Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen | Patrozinium: Nikolaus1 | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist der Ort erstmals zwischen 1015 und 1036 als Gledabiki belegt.2 Die Familie von Gladebeck besaß hier bis Anfang der 1420er Jahre als Lehen der Familie von Plesse eine Burg (1421 und 1427 genannt), die diese wiederum als Lehen der Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg inne hatten.3 Sie waren auch mit der Gerichtsbarkeit in Gladebeck belehnt. 1501 trat Dietrich von Plesse alle Rechte an Burg und Dorf Gladebeck an Hzg. Erich I. zu Braunschweig-Lüneburg († 1540) ab. Territorial gehörte das Dorf zum welfischen Teilfsm. Göttingen.4 Nachdem die Göttinger Linie der Welfen mit Hzg. Otto Cocles († 1463) in männlicher Linie ausgestorben war, wurde das Territorium 1495 bzw. 1512 Teil des Fsm. Calenberg-Göttingen („Kernlande Hannover“, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover); Gladebeck zählte zum Amt Harste (1665 aus dem Gericht Leineberg ausgeschieden).5 In französischer Zeit gehörte Gladebeck von 1807 bis 1813/14 zum Kgr. Westphalen (Kanton Harste, Distrikt Göttingen, Leine-Departement). Seit 1815 zählte der Ort, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Amt Harste, kam bei dessen Auflösung 1823 zum Amt Bovenden und 1852 zum Amt Moringen, das 1859 im Amt Northeim aufging. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Gladebeck 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam der Ort zum Lkr. Northeim (neugebildet 1974). 1974 wurde Gladebeck nach Hardegsen eingemeindet. Zur Sozialstruktur schrieb der Ortspfarrer 1962: „Gladebeck ist eine Arbeiter- und Kleinbauerngemeinde.“6 Um 1810 lebten knapp 590 Menschen in Gladebeck, 1960 rund 780 und 2019 fast 1.065.

Gladebeck, Kirche, Außenansicht, Wäscheleine

Kirche, Ansicht von Südwesten, 1961

Nachrichten zu Gründung und Alter der St. Nicolai-Kirche in Gladebeck fehlen. Schriftlich belegt ist sie erst 1537.7 Früher als die Kirche lässt sich eine Kapelle in Gladebeck belegen. Hier ist 1479 ein namentlich nicht genannter Pfarrer nachweisbar.8 Auch im Registrum subsidii ex praeposituris Northen et Einbeck aus dem Jahr 1519 ist die Gladebecker Kapelle aufgelistet (cappella in Gladebeck).9 Das Patrozinium ist u. a. in einem Schriftstück aus dem Jahr 1764 genannt: „Nachricht über eine Kapelle in Gladebeck, Santa Catharina genannt, und über das Anrecht des Pastors in Gladebeck auf einen Teil ihrer Einkünfte“.10 Heinrich Lücke bezeichnet in seiner Ortsgeschichte St. Katharina als „Dorfkapelle“ und St. Nicolai als „Burgkirche“.11 An der Kapelle, die angeblich die Familie von Boventen gestiftet hatte, bestand 1537 eine Liebfrauenbruderschaft.12
Einzelheiten zur Reformation in Gladebeck sind nicht überliefert. Hzgn. Elisabeth († 1558) führte die luth. Lehre als Vormund ihres Sohnes Erich im Fsm. Calenberg-Göttingen ein: 1542 setzte sie die von Antonius Corvinus verfasste Kirchenordnung in Kraft und 1542/43 ließ sie die Gemeinden, Stifte und Klöster des Fürstentums visitieren.13 Im Jahr 1545 übernahm Elisabeths nunmehr volljähriger Sohn als Hzg. Erich II. die Regierungsgeschäfte und wechselte 1547 zum kath. Glauben. Die Calenbergischen Stände widersetzten sich jedoch seinen Rekatholisierungsbestrebungen und konnten 1553/55 die Beibehaltung der luth. Lehre in den Kirchspielen des Fürstentums sicherstellen. Nach dem Tod Erichs II. fiel das Fsm. Calenberg-Göttingen 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel und Hzg. Julius († 1589) führte seine 1569 aufgestellte ev. KO auch hier ein.14 1588 ließ er die Gemeinden visitieren.
Als erster luth. Pfarrer in Gladebeck gilt P. Heiso Reckershausen (amt. 1542–1553). Die Katharinenkapelle, so berichtet einige Jahrzehnte später P. Wolfgang Domeier (amt. 1616–1658), sei 1552 profaniert worden. Sie verfiel in der Folgezeit und wurde 1589/90 abgetragen.15 Der Gladebecker Pfarrer verwaltete seitdem das ehemalige Kapellengut – ebenso wie das Vermögen der früheren Bruderschaft – und erhielt die entsprechenden Einkünfte. Im Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig, angelegt um 1600, finden sich noch zwei separate Einträge: „Gladebeck Haus“ (also Burg) und „Gladebeck Dorff“; beide Pfarren standen unter landesherrlichem Patronat („Von Ill[ustrissi]mo“), beide wurden von einem Pfarrer gemeinsam versehen.16 Auf eine Stiftung aus dem Jahr 1588 geht die jährliche Krengelspende in Gladebeck zurück: Zwei Dorfbewohner stifteten 15 Groschen, damit die Gemeinde jedes Jahr am Sonntag Judika an die Kinder, die fleißig die Katechismuslehre besuchten, Krengel verteile (brezelförmiges, süßes Gebäck; ursprünglich wohl Brotspende).17 1609 erwarb die Gemeinde ein kurz zuvor erbautes Haus als neues Pfarrhaus, 1616 kaufte sie ein Gebäude als Pfarrwitwenhaus.18

