KapG der KG Clenze | Sprengel Lüneburg, KK Lüchow-Dannenberg | KO: Lüneburger KO von 1643

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Orts- und Kirchengeschichte

Dorf nördlich von Clenze am Osthang des Hohen Drawehn. Seit 1972 Ortsteil der Gemeinde Waddewitz. – Dickfeitzen war wohl ursprünglich Filial der KG Bussau und wurde erst später Clenze zugelegt. In der kleinen Kapelle wurde früher dreimal jährlich (vor Maria Lichtmeß, Johannis und Michaelis) GD mit Abendmahl und Beichte abgehalten.1

Kapelle, Ansicht von Südosten, Foto: Ernst Günther Behn, Klein Gußborn, 2009/ 2010

Kapelle, Ansicht von Südosten, Foto: Ernst Günther Behn, Klein Gußborn, 2009/ 2010

Wann die KapG, der auch Teile der Ortschaften Kröte und Clenze angehören, gebildet wurde, ist unbekannt. Sie bestand jedenfalls schon vor 1645/46: Damals verweigerten die Bauern von Dickfeitzen unter Hinweis auf ihre Kapelle (und die ähnliche Rechtslage u. a. in Schlanze und Bistebeck) ihren Beitrag zu den Hand- und Spanndiensten und die Pfarrlasten in Clenze.2 Ein Antrag auf Bildung eines eigenen Kapellenvorstands wurde Anfang der 1870er Jahre vom Ministerium der geistlichen Angelegenheiten zurückgewiesen, bis nachgewiesen sei, daß die KapG Dickfeitzen eine „gesonderte parochiale Gemeinschaft“ bilde. Rund 20 Jahre später wurde die Frage erneut aufgegriffen und am 11. Juli 1895 genehmigt.3

Kapellenbau

Das KapGb wurde um 1900 neu errichtet. Rechteckiger, an der Südseite verkleideter Fachwerksaalbau mit Ziegelausfachung. Drei Fensterachsen mit Sprossenfenstern an den Längsseiten.

Turm

Verschieferter Dachreiter mit vierseitigem Zeltdach.

Kapelle, Blick zum Altar, Foto: Ernst Günther Behn, Klein Gußborn, 2009/ 2010

Kapelle, Blick zum Altar, Foto: Ernst Günther Behn, Klein Gußborn, 2009/ 2010

Ausstattung

Blockaltar aus geputztem Ziegelmauerwerk. – Das Taufbecken stammt ursprünglich aus der KG Küsten und kam 2004 als Geschenk nach Dickfeitzen.

Orgel

Harmonium.

Geläut

Im Dachreiter eine LG: b’ (Bronze, Gj. 1975, Gebrüder Rincker, Sinn). – Früherer Bestand: Eine LG in fis’’ (Bronze, Gj. um 1870), befand sich zuletzt auf dem Dachboden der Kirche. Verbleib unklar.

Friedhof

Bei der Kapelle. Eigentum der KG Clenze.

Quelle

A 1 Nr. 1856. – NLA HA, Hann. 180 Lüneburg Acc. 3/094, Nr. 129.

Literatur

A: Behn, Wendland, S. 52 f.; Sänger, Denkmaltopographie Lkr. Lüchow-Dannenberg, S. 184; Jürries/Wachter, Wendland-Lexikon I, S. 149.


Fußnoten

  1. Osten, Propstei Schnega, S. 38.
  2. LkAH, A 1 Nr. 1856.
  3. NLA HA, Hann. 180 Lüneburg Acc. 3/094, Nr. 129.