Sprengel Lüneburg, KK Soltau | Johannes der Täufer | KO: Lüneburger KO von 1643

Orts- und Kirchengeschichte

Die an Böhme und Soltau sowie dem Eisenbahnkreuz der Strecken Langwedel–Uelzen und Buchholz–Hannover gelegene Stadt wird erstmals in einer Urkunde Kg. Ottos I. aus dem Jahr 936 erwähnt: Otto übertrug die curtis salta, sita in pago Lainga, in comitatu Liudgeri (Hof Soltau im Loingau in der Grafschaft des Ludger) dem Stift Quedlinburg.1 Gut zwei Jahrzehnte zuvor hatte Aldred, Mutter des Gf. Bardo, das Gut Ottos Vater Heinrich geschenkt, seinerzeit Hzg. von Sachsen, später röm.-dt. König. 1304 erwarb das Domkapitel Verden das Gut Soltau; die Vogtei über das Dorf Soltau hatte die Quedlinburger Äbtissin Adelheid 1069 dem sächsischen Hzg. Magnus Billung übertragen; nach dessen Tod kam sie 1106 an die Welfenherzöge und ging mit dem Aussterben der Billunger seit 1069 von Herzog Magnus (Billung) von Sachsen und schließlich im Erbgang von den Welfen ausgeübt wurde.2 1479 erwarb Heinrich der Mittlere, Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg, das Gut Soltau („Soltauer Acht“); seitdem waren die Welfen nicht nur Landes- sondern auch Grundherren des Gebiets, das zum welfischen Teilfsm. Lüneburg zählte. Das ursprünglich um das Gut Soltau entstandene gleichnamige Dorf wurde 1383 in die Nähe der herzoglichen Burg verlegt und erhielt 1388 Weichbildrechte.3 Soltau war seit dem 16. Jh. Sitz eines Amtsvogts; die Vogtei entsprach dem Gebiet des Kirchspiels. Ende Juni 1519 kam es nahe Soltau zur entscheidenden Schlacht in der Hildesheimer Stiftsfehde, in der Hzg. Heinrich der Mittlere von Braunschweig-Lüneburg, Bf. Johann IV. von Hildesheim, die Gf. Anton und Johann von Schaumburg sowie Jobst von Hoya siegreich blieben über das Bündnis bestehend aus Hzg. Erich I. von Calenberg, Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel, Bf. Franz von Minden sowie dem größten Teil des hildesheimischen Stiftsadels.4 Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) brachte eine lange Phase des Niedergangs und der Stagnation mit sich; 1640 zählte Soltau noch 60 Bürger.5 Mit der Zusammenlegung der Amtsvogteien Soltau und Fallingbostel verlor Soltau 1756 den Sitz der Amtsvogtei. In französischer Zeit zählte Soltau 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und gehörte dann von 1810 bis 1813 zum Kanton Walsrode im Arrondissement Nienburg des Departements der Wesermündung im Kaiserreich Frankreich; aufgrund der dicht geschlossenen Zollgrenze zwischen Westphalen und Frankreich verlor Soltau sein südliches Hinterland für Handel und Handwerk.6 Ab 1815 war Soltau, nun im Kgr. Hannover, wieder Teil des Amtes Soltau-Fallingbostel und wurde 1852 Sitz des neuen Amtes Soltau. 1843 wurden die Bauernschaften Vorsoltau und Böhmheide in die Stadt eingemeindet.7 Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Soltau 1866 an das Kgr. Hannover. Seit Einführung der Kreisverfassung 1885 war Soltau Sitz des gleichnamigen Landkreises, der 1977 im neuen Lkr. Soltau-Fallingbostel aufging (2011: Heidekreis). 1974 wurden 16 dörfliche Gemeinden nach Soltau eingemeindet; damit wurde das alte Kirchspiel Soltau auch politische eine Einheit.8 Soltau war eine Ackerbürgerstadt mit zeitweise hoher Bedeutung in Tuchherstellung und vermarktung (Schnuckenhaltung Lüneburger Heide), die jedoch bis hinein ins 19. Jh. nicht über den Status eines Weichbildes hinauskam („Minderstadt“).9 Seit Mitte des 19. Jh. gründeten sich verschiedene Unternehmen in Soltau (August Röders: Filzherstellung, Georg Andreas Röders: Zinn, Faßkräne); seit 1873 besitzt die Stadt einen Bahnhof (Strecke Uelzen–Bremen, 1895 Strecke Walsrode–Soltau).10 Nicht zuletzt mit der Gründung des Heideparks Soltau 1978 entwickelte sich auch der Tourismus zu einem bedeutsamen Wirtschaftszweig.11 Um 1812 lebten rund 910 Menschen in Soltau, 1905 gut 4.860, 1950 etwa 14.560 und 2019 rund 21.270 (mit Eingemeindungen).