Gladebeck, Kirche, Innenansicht, Grafik, Taufschein

Kirche, Blick zum Altar, Grafik (Taufschein)

Während der Amtszeit von P. Johann Melchior Elliesen (amt. 1730–1768), ließ die Gemeinde Gladebeck ihre mittelalterliche Kirche weitgehend neu errichten: Im Türsturz ist die Jahreszahl 1734 zu lesen. Der schlichte, hölzerne Kanzelaltar stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Im Jahr 1861 kaufte die Kirchengemeinde das ehemalige. 1840 erbaute Herrenhaus; es dient seither als Pfarrhaus.
In der NS-Zeit hatten nacheinander P. Friedrich Wilhelm Busch (amt. 1913–1933) und P. Werner Heims (amt. 1934–1963) das Pfarramt Gladebeck inne. Nach den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ stand P. Busch NSDAP und DC nahe; P. Heims war 1934 in die NSDAP eingetreten und wurde 1944 „wegen Wehrkraftzersetzung“ ausgeschlossen.19 Zum 1933 neugewählten KV schrieb P. Heims, unter Leitung des NSDAP-Zellenleiters seien „sämtliche Kirchenvorsteher ausgebootet und sog. Deutsche Christen ‚gewählt‘“ worden.20 Alle Kirchenvorsteher hätten sich jedoch „glänzend bewährt“ und der KV sei 1935 geschlossen in die Hannoversche Bekenntnisgemeinschaft eingetreten.

Gladebeck, Kirche, Turmhalle

Turmhalle

Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von 650 im Jahr 1939 auf fast 960 im Jahr 1950 an.21 Nach der Visitation 1962 schrieb der Sup. des KK Göttingen-Nord: „Gladebeck ist eine geordnete und in der Ordnung festgefügte Gemeinde“.22 Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpfte die St.-Nicolai-Gemeinde Kontakte zur Kirchgemeinde Zwota (bei Klingenthal im Vogtland; 1984: „Die Gemeinde unterhält engen Kontakt zur Partnergemeinde in der DDR durch regelmäßige Briefe, Besuche und Paketaktionen“).23
Die Pfarrstelle Gladebeck war seit 1963 vakant (1977: Dauervakanz) und die kleine Gemeinde wurde von Nachbarpfarrämtern mitversorgt oder von Hilfsgeistlichen versehen. Nach der Visitation 1973 charakterisierte der Sup. die KG Gladebeck als eine „kleine[], aber nicht inaktive[] und durchaus selbstbewußte[] Kirchengemeinde“.24 Ab 1972 war der spätere P. Erhard Kreissl (amt. 1989–2004) als Diakon in Gladebeck tätig, bevor er die Stelle ab 1989 als Pfarrverwalter versah. Gemeinsam mit dem Pfarrer in Lenglern war er seit Anfang der 1980er Jahre für die drei KG Gladebeck, Harste und Lenglern zuständig („Nahbereich“).25 Seit 1989 teilten sich Gladebeck und Harste ein gemeinsames Pfarramt mit Sitz in Gladebeck (2022: halbe Stelle).26 2024 zählte die St.-Nicolai-KG Gladebeck knapp 750 Gemeindeglieder.

