Sprengel Ostfriesland-Ems, KK Norden | Patrozinium: mittelalterliches Patrozinium unbekannt1 | KO: Ostfriesische KO von 1716

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Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich lässt sich Resterhafe erst 1481 nachweisen, als Gfn. Theda von Ostfriesland den Brüdern Hero Mauritz und Hicko Mauritz Kankena de herlicheit to Dornum, nomptliken twe kerspele, alze Dornum unde Reesterhove übertrug.2 Die Herrlichkeit Dornum behielt auch nach dem Übergang Ostfrieslands unter preußische Herrschaft (1744) eine eigene Gerichtsbarkeit. In der französischen Zeit zählte Resterhafe ab 1807 zunächst zum Kgr. Holland und ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich (Département Ems-Oriental, Arrondissement Aurich, Kanton Berum). Ab 1813 gehörte das Dorf wieder zu Preußen, ab 1815 zum Kgr. Hannover und nach der Annexion von 1866 erneut zu Preußen. Bereits seit 1817 unterstand die Herrlichkeit Dornum der Jurisdiktion des Amtes Berum (darin aufgegangen 1859, seit 1869 Amt Norden). Bei Einführung der Kreisverfassung kam Resterhafe 1885 zum Lkr. Norden. Resterhafe gehört heute zur Einheitsgemeinde Dornum.

Kirche, Ansicht von Südwesten, um 1987

Kirche, Ansicht von Südwesten, um 1987

Ältestes Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte ist das Kirchengebäude selbst. Es wurde vermutlich Anfang der zweiten Hälfte des 13. Jh. erbaut, möglicherweise von jenen Bauleuten, die zuvor die Kirche im benachbarten Dornum errichtet hatten.3 Bei Ausgrabungen im Inneren der Resterhafer Kirche konnte zudem der Fußboden eines Vorgängerbaus nachgewiesen werden. Balthasar Arend schrieb in seiner Landesbeschreibung vom Harlingerland, die er in der zweiten Hälfte des 17. Jh. verfasste, dass Resterhafe die Mutterkirche sowohl der Dornumer als auch der Westerholter Kirche sei. Urkundliche Belege dafür existieren jedoch nicht.4 Auch Namen vorref. Geistlicher sind nicht überliefert. Bauliche und archäologische Befunde zeigen, dass die Resterhafer Kirche wohl im 15. Jh. verkleinert wurde. Älter noch als der erwähnte schriftliche Erstbeleg des Ortes von 1481 ist die große Glocke im Glockenhaus: Berend Klinghe goss sie im Jahr 1473.
Die Reformation breitete sich in Ostfriesland mindestens unter Duldung des Landesherrn Gf. Edzard I. († 1528) aus, aber ohne seine Lenkung.5 Es entwickelte sich ein Nebeneinander verschiedener prot. Richtungen. Versuche Gf. Ennos II. († 1540), die kirchlichen Verhältnisse einheitlich und eher luth. zu gestalten, scheiterten (u. a. 1529 „Bremer KO“ von Johann Timann und Johann Pelt, 1535 „Lüneburger KO“ von Martin Undermarck und Matthäus Ginderich). Ebenso erfolglos blieb letztlich das Bemühen Gfn. Annas († 1575), die ostfriesische Kirche zusammen zu halten und ihr eine eher ref. Form zu geben (u. a. 1542 Johannes a Lasco als Sup. berufen, 1544 Coetus begründet). Während der gemeinsamen Regierungszeit ihrer Söhne, des ref. Gf. Johann II. († 1591) und des luth. Gf. Edzard II. († 1599), die vom Ringen um jeweils alleinige Herrschaft geprägt war, verfestigte sich das Nebeneinander ref. und luth. Gemeinden. Die Konkordate von 1599, geschlossen zwischen den Landständen und dem Landesherrn, schrieben den Konfessionsstand der einzelnen ostfriesischen Gemeinden genauso fest wie das Gemeindewahlrecht bei den Pfarrstellenbesetzungen. 1631 erarbeitete GSup. Michael Walther eine neue KO für die luth. Gemeinden, deren zweite Auflage von 1716 bis heute gültig ist.6
Details über den Verlauf der Reformation in Resterhafe sind nicht bekannt. Der 1590 – mit großem zeitlichen Abstand und klarer Intention – verfasste Wahrhafftige Gegenbericht der rechtgläubigen Predicanten in Ostfrießlandt zählt Resterhafe zu jenen Gemeinden, die bereits 1520 zur luth. Lehre gewechselt waren.7 Der erste namentlich bekannte Ortsgeistliche ist Enno, der vor 1550 in Resterhafe predigte. Mehr ist über einen seiner Nachfolger bekannt: P. David Fabricius (amt. 1584–1602) war nicht allein als Pastor, sondern auch als Astronom, Kartograf und Historiker aktiv. Er korrespondierte u. a. mit Tycho Brahe und Johannes Kepler, entdeckte den veränderlichen Stern Mira Ceti (o Ceti), zeichnete und publizierte mehrere Karten von Ostfriesland (1589, 1592) und verfasste eine ostfriesische Chronik (gedruckt 1606 und erneut 1640, keine erhaltenen Exemplare bekannt).8 Die Kirchenbücher der Gemeinde Resterhafe reichen zurück bis zum Jahr 1666. Im späten 18. und frühen 19. Jh. wirkten mit den Brüdern P. Johann Christian Gittermann (amt. 1790–1794) und P. Rudolf Christian Gittermann (amt. 1803–1813, dann P. im benachbarten Dornum) zwei Vertreter der Aufklärungstheologie als Pfarrer in Resterhafe.9

