Sprengel Stade, KK Buxtehude | Patrozinium: Maria (1412: Johannes Evangelist)1 | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist das heutige Neukloster erstmals 1286 als Bredenbeke erwähnt.2 Das in diesem Jahr aus Neuenkirchen dorthin verlegte Neue Kloster sollte schließlich den alten Dorfnamen verdrängen, der jedoch mindestens bis Ende des 15. Jh. regelmäßig mitgenannt wurde (1350: Bredenbeke alias dicti Novi Claustri, 1415: des Nyenclosters anders geheten Bredenbeke bii Buxtehude, 1491: Novi Claustri in Bredenbeke3). Neukloster gehörte zum Erzstift Bremen, dem weltlichen Territorium des Bremer Erzbischofs; kirchlich allerdings zählte es zum Bistum Verden. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) blieb das Gebiet der säkularisierten Hochstifte Bremen und Verden unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Die Güter des ebenfalls säkularisierten Klosters Neukloster verschenkte die schwedische Regierung zunächst; seit der sogenannten Reduction (Rückführung) der schwedischen Krongüter im Jahr 1681 waren sie staatlicher Besitz (Domäne). Sie bildeten ein eigenes Amt Neukloster (spätestens ab 1712 gemeinsam verwaltet mit den Klosterämtern Altkloster und Harsefeld, später Amt Alt- und Neukloster).4 Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die Hzm. Bremen und Verden und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) die beiden Territorien erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). Das eigentliche Dorf Neukloster entstand 1769 bis 1779 mit der Ansiedlung von 36 Anbauern; 1806 brannte das Dorf weitgehend ab.5 In französischer Zeit war Neukloster im Jahr 1810 kurzzeitig Teil des Kgr. Westphalen (Departement der Elbe- und Wesermündung, Distrikt Stade, Kanton Horneburg) und kam dann an das Kaiserreich Frankreich (Département des Bouches de l’Elbe, Arrondissement Stade, Kanton Horneburg, 1811–1814). Ab 1815 zählte das Dorf, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Amt Alt- und Neukloster, das 1823 in das Amt Harsefeld eingegliedert wurde. 1852 kam Neukloster zum kurzlebigen Amt Horneburg, das 1859 im Amt Harsefeld aufging. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Neukloster 1866 an das Kgr. Preußen und zählt seit Einführung der Kreisverfassung im Jahr 1885 zum Kr. Stade (1932: Lkr.). 1927 wurde Heitmannshausen nach Neukloster eingemeindet, 1972 wurde Neukloster in die Stadt Buxtehude eingemeindet. Einen Bahnhof besitzt Neukloster seit 1881 (Unterelbebahn, Strecke Harburg–Stade–Cuxhaven). Zur Sozialstruktur der Gemeinde schrieb der Ortspastor 1963: „Gemeinde bestht [sic] aus einigen großen Landwirten, vielen mittleren Betrieben, dazu viele Arbeiter und Angestellte, die in Hamburg arbeiten.“6 1983 heißt es, die Gemeinde setze sich aus drei Gruppen zusammen: „Einheimische, Flüchtlinge, Neubürger“.7 Im Jahr 1823 lebten gut 250 Menschen in Neukloster, 1895 rund 485, 1939 gut 730, 1950 gut 1.080 und 2020 rund 1.800.

