Sprengel Stade, KK Stade | Patrozinium: Mauritius (Hollern)1 und Maria (Twielenfleth)2 | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Der heutige Name Hollern setzte sich erst seit 1640 durch. Zuvor hieß das nach 1100 von holländischen Kolonisten gegründete Dorf Dittershop.3 Schriftlich belegt ist dieser Name erstmals in einer undatierten, um 1141/43 ausgestellten Urkunde Ebf. Adalberts II. von Bremen (amt. 1123–1148) als Thitgeriscoph.4 Der Name Hollern findet sich erstmals als Holne in den Hoyaer Lehnregistern (13./14. Jh.).5 Hollern gehörte zum Erzstift Bremen und war Teil der etwa ab 1300 entstandenen Landesgemeinde Altes Land (1361 eigenes Siegel, Umschrift: Sigillum communitates veteris terrae).6 Die Landesgemeinde war formal dem Amt Bremervörde zugeordnet, besaß jedoch eine hohe Eigenständigkeit (genossenschaftliche Selbstverwaltung, 1517 weitgehend eingeschränkt7). Hollern bildete eine Hauptmannschaft der Ersten Meile des Alten Landes. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) blieb das Gebiet der säkularisierten Hochstifte Bremen und Verden unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die Hzm. Bremen und Verden und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) die beiden Territorien erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). In französischer Zeit war Hollern im Jahr 1810 kurzzeitig Teil des Kgr. Westphalen (Departement der Elbe- und Wesermündung, Distrikt Stade) und kam dann an das Kaiserreich Frankreich (Département des Bouches de l’Elbe, Arrondissement Stade, Kanton Jork, 1811–1814). Ab 1815 gehörte Hollern zum neugegründeten Kgr. Hannover, zählte dort zunächst zum Gräfengericht Altes Land und kam 1852 zum neu eingerichteten Amt Jork (Hauptmannschaft Hollern). Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Hollern 1866 an das Kgr. Preußen. Seit Einführung der Kreisverfassung 1885 gehörte das Dorf zum Kr. Jork, der 1932 im Lkr. Stade aufging. Im Jahr 1967 wurde Twielenfleth nach Hollern eingemeindet, seit 1984 heißt die Gemeinde Hollern-Twielenfleth. Sie gehört seit 1971 zur Samtgemeinde Lühe. Zur Sozialstruktur seiner Gemeinde schrieb der Ortspastor 1955: „Hollern ist eine Bauerngemeinde mit den dazu gehörenden Kaufleuten, Handwerkern und Arbeitern.“8 Im Jahr 1895 lebten gut 840 Menschen in Hollern, 1939 knapp 850 und 1964 rund 1.110.

Kirche Hollern, Ansicht von Süden, 1948

Kirche Hollern, Ansicht von Süden, 1948

Ältestes Zeugnis der Kirchengeschichte Hollerns ist der runde Kirchturm, der im Kern aus romanischer Zeit stammt und möglicherweise das ältestes Bauwerk im Alten Land ist.9 In den Hoyaer Lehnsregistern, die etwa auf die Mitte des 13. Jh. zurückgehen, ist eine Pfarre in Hollern erwähnt (in holne in der parren), also existierte seinerzeit auch eine Kirche.10 Die ältesten Ausstattungsstücke – die hölzerne Figur des hl. Mauritius und das bronzene Taufbecken – stammen aus dem 14. Jh. Aus dieser Zeit ist auch erstmals ein Geistlicher namentlich belegt: 1328 ist Luderus in Dithgherscope zusammen mit seinem Amtsbruder Hermannus in Drochtersen als Zeuge in einer Urkunde genannt; beide werden als Pfarrer bezeichnet (ecclesiarum rectores).11 1366 war Hermannus Lobeken Pfarrer in Ditkerskope.12 Im Januar 1420 bemühte sich Johannes Elk um die Pfarre Dickerskope in der Diözese Bremen, die wegen des Tods von Johannes Hillemann vakant war.13 Elk hatte die Pfarrpfründe bis 1457 inne und verzichtete dann auf sie, allerdings unter Vorbehalt einer jährlichen Pension aus den Pfarrgütern; um seine Nachfolge bewarb sich Tammo de Travenstede.14 Im Jahr 1489 sind auch zwei Juraten (Kirchenälteste) namentlich belegt: die „ersamen kerkswaren Jacob Ropers und Luder van Bremen“.15 In vorref. Zeit bestand zudem eine Bruderschaft im Kirchspiel Dittershop bzw. Hollern.16 Der letzte vorref. Prediger in Hollern war Hinrich Hardekop (amt. 1530–1540).

