Frühere Gemeinde | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen | Patrozinium: kein mittelalterliches Patrozinium bekannt1 | KO: Calenberger KO von 1569
Orts- und Kirchengeschichte
Schriftlich ist Klein oder Groß Lengden erstmals als Lengidi in einem Verzeichnis von Schenkungen (Traditionen) an das Kloster Fulda belegt, das auf das 8./9. Jh. datiert wird.2 Beide Orte – Lengede, item Lengede – sind in zwei Urkunden genannt, die auf das Jahr 1022 datiert sind, bei denen es sich allerdings um Fälschungen aus dem 12. Jh. handelt.3 In zwei gefälschten Urkunden des 13. Jh. finden sich die Namensformen Osterlengede und Orientali Lengethe, 1309 ist der Name Superiori Lengeda nachgewiesen.4 Klein und Groß Lengden gehörten zur Burg Niedeck, die seit 1318 im Besitz der welfischen Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg war.5 Territorial zählte Groß Lengden zum welfischen Teilfsm. Göttingen.6 Nachdem die Göttinger Linie der Welfen mit Hzg. Otto Cocles († 1463) in männlicher Linie ausgestorben war, wurde das Territorium 1495 bzw. 1512 Teil des Fsm. Calenberg-Göttingen („Kernlande Hannover“, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover). Das kleine Gericht bzw. Amt Niedeck, das lediglich aus Groß und Klein Lengden bestand, war seit der ersten Hälfte des 14. bis zum Ende des 17. Jh. verschiedentlich verpfändet. Seit 1698 stand es unter landesherrlicher Verwaltung und ab 1777 wurde es vom Amt Reinhausen mitverwaltet (Amt Reinhausen-Niedeck). In französischer Zeit gehörte Groß Lengden von 1807 bis 1813/14 zum Kgr. Westphalen (Kanton Radolfshausen, Distrikt Göttingen, Leine-Departement). Seit 1815 zählte der Ort, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Amt Reinhausen-Niedeck (1825: Amt Reinhausen). Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Groß Lengden 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam der Ort zum Lkr. Göttingen (neugebildet 1973 und 2016). 1973 wurde Groß Lengden Teil der neuen Gemeinde Gleichen. Zur Sozialstruktur der beiden Lengden Dörfer heißt es im Bericht zur Visitation 1956: „Beide Gemeinden sind rein ländliche Gemeinden. Doch fährt eine große Anzahl ihrer Bewohner nach Göttingen in Büros, Werkstätten und Fabriken.“7 Um 1810 lebten knapp 540 Menschen in Groß Lengden und 2024 fast 810.
Zur mittelalterlichen Kirchengeschichte von Groß Lengden ist nur wenig bekannt. Eine Urkunde aus dem Jahr 1254 erwähnte eine Kirche in Ulteriori Lengede, einen Friedhof und einen Priester: dominus Iordanus sacerdos in Lengede.8 Im Jahr 1312 ist Henricus plebanus in superiori Lengede urkundlich nachweisbar, 1322 war Hermann plebanus in Groß Lengden.9 Nach einer Urkunde aus dem Jahr 1370 war das Patronat über die Groß Lengder Kirche zu gleichen Teilen im Besitz der Familie von Plesse und der Familie von Uslar-Gleichen. Letztere hatte gerade Henrik van Usseler als neuen Pfarrer präsentiert und stimmten nun zu, dass im nächsten Besetzungsfall die Familie von Plesse einen neuen Geistlichen vorschlagen sollte.10 In ähnlicher Weise ist in einer Urkunde von 1380 festgelegt, dass nach dem Tod des augenblicklichen Pfarrers – Conrad von Benningehusen – die Familie von Plesse über die Nachfolge entscheiden werde.11
Details zur Reformation in Groß Lengden sind nicht überliefert. Hzgn. Elisabeth zu Braunschweig-Lüneburg († 1558) führte die luth. Lehre im Fsm. Calenberg-Göttingen ein: 1542 setzte sie die von Antonius Corvinus verfasste Kirchenordnung in Kraft und 1542/43 ließ sie die Gemeinden, Stifte und Klöster des Fürstentums visitieren.12 Im Jahr 1545 übernahm ihr nunmehr volljähriger Sohn als Hzg. Erich II. die Regierungsgeschäfte und wechselte 1547 zum kath. Glauben. Die Calenbergischen Stände widersetzten sich jedoch seinen Rekatholisierungsbestrebungen und konnten 1553/55 die Beibehaltung der luth. Lehre in den Kirchspielen des Fürstentums sicherstellen. Nach dem Tod Erichs II. fiel das Fsm. Calenberg-Göttingen 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel und Hzg. Julius († 1589) führte seine 1569 aufgestellte ev. KO auch hier ein.13 1588 ließ er die Gemeinden visitieren.