Alte Kirche Ansicht von Südwesten, Teilansicht, um 1900

Alte Kirche Ansicht von Südwesten, Teilansicht, um 1900

Kirchliche Präsenz dürfte es in der Region erst nach der Eroberung des Stammesgebietes der Sachsen durch Karl den Großen Ende des 8. Jh. n. Chr. gegeben haben, als dieser mit der planmäßigen Christianisierung des Landes begann.12 Schriftlich ist eine parochia soltowe (Kirchspiel Soltau) 1197 erwähnt; sie gehörte zum Archidiakonat Ahlden der Diözese Minden.13 Aus dem Jahr 1293 sind die Namen von vier Kirchenjuraten überliefert: Johannes Magnus de Dangberinghe, Ludolfus, villicus de Stubekshorne, Odde von Alchtinghe et Reimer de Hornbostelde, jurati ecclesia sepedite.14 Der Name eines Geistlichen findet sich erst knapp ein Jahrhundert später: Eine Urkunde von 1383 nennt hern Ludeken kerkheren to Soltow, der vielleicht identisch ist mit dem 1391 belegten Ludolphus.15 Das Patronat über die Kirche hatte zunächst beim Stift Quedlinburg gelegen, das seine Rechte 1304 an das Domkapitel Verden verkaufte.16 1426 inkorporierte Papst Martin V. die Soltauer Pfarrkirche dem Domkapitel Verden, das dort einen Kaplan einsetzen sollte.17 1479 verkaufte wiederum das Domkapitel seine Rechte an Heinrich den Jüngeren, Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg.
1365 ist der Soltauer Kirchhof belegt.18 In den Jahren 1460 bis 1470 errichtete die Gemeinde hier eine neue, steinerne Kirche, die 1464 als „Sünte Johannes Baptista“ ein erstes Mal erwähnt wird.19 1470 erhielt die Soltauer Gemeinde die Erlaubnis, für den Bau im Lande Geld zu sammeln.20 Die Kirche diente weiterhin als Pfarrkirche für Soltau und die umliegenden Dörfer. Aus dem 15. Jh. und 16. Jh. sind die Namen folgender Geistlicher und Inhaber der Soltauer Pfarrpfründe bekannt: Johannes Ghelen (1403)21, Henricus Dorhaghen (1403, 1407)22, Theodericus Monik (1407, 1426)23, Johann Rike (1461), Matheus Hilderningh (15. Jh.) und Bernhard Svyck (1523).24 Neben der Pfarrkirche bestanden weitere Kapellen in Soltau: die Kapelle „Jerusalem“ auf dem Heidenhof und unmittelbar bei der Stadtbefestigung die Kapelle „Zum heiligen Leichnam“. Letztere verlor mit der Einführung der Reformation ihre sakrale Funktion: 1533 schenkte sie Hzg. Ernst I. der Stadt Soltau als Rathaus.25
Die luth. Lehre wird in Soltau wohl um 1530 eingeführt worden sein.26 Wie im übrigen Fsm. Lüneburg erfolgte die Reformation als sogenannte „Reformation von oben“, das heißt auf Initiative des Landesherrn Hzg. Ernst I.27 Nachdem er 1527 mit der Vorlage des Artikelbuchs erste Maßnahmen zur Neuordnung des kirchlichen Lebens im Sinne der Reformation angestoßen hatte, folgten im Zuge der Visitationen 1529 eine Predigtinstruktion und 1543 schließlich als letzte Maßnahme zu seinen Lebzeiten eine Ordnung betreffend die Einkommen der Pfarrer sowie Ehe- und Familiensachen.28 Zugleich sorgte der von Hzg. Ernst I. nach Celle geholte Reformator Urbanus Rhegius als GSup. (amt. 1531–1541) für den Aufbau von Strukturen und darüber hinaus für eine inhaltliche Festigung der evang. Landeskirche, u. a. durch seine Schrift „Wie man fürsichtiglich und ohne Ärgernis reden soll von den fürnemsten Artikeln christlicher Lehre“ (1536).29 Als erster Soltauer Geistlicher nach der Reformation wird P. Diderich Isenhagen (amt. wohl 1534–1564) genannt, der als bene doctus bezeichnet wird (wohl gelehrt).30 Möglicherweise ist er noch in vorref. Zeit, also vor 1530 ins Amt gekommen; später war er verheiratet und hatte „mindestens 1 Sohn und 2 Töchter“.31 Seine Frau Anna sollte ihn überleben und die Tochter Katharine „heiratete 1564 des Vaters Nachfolger Bartold Poppe.“ Während der Amtszeit von P. Bartold Poppe (amt. 1564–1599) ließ die Gemeinde viel bauen und verbessern: 1567/68 entstand ein neues Pfarrwitwenhaus, 1570 wurde eine neue Glocke gegossen, 1588 das Pfarrhaus erneuert.32 Endlich wurde in den Jahren 1597/98 die Kirche bedeutend erweitert, die bereits 1535 eine neue Kanzel erhalten hatte.33

Alte Kirche, Ansicht von Süden, Teilansicht, Sakristei, um 1900

Alte Kirche, Ansicht von Süden, Teilansicht, Sakristei, um 1900

Während des Dreißigjährigen Krieges hatte P. Leonhard Holtzmann (amt. 1612–1654) das Pfarramt in Soltau inne. Rückblickend schrieb er: „Ich bin nun vierzig Jahre Pastor zu Soltau gewesen und bei der Gemeinde allhier in Lieb und Leid, in Pest, Blutgang und andern gefährlichen Krankheiten in den betrübten Kriegswesen gestanden, mein Leib und Leben, Habʼ und Gut bei derselben oft ausgesetzt und gewagt. Das meinige ist mir leider in den Kriegswesen gar oft weggenommen; was ich behalten, habe ich mit den Meinigen an fremden Orten in denselben verzehren müssen.“34 In den Kriegsjahren hat u. a. 1626 ein Pestausbruch Soltau getroffen, der über 500 Tote gefordert und nur sieben Ehepaare übrig gelassen haben soll.35 Mit dem Friedensschluss hat man auch in der Kirche begonnen, „zu bauen und die Schäden zu beseitigen.“36 Die Orgel wurde 1648 wiederhergestellt, 1665 Gemälde von Luther und Melanchthon für die Kirche angefertigt und die Kanzel vermalt, 1666 ein kostbarer Deckel für die Taufe angeschafft, 1669 die Prieche mit neuer Malerei versehen und 1672 ein geschnitzter Altar erworben. Gegen Ende des 17. Jh. betrug die Seelenzahl „für die ganze Parochie Stadt und Land etwa 1800.“37
P. Jakobus Koch (amt. 1680–1705) erneuerte die Kirchenbuchführung und legte ein Urkundenbuch an, „in dem er mit seiner klaren schönen Handschrift alle ihm erreichbaren für die Kirche wertvollen Urkunden abgeschrieben hat.“38 Das tat er wohl auch, weil er sich energisch für die Sicherung der Rechte der Kirche nach den schweren Kriegszeiten einsetzte. Mitte des 18. Jh. erwies sich die 1597/98 erweiterte Kirche mit ihren 700 Sitzplätzen für die gewachsene Gemeinde als zu klein.39 Gegen manche Widerstände setzte P. Alexander Beußel (amt. 1750–1766) einen Neubau mit mehr als doppelt so vielen Sitzplätzen durch.40 Der barocke Rechteckbau war querorientiert: Der Kanzelaltar stand vor der südlichen Längswand.
Im 19. Jh. erlebte die Kirche den Übergang vom Rationalismus zur Erweckung und den Wandel Soltaus von der Ackerbürgerstadt zum modernen Industrie- und Verwaltungsort. Nach dem Tod des rationalistischen P. Karl Friedrich Theodor Schmidt (amt. 1853–1872), fand in der nachfolgenden Vakanz im Jahr 1873 das erste Missionsfest in Soltau statt, bei dem der damalige Hermannsburger Missionsdirektor Theodor Harms (1819–1885) als Festprediger auftrat.41 Damit wurde der schon länger wirkende Einfluss der Hermannsburger Erweckung auch ganz offen im kirchlichen Leben sichtbar. Erste Spuren hatte die Erweckungsbewegung in Soltau zuvor nicht durch einen Pastor, sondern durch ein Gemeindeglied hinterlassen, den Tischlermeister Graue.42 Auf seiner Wanderschaft als Geselle war er in Berlin in Kontakt mit Johannes Evangelista Goßner (1773–1858) und seiner erwecklichen Verkündigung gekommen und brachte diese Frömmigkeit mit zurück nach Soltau. Hier sammelte er einen kleinen Kreis um sich. Allerdings vertraten auch die Nachfolger von P. Schmidt eine mehr konservative und kirchlich konfessionelle Richtung.43 Die KG Soltau blieb von den Konflikten um die Hermannsburger Separation von 1878 nicht verschont; im gleichen Jahr verließ ein Teil der Gemeinde die Landeskirche und gründete die freikirchliche luth. Zionskirche, die heute zur SELK gehört.44

