Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Hildesheimer Land-Alfeld, Amtsbereich Alfeld | Patrozinium: Andreas (seit 1972)1 | KO: Calenberger KO von 1569

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Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist das Dorf erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1131 erwähnt, in der Bf. Bernhard von Hildesheim den Besitz und die Rechte des Klosters Backenrode (später Marienrode) bestätigte. Das Kloster besaß in Werstat tres mansos cum eorum decima et duabus mansionibus (drei Hufen und deren Zehnten sowie zwei Höfe).2 Die örtliche Adelsfamilie, die Ritter von Wehrstedt, besaßen ihre Güter – Land, Höfe, Wald, Mühle und Kapelle – als Lehen des Bf. von Hildesheim. Sie starben in männlicher Linie im frühen 13. Jh. aus und Bf. Hartbert von Hildesheim übertrug ihre Besitzungen an das Hildesheimer Stift St. Andreas.3 Die weiblichen Erben verzichteten in den folgenden Jahrzehnten auf ihre Ansprüche.4 In der ersten Hälfte des 14. Jh. hatten die Ritter von Steinberg einen Adelshof in Wehrstedt. Das Dorf lag im Gebiet des Amtes Winzenburg des Hochstifts Hildesheim, Inhaber der Gerichtsbarkeit waren jedoch die Besitzer des adligen Hofes. Nach Ende der Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) fiel das Amt Winzenburg an das welfische Teilfsm. Braunschweig-Wolfenbüttel. Die Familie von Steinberg starb 1570 in männlicher Linie aus und ihr Wehrstedter Besitz kam bald darauf an die Familie von Stopler. Im Winzenburger Erbregister von 1578 heißt es: „Das dorff Wehrstidt gehöret Wilhelm Stopeler, alß Fürstl[ich] Braunschw[eigisches] Lehn, mit Gerichte und Rechte so weit und breit das Dorff Wehrstidt zu sambt seiner angehörigen Holtz und Feldtmarck sich erstrecket mit der Jagent und aller Gerechtigkeit“.5 Auch nach der Rückkehr unter hildesheimische Landesherrschaft (Restitution des Großen Stifts 1643) blieben Dorf und Gerichtsbarkeit im Lehnsbesitz der Familie von Stopler. Die Familie starb 1816 in männlicher Linie aus und das Gut fiel an die Klosterkammer.6 Nach den Bestimmungen des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 war das Gebiet des Hochstifts Hildesheim an das Kgr. Preußen gefallen. In den Jahren des französischen Satellitenkgr. Westphalen (1807-1813) zählte Wehrstedt zum Kanton Bodenburg im Distrikt Hildesheim des Departements Oker. Im Jahr 1815 kam das Dorf, nun im Kgr. Hannover, an das Amt Wohldenberg, das 1852/59 im Amt Bockenem aufging. Nach der Annexion Hannovers 1866 wieder preußisch, gehörte Wehrstedt seit 1885 zum Kr. Marienburg (1946 Lkr. vHildesheim-Marienburg, 1977 Lkr. Hildesheim). 1974 wurde Wehrstedt nach Bad Salzdetfurth eingemeindet. Der landwirtschaftliche geprägte Ort wandelte sich mit dem Aufbau der Kaliindustrie im benachbarten Bad Salzdetfurth. Im Jahr 1940 setzte sich die Gemeinde einerseits aus Bauern mit kleinem bis mittlerem Landbesitz sowie Industriearbeitern andererseits zusammen.7 Diesen Unterschied schätzte der Sup. 1955 als schwerwiegender ein als das Gegenüber von Einheimischen und Flüchtlingen.8 Neubaugebiete nördlich des alten Ortskerns ließen das Dorf in den 1960er Jahren wachsen. Um 1810 hatte Wehrstedt knapp 300 Einwohner, 1971 rund 1.370 und 2018 gut 1.000.