Umfang

Gladebeck.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Nörten (sedes Nörten) der Erzdiözese Mainz.27 – 1588/89 zur Insp. Hohnstedt.28 Vor 1746 zur Insp. Hardegsen. 1750 zur neuen Insp. im Amt Harste.29 Mit Auflösung der Insp. im Amt Harste 1842 zur Insp. Hardegsen. Bei Auflösung der Insp. Hardegsen 1922 in die Insp. Göttingen I umgegliedert.30 1924 Insp. bzw. KK Göttingen II.31 1937 zum KK Göttingen-Nord.32 Ab 1. Januar 2001 KK Göttingen.33 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen.34

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).35

Kirchenbau
Gladebeck, Kirche, Außenansicht

Kirche, Ansicht von Südwesten, Teilansicht, 1955

Schlichter Saalbau, unter Einbeziehung älteren Mauerwerks erbaut 1734. Satteldach, nach Osten abgewalmt. Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung. Rundbogige Sprossenfenster mit Sandsteinlaibungen. Im Innern flache Holzdecke, Westempore. 1860 Erneuerung. 1936 Renovierung. 1973 Renovierung (ursprünglich geplanter Umbau für Mehrfachnutzung nicht verwirklicht).36

Turm

Westbau in Breite des Schiffs, mit zentralem, vierseitigem Turm, im Kern mittelalterlich, umgebaut 1734. Kegelförmiger Schieferhelm mit vierseitigem Ansatz und vier Uhrerkern, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne. Im Glockengeschoss an jeder Seite jeweils ein vierseitiges Schallfenster, darunter weitere Rechteckfenster. Im Erdgeschoss des Westbaus drei vierseitige Fenster nach Westen, rechteckiges Hauptportal nach Süden, im Türsturz Inschrift „1734“, darüber rundbogiges Sprossenfenster. Im Innern hohe, rundbogige Arkaden. 1602 und 1617 Instandsetzungen.37 1734 Umbau. 1860 und 1936 Erneuerungsarbeiten. 1968 statische Sicherung. 1991 Schieferdeckung erneuert.

Gladebeck, Kirche, Innenansicht

Kirche, Blick zum Altar, um 1953

Ausstattung

Schlichte Kanzelaltarwand, weiß-grau gefasst, mit Goldverzierungen, polygonaler Kanzelkorb, flankiert von korinthischen Pilastern, die verkröpftes Gebälk mit Schalldeckel tragen; geschwungener Giebel mit dreieckigem Gottesauge in Wolken- und Strahlenkranz; seitliche Scherwände; vor der Altarwand kastenförmiger Altar. – Achtseitiger Taufstein (16. Jh.?), zeitweilig als Viehtränke benutzt, seit 1936 wieder in der Kirche.38 – Außen: Mehrere Grabsteine.

Orgel

Erste Orgel erbaut um 1756, Orgelbauer unbekannt. 1771 Umbau, Johann Justus Hansen (Angerstein), I/P, mechanische Traktur, Schleifladen, fünf Register im Pedal. 1781 Reparatur, Johann Justus Hansen (Angerstein), Zustand 1795: 16 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1809 Reparatur, Gottlob Möbius (Lauenau). Um 1831 Umbau und Änderung der Disposition, Wilhelm Meyer (Hannover), 15 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1848 Instandsetzung, August von Werder (Northeim); Instrument um 1861 abgebaut. 1861/62 Orgelneubau, ausgeführt von Andreas Engelhardt (Herzberg), 17 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1940 und 1953 Instandsetzung, Paul Ott (Göttingen). 1974 Restaurierung, Martin Haspelmath (Walsrode), 17 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1996 Instandsetzung und Klangkorrektur, Ingo Kötter (Göttingen-Geismar). Denkmalorgel.

