Sprengel Stade, KK Bremervörde-Zeven | Patrozinium: Auferstehung | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte
Kirche, Ansicht von Norden, 1983

Kirche, Ansicht von Norden, 1983

Im Rahmen des Wohnungsbauprogramms nach dem Zweiten Weltkrieg entstand an der nördlichen Peripherie der Stadt Bremervörde der neue Stadtteil Neues Feld/Finkenmoor, für dessen kirchliche Versorgung 1953 eine eigene Pfarrstelle innerhalb der Liborius-KG errichtet wurde.1 Am 1. Januar 1965 wurde das Gebiet abgetrennt und – einschließlich einiger damals noch politisch selbständiger Umlandgemeinden – verselbständigt.2 Als Gottesdienststätte diente zunächst die 1957/58 erbaute Kapelle in Iselersheim (heute: Jürgen-Christian-Findorff-Kirche). 1963 wurde im Neuen Feld ein Pfarrhaus, 1964/65 ein Gemeindehaus errichtet (1991 erweitert), in dem seither auch regelmäßige GD stattfanden. Als durch die weitere Ausdehnung der Siedlung entlang der Waldstraße der Platz nicht mehr genügte, errichtete die Gemeinde 1969/70 an der Straße Neues Feld ein neues KGb (Auferstehungskirche). Da die Kirche auch für die Militärseelsorge in der Vörde-Kaserne genutzt wurde, wurde ein Teil der Baukosten vom Militärfiskus getragen.
1994 wurde von der Auferstehungs-KG die KG Iselersheim abgetrennt. Im Hinblick auf den Rückgang der Gemeindegliederzahlen und die veränderte Sozialstruktur des Stadtteils schärfte die Gemeinde, unter anderem mit der gemeinsam mit der Liborius-KG betriebenen Gründung der Diakonischen Hilfe Bremervörde (2004), ihr diakonisches Profil. 2006 wurde sie von der Landeskirche mit dem Siegel „Diakonische Gemeinde“ ausgezeichnet. Die Kooperation mit der Liborius-KG wurde auch auf anderen Gebieten intensiviert. Seit 2003 besteht die Stiftung Pro Liborius & Auferstehung, seit 2006 erscheint der gemeinsame Gemeindebrief „Schaufenster“. 2007 wurde die kirchliche Region Liborius & Auferstehung gebildet. Mit der KiTa Sternenlicht verfügt die Auferstehungs-KG seit 2011 über eine KiTa in kirchlicher Trägerschaft.

Pfarrstellen

I: 1. Januar 1965 (1. Januar 1953 in der Liborius-KG begründet). – II: 1. Juli 19733, ab 1. Januar 1994 zur KG Iselersheim (Findorff-Kirche).

Umfang

Bei Errichtung der KG die politischen Gemeinden Iselersheim, Hönau-Lindorf, Nieder-Ochtenhausen, Mehedorf und Ostendorf sowie Teile des Stadtgebiets von Bremervörde (Neufeld). Mit dem 1. Januar 1994 wurden die in den Ortsteilen Hönau-Lindorf, Iselersheim, Mehedorf, Nieder-Ochtenhausen und Ostendorf der Stadt Bremervörde wohnhaften Kirchenglieder ausgepfarrt und zur KG Iselersheim (Jürgen-Christian-Findorff-Kirche) zusammengeschlossen. Die zweite Pfarrstelle der Auferstehungs-KG wurde Pfarrstelle der neuen KG.4

Aufsichtsbezirk

Seit Gründung zum KK Bremervörde-Zeven.

Kirchenbau

Außenmauern aus asymmetrischem Verblendmauerwerk (1969/70).

Fenster

Fenster aus der Werkstatt von Heinz Lilienthal (Bremen).

Turm

Freistehender Glockenträger. (1970).

Ausstattung

Altar aus Massivbeton auf Stahlstützen. – Taufe aus Betonsockel mit Kupferaufsatz, Taufschale aus Schmelzglas. – Kruzifix aus Bronzeguss, über dem Altar hängend (von Ulrich Conrad, Worpswede).

Orgel

1967 Anschaffung eines Positivs der Firma Alfred Führer (Wilhelmshaven), 3 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen. 1991 Neubau durch Firma Alfred Führer (Wilhelmshaven). 16 (18) II/P (HW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen. Das alte Positiv wurde an die KG Büttel verkauft.

Geläut

Drei LG, I: d’’ (Bronze, Gj. 1971, Gebrüder Rincker, Sinn); II: e’’ (Bronze, Gj. 1965, Gebrüder Rincker, Sinn); III: g’’ (Bronze, Gj. 1971, Gebrüder Rincker, Sinn). Disposition von KMD Hoppe in Abstimmung auf das Geläut der Liboriuskirche.5


Fußnoten

  1. KABl. 1953, S. 37.
  2. KABl. 1965, S. 6 f.
  3. KABl. 1973, S. 111.
  4. KABl. 1994, S. 23.
  5. LkAH, B 2 G 9 B/Bremervörde, Auferstehung I, Bl. 51.