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Orts- und Kirchengeschichte
Orgel, 1975

Orgel, 1975

Seit 1973 Ortsteil der Gemeinde Halle. – Bremke gehörte zu Herrschaft Homburg (Vogtei Hehlen)1 und kam nach dem Erlöschen der Edelherren von Homburg 1409 unter die Herrschaft der Welfen (Amt Wickensen, nachher Amt Eschershausen, 1850 Kreis Holzminden). Zu den Grundherren gehörte neben den Homburgern bzw. Welfen das Kloster Corvey. Der homburgische/welfische Besitz ging an die von Hake, später die von Werder zu Lehen.
Die im 16. Jh. zuerst erwähnte Kirche oder Kapelle wird zeitweilig als Filia, im corpus bonorum von 1751 dagegen als mater combinata von Harderode bezeichnet. 1903 war sie gemeinsam mit Welliehausen Filial von Harderode. Mitte des 19. Jh. wurde Bremke gegen den Willen der Einwohner zur KapG abgewertet (nach der braunschweigischen Kirchenverfassung von 1920 als „Sonderkirchengemeinde“ bezeichnet), doch blieb der Rechtsstatus letztlich umstritten. 1942 wurde es mit dem KK Holzminden von der braunschweigischen in die hannoversche Landeskirche umgegliedert.
Der KapV stellte 1958 den Antrag, Bremke als selbständige KG und mater combinata von Harderode anzuerkennen und beauftragte das Rentamt mit der Führung getrennter Kassen.2 In der Kirche von Bremke fanden zu dieser Zeit regelmäßige Sonntagsgottesdienste statt und die Gemeinde trug die Lasten für das Pfarrhaus in Harderode mit. Der KKV lehnte jedoch mit Beschluss vom 18. Januar 1960 die Umwandlung in eine KG ab. Nach Umwandlung der KG Harderode in eine KapG zum 1. Januar 1995 wurde Bremke gemeinsam mit dieser in die KG Bisperode eingegliedert3 Am 1. Januar 2001 wurde sie aufgehoben und ging in der neu gegründeten KG Am Ith auf.4

Kapellenbau

Dreiachsiger, rechteckiger verputzter Bruchsteinbau mit Eckquaderung (1779). Dach über den Schmalseiten abgewalmt. Vor der Ostseite ein Sakristeianbau aus Fachwerk. Der flach geschlossene Innenraum wird durch eine dreiseitige Emporenanlage gegliedert.

Turm

Vierseitiger verschieferter Dachreiter mittig auf dem Dach.

Ausstattung

Gemauerter Stipes. Aus einem früheren barocken Kanzelaltar von 1789 wurde der Kanzelkorb herausgenommen und frei im Altarraum aufgestellt. Altarbild mit Kreuzigung. – Taufstein in Form eines quadratischen Sandsteinpfeilers (1779). – Hölzerne Mondsichelmadonna (Anfang 16. Jh.).

Orgel

1968 Neubau durch Albrecht Frerichs (Göttingen) unter teilweiser Verwendung des Pfeifenwerks der Firma von Werder von 1848, 10 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Zwei LG, I: b’ (Bronze, Gj. 1636, David Fobbe, Göttingen); II: f’’ (Bronze, Mitte/Ende 13. Jh.).

Friedhof

In kirchliche Trägerschaft. Im Süden außerhalb der Ortschaft an der Straße nach Halle.

Landeskirchliches Archiv Hannover

A 1 Nr. 1421–1441 (Pfarroffizialsachen); D 22a (EphA Coppenbrügge).

Literatur

A: Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 87, Nr. 65; Steinacker, BKD Kr. Holzminden, S. 243–245; Kleinau, Ortsverzeichnis Land Braunschweig I, S. 103.


Fußnoten

  1. Ohainski, Lehnregister, S. 23.
  2. LkAH, B 2 G 1/Bremke, Bl. 2 (Pfarramt Harderode an LKA, 07.11.1958).
  3. KABl. 1995, S. 40 f.
  4. KABl. 2001, S. 11 f.