Geläut

Drei LG, I: g’, Inschrift: „2. Kor. 1,3 Gelobt sei Gott der Herr“; II: b’, Inschrift: „Eph. 5,20 Saget Dank allezeit“; III: c’’ (alle Bronze, Gj. 1977, Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher). – Früherer Bestand: 1652 neue Glocken (Bronze) angeschafft. Eine LG (Bronze, Gj. um 1710, Heinrich Lüdtke, Göttingen) umgegossen aus einer vorhandenen Glocke. Zwei Glocken (Bronze) im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, eine LG (Bronze) im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Zwei LG, I: fis’; II: a’ (beide Eisenhartguss, Gj. 1923, Ulrich & Weule, Apolda/Bockenem), 1977 stillgelegt, durch Bronzegeläut ersetzt und vor der Kirche aufgestellt.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1840, ehemaliges Herrenhaus, 1861 erworben; Vorgängerbau Bj. 1609). – Pfarrscheune (Bj. 1840, Fachwerkbau). – Gartenhaus (Bj. 1841, Fachwerkbau). – Pfarrwitwenhaus (Bj. 1657, abgerissen 1807; Vorgängerbau 1616 erworben).

Friedhof

Ehemaliger kirchlicher Friedhof bei der Kirche, genutzt bis 1844. Neuer kirchlicher Friedhof nördlich von Gladebeck, angelegt 1844/45, FKap (Bj. 1967/68).

Liste der Pastoren (bis 1940)

1542–1553 Heiso Reckershausen. – 1561 war im Amt Konrad Suderland. – 15..–1566 Johann Wagenknecht. – 1566–1600 Johann Gödecken. – 1600–1609 Johann Gatzenmeyer. – 1609–1615 Magister Hermann Kulemann. – 1616–1658 Wolfgang Domeier. – 1658 Johannes Damerau(n). – 1658–1668 Christoph Wißmann. – 1668–1673 Wilhelm Andreae. – 1673–1699 Johann Georg Drepper. – 1699–1730 Johann Heinrich Bierwirth (Bihrwirt, Bierwerth). – 1730–1768 Johann Melchior Elliesen. – 1768–1805 Gotthard Daniel von Einem. – 1806–1829 Joachim Dietrich Jacob Wedel. – 1829–1836 Christoph Ludwig Raven. – 1836–1860 August Heinrich Liebau. – 1861–1868 Georg August Friedrich Mirow. – 1869–1873 Thedel Friedrich Adolf Eduard Stalmann. – 1873–1877 Heinrich Wilhelm Ferdinand Geffers. – 1878–1898 August Ludwig Ottemann. – 1899–1913 Heinrich Hermann Wilhelm Deicke. – 1913–1933 Friedrich Wilhelm Busch. – 1934–1963 Georg Theodor Ludwig Werner Heims.

Angaben nach: Meyer, Pastoren I, S. 320

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 3765–3803 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 2755–2768 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 796Digitalisat, 797Digitalisat, 798Digitalisat, 799Digitalisat, 800Digitalisat, 801Digitalisat, 802Digitalisat (Visitationen); B 2 G 9 Nr. 968–969 (Baupflege und Bauwesen); B 2 G 9 B Nr. 226 (Orgel- und Glockenwesen); S 09 rep Nr. 1080 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7563 (Findbuch PfA); S 11a Nr. 8140 (Findbuch EphA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1668
Trauungen: ab 1668
Begräbnisse: ab 1668
Kommunikanten: ab 1768
Konfirmationen: ab 1716 (Lücken: 1784–1829, 1940, 1941)

Literatur & Links

A: Bielefeld, Orgeln im Umland, S. 25–29 und S. 196–207; Casemir/Menzel/Ohainski, Ortsnamen Lkr. Northeim, S. 156–158; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 502–503; Kämmerer/Lufen, Denkmaltopographie Lkr. Northeim, S. 116–117; Meyer, Pastoren I, S. 320; Mithoff, Kunstdenkmale II, S. 64–65; Pape, Martin Haspelmath, S. 103-107.

B: Heinrich Kleinsorge: Gladebeck. Ortssippenbuch 1668–1829 (= Sonderveröffentlichung. Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde / Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V. Gegr. 1913 17; = Deutsche Ortssippenbücher. Reihe B, 43), Hannover 1987; Heinrich Lücke: Gladebeck im Wandel der Zeiten, Parensen 1937; Franz Maier & Bruno Broszeit: Beiträge zur Geschichte des südniedersächsischen Dorfes Gladebeck, 2 Teile, Gladebeck/Göttingen 2000, bes. S. 320–372 und S. 816–820.

Internet: Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche, Pfarrhaus (ehemaliges Herrenhaus); Wikipedia: St. Nikolai (Gladebeck).