Kirche, Ansicht von Südwesten, 1948

Kirche, Ansicht von Südwesten, 1948

Kirchlich gehörte Bredenbeck, das spätere Neukloster, ursprünglich zum Kirchspiel Buxtehude. Die dortige Pfarrkirche war seit 1196/97 dem Benediktinerinnenkloster Altkloster inkorporiert.8 Als sich 1286 das Neue Kloster in Bredenbeck ansiedelte, verzichtete das Altkloster auf seine dortigen Rechte und übertrug sie dem Neukloster (omnem iustitiam et iurisdictionem tam synodalem quam parochialem, quam in villa Bredenbeke habuit).9 Ritter Johann und seine Ehefrau Hildeburg Schulte, Angehörige einer Burgmannenfamilie der Horneburg, hatten das Benediktinerinnenkloster Neukloster 1274 bei der Kirche Neuenkirchen an der Lühe gegründet, die sie vier Jahre zuvor gestiftet hatten.10 Der Gründungskonvent des Klosters kam aus Altkloster bei Buxtehude und für das neue Kloster bürgerte sich der Name Neukloster ein. Wohl im Jahr 1286 verließ der Konvent mit Erlaubnis des Verdener Bf. Konrad I. (amt. 1269–1300) den unfruchtbaren Ort (sterili loco) Neuenkirchen und zog nach Bredenbeke, einem fruchtbaren Ort (ad locum fertiliorem).11 Gleichzeitig hatten die Konventualinnen den schwarzen Habit der Benediktinerinnen abgelegt und den grauen Habit der Zisterzienserinnen angenommen, ohne allerdings den Orden zu wechseln.12 Der Konvent, der sich überwiegend aus Töchtern Buxtehuder, Hamburger, Stader und Lüneburger Bürgerfamilien zusammensetzte, war in der zweiten Hälfte des 15. Jh. relativ arm. Im Jahr 1499 zerstörten die Söldner der Schwarzen Garde die Klosteranlage.13 Etwa zwischen 1479 und 1500 wurde die Kirche in Bliedersdorf dem Neukloster inkorporiert; im Vörder Register ist vermerkt: „eyn kercke offte Capelle, de vorwart vnde vorsteyht eyn Cappellain van dem Nyenkloster“.14 Den Einwohner*innen des Dorfes Neukloster diente vermutlich die Klosterkirche als Pfarrkirche; die pfarramtlichen Aufgaben versah wahrscheinlich ebenfalls ein klösterlicher Kaplan.
Während der Reformationszeit regierte mit Ebf. Christoph von Bremen (amt. 1511–1558), gleichzeitig auch Bf. von Verden, zunächst ein Gegner der luth. Lehre das Erzstift. Sein Bruder und Nachfolger Bf. Georg (amt. 1558–1566) duldete die neue Lehre.15 Der Bremer Ebf. Heinrich III. (amt. 1567–1585) schließlich war Protestant; zur Einführung einer ev. Kirchenordnung im Erzstift Bremen kam es während seiner Amtszeit jedoch nicht. Ebenso wie die Klöster Harsefeld, Zeven und Altkloster blieb auch Neukloster altgläubig. Daran änderte sich auch nichts, als mit Nicolaus Bösche (amt. vor 1569? 1570–1575) ein Lutheraner die Propstei des Klosters übernahm; spätestens ab 1591 versah der Erzabt von Harsefeld die Propstei. Den wohl weiterhin kath. Gottesdienst in Bliedersdorf hielt weiterhin ein Kaplan aus Neukloster (seit den 1560er Jahren alle zwei Wochen, seit 1573 wieder wöchentlich).16 Als der Kölner Franziskanerobservant Arnoldus Budelius 1611 im Auftrag des päpstlichen Nuntius Antonio Albergati die vier kath. Klöster im Erzstift visitierte, fand er in Neukloster „alles nach katholischem Bekenntnis geordnet“; der Konvent zählte 37 Nonnen (1625: 18).17
Mit P. Caspar Schacht (amt. 1631–1638) ist erstmals der Name eines ev. Pastors bekannt. Er war gleichzeitig für Bliedersdorf zuständig. Im Ende des 18. Jh. niedergeschriebenen Corpus bonorum der Gemeinde Neukloster heißt es: „Da von benanten Prediger einige Nonnen in diesem Kloster zur Erkentniß der Evangel[ischen] Wahrheit gebracht hatte, so verursachten nicht alleine die catholischen Patres ihm viel Verdruß, sondern er wurde so gar 1638 durch die anrückenden Völcker des Groß Hertzog von Florenz von seinem Dienst vertrieben und da wurden die Eingesessennen zu Neuenkloster an die Kirche zu Apensen gewiesen.“18

Kirche, Blick zur Orgel, um 1951

Kirche, Blick zur Orgel, um 1951

Das Ende des Klosters begann während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648), als schwedische Truppen die Hochstifte Bremen und Verden besetzten. Den Besitz Neuklosters verschenkte die schwedische Krone 1647 an Generalmajor Lorenz von der Linde († 1670), seit der Reduction (Rückführung) der schwedischen Krongüter 1681 bildeten die ehemaligen Klostergüter eine staatliche Domäne. Die Nonnen erhielten ab 1650 eine jährliche Pension und aus den ehemaligen Einkünften des Klosters wurde u. a. ein kath. Priester für den verbliebenen Konvent bezahlt und ein luth. Pastor für Bliedersdorf.19 Die „Bedienten auf dem Kloster“ besuchten 1660 den Gottesdienst in Bliedersdorf, später gingen sie wieder nach Apensen.20 Die letzte Nonne Neuklosters, Margaretha Jansen, starb 1705 und der kath. Priester Martinus Metternich musste das Kloster verlassen.21 Das Konsistorium trennte Neukloster vom Kirchspiel Apensen ab und wies die Gemeinde dem Pastor von Bliedersdorf zu. Der dortige P. Dietrich Otte (amt. 1698–1728) bezog fortan einen Teil der bisherigen Einkünfte des kath. Priesters von Neukloster und erhielt auch dessen Wohnung, die er jedoch vermietete.22 Auch das Einkommen des Bliedersdorfer Küsters wurde erhöht. Gottesdienste sollte P. Otte nun in wöchentlichem Wechsel in Bliedersdorf und in Neukloster halten.23 Die nicht mehr benötigten Kirchengeräte, u. a. ein Weihrauchfass, eine Monstranz und mehrere Messgewänder, wurden 1707 zum Erhalt der Kirche verkauft.24 Für den Unterhalt der Kirche war, da es sich um eine säkularisierte Klosterkirche handelte, nicht die Gemeinde, sondern die Königliche Kammer zuständig.25
Im Protokoll der Generalvisitation 1716 ist vermerkt, dass sich auch die Dörfer Nottensdorf und Hedendorf „der größeren Nähe der Kirche wegen“ zum Gottesdienst nach Neukloster kämen, obwohl sie nach Apensen eingepfarrt seien.26 Das Protokoll nennt zudem den Namen des Küsters und Schulmeisters der Gemeinden Bliedersdorf und Neukloster: „Johann Beym aus Bliedersdorf, welcher seinem Vater succediert und 1699 vom Königlichen Konsistorium dahin gesetzt war. Er kann wohl lesen und schreiben, aber nicht rechnen“.27 Er unterrichtete 27 Kinder, doch kämen „im Sommer kaum 3, obwohl nur an 2 Tagen Schule gehalten wird“.

