Sprengel Ostfriesland-Ems, KK Rhauderfehn | Patrozinium: mittelalterliches Patrozinium unbekannt1 | KO: Ostfriesische KO von 1716

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Orts- und Kirchengeschichte

Möglicherweise ist der im 10. Jh. im Werdener Urbar genannte Ort Renuuidu mit Rhaude zu identifizieren.2 Die erste sichere schriftliche Erwähnung findet sich erst in einer Urkunde aus dem Jahr 1409, in der der Ort als Rawida genannt ist.3 Im Hochmittelalter zählte Rhaude zur ostfriesischen Landesgemeinde Overledingerland. Nachdem Ks. Friedrich III. im Jahr 1464 Ulrich I. Cirksena zum Reichsgrafen von Ostfriesland erhoben hatte (Reichsfürsten seit 1654/62), bildete sich in der zweiten Hälfte des 15. Jh. die Ämterstruktur der Gft. Ostfriesland heraus.4 Rhaude lag im Amt Stickhausen und kam 1744 mit der Gft. Ostfriesland an Preußen. In französischer Zeit gehörte Rhaude ab 1807 zum Kgr. Holland und ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich (Département Ems-Oriental, Arrondissement Emden, Kanton Stickhausen). Nach Ende der französischen Herrschaft zählte Rhaude wieder zum Amt Stickhausen, zunächst im Kgr. Preußen und ab 1815 im Kgr. Hannover. Mit der Annexion Hannovers 1866 kam Rhaude erneut zum Kgr. Preußen. Seit Einführung der Kreisverfassung 1885 zählt das Dorf zum Lkr. Leer. Im Jahr 1973 wurde Rhaude nach Rhauderfehn eingemeindet. Im Jahr 1940 beschrieb der Ortsgeistliche die Bevölkerung als überwiegend bäuerlich.5 Im Jahr 1821 lebten knapp 210 Menschen in Rhaude, 1905 knapp 250, 1946 etwa 530 und 2019 gut 420.

