Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Hildesheimer Land-Alfeld, Amtsbereich Alfeld | Patrozinium: Petrus und Paulus1 | KO: Calenberger KO von 1569

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Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich lässt sich Wetteborn in der zweiten Hälfte des 12. Jh. nachweisen: 1182 stimmte Bf. Adelog von Hildesheim zu, das Einkommen des Priesters von Witeborne aufzubessern.2 Das Dorf war eine Villikation des Hildesheimer Bischofs und seine Einwohner waren überwiegend Hörige und Unfreie (Laten).3 1188/89 erscheint der Ort in einer bischöflichen Urkunde als villicationi nostre in Witeburnen (unsere Villikation in Wetteborne)4 und 1189 lässt sich Helmwicus als Verwalter (villicus) der Villikation Wetteborn belegen.5 Auch die Klöster Gandersheim und Brunshausen sowie die Herren von Uslar hatten Besitz in Wetteborn.6 Das Dorf zählte zum Amt Winzenburg des Hochstifts Hildesheim. Nach Ende der Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) fiel das Amt an das welfische Teilfsm. Braunschweig-Wolfenbüttel und kehrte erst 1643 unter stifthildesheimische Landesherrschaft zurück. Nach den Bestimmungen des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 fielen die Gebiete des Hochstifts an das Kgr. Preußen. In den Jahren des französischen Satellitenkgr. Westphalen (1807-1813) gehörte Wetteborn zum Kanton Lamspringe im Distrikt Goslar des Departements Oker. Ab 1815 war das Dorf, nun im Kgr. Hannover, wieder Teil des Amtes Winzenburg, kam 1828 zum Amt Bilderlahe (1852: Amt Lamspringe) und 1859 zum Amt Alfeld. Nach der preußischen Annexion 1866 blieb die Ämterverfassung zunächst bestehen und bei der Einführung der Kreisverfassung kam Wetteborn 1885 zum Kr. Alfeld (1977 Lkr. Hildesheim). 1965 schloss sich das Dorf der Samtgemeinde Freden an und 1974 fusionierte Wetteborn mit Eyershausen und Ohlenrode zur Gemeinde Landwehr, die 2016 in der neuen Gemeinde Freden (Leine) aufging. Der ländlich geprägte Ort hatte 1701 etwa 110 Einwohner, 1809 gut 280, 1925 gut 250 und 2014 knapp 150.