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 152, und II, S. 70.
  2. Westfälisches UB I, Nr. 87 (S. 67). Für weitere Belege und zum Ortsnamen vgl. Casemir/Menzel/Ohainski, Ortsnamen Lkr. Northeim, S. 156 ff.
  3. Vgl. EBIDAT, Art. Gladebeck; Lücke, S. 16 f. 1421: NLA HA Cop. in Nr. 1/0670, 1427: NLA HA Cal. Or. 81e Nr. 9.
  4. Insgesamt: Pischke, Landesteilungen, bes. S. 45 ff., S. 75 ff. und S. 180 ff.
  5. Kupsch, Gericht, S. 69 f.
  6. LkAH, L 5c, unverz., Gladebeck, Visitation 1962.
  7. Maier & Broszeit, S. 326 ff.
  8. StadtA GOE B 1 Nr. N 297.
  9. Kayser, Registrum II, S. 273; Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 164.
  10. NLA HA Hann. 74 Göttingen Nr. 2659.
  11. Lücke, S. 30. Nach Kämmerer/Lufen, Landkreis Northeim, S. 117, war die Kirche mit der Burg „bis 1571 als Eigenkirche der Grundherrschaft verbunden“.
  12. Maier & Broszeit, S. 321.
  13. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 708 ff.; Butt, S. 47 ff.
  14. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 83 ff.
  15. Maier & Broszeit, S. 322 ff.; Lücke, S. 30.
  16. LAW, V 231, Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig…, S. 61.
  17. Maier & Broszeit, S. 339 f. und S. 817. Vgl. auch LkAH, L 5c, unverz., Gladebeck, Visitation 1950 (Visitationsfragen VI, Frage 8) und ebd., 1962: „jedes Kind erhält 2 Stück, die KVV [Kirchenvorsteher] jeweils 12 Stück, der Organist und der Küster ebenfalls jeder 12 Stück während der Pastor (merkwürdigerweise!) 24 Stück erhält, die der Berichterstatter jedoch in den letzten Jahren nicht mehr genommen hat, jedenfalls nicht 24!“. Siehe auch LkAH, S 09 rep, Nr. 1080, passim.
  18. Maier & Broszeit, S. 331 f.
  19. LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 18. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff. P. Heims war nach Auseinandersetzungen mit der NSDAP aus der KG Erbsen in die KG Gladebeck versetzt worden; GSup. Karl Stisser (amt. 1925–1936) habe ihm aufgetragen, „nunmehr in ein gutes Verhältnis zur NSDAP zu kommen“, LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 18.
  20. LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 18. Insgesamt zur politischen Einstellung in Gladebeck schrieb Lücke, S. 36, im Jahr 1937: „Verhältnismäßig früh fand der Nationalsozialismus in Gladebeck Eingang“. Bei der Reichstagswahl 1930 erhielt die NSDAP etwa 63 Prozent der Stimmen (etwa 400 Wahlberechtigte, Wahlbeteiligung 85 Prozent, 213 Stimmen für die NSDAP), während sie reichsweit 18,3 Prozent erreichte.
  21. LkAH, S 1 H III, Nr. 413, Bl. 18; LkAH, L 5c, unverz., Gladebeck, Visitation 1950.
  22. LkAH, L 5c, unverz., Gladebeck, Visitation 1962.
  23. LkAH, L 5c, unverz., Gladebeck, Visitationen 1984 (Zitat) und 1991. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  24. LkAH, L 5c, unverz., Gladebeck, Visitation 1973.
  25. LkAH, L 5c, unverz., Gladebeck, Visitation 1984.
  26. KABl. 1989, S. 21.
  27. Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 164
  28. LAW, V 231, Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig…, S. 61.
  29. Meyer, Inspektionseinteilung, S. 214 f.
  30. KABl. 1922, S. 107.
  31. KABl. 1924, S. 86.
  32. KABl. 1937, S. 135.
  33. KABl. 2000, S. 150 f.
  34. KABl. 2022, S. 189 ff.
  35. Nach Maier & Broszeit, S. 327, besaß die Familie von Gladebeck bis 1427 „wahrscheinlich auch das Patronatsrecht“ (als Lehen der Familien von Plesse). 1501 sei das Patronatsrecht mit den übrigen Rechten an Burg und Dorf an den Landesherrn.
  36. Maier & Broszeit, S. 816.
  37. Maier & Broszeit, S. 331.
  38. Nach Lücke, S. 31, soll der Taufstein aus „der romanischen Zeit“ stammen.