Kirche, Ansicht von Südwesten, 1949

Kirche, Ansicht von Südwesten, 1949

Das früheste Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte ist das Kirchengebäude selbst, dessen älteste Teile wohl im frühen 14. Jh. errichtet wurden. Im Gebiet der Parochie Rhaude lagen die beiden vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jh. gegründeten Johanniterkommenden Langholt und Burlage.6 Aus dem Jahr 1439 ist erstmals der Name eines Pfarrers von Rhaude überliefert: here Yaye, kerchere to Rawede beurkundete eine Erbschaftsangelegenheit; auf seinem beschädigten und heute verlorenen Siegel war das Bild eines Geistlichen mit Mitra zu erkennen.7
Die Reformation breitete sich in Ostfriesland mindestens unter Duldung des Landesherrn Gf. Edzard I. († 1528) aus, aber ohne seine Lenkung.8 Es entwickelte sich ein Nebeneinander verschiedener prot. Richtungen. Versuche Gf. Ennos II. († 1540), die kirchlichen Verhältnisse einheitlich und eher luth. zu gestalten, scheiterten (u. a. 1529 „Bremer KO“ von Johann Timann und Johann Pelt, 1535 „Lüneburger KO“ von Martin Undermarck und Matthäus Ginderich). Ebenso erfolglos blieb letztlich das Bemühen Gfn. Annas († 1575), die ostfriesische Kirche zusammen zu halten und ihr eine eher ref. Form zu geben (u. a. 1542 Johannes a Lasco als Sup. berufen, 1544 Coetus begründet). Während der gemeinsamen Regierungszeit ihrer Söhne, des ref. Gf. Johann II. († 1591) und des luth. Gf. Edzard II. († 1599), die vom Ringen um jeweils alleinige Herrschaft geprägt war, verfestigte sich das Nebeneinander ref. und luth. Gemeinden. Die Konkordate von 1599, geschlossen zwischen den Landständen und dem Landesherrn, schrieben den Konfessionsstand der einzelnen ostfriesischen Gemeinden genauso fest wie das Gemeindewahlrecht bei den Pfarrstellenbesetzungen. 1631 erarbeitete GSup. Michael Walther eine neue KO für die luth. Gemeinden, deren zweite Auflage von 1716 bis heute gültig ist.9
Einzelheiten zur Durchsetzung der Reformation in Rhaude sind nicht bekannt. Auch die konfessionelle Ausrichtung ist nicht klar; bis zu seinem Tod im Jahr 1591 gehörten die Dörfer des Amtes Stickhausen zum Herrschaftsbereich des ref. Gf. Johann II. und angeblich wechselte Rhaude erst nach dem Dreißigjährigen Krieg zum luth. Bekenntnis.10 Der erste bekannte ev. Pastor der Gemeinde war P. Johann Elling, der 1583 nach Breinermoor wechselte. In der Leeraner Coetusordnung, die der ref. Gf. Johann II. 1583 erlassen hatte, ist P. Hermannus Rhode als Pfarrer in Rhaude verzeichnet.11 Zu dieser Zeit hatte auch Holte mit P. Ike Dieriekes noch einen eigenen Geistlichen.12 In der Folgezeit teilten sich beide Dörfer einen Pfarrer und P. Theodor Johann Schoiffer (amt. 1640–1666) notierte schließlich im Rechnungsbuch der Gemeinde: „Roud undt Holt“ hätten sich „brüderlich vereinigt und ihre Kirchen- und Armenfonds den Kirchen- und Armenvorstehern zu treuen Händen übergeben“.13 Eine Dorfschule lässt sich erstmals 1688 belegen.14 Im Jahr 1759 wurde Johann Christian Reil, der spätere Arzt und Professor der Medizin, als Sohn des Rhauder P. Johann Julius Reil (amt. 1749–1759) geboren.15 P. Dirk Siebens Fischer (amt. 1790–1801) zählte zu den Mitbegründern der Missionssozietät vom Senfkorn, des ersten Missionsvereins Deutschlands.16

Kirche, Blick zur Orgel und zum Altar, 1959, Foto: Ernst Witt, Hannover

Kirche, Blick zur Orgel und zum Altar, 1959, Foto: Ernst Witt, Hannover

Im 19. Jh. hatte zunächst P. Enno Christian Wilhelm Stellwagen (amt. 1802–1844) das Rhauder Pfarramt inne, gefolgt von seinem Sohn P. Enno Gerhard Stellwagen (amt. 1844–1895). Letzterer eröffnete 1869 die „Reilstiftung zu Rhaude“, eine „Herberge für Sieche, Blöde, Gemüthskranke etc.“.17 Seinen ursprünglichen Plan, die Anstalt mit Unterstützung der Inspektion (Vorläufer des Kirchenkreises) „als eine öffentliche zu verwalten“, konnte er jedoch nicht verwirklichen. Er betrieb das Reilstift als Privatanstalt, „worin keine anderen Leidenden als nur solche, die genügende Pension zahlen können“, Aufnahme fanden.18 1886 verpachtete er das Reilstift.
Mit dem Beginn der Moorkolonisation in der zweiten Hälfte des 18. Jh. hatte sich das Kirchspiel Rhaude zunehmend verändert und vergrößert. Hatte es bislang die beiden Dörfer Rhaude und Holte sowie die ehemaligen Johanniterkommenden Langholt und Burlage umfasst, kamen nun u. a. die neu gegründeten und seit Ende des 19. Jh. schnell wachsenden Fehnsiedlungen Westrhauderfehn, Ostrhauderfehn, Rhaudermoor und Holtermoor hinzu. Bereits 1829 schlossen sich West- und Ostrhauderfehn zur eigenständigen KG Westrhauderfehn zusammen; ein Jahr später gründete sich zudem auch eine kath. KG Westrhauderfehn.19 Eine weitere Tochtergründung folgte 1899, als sich Burlage, Langholt und Klosterfehn zur KG Langholt zusammenschlossen (die neue Gemeinde blieb bis 1949 pfarramtlich mit Rhaude verbunden).20 Trotz dieser Abspaltungen bildeten die beiden alten Dörfer Rhaude und Holte weiterhin die Minderheit im verkleinerten Kirchspiel Rhaude: Hier lebten im Jahr 1905 etwa 690 Menschen, während die Bevölkerungszahl in Rhaudermoor und Holtermoor bei zusammen knapp 1.950 lag. Auch strukturell waren die Kirchspielorte unterschiedlich geprägt: In Rhaude und Holte überwog die bäuerliche Bevölkerung, in den beiden Moorsiedlungen lebten hauptsächlich Schiffer- und Arbeiterfamilien.21
Während der NS-Zeit hatte P. Rudolf Janssen (amt. 1930–1970, seit 1946 Sup.) das Rhauder Pfarramt inne. P. Janssen gehörte zur Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft und wurde 1946 Sup. des KK Potshausen.22 Mit dem Zuzug Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Katholiken im Kirchspiel und in der Rhauder Kirche fanden 1952 „regelmäßig kath. Gottesdienste statt“.23 Im Jahr 1951 gründete sich ein Posaunenchor. Zeitweise unterhielt die Gemeinde eine Partnerschaft mit der sächsischen Kirchgemeinde Lippendorf bei Leipzig.