Kirche, Ansicht von Nordwesten, um 1960

Kirche, Ansicht von Nordwesten, um 1960

Wetteborn war 1182 Sitz eines Archidiakonats der Diözese Hildesheim, als Archidiakon ist in diesem Jahr der Domherr Liudoldus belegt (Liudoldus maioris ecclesie nostre canonicus archidiaconus de Witeborne).7 Neben Wetteborn zählten Everode, Klein Freden, Meimerhausen und möglicherweise Winzenburg zum Archidiakonat.8 Später verwaltete der Archidiakon von Alfeld das Archidiakonat Wetteborn.9
Als Archidiakonatskirche zählt die Kirche in Wetteborn zu den ältesten der Region.10 Um das Einkommen des Priesters von Wetteborn zu verbessern, übertrug ihm Archidiakon Liudoldus 1182 den Zehnten des Dorfes Ribbenrothe (wüst) und ließ diese Schenkung von Bf. Adelog bestätigen.11 Gut hundert Jahre später erscheint Engelhardus de Wetenborne als Pleban in der Zeugenliste einer Urkunde (1284).12 Im Jahre 1305 erhielt das Kloster St. Maria in Gandersheim13 das Patronat über die Kirche in Wetteborn: Äbtissin Sophie hatte Bf. Siegfried II. von Hildesheim dafür Land in Groß und Klein-Lewe sowie das Patronatsrecht über die dortige Kirche übertragen.14 1399 ist die Pfarrpfründe Wetteborn Teil eines Tauschgeschäfts zwischen Hermannus Bockvel und Henricus Spe.15 Mit Heinrich Wideshusen (1482) und Cort Mennecken († vor 1531) lassen sich zwei weitere vorref. Geistliche in Wetteborn nachweisen.16
Als Dorf im Fsm. Braunschweig-Wolfenbüttel erlebte Wetteborn eine erste Einführung der Reformation, nachdem die Truppen des Schmalkaldischen Bundes 1542 den kath. Landesherrn Hzg. Heinrich den Jüngeren vertrieben hatten. Eine Statthalterregierung, eingesetzt von Lgf. Philipp von Hessen und Kfs. Johann Friedrich von Sachsen, ließ noch im gleichen Jahr die Gemeinden und ihre Pfarrer visitieren, verkündete 1543 die Christlike kerken-ordening im lande Brunschwig, Wulffenbüttels deles, und schickte 1544 wiederum Visitatoren auf den Weg.17 Inhaber der Pfarrpfründe in Wetteborn war seinerzeit „Joachim Krickaw, zu Wulffenbuttell kuchemeister“; den eigentlichen Pfarrdienst versah ein mercenarius (Mietling), der von Krickaw für seine Dienste entlohnt wurde, dessen Name allerdings ungenannt bleibt („hat einen Mercenarium gehalten“). Das Patronat lag weiterhin bei der „D[omi]na zu sanct Marrien vor Ganderßheim“, also bei der Äbtissin des Marienklosters Gandersheim. Die beiden Nachbarorte Eyerßhausen und Aldenrode sind in den Protokollen der Visitation von 1542 jeweils als „filia der Pfarre Wetteborn“ genannt, also als Tochtergemeinden.18 1547 konnte Hzg. Heinrich der Jüngere in sein Fsm. zurückkehren und suchte die Gemeinden zu rekatholisieren. Die älteste Glocke im Wetteborner Kirchturm, gegossen 1562, nennt mit Johannes Struve den Namen des damaligen Pfarrinhabers. Der kaiserliche Notar Struve war seit 1551 bis zu seinem Tod 1606 Kanoniker des Reichsstifts Gandersheim und besaß auch die Pfarre in Ellierode.19 Den Pfarrdienst in Wetteborn hatte auch Struve sicher einem mercenarius übertragen. Die Glocke ist mit der prot. Devise „Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit“ (1 Petr 1,25) geschmückt und lässt daher vermuten, dass in der Wetteborner Kirche luth. gepredigt wurde.20 Zwei weitere Geistliche sind in diesen Jahren in Wetteborn belegt: 1562 resignierte Ernst Borcherdes den Pfarrdienst, ihm folgte Johann Abtmeier.21 Als 1568 Hzg. Julius die Regierung übernahm, machte er die Rekatholisierungsversuche seines Vaters rückgängig und führte im Fsm. Braunschweig-Wolfenbüttel erneut die Reformation ein, ließ die Gemeinden wiederum visitieren und gleichzeitig die Pfarrer einer theologischen Prüfung unterziehen; 1569 verkündete er die später sogenannte Calenberger Kirchenordnung.22 Mit Antonius Bervon versah noch immer ein mercenarius den Pfarrdienst im Kirchspiel Wetteborn, zu dem neben Eyershausen und Ohlenrode zu dieser Zeit auch Dankelsheim zählte (verus pastor, also Inhaber der Pfarre, war „des amptmans zu Haseckenhusen schwester sone“). Die theologischen Kenntnisse Bervons beurteilten die Visitatoren als irgendwie erträglich, wenn auch schwer (Aliquomodo tollerabilis, licet aegre.), den Gottesdienst feierte er nach kath. Ritus (Celebravit).23 Das Patronatsrecht lag 1568 noch beim Marienkloster, nach seiner Aufhebung 1570 ging es in den Besitz des Paedagogium illustre über, der späteren Universität Helmstedt (1576).
Die Uhrschlagglocke im Wetteborner Kirchturm, gegossen 1583, nennt vermutlich wiederum einen Pfarrer der Gemeinde: Iost Rodtloff ist sicher identisch mit dem langjährigen Pfarrer des Kirchspiels P. Jodokus Roleff (amt. 1581-1613).24 Die Kirchenbücher der Gemeinde reichen zurück bis 1616, eine Schule für Wetteborn, Eyershausen und Ohlerode existierte um 1630.25 In einer Beschreibung der luth. Dörfer des Hochstifts Hildesheim von 1730 werden als Tochtergemeinden Wetteborns „Olterssum [?], Eyershausen, und Oldenrode“ genannt.26

