Sprengel Lüneburg, KK Celle | Patrozinium: Guter Hirte | KO: Lüneburger KO von 1643

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Orts- und Kirchengeschichte

Anstaltsgemeinde der Lobetalarbeit e. V. Die Lobetalarbeit wurde 1947 in Hetendorf bei Hermannsburg als diakonische Einrichtung zur Förderung und Betreuung von Senioren und chronisch Kranken sowie geistig behinderten und verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen gegründet. Auf Ansuchen der Stadt Celle errichtete sie 1955 an der Fuhrberger Straße ein Altenpflegeheim. Später zog die Lobetalarbeit ganz von Hetendorf nach Celle um. Die Einrichtung umfasste auch eine Altenpflegeschule, ein Kindergärtnerinnenseminar, eine Kinderpflegerinnenschule und eine Heimschule. Eine Außenstelle der Lobetalarbeit besteht bis heute in Stübeckshorn bei Soltau (ehemalige Lungenklinik, 1954 angekauft).
Zum 1. Juli 1966 wurde die Anstaltsgemeinde gebildet und mit zwei Pfarrstellen ausgestattet.1 Ihre Glieder sind alle luth. Bewohner der Einrichtungen der Lobetalarbeit, ihre außerhalb der Anstaltsgemeinde wohnenden hauptberuflich Beschäftigten und deren im gleichen Hausstand lebende Angehörige sowie pensionierte Mitarbeiter und deren Angehörige, die ihre Zugehörigkeit zur Anstaltsgemeinde ausdrücklich erklären.2 Als Anstaltsgemeinde hat die Gemeinde keinen KV. Dessen Aufgaben werden durch den Anstaltsvorstand sowie gegebenenfalls eine aus dem Kreis der Gemeindeglieder gewählte Vertretung wahrgenommen.
Der Standort Stübeckshorn hat eine eigene Kapelle (Kapelle der Sieben Barmherzigkeiten).

Pfarrstellen

I und II: 1. Juli 1966.

Umfang

Der Gemeindebezirk umfasst das Anstaltsgelände an der Fuhrberger Straße und weitere Einrichtungen der Lobetalarbeit in Celle sowie das Wohnheim auf Gut Stübeckshorn/Soltau.

Aufsichtsbezirk

Seit Errichtung der KG zum KK Celle.

Kirchenbau

Die Anstaltskirche „Zum Guten Hirten“ wurde 1961 nach einem Entwurf der Architektengruppe Schweitzer (Braunschweig) errichtet und am 1. Juni 1961 von LSup. Hans-Helmut Peters eingeweiht. Moderner, verklinkerter Saalbau mit freistehendem Glockenträger aus Beton.

Orgel

1964 Neubau durch Emil Hammer (Hemmingen-Westerfeld), 13 II/P (HW, RP), mechanische Traktur, Schleifladen. 1986 Umbau durch Emil Hammer (Arnum), 13 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. – Weitere Orgel in der Kapelle in Stübeckshorn, 1960er Jahre, Neubau durch Firma Hoffmann, 4 I/-, mechanische Traktur, Schleifladen .

Geläut

Vier LG, I: d’’; II: f’’; III: g’’; IV: b’’ (alle Bronze, Gj. 1960/61, Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg).

Literatur

A: Leenders, Entwicklung, S. 30 f.; Pape, Orgeln Celle, S. 149.


Fußnoten

  1. KABl. 1966, S. 108 f.
  2. KABl. 1991, S. 182 (Änderung der Anordnung über die Errichtung der Anstaltsgemeinde „Zum Guten Hirten“ in Celle).