Altaraufsatz, um 1953

Altaraufsatz, um 1953

Mitte der zweiten Hälfte des 18. Jh. wechselte der Pfarrsitz der beiden verbundenen Gemeinden. Im Corpus bonorum, aufgestellt nach 1784 von P. Ernst Friedrich Wolff (amt. 1767–1814) und den Juraten Peter Engelcken sowie Christop Heins, ist zu lesen: „1771 hat Königliche Cammer wegen des ansehnlichen Anbaus zu Neuenkloster, und weil die Kirche hieselbst auch besser, als die zu Bliedersdorff im Stande ist, das Pfarrhaus zu Bliedersdorff nach Neuenkloster verleget, und von der Zeit an ist Neuenkloster Mater und und [sic] Bliedersdorff filia, woselbst nun alle 4 Wochen Gottes Dienst gehalten wird.“28 Mit dem „ansehnlichen Anbau“ ist die Ansiedlung von 22 Anbauern in Neukloster gemeint (1769–71), denen bald 14 weitere folgten (1774–79).29 Die Verlegung des Pfarrsitzes hatte P. Wolff beantragt.30 Gleichzeitig mit dem Bau des Pfarrhauses wurde die ehemalige Klosterkirche instandgesetzt („Hauptreparationes“) und als Pfarrkirche eingerichtet. P. Wolff war auch für die Versorgung Hedendorfs zuständig (Taufen, Trauungen, Beerdigungen), das formal jedoch bis Anfang des 20. Jh. Teil des Kirchspiels Apensen blieb.31
Mit P. Georg Christian Krome (amt. 1828–1845) und P Hinrich Gottlieb Elias Pfannkuche (amt. 1853–1867) hatten im 19. Jh. zwei Geistliche das Pfarramt in Neukloster inne, die der Erweckungsbewegung angehörten und für die Mission warben.32 P. Pfannkuche lud ab 1856 zu Bibelstunden ein und feierte am 28. Juli 1858 ein erstes Missionsfest in Neukloster. Eine Erweckungsgemeinde entstand allerdings nicht: „Die Bewegung und der mit ihr einhergehende Missionsgedanke gingen an Neukloster verhältnismäßig spurlos vorbei.“33 P. Maximilian Wiedemann (amt. 1878–1902) predigte seit 1893 an jedem Sonntag sowohl in Neukloster als auch in Bliedersdorf.34. Im Jahr 1894 gründete sich der Posaunenchor Neukloster.35
In die Amtszeit von P. Georg Lueder (amt. 1902–1929) fiel der Neubau der Kirche in Neukloster, dessen Planung und Finanzierung in staatlicher Hand lag.36 Am 6. Dezember 1903 feierte die Gemeinde den letzten Gottesdienst in der baufälligen Klosterkirche, sie wurde 1904 abgebrochen. Bereits am 9. Juli 1902 war nordöstlich der alten Kirche der Grundstein für den Neubau gelegt worden. Am 20. März 1904 versammelte sich die Gemeinde zur Einweihung. Altar, Orgel und Glocken aus der alten Kirche zogen um in die neue. Zum 1. Juli 1906 pfarrte das Konsistorium den Ort Hedendorf, den die Pastoren Neuklosters schon lange betreuten, aus der KG Apensen nach Neukloster um.37
Während der NS-Zeit hatten nacheinander P. Richard Poppe (amt. 1930–1938) und P. Wilhelm Fuhst (amt. 1939–1968) das Pfarramt Neukloster inne. Zum 1933 neu gewählten KV gab P. Fuhst im äußerst knapp ausgefüllten „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ an: „stand fest auf dem Boden des Bekenntnisses“.38 Er selbst, seit 1931 Mitglied der NSDAP, stand kirchenpolitischen aufseiten der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft (eingetreten 1936). Sein Vorgänger P. Poppe, hatte sich „voll in den Dienst der Hitlerbewegung“ gestellt; in der Fragenbeantwortung für die Visitation 1935 merkte er an, der Nationalsozialismus habe sozialen Frieden und „wahre Volksgemeinschaft“ geschenkt.39 P. Poppe sprach auf Parteiversammlungen und seine Frau leitete die NS-Frauenschaft in Neukloster. Die NSDAP richtete in Neukloster ein Landjahrlager und ein Schulungsheim ein.40
Mit dem Zuzug Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von 1.440 im Jahr 1935 auf etwa 2.480 im Jahr 1950 an.41 Nach Abschluss des Loccumer Vertrags 1955 ging die Kirche in Neukloster aus staatlichem in kirchliches Eigentum über. Zudem erwarb die Gemeinde 1959 die beiden ehemaligen Schulgebäude neben der Kirche (Grootschool und Lüttschool), die zu Gemeindehaus und Küsterhaus umgebaut wurden.42 Bereits in den 1950er Jahren regte P. Fuhst an, die pfarramtliche Verbindung zwischen Neukloster und Bliedersdorf zu lösen.43 Anfang der 1970er Jahre lag die Gemeindegliederzahl in beiden Gemeinden bei insgesamt rund 3.800. Zum 1. Juli 1971 endete nach mehr als zweieinhalb Jahrhunderten die Verbindung Bliedersdorfs und Neuklosters unter einem Pfarramt und das LKA Hannover verband die KG Bliedersdorf mit der KG Horneburg.44 Die Zahl der Gemeindeglieder in Neukloster lag 1973 bei gut 3.470.
Seit Ende der 1980er Jahre teilte sich das Ehepaar Pn. Angelika (amt. 1987–1999) und P. Reinhard Überrück (amt. 1984–1999) die Pfarrstelle in Neukloster. Im Bericht über die Visitation 1989 hielt der Buxtehuder Sup. fest, die Gemeinde habe sich anfangs schwergetan „eine Pastorin als Seelsorger und Prediger zu akzeptieren“.45 Insgesamt attestierte er der KG Neukloster „ein sehr reges kirchliches Leben in Gruppen und Kreisen“.46 Im Gemeindehaus ist seit 1987 ein Weltladen untergebracht, der aus der Jugendarbeit hervorgegangen ist.