Kirche, Blick zum Altar, um 1987

Kirche, Blick zum Altar, um 1987

Die KG Resterhafe gehörte stets zu den kleinsten ostfriesischen Gemeinden. Im Jahr 1911 zählte sie gut 200 Gemeindeglieder, 1947 waren gut 100 Geflüchtete hinzugekommen (darunter auch einige kath. Familien aus Schlesien).10 Während der NS-Zeit gehörten drei der vier 1933 gewählten Kirchenvorsteher der NSDAP an – sie hätten „jedoch durchaus kirchenfreundlich“ agiert, wie P. Ubbo Voß (amt. 1912–1934, dann Pfarrverweser bis 1960) im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ rückblickend angab.11 P. Voß war der letzte eigene Pfarrer der KG Resterhafe; er gab den Pfarrdienst Ende 1960 im Alter von mehr als 90 Jahren auf. Die Pfarrstelle blieb danach vakant und wurde anfangs von Norden und später von Dornum aus versorgt.
Die Sup. des KK Norden hielten seit Anfang des 20. Jh. in den Visitationsberichte regelmäßig ihren Wunsch fest, dass eine größere Lebendigkeit in die Gemeinde einziehe. 1970 heißt es resümierend „Die Kirchengemeinde Resterhafe ist sicherlich seit einigen Jahrzehnten oder noch länger an eine über Gottesdienst und Kirchenvorstandssitzungen hinausgehende kirchliche Arbeit nicht gewöhnt“.12 Das Dornumer Pfarramt regte 1970 die Vereinigung der beiden dicht benachbarten Gemeinden an und griff damit Bemühungen aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. wieder auf. Die Pläne gingen nun jedoch weiter und fassten eine Großgemeinde mit zwei oder drei Pfarrstellen ins Auge, zu der auch die KG Westeraccum, Westerbur und eventuell Roggenstede (alle KK Esens) gehören sollten. Dies ermögliche Schwerpunktarbeit und in den Sommermonaten könne einer der Pastoren für die Urlauberseelsorge freigestellt werden.13 Die geplante Großgemeinde „Herrlichkeit Dornum“ kam jedoch nicht zustande. Ausschlaggebend war nicht zuletzt die Skepsis des KV Resterhafe, der die Vorschläge zwar für berechtigt hielt, aber verhindern wollte, dass der „relativ umfangreiche Grundbesitz“ der KG Resterhafe im Gesamtvermögen einer Großgemeinde aufging. Verwirklicht wurde letztlich eine kleine Lösung: Seit 1973 sind die KG Resterhafe und Dornum pfarramtlich verbunden und das Landeskirchenamt vereinigte beide Pfarrstellen zu einer.14