Kirche, Blick zur Orgel und zum Altar, 1959, Foto: Ernst Witt, Hannover

Kirche, Blick zur Orgel und zum Altar, 1959, Foto: Ernst Witt, Hannover

Mit der Einweihung der Martin-Luther-Kapelle in Holterfehn erhielt die Gemeinde 1961 eine zweite Gottesdienststätte.24 Da der Rhauder Pfarrer gleichzeitig Sup. des KK Potshausen war und angesichts der gestiegenen Zahl der Gemeindeglieder – sie lag 1966 bei knapp 3.350 – hatte das Landeskirchenamt 1964 eine Pfarrvikarstelle in Rhaude eingerichtet (zuständig für Holtermoor).25 Im Jahr 1973 eröffnete die KG einen ev. Kindergarten in Rhaudermoor.
Nach den Tochtergründungen im 19. Jh. verkleinerte sich die KG Rhaude 1974 weiter: Holtermoor, Holterfehn und die erste Pfarrstelle gab sie an die KH Ostrhauderfehn ab; Rhaudermoor und die zweite Pfarrstelle ging an die KG Westrhauderfehn, die auch die Suptur. übernahm. Gleichzeitig wurde die KG Rhaude pfarramtlich mit der KG Westrhauderfehn verbunden.26 Das Pfarrhaus in Rhaude blieb Wohnsitz des Pastors, der neben Rhaude nun den dritten Pfarrbezirk Westrhauderfehns übernahm (Rhaudermoor). Nach der Visitation 1978 merkte der Sup. an, der Rhauder KV habe den Eindruck, dass „die ‚Mutter‘ der vielen Gemeinden nun im Schatten ihrer erwachsenen Töchter stehen muß“.27

Pfarrstellen

I: vorref., bis 1974 (übergegangen auf KG Ostrhauderfehn, dort II); II: 1964 (Pfarrvikarstelle) bis 1974 (übergegangen auf KG Westrhauderfehn, dort III).28

Umfang

Die Dörfer Holte und Rhaude. Bis 1829 auch West- und Ostrhauderfehn, dann zur neuen KG Westrhauderfehn. Bis 1899 auch Langholt und Burlage (Altburlage, Jammerthal, Neuburlage), dann zur neuen KG Langholt.29 Bis 1974 auch Rhaudermoor, dann umgepfarrt in KG Westrhauderfehn. Bis 1974 auch Holtermoor und Holterfehn, dann umgepfarrt in KG Ostrhauderfehn.30

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Friesland der Diözese Münster (Sedes Leer).31 – 1631 bis 1643 Coetus in Aurich für die Ämter Aurich, Stickhausen, Friedeburg, Pewsum und Leerort. 1643 aufgehoben. 1643 Konsistorium Aurich. 1766 zur 6. luth. Insp. in Ostfriesland (später 5. Insp., 1924: KK Potshausen).32 Sitz der Suptur. des KK Potshausen seit 1946 in Rhaude. KK Potshausen 1974 umbenannt in KK Rhauderfehn und Amt des Sup. mit der ersten Pfarrstelle der KG Westrhauderfehn verbunden.33

Patronat

Genossenschaftspatronat der Gemeinde (Interessentenwahlrecht).