Umfang

Neukloster sowie Dammhausen (gegründet 182547) und Heitmannshausen (gegründet 183848). Seit 1906 auch Hedendorf (bisher KG Apensen, war bereits von 1776 bis nach 1841 Teil des Kirchspiels Neukloster gewesen).49

Aufsichtsbezirk

Seit 1651 gehörte Neukloster (seinerzeit eingepfarrt nach Apensen) zur Altländischen Präpositur. Bei der Neuordnung der Aufsichtsbezirke in den Hzm. Bremen und Verden kam Neukloster 1827 zur Insp. Harsefeld, der Sitz der Superintendentur wechselte jedoch zwischen Bargstedt und Mulsum; um 1884/85 wurde die Insp. umbenannt in Insp. Bargstedt (1924: KK). Ab 1934 bildeten die Aufsichtsbezirke Bargstedt und Buxtehude einen Aufsichtsbezirk Bargstedt-Buxtehude, Sitz der Superintendentur wurde Buxtehude.50 Zum 1. Oktober 1958 wurde der KK umbenannt in KK Buxtehude.51

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Blick zum Altar, Foto: P. Greve, Jöllenbeck (?), 31.07.1982

Kirche, Blick zum Altar, Foto: P. Greve, Jöllenbeck (?), 31.07.1982

Neugotischer Backsteinbau mit einseitig eingezogenem Eingangsbereich im Westen und Sakristeianbau im Südosten, erbaut 1902–04 (Entwurf: Carl Ernst Brügner, Altkloster).52 Schiefergedeckte Satteldächer über Schiff (mit je zwei Erkern nach Norden und Süden) und Eingangsbereich, Querdach über Sakristei. Strebepfeiler, spitzbogige Zwillingsfenster. An der Sakristei spitzbogiges Portal und Spitzbogenfenster, im Giebelfeld hohe, zweibahnige, spitzbogige Blendnische mit heller Füllung; im Westgiebel Blendnischen mit hellen Füllungen. An der Südseite des Eingangsbereichs spitzbogige Nische mit rechteckigem Hauptportal, im Türsturz Inschrift: „Ehre sei Gott in der Höhe“, im Tympanon Kreuz sowie A und Ω. Im Innern ornamental bemalte Holztonne im Schiff, an den unteren Rändern Jugendstilfries mit Hirschen an Quellen (Schablonenmalerei); mit floralen Ornamenten bemaltes Kreuzrippengewölbe im Chor, im Scheitelpunkt Agnus Dei; spitzer Triumphbogen zwischen Schiff und Chor, Laibung bemalt mit Sternkreiszeichen; Fensterlaibungen ornamental bemalt; an den Chorwänden im unteren Bereich Vorhangmalerei mit Löwen und Adlern; hölzerne Westempore. 1949 elektrisches Licht eingebaut.53 Vor 1955 Vorhangmalerei im Altarraum übermalt. 1955 KGb geht in kirchliches Eigentum über (bislang staatlich). 1976 Innenrenovierung, u. a. Vorhangmalerei im Altarraum wiederhergestellt. 2001 Innenrenovierung.

Fenster

Überwiegend ornamental gestaltetes Rundfenster im Chor, im Zentrum aufgeschlagenes Buch mit Kreuz (Glaserei Müller, Quedlinburg).

Turm

Im Osten querrechteckiger Chorturm mit Treppenturm und Sakristei an Südseite. Schiefergedecktes Walmdach, bekrönt mit zwei Kugeln und einem Kreuz, Uhrerker nach Norden und Süden. Backsteinmauerwerk, Bruchsteinsockel. Im Glockengeschoss Blendarkaden mit hellen Füllungen und je drei spitzbogigen Schallfenstern an jeder Seite. Nach Osten offener Erker mit Uhrschlagglocke, darunter große, spitzbogige Blendnische mit Kreisfenster und eingestelltem Maßwerk; ein Spitzbogenfenster nach Norden. Treppenturm mit segmentbogigem Eingang nach Süden und kleinen Fenstern mit Dreiecksturz. 1903 neues Uhrwerk (J. F. Weule, Bockenem). 1999 Mobilfunkantennen angebracht (Deutsche Telekom).

