im 18. Jh. Emporen eingebaut (Norden, Osten, im Westen zweigeschossig). 1929 Innenrenovierung (u. a. Orgel auf Empore hinter den Altar versetzt). 1960 Renovierung (u. a. Ost- und Nordemporen entfernt). 1985 Sanierung.

Glockenturm, Ansicht von Südwesten, 1951

Glockenturm, Ansicht von Südwesten, 1951

Turm

Querrechteckiger Westturm aus steinsichtigem Feldsteinmauerwerk mit Eckquaderung, verschieferter Turmhelm mit rechteckigem Ansatz und achteckig ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kugel, Kreuz und Wetterhahn. An der Westseite mächtiger, geböschter Stützpfeiler (reicht bis zum Schallfenster). Im Glockengeschoss je zwei kleine Schallfenster nach Norden und Süden, nach Westen zwei längere Schallfenster. An der Südseite zwei Fenster, im Sturz des unteren Inschrift „1561“. Turmhalle mit Gratgewölbe, Rundbogenöffnung zum Schiff. 1670 Uhrwerk vorhanden.32 1702 Turmspitze bei Sturm auf Kirchendach gestürzt. 1834 Turm bei Ortsbrand ausgebrannt. 1835 Wiederherstellung. 1983 Sanierung. 1989 Statische Sicherung.

Ausstattung

Schlichter, hölzerner Blockaltar. – An der Altarwand zweigeschossiges, architektonisch gestaltetes Retabel (um 1729), im unteren Feld Abendmahlsbild, flankiert von korinthischen Säulen; im oberen Feld Medaillon mit Kreuzigungsbild, flankiert von gedrehten Säulen; zwischen den beiden Bildfeldern Inschrift „Es ist vollbracht“; darüber geschwungener Sprenggiebel mit geflügeltem Engelskopf und Inschriftenmedaillon: „Werdet ihr beten und Gottes Angesicht suchen, so will Gott vom Himmel hören. II. Chron. VII Vers 12“; Stern als Bekrönung; in der Predella Inschrift: „Daß Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von allen Sünden“; zwischen den Bildfeldern war zeitweise die Kanzel angebracht (Zugang von Ostempore), 1960 herausgenommen; Altar gestiftet vom Wölper Amtmann Voigt. – Reich verzierte, hölzerner Kanzel (erste Hälfte 17. Jh.), polygoner Kanzelkorb, vor den Ecken korinthische Säulen, an den Wandungen in Ädikularahmung Ölbilder Christi und der Evangelisten Markus, Lukas und Matthäus mit ihren Symbolen; Kanzelkorb zeitweise in Altar integriert, 1960 herausgenommen. – Achtseitige Taufe (1730), Pokalform, Inschriftenmedaillon: „Wer da gläubet und getauft wird, der wird selig werden. 1730“. – Ehemalige Ausstattung: Mittelalterlicher Schnitzaltar (wohl um 1505 angeschafft, Hildesheimer Werkstatt), 1727/29 nicht wieder aufgestellt (Wurmfraß).33

Orgel

1729 altes Orgelpositiv mit vier Registern, Geschenk von Vogt Sporleder.34 Orgel auf Empore links des Altars, erbaut 1835. 1920 Orgelneubau, Instrument aufgestellt auf Ostempore hinter dem Altar, erbaut von Firma Faber & Greve (Salzhemmendorf), 18 (davon drei Transmissionen) II/P, pneumatische Traktur. Orgelneubau 1964/65 unter Verwendung des vorhandenen Pfeifenmaterials, ausgeführt von Firma Gebrüder Hillebrand (Altwarmbüchen), 22 II/P (HW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen; Instrument aufgestellt auf der Westempore; Pedaltürme eingesetzt in die Emporenbrüstung. 2008 Instandsetzung und Änderung der Disposition, ausgeführt von Firma Christian Reinhold (Bernsdorf).