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1955

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1955

In die Amtszeit von P. Karl Behrens (amt. 1706-1749) fiel die Erneuerung des Kirchenschiffs, der bisherige Bau sei ein „kleines und finsteres“ Gebäude gewesen.27 Der Neubau entstand zwischen 1746 und 1748, der Kanzelaltar und vermutlich auch der Taufengel entstammen der Werkstatt des Gandersheimer Hofbildhauers Johann Caspar Käse (1705-1756).28 P. Joachim Heinrich Alphei (amt. 1777-1807) bemühte sich schon kurz nach seinem Amtsantritt um eine Orgel für die Kirche, vertagte seine Pläne jedoch vorerst, da u. a. der Schulmeister „sich mit dem Spielen einer Orgel nicht abgeben konnte“ und die Gemeinde einen zusätzlichen Organisten nicht bezahlen konnte. 1790 kam mit Ernst Wilhelm Hofmann schließlich ein neuer Schulmeister nach Wetteborn, der „die Fähigkeit hatte, eine Orgel zu spielen“ und P. Alphei griff seine Pläne wieder auf: 1791 schlossen er und Gemeindevertreter aus Wetteborn, Eyershausen und Ohlerode einen Vertrag mit dem Hildesheimer Orgelbauer Johann Conrad Müller.29 Nach einer Inschrift an der Windlade des Hauptwerks erweiterte der Orgelbauer Furtwängler das Instrument 1870 um ein zweites Manual und ein selbständiges Pedal.30
Während der NS-Zeit war die Pfarrstelle Wetteborn zunächst vakant (1933-1935), dann übernahm P. Wilhelm Rotermund (amt. 1935-1957) den Dienst, ein Angehöriger der BK.31 P. Rotermund war bis Ende 1948 in Kriegsgefangenschaft und in den Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs hatten nacheinander zwei Ostgeistliche das Kirchspiel betreut. Die Zahl der in den Kirchspielorten untergebrachten Geflüchteten übertraf 1947 – abgesehen von Westerberg – noch jeweils die der Einheimischen. P. Herbert Girke (amt. 1946-1948) beschrieb die Situation als spannungsreich: Der „Flüchtling und Evakuierte“ bilde einen „5. Stand“, er sei „der Arme und Besitzlose, der überall übrig ist“ und ein „Teilen oder Mittragen der Not“ erfolge nur selten. „Trotz mancher Kirchlichkeit herrscht ganz wenig Christlichkeit“, lautete das Resümee.32 Die Integration der Geflüchteten zu unterstützen, sah P. Girke als kirchliche Aufgabe an. Schwindende Gegensätze und ein wachsendes Miteinander beschrieb der P. Rotermund 1953, er wies u. a. auf die Zahl der Heiraten „zwischen einem Einheimischen und einem Flüchtling“ hin.33
Aufgrund der sinkenden Gemeindegliederzahl blieb die Pfarrstelle des Kirchspiels Wetteborn 1971 unbesetzt. Erwogen wurde die pfarramtliche Verbindung mit Everode, der KV schlug als Alternative zudem die Verbindung mit Dankelsheim in der braunschweigischen Landeskirche vor.34 Die verschiedenen Pläne kamen jedoch nicht zur Ausführung und Wetteborn erhielt 1977 wieder einen eigenen Pfarrer. Die beiden KapG Ohlenrode und Eyershausen hatten sich 1975 aufgelöst und waren in die KG Wetteborn eingegliedert worden.35 Bei der Visitation 1978 urteilte der Alfelder Sup., das Kirchspiel habe zwar unter der Vakanz gelitten, gehöre jedoch „zu den wirklich substanziell christlichen Gemeinden des Kirchenkreises“.36 Seit Mitte der 1980er Jahre betreuten Pastorinnen und Pastoren der Landeskirche das Kirchspiel, die mit der Versehung der Pfarrstelle beauftragt waren und gleichzeitig auch andere Aufgaben wahrnahmen. Zum 1. Mai 1999 schließlich begann die pfarramtliche Verbindung des Kirchspiels Wetteborn mit der KG Everode.37 Eine weitere Umstrukturierung erfuhr das Gebiet ein knappes Jahrzehnt später: Zum 1. Januar 2009 gründete sich der „Evangelisch-lutherische Gemeindeverband Region Freden“ als pfarramtliche Verbindung der KG Everode, den beiden Fredener KG St. Georg und St. Laurentius sowie der KG Wetteborn; die Pfarrstelle Everode-Wetteborn wurde aufgehoben.38 Seit 2013 trägt die Wetteborner Kirche den Namen Peter und Paul.