Kirche Hollern, Ansicht von Nordosten, Teilansicht, 1949

Kirche Hollern, Ansicht von Nordosten, Teilansicht, 1949

Die Gemeinde setzte Pfarrer Hardekop 1540 ab, da er „nah olden köstlichen Ceremonien ock Insettunge der heiligen Christlichen Kercken sich geholden, undt der Lehre Martini Luthers na tho folgende nicht geneget“ war.17 Zudem soll er die Instandhaltung des Deiches vernachlässigt haben. Mit Dietrich Stoelting (amt. 1540–1546) wählte die Gemeinde einen luth. Prediger; er übernahm das Amt an Palmsonntag 1540. Landesherr des Hochstifts Bremen war seinerzeit Ebf. Christoph von Braunschweig-Lüneburg (amt. 1511–1558), gleichzeitig Bf. von Verden, der die luth. Lehre bekämpfte.18 Einen kath. Geistlichen für Hollern konnte er 1540 jedoch nicht durchsetzen. Sein Bruder und Nachfolger in beiden Bistümern, Ebf. Georg (amt. 1558–1566), duldete den neuen Glauben. Der Bremer Ebf. Heinrich III. (amt. 1567–1585) war schließlich Protestant; zur Einführung einer ev. Kirchenordnung im Hochstift Bremen kam es während seiner Amtszeit jedoch nicht.
Die Pfarre in Hollern blieb bis 1628 in der Hand der Familie Stoelting: Auf P. Dietrich Stoelting folgte sein gleichnamiger Sohn (amt. 1546–1607) und auf diesen wiederum sein Sohn, P. Joachim Stoelting (amt. 1607–1628). Anhand der Kirchenrechnungen lässt sich zeigen, dass die Gemeinde während der Amtszeit von P. Dietrich Stoelting dem Jüngeren ihre Kirche nach und nach dem protestantischen Gottesdienst anpasste: 1559 erhielt sie eine neue Kanzel, 1568 wurde ein Nebenaltar abgebrochen19 und um 1572 das mittelalterliche Flügelretabel des Hauptaltars umgestaltet. Auf den Außenseiten der Flügel waren seitdem die fünf Hauptstücke des luth. Katechismus zu lesen: die Zehn Gebote, das Vaterunser, das Sakrament des Abendmahls, das Glaubensbekenntnis und das Sakrament der Taufe.20 Möglicherweise 1585 entstanden die beiden kleinen Abendmahlsbilder in der Predella: links die Austeilung des Brotes an die Frauen und rechts die Austeilung des Weins an die Männer. Die Bilder zeigen vielleicht die konkrete Abendmahlspraxis in der Hollerner Kirche.21 Eine erste Orgel hatte die Kirche 1575 erhalten.

Kirche Hollern, Querschnitt, Blick zum Altar, 1937

Kirche Hollern, Querschnitt, Blick zum Altar, 1937

Die Kirchenbücher der Gemeinde Hollern reichen bis 1654 zurück, die ersten Einträge stammen von P. Dietrich Rabe (amt. 1654–1666). Etwa gleichzeitig ist mit Tobias Kühler erstmals ein Lehrer in Hollern belegt (amt. um 1654–1667).22 In die Amtszeit von P. Hinrich Christian Fexer (amt. 1685–1720) fiel der Neubau der Orgel (etwa 1688–1690) und der Neuguss der beiden Läuteglocken (1694). Seit 1715 war P. Fexer Propst der Altländischen Präpositur. Zu dieser Zeit war Hollern „die reichste Kirche des Alten Landes“.23 Um 1790 zählte Hollern gut 660 Gemeindeglieder.24 In der ersten Hälfte des 19. Jh. erlebten die Gemeinden Hollern und Twielenfleth „eine kleine Erweckung […], und zwar eigenständig gegenüber Hermannsburg“.25 Noch 1973 heißt es im Visitationsbericht: „Die Auswirkungen sind bis in unsere Gegenwart spürbar.“
Ab 1927 war die Pfarrstelle Hollern vakant und wurde von Twielenfleth versorgt. Sechs Jahre später übernahm P. Gustav Adolf Künnicke (amt. 1933–1941) das Pfarramt Hollern und versorgt die nun ihrerseits vakante Gemeinde Twielenfleth. Dieser Wechsel in gegenseitiger Mitversorgung setzte sich in den beiden Gemeinden während der folgenden Jahrzehnte fort.
In den Unterlagen zur Visitation 1937 schrieb P. Künnicke zum Gemeindeleben: „Es besteht ein Kirchenchor. Kirchliches Vereinsleben ist bei dem Totalitätsanspruch des Staates nicht in Gang zu bringen.“26 Die Visitation war eigentlich für 1933/34 geplant gewesen, allerdings hatte P. Künnicke die „Visitation durch einen DC-Vorgesetzten (Herrn Superintendent Focken)“ abgelehnt, so dass 1937 schließlich LSup. Franz Wiebe (amt. 1936–1948) den Visitationsbesuch in Hollern übernahm (wie auch in Mittelnkirchen und Neuenkirchen (Altes Land)).27 Den „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ beantwortete der Ostpfarrer P. Herbert Knoblauch (amt. 1946–1959) denkbar knapp. Zum 1933 neu gewählten KV notierte er: „Zusammenstellung wie gesetzlich vorgeschrieben. KV war und blieb kirchlich eingestellt.“28
Hatte die Zahl der Gemeindeglieder um 1936 noch bei 840 gelegen, stieg sie in der Nachkriegszeit aufgrund des Zuzugs Geflüchteter stark an und belief sich 1949 auf rund 1.620. Zudem war eine kleine kath. Gemeinde entstanden (1949: knapp 70 Gemeindeglieder), die sich alle zwei Wochen in der ev. Kirche zur Messe versammelte (Kaplan aus Stade).29 Wenige Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die ev.-luth. KG Hollern eine Schwesternstation eingerichtet, erste Gemeindeschwester war Martha Wehrmann (amt. 1945–1960) aus dem Diakonissenhaus Jerusalem in Hamburg.30