Kirchenbau
Kirche, Blick zur Westempore, 1959, Foto: Ernst Witt, Hannover

Kirche, Blick zur Westempore, 1959, Foto: Ernst Witt, Hannover

Rechteckiger Backsteinbau mit polygonalem Chor im Osten und Vorbau im Westen, älteste Teile erbaut wohl im frühen 14. Jh. Satteldach, über dem Chor abgewalmtes Satteldach; Strebepfeiler an den Ecken des Chors; schmale Rundbogenfenster an Schiff und Chor, an Südwand ein zweibahniges Spitzbogenfenster; vermauertes Hagioskop an der südlichen Chorwand34; am Westvorbau hohe Spitzbogennische mit drei Spitzbogenfenstern nach Westen und spitzbogiges Eingangsportal nach Norden. Im Innern hölzernes Tonnengewölbe im Schiff und Bandrippengewölbe im Chor; Lettnerwand mit niedrigem, rundbogigem Durchgang zum Chor, links und rechts je eine Nische, darüber Spitzbogennischen mit Wandmalereien des 15. Jh. (Christus als Salvator Mundi, Apostel), teilweise von Orgel verdeckt; Sakramentsnische mit gemalter Umrahmung an der Nordseite des Chors, Weihekreuz im Chor; Ostempore vor Lettnerwand (Orgel); Westempore. Wohl im 15. Jh. halbrunde Apsis durch fünfseitigen Chor ersetzt und Lettnerwand errichtet. Reparatur oder Neubau des Schiffs 1652–54 (Fenster aus dieser Zeit). Um 1900 westlicher Vorbau errichtet. Ende 1970er Jahre Außenrenovierung. 1985–89 Innenrenovierung. 2011/12 Kirchensanierung.

Fenster

Figürliches Buntglasfenster im westlichen Vorbau, dargestellt sind Jesus und der sinkende Petrus (Mt 14,22–23).

Turm

Freistehender Tor- und Glockenturm nördlich der Kirche, erbaut im 15. Jh. Backsteinmauerwerk; Zeltdach bekrönt mit Kugel und Schwan; rundbogige Durchfahrt mit Bandrippengewölbe; im Glockengeschoss je zwei rundbogige Schallöffnungen nach Norden und Süden, eine nach Osten.

Ausstattung

Gemauerter Altar aus der Erbauungszeit der Kirche. – Hölzerner Flügelaltar (um 1663), mittleres Bild mit Abendmahlsszene; auf den Flügeln Szenen aus der Kindheit Jesu; in der Bekrönung Gottvater zwischen Adam und Eva; in der Predella die vier Evangelisten; auf der Rückseite Pfarrerliste; der gleiche Künstler, vielleicht Tönnies Mahler, Leer, fertigte auch die Altäre in Collinghorst, Remels und Strackholt.35 – Kanzel mit Schalldeckel und bekrönender Engelsfigur (1796, Joachim Caspar Hessemeier, Loga), angebracht in der Mitte der Südwand, am Kanzelkorb Reliefs der Evangelisten. – Hölzerner Altartisch vor der Kanzel. – Hölzerner Taufständer (1712). – Grabplatte für „Mester Albert Bunger“ († 1672). – Grabrahmen aus Eichenholz, Inschrift: „Hier ruht in Gott derweil wohl ehrwürdige und wohlgelahrte her Johann Henricus Klinckhamer 31 Jahr zu Rhaude treuer Prediger gewesen zu Fasmar geboren. 1699. In Ehestand getreten 1705 mit der viel ehr und tugendsame Jungfrau Vene Hejen mit welcher er 3 Tochter gezeiget darauf 62 Iahr 7 Mont. V R N S L“. – Gedenktafel zum 300. Jahrestag der Augsburger Konfession (1830). – Opferstock (1716). – Westtür mit verziertem Türblatt (1712).