Neue Kirche (1907/08 erbaut), Ansicht von Nordosten

Neue Kirche (1907/08 erbaut), Ansicht von Nordosten

Eine tiefgreifende und bis heute wirksame Veränderung für die St. Johanniskirche in Soltau war die zum 15. Dezember 1868 erfolgte Errichtung der Superintendentur, die aber erst fünf Jahre später mit P. Franz Cornelius Heinrich Cordes (amt. 1873–1886) besetzt wurde.45 Am 19. Dezember 1873 erhielt die Gemeinde endlich die schon zwei Jahrzehnte zuvor geforderte zweite Pfarrstelle, die zuerst mit P. Wilhelm Karl Gottfried Ohnesorge (amt. 1873–1875) besetzt wurde.46 Endlich war das 19. Jh. auch eine Zeit eifriger Bautätigkeit: Pfarrwitwenhaus (1825), Pfarrhaus (1830–32), Kantorhaus mit Schule (1847) und zweites Pfarrhaus (1895). Zudem hatte die Kirche 1849/50 einen steinernen Kirchturm erhalten, der nun auch die Glocken trug. Zuvor hatten sie in einem separat stehenden hölzernen Glockenturm gehangen.47 Am Ende des 19. Jh. war die Kirche für die stark gewachsene Gemeinde reichlich klein geworden: Die Zahl der Gemeindeglieder war zwischen 1890 und 1900 von knapp 5.080 auf gut 6.490 angestiegen. Der Kirchenvorstand fasste einen Neubau ins Auge.48 Die Brandkatastrophe vom 24. Dezember 1906, bei der u. a. die wertvolle Bronzetaufe aus der Mitte des 14. Jh. und die Glocken vernichtet wurden, führte nun auf tragische Weise schneller als erwartet zu einer Lösung. Unter Verwendung der Mauerreste der alten Kirche entstand nach Entwürfen des Konsistorialbaumeisters Eduard Wendebourg (1857–1940) ein Neubau, den die Gemeinde am 5. Juli 1908 feierlich eingeweihte.49 Der Altar der neuen Kirche stand im Osten; der hannoveraner Maler Carl Wiederhold (1863–1961) schuf ein monumentales Deckengemälde. Überdies erhielt die gewachsene Gemeinde 1908 neben den zwei Pfarrstellen eine ständige Pfarrkollaboratur.50
Schon drei Jahre später konnte am Zweiten Advent 1911 der zweite große Kirchenbau in Soltau eingeweiht werden: die Lutherkirche, ebenfalls erbaut nach Entwürfen von Eduard Wendebourg.51 Damit erhielt die weitläufige, Stadt und Umland umfassende St. Johannis-Gemeinde eine zweite Predigtstätte, deren erster Pastor Eduard Salfeld (amt. 1913–1948) wurde.52 Er versah schon seit 1908 die ständige Pfarrkollaboratur, die 1913 in die Pfarrstelle der Lutherkirche umgewandelt wurde.53 Gleichzeitig erfolgte die Einteilung der Kirchengemeinde in drei Seelsorgebezirke, die bis nach dem Zweiten Weltkrieg Bestand haben sollte.54 Diese umfangreiche Aufbau- und Gestaltungsarbeit im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. bleibt aufs Engste mit der Tätigkeit des zweiten Superintendenten in Soltau Robert Stalmann (amt. 1887–1921) verbunden, der neben dem Ausbau des kirchlichen Lebens auch stark im Bereich sozialer Arbeit engagiert war, etwa durch die Gründung eines Arbeiterbildungsvereins oder den Bau von sogenannten „Arbeiterheimstätten“.55
Nach dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) erhielt die St. Johannis Kirche ein monumentales Denkmal für die im Krieg getöteten Soltauer, das der Maler Rudolf Schäfer (1878–1961) als Wandgemälde an der Südwand der Kirche gestaltete (Abendmahlsbild).56 1922 bildeten sich in der Gemeinde Gruppen der Christlichen Pfadfinderschaft und der Landeskirchlichen Gemeinschaft.57 P. Salfeld stand beiden offenbar mit Sympathie gegenüber und beschritt seinerseits neue Wege in der Gemeindearbeit, etwa 1919 mit der Gründung des Monatsblattes „Heimatbote für den Kirchenkreis Soltau – Kirchspiele Bispingen, Munster, Soltau, Wietzendorf“ oder seit 1923 mit der Abhaltung sogenannter „Kirchenwochen“ im Wechsel an Johannis- und Lutherkirche.58 Im Jahr 1930 richtet die KG im Gebäude der ehemaligen höheren Privatschule ein Altenheim für 30 Personen ein, das nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau an neuem Platz als „Haus Zuflucht“ 1950 neu eröffnet werden konnte. 1975 ging das Haus auf eine bürgerliche Stiftung der beiden Soltauer KG Johannis und Luther über.59

Neue Kirche (1907/08 erbaut), Blick zum Altar, vor 1972

Neue Kirche (1907/08 erbaut), Blick zum Altar, vor 1972

Während der NS-Zeit stand mit Sup. Wilfried Wolters (amt. 1932–1956; 1936–1959 auch LSup. des Sprengels Celle) ein Geistlicher an der Spitze der Gemeinde, der kirchenpolitisch aufseiten der Bekennenden Kirche stand. 1934 nahm er an der Bekenntnissynode in Barmen teil.60 In gleicher Richtung wirkten auch die beiden anderen Geistlichen, P. Salfeld und P. Rudolf Schmidt (amt. 1935–1956).61 Die NSDAP versuchte auf verschiedene Weise, die kirchliche Arbeit zu beeinflussen oder zu stören:62 Einflussnahme auf KV-Wahl, Spitzel im Gottesdienst, Behinderung kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit durch HJ- und BDM-Veranstaltungen währende der Gottesdienstzeiten, durch die Indoktrination in der Schule und durch die Verdrängung der Diakonisse Margarethe Fresenius aus der Kinderarbeit der Gemeinde.63 Die in Soltau im Lauf der 1930er Jahre entstandene Gruppe der Deutschen Christen blieb klein und konnte nur wenig Rückhalt in der Bevölkerung gewinnen.64
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs auch die St. Johannisgemeinde durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen stark an, allein der Pfarrbezirk von P. Schmidt von 1.800 auf 5.200 Seelen.65 P. Schmidt unterstütze den Bau von Wohnraum für Geflüchtete auf kirchlichem Grund und engagierte sich für den Neubau des ev. Altenheims „Haus Zuflucht“, das 1955 eine Kapelle mit einem Altarbild „Darbringung Jesu im Tempel“ von Rudolf Schäfer (1878–1961) erhielt.66 Zu den Veränderungen der Nachkriegszeit gehörte auch der Aufwuchs der Zahl der Pfarrstellen von drei auf fünf: 1951 wurde die vierte Pfarrstelle zur Entlastung des damaligen LSup. Wilfried Wolters, dem seit 1936 immer in Hilfsgeistlicher zur Seite gestellt worden war, eingerichtet; 1957 wurde ihr das Stadtgebiet nördlich der Soltau als Pfarrbezirk zugeordnet.67 Als LSup. Wolters 1956 das Superintendentenamt für den KK Soltau abgab, schuf man für ihn die fünfte Pfarrstelle mit Predigtrecht an der Lutherkirche. Die nächste große Änderung im kirchlichen Leben Soltaus war die Verselbständigung der bis dahin zur St. Johannisgemeinde gehörenden Lutherkirche als eigene Kirchengemeinde zum 1. Januar 1964; sie übernahm die bisherige dritte und fünfte Pfarrstelle ihrer Muttergemeinde.68