Kirche Hollern, Blick zum Altar, 1982

Kirche Hollern, Blick zum Altar, 1982

Nach der Renovierung der Kirche in Hollern in den Jahren 1959 bis 1961 schränkte der KV die Haustaufen und Haustrauungen stark ein. Nach der Visitation merkte der Sup. an: „Praktisch gibt es diese Amtshandlungen nur noch in der Kirche.“31 Das gemeindliche Leben konzentrierte sich auf den Gottesdienst; Jugend-, Frauen- oder Männerarbeit bestand nicht. Mit dem Bau des Gemeindehauses, dass die beiden KG Hollern und Twielenfleth 1964/65 gemeinsam nahe der Kirche in Twielenfleth errichten ließen, besserten sich die Voraussetzungen für eine intensivere Gemeindearbeit und der Sup. lobte 1968 „die jetzige erfreuliche Jugendarbeit“.32
Nachdem die politischen Gemeinden Twielenfleth und Hollern sich 1967 zur Gemeinde Hollern zusammengeschlossen hatten, visitierte der Stader Sup. ein Jahr später gleichzeitig beide Kirchengemeinden, um eine Vereinigung auch auf kirchlicher Ebene vorzubereiten. Der KV Hollern sprach sich bei einer Gegenstimme für die Zusammenlegung aus. Die Gemeinde sollte den Namen Hollern-Twielenfleth erhalten, die Kirchenvorstände konnten sich mit diesem Wunsch jedoch nicht gegen das Landeskirchenamt Hannover durchsetzen: Nach der Eingliederung Twielenfleths zum 1. Januar 1972 hieß die KG weiterhin Hollern.33 Erst gut zehn Jahre später folgte zum 1. November 1982 die Umbenennung in „Ev.-luth. KG Hollern-Twielenfleth“.34 Wiederum zwei Jahre später änderte auch die politische Gemeinde ihren Namen. Gottesdienste fanden in der KG Hollern-Twielenfleth an hohen Festtagen in beiden Kirchen statt, an den übrigen Sonntagen jeweils abwechselnd nur in einer Kirche.35
Seit 1969 war die KG Trägerin eines ev. Kindergartens.36 2011 zählte die KG Hollern-Twielenfleth zu den Gründerinnen des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes Stade, der die Trägerschaft der ev. Kindertagesstätte übernahm.37 Die Gemeindeschwesternstation war 1981 in der Sozialstation Altes Land aufgegangen. Zum 1. Januar 1997 wandelte das LKA Hannover die Pfarrstelle der Gemeinde in eine Dreiviertelstelle um.38 Nachdem Hollern-Twielenfleth 2006 einen Kooperationsvertrag mit der KG Lühekirchen geschlossen und die pfarramtliche Versorgung Grünendeichs übernommen hatte, erhielt die Gemeinde 2007 wieder eine volle Pfarrstelle; Sitz des Pfarramtes ist seitdem Grünendeich.39 In den sechs Kirchen der beiden Kirchengemeinden findet seit Mai 2007 jeweils einmal im Monat ein Gottesdienst statt.40 Die beiden Gemeinden geben zusammen das Gemeindeblatt „Meilensteine“ heraus. Gemeinsam gründeten sie die „Altländer Kirchenstiftung“, die bei der Unterhaltung der sechs Kirchengebäuden helfen soll.41

Umfang

Hollern sowie Bassenfleth (teilweise, 1823 nur ein Haus), Bachenbrook (teilweise), Hollerstraße, Siebenhöfen (teilweise) und Speersort. 1926 gab Hollern einige Grundstücke im Westen des Gemeindegebietes an die KG Stade, St. Wilhadi ab.42 1972 wurde die KG Twielenfleth (Bassenfleth, Siebenhöfen, Twielenfleth und Wöhrden) in die KG Hollern eingegliedert.43

Aufsichtsbezirk

Oboedientia Lühe der Diözese Bremen (verbunden mit Domdekanat).44 – Seit 1651 gehörte Hollern zur Altländischen Präpositur. Bei der Neuordnung der Aufsichtsbezirke in den Hzm. Bremen und Verden kam Hollern 1827 zur Insp. Altes Land (1924: KK).45 Der KK Altes Land ging 1939 im KK Stade-Altes Land auf, der 1976 in KK Stade umbenannt wurde.46