Der erste namentlich bekannte luth. Prediger in Groß Lengden war P. Daniel Scheffer (amt. 1584–1597), der zuvor Pastor in Klein Lengden gewesen war. 1588 notierten die Visitatoren über ihn: „wohl bestanden, unsträflich“. Im Visitationsprotokoll ist überdies vermerkt, der hessische Landgraf habe versucht, das Kirchenregiment über Groß Lengden zu übernehmen. Die Familie von Kerstlingerode, Inhaberin von Burg und Gericht Niedeck, hätte dies jedoch verhindert.14 P. Scheffers Nachfolger, P. Georg Pflueger (amt. 1598–1600) stammte aus Hessen.15
P. Peter Malsius (amt. 1600–1626) war seit 1612 gleichzeitig Pfarrer in Klein Lengden. Im Jahr 1624 gab er die dortige Pfarrstelle „wegen Schwachheit“ wieder auf.16 Nachdem P. Malsius 1626 gestorben war, übernahm umgekehrt der Klein Lengder P. Andreas Hunold (amt. 1624–1648) die Pfarre Groß Lengden mit. Seither teilten sich die beiden Parochien ein gemeinsames Pfarramt (mater combinata). Der Pastor predigte sonntags in beiden Kirchen. Da 1626 beide Pfarrhäuser abgebrannt waren, wohnte P. Hunold bei seinem Schwiegervater in Groß Lengden, bis das dortige Pfarrhaus wiederaufgebaut war. Groß Lengden blieb Pfarrsitz.
Im Jahr 1651 einigten sich der Landesherr des Fsm. Calenberg als Patron der Kirche Klein Lengden und die Familie von Uslar-Gleichen als Patron der Kirche Groß Lengden darauf, die Pastoren für die Dauer der Verbindung beider Gemeinden abwechselnd vorzuschlagen.17 Im Corpus bonorum von 1670 findet sich eine knappe Beschreibung der Groß Lengder Kirche: „etwan 54. Schuhe lang, undt 19. Schuhe breit. Es ist eine sehr alte Kirche, durch und durch gewölbet bis an den Thurn.“18 Das Mauerwerk war rissig und Pfeiler mussten die ausgewichenen Wände stützen. Vermutlich noch vor Ende des 17. Jh. ließ die Gemeinde ihre Kirche erneuern.
P. Karl August Hermann Mirow (amt. 1889–1900) gründete 1897/98 einen Posaunenchor in Groß Lengden.19 Nach Einführung der Kirchenvorstandswahlen Mitte des 19. Jh. hatten zwischen 1873 und 1906 „die großen Landwirte eindeutig das Übergewicht“ im Groß Lengder KV.20 Über den 1893 als Ersatzmann gewählten und 1896 in den KV eingerückten Hermann Schirmer (*1852) schrieb P. Heinrich Gustav August Spanuth (amt. 1900–1925) 1911, er sei „durch die mittleren und kleinen Leute in den Kirchenvorstand gekommen“ und sei unter „sehr reger Beteiligung“ stets wiedergewählt worden.21 Um 1909/11 trat er der SPD bei.22 Als Anfang Dezember 1911 zwei der vier Sitze im KV zur Neuwahl standen, stimmte die Mehrheit für Schirmer und ein weiteres Mitglied der SPD. Ein Teil der Gemeinde versuchte, die Einführung der beiden Kirchenvorsteher zu verhindern, da „dieselben starke Anhänger der Sozialdemokratie sind und dadurch in der Gemeinde starkes Ärgernis erregen“ („Kirchenstreit von Groß Lengden“).23 Der Einspruch scheiterte und im August 1912 konnten die gewählten Vorsteher eingeführt werden.24 In den Unterlagen zur Visitation 1913 schrieb P. Spanuth, dass sie ihren Dienst „am besten erfüllen“; sie wurden 1917 wiedergewählt.25
Während der NS-Zeit hatten nacheinander P. Wilhelm Seebandt (amt. 1931–1935) und P. Ernst Schüler (amt. 1936–1953) das Pfarramt Groß und Klein Lengden inne. Nach den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ war P. Seebandt Mitglied der NSDAP und der DC, während P. Schüler der Partei nicht angehörte und sich kirchenpolitisch der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft angeschlossen hatte.26 Von den 1933 gewählten Mitgliedern des KV traten 1939 drei wieder aus.27
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von etwa 450 im Jahr 1939 auf rund 790 im Jahr 1950 an.28 In den 1950er Jahren richtete die KG Groß Lengden einen kirchlichen Kindergarten ein (zunächst Erntekindergarten), der anfangs in einem Gasthaus und später im Küsterhaus untergebracht war.29 Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche unterhielten die beiden Lengder Gemeinden Kontakte zur Kirchgemeinde Borstendorf (östlich von Zschopau).30 1993 zählte die KG Groß Lengden etwa 520 Gemeindeglieder.31