Neue Kirche (1907/08 erbaut), Blick zur Orgel, vor 1968

Neue Kirche (1907/08 erbaut), Blick zur Orgel, vor 1968

Ende der 1960er Jahre stand die St. Johannisgemeinde lange vor der Frage: „Neubau eines Gemeindehauses oder Umbau des Sakralraumes, der für normale Sonntagsgottesdienste längst zu groß geworden war?“69 Nach langen Beratungen entschieden sich KV und Gemeindebeirat 1971 dafür, die Kirche grundlegend umzugestalten: Zum einen wurden Gemeinderäume eingebaut, zum anderen der Altar vor das Abendmahlsbild Schäfers versetzt, so dass die Kirche wieder zur Südausrichtung des 18. Jh. zurückkehrte. In der Festschrift von 2008 heißt es resümierend: „So vereint die St. Johanniskirche nach diesem Umbau in beeindruckender Weise Beständigkeit und Wandel, die Verknüpfung von Alt und Neu sowie Tradition und Aufbruch, was kaum wirkungsvoller als durch den neuen und zugleich alten Altarstandort und das alte, aus den Anfängen der Kirche stammende Altarkreuz nachvollzogen werden kann.“70
Mit der röm.-kath. Kirche St. Maria Rosenkranz – erbaut 1914/15, 1974–76 Neubau unter Beibehaltung des alten Turms, seit 1961 Pfarrgemeinde – gibt es eine regelmäßige Zusammenarbeit. Beide Gemeinden gehören zum „Ökumenischen Arbeitskreis“, an dem darüber hinaus auch die Luther-Kirchengemeinde, die Landeskirchliche Gemeinschaft und die Zionsgemeinde der SELK teilnehmen.71 Im Jahr 2002 gründete die Gemeinde zur Förderung des kirchlichen Lebens in der Stadt Soltau die „Johannis-Stiftung“.72

Pfarrstellen

I: vorref., seit 1868 Suptur.-Pfarrstelle. – II: 1873. – III: 1913–1964 (übergegangen auf die Luther-KG). 1964 neu errichtet aus IV.73 – IV: 1951–1964 (umgewandelt in III). 1987 neu errichtet, 1995 umgewandelt in halbe Stelle.74 – V: 1956–1964 (übergegangen auf Luther-KG).75

Umfang

Der südwestliche Teil der Kernstadt Soltau und alle zur Stadt gehörenden Dörfer und Höfe (Abelbeck, Ahlften, Alm Barmbruch, Bassel, Breck, Brock, Brümmerhof, Dannhorn, Dehnernbokel, Deimern, Dittmern, Drögenheide, Ebsmoor, Einfrielingen, Eitze, Ellingen, Emhof, Emmingen, Falshorn, Friedrichseck, Grasengrund, Großeholz, Grüne Aue, Hambostel, Harber, Harmelingen, Hebenbrock, Heidenhof, Hof Willenbockel, Höpenhof, Hötzingen, Hollenmoor, Imbrock, Lehmberg, Leitzingen, Lührsbockel, Lütjeholz, Marbostel bei Soltau, Meinern, Meßhausen, Mittelstendorf, Moide, Neuhaus, Nottorf, Oeningen, Penzhorn, Schäfersort, Spiekerhof, Springhorn, Tetendorf, Tiegen, Timmerloh, Weiher, Weißenkamp, Wiedingen, Wieheholz, Willingen). Bis 1964 die gesamte Kernstadt Soltau.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Ahlden der Diözese Minden.76 – Nach Einführung der Reformation unterstand Soltau zunächst dem GSup. in Celle (1531), seit der zweiten Hälfte des 16. Jh. Insp. mit wechselnden Superintendentursitzen: Gilten, Ahlden, Düshorn, Walsrode und Schwarmstedt. Seit 1815 Insp. Walsrode. 1868 Bildung der Insp. Soltau, seit 1892 Insp. Bergen-Soltau (1924: KK), seit Ende der 1950er Jahre KK Soltau. – Bei ihrer Gründung 1868 umfasste die Insp. Soltau die KG Bispingen, Munster, Soltau und Wietzendorf; bis 1873 wurde die Insp. vom Sup. in Bergen mit verwaltet. Ab 1892 verwaltete der Soltauer Sup. auch die Insp. Bergen mit den KG Bergen, Hermannsburg, Müden (Örtze) und Sülze. In der zweiten Hälfte des 20. Jh. kamen mehrere Neugründungen hinzu: KG Faßberg (1947), KG Breloh (1964), Luther KG Soltau (1964) sowie Martins-KG Munster (1980). 1974 wechselte die KG Wolterdingen vom KK Rotenburg in den KK Soltau. Im 21. Jh. verringerte sich aufgrund von Gemeindefusionen die Gesamtzahl der KG: Breloh sowie Martin und Urbani in Munster schlossen sich zur KG Munster zusammen (2012), Faßberg und Müden zur KG Faßberg-Müden (2013).

Patronat

Das Stift Quedlinburg verkaufte das Patronatsrecht 1304 an das Domkapitel Verden.77 1426 inkorporierte Papst Martin V. die Soltauer Kirche dem Domkapitel.78 Das Domkapitel verkaufte seine Soltauer Rechte einschließlich des Patronats 1479 an Heinrich den Jüngeren, Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg. Das Patronat blieb bis 1871 beim Landesherrn.

Kirchenbau

Auf einer Höhe westlich der Altstadt gelegen.79 Neubarocker, verputzter Ziegelbau mit Jugendstilelementen, erbaut 1907/08 (Entwurf: Eduard Wendebourg, Hannover), Außenmauern der 1906 ausgebrannten Vorgängerkirche mit einbezogen. Rechteckbau mit alter Sakristei in der Mitte der Südwand, im Osten neuer Rechteckchor mit abgeschrägten Ecken, neue Sakristei an Südseite des Chors, kleine Treppentürme an den Westecken. Hohes Mansarddach mit Dachreiter. Flachbogige Sprossenfenster, in der Mitte der Nordseite risalitartig betonter Eingang mit Dreiecksgiebel, im Giebelfeld Inschriftenmedaillon: „A[nno] D[omini] 1755 wurde diese Kirche erbaut. In der Weihnachtsnacht 1906 mit dem 1850 erbauten Turm durch Feuer zerstört und 1907–08 erweitert wiederhergestellt. Gott allein die Ehre“. Im Innern muldenförmiges Spiegelgewölbe mit Deckengemälde (1907, Carl Wiederhold, Hannover; thronender Christus, vier Evangelisten mit ihren Symbolen, drei Engelgestalten mit den Tugenden Glauben, Hoffnung und Liebe)80; Ostempore, Westempore; östlicher Chor abgetrennt, Räume unterhalb der Emporen abgetrennt; monumentales Wandgemälde an der Südseite (1921, Rudolf Schäfer, Rotenburg (Wümme), gemalte architektonische Gliederung mit vier Bildfeldern, im Mittelfeld Abendmahlsszene mit Inschriften „Für Euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden“ und „Niemand hat größere Liebe, denn die, daß er sein Leben gibt für seine Freunde. Ev. Joh. 15,13“), davor trauernde Familie, in den Seitenfeldern Begegnung Abrahams und Melchisedeks (1 Mos 14) mit Inschrift „Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Psalm 23 V5“ und Opferung Isaaks (1 Mos 22) mit Inschrift „Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Psalm 23 V3“, im Aufsatz toter Soldat mit Engeln, Inschrift: „Christi Blut und Gerechtigkeit das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. Damit werdʼ ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werdʼ eingehn“, unterhalb des Gemäldes die Namen der im Ersten Weltkrieg getöteten Soltauer).81 1921 Südwand zu Gefallenendenkmal umgestaltet. 1972/73 Umgestaltung des Innenraums (u. a. Altar aus dem östlichen Chorraum vor die Südwand verlegt, Chorraum abgetrennt, neue Ostempore, Räume unterhalb der Emporen abgetrennt; die Umgestaltung stellte die Querorientierung des barocken Vorgängerbaus wieder her, die Wendebourg beim Wiederaufbau 1907/08 in eine Längsorientierung verändert hatte).