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche Hollern, Grundriss, 1937

Kirche Hollern, Grundriss, 1937

Einschiffiger Backsteinbau mit Anbau an Nordwand (Windfang) und eingezogenem Polygonalchor mit Anbau an Südwand (Leichenhalle), Westwand im Kern aus romanischer Zeit, Grundmauern aus gotischer Zeit. Satteldach, über dem Chor abgewalmt, Nordanbau mit Krüppelwalmdach, Südanbau mit Satteldach. Rundbogige Sprossenfenster, die drei östlichen vermauert; Eingang durch Nordanbau, breites Rundbogenportal, darüber Inschrift: „Luc. 11,28 Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.“, im Giebelfeld fünf gestaffelte, weiße Blendnischen, in der mittleren kleines Rechteckfenster und Inschrift „1901“; Südanbau mit Rechteckfenster nach Osten sowie leicht spitzbogigem Portal nach Süden. Im Innern hölzernes Tonnengewölbe, Emporen im Westen und im Norden, an der Westempore Inschriften: „Allerr Christen nothwendige Musick“, „Basis. So wan der waare Glaub im Menschen wird entzünt gleich einem starken Baß, drauff sich alles grünt, der fremde Noten nicht durchauß lest kommen ein, O was kann kräfftiger als diese Musick sein“, „Tenor. Ja wan auch der Tenor ist das unsträfflich Leben, da sich die Glieder all, nach Gottes Wort ergeben der waaren Heiligkeit, ohn allen falschen Schein O was kann heiliger, als diese Musick sein“, „Altus. Wan Gott der heillig Geist die Herzen selbst regirt und gleichsam auß der Höh den Alt mit musicirt, wan er den Ton auch gibt nach Gottes Wort allein O was kann richtiger als diese Musick sein“, „Discantus. Und wan auch das Gebet wie ein Discant aufsteiget und sich dem Glaubens Baß alzeit gemäß erzeiget, wann es in höchster noth doch bleibet klar und rein O was kann lieblicher, als diese Musick sein“ und „Aō 1689 Ist diese Orgel von Meister Arp Schnitger aus Hamburg gebauet. In den Jahren 2010 und 2011 wurde sie durch Meister Hendrik Ahrend aus Leer restauriert“ (ursprünglich: „Aō 1692 bey Zeiten des He. Past. Hen. Christ. Fexers v Iuratis Joh. Ripers, Pet. Suhr, Ioh. Eckhoff, also Staffirt“), Inschriften 2011 rekonstruiert, ursprünglich war die Empore zudem mit Medaillons mit christlichen Symbolen verziert. An der Nordempore mehrere Wappen. 1572 Apostelzyklus erneuert (Wandmalerei).47 Um 1600 Nordostempore. 1689/90 Westemporen erbaut: oben Orgelempore, unten Chorempore.48 1756 Nordwestempore. 1778 Chor neu aufgemauert. 1901 Schiff neu aufgemauert, Emporenaufgänge an der Nordseite entfernt, Anbauten an Südseite des Chors und an Nordseite des Schiffs errichtet, Orgelempore nach Osten verbreitert (Pedaltürme dadurch hinter der Brüstung), Nordempore erneuert. 1930 Instandsetzung. 1959–61 Renovierung, u. a. untere Westempore entfernt und Orgelempore niedriger gesetzt (Pedaltürme wieder in Brüstung), Nordostempore entfernt.

Kirche Hollern, Ansicht von Südwesten, Foto: P. Greve, Jöllenbeck (?), 1982

Kirche Hollern, Ansicht von Südwesten, Foto: P. Greve, Jöllenbeck (?), 1982

Turm

Runder Westturm aus Granit- und Backsteinmauerwerk, im Kern aus romanischer Zeit.49 Holzschindelgedeckter, achtseitiger Kegelhelm, bekrönt mit Kugel, Wetterfahne und Kreuz, nach Norden Auslegestuhl für Uhrschlagglocke, darunter Uhrziffernblatt, weiteres Ziffernblatt nach Westen. Im Glockengeschoss spitzbogiges Schallfenster mit Dreipassbogen nach Nordosten, flachbogiges Schallfenster nach Südosten. Mehrere Schartenfenster, Portal nach Norden. 1598 Turmuhr vorhanden.50 1778 Südseite neu ummantelt, nordwestlicher Stützpfeiler errichtet. 1817 nördlicher Stützpfeiler errichtet, 1896 neu verankert. 1906 neue Turmuhr (J. F. Weule, Bockenem). 1910 südlicher Stützpfeiler errichtet. 1962–64 Sicherungsarbeiten, u. a. Zementverpressung. 1983/84 Sanierung wegen Treibmineralschäden, u. a. Stützpfeiler entfernt, rundum neuer Backsteinmantel.

