Sprengel Stade, KK Cuxhaven-Hadeln | Patrozinium: Gnaden | KO: Keine Kirchenordnung

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Orts- und Kirchengeschichte

Der erst 1935 nach Cuxhaven eingemeindete Stadtteil Süderwisch wurde Mitte der 1950er Jahre mit dem sogenannten Ostpreußenviertel westlich der Altenwalder Chaussee stark erweitert. In den Einfamilien- und Reihenhäusern wurden nach dem Krieg viele Flüchtlinge heimisch. Zusätzlich wurden mehrgeschossige Mietshäuser für Bundeswehrangehörige und ihre Familien errichtet. Wegen der großen Entfernung zur Martinskirche in Ritzebüttel (Cuxhaven-Ritzebüttel) wurde 1971 ein Gemeindezentrum errichtet (Architekt: Dipl.-Ing. Gerd Floto) und am 10. Dezember 1961 eingeweiht. Am 1. Januar 1962 wurde die Gnaden-KG von der Martins-KG abgetrennt und verselbständigt.1 Ein kirchlicher KiGa (eröffnet 1972) wurde 1991 um einen Hortanbau erweitert und ist heute eine der größten Kindertagesstätten in Cuxhaven.
1987 lebten im Pfarrsprengel etwa 4.000 Gemeindeglieder, davon etwa ein Drittel Soldaten aus den Standorten Nordholz und Altenwalde mit Familien, die außer dem Gemeindepastor von zwei Militärpfarrern betreut wurden. Die Aufgabe von Altenwalde als Bundeswehrstandort führte jedoch zu einem nachhaltigen Strukturwandel (Zuzug von Alleinerziehenden und Aussiedlern, hohe Fluktuation und teilweise Leerstand)2 und einem Rückgang der Gemeindegliederzahlen, dem 2012 mit der pfarramtlichen Verbindung der Gnadengemeinde mit den anderen vier Innenstadtgemeinden Cuxhaven, Emmaus, Cuxhaven, Petri, Cuxhaven-Döse und Cuxhaven-Ritzebüttel Rechnung getragen wurde.

Aufsichtsbezirk

Bei Gründung zum hamburgischen KK Cuxhaven (1. Januar 1977 aus der Ev.-luth. Kirche im Hamburgischen Staate in die Landeskirche Hannovers umgegliedert).3 Seit 1. Januar 2013 KK Cuxhaven-Hadeln.

Kirchenbau

Gemeindezentrum (1961). Bei einem Umbau wurde 2008 vom Kirchensaal durch den Einbau einer Empore ein Gemeinderaum abgetrennt.

Turm

Freistehender Glockenträger mit offenem Glockengeschoss (1961).

Ausstattung

Altar in Tischform; dahinter die hängende Bronzeplastik „Der Gekreuzigte“ von Karl Heinz Engelin (Hamburg).

Orgel

Neubau 1965/66 durch Firma Alfred Führer (Wilhelmshaven), 15 II/P (HW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Vier LG, I: b’; II: c’’; III: es’’; IV: f’’ (alle Bronze, Gj. 1961).

Literatur

A: Bussler, Stadtlexikon Cuxhaven, S. 197; Hammer/Schade, Hamburger Pastorinnen und Pastoren II, S. 102 f.; Kirchengemeinden Cuxhaven.


Fußnoten

  1. GVM HA 4/1961, S. 27.
  2. LkAH, L 5g, unverz., Cuxhaven, Gnaden, Visitation 1996.
  3. KABl. 1977, S. 1 ff.