Turm

Westturm mit Formen der Spätrenaissance, erbaut 1847–51 (unter Mitarbeit von Friedrich August Ludwig Hellner, Hannover), neuer Turmhelm 1907/08 (Eduard Wendebourg, Hannover).82 Verkupferter Turmhelm mit vierseitigem Ansatz und achteckig ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kugel und Kreuz, vier Dachgauben oberhalb der Traufe. Backsteinmauerwerk, Ecklisenen, im Glockengeschoss an jeder Seite eine Rundbogennische mit rundbogigen, gekuppelten Schallfenstern, darüber Uhrziffernblatt. Vor diesem Turm verfügte die Kirche allein über einen „besonderen hölzernen Glockenturm, wie jetzt noch in Munster“.83

Vorgängerbauten

Steinkirche „Sünte Johannes Baptista“, erbaut um 1460, erweitert 1597/98. Saalkirche mit polygonal geschlossenem Chor, zwei Anbauten am Chor (Brauthaus im Norden, Sakristei im Süden), im Innern Kreuzgewölbe. Nach der Erweiterung 1597/98 war die Kirche 123 Fuß (etwa 37 Meter) lang, 58 Fuß (etwa 17,5 Meter) breit und 19 Fuß (etwa 5,7 Meter) hoch.84 Abgebrochen um 1755. Barocker Neubau, errichtet um 1755–57.85 Querkirche mit einem Sakristeianbau und einem Kanzelaltar in der Mitte der südlichen Längswand sowie Emporen in zwei Rängen errichtet, Weihnachten 1906 ausgebrannt.

Ausstattung

Blockaltar aus buntem Marmor (1908, Entwurf: Eduard Wendebourg, Hannover), vorn Mosaik: Lamm Gottes mit Siegesfahne (Off 5), am Rand der Mensa Inschrift: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“ (Mt 11,28); Altar 1972/73 an Südwand versetzt, dabei Retabel entfernt; Retabel war in barocker Tradition gestaltet: Ölbild mit Darstellung Jesu im Garten Gethsemane (1908, Ernst Pasqual Jordan, Hannover), flankiert von doppelten Säulen und Rankenwerk, darüber geschnitzte Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes unter dem Kreuz, flankiert von doppelten Säulen und Rankenwerk, darüber Pelikanrelief und Bekrönung mit Strahlenkranz und Taube; Ölbild mit Gethsemaneszene später übermalt und umgestaltet (Carl Max Rebel, Berlin), seit 1972/73 im Turmraum; Kreuzigungsrelief seit 1972/73 in FKap des Stadtfriedhofs; Bekrönung nicht mehr vorhanden.86 – Kruzifix (wohl Ende 15. Jh.), Eichenholz, 1901 restauriert (Inschrift auf der Rückseite: „E. R. renovirt 1901“.87 – Hölzerne Kanzel auf niedrigem Steinsockel (1972/73), Kanzelkorb aus hellem Eichenholz, Wandungen mit kassettenförmigen Aussparungen, darin geschnitzte Evangelistenfiguren der älteren Kanzel (1908, Wilhelm Sagebiel, Braunschweig). – Taufstein (1907/08, Entwurf: Eduard Wendebourg, Hannover; Ausführung: Steinmetzwerkstatt Falke, Hannover), am Rand des runden Beckens Inschrift: „Lasset die Kinder zu mir kommen, denn solcher ist das Reich Gottes“ (Mk 13,16).88 – Gemälde mit Abendmahlsdarstellung (um 1757), Altarbild in der Kirche von 1757. – Porträt P. Jakob Koch (1650–1705), Inschrift: „Jacobus Koch, natus Lüneburgi anno MDCL d. XIX Aprilis – post absoluta in schola gymnasio, et academia patria studia primum anno MDCLXXV rector Burgtoffiensis, – deinde anno MDCLXXVI pastor Lehrtensis, – denique anno MDCLXXX pastor Soltoviensis, – et verbis et factis so defunctus – ex apoplexia obiit anno MDCCV d. XII Februarii – aetis sue LV“ (etwa: Jacobus Koch, geboren zu Lüneburg im Jahre 1650 am 9. April. Nach absolvierter Ausbildung auf dem Gymnasium und dem Studium auf heimischer Akademie zunächst Rektor zu Burgdorf im Jahre 1675, darauf im Jahre 1676 Pastor zu Lehrte, schließlich im Jahr 1680 Pastor zu Soltau. Sowohl in Worten wie in Taten selbst unvergessen starb er am Schlagflusse im Jahr 1705 am 12. Februar, seines Alters 55 Jahre).89 – Porträt P. Franz Heinrich Hoffmann (1617–1665), Dreiviertelbildnis in Amtstracht, in der rechten Hand eine Tulpe, in der Linken die Bibel, oben links Wappen mit Inschriften „Symbolum: Scientia et conscientia“ (Symbol: Wissen und Gewissheit) und „Augustin: Totius aduciae meae certitudo est in pretioso sanguine filii Die 1665“ (Augustin: Gänzlich geborgen ist meine Gewissheit im wertvollen Blut des Sohnes Gottes. 1665); weitere Inschrift „Franciscus Henricus Hoffmann, pastor ecclesiae Soltoviensis, natus Leoburgi MDCXVII die … ordinatus Cellis anno MDCL die…“ (Franz Heinrich Hoffmann, Pastor der Kirche zu Soltau, geboren in Leoburg 1617 am … ordiniert in Celle im Jahre 1650 am …).90 – Außen an der Süd- und Ostwand der Kirche zahlreiche dekorierte Grabplatten aus Sandstein (17. und 18. Jh.), 1907/08 dort aufgestellt. 91 – Ehemalige Ausstattung: Neobarocke Kanzel mit aufwändigem Schalldeckel (1908, Wilhelm Sagebiel, Braunschweig), vor den Ecken des Kanzelkorbs Schnitzfiguren der Evangelisten mit ihren Symbolen, am Kanzelkorb Inschriftentafel: „Jesus Christus, gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit“ (Hebr 13,8); Kanzel 1972/73 abgebaut, Evangelistenfiguren an neuer Kanzel angebracht (ohne Symbole), Inschriftentafel über Eingang des Gemeindesaals. – Bronzetaufe (wohl 14. Jh.), bekannt als „Rose von Soltau“, beim Brand 1906 vernichtet, Taufkessel auf vier Stützfiguren, die auf einem Bodenring stehen; am Kessel zwei Bänder mit sich teilweise wiederholenden Reliefs: „Löwenmedaillon, Sechsstern, Kreuzigungsszene, Anbetung der Könige, thronende Madonna mit Kind, Madonna mit Blumen in der Rechten, Madonna auf einem mit Drachenköpfen geschmückten Thron, sitzender Heiliger mit Doppelkreuz und Palmwedel, sitzender Christus mit geöffnetem Buch in der erhobenen Linken, Löwenwappen zwischen Ranken, Blattrosette, Rundmedaillon mit langschwänzigem Tier, Lamm mit der Kreuzfahne, heraldische Lilie, achtstrahliger Stern, Wappen mit Greif; ferner eine Folge von Rundmedaillons mit Verkündigung, Geburt, Vorführung vor Pilatus, Geißelung, Kreuztragung, Grablegung, Auferstehung, Krönung Mariä, thronendem Christus mit den vier Evangelistensymbolen“.92