Umfang

Die Ortschaften Butterburg, Reersum, Resterhafe und Schwittersum.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat des Bremer Domscholasters.15 – Die Herrlichkeit Dornum mit den Kirchspielen Dornum und Resterhafe wurde 1617 bzw. 1631 dem luth. Coetus in Norden zugewiesen und unterstand ab 1643 unmittelbar dem luth. Konsistorium in Aurich. Nach der Inspektionsordnung von 1766 waren Dornum und Resterhafe wie auch die übrigen Herrlichkeitsgemeinden nicht in das System der Insp. einbezogen, nahmen ab 1868 jedoch an den Bezirkssynoden der 3. luth. Insp. teil.16 Mit der neuen Kirchenverfassung wurden die Herrlichkeiten aufgehoben und die Kirchspiele Dornum und Resterhafe zum 1. April 1925 in den KK Norden eingegliedert.17

Patronat

Die jeweiligen Inhaber der Herrlichkeit Dornum: Um 1350 bis 1420 Familie Attena, 1420 bis 1554 Familie Kankena, 1554 bis 1728 Familie von Closter, 1728 bis 1752 Familie von Wallbrunn, 1752 bis 1792 Familie von Üxkyll-Güllenbrand, 1792 bis 1795 Familie von Schönburg, 1795 bis 1820 Familie Hoffbauer, 1820 bis 1930 Grafen und Fürsten Münster-Derneburg (Verkauf der Güter); 1932 notierte P. Ubbo Voß (amt. 1912–1934, danach Pfarrverweser) im Visitationsbericht: „Das Patronat ist erloschen.“18

Kirchenbau
Kirche, Grundriss, 1961

Kirche, Grundriss, 1961

Rechteckiger, frühgotischer Backsteinbau mit Granitquaderfundament und Anbau im Westen, errichtet im dritten Viertel des 13. Jh. auf einer gut fünf Meter hohen Warf. Walmdach mit zentralem Dachreiter, bekrönt mit Kugel und Gans; rundbogige Fenster; in Ostwand Rechteckblende, ausgemauert im Fischgrätenverband; vermauerte Türen an Nord- und Südseite; Zugang durch westlichen Anbau. Im Innern flache Balkendecke (Chorraum ursprünglich gewölbt); Westempore und kleine Chorempore an Nordwand; hölzerner Lettner zwischen Chor und Schiff (spätmittelalterlich, im 17. Jh. erhöht)19; gotische Sakramentsnische in Ostwand. Kirche im 15. Jh. verkleinert.20 Giebeldreiecke 1806 abgebrochen und Sattel- zu Walmdach umgebaut; Steine beim Bau des westlichen Anbaus verwendet (bis 1892 Schulraum, ab 1936 Leichenhalle). Kirchendach 1962 erneuert. Mauerwerkssanierung Anfang der 1990er Jahre.

Turm

Südöstlich der Kirche gedrungener, freistehender Glockenturm mit Zeltdach, jünger als Kirche. Backsteinmauerwerk, Eingang an Nordseite. Uhrwerk 1806 verkauft.

Vorgängerbau

Fußboden einer vermutlich hölzernen Vorgängerkirche bei Grabung 1972 nachgewiesen (etwa anderthalb Meter unter dem Niveau des heutigen Fußbodens).

