Frühere Gemeinde | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen | Patrozinium: Jona | KO: Calenberger KO von 1569
Orts- und Kirchengeschichte
Im Jahre 1977 weihte die St.-Petri-KG Göttingen-Grone im Süden ihres Gemeindegebiets in der Deisterstraße das Kirchenzentrum „Jona-Haus“ ein. Der Sup. des KK Göttingen-Nord beschrieb den Gemeindebezirk 1980 als ein in verhältnismäßig kurzer Zeit entstandenes, überwiegend vom sozialen Wohnungsbau der ‚Neuen Heimat‘ geprägtes Wohngebiet.1
Zum 1. Januar 1979 gründete das Landeskirchenamt für den südlichen Bezirk der Petrigemeinde die eigenständige „Ev.-luth. Jona-KG Göttingen-Grone“. Von ihrer Muttergemeinde übernahm die neue KG die zweite Pfarrstelle.2 Erster Inhaber war P. Hans-Dieter Paus (amt. 1979–1986). 1992 eröffnete die Gemeinde die ev.-luth. Jona-Kindertagesstätte.
2013 gehörte die Jonagemeinde zu den Mitgründerinnen des „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-West“, der die Trägerschaft des Jonakindergartens übernahm (2026 erweitert und umbenannt in „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-Münden“).3 Zur gemeinsamen Erfüllung kirchengemeindlicher Aufgaben gründete die Gemeinde 2023 zusammen mit den KG Bethlehem, Elliehausen, Hetjershausen, Holtensen, St. Petri und Weststadt den „Ev.-luth. KGV Göttingen-West“.4
Zum 1. Januar 2024 schloss sich die Jona-KG Grone wieder mit ihrer Muttergemeinde St. Petri zusammen; gemeinsam gründeten beide die „Ev.-luth. KG Grone“.5
Umfang
Südlicher Teil des Göttinger Stadtteils Grone (jenseits der Kasseler Landstraße).
Aufsichtsbezirk
Bei Errichtung der KG 1979 zum KK Göttingen-Nord. Seit 1. Januar 2001 KK Göttingen.6 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen.7
Kirchenbau
Vierseitiger, zweistöckiger Bau mit abgeschrägten Ecken und Pyramidendach, bekrönt mit Kugel und Kreuz, erbaut 1976–77, aufgestockt 1990. Nach Süden und Osten vorgelagert ein einstöckiger Trakt mit Flachdach. Rotes Ziegelmauerwerk, Fenster und Türen mit grüner Rahmung. Im Innern Kirchsaal mit abgehängter, flacher Decke, bodentiefen Fenstern und verklinkerten Wänden. 1990 Umbau des ursprünglich einstöckigen Flachbaus, Nordwestteil aufgestockt und mit Pyramidendach versehen, Flachdach repariert.
Ausstattung
Schlichter Altartisch. – Lesepultartige Kanzel. – Taufständer mit Keramiktaufschale. – Hölzerne Christusfigur an der Altarwand (1983, Johannes Schiwara). – Sieben hölzerne Relieftafeln an der Altarwand (1983, Johannes Schiwara): Gefangennahme Christi, Geißelung, Christus vor Pilatus, Kreuztragung, Kreuznagelung, Kreuzigung, Grablegung.
Orgel
1978 Elektronium erworben, Firma Ahlborn-Lipp, 14 I/P. 1994–96 Orgelneubau, ausgeführt von Amadeus Junker (Meinersen), 7 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1996 Orgel eingelagert (Decke des Kirchsaals zu niedrig). 1998 nach Änderung der Kirchsaaldecke Orgel aufgestellt. 2000 Orgel um ein Register erweitert, Amadeus Junker (Meinersen), 8 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen.
Geläut
Keine Glocken.
Weitere kirchliche Gebäude
Kindergarten.
Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)
S 09 rep Nr. 1134 (Presseausschnittsammlung).
Literatur
A: Bielefeld, Orgeln, S. 279–281.