Ausstattung

Gemauerter Blockaltar mit mehrstöckigem, hölzernem Flügelretabel; Retabel mehrfach verändert: Predella und Schrein vorref., 1572 umgestaltet, oberes Bildfeld und Bekrönung 17. Jh., Gemälde vielleicht erstes Viertel 17. Jh.51; im Hauptfeld Abendmahlsbild, Kerzenflammen muldenförmig vertieft und vergoldet, auf den Innenseiten der Flügel vier Szenen aus dem Leben Jesu (Geburt, Geißelung, Kreuzigung, Auferstehung), Außenseiten wohl seit 1572 beschriftet: „Fünff Hauptstücke des Catechißmi“ (Zehn Gebote, Vaterunser, Sakrament des Altars, Glaubensbekenntnis, Sakrament der Taufe), Schrift unter heutigem Anstrich weitgehend erhalten, jetziger Text wohl aus dem frühen 20. Jh., Flügel in geschlossenem Zustand von illusionistisch gemalten korinthischen Säulen gerahmt; im oberen Bildfeld Gemälde des Jüngsten Gerichts, flankiert von zwei Skulpturen (Petrus und Paulus), im seitlichen Schnitzwerk Medaillons mit Porträts Luthers und Melanchthons (nach Lucas Cranach dem Jüngeren); darüber zwei Putten und gesprengter Dreiecksgiebel mit Kreuzigungsgruppe; in der Predella mittiges Inschriftenfeld „Kommet, denn es ist alles bereit. Luc. 14 v. 17“, flankiert von zwei Gemäldefeldern mit Abendmahlsdarstellung (vielleicht 1585): Austeilung des Brotes an die Frauen, Austeilung des Weins an die Männer (beide Szenen zeigen möglicherweise die Austeilung des Abendmahls in Hollern selbst), Inschriftenfeld kann geöffnet werden, ursprünglich wohl Tabernakel. Von frühestens 1859 bis 1933 befand sich im Mittelschrein ein Gemälde der Bergpredigt (1859, H. Steinfurth, Öl auf Leinwand).52Hohe, hölzerne Kanzel mit Schalldeckel (um 1670/71), polygonaler Kanzelkorb auf achtseitiger Stütze, an den Wandungen des Kanzelkorbs Gemälde der Evangelisten, am Schalldeckel Inschrift: „1671 Verbum Domini manet in Aternum“. – Bronzenes Taufbecken (Mitte 14. Jh.) mit hölzernem Deckel (um 1660/62) und einer umgebenden, hölzernen Taufschranke (1572), Taufkessel getragen von drei jungen, männlichen Figuren in langen Gewändern, am Kessel spiegelbildliche Inschrift: „ecap mvc inev eirolg xer o“ (o rex glorie veni cum pace, O König der Ehre komm mit Frieden) sowie Medaillons mit Heiligendarstellungen und Szenen des NT; Taufdeckel mit Laterne, bekrönt mit Skulpturen Jesu und Johannes des Täufers (Taufszene); an der Taufschranke Inschriften (Bibelzitate); 1577 erster hölzerner Deckel angeschafft, vor 1581 erste hölzerne Schranke um Taufbecken erbaut; Taufe stand bis zur Renovierung 1959–62 im Westen des Kirchenschiffs. – Taufengel (17. Jh.), in den Händen ein Inschriftenband „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe); Engel schwebt ursprünglich herab, wenn Taufdeckel angehoben wurde.53 – Holzskulptur des hl. Mauritius (frühes 14. Jh.), „entstellend übermalt“.54 – Epitaph für Charitas von Stade geb. Varenius († 1767). – Am blau gefassten Tonnengewölbe vergoldete Reliefs (Sonne, Mond und Sterne). – Außen: Grabstein eines Ehepaars (um 1600), Reliefs der Verstorbenen, keine Inschriften. – Außen: Grabplatte von P. Diedrich Stolting († 1614) und seiner Ehefrau Anna Führing († 1607), ursprünglich vor dem Altar, zwei Wappen und umlaufende Inschrift, abgetreten nur teilweise lesbar: „Herr Diederich Stoltingh vnd seine auch s gewesene sint gestorben die Frow ano 1607 den 15 Novembris […] miteinander im Ehestand gelebet _ Jahr […] 1614 den 27 February seines Alt […].55 – Außen: Grabstein für Catarina und Peter Suhr (Ende 17. Jh.), Kreuzigungsrelief mit Betenden (die Verstorbenen mit ihrer Tochter und ihren drei Söhnen, Kreuze über den Söhnen). – Außen: Grabstein für Johann Gudenrath († 1701), seine erste Ehefrau Catrina († 1686) und seine zweite Ehefrau Gesche, Kreuzigungsrelief mit Betenden (die drei verstorbenen Eheleute mit drei Söhnen und vier Töchtern). – Außen: Grabstein für Hans Luders († 1718) und seine Frau Gesche Luders, Kreuzigungsrelief mit Betenden (die Verstorbenen mit ihren sieben Töchtern und fünf Söhnen, Kreuze über Ehemann, einem Sohn und zwei Töchtern). – Außen: Dreiteiliger Gedenkstein „1948 Ruhestätte der Familie Pape“.