Neue Kirche (1907/08 erbaut), Blick zur Orgel, Foto: Ed. Leudolph, nach 1973

Neue Kirche (1907/08 erbaut), Blick zur Orgel, Foto: Ed. Leudolph, nach 1973

Orgel

1648 Orgelreparatur belegt (138 Reichstaler), 12 I/P; 1659 und 1679 erweitert und repariert; 1750/60 in der neuen Kirche wieder aufgestellt.93 1769–73 Orgelneubau, ausgeführt von Marcus Hinrich Petersen (Hamburg). 1868–70 Orgelneubau, Firma Ph. Furtwängler & Söhne (Elze), 29 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 104), beim Brand der Kirche 1906 zerstört.94 Orgelneubau 1908, P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 38 II/P, pneumatische Traktur (Opus 617).95 1968 Orgelneubau unter Verwendung des Gehäuses und des Pfeifenmaterials von 1908, ausgeführt von Emil Hammer Orgelbau (Arnum), 40 III/P, mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 1541 A), Gehäuse um Pedaltürme ergänzt.96 1993/94 Instandsetzung, Firma Karl Schuke (Berlin).

Geläut

Drei Lg, I: a, Christus-Glocke (Bronze, Gj. 1907, J. J. Radler und Söhne, Hildesheim), Inschriften: „Ehre sei Gott in der Höhe. Ich gehe zum Vater“, „Gegossen 1742. In der Weihnachtsnacht 1906 durch Feuer zerstört. Mich gossen: J. J. Radler und Söhne in Hildesheim 1907“, „Kirchenvorstand: Stalmann, Superintendent. Gehrs, Pastor. Springhorn, Westermann, Bade, Müller, Ebeling, Danemann, Boehling, Penzhorn. Grewe, Kantor, Gehrke, Küster. Klein, Landrat, Pieker, Bürgermeister“ und „Gestiftet zur Ehre Gottes ihrer Heimatgemeinde Soltau von August und Paula Röders in Zaraysk, Russland“; II: cʼ, Lutherglocke (Bronze, Gj. 1907, J. J. Radler und Söhne, Hildesheim), Inschriften: „Friede auf Erden“, „Ein feste Burg ist unser Gott“, „Gegossen 1461. In der Weihnachtsnacht 1906 durch Feuer zerstört. Mich gossen: J. J. Radler und Söhne in Hildesheim“ und „Gestiftet zur Ehre Gottes ihrer Heimatgemeinde Soltau von August und Paula Röders in Zaraysk, Russland“; III: eʼʼ, Paul-Gerhardt-Glocke (Bronze, Gj. 1907, J. J. Radler und Söhne, Hildesheim), Inschriften: „Und den Menschen ein Wohlgefallen“, „Ich singe dir mit Herz und Mund“, „Gestiftet zur Ehre Gottes ihrer Heimatgemeinde Soltau von August und Paula Röders in Zaraysk, Russland“ und „Aus den in der Weihnachtsnacht 1906 zerstörten beiden kleinsten Glocken gossen mich J. J. Radler und Söhne in Hildesheim 1907“; Lg I und Lg II mussten am 7. Mai 1942 für Rüstungszwecke abgeliefert werden, blieben aber vom Einschmelzen verschont und kehrten 1946/47 zurück.97 – Früherer Bestand: Vier Lg, beim Brand von 1906 zerstört: I: f (Bronze, Gj. 1461, Berend Klinghe, Bremen), Inschrift: „ik bin geghoten bi den tiden do her iohan rike was kerkhere to soltow johan meger borghermester unde ludeke smed hermen to stopksehoren heine to apelenbeke heneke to nortope. anno domini MCCCCLXI maria bin ick gheheten dat kerspe to soltow heft mi laten geten. god ghene siner sele rad berend klinghe de mi ghegoten had. defunctis plango vivos voco fulgura frango vox mea vox vite ad sacra venite“ (etwa: Tote beklage ich, Lebende rufe ich, Blitze breche ich. Meine Stimme ist die Stimme des Lebens, zum Heiligtume kommt!), Bilder: Relief Maria mit dem Kinde, Relief St. Margareta mit dem Kreuz sowie darunter die Klinghe’sche Meistermarke (Schild mit Glocke); II: fis (Bronze, Gj. 1742, Lorenz Oehmann, Lüneburg); III und IV: je 150 Pfund Gewicht, keine Inschrift.98

Weitere kirchliche Gebäude

Superintendentur (Pfarrhaus I, Bj. 1968). – Pfarrhaus II (Bj. 1973). – Pfarrhaus III (1964/65). – Pfarrhaus IV (Bj. 1989). – Organistenhaus (Bj. um 1850). – Küsterhaus (Bj. um 1850). – Altes Gemeindehaus (Bj. im 18. Jh., vermietet an den Heimatbund).