Umfang

Wetteborn, sowie die Dörfer Eyershausen (bis 1975 KapG), Ohlenrode (bis 1975 KapG) und Westerberg.

Aufsichtsbezirk

1182 Sitz eines Archidiakonats der Diözese Hildesheim, später mit Archidiakonat Alfeld verbunden. – Um 1542/44 zur Insp. Alfeld, 1569 zur Insp. Lamspringe/Groß Freden.39 Ab 1651/52 Spezialinsp. des GSup. Alfeld (Insp. Alfeld, 1924 KK Alfeld).40 Seit 1. Januar 2011 KK Hildesheimer Land-Alfeld, Amtsbereich Alfeld.41

Patronat

Ursprünglich der Bf. von Hildesheim. Ab 1305 das Kloster St. Maria in Gandersheim. Seit 1570 das paedagogium illustre in Gandersheim, das den Besitz des Marienklosters erhalten hatte, 1574 nach Helmstedt verlegt wurde und 1576 in der neuen Universität Helmstedt aufging.42 Nach Aufhebung der Universität 1810 der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Grundriss, vor 1929

Kirche, Grundriss, vor 1929

Rechteckige, in den Hang gebaute Saalkirche, an Nordseite bündig mit Turm, an Südseite über ihn hinaustretend, errichtet 1746-48. Satteldach, im Osten abgewalmt; verputztes Bruchsteinmauerwerk; flachbogige Fenster, Portal an Südseite, Eingang zur Sakristei an Ostseite. Im Innern flachgewölbte Holzdecke, u-förmige Westempore, zweigeschossige, teilweise geschlossene Ostempore mit bemalten Brüstungsfeldern.

Turm

Querrechteckiger, mittelalterlicher Westturm, Unterbau vermutlich 12. Jh. Verschiefertes Walmdach, darauf offener Dachreiter mit achtseitigem Pyramidendach, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne. Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung, Stützpfeiler an West- und Nordseite; Schallöffnungen mit gedrückten Bögen. Turmhalle mit Kreuzgratgewölbe, Turmuhr aus der ersten Hälfte des 16. Jh., 1859 durch neue ersetzt (Firma Weule, Bockenem).

Ausstattung

Reich verzierter, barocker Kanzelaltar (Mitte 18. Jh., Johann Caspar Käse, Gandersheim), Kanzelkorb von je zwei Säulen flankiert, über dem Schalldeckel und vor dem oberen Feld Figur des triumphierenden Christus mit Siegesfahne; mehrere Engelsfiguren; über den seitlichen Durchgängen Figuren der Apostel Petrus und Paulus. – Geschnitzter Taufengel (1745, wohl Werkstatt Käse), Muschel für Taufschale in der einen, Spruchband in der anderen Hand („Lasset die Kindlein zu mir kommen. 17 Henn. Mätje, Ab[tei]r[a]th. Adam 45“). 1994 restauriert (Wolfram Kummer, Pattensen).43 – Taufschale (1660, vergoldetes Kupfer), Inschrift: „M. Harmannus Remmelinck Anno 1660“ (P. Hermann Rembling, amt. 1656-1696).

Orgel

Orgel

Orgel

1791/92 Neubau von Johann Conrad Müller (Hildesheim), laut Vertrag 10 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen; zwei Register halbiert, Tremulant, zwei Zimbelsterne; finanziert aus „freiwilligen Gaben der 3 Dörfer“ (kath. Messglöckchen als Kalkanten-Glocke verwendet).44 1870 romantisierender Umbau und Erweiterung um selbständiges Pedal und (vermutlich) HintW, ausgeführt von Ph. Furtwängler & Söhne (Elze), 17 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen; historischer Prospekt erhalten.45 1938 Instandsetzung, ausgeführt von Otto Dutkowski (Braunschweig), 17 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen.46 Im Hauptwerk großer Teil des Müllerschen Pfeifenmaterials erhalten. 1990 urteilte der Orgelrevisor, dass „dringend eine Restaurierung“ erforderlich sei.47 2010 war der Zustand der Orgel „technisch und musikalisch vollkommen unbefriedigend“.48 Denkmalorgel.