Orgel

Orgel

Orgel

Erste Orgel erbaut 1750 von Johann Friedrich Constabel (Wittmund). Um- oder Neubau 1794–1804, 8 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen. Neubau des Orgelwerks 1930, ausgeführt von Lothar Wetzel (Hannover), 12 II/P (davon eine Transmission), röhrenpneumatische Traktur, Taschenladen; historischer Prospekt beibehalten. Neubau des Orgelwerks 1980–85, ausgeführt von Firma Gebrüder Hillebrand (Altwarmbüchen), 9 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen; historischer Prospekt erhalten; drei Reg. zunächst vakant, ergänzt 1988.

Geläut

Drei LG, I: g’ (Bronze, Gj. 1957, Firma Rincker, Sinn), Inschrift: „Wohl dem Volk, das meinen Schall kennt“; II: a’ (Bronze, Gj. 1832, C. Fremy, H. und U. van Bergen, Stiekelkamperfehn), Inschrift: „Der Herr lässet verkündigen seine gewaltigen Thaten seinem Volk, dass er ihnen gebe das Erbe. E. G. W. Stellwagen, Pastor. I. U. Meyer, L. H. Müller, J. W. Eikens, Kirchenvorsteher, Rhaude 1832. H. von Bergen, C. Fremy und U. von Bergen me fecerunt“; III: c’’ (Bronze, Gj. 1957, Firma Rincker, Sinn). – Früherer Bestand: Eine große LG (Bronze, Gj. 1812, M. Fremy, A. van Bergen), Inschrift: „Wohl dem Volke, das meinen Schall kennt. E. G. W. Stellwagen, Pastor. Erneuert zu Holte für die Gemeinde Rhaude im Oktober 1812 von M. Fremi und A. van Bergen“, im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.36 Eine LG (Bronze), 1832 umgegossen zu heutiger LG II.37

Zur Martin-Luther-Kapelle in Holterfehn siehe KG Ostrhauderfehn.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1857, 1975 umgebaut). – Gemeindehaus (Bj. 1857, ursprünglich Nebengebäude Pastorei). – Küsterhaus (Bj. 1935, 2019 verkauft).

Friedhof

Kirchlicher Friedhof bei der Kirche, 1965 vergrößert.

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 6 Nr. 6983–6985 (Pfarrbestellungsakten); A 8/Rhaude, A 8/Amt Stickhausen (CB); A 9 Nr. 2820 (Visitationen); A 12d Nr. 417 (GSuptur. Aurich); D 107 (EphA Potshausen); L 5i Nr. 67, 362, 777 (LSuptur. Aurich); S 2 Witt Nr. 05 (Fotosammlung); S 11a Nr. 7290 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1117; Fastenau, Bau- und Kunstdenkmäler I, S. 212–217; Kaufmann, Orgeln Ostfrieslands, S. 207–208; Meinz, Sakralbau Ostfriesland, S. 148; Meyer, Pastoren II, S. 302; Nöldecke, Schätze, S. 151–152; Otte/Rohde, Ostfriesland II, S. 515–517; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 336–338; Reershemius, Predigerdenkmal Nachtrag, S. 37–38.
B: Rhaude, in: Historische Ortsdatenbank für Ostfriesland, 26.11.2019 [Artikel unfertig]; Wilko Engelkes: Gang durch die Kirche zu Rhaude, in: Unser Ostfriesland (Beilage zur Ostfriesen-Zeitung) 11/1974; Heinz J. Giermanns: Kirche, Juden und Katheder. Erhard Borde – Ernst Möhlmann – Hinrich Junker – Dodo Duis. Erinnerungen an das Zentrum von Rhauderfehn Bd. II, Rhauderfehn 2012&sup3, bes. S. 8–39; Enno Gerhard Stellwagen: Die alte Parochie Rhaude, in: Ostfriesisches Monatsblatt für provinzielle Interessen 5 (1877), S. 111–118 (online), 361–370 (online), 422–429 (online) und ebd. 6 (1878), S. 266–277 (online), 347–355 (online).