Altaraufsatz, Ausschnitt, 1947

Altaraufsatz, Ausschnitt, 1947

Am Anfang der Wehrstedter Kirchengeschichte steht eine Urkunde Bf. Hartberts von Hildesheim aus dem Jahr 1207. Ritter Gerhard von Wehrstedt und die Frommen des Dorfes (eiusdem ville fidelibus) hätten in Wehrstedt eine Kapelle errichtet, um die Ehre Gottes zu mehren und zur Bequemlichkeit der Diener Gottes (pro divini cultus honore ampliando et comodo divini servitii habendo).9 Diese Kapelle löste Bf. Hartbert von der Mutterkirche in Detfurth ab (ausgenommen war das iure synodali), erhob sie damit zur Kirche und machte Wehrstedt zu einer eigenständigen Kirchengemeinde. Drei Jahre später belehnte Hartbert das Hildesheimer Stift St. Andreas mit dem Patronatsrecht über die neue Kirche.10 Sein Nachfolger Bf. Siegfried bestätigte 1221, dass die ecclesiam in Werstede im Besitz des Andreasstifts sei.11 Namen vorref. Geistlicher sind nicht überliefert.
Zur Zeit der Reformation gehörte Wehrstedt zum Fsm. Braunschweig-Wolfenbüttel und erlebte so eine erste Einführung der luth. Lehre, nachdem die Truppen des Schmalkaldischen Bundes 1542 den kath. Landesherrn Hzg. Heinrich den Jüngeren vertrieben hatten. Der Wehrstedter Grundherr Christoph von Steinberg stand dabei auf Seiten des Bundes und gehörte auch der Statthalterregierung ein, die Lgf. Philipp von Hessen und Kfs. Johann Friedrich von Sachsen eingesetzt hatten, um die Reformation in dem besetzten Fsm. einzuführen. Später war er auch Rat von Hzg. Julius, Fs. von Braunschweig-Wolfenbüttel.12 Johannes Bugenhagen, Martin Görlitz und Antonius Corvinus visitierten 1542 die Gemeinden des Fsm., um die einzelnen Pfarrer zu begutachten; 1543 erschien die Christlike kerken-ordening im lande Brunschwig, Wulffenbüttels deles, die Corvinus und Görlitz verfasst hatten; 1544 fand eine weitere Generalvisitation statt.13 Im Visitationsprotokoll von 1542 ist Wehrstedt nur sehr knapp im Zusammenhang mit dem gut dreieinhalb Kilometer südwestlich gelegenen Almstedt erwähnt: „diese beide Dorffer sind der von Steinberg vnd sollen mit guten pfarhern versehn“ sein.14 Im Jahr 1547 konnte Hzg. Heinrich der Jüngere nach Braunschweig-Wolfenbüttel zurückkehren und suchte sein Fsm. zu rekatholisieren. In dieser Zeit ließ der Patron Christoph von Steinberg den Turm der Wehrstedter Kirche erneuern, wie die Inschriftentafel über dem nördlichen Eingang nahe legt, die die Jahreszahl 1566 trägt.15 Heinrichs Sohn und Nachfolger Hzg. Julius, der 1568 die Regierung übernahm, führte im gleichen Jahr erneut die luth. Lehre im Fsm. Braunschweig-Wolfenbüttel ein, ließ die Gemeinden wiederum visitieren und erließ 1569 die später sogenannte Calenberger Kirchenordnung.16 In den Berichten zur Visitation 1568 ist erstmals der Name eines Wehrstedter Pfarrers überliefert: P. Melchior Heinecken (amt. 1568-1579), der gleichzeitig auch Pfarrer in Almstedt war.17 Die Verbindung mit Almstedt bestand nach 1579 nicht weiter, allerdings betreuten die Pfarrer von Wehrstedt von nun an bis zur Mitte des 18. Jh. das gut vier Kilometer südöstlich gelegene Upstedt.18
Seit der Rückkehr unter stiftshildesheimische Landesherrschaft war Wehrstedt ein luth. Dorf mit einem kath. Landesherrn. Die Wehrstedter Kirchenbücher beginnen 1686. In der ersten Hälfte des 18. Jh. ließen der Patron Johann Friedrich Leopold von Stopler und seine Ehefrau Anna Ilsa von Guldenfeld die Dorfkirche erneuern und vergrößern. An der Ostseite der Kirche findet sich über der ehemaligen Tür zur Patronatsprieche die Jahreszahl 1716, ebenso auf den Kirchenfenstern. Bereits 1706 hatte Friedrich Wilhelm von Stopler einen Taufengel gestiftet.19 An der Wende vom 18. zum 19. Jh. erhielt Wehrstedt ein neues Schulhaus; die Schule wurde 1932 verstaatlicht und 1981 geschlossen.20
Während der NS-Zeit war P. Johann Gottlieb Daniel August Cordes (amt. 1927-1951) Pfarrer in Wehrstedt. Bei der Visitation 1940 beklagte er die „Entfremdung der männlichen Jugend von der Kirche und Gottes Wort“. Die Ursache dafür sah er in einer „Beeinflussung von außen her, besonders in Lagern der H. J.“, zudem sei „‚der Geist der Zeit‘ überhaupt rein aufs Irdische gerichtet.“ Abschließend stellte er fest: „Offener Kampf gegen die antichristliche Agitation, wie wir ihn früher gegen das marxistische Freidenkertum führten, ist jetzt ja nicht möglich“.21 Mit dem Zuzug Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Katholiken in Wehrstedt; seit 1946 konnten sie regelmäßig kath. Gottesdienste in der ev. Kirche feiern.22