Geläut

Zwei LG, I: f’, Inschrift: „Verbum dominum manet in eternum. Komet her to mi alle de gi bemoet und beladen sint ik will iv erquicken. Ernst Barchardes, Amtman. Johannes Struven, Parner. Drewes Wisen, Kasten Sievers. Henni Kruse heft mi gegoten. Anno Domini 1562“, Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Henni Kruse hat mich gegossen im Jahr des Herrn 1562, Bilder: Kruzifixe, Marienbilder, Lamm (Bronze, Gj. 1562, Henni Kruse), im Zweiten Weltkrieg zu Kriegszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und 1947 zurück nach Wetteborn;49 II: g’ (Bronze, Gj. vielleicht 13. Jh.). Eine SG, Inschrift: „Hinrich Ivers, Her Iost Rodtloff. Hans Adam. Hans Arens, Peter Barken. Anno 1583. Hans Martens hat mich gegossen zu Gorsseler“ (Bronze, Gj. 1583, Hans Martens, Goslar).50 – Früherer Bestand: Eine kleine LG, 1772 nach Everode verkauft.51

Kapellen in Eyershausen und Ohlenrode.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1767-71, zweigeschossiger Fachwerkbau). – Gemeindehaus (Bj. um 1800, ehemalige Pfarrscheune, 1969 nach Brand saniert).

Friedhof

Alter kirchlicher Friedhof rund um die Kirche, letzte Beerdigung 1927. Neuer Friedhof im Eigentum der politischen Gemeinde.

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 11526-11540 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 8557-8563 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 2411-2412 (Visitationen); B 18 Nr. 55 und 310 (Orgelsachverständiger); D 43 (EphA Alfeld); S 2 Witt Nr. 6 und 12 (Fotosammlung); S 11a Nr. 7412 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 279, Nr. 94; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1351; Graff, Geschichte Kr. Alfeld, S. 446-452; Kiecker/Graff, KD Kr. Alfeld, S. 277-281; Meyer, Pastoren II, S. 500-501; Mahr, Orgelbauer Müller, S. 409-414.
B: Wetteborner Back- und Kochbuch der Kirchengemeinde Wetteborn, hrsg. von der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wetteborn [Wetteborn 2002]; Wilhelm Plaß: Von der alten Orgel in der Kirche zu Wetteborn, in: Gemeindeblatt für den Kirchen-Kreis Alfeld 6 (1933), Nr. 6 und 7.