Orgel Hollern, nach 1901, vor 1964

Orgel Hollern, nach 1901, vor 1964

Orgel

1575 Bau einer kleinen Orgel, ausgeführt von Dirck Hoyer (Hamburg), wohl erste Orgel der Kirche, Instrument besaß bemalte Flügel und stand im Chorraum gegenüber der Kanzel auf einem neu erbauten Orgelstuhl.56 1688–90 Orgelneubau, ausgeführt von Arp Schnitger (Hamburg), kein Material des Vorgängerinstruments verwendet, Instrument aufgestellt auf oberer Westempore, Pedaltürme in Brüstung eingefügt, Orgel war 1695 abbezahlt; Zustand um 1854/56: 24 II/P (HW, BW). 1734 und 1749 Reparaturen, Dietrich Christoph Gloger (Stade). 1817 und 1827 Reparaturen, ausgeführt von Georg Wilhelm (Stade). 1858 Dispositionsänderungen und Umbau der Orgel, Philipp Furtwängler (Elze), u. a. Brustwerk durch Hinterwerk ersetzt. 1901 Orgelempore nach Osten verbreitert, dadurch Pedaltürme hinter der Brüstung, gleichzeitig Reparaturen, ausgeführt von Gustav Ehlers (Stade). 1964–66 Umbau der Orgel, Emanuel Kemper und Sohn (Lübeck), u. a. neues Brustwerk, 24 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen, Pedaltürme in die Brüstung der 1959–62 niedriger gesetzten Orgelempore eingefügt. 2011 Restaurierung, ausgeführt von Hendrik Ahrend (Leer), auch Rekonstruktion des trapezförmig vorspringenden Mittelteils der Empore. Orgel ist seit 2005 Kulturdenkmal nach § 3(2) NDSchG.

Geläut

Zwei LG, I: dis’ (Bronze, Gj. 1694, Christoph Haupner, Stade), Inschrift; „Qvotidiana vocans ad sacra et fvnera plangens in plebis resono nvminis atqve decvs. Pastore H. Hinrico Christiano Fexero, Ivratis I. Riper, P. Svhr, I. Eckhoff. Campana haec anno Christi M.DCXCIV. fvsa. Christoff Havpner me fecit in Stade“ (etwa: Ich rufe alltäglich zum Gottesdienst und trauere bei Beerdigungen. Ich erklinge zur Zierde Gottes und des Volkes. Diese Glocke wurde im Jahre Christi 1694 gegossen. Christoph Haupner hat mich in Stade gemacht), gegenüber: „Qvotidiana vocans ad sacar, et fvnera plangens in plebis resono nvminis atqve decvs“, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und seit 1947 wieder in Hollern57; II: gis’ (Bronze, Gj. 1694, Christoph Haupner, Stade), Inschrift: „Gott geb’ das ieder Zeit in Rvh vnd Fried erklinge mein Thon zv seiner Ehr vnd nimmer Fever avs bringe. Ist gegossen Anno im Iahr Christi 1694 zv Hollern. Pastore Henrico Christiano Fexero, Ivratis Iohan Riper, Peter Svhr, Iohan Eckhoff. Christof Havpner gos mich in Stade“. Eine SG, e’’ (Bronze, Gj. 1491), Inschrift: „o rex glorie criste veni cvm pace. anno dni m cccc xci“ (O Christus, König der Ehre, komm mit Frieden. Im Jahr des Herrn 1491). – Früherer Bestand: Alte Glocken (Bronze) 1588 in Stade zu neuen Glocken umgegossen.58 Große und kleine Glocke 1694 umgegossen zu jetzigen LG I und II.

Weitere Kirche in Twielenfleth.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1980). – Gemeindehaus Twielenfleth (Bj. 1965/66).

Friedhof

Alter kirchlicher Friedhof bei der Kirche Hollern; neuer kirchlicher Friedhof südwestlich der Kirche Hollern. Kirchlicher Friedhof bei der Kirche Twielenfleth.

Liste der Pastoren (bis 1940)

Hollern (Bremen, Stade–Altes Land).
1540–1546 Dietrich Stoelting. – 1547–1607 Dietrich Stoelting d. Jüngere. – 1607–1628 Joachim Stoelting. – 1629–1653 Joachim Krebs. – 1654–1666 Dietrich Rabe. – 1666–1685 Harte Clemens Suhr. – 1685–1720 Hinrich Christian Fexer. – 1720–1735 Cornelius Bohlmann. – 1735–1754 Philipp Hinrich Hurtzig. – 1754–1760 Alard Rupert Croon. – 1761–1785 Dietrich August von Stade. – 1786–1828 Johann Christian Suhlmann. – 1829–1841 Johann Hinrich Brüning. – 1841–1866 Jakob Hinrich Wolff. – 1866–1887 Christoph Wilhelm August Brüning. – 1887–1904 Adolf Detlef Nicolaus Dreyer. – 1905–1927 August Ludwig Eduard Meyer. – 1933–1941 Gustav Adolf Künnicke.