Orgel, nach 1975, Orgelprospekt: Zustand 1975

Orgel, nach 1975

Seit Anfang der 1950er Jahre betreute der Wehrstedter Pfarrer P. Hermann-Eberhard Goebel (amt. 1951-1955) auch den Pfarrbezirk Bad Salzdetfurth Süd, bis sich hier die Martin-Luther-Gemeinde Bad Salzdetfuth gründete und eine eigene Pfarrstelle erhielt.23 Die Pfarrstelle in Wehrstedt blieb seit 1956 unbesetzt; den pfarramtlichen Dienst versah zunächst der Pfarrdiakon Ernst Frank (amt. 1956-1966), dann P. i. R. Gunther Haupt (amt. 1969-1974), der nach seiner Pensionierung in der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelt war. Im Jahr 1972 gab sich die KG den Namen „Ev.-luth. Andreas Kirchengemeinde Wehrstedt“.24 1974 kam P. Joachim Kracke (amt. 1974-1995) als Pfarrer der Landeskirche nach Wehrstedt. Mit dem 1. Januar 1976 wurde die Pfarrstelle der KG Wehrstedt mit der zweiten Pfarrstelle der St.-Johannis-KG Bodenburg vereinigt, ihr Sitz nach Wehrstedt verlegt und mit P. Joachim Kracke besetzt.25 Die Zusammenarbeit zwischen den beiden pfarramtlich verbundenen Gemeinden blieb nach Einschätzung der Visitatoren gering.26 Zum 1. Oktober 1995 wurde die pfarramtliche Verbindung wieder gelöst.27 Bereits 1990 hatte der Planungsausschuss des Kirchkreises erwogen, die Gemeinde Wehrstedt nicht mit Bodenburg, sondern stattdessen mit der Martin-Luther-Gemeinde Bad Salzdetfurth zu verbinden.28 Diese Pläne kamen nun, nachdem die Kirchenvorstände zugestimmt hatten, zur Verwirklichung; Sitz des Pfarramts war Bad Salzdetfurth.29 Bereits knapp fünf Jahre später, zum 1. August 2001, endete die pfarramtliche Verbindung der beiden Gemeinden wieder und Wehrstedt kehrte zum gemeinsamen Pfarramt mit der KG Bodenburg zurück.30 Im Jahr 2007 ließ die Gemeinde im Pfarrgarten einen alten Eisenbahnwaggon aufstellen, der seitdem als Jugendraum dient („Jugendwaggon Wehrstedt“).