Ausstattung

Dreiflügeliges Altarretabel (um 1624/29), gestiftet vom Dornumer Häuptling Hero Moritz von Closter († 1673) und seiner Frau Almuth Frydag von Gödens († 1653); im Mittelfeld Gemälde mit Kreuzigungsszene, gemalt und geschenkt von P. Gottfried Kittel (amt. 1831–1839), Kopie des Gemäldes in der Kirche zu Dornum; auf dem linken Flügel die Zehn Gebote, auf dem rechten das Glaubensbekenntnis (beides niederdeutsch), oberhalb des Mittelfelds kleiner Aufsatz mit Stifterwappen; Altar restauriert 1987 (Inschriften und Stifterwappen freigelegt, waren 1800 überstrichen worden).21 – Kelchförmiger, achteckiger Taufstein mit quadratischem Fuß (15. Jh.), verzierter, hölzerner Taufdeckel (Anfang 17. Jh.). – Hölzerne Kanzel mit Schalldeckel (1690), vor den Ecken des Kanzelkorbs gedrehte Säulen, an den Wandungen Rankenschnitzwerk, Inschrift: „Iulle Gerdes und Linke Remmers haben diese Cansel vorerret“. – An der Chorempore 13 Gemälde (17. Jh.), Christus und die Zwölf Apostel, oberhalb der Gemälde Schriftband mit Taufbefehl, unterhalb der Gemälde jeweils Apostelname und ein Abschnitt des Glaubensbekenntnisses (alle Inschriften niederdeutsch).22 – Mehrere Grabplatten, u. a. von Gerhard II. von Closter († 1594) und von P. Hermannus aus Butforde (Inschrift: „Anno 1614 II Maii Reverendvs d[ominus] Hermannvs Botfordensis Pastor in Resterhave in do[m]i[n]o mortuus cvivs corpus sub hoc qviescit saxo“; Stein bei Renovierungsarbeiten 1961 entdeckt).23 – Drei Epitaphien: für Christiane Funk († 1720), Ehefrau des P. Johann Christian Hekelius; für einen 1673 gestorbenen Sohn von P. Caspar Hinrich Docin und für Hendrick Fabricius († 1590, Inschrift: „Anno: 1590: den 21. februarij. is Ern: Davidis Fabricij Pastoris in Resterhave Soenlin Hindrick genomt in Christo entslapen vnd alhir in sin rowbedde gelecht: vnd spricket nu mit frowden: Min leben hie mit smerten veel: Bald hefft erlanget sinen Teel: Doch erre dij nicht des framer Christ: Will sulck ein dodt dat Leben ist: Den der ijs Oldt genoch vnd bedagt: Des sele godt hefft wol behagt Vel vnglück ick nu bin entghan: So sunst mij hedde noch bestan Dat hert vnd sin dorch falsche lher: vorkert mücht sin vnd bös beger Vil sund vnd scha[n]d in vulle swang: Des Satha[n]s list vnd welt grot ist Nu acht Ick nicht der werlt nid. Des düvels torn vnd snöd practik: Den ijck bin hir in Christi schöet. De al min Träen afwaschen Doett: Der so net mij Godt kröenet Ock: sijn geist mij ganß erfüllen Mot: Mit frowden Vel vnd Blidicheit: Van nu an beth in Ewicheit: Min Lif slept beth am Jüngsten dag: In row vnd fred an Alle Klag: Den werr Idt wedder vperstan: vnd frölich Christo engegen gan: Filio svo dilecto: P.P.“).24 – Außen an der Südwand Gedenkstein, Inschrift: „Zur Erinnerung an David Fabricius * 19.3.1564 † 7.5.1617, Pastor zu Resterhafe 1584–1602, Bedeutender Astronom und Kartograf, entdeckte am 3.8.1596 den ersten veränderlichen Stern – Mira Ceti – Gedenktafel gestiftet zum 400. Jahrestag der – Mira Ceti – Entdeckung Resterhafe, August 1996.“