Vorgängerbauten

Einschiffiger Backsteinbau mit fünfseitigen Chorschlüssen im Osten und Westen, errichtet um 1300. Ende 1499 zerstört und weitgehend unverändert wiedererrichtet; Walmdach; Backsteinmauerwerk; Strebepfeiler; spitzbogige, dreibahnige Fenster nach Süden; im Westen hölzerner, vierseitiger Dachreiter mit geschwungener Haube. Im Innern flache Decke.54 1771 „Hauptreparationes“.55 Um 1835 Westapsis abgebrochen. 1853 Dach erneuert. 1854/55 Innenrenovierung. 1878 Stützpfeiler an Nordwand erbaut. 1904 Kirche wegen Baufälligkeit abgebrochen (Grundmauern in Pflasterung des Kirchplatzes südlich der neuen Kirche sichtbar gemacht).

Holzskulptur (etwa 1951, Lindenholz, Waldemar Wadephul, Harsefeld), Foto: Ernst Witt, Hannover, Juni 1953

Holzskulptur (etwa 1951, Lindenholz, Waldemar Wadephul, Harsefeld), Foto: Ernst Witt, Hannover, Juni 1953

Ausstattung

Blockaltar mit gemauertem Stipes und Sandsteinmensa (aus der alten Kirche); geschnitztes Flügelretabel (Mittelschrein wohl um 1500, Predella und Seitenflügel 1982), in der Mitte figurenreiche Kreuzigungsszene, links und rechts je zwei kleinere Felder: Dornenkrönung, Kreuztragung, Grablegung und Auferstehung; Schnitzereien jeweils vor Goldgrund; auf den Säulen zwischen den Bildfeldern vier kleine Evangelistenfiguren; in den Seitenflügeln je vier leeren Felder mit Goldgrund; 1855 einige Figuren ergänzt (u. a. Christuskorpus und Evangelistenfiguren); 1953 restauriert und Kreuzblumenfries aufgesetzt, 1982 Flügel ergänzt und neue Predella.56 – Hohe Holzkanzel (1903/04, Entwurf: Oskar Hoßfeld, Berlin), vierseitiger Kanzelkorb auf achtseitiger Stütze, Christusmonogramm an Frontseite des Kanzelkorbs. – Neugotischer, hölzerner Taufständer (zweite Hälfte 19. Jh.), achtseitiges Becken, achtseitiger Schaft, polygonaler und gestufter Fuß. – Hängendes Kruzifix (um 1400), an den Kreuzenden Medaillons mit gemalten Evangelistensymbolen; 1988 restauriert. – Opferstock (16./17. Jh.), Holz mit Metallbeschlägen. – An der Emporenbrüstung zwölf Apostelbilder (Anfang 17. Jh.), Matthias, Simon, Jacobus Maior, Judas Thaddäus, Thomas, Andreas, Bartholomäus, Matthäus, Philippus, Johannes, Petrus und Paulus; Gemälde stammen aus der Schlosskapelle in Aurich und kamen nach 1852 nach Neukloster.57 – An der Emporenbrüstung sechs Gemälde mit Szenen aus dem Leben Jesu (um 1600), Geburt Christi, Anbetung der Könige, Taufe Christi, Geißelung, Kreuztragung, Kreuzaufrichtung; Gemälde stammen aus der Schlosskapelle in Aurich und kamen nach 1852 nach Neukloster. – Abendmahlsgemälde (vor 1771, Friedrich Nikolaus Schnibbe), Öl auf Leinwand, diente von 1771 bis 1855 als Altarbild. – Porträtgemälde (Mitte 18. Jh.), Öl auf Leinwand, Johann von Zesterfleth, Bf. von Verden (amt. 1381–1388). – Grabplatte für Antorius von Ahlden († 1563), das Relief zeigt einen Geistlichen im Ornat, der einen Kelch segnet. – Grabplatte für Lulelf von Zesterfleth († 1602). – Bronzene Gedenktafel (1606, Jacob Wunne, Lübeck), für Bf. Johann II. von Verden († 1388) und für Ludolphus von Zesterfleth († 1603), Inschrift, gravierte Wappen, zwei gravierte Bilder (thronender Bischof, Kreuzigungsgruppe); Tafel gestiftet von Hermann von Zesterfleth.58 – Holzskulptur (etwa 1951, Lindenholz, Waldemar Wadephul, Harsefeld), weibliche Figur mit Ölzweig, unter den Füßen zerbrochenes Schwert; Figur steht auf einem Schrein, in dem sich zwei Bücher befinden mit den Namen der in beiden Weltkriegen Getöteten aus der Kirchengemeinde; Inschrift: „Eph 2 V. 14 Er ist unser Friede. Unseren Toten 1914–1918, 1939–1945“. – Ehemalige Ausstattung: Bronzetaufe, Ende des 18. Jh. noch vorhanden („äußerst unbequem und ungestalt“).59 – Kanzel (Ende 17. Jh.), polygonaler Kanzelkorb, vor den Ecken gewundene Säulen, vor den Wandungen drei Figuren (Christus, Markus, Lukas), um 1903 an das Stader Museum abgegeben (Schwedenspeicher).60

Kirche, Blick zur Orgel, nach 1957

Kirche, Blick zur Orgel, nach 1957

Orgel

1625 war ein Organist im Kloster angestellt.61 Im Corpus bonorum aus dem späten 18. Jh. ist keine Orgel erwähnt. 1855 Orgelneubau, ausgeführt von Friedrich Altendorf (Hannover), wohl 11 II/P. 1883/84 Orgelneubau, ausgeführt von Johann Hinrich Röver & Söhne (Stade), Material der Vorgängerorgel wiederverwendet, 14 oder 16 II/P.62 Instrument 1904 in die neue Kirche versetzt, dabei repariert, 14 II/P, pneumatische Traktur, Kastenlade; Orgel um 1956 „an eine katholische Kirche in Hamburg verkauft bzw. verschenkt“.63 1956/57 Orgelneubau, ausgeführt von E. Kemper & Sohn (Lübeck), 15 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 2002/03 Reparatur und Änderung der Disposition, Claus Sebastian (Geesthacht).