Umfang

Das Dorf Wehrstedt.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Detfurth der Diözese Hildesheim.31 – Um 1542/44 zur Insp. Alfeld, 1569 zur Insp. Lamspringe/Groß Freden.32 Ab 1651/52 Spezialinsp. des GSup. Alfeld (Insp. Alfeld).33 1829 zur kurzlebigen Insp. Wrisbergholzen, 1833 zur neu organisierten Insp. (1924: KK) Bockenem. Zum 1. April 1976 fusionierten die KK Bockenem und Hoheneggelsen, zum 1. Januar 1978 umbenannt in KK Bockenem-Hoheneggelsen.34 Zum 1. Januar 2005 mit KK Elze-Coppenbrügge zum KK Hildesheimer Land zusammengeschlossen.35 Seit Zusammenschluss der KK Alfeld und Hildesheimer Land am 1. Januar 2011 zum KK Hildesheimer Land-Alfeld, Amtsbereich Alfeld.36

Patronat

Seit 1210 das Andreasstift in Hildesheim,37 später die Besitzer des adligen Gutes in Wehrstedt, zuerst Familie von Steinberg (mit Christoph von Steinberg 1570 in männlicher Linie ausgestorben), danach kurzzeitig Fritz von der Schulenburg,38 seit vor 1578 Familie von Stopler, als Lehen des Hildesheimer Stifts St. Andreas.39 Seit 1816 der Landesherr (bis 1871).40

Kirchenbau

Rechteckige Saalkirche, umgebaut und vergrößert 1716. Kirchenschiff tritt an Südseite weiter über Turm hinaus als an Nordseite, verputztes Bruchsteinmauerwerk, Rechteckfenster. Inschriften- und Wappenstein über vermauerter, hochgelegener Tür in Ostwand: „J[ohann] F[riedrich] L[eopold] v[on] Stopler Anno 1716 A[nna] I[lsa] v[on] Guldenfeld“.41 Im Innern Brettertonne mit Lattenrippen, geschlossene Ostempore (Gutsprieche), Westempore. Sanierung 1971-72 (u. a. Fenster in Ostwand vermauert, Treppe zur Tür in Ostwand – Eingang zur Gutsprieche – entfernt und Tür vermauert; Neuausmalung Innenraum).

Fenster

Acht Glasfenster von 1716, mit schwarzen Blattwerkverzierungen und Wappen der Familie von Stopler (Ritztechnik, 1993 restauriert).

Turm

Mittelalterlicher Westturm aus verputztem Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung, ursprünglich vermutlich höher.42 Verschieferter Turmhelm mit rechteckigem Ansatz und achteckig ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kugel, Kreuz und Wetterhahn, Schallgauben nach Norden, Süden und Westen, Auslegestuhl für Uhrschlagglocke nach Osten. Schmale, hochrechteckige Fenster in Turmwänden, Uhrziffernblatt an Süd- und Nordwand. Inschriftentafel mit Wappenschild über Nordportal: „C[hristoph] v[on] S[teinberg]. In dem namen gods des here steit dut gebuwe den va[n] Werstede tho ere. Dorch godes gnade un macct wert al di[n]ck vulbracht. 1566“, Im Namen Gottes des Herrn steht dieses Gebäude denen von Wehrstedt zur Ehre. Durch Gottes Gnade und Macht wird alles vollbracht.43 Turmuhr von 1907 (J. F. Weule, Bockenem). Turm 2013 saniert (u. a. Turmhelm neu gedeckt, Gaube mit Schallfenster nach Westen, weißer Außenputz).