Kirche, Blick zur Westempore, nach 1928, vor 1963

Kirche, Blick zur Westempore, nach 1928, vor 1963

Orgel

1838 erwarb die Gemeinde eine gebrauchte Hausorgel von P. Henricus Wieben Fischer aus Forlitz-Blaukirchen, die bislang in der ref. Kirche in Aurich gestanden hatte.25 Instrument erbaut wohl in der zweiten Hälfte des 18. Jh., 6 I/–, mechanische Traktur; Orgelbaumeister Gerd Sieben Janssen (Aurich) transportierte die Orgel nach Resterhafe und stellte sie in der Kirche auf. 1890 Reparatur, ausgeführt von Christian Klaassen Bruns (Norden). Prospektpfeifen 1918 zu Rüstungszwecken abgegeben; Orgel 1928 als „total abgängig“ bezeichnet, Gemeinde erwarb daher ein Harmonium (Firma Mannborg).26 Orgelgehäuse 1930 im Museum des „Vereins für Heimatkunde Norden“ aufgestellt.27 Neubau einer kleinen Orgel 1963, ausgeführt von Alfred Führer (Wilhelmshaven), 5 I/aP, mechanische Traktur, Schleiflade.

Geläut

Zwei LG, I: f’, Marienglocke (Bronze, Gj. 1473, Berend Klinghe, Bremen), Inschrift nur teilweise lesbar: „Anno d[omi]ni mcccclxxiii Maria bi ick gehete, Berend Klinghe het mi gegete“;28 II: b’ (Bronze, Gj. 1757, Onno Bolinius Fraterma, Emden), wohl Umguss einer älteren Glocke, Inschriften: „Si Deus pro nobis, quis contra nos. Fudit O. B. Fraterma Embdae, auspice deo et moderante illustrissima domina Sophia Anna de Wallbrunn, nata de Closter, dynasta in Dornum et Petkum, campana haec restaurata est anno Christi 1757. Qualem te invenio, talem te judico“ (Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein. Es goß mich O. B. Fratema zu Emden. Unter Gottes Segen und unter dem Protektorat der durchlauchten Herrin Sophia Anna von Wallbrunn, geborene von Closter, Herrin in Dornum und Petkum ist diese Glocke restauriert worden im Jahr 1757. Wie ich dich finde, so richte ich dich) sowie „Mein äußerer Thon fließt aus dem inneren Grunde, Ach wär ein jeder Christ – das was er führt im Munde“.29 Glockensanierung 2008 (Firma Lachenmeyer, Nördlingen).

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus mit Gemeinderäumen (Bj. 1907, 1966 umgebaut).

Friedhof

Kirchlicher Friedhof südlich des Kirchengebäudes, die ältesten erhaltenen Grabsteine stammen aus den Jahren 1640 und 1648.30

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 5 Nr. 734 (Spez. Landeskons.); A 6 Nr. 6945–6947 (Pfarrbestellungsakten); A 8/Resterhafe (CB); A 12d Nr. 400/1–2 (GSuptur. Aurich); D 82 (EphA Norden); L 5i Nr. 50, 376–377, 606 (LSuptur. Aurich); S 11a Nr. 8145 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1115; Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 127–135; Fastenau, Bau- und Kunstdenkmäler III, S. 227–229; Haiduck, Architektur, S. 149–157; Kaufmann, Orgeln Ostfrieslands, S. 206–207; Köppen, Verzeichnis, S. 59–61; Meinz, Sakralbau, S. 148; Meyer, Pastoren II, S. 298; Otte/Rohde, Ostfriesland II, S. 513–514; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 212–214; Reershemius, Predigerdenkmal Nachtrag, S. 19–20.
B: Resterhafe, in: Historische Ortsdatenbank für Ostfriesland, 24.07.2019 [Artikel unfertig]; Wilma Agena: Grabsteine erzählen Geschichte (von den Friedhöfen Dornum, Resterhafe und Westeraccum), in: Heim und Herd 8/1960, S. 29–32, bes. S. 31; Ewald H. B. Mennen: Kleiner Resterhafer Kirchenführer, in: Heim und Herd 9–10/1987, S. 33–36; Paul Otten: Das Kirchspiel Resterhafe, in: Unser Ostfriesland 5 & 6/1959; Jens Ottersberg: Die Familien der Kirchengemeinde Resterhafe (1666–1910) (Ostfrieslands Ortssippenbücher 94), Aurich 2012; Hermann Rector: Die Kirchen von Dornum und Resterhafe (DKV-Kunstführer Nr. 222/3), Berlin &sup7;[2003], S. 19–24.