Angaben nach: Meyer, Pastoren I, S. 533–534

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 2 Nr. 717–730 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 3866–3871 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 185Digitalisat (CB); A 9 Nr. 2540Digitalisat, 2541Digitalisat, 2542Digitalisat, 2657Digitalisat (Visitationen); L 5g, Nr. 199, 804 (LSuptur Stade); S 09 rep Nr. 1448 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7226 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1654 (unvollständig: 1662–1665)
Trauungen: ab 1655 (Lücken: 1685)
Begräbnisse: ab 1654 (Lücken: 1664, 1665)
Kommunikanten: ab 1682 (Lücken: 1740–1760; Zahlenregister: 1771–1780)
Konfirmationen: ab 1835

Literatur & Links

A: Albrecht, Denkmaltopographie Lkr. Stade, S. 174–175; Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 251, Nr. 35; Bitter-Wirtz, Kirchen, S. 9–12; Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 400–411; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 748–749; Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 284–296; Fock, Schnitger, S. 84; Golon/Kröncke, Orgeln, S. 68–70; Hoffmann, Glauben, S. 44–45; Hoffmann, Turmuhren, S. 48–52; Küster/Tegtmeyer, Orgelreichtum, S. 30; Scharf, Beschreibung, S. 15; Merz, Generalkirchenvisitation, S. 68–71; Meyer, Pastoren I, S. 533–534; Zimmermann, Nordelbe, S. 86.
B: 950 Jahre Twielenfleth. 1059-2009. Festschrift zur 950-Jahrfeier Twielenfleth vom 26. Juni bis 28. Juni 2009, hrsg. von der Gemeinde Hollern-Twielenfleth, Stade 2009, bes. S. 14–22; Hollern-Twielenfleth, hrsg. von der Altländer Sparkasse unter Mitwirkung der Bürgerschaft Twielenfleth und der Gemeinde Twielenfleth, Stade 1984; Peter Golon (Hg.): Die Schnitgerorgel in St. Mauritius zu Hollern. Festschrift zur Wiedereinweihung der durch Hendrik Ahrend restaurierten Orgel am 28. August 2011; Doris Marks: 400 Jahre St. Marien Grünendeich 1608–2008 (Schriftenreihe Drei Meilen Altes Land), Steinkirchen 2008; Wilhelm Merz: Das Kirchspiel Hollern vor 200 Jahren, Stade 1914; Gustav A. Künnicke: Versuch einer Orts-Chronik Hollern im Alten Lande, Jork 1940 [auch in: Hollern-Twielenfleth, S. 133–261].
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Denkmalatlas Niedersachsen; Nomine (Norddeutsche Orgelmusikkultur in Niedersachsen und Europa): Orgel.