Fußnoten

  1. Nach Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 137 vielleicht Petrus und Paulus, nach Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien II, S. 59: Cosmas und Damianus (1562).
  2. UB HS Hildesheim I, Nr. 417. Die mitunter genannte Ersterwähnung 1167 (Mahr, Orgelbauer Müller, S. 409), geht zurück auf ein Missverständnis eines Absatzes bei Goetting, Bistum Hildesheim 2, S. 165, in dem es um die letzte urkundliche Erwähnung des Cluser Abts Winnemarus geht.
  3. Graff, Geschichte Kr. Alfeld, S. 446.
  4. UB HS Hildesheim I, Nr. 458.
  5. UB HS Hildesheim I, Nr. 472.
  6. Kiecker/Graff, KD Kr. Alfeld, S. 278.
  7. UB HS Hildesheim I, Nr. 417.
  8. Lüntzel, Ältere Diöcese Hildesheim, S. 262 f.
  9. Machens, Archidiakonate, S. 110.
  10. Graff, Geschichte Kr. Alfeld, S. 449.
  11. UB HS Hildesheim I, Nr. 417.
  12. UB HS Hildesheim III, Nr. 689.
  13. Dolle, Klosterbuch I, S. 450 ff. Das Marienkloster war ein Eigenkloster des Reichsstifts Gandersheim.
  14. UB HS Hildesheim III, Nr. 1522 und 1532.
  15. RG Online, RG II 03218, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/3218, 01.08.2018.
  16. Goetting, Bistum Hildesheim 1, S. 495; Goetting, Bistum Hildesheim 2, S. 165. Heinrich Wideshusen (GSN: 015-03624-001), in: Germania Sacra, http://personendatenbank.germania-sacra.de/index/gsn/015-03624-001, 01.08.2018; Cort Menneken (GSN: 016-03070-001), in: Germania Sacra, http://personendatenbank.germania-sacra.de/index/gsn/016-03070-001, 01.08.2018.
  17. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 4 und 22 ff.; Butt, Herrschaft, S. 42 ff.
  18. Alle Zitate: Kayser, Kirchenvisitationen, S. 219.
  19. Goetting, Bistum Hildesheim 1, S. 438 f.; Johannes Struve (GSN: 015-05782-001), in: Germania Sacra, http://personendatenbank.germania-sacra.de/index/gsn/015-05782-001, 02.08.2018.
  20. DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 170 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di088g016k0017006.
  21. Goetting, Bistum Hildesheim 2, S. 165. Ernst Borcherdes (GSN: 016-00307-001), in: Germania Sacra, http://personendatenbank.germania-sacra.de/index/gsn/016-00307-001, 01.08.2018; Johannes Abtmeier (GSN: 016-00004-001), in: Germania Sacra, http://personendatenbank.germania-sacra.de/index/gsn/016-00004-001, 01.08.2018.
  22. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 5 und 83 ff.; Butt, Herrschaft, S. 58 ff.
  23. Alle Zitate: Spanuth, Quellen, S. 276.
  24. DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 207 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di088g016k0020708; Meyer, Pastoren II, S. 500: „1581 bis etwa 1607 Jodocus Roleffs“, nach Meyers Einschätzung „wohl identisch“ mit „16..-1613 Justus Rudolphi“.
  25. Graff, Geschichte Kr. Alfeld, S. 450 und 452.
  26. Evangelischer Kirchenstaat, S. 62.
  27. Zit. bei Graff, Geschichte Kr. Alfeld, S. 449.
  28. Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 279, Nr. 94.
  29. Alle Zitate bei Plaß, Nr. 6 (aus Pfarrchronik von P. Alphei); Vertrag ebd. Nr. 7; Graff, Geschichte Kr. Alfeld, S. 452.
  30. Mahr, Orgelbauer Müller, S. 411, Anm. 928.
  31. LkAH, S 1 H III Nr. 311, Bl. 32.
  32. LkAH, L 5h, unverz., Wetteborn, Visitation 1947.
  33. LkAH, L 5h, unverz., Wetteborn, Visitation 1953: insgesamt 16 von 76 im Zeitraum von 1947 bis 1952.
  34. LkAH, L 5h, unverz., Wetteborn, Visitation 1972.
  35. KABl. 1975, S. 4.
  36. LkAH, L 5h, unverz., Wetteborn, Visitation 1978. Auch bei der Visitation 1947 hatte LSup. Rudolf Detering daran erinnert, dass Wetteborn „früher die beste Gemeinde des Kirchenkreises“ gewesen sei, LkAH, L 5h, unverz., Wetteborn, Visitation 1947.
  37. KABl. 1999, S. 79.
  38. KABl. 2009, S. 201 ff.
  39. Reller, Kirchenverfassung, S. 112, 169 f. und 226.
  40. Meyer-Roscher, Streiflichter, S. 123.
  41. KABl. 2011, S. 70 ff.
  42. Ahlhaus, Patronat, S. 101; Dolle, Klosterbuch I, S. 452.
  43. Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 279, Nr. 94.
  44. Graff, Geschichte Kr. Alfeld, S. 450; Plaß, Nr. 7.
  45. Mahr, Orgelbauer Müller, S. 411, Anm. 928: An Hauptwerkslade findet sich eine Inschrift von Furtwängler, die Müller als Erbauer der Orgel nennt und „Überholung des Instrumentes, Erweiterung um ein Hinterwerk und ein Pedal“ als Arbeiten Furtwänglers aufzählt. In den Unterlagen zur Orgel wird das zweite Manual in der Regel als spätere Ergänzung angesehen, die Dutkowski 1938 vorgenommen hat, etwa LKA, G 9 B/Wetteborn Bd. I, Bl. 15. Bei Pape/Schloetmann, Hammer, ist die Orgel in Wetteborn nicht erwähnt.
  46. LKA, G 9 B/Wetteborn Bd. I, Bl. 1. Die Instandsetzung durch Dutkowski wird verschiedentlich auf 1950 datiert (etwa Mahr, Orgelbauer Müller, S. 411).
  47. LkAH, L 5h, unverz., Wetteborn, Visitation 1990.
  48. Mahr, Orgelbauer Müller, S. 414.
  49. DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 170 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di088g016k0017006; LkAH, L 5h, unverz., Wetteborn, Visitation 1947.
  50. DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 207 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di088g016k0020708.
  51. Graff, Geschichte Kr. Alfeld, S. 450.