Geläut

Drei LG, I: fisʼ, Inschrift: Name der Kirchenvorsteher und des Pastors; II: aʼ, Inschrift: „Wir stiegen herab in eherner Zeit, wir stiegen herauf mit schwerem Leid“; III: cisʼʼ, Inschrift: „Drum töne es Kind und Enkel zur Lehr, verliert jedes Gut, nur Gott nicht noch Ehr“ (alle Stahl, Gj. 1924, Bochumer Verein). – Früherer Bestand: Glocken (Bronze) während des Dreißigjährigen Krieges „geräubert“.35 Neue große LG (Bronze, Gj. 1640), Kirchenbucheintrag: „Am Sonntag Jubilate erhielt unsere kleine eine große Schwesterglocke“.36 Eine kleine LG (Bronze), bei Einsturz des Turmhelms Weihnachten 1725 zerstört, Bruchstücke umgegossen zu einer neuen LG (Bronze). Große und kleine Glocke bei Turmbrand 1834 zerstört.37 Eine große LG (Bronze, Gj. 1835, L. Kovatsay, Walsrode), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1917). Eine kleine LG (Bronze, Gj. 1835, L. Kovatsay, Walsrode), Inschriften: „Gegossen von L. Kovatsay in Walsrode im Jahre 1835. Zu der Zeit des Pastors G. L. Prelle gegos[sen] für die Gemeinde Steimbke“ und „Kommt, denn es ist alles bereit. Luc[as] 14,17“, Bild: Kreuz in Eichenkranz; 1924 an die politische Gemeinde Stöckse verkauft (für FKap).

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1897). – Gemeindehaus „Haus der Begegnung“ (Bj. 1966/67)

Friedhof

Kirchlicher Friedhof bei der Kirche, FKap (Bj. 1961), am Friedhofseingang Gedenkstätte für Gefallene des Zweiten Weltkriegs, darin zwei Buntglasfenster (1952, August Wagner, Berlin). Kommunale Friedhöfe in Sonnenborstel (1919), Stöckse (1925), Wenden (1935), Wendenborstel (1944/45) und Brunnenborstel.

Liste der Pastoren (bis 1940)

15.. Jacob. – 1561 Johann Pott (Bott). – 1…–1614 Joachim Mollenhauer. – 1614–1668 Christoph Meiner. – 1668–1707 Johann Sigismund Meiner. – 1707–1747 Joachim Hinrich Froböse. – 1747–1775 Joachim Christoph Bussenius. – 1775–1788 Ludwig Gottlieb Christian Bussenius. – 1788–1801 David Anthon Baring. – 1801–1807 Johann Heinrich Wedekind. – 1807–1825 Friedrich Christian Gersting. – 1825–1845 Ludwig Christoph Prelle. – 1845–1863 Ernst Heinrich Feistkorn. – 1863–1890 Heinrich Julius Albrecht Karl Gelpke. – 1890–1920 Otto Wilhelm Fischer. – 1920–1933 Hermann Alexander Neppert. – 1934–1961 Hans Adolf Friedrich Ernst Paul Beensen.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 405

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 10663–10670 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 7821–7829 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 313, Bl. 115–127 (CB); A 9 Nr. 2199–2200 (Visitationen); D 60 (EphA Nienburg); L 5a Nr. 354–356 (LSuptur. Calenberg-Hoya mit Verden-Hoya und Celle); S 09 rep Nr. 2132 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7669 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1615 (unvollständig: 1627)
Trauungen: ab 1616 (Lücken: 1627, 1634, 1636, 1638)
Begräbnisse: ab 1614 (unvollständig: 1633–1635)
Kommunikanten: ab 1712 (Lücken: 1808–1826, 1843–1867)
Konfirmationen: ab 1721 (Lücken: 1722, 1724–1726, 1735, 1743–1788, 1809–1815, 1819–1825)

