Sprengel Stade, KK Cuxhaven-Hadeln | Patrozinium: Emmaus | KO: Keine Kirchenordnung

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Orts- und Kirchengeschichte

Die jüngste KG Cuxhavens entstand Ende der 1960er Jahre im sogenannte Musikerviertel, dem südlichen Teil der St.-Petri-KG (Cuxhaven, Petri). Wegen der knappen Finanzmittel wurden als kirchliche Einrichtungen zunächst nur ein Gemeindesaal und eine Kita errichtet und 1968 ihrer Bestimmung übergeben, beide im Zentrum des neuen Stadtteils an der Regerstraße. Am 1. Januar 1973 wurde der Gemeindebezirk verselbständigt.1 Erster Geistlicher war P. Gunthard Klein, der von 1968 bis 1975 in der Petri- bzw. Emmaus-KG wirkte. Der Gemeindebezirk ist ein reines Wohngebiet und bestand zur Zeit der Errichtung der Gemeinde überwiegend aus Neubau-Wohnblocks im Stil der 1960er Jahre (Sozialwohnungen, Eigentumswohnungen) sowie Einzelwohn- und Reihenhäusern.
1975/76 erhielt die Gemeinde ein eigenes Pastorat. Schon bei der Errichtung des Gemeindezentrums an der Regerstraße 1967/68 war als weiterer Bauabschnitt ein KGb mit Zeltdach und Turm zwischen Gemeinde- und Pfarrhaus vorgesehen. Die Pläne lieferte der Hamburger Architekt Dieter Reglitzki. Wegen der Finanzlage der hamburgischen Landeskirche wurde das Vorhaben jedoch nicht mehr realisiert und im Folgenden der Gemeindesaal als Kirchsaal genutzt. Da diese Lösung besonders an Festtagen nicht ausreichte, wurde das Gemeindezentrum 1990 im Zuge einer Generalsanierung grundlegend umgebaut (Architekt: Günter Apelt, Cuxhaven). Durch Überdachung des Atriums wurde ein eigener Kirchenraum geschaffen und am 3. Dezember 1990 von LSup. Karl Manzke eingeweiht. Seit 2012 ist die Emmaus-KG mit den KG Cuxhaven-Döse (Gertrud), Cuxhaven, Petri, Cuxhaven, Gnaden und Cuxhaven-Ritzebüttel pfarramtlich verbunden.

Umfang

Die KG wurde bei ihrer Gründung im Norden durch den Feldweg und die Poststraße, im Osten durch die Mozartstraße, im Süden durch den Delftstrom und die Westen durch die Haydenstraße begrenzt.

Aufsichtsbezirk

Seit Errichtung der KG zum KK Cuxhaven (1. Januar 1977 aus der ev.-luth. Kirche im Hamburgischen Staate in die Landeskirche Hannovers umgegliedert).2 Seit 1. Januar 2013 KK Cuxhaven-Hadeln.

Kirchenbau

Saalartiger Kirchenraum, Holzbinderkonstruktion mit offenem, holzverschaltem Dachstuhl. Zeltdach.

Turm

Separate Stahlkonstruktion mit verkleideter Glockenstube (2006).

Orgel

1969/70 Neubau durch Firma Hermann Eule (Bautzen), 4 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen. Die Eule-Orgel wird nicht mehr genutzt und soll durch eine elektronische Kirchenorgel ersetzt werden (Stand: 2016).

Geläut

Zwei LG, I: c’’ (Kleopas, Bronze, Gj. 2006, Glockengießerei Bachert, Karlsruhe); II: es’’ (Lukas, Bronze, Gj. 2006, Glockengießerei Bachert, Karlsruhe).

Quelle

Mitteilung Michael Günther (Vorsitzender des KV) vom 11. Januar 2016.

Literatur

A: Bussler, Stadtlexikon Cuxhaven, S. 196 f.; Hammer/Schade, Hamburger Pastorinnen und Pastoren II, S. 103.
B: Ev.-luth. Emmausgemeinde in Cuxhaven. Festschrift zur 25jährigen Selbständigkeit im Jahr 1998, [Cuxhaven 1998].


Fußnoten

  1. GVM HA 2/1972.
  2. KABl. 1977, S. 1 ff.