Zum 1. März 2003 wandelte das LKA Hannover die gemeinsame Pfarrstelle von Groß und Klein Lengden in eine halbe Stelle um.32 Die Trägerschaft des gemeindeeigenen Kindergartens ging 2012 auf den neugegründeten „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Region Gleichen“, über (2016 umbenannt in „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttinger Land“, 2026 aufgegangen im „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-Münden“).33 2020 zählten die beiden Lengder KG zu den Mitgründerinnen des „Ev.-luth. KGV Region Gleichen“.34 Zum 1. Januar 2024 schlossen sich Groß und Klein Lengden zusammen. Gemeinsam gründeten sie die „Ev.-luth. KG Lengder Burg“.35
Umfang
Groß Lengden. Bis 1982 auch Niedeck (dann zur KG Benniehausen).36
Aufsichtsbezirk
Archidiakonat Nörten der Erzdiözese Mainz (sedes Geismar).37 – 1588 zur Insp. Dransfeld, seit Verlegung des Superintendentursitzes 1636/37 Insp. Göttingen (Sitz an St. Johannis in Göttingen), bei deren Teilung 1796/97 zur neuen Insp. Göttingen Zweyter Teil. 1924 zum KK Göttingen II, 1937 zum KK Göttingen-Süd.38 Ab 1. Januar 2001 KK Göttingen.39 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen.40
Patronat
1370 war das Patronat über die Kirche in Groß Lengden im gemeinsamen Besitz der Familie von Plesse und der Familie von Uslar-Gleichen; beide Patronatsfamilien einigten sich darauf, die Pfarrstelle abwechselnd zu besetzen.41 1443 belehnte Johann von Plesse die Gebrüder Wedekind und Günther von Uslar mit dem halben Kirchlehn Groß Lengden (weitere Belehnungen 1464, 1468, 1487, 1509, 1541).42 Nachdem die Familie von Plesse 1571 in männlicher Linie ausgestorben war, erhielt die Familie von Uslar-Gleichen das halbe Kirchlehn über Groß Lengden als Lehen der Lgf. von Hessen bzw. Hessen-Kassel (Belehnungen 1651, 1668, 1711).43 Nach den Angaben im Visitationsprotokoll von 1588 wechselte sich die Familie von Uslar-Gleichen bei der Besetzung der Pfarrstelle mit den hessischen Landgrafen ab.44 Seit 1815 war der Kg. von Hannover Lehnsherr (Belehnung 1839).45 Das Patronat besteht noch heute. – Für die Dauer der Verbindung der beiden Parochien Groß und Klein Lengden einigten sich die Groß Lengder Patronatsfamilie von Uslar-Gleichen und der welfische Landesherr als Patron über Klein Lengden 1651 darauf, abwechselnd einen Pastor zu präsentieren.46 Seit 1967 nimmt die Familie von Uslar-Gleichen das Präsentationsrecht nur noch in jedem dritten Fall war. Die Besetzung der Pfarrstelle erfolgte seither abwechselnd durch Gemeindewahl, durch patronatsseitige Präsentation und durch landesbischöfliche Ernennung.47
Kirchenbau
Vierachsiger Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss, erbaut oder erneuert wohl 1686 (Inschrift Westgiebel) oder Mitte des 18. Jh., angeblich im Kern noch mittelalterlich.48 Satteldach (ziegelgedeckt), über dem Chor abgewalmt. Verputztes Mauerwerk mit Eckquaderung, Westgiebel holzverschalt. Große, segmentbogige Sprossenfenster an Schiff und Chor, an der Ostseite des Chors übereinander zwei kleinere, segmentbogige Sprossenfenster. Nach Westen Rechteckportal mit Segmentbogengiebel. Im Innern flache, ornamental bemalte Decke mit umlaufenden Vouten; hölzerne, u-förmige Emporenanlage mit ornamental bemalter Brüstung; gerade Ostwand mit verkröpftem Gebälk und Kanzelaltar. Vermutlich Mitte des 19. Jh. Außenwände verputzt. 1905 Renovierung Innenraum. 1976/77 Innen- und Außenrenovierung. 2025–26 Sanierung, u. a. Neudeckung Dach, neuer Außenputz (Kalkschlämme), Ausbessern Innenputz.
