Frühere Gemeinde | KapG der KG Atzenhausen | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen | Patrozinium: – | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Nordöstlich von Atzenhausen am Fuß des Dettbergs. 1279 verkauften Dietrich und Konrad von Berlepsch die villa Dalenrot an das Zisterzienserkloster Mariengarten (Ersterwähnung).1 In der Rechtsnachfolge des Klosters unterstand das Dorf auch nach dessen Aufhebung bis zur Verwaltungsreform von 1852 der Verwaltung und Untergerichtsbarkeit des Klosteramts bzw. der Klosterdomäne. Die Landesherrschaft lag bei den Welfen (Fsm. Göttingen). Seit 1973 Ortsteil der Gemeinde Rosdorf.

Kapelle, Ansicht von Südwesten

Kapelle, Ansicht von Südwesten

GD in Dahlenrode wurden in vorref. Zeit durch das Kloster Mariengarten besorgt. Nach der Reformation (1542) wurde Dahlenrode der KG Atzenhausen zugelegt.2 In einem Inventar des Klosters Mariengarten von 1585 wird es als filia von Atzenhausen bezeichnet.3 Eine 1524 erwähnte Kapelle der heiligen Anna in den Stockwiesen bei Dahlenrode wurde vielleicht im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Die Erbauungszeit des heutigen KapGb in der Dorfmitte ist unbekannt. Möglicherweise stammt es noch aus dem 18. Jh. Für die Jahre 1745/52 ist im corpus bonorum jedenfalls eine gründliche Instandsetzung belegt.4 Weitere Instandsetzungsarbeiten 1779/80.
Die bis dahin eigenständige KapG innerhalb der KG Atzenhausen wurde mit dem 1. Juli 1977 aufgehoben und die KG Atzenhausen mit Dramfeld und Obernjesa pfarramtlich verbunden.5

Kapellenbau
Blick zum Altar

Blick zum Altar

Schlichter, rechteckiger verputzter Saalbau mit zwei Fensterachsen an den Längsseiten; ursprünglich spätbarock. Veränderungen im 19. Jh. Walmdach mit hohem achtseitigem verschiefertem Dachreiter. Renovierung 1950.

Orgel

Elektronische Orgel.

Geläut

Eine LG: fis’’ (Bronze, Gj. 1816, Chr. Gabel, Freienhagen).

Landeskirchliches Archiv Hannover

A 1 Nr. 387-391 (Pfarroffizialsachen); A 8 (CB).

Literatur

A: Eichenberg, KK Göttingen-Süd, S. 66 f.; Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Münden, S. 229.


Fußnoten

  1. UB Mariengarten, Nr. 43.
  2. LkAH, A 8/Dahlenrode (Corpus bonorum 1780).
  3. Boetticher, Kloster und Grundherrschaft, S. 177.
  4. LkAH, A 8/Dahlenrode.
  5. KABl. 1977, S. 109.