Geläut

Drei LG, I: a’ (Bronze, Gj. 2012, Firma Bachert, Karlsruhe), Inschriften: „Christus spricht: Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende“ und „anno domini 2012“; II: c’’ (Bronze, Gj. 1903, Firma Ulrich, Laucha), Inschriften: „Diese Glocke ist gegossen im Jahre des Heils 1903“, „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!“ und „Gegossen von Gebr. Ulrich in Laucha/Unstrut“; III: d’’ (Bronze, Gj. 2012, Firma Bachert, Neunkirchen/Baden), Inschriften: „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ und „Gestiftet vom Heimatverein Neukloster 2012“. Eine SG, c’’’ (Bronze, Gj. 1556), Inschrift: „1556 hebben de ivnckfrowen thom olden Kloster mi laten geten welches de nakomelinge thor ere gotes mogen geneten“, im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1942), nicht eingeschmolzen, im Sommer 1946 wieder in Neukloster.64 – Früherer Bestand: Ende des 18. Jh. drei Glocken vorhanden, „davon eine groß, die andern aber nur klein sind“.65 Eine der kleinen Glocken bis heute erhalten (SG), die zweite um 1858 geborsten. Große LG, f’ (Bronze, Gj. 1683, Otto Struve, Hamburg), Inschriften: „Armis pietas coniuncte triumphat. C[arl] XI.“ (Frömmigkeit verbunden mit Waffen triumphiert), „Nostra salus procedit ab illo“ (Unser Heil kommt von ihm) und „Diese Glocke ist umgegossen im Jahr 1683 zur Zeit des Herrn Commissarien Louys und Liebert Wolters, Gebrüdern, damaligen des Alten Klosterguts Herrn. Otto Strufe me fecit Hamburgi 1683“, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1942).66 Als Ersatz eine neue LG angeschafft, a’ (Gussstahl, Gj. 1954, Bochumer Verein), Inschrift: „Gott zur Ehre – den Lebenden zur Mahnung – den Toten zum Gedenken. AD 1954“, 2012 abgenommen und neben der Kirche aufgestellt.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1907; Vorgängerbau Bj. 1771, 1906 abgebrochen). – Gemeindehaus (Bj. 1845, ehemalige Grootschool, 1959 erworben), seit etwa 1990 baulich verbunden mit Pfarrscheune (Bj. um 1900). – Küsterhaus (Bj. 1875, ehemalige Lüttschool, 1959 erworben).

Friedhof

Ehemaliger kirchlicher Friedhof bei der Kirche, genutzt bis 1840. Neuer kirchlicher Friedhof, gut 300 Meter westlich der Kirche; 1840 „vom Fiskus der Kirchengemeinde Neukloster als Geschenk“ überwiesen, 1897 vergrößert, Leichenhalle (Bj. um 1900); 1952 weiteres Gräberfeld südlich auf der anderen Straßenseite angelegt, FKap (Bj. 1963/64).67 – Kommunaler FriedWald Buxtehude im Neukloster Forst (südlich des Ortes), eröffnet 2006.68

Liste der Pastoren (bis 1940)

1631–1638 Caspar Schacht.69 – 1698–1728 Magister Dietrich Otte (Bliedersdorf). – 1728–1743 Hinrich Andreas Hoeper (Bliedersdorf). – 1744–1754 Johann Jakob Rolffs (Bliedersdorf). – 1754–1767 Johann Friedrich Wehdemann (Bliedersdorf). – 1767–1814 Ernst Friedrich Wolf (ab 1771 Neukloster). – 1815–1827 Johann Gerhard Werbe. – 1828–1845 Georg Christian Krome. – 1845–1852 Wilhelm Karl Hinrich Walther. – 1853–1867 Hinrich Gottlieb Elias Pfannkuche. – 1867–1878 Karl Dietrich Wedekind. – 1878–1902 Maximilian Gustav Wiedemann. – 1902–1929 Georg William Lüder. – 1930–1938 Richard Johann Amandus Poppe. – 1939–1968 Wilhelm Gerhard Hermann Fuhst.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 188

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 2 Nr. 1089–1102 (Pfarroffizialsachen); A 5 Nr. 50 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 5976–5978 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 312Digitalisat (CB); A 9 Nr. 2543Digitalisat, 2544Digitalisat, 2545Digitalisat, 2709Digitalisat (Visitationen); D 49 (EphA Buxtehude); L 5g Nr. 244–245, 818 (LSuptur. Stade); S 09 rep Nr. 1765 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7485 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1689
Trauungen: ab 1699 (Lücken: 1709, 1722, 1726, 1732, 1738, 1762)
Begräbnisse: ab 1699 (Lücken: 1867–1875; Zahlenregister: 1815–1852)
Kommunikanten: ab 1837
Konfirmationen: ab 1815