Ausstattung

Holzverkleideter Altar mit seitlichen Schranken. – Barockes Altarretabel: im Mittelfeld Gemälde mit Kreuzigungsszene, flankiert von gedrehten und girlandenumwundenen Säulen; in den Seitenfeldern Gemälde mit Moses und Johannes dem Evangelisten; in Predella Abendmahlsbild; im halbrunden Giebelfeld ein von geschnitzten Engeln flankiertes Medaillon mit Gemälde der Grablegung Christi; als Bekrönung Figur des auferstandenen Christus mit Siegesfahne (1971 und 1995 restauriert). – Kanzel mit Schalldeckel, verziert mit reichem Schnitzwerk (1665, Christoph Dehnen), Moses als Trägerfigur, an den Kanzelwandungen Figuren Christi und der vier Evangelisten auf Engelkopfkonsolen, moderne Treppe. – Romanischer Taufstein, zeitweise im Pfarrgarten als Hühnerfuttertrog, 1972 restauriert und wieder in der Kirche. – Schwebender, hölzerner Taufengel (1706, möglicherweise Werkstatt Andreas Bartels, Hildesheim), Taufschale in ausgestreckten Armen, bis 1972 in Gebrauch, 1995 restauriert.44 – Gemälde „Wehrstedter Bergpredigt“ (1948, Ernst Frühsorge, Hannover), Jünger Jesu als „Bauern, Waldarbeiter, Handwerker, als Bergmann sowie als Kriegsheimkehrer und Flüchtlinge“ dargestellt.45

Orgel

1744 schloss Patronatsherr Gottschalk Leopold von Stopler mit Orgelbauer Johann Georg Müller (Hildesheim) einen Vertrag über die Lieferung einer Orgel, 1745 quittierte Müller die Bezahlung; 9 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen.46 1878 Kostenvoranschlag für Um- und Erweiterungsbau von August Schaper (Hildesheim). 1885 Orgel abgebaut. Neubau, ausgeführt von August Schaper (Hildesheim), 11 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1917 Ausbau der Prospektpfeifen und Abgabe zu Rüstungszwecken, 1927 Einbau neuer Prospektpfeifen.47 1972 Neubau von Hermann Hillebrand (Altwarmbüchen), 7 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Zwei LG, I: as’, Inschrift: „Psal[m] XCV Kompt herzv last vns dem Hern frolocken vnd iavchzen dem Hort vnsers Heils. Wolfhart Stopler Mette von der Leydt haben mich dvrch Diderich Menten giesn lasn Ano 1614“ (Bronze, Gj. 1614, Dietrich Mente, Hildesheim);48 II: b’, Inschrift: „anno d[omi]ni m d xii o rex glorie criste veni cvm pace harmen koster me fecit“, Im Jahr des Herrn 1512. O König der Ehre, Christus, komm mit Frieden. Harmen Koster hat mich gemacht, Bild: Mondsichelmadonna im Strahlenkranz (Bronze, Gj. 1512, Harmen Koster, Hildesheim).49 LG I 1942 zu Kriegszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und seit 1947 wieder in Wehrstedt.50 Beide LG 2012 restauriert (Anschlagstellen ergänzt; neue Krone in LG II eingeschweißt; Firma Lachenmeyer, Nördlingen). Eine SG, b’’ (Bronze).

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1766, zweistöckiger Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach). – Küsterhaus mit Gemeindesaal (Bj. um 1890).

Friedhof

Kirchlicher Friedhof am südlichen Ortsrand.

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 11461-11465 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 8485-8493 (Pfarrbestallungsakten); D 44 (EphA Bockenem); N 069 (Nachlass Paul Wachsmuth); S 11a Nr. 7152 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 277, Nr. 90; Blume, Beiträge, S. 62-64; Mahr, Orgelbauer Müller, S. 461-464; Meyer, Pastoren II, S. 486-487; Pape, Schaper, S. 344-345; Reden-Dohna, Rittersitze, S. 199-201; Siebern/Kayser, KD Kr. Marienburg, S. 189-190.
B: 800 Jahre Kirche in Wehrstedt. 1207-2007, hrsg. vom Kirchenvorstand der ev.-luth. Kirchengemeinde Wehrstedt, Wehrstedt 2007.