Friedhof

Bis 1850 diente der Kirchhof unmittelbar hinter der St. Johanniskirche, der sich bis an die Uferzone der Soltau erstreckte, als Begräbnisstätte.99 1850 legte die Gemeinde einen neuen, nachher mehrmals erweiterten Friedhof an der Bergstraße an, der 1935/37 eine FKap erhielt; Friedhof Ende 1970 an die Stadt Soltau abgegeben.100 Weiterer kommunaler Friedhof („Waldfriedhof“), FKap. (Bj. 1971, Peter-Christian Lindemann).101

Liste der Pastoren (bis 1940)

Erste Pfarrstelle. 1534, 1564 Dietrich Isernhagen. – 1564–1599 Bartold Poppe. – 1600–1611 Magister Franz Grunge. – 1612–1654 Leonhard Holtzmann. – 1654–1666 Franz Heinrich Holtzmann. – 1666–1679 Conrad Schmidt. – 1679–1680 Johann Friedrich Hildebrand. – 1680–1705 Jacobus Koch. – 1705–1729 Johann Georg Lodemann. – 1729–1744 Johann Justus Bokelmann. – 1744–1750 Magnus Heinrich Hadeler. – 1750–1766 Alexander Deuffel. – 1767–1796 Friedrich Philipp Barkhausen. – 1796–1820 Otto Christian Meyer. – 1820–1850 Daniel Friedrich Wolde. – 1850–1853 Johann Carl Friedrich Theodor Willerding. – 1853–1872 Karl Friedrich Theodor Schmidt. – 1873–1886 Franz Cornelius Heinrich Cordes. – 1887–1921 Robert Theodor Ludwig Stalmann. – 1921–1932 Gerhard Friedrich August Richter. – 1932–1956 August Heinrich Wilfried Wolters.
Zweite Pfarrstelle. 1874–1875 Wilhelm Carl Gottfried Ohnesorg. – 1876–1894 Konrad Christian Wilhelm Karl Friedrich Schädla. – 1894–1934 Heinrich Wilhelm Louis Hermann Gehrs. – 1935–1956 Rudolf Heinrich Georg Schmidt.
Dritte Pfarrstelle (Lutherkirche). 1913–1948 Eduard Karl Arnold Salfeld.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 379–380

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 10485–10522 (Pfarroffizialakten); A 5 Nr. 822–830 (Inspektion Soltau); A 6 Nr. 7670–7681 (Pfarrbestellungsakten); A 9 Nr. 2164–2165 (Visitationsakten); S 9 rep Nr. 2057 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7806 (Findbuch PfA); S 11a Nr. 7910 (Findbuch EphA).

Literatur

A: Bachmann, Heimatchronik, S. 86–90; Benecke, Heimatbuch II, S. 599–600; Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 52–65; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1211–1212; Hahn, Heidekirchen, S. 116–117; Hölscher, Bisthum Minden, S. 264–266; Kayser, Kirchenvisitationen, S. 456; Manecke, Beschreibungen II, S. 362–368; Mewes, Kirchenbau, S. 189; Meyer, Pastoren II, S. 379–380; Pantel, Denkmaltopographie Lkr. Soltau-Fallingbostel, S. 300–311; Poser, Schäfer, S. 129–131, 191 und 278–279; Salfeld, Pfründenregister, S. 101.
B: Eine kurze Führung durch die St. Johanniskirche, hrsg. von der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis Soltau, Soltau o. J.; Ev.-luth. St. Johanniskirche Soltau Orgeleinweihung Pfingsten 1968, hrsg. vom Kirchenvorstand der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis Soltau, Soltau 1968; Lebendige Steine. Eine Festschrift für St. Johannis 1908–2008, hrsg. vom Kirchenvorstand der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis Soltau, Soltau 2008; August Asmus: Von den mittelalterlichen Kapellen in und um Soltau auf Grund eines Registers aus dem 16. Jahrhundert, in: Binneboom: Jahresblätter für Heimatforschung und Heimatpflege 1966, S. 27–34; Ulrike Begemann: Soltau in der Weimarer Republik, im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit. 1918–1948, Soltau 1987; Lothar Klimek: Soltau 1388–1988. Eine Dokumentation der Stadt Soltau, Soltau 1987; Eduard Salfeld: Zur Kirchen- und Kulturgeschichte von Soltau, Soltau 1914; Wilhelm Schaeffer: Geschichte der Stadt Soltau, Soltau 1937; Udo Stanelle: Die Schlacht bei Soltau, Soltau 1982.

GND

16098284-4, Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis Soltau; 7857927-2, Sankt Johannis (Soltau)