Literatur & Links

A: Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 527–537; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 975; Dolle, Klosterbuch III, S. 1083–1087; Faust, Frauenklöster, S. 447–458; Graf, Klöster, bes. S. 62–63, S. 69–70; Merz, Generalkirchenvisitation, S. 106–110; Meyer, Pastoren II, S. 188; Reinhard, Minderheiten, S. 14.
B: Chronik Evang.-luth. Kirchengemeinde Neukloster. 1976–1981, hrsg. von der Ev.-luth. Kirchengemeinde Neukloster, Neukloster 1981; Gerhard Burfeind: Ortssippenbuch Neukloster-Bliedersdorf Niedersachsen, Oldendorf 1983; Christian Fuhst: Neukloster. Vom Kloster zum Stadtteil von Buxtehude, Neukloster 2017, bes. S. 147–151; Christian Fuhst: 1904–2004. 100 Jahre St. Marien Neukloster. Festschrift, Bliedersdorf 2004; Arend Mindermann: Repertorium abschriftlich überlieferter Urkunden zur Geschichte des Erzstifts Bremen und des Bistums Verden im Mittelalter: Teil 2: Urkunden des Klosters Buxtehude-Neukloster, in: Stader Jahrbuch 1996, S. 11–38; Margarete Schindler (Red.): 700 Jahre Neukloster. Dorfchronik, Buxtehude 1986.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche, Kirchbezirk, Pfarrscheune, Küsterhaus.

GND

4786075-3, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Sankt Marien Neukloster; 4786298-1, Sankt Marien (Neukloster, Buxtehude)