GND

1027779727, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Wehrstedt; 1027779298, Sankt Andreas (Bad Salzdetfurth)


Fußnoten

  1. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1978: „Da nach mehrjährigen vergeblichen Bemühungen des Pfarrers Dr. Haupt der ursprüngliche Name der Kirche zu Wehrstedt nicht festgestellt werden konnte, beschloß der Kirchenvorstand am 10.02.1972, die Kirche ‚Andreaskirche‘ und die Kirchengemeinde ‚Ev. luth. Andreas-Kirchengemeinde‘ zu nennen.“
  2. Cal. UB IV, Marienrode, Nr. 3; UB HS Hildesheim I, Nr. 195.
  3. UB HS Hildesheim I, Nr. 642.
  4. Siebern/Kayser, KD Kr. Marienburg, S. 189.
  5. Junker, Winzenburger Erbregister, S. 475. Zwischenzeitlich war das Gut kurz im Besitz Fritz’ von der Schulenburg, Siebern/Kayser, KD Kr. Marienburg, S. 189.
  6. Blume, Beiträge, S. 62 f.; Reden-Dohna, Rittersitze, S. 199.
  7. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1940.
  8. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1955.
  9. UB HS Hildesheim I, Nr. 619.
  10. UB Stadt Hildesheim I, Nr. 62.
  11. UB HS Hildesheim I, Nr. 766.
  12. Reden-Dohna, Rittersitze, S. 199 f.
  13. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 4 und 22 ff.; Butt, Herrschaft, S. 42 ff.
  14. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 196.
  15. DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 174 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di088g016k0017404.
  16. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 5 und 83 ff.; Butt, Herrschaft, S. 58 ff.
  17. Spanuth, Quellen, S. 276.
  18. 800 Jahre, S. 41 ff.
  19. 800 Jahre, S. 22.
  20. 800 Jahre, S. 34 ff.
  21. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1940.
  22. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1949.
  23. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1955.
  24. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1978.
  25. KABl. 1976, S. 7 und 100.
  26. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1984 und Visitation 1990.
  27. KABl. 1995, S. 124.
  28. LkAH, L 5h unverz., Wehrstedt, Visitation 1990.
  29. KABl. 1995, S. 124; LkAH, L 5h, unverz., Bad Salzdetfurth Martin-Luther, Visitation 1994.
  30. KABl. 2001, S. 179.
  31. Kleinau, Neuer Text, S. 94.
  32. Reller, Kirchenverfassung, S. 112, 169 f. und 226.
  33. Meyer-Roscher, Streiflichter, S. 122 f.
  34. KABl. 1977, S. 36 und 145.
  35. KABl. 2005, S. 5 ff.
  36. KABl. 2011, S. 70 ff.
  37. UB HS Hildesheim I, Nr. 642; Kleinau, Neuer Text, S. 94.
  38. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 196, Anm. 374.
  39. Junker, Winzenburger Erbregister, S. 477: „die Pfarre gehet von dem Capitul zu S: Andreas binnen Hildesh[eim] zu Lehen“ (1578).
  40. Siebern/Kayser, KD Kr. Marienburg, S. 189.
  41. Siebern/Kayser, KD Kr. Marienburg, S. 190.
  42. Siebern/Kayser, KD Kr. Marienburg, S. 189.
  43. DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 174 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di088g016k0017404.
  44. Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 277, Nr. 90.
  45. 800 Jahre, S. 28 f. (mit Abb.).
  46. 800 Jahre, S. 25 f. Mahr, Orgelbauer Müller, S. 461-464, kennt die in der Festschrift angeführten Belege nicht.
  47. 800 Jahre, S. 27.
  48. DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 325 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di088g016k0032501.
  49. DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 97 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di088g016k0009702.
  50. 800 Jahre, S. 21 f.