Frühere Gemeinde | KapG der KG Amelsen | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Leine-Solling | Patrozinium: – | KO: Calenberger KO von 1569

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Orts- und Kirchengeschichte

Die Erichsburg bei Dassel wurde 1527/30 durch Hzg. Erich I. von Braunschweig-Lüneburg als Ersatz für die 1521 in der Hildesheimer Stiftsfehde zerstört Burg Hunnesrück erbaut. Zeitweilig diente sie ihm auch als Residenz. Nach der Rückgabe der Gft. Dassel an das Hochstift Hildesheim (1643) richtete die Regierung den Amtssitz in Hunnesrück ein und errichtete für die Angehörigen der fürstbischöflichen Verwaltung dort 1654 eine kath. Amtspfarrei mit eigener Kirche. Die Ämter Hunnesrück und Erichsburg wurden nach dem Übergang an das Kgr. Hannover (1815) zusammengelegt und 1859 in das Amt Einbeck eingegliedert.
1891 richtete das Konsistorium auf der Erichsburg ein Predigerseminar ein. 1953 wurde es von dort nach Hildesheim verlegt, der Betrieb auf der Erichsburg aber in Form eines einjährigen Ausbildungsgangs (Corvinus-Predigerseminar) noch bis Ende 1970 fortgeführt.1 Von 1971 bis 1980 diente die Burg als Freizeitheim des KK Einbeck.
Auch wenn Burg und Dorf Erichsburg nach Lüthorst eingepfarrt waren, übernahmen die am Predigerseminar tätigen Geistlichen nach und nach auch gemeindekirchliche Aufgaben. Mit dem 1. Januar 1958 wurden die luth. Bewohner der politischen Gemeinde Hunnesrück aus der KG Lüthorst ausgepfarrt und zur KapG Erichsburg im Verbande der KG Amelsen zusammengeschlossen.2 GD fanden zunächst in der Schlosskapelle statt, nach dem Verkauf der Erichsburg im Dorfgemeinschaftshaus in Hunnesrück. Am 1. Februar 1972 wurde die KapG wieder aufgehoben.3

Literatur

A: Niklaus, KK Einbeck, S. 70–72.
B: Gerhard auf dem Brinke: Predigerseminare auf der Erichsburg, in: JbGNK 98 (2000), S. 179–207; Johannes Feltrup: Zur Geschichte des Predigerseminars Hannover-Erichsburg, in: ZGNK 29/30 (1924/25), S. 1–47; Christhard Mahrenholz: Festschrift zum 150jährigen Bestehen des Hannoverschen Predigerseminars auf der Erichsburg, Hannover 1952.


Fußnoten

  1. KABl. 1953, S. 66.
  2. KABl. 1958, S. 47.
  3. KABl. 1972, S. 3.