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 263, und ebd. II, S. 130.
  2. UB Verden I, Nr. 613.
  3. Mindermann, Repertorium II, Nr. 7, Nr. 19 und Nr. 30.
  4. Schindler, S. 164.
  5. Schindler, S. 112 ff. und S. 121 ff. Zu einem weitere Ortsbrand kam es 1925, ebd., S. 139 ff.
  6. LkAH, L 5g, Nr. 244 (Visitation 1963).
  7. LkAH, L 5g, unverz., Neukloster, Visitation 1983.
  8. Dolle, Klosterbuch I, S. 294 ff. Siehe auch Niedersächsische Klosterkarte, 22.02.2023).
  9. UB Verden I, Nr. 614 (zur Datierung vgl. ebd., Anm. 1). Hoffmann, Besiedlung I, S. 166.
  10. Zum Folgenden und zur Geschichte des Klosters vgl. knapp Dolle, Klosterbuch III, S. 1083 ff. Siehe auch Niedersächsische Klosterkarte, 22.02.2023; ausführlich: Schindler, S. 21 ff.
  11. UB Verden I, Nr. 613.
  12. 1488 wird das Kloster in einer Urkunde als Zisterzienserinnenkloster bezeichnet, Mindermann, Repertorium II, Nr. 29.
  13. Schindler, S. 66.
  14. Hodenberg, Vörder Register, S. 136. Im Güterverzeichnis von 1479 ist die Kirche nicht erwähnt, Schindler, S. 58 ff. Auch die Kirche in Neuenkirchen stand unter dem Patronat von Neukloster.
  15. Zu Bf. Christoph vgl. den Beitrag von Matthias Nistal in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 39 ff. Zur Reformation in Bremen und Verden insgesamt vgl. die Beiträge in Dannenberg/Otte, Reformation und Wolters, Reformationsjahrhundert, S. 50 ff.
  16. Schindler, S. 70.
  17. Graf, Klöster, S. 69. Zu Budelius’ Visitation vgl. ebd., S. 67 ff. und Reinhard, Minderheiten, S. 7 ff.
  18. LkAH, A 8 Nr. 312, S. 1. Vgl. auch Pratje, Bremen und Verden III, S. 155 f.
  19. Schindler, S. 79 ff.
  20. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 106.
  21. Schindler, S. 214 ff.; Fuhst, Neukloster, S. 61.
  22. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 108: „Pastor hatte in Vorschlag gebracht die Wohnung des ehemaligen Römisch-Katholischen Paters zu Neukloster zum Witwenhause zu gebrauchen. Als ihm Neukloster mit der sacris zu bedienen übertragen war, gab ihm der schwedische Oberkämmerer Francke selbige Wohnung, darin er einen Häuerling gesetzt halte, der ihm bisher dafür jährlich 6 Rthlr. entrichtet hat“ (1716).
  23. Schindler, S. 83.
  24. Schindler, S. 83; Dolle, Klosterbuch III, S. 1086. Der Verbleib des Verkaufserlöses war 1716 unklar, vgl. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 107: „Weil man vernommen hatte, daß unter der schwedischen Regierung kurz vor dem dänischen Kriege verschiedene aus dem Pabstium übrig gebliebene Petriosen der Kirche auf Order der damaligen Regierung der selg. Regierungsrat von Düring verkauft und über 400 Rthlr. dafür gelöst hatte, weil man aber nicht mehr wußte, wo diese Gelder geblieben waren, und der Pastor berichtete, daß der gewesene Amtmann Hartmann gute Nachricht geben könnte, so wurde dem Pastor anbefohlen, dem Königlichen Konsistorium ungesäumt darüber zu berichten, damit es sich beim gedachten Amtmann weiter informieren könne.“
  25. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 107.
  26. Merz, Generalkirchenvisitation, S. 107. Vgl. auch Schindler, S. 217 ff.
  27. Dies und das folgende Zitat: Merz, Generalkirchenvisitation, S. 109.
  28. LkAH, A 8 Nr. 312, S. 2.
  29. Schindler, S. 113 ff.
  30. Schindler, S. 222.
  31. Fuhst, Neukloster, S. 148.
  32. Schindler, S. 231; Fuhst, Neukloster, S. 150.
  33. Schindler, S. 231.
  34. Schindler, S. 225.
  35. Chronik, S. 82
  36. Fuhst, 100 Jahre, S. 18 ff.
  37. KABl. 1906, S. 113
  38. LkAH, S 1 H III, Nr. 812, Bl. 18. Eingangs merkte P. Fuhst an, er habe nicht alle Fragen beantworten können, da er „erst seit 1939 in Neukloster ist und währende des Krieges 5 1/2 Jahr Soldat war“.
  39. Fuhst, Neukloster, S. 130, dort auch Zitat aus Visitationsbericht. Vgl. auch ebd., S. 151. LkAH, L 5g, Nr. 244 (Visitation 1935).
  40. Fuhst, Neukloster, S. 130.
  41. LkAH, L 5g, Nr. 244 (Visitationen 1935 und 1950).
  42. Fuhst, Neukloster, S. 151 und S. 155.
  43. LkAH, L 5g, Nr. 244 (Visitation 1956).
  44. KABl. 1971, S. 227 f.
  45. LkAH, L 5g, unverz., Neukloster, Visitation 1989
  46. LkAH, L 5g, unverz., Neukloster, Visitation 1989.
  47. Fuhst, 100 Jahre, S. 94.
  48. Fuhst, 100 Jahre, S. 100.
  49. KABl. 1906, S. 113.
  50. KABl. 1934, S. 158 f.
  51. KABl. 1958, S. 195.
  52. Vgl. dazu: Fuhst, 100 Jahre, S. 12 ff. (dort auch andere Entwürfe). Bei Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 531, sind Friedrich Schultze und
    Oskar Hoßfeld als Architekten genannt, die die Pläne im Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Berlin geprüft hatten.
  53. LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 466, Bl. 8.
  54. Abb. der alten Kirche im Bildindex der Kunst & Architektur: https://www.bildindex.de/document/obj20491257. Risse in Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 530 f.
  55. LkAH, A 8, Nr. 312, S. 3.
  56. Zu den Ausstattungsstücken vgl. auch Fuhst, 100 Jahre, S. 30 ff. (jeweils mit Abb.).
  57. Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 534.
  58. Text der Inschrift bei Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 73 f. und bei Fuhst, 100 Jahre, S. 58 f. (mit Übersetzung). Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 534: „Diese Bronzetafel, ein Unikum im Kr. Stade, ist ein bedeutendes Zeugnis für die auch um 1600 blühende Lübecker Bronzekunst.“
  59. LkAH, A 8, Nr. 312, S. 3 f. Während des Zweiten Weltkriegs gab der KV zusammen mit den Glocken auch „ein Taufbecken“ ab (LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 466, Bl. 3), wobei unklar ist, ob es sich um die erwähnte Bronzetaufe handelt.
  60. Datierung nach Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 532 f. Fuhst, 100 Jahre, S. 65, vermutet, die Kanzel sei 1771 in die Kirche gekommen und müsse, sollte sie älter sein, „aus einer anderen, damals abgebrochenen Kirche nach Neukloster gekommen sein“.
  61. Schindler, S. 76. Zur Orgelgeschichte: Fuhst, 100 Jahre, S. 108 ff.
  62. Fuhst, 100 Jahre, S. 108: 14; Skiebe, Röver, S. 53: 16.
  63. Fuhst, 100 Jahre, S. 111.
  64. Bei Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 536, ist die Inschrift angegeben mit: „Die Jungfrauen des Alten Klosters den Jungfrauen des Neuen Klosters. 1533“ mit dem Zusatz „(wohl nicht 1333)“.
  65. LkAH, A 8, Nr. 312, S. 6.
  66. Fuhst, 100 Jahre, S. 76.
  67. LkAH, A 8, Nr. 312, S. 10. Vgl. auch Schindler, S. 226 ff.; Fuhst, Neukloster, S. 90.
  68. Fuhst, Neukloster, S. 145.
  69. LkAH, A 8, Nr. 312, S. 1: „Caspar Schacht erhielte diese Pfarre 1631. und zu gleich wurde die Pfarre zu Bliedersdorff ihm als Filial beÿgeleget. Da von benanten Prediger einige Nonnen in diesem Kloster zur Erkentniß der Evangel[ischen] Wahrheit gebracht hatte, so verursachten nicht alleine die catholischen Patres ihm viel Verdruß, sondern er wurde so gar 1638 durch die anrückenden Völcker des Groß Hertzog von Florenz von seinem Dienst vertrieben und da wurden die Eingeseßennen zu Neuenkloster an die Kirche zu Apensen gewiesen.“ Vgl. auch Pratje, Bremen und Verden III, S. 155 f.