Literatur & Links

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1246; Dienwiebel, Ortsverzeichnis Hoya/Diepholz II, S. 497; Gade, Hoya und Diepholz II, S. 448–450; Heckmann, Kirchen und Kapellen, S. 52–53; Meyer, Pastoren II, S. 405; Müller, Orgeldenkmalpflege, S. 182–183.
B: Oscar Beermann: Aus der älteren Geschichte des Kirchspiels Steimbke, in: Der Heimatbote. Sonntagsbeilage der Harke für das Mittelweser-Land, Nr. 556/10.09.1960; Heinz Schlichting: Steimbker Heimatbuch. Mit den Ortsteilen Steimbke, Lichtenhorst, Sonnenborstel, Wendenborstel, 3 Bde., Steimbke 1987–89; Friedrich Vehrenkamp: Register zu den Kirchenbüchern der evangelisch-lutherischen St. Dionysius Kirchengemeinde Steimbke. Geborene und Getaufte 1801–1892, Hannover 2012; Friedrich Vehrenkamp: Register zu den Kirchenbüchern der evangelisch-lutherischen St. Dionysius Kirchengemeinde Steimbke. Verstorbene 1801–1881, Hannover 2008; Friedrich Vehrenkamp: Register zu den Kirchenbüchern der evangelisch-lutherischen St. Dionysius Kirchengemeinde Steimbke. Eheschließungen Abschnitt E 1876–1886 (nach der Einführung der Standesämter), Hannover 2008.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche.


Fußnoten

  1. Cal. UB V, Mariensee, Nr. 11; Fesche/Boetticher, Urkunden Neustädter Land I, Nr. 34; UB Verden I, Nr. 252. Schlichting Bd. I, S. 58, nennt zudem – ohne Beleg – eine Urkunde aus dem Jahr 1175, in der „ein Ort Steinanebeki im Logne- oder Lainga- oder Leinegau genannt ist“, der möglicherweise mit Steimbke zu identifizieren sei.
  2. Hoyer UB I, Heft IV, S. 42; Dienwiebel, Ortsverzeichnis Hoya/Diepholz II, S. 497.
  3. Lüneburger UB XV, Walsrode, Nr. 97–99.
  4. LkAH, L 5a, Nr. 354 (Visitation 1959).
  5. Holscher, Bisthum Minden, S. 20; Hodenberg, Diözese Bremen I, S. 114.
  6. Lüneburger UB XV, Walsrode, Nr. 97–99.
  7. Fesche/Boetticher, Urkunden Neustädter Land, Nr. 300.
  8. Gade, Hoya und Diepholz II, S. 450; Heckmann, Kirchen und Kapellen, S. 53.
  9. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 708 ff.; Butt, S. 47 ff.
  10. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 83 ff.
  11. Kayser, General-Kirchenvisitation II, S. 55 (dort auch das folgende Zitat).
  12. Kayser, General-Kirchenvisitation II, S. 55.
  13. Beermann.
  14. LkAH, A 8, Nr. 313, Bl. 116.
  15. Schlichting Bd. I, S. 61.
  16. LkAH, A 8, Nr. 313, Bl. 125.
  17. Schlichting Bd. II, S. 433; Heckmann, Kirchen und Kapellen, S. 53. Gade, Hoya und Diepholz II, S. 449, nennt das Jahr 1702, ebenso Schlichting Bd. I, S. 61.
  18. Schlichting Bd. II, S. 441.
  19. LkAH, S 1 H III Nr. 712, Bl. 7.
  20. LkAH, L 5a, Nr. 354 (Visitation 1959).
  21. LkAH, L 5a, Nr. 354 (Visitation 1959).
  22. LkAH, L 5a, Nr. 354 (Visitation 1959) und Nr. 355 (Visitation 1970).
  23. LkAH, L 5a, Nr. 355 (Visitation 1970).
  24. LkAH, L 5a, Nr. 355 (Visitationen 1970 und 1976).
  25. LkAH, L 5a, Nr. 355 (Visitation 1970).
  26. LkAH, L 5a, Nr. 172 (Visitation 1972).
  27. KABl. 1980, S. 13.
  28. KABl. 2011, S. 187.
  29. KABl. 1994, S. 71.
  30. Lüneburger UB XV, Walsrode, Nr. 99; Hodenberg, Diözese Bremen I, S. 114.
  31. 1702: Gade, Hoya und Diepholz II, S. 449; Schlichting Bd. I, S. 61. 1725/26: Heckmann, Kirchen und Kapellen, S. 53, Schlichting Bd. II, S. 433.
  32. LkAH, A 8, Nr. 313, Bl. 125.
  33. Gade, Hoya und Diepholz II, S. 450; Heckmann, Kirchen und Kapellen, S. 53.
  34. Schlichting Bd. I, S. 62.
  35. LkAH, A 8, Nr. 313, Bl. 125.
  36. Zit. bei Schlichting Bd. I, S. 60.
  37. Schlichting Bd. II, S. 441.