Sprengel Stade, KK Bremerhaven | Patrozinium: Lukas | KO: Keine Kirchenordnung

Karte wird geladen, bitte warten...
Orts- und Kirchengeschichte

Ab Juli 1960 errichtete die gewerkschaftseigene Wohnungsbaugesellschaft Neue Heimat die Satellitenstadt Leherheide-West im Norden von Bremerhaven. Das neue Wohngebiet wurde am 1. April 1964 aus der Markus-KG ausgepfarrt und als Lukas-KG verselbständigt. Zugleich wurde die zweite Pfarrstelle der Johannes-KG auf die neue KG übertragen und eine weitere Pfarrstelle geschaffen.1
Leherheide-West entwickelte sich in den 1980er Jahren zunehmend zum sozialen Brennpunkt. Durch eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur und zunehmenden Zuzug von Konfessionslosen und Angehörige anderer Religionsgemeinschaften ging die bis 1973 auf fast 10.000 angewachsene Zahl der Gemeindeglieder wieder stark zurück. Dem demographischen Wandel war auch die Reduzierung der Pfarrstellen von zeitweilig drei auf zuletzt eine zum 1. Januar 2003 geschuldet.
2014 beschlossen die Kirchenvorstände der Markus-, Lukas- und Johannes-KG die Vereinigung der drei Gemeinden bis zum März 2018, die Aufgabe der drei KGb und den Neubau einer zentral gelegenen Kirche in Leherheide.

Pfarrstellen

I: 1. April 1964, 1. Januar 2003 aufgehoben, neu errichtet aus III. – II: 1. April 1964, 1. Januar 2003 aufgehoben. – III: 1. Juli 19722, seit 1. Januar 2003 einzige Pfarrstelle.3

Umfang

Leherheide-West östlich Kurt-Schumacher-Straße und Mecklenburger Weg. Die nordöstliche Grenze bildet der Graben Neuenmoorweg.

Aufsichtsbezirk

Seit Gründung zum KK Bremerhaven.

Kirchenbau

Kirchlicher Mittelpunkt ist ein Gemeindezentrum, in dem im Mai 1964 die ersten GD gefeiert wurden. Der Kirchenbau (moderner Saalbau aus Beton und Ziegelmauerwerk) wurde am 1. Advent 1964 von LSup. Hoyer eingeweiht.

Fenster

Betonglasfenster.

Turm

Freistehender Glockenträger aus Sichtbeton.

Ausstattung

Blockaltar, Kanzel und Taufe aus Sichtbeton. Taufschale aus Bronze.

Orgel

Neubau 1964/68 durch Firma Hermann Hillebrand (Altwarmbüchen), 19 II/P (HW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Fünf LG, I: as’; II: b’; III: es’’; IV: f’’; V: g’’ (alle Bronze, Gj. 1966, Gebrüder Rincker, Sinn).

Friedhof

Kein kirchlicher Friedhof.

Landeskirchliches Archiv Hannover

B 18 Nr. 71 (Orgelsachverständiger).


Fußnoten

  1. KABl. 1964, S. 61 f.
  2. KABl. 1972, S. 78.
  3. KABl. 2003, S. 60.