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien II, S. 9, weisen auf den Flurnamen „Marienfeld“ hin. Mitunter wird St. Matthäus als Patrozinium angegeben, jedoch ohne Beleg.
  2. Rhaude, S. 1; bei Casemir/Ohainski, Niedersächsische Orte, S. 126, zählt Renuuidu zu den nicht genau zu lokalisierenden Orten in Ostfriesland.
  3. Ostfriesisches UB II, Nr. 1753 (6).
  4. König, Verwaltungsgeschichte, S. 158 ff.
  5. LkAH, L 5i, Nr. 67 (Visitation 1940).
  6. Dolle, Klosterbuch I, S. 278, und ebd. II, S. 914 ff.; siehe auch zu Langholt: http://www.landesgeschichte.uni-goettingen.de/kloester/website/artikel.php?id=454, zu Burlage: http://www.landesgeschichte.uni-goettingen.de/kloester/website/artikel.php?id=146, 26.11.2019.
  7. Ostfriesisches UB I, Nr. 508; NLA AU Rep. 1 Nr. 820, http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3494729, 26.11.2019.
  8. Zur Reformation in Ostfriesland vgl. knapp Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 312 ff.; ausführlich: Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 114 ff.
  9. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 321. Die ostfriesischen Landesherren führten die KO von 1631 jedoch nie verbindlich für alle Gemeinden ein.
  10. Nöldecke, Schätze, S. 152.
  11. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 445. Zur Leeraner Coetusordnung vgl. ebd., S. 341 f., und Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 224 f.
  12. Stellwagen, S. 267.
  13. Zit. bei Stellwagen, S. 269.
  14. Stellwagen, S. 272.
  15. Zu Johann Christian Reil vgl. BLO II, S. 306 ff.
  16. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 400.
  17. Zum Reilstift vgl. Giermanns, S. 28 ff; Stellwagen, S. 350 ff.
  18. Stellwagen, S. 352.
  19. Stellwagen, S. 277.
  20. KABl. 1899, S. 19; KABl. 1948, S. 98.
  21. LkAH, L 5i, Nr. 67 (Visitation 1940).
  22. Delbanco, Kirchenkampf, S. 65.
  23. LkAH, L 5i, Nr. 67 (Visitation 1952).
  24. LkAH, L 5i, Nr. 777.
  25. KABl. 1964, S. 118; LkAH, L 5i, Nr. 362 (Visitation 1966).
  26. KABl. 1974, S. 253.
  27. LkAH, L 5i, Nr. 362 (Visitation 1978). Der Sup. fuhr fort: „Ein wenig entschädigt wird die Gemeinde durch die Tatsache, daß noch ein Pastor im alten, kürzlich renovierten Pfarrhaus wohnt, das bekannte Bewohner gesehen hat, etwa ‚den berühmtesten und verdientesten Ostfriesen, den Arzt und Philanthropen, Dr. Johann Christian Reil‘, Freund Goethes und Chef des preußischen Militärsanitätswesens, der hier 1758 geboren wurde oder Ernst August, Prinz von Cumberland, später König von Hannover, der in diesem Hause 1795 für sechs Wochen einquartiert war, oder den über Ostfriesland hinaus in der Kirche tätiggewordenen Dr. Georg Friedrich Schaaf“.
  28. KABl. 1964, S. 118; KABl. 1974, S. 253.
  29. KABl. 1899, S. 19.
  30. KABl. 1974, S. 253.
  31. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 42.
  32. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 684.
  33. KABl. 1974, S. 253; KABl. 1975, S. 102.
  34. Nöldecke, Schätze, S. 151.
  35. BLO IV, S. 289 ff.
  36. Rauchheld, Glockenkunde, S. 47.
  37. Rauchheld, Glockenkunde, S. 53.