Fußnoten

  1. MGH DD O I 1; Text samt Übersetzung bei Schaeffer, S. 213 ff.
  2. Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 53; Schaeffer, S. 27 und 30.
  3. Schaeffer, S. 38 f. (Abdruck des niederdeutschen Vertrages zwischen Hzg. Albrecht und dem Domkapitel Verden) und S. 41 ff.; Klimek, S. 12 ff.
  4. Schaeffer, S. 69 ff.; Klimek, S. 337 ff.; zum Ganzen siehe Stanelle, Schlacht. Dem militärischen Erfolg des lüneburgischen Herzogs und des hildesheimischen Bischofs stand jedoch eine politische Niederlage am Ende des Konflikts entgegen: Erich I. und Heinrich der Jüngere gewannen letztendlich vier Jahre später im sogenannten Quedlinburger Rezess die Kontrolle über weite Teile des Stiftes Hildesheim (Großes Stift) zurück.
  5. Klimek, S. 32 f.; Schaeffer, S. 77 ff.; Salfeld, S. 29 ff.
  6. Klimek, S. 59; Bachmann, Heimatchronik, S. 163.
  7. Klimek. S. 40; Schaeffer, S. 148 ff.
  8. Klimek, S. 188.
  9. Schaeffer, S. 54 ff.; Klimek, S. 16 ff. (Minderstadt bes. S. 22, Ackerbürgerstadt bes. S. 32 ff.).
  10. Siehe zum Ganzen Klimek, S. 96 ff.
  11. Vgl. Klimek, S. 234 f.
  12. Schaeffer, S. 30; zum Ganzen siehe auch Krumwiede, Kirchengeschichte, S. 24 ff.
  13. Lüneburger UB XV, Walsrode, Nr. 3; Hölscher, Bisthum Minden, S. 264 ff.; Schaeffer, S. 30, nennt bereits das Jahr 1086 (ohne Beleg).
  14. Vogell, Sammlung Behr, Nr. 12. Vgl. auch Schaeffer, S. 31; Salfeld, S. 14, nennt für die folgenden Jahrhunderte bis 1500 noch weitere Namen.
  15. Sudendorf, UB VI, Nr. 67; RG Online, RG II 05382, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/5382,12.05.2021.
  16. Sudendorf, UB I, Nr. 181.
  17. Schwarz, Papsturkunden, Nr. 1526, 1529 und 1530; UB Verden IV,1, Nr. 3. Holscher, Bisthum Minden, S. 266 (irrtümlich 1476). Siehe auch: RG Online, RG IV 02819, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/2819, 12.05.2021.
  18. Salfeld, S. 7 ff.
  19. Salfeld, S. 9 f.; Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 54; Pantel, Denkmaltopographie Lkr. Soltau-Fallingbostel, S. 304.
  20. Salfeld, S. 9 f.
  21. RG Online, RG II 04117, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/4117, 12.05.2021: „Johannes Ghelen […] par. eccl. in Soltow Minden. dioc. dim[ittere]“.
  22. RG Online, RG II 02716, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/2716, RG Online, RG II 09449, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/9449, 12.05.2021.
  23. RG Online, RG II 09449, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/9449, RG Online, RG IV 07938, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/7938, 12.05.2021.
  24. Salfeld, S. 10.
  25. Salfeld, S. 8 ff. Salfeld nennt als dritte Kapelle die Kirche in Wolterdingen, allerdings ist zweifelhaft, ob Wolterdingen tatsächlich als filia oder KapG Soltaus anzusehen ist, vgl. Asmus, S. 31 f.: „Wir halten fest: Wolterdingen ist weder eine Kapelle noch ein ‚Filial von Soltau‘ gewesen, sondern eine alte selbständige Parochialkirche.“
  26. Salfeld, S. 25.
  27. Zum Ganzen siehe Busch, Anfänge, S. 30 ff., Krumwiede, Kirchengeschichte I, S. 130 ff.; Otte, Einführung Reformation, S. 11 ff.
  28. Siehe dazu Bock, Lasst aber alles, S. 60 ff.
  29. Bock, Lasst aber alles, S. 62 f.
  30. Kayser, Kirchenvisitationen, S. 456; Salfeld, Pfründenverzeichnis, S. 101, Salfeld, S. 16 f.
  31. Dies und das folgende Zitat: Salfeld, S. 17.
  32. Zu Poppe vgl. Salfeld, S. 17 f.
  33. LkAH, D 10 Nr. 116, Bl. 52 /(Vertrag über den Neubau, März 1597); Salfeld, S. 25.
  34. Nach Salfeld, S. 20.
  35. Schaeffer, S. 79; Salfeld, S. 30 f.
  36. Zum Ganzen Salfeld, S. 33.
  37. Salfeld, S. 39 und 55.
  38. Salfeld, S. 40. Zu P. Koch: ebd., S. 37 ff
  39. Salfeld, S. 62 f.
  40. Salfeld, S. 44 und 63.
  41. Klimek, S. 158; Salfeld, S. 88. Zu P. Schmidt vgl. Salfeld, S. 75.
  42. Vgl. dazu Salfeld, S. 86 f.
  43. Siehe dazu bei Klimek, S. 158 ff.; Salfeld, S. 87 f.
  44. Siehe dazu Klimek, S. 158 und 178 f.; insgesamt zur Hermannsburger Separation: Krumwiede, Kirchengeschichte II, S. 374 ff.; Meyer, Kirchengeschichte, S. 218 ff.
  45. Salfeld, S. 75; Klimek, S. 158 f.
  46. Salfeld, S. 76; Klimek, S. 159.
  47. Salfeld, S. 79 ff.
  48. Vgl. Salfeld, S. 64 f.; Lebendige Steine, S. 100 f.; Schaeffer, S, 167 f.
  49. Zum Ganzen siehe Salfeld, S. 65 f.; Lebendige Steine, S. 14 ff. und101 ff.; Pantel, Denkmaltopographie Lkr. Soltau-Fallingbostel, S. 304.
  50. KABl. 1908, S. 72; Salfeld, S. 77.
  51. Salfeld, S. 66.
  52. Meyer, Pastoren II, S. 379 f.; Klimek, S. 162 f.
  53. KABl. 1913, S. 82; Klimek, S. 162.
  54. Klimek, S. 162.
  55. Siehe dazu Klimek, S. 159 ff. bes. S. 162.
  56. Zur Entstehung und zum Bildprogramm siehe Lebendige Steine, S. 70 ff.; Poser, Schäfer, S. 129 ff.; Zu Schäfer vgl. Stellmann, Schäfer; Poser, Schäfer, S. 15 ff.
  57. Siehe dazu Klimek, S. 165 f.
  58. Vgl. Klimek, S. 165.
  59. Vgl. Klimek, S. 148; Lebendige Steine, S. 157 f.
  60. Siehe Klimek, S. 167 f.; Würdigung zum Eintritt in den Ruhestand (LkAH, B 7 Nr. 813); Nachruf im KABl. 1969, S. 205.
  61. Zu P. Schmidt siehe Klimek, S. 169 f.
  62. Vgl. zum Ganzen Begemann, S. 130 ff.; Lebendige Steine, S. 103 f.
  63. Begemann, S.130 f.; Lebendige Steine, S. 103.
  64. In der Festschrift Lebendige Steine, S. 103 f., heißt es resümierend: „Insgesamt kam die St. Johannisgemeinde jedoch relativ unbeschadet durch die Zeit des Dritten Reiches“. Allerdings war der Preis hoch, schwiegen Kirche und Gemeinde doch zur Verfolgung der jüd. Familie Lennhoff (Begemann, S. 118 ff.) oder dem Euthanasiefall, der in Soltau Anfang der 40er Jahre unter der Hand Stadtgespräch war (Begemann, S. 114 ff.).
  65. Lebendige Steine, S. 104; Klimek, S. 169.
  66. Klimek, S. 169 ff.; zum Bild Schäfers siehe Poser, Schäfer, S. 191 und 319.
  67. Klimek, S. 168.
  68. KABl. 1964, S. 54; Klimek, S. 174.
  69. Klimek, S. 175; vgl. auch Lebendige Steine, S. 104 ff und 114 ff..
  70. Lebendige Steine, S. 107.
  71. Vgl. Klimek, S. 179 ff.
  72. Siehe dazu Lebendige Steine, S. 144.
  73. KABl. 1913, S. 82; KABl. 1964, S. 5 ff.
  74. KABl. 1951, S. 48; KABl. 1987, S. 139; KABl. 1995, S. 209.
  75. KABl. 1956, S. 74; KABl. 1964, S. 5 ff.
  76. Hölscher, Bisthum Minden, S. 254.
  77. Sudendorf, UB I, Nr. 181.
  78. Holscher, Bisthum Minden, S. 265 (irrtümlich 1476).
  79. Zum Folgenden: Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 54; Pantel, Denkmaltopographie Lkr. Soltau-Fallingbostel, S. 304; Hahn, Heidekirchen, S. 116
  80. Ausführliche Beschreibung in Lebendige Steine, S. 62 ff.
  81. Ausführliche Beschreibungen in Lebendige Steine, S. 68 ff. und 192 ff.; außerdem Poser, Schäfer, S. 129 ff. und 278 f.
  82. Salfeld, S. 64; Mewes, Kirchenbau, S. 189; Pantel, Denkmaltopographie Lkr. Soltau-Fallingbostel, S. 304; Hahn, Heidekirchen, S. 116. LkAH, E 5II Nr. 12a.
  83. Salfeld, S. 64.
  84. Siehe Salfeld, S. 9, 18 und 36; Lebendige Steine, S. 99; Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 54, mit einem Grundriss dieser Kirche.
  85. Vgl. Salfeld, S. 63 f.; Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 54.
  86. Lebendige Steine, S. 40 f.
  87. Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 55; Lebendige Steine, S. 44 f.
  88. Lebendige Steine, S. 50 ff.
  89. Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 55.
  90. Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 55.
  91. Siehe dazu Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 58 ff.; Lebendige Steine, S. 88 ff.; Klimek, S. 334 ff.
  92. Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 55 f.
  93. Vgl. Salfeld, S. 33; Lebendige Steine, S. 79; Orgeleinweihung Pfingsten 1968, S. 4.
  94. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 90.
  95. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 119.
  96. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 176; Lebendige Steine, S. 76 ff.; Orgeleinweihung Pfingsten 1968.
  97. Vgl. Lebendige Steine, S. 84.
  98. Vgl. Benecke, Heimatbuch II, S. 599 f.; Deckert u. a., KD Kr. Soltau, S. 57 f.
  99. Vgl. Lebendige Steine, S. 90.
  100. Klimek, S. 164.
  101. Vgl. Klimek, S. 175.