Frühere Gemeinde | Sprengel Osnabrück, KK Bramsche | Patrozinium: Petrus | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

1910 errichtete das Mutterhaus in Königsberg i. Pr. in der ostpreußischen Kreisstadt Lötzen ein Diakonissen-Mutterhaus für die Region Masuren. Nach der Räumung durch die Schwestern (1945) wurde es zunächst provisorisch in Celle untergebracht. 1946 siedelte es nach Hamburg (Anscharhöhe), 1950 nach Quakenbrück über. Dort war schon zwei Jahre zuvor am Krankenhaus und Altenheim Bethanien der Inneren Mission auf dem ehemaligen Fliegerhorst eine Außenstelle entstanden. 1955 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Ev. Krankenhaus St. Sylvester. Die Arbeit wurde um Altenpflege, ein Jugendwohnheim und 1957 eine Krankenpflegeschule erweitert. 1972 fusionierte das Krankenhaus Bethanien mit dem kath. Borromäus-Hospital zum „Christlichen Krankenhaus“. Das Diakonissen-Mutterhaus wurde 1998 in „Diakonische Stiftung Bethanien (Lötzen) Quakenbrück“ umgewandelt.
Mit der Einrichtung in Quakenbrück nahm das Mutterhaus zunächst enge Beziehungen zur Ortsgemeinde (Quakenbrück, St. Sylvester) auf. Einer der Pfarrer wurde satzungsgemäß Mitglied des Vorstandes von Bethanien. Für die gottesdienstlichen Zwecke diente ein Kirchsaal im Altersheim von Bethanien, in dem vierzehntäglich GD abgehalten wurden. Mit dem 1. Oktober 1956 wurde für das Diakonissen-Mutterhaus eine Anstaltsgemeinde gebildet und eine Pfarrstelle errichtet.1 Unabhängig davon wurden die Räumlichkeiten des Mutterhauses für Gemeindeveranstaltungen des 1953 gebildeten zweiten Pfarrbezirks von St. Sylvester genutzt. Mit dem 1. Januar 1966 wurde der Pfarrbezirk als St.-Petrus-KG verselbständigt2 und ein eigenes KGb errichtet (Einweihung 27. November 1966), das durch die Ortsgemeinde und die Anstaltsgemeinde gemeinsam genutzt wurde. Die Anstaltsgemeinde wurde mit dem 1. Dezember 2004 aufgehoben und ihre Gemeindeglieder in die St.-Petrus-KG Quakenbrück eingegliedert, soweit sie nicht binnen sechs Monaten für die nach ihrem Hauptwohnsitz zuständige KG votierten.3

Kirchenbau

St. Petrus in Quakenbrück.

Literatur

B: Annedore Wendebourg: 50 Jahre Bethanien in Quakenbrück. Texte und Bilder aus Geschichte und Gegenwart der Diakonischen Stiftung, [Quakenbrück 2000]; Hilda Schirmanski und Theodor Kuessner (Hg.): 70 Jahre Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus „Bethanien-Lötzen“. Beiträge zu seiner Geschichte von Lötzen in Ostpreußen bis Quakenbrück in Niedersachsen, [Quakenbrück 1980].


Fußnoten

  1. KABl. 1956, S. 142 f.
  2. KABl. 1966, S. 6.
  3. KABl. 2004, S. 220 f.