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 41.
  2. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 56.
  3. Für einen knappen Überblick: Hofmeister, Kolonisation, S. 11.
  4. UB Hamburg I, Nr. 171. In Regesten Ebf. Bremen I, Nr. 467, mit „um 1141?“ datiert. Siehe zur Datierung auch UB Altes Land I, Nr. 73 mit Anm. 1.
  5. Hoyer UB I, Heft IV, S. 8 und S. 9. Zur Datierung: ebd., S. I ff. (Register A und B sind Übersetzungen und Register C eine Abschrift eines verlorenen, lateinischen Originals, das „erst nach und nach entstanden [ist …] und überhaupt nur bis unter den Grafen Gerhard III. von Hoya (1319–1383) fortgesetzt“ wurde (ebd., S. II).
  6. Höft-Schorpp, Hauptmann, S. 7. Zu den Landesgemeinden vgl. Dannenberg/Schulze, Geschichte II, S. 205 ff.
  7. Dannenberg/Schulze, Geschichte II, S. 217: Ebf. Christoph von Bremen (amt. 1511–1558) oktroyierte dem Alten Land 1517 eine neue Verfassung, wodurch „die äußere Autonomie […] beseitigt und die innere einschneidend beschränkt“ wurde.
  8. LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1955).
  9. Laut Bitter-Wirtz, Kirchen, S. 9, wurde 1901 im Turm „ein Stein mit der eingeritzten Jahreszahl 1116“ gefunden. In der übrigen Literatur ist dieser Fund nicht erwähnt.
  10. Hoyer UB I, Heft IV, S. 8; Künnicke, S. 9.
  11. UB St. Georg Stade, Nr. 71.
  12. NLA ST Dep. 10 Urk Nr. 4, Pratje, Bremen und Verden I, S. 341 ff.; Künnicke, S. 9. Die Urkunde nennt Nycolaus abbas sancte Marie Stadensis, der nach Dolle, Klosterbuch III, S. 1376, jedoch 1366 noch nicht Abt war, sondern erst 1376 bis 1388 (vor ihm hatte Hermann Harburg das Amt inne, 1357 bis 1376).
  13. RG Online, RG IV 07221, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/7221, 09.01.2023.
  14. RG Online, RG VII 02653, URL: http://rg-online.dhi-roma.it/RG/7/2653 (Datum 09.01.2023)
  15. Künnicke, S. 92, Anhang 3.
  16. Künnicke, S. 31.
  17. Künnicke, S. 94, Anhang 4. Vgl. überdies ebd., S. 18 ff.
  18. Zu Ebf. Christoph vgl. den Beitrag von Matthias Nistal in Dannenberg/Otte, Reformation, S. 39 ff. Zur Reformation in Bremen und Verden insgesamt vgl. die Beiträge in Dannenberg/Otte, Reformation und Wolters, Reformationsjahrhundert, S. 50 ff. Siehe auch Marks, S. 56 ff.
  19. Vgl. dazu Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 291. Der Hinweis aus dem Rechnungsbuch der Gemeinde wurde in der älteren Literatur als Abbruch des Hauptaltars gedeutet. Siehe auch Künnicke, S. 26 ff.
  20. Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 287.
  21. Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 289 ff.
  22. Künnicke, S. 46.
  23. Merz, S. 15.
  24. Scharf, Beschreibung, S. 15.
  25. Dies und das folgende Zitat: LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1973).
  26. LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1937).
  27. LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1937).
  28. LkAH, S 1 H III, Nr. 818, Bl. 13. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  29. LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1949).
  30. Hollern-Twielenfleth, S. 309.
  31. LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1961).
  32. LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1968).
  33. KABl. 1972, S. 5 f.; Hollern-Twielenfleth, S. 313.
  34. KABl. 1982, S. 177. Im Bericht über die Visitation 1979 vermerkte der Stader Sup.: „Dem Visitator wird als Wunsch einiger vorgetragen, die Kirchengemeinde möge nicht nur den Namen ‚Hollern‘, sondern Hollern-Twielenfleth führen, da erst dieser Doppelname den geographischen Radius der Zugehörigkeit zur Kirchengemeinde beschreibe“, LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1979).
  35. LkAH, L 5g, Nr. 199 (Visitation 1973).
  36. Zum Kindergarten vgl. 950 Jahre, S. 14 ff.
  37. KABl. 2011, S. 204 ff.
  38. KABl. 1997, S. 32.
  39. KABl. 2007, S. 180. Marks, S. 181 und S. 203; 950 Jahre, S. 17.
  40. Marks, S. 207.
  41. 950 Jahre, S. 18 ff.
  42. KABl. 1926, S. 41.
  43. KABl. 1972, S. 5 f.
  44. Hodenberg, Stader Copiar, S. 42 und S. 96 („Thetgerscop et Lu sint una obediencia cum bannis et decimis perpetuo decanatui annexa“). Künnicke, S. 6 f. Hofmeister, Besiedlung II, S. 284.
  45. LkAH, S 8d, 1826–1836 (Bekanntmachung des Königlichen Consistorii zu Stade, die Superintendenturen und Kirchen-Commissionen betreffend, 19.10.1826).
  46. KABl. 1939, S. 22; KABl. 1976, S. 9.
  47. Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 291.
  48. Golon, S. 35 und S. 59.
  49. Nach Bitter-Wirtz, Kirchen, S. 9, wurde 1901 im Turm „ein Stein mit der eingeritzten Jahreszahl 1116“ gefunden. In der übrigen Literatur ist dieser Fund nicht erwähnt.
  50. Künnicke, S. 28.
  51. Zum Altar vgl. ausführlich Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 284 ff., der zusammenfassend festhält: „Vorsichtig hypothetisch lässt sich formulieren, dass in Hollern die früheste (1572) lutherische Katechismusbeschriftung eines mittelalterlichen Wandelaltars im Bereich des Erzstifts Bremen nachgewiesen werden kann.“ In der älteren Literatur ist „um 1570“ als Entstehungsjahr des Flügelretabels angegeben (etwa Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 403 f.). Diederichs-Gottschalk geht jedoch von einer Umgestaltung eines vorref. Flügelaltars aus, in dessen Schrein und Flügeln ursprünglich Schnitzfiguren standen.
  52. Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 404 und S. 407.
  53. Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 251, Nr. 35.
  54. Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 749.
  55. Clasen/Großmann/Kiesow/Wortmann, KD Lkr. Stade, S. 411.
  56. Zur Orgelgeschichte Hollerns: Golon, S. 28 ff.; Golon/Kröncke, Orgeln, S. 68 ff.; Fock, Schnitger, S. 84; Küster/Tegtmeyer, Orgelreichtum, S. 30; Zimmermann, Nordelbe, S. 86.
  57. LkAH, G 9 B, Nr. 338, Bl. 2.
  58. Künnicke, S. 28.