GND

2109782-3, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde (Dornum; Resterhafe); 7795289-3, Resterhafe / Matthäuskirche


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien II, S. 9, weisen auf den Flurnamen „Marienfeld“ hin. Mitunter wird St. Matthäus als Patrozinium angegeben, jedoch ohne Beleg.
  2. Ostfriesisches UB II, Nr. 1054.
  3. Haiduck, Architektur, S. 152.
  4. Reimers, Arends Landesbeschreibung, S. 110; Salomon, Geschichte Harlingerland, S. 36; Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 39.
  5. Zur Reformation in Ostfriesland vgl. knapp Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 312 ff.; ausführlich: Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 114 ff.
  6. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 321. Die ostfriesischen Landesherren führten die KO von 1631 jedoch nie verbindlich für alle Gemeinden ein.
  7. Garrelts, Reformation, S. 106. Die Gemeinde wird hier als „Rittersheim“ (Reersum) bezeichnet.
  8. BLO II, S. 106 ff. (mit Werkverzeichnis). vgl. auch: David Fabricius. Astronom. Kartograph, Astrologe und Wetterbeobachter. Oll’ Mai Veranstaltung 2017, hrsg. von der Ostfriesischen Landschaft (Oll’ Mai Schriftenreihe 11), Aurich 2017 (https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/Dokumente/Oll_Mai_2017.pdf).
  9. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 397 f.
  10. LkAH, A 12d Nr. 400/1 (Visitation 1911); LkAH, L 5i, Nr. 50 (Visitation 1947).
  11. LkAH, S 1 H III Nr. 1016, Bl. 93
  12. LkAH, L 5i, Nr. 376 (Visitation 1970).
  13. LkAH, L 5i, Nr. 376 (Visitation 1970).
  14. KABl. 1973, S. 10.
  15. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien II, S. 9; im Bremer Dekanatsregister (Stader Copiar von 1420) ist Resterhafe nicht erwähnt, vgl. Hodenberg, Stader Copiar.
  16. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 451 f.
  17. KABl. 1925, S. 28.
  18. LkAH, A 12d Nr. 400/2 (Visitation 1928).
  19. Nach Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 133, Anm. 496, handelt es sich „vermutlich um den ältesten hölzernen Lettner Ostfrieslands“.
  20. Haiduck, Architektur, S. 152 ff. (mit Rekonstruktion des ursprünglichen Grundrisses).
  21. Ausführlich: Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 127 ff.
  22. Ausführlich: Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 131 ff.
  23. Hermannus aus Botford ist weder bei Reershemius, Predigerdenkmal noch bei Meyer, Pastoren, Bd. II als Pastor von Resterhafe erwähnt.
  24. Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 134.
  25. Kaufmann, Orgeln Ostfrieslands, S. 206 f.
  26. LkAH, A 12d Nr. 400/2 (Visitation 1928).
  27. LkAH, A 12d Nr. 400/2 (Visitation 1932). Im „Meldebogen für Orgeln“ notiert P. Voß 1944: „Nur das Gehäuse steht im Heimatmuseum, während eine Kiste mit etwa 25 Pfund unbrauchbarer Pfeifen hier steht“, LKA, G 9 B/Resterhafe Bd. I, Bl. 1.
  28. Rauchheld, Glockenkunde, S. 92.
  29. Mennen, S. 36; Rauchheld, Glockenkunde, S. 24.
  30. Agena, S. 31.