Fenster
Im östlichen Fenster der Südseite figürliches Auferstehungsbild (1906), im östlichen Fenster der Nordseite figürliches Kreuzigungsbild (1906).
Turm
Über dem Westgiebel achtseitiger, verschieferter Dachreiter mit geschwungener Haube und geschlossener Laterne, bekrönt mit Kugel, Wetterfahne (Jahreszahl: 2008) und Wetterhahn. An der Laterne zwei segmentbogige Schallfenster. Am Dachreiter drei rechteckige Schallfenster, darüber Uhrziffernblätter. 1731 Dachreiter durch Blitzeinschlag beschädigt und erneuert. 2008 Verkupferung erneuert. 2025/26 Kupferdeckung entfernt und durch Schieferdeckung ersetzt.
Vorgängerbau
Im CB von 1670 ist der Bau folgendermaßen beschrieben: „Die Kirche zu Großen Lengde ist etwan 54. Schuhe lang, undt 19. Schuhe breit. Es ist eine sehr alte Kirche, durch und durch gewölbet bis an den Thurn. Aber die Mauren haben sich im Chor etwas hinaus gegeben, und ist das Gewölbe los worden; deswegen die Mauren auswendig mit neuen Pfeilern befestiget, auff die Mauren ein Balcken geleget, und mit Eisenwerck das gewölbe angehenget. Im Thurn ist auch ein altes Gewölbe, welches den Thurn etwas heraus getrieben, daß er unterschiedliche Riße hat. Die Pfeiler an dem Thurn auswendig sind auch obenher gar baufällig.“49
Ausstattung
Kanzelaltarwand mit verkröpftem Gebälk (wohl frühes 19. Jh.), polygonaler Kanzelkorb mit ornamental bemalten Wandungen, flankiert von marmorierten Pilastern, Wandfläche zwischen den Pilastern ebenfalls marmoriert; Schalldeckel als Teil des Gebälks; kastenförmiger Altar mit seitlichen Schranken; links und rechts je zwei Durchgänge mit flachen Dreiecksstürzen, darüber auf Höhe der Kanzelbrüstung je vier Rundbogenfenster (gekuppelt). – Pokalförmiger Taufstein mit achtseitigem Becken, achtseitigem Schaft und vierseitigem Fuß.
Orgel
Nach 1723 Orgelneubau, Orgelbauer unbekannt. 1734 Orgelpositiv vorhanden, 4 I/–. 1789/90 Orgel abgebaut, 8 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen, repariert und neu aufgebaut, Arbeiten ausgeführt von Stephan Heeren (Gottsbüren), 9 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1851 Reparatur und Umbau, Carl Giesecke (Göttingen). Zustand 1910: 13 II/aP, 1915 Instrument abgebaut. 1915 Orgelneubau, ausgeführt von Gebr. Rohlfing (Osnabrück), 16 II/P, pneumatische Traktur (Opus 161), Gehäuse von 1789/90 wiederverwendet. 1917 zinnerne Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken abgegeben. 1961 Instrument abgebaut. 1961 Neubau des Orgelwerks hinter dem vorhandenen Prospekt, ausgeführt von Paul Ott (Göttingen), 10 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1999 Reparatur und Änderung der Disposition, Werner Bosch (Niestetal), 10 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen. Prospekt unter Denkmalschutz.
Geläut
Drei LG, I: h’ (Eisen, Gj. 1951, J. F. Weule, Bockenem); II: d’’ (Bronze, Gj. 1633, David Fobben, Göttingen), Inschrift: „Gott der Herr erschauf mich M[eister] David Fobben von Göttingen der gos mich Anno 1633“50; III: fis’’ (Eisen, Gj. 1951, J. F. Weule, Bockenem).
Friedhof
Friedhof am südöstlichen Ortsrand, seit 1973 in Verwaltung der politischen Gemeinde, FKap.
Weitere kirchliche Gebäude
Pfarrhaus (Bj. 1863, 1989 saniert). – Kindergarten (Bj. 1750, ehemaliges Küsterhaus, 1996 modernisiert und umgebaut zu Niedrigenergiehaus).
Liste der Pastoren (bis 1940)
1584–1597 Daniel Scheffer (Schepfer). – 1598–1600 Georg Pflueger. – 1600–1626 Petrus Malsius. – 1627–1648 Andreas Hunold. – 1649–1651 Johann Schrader. – 1651–1677 Adam Querendt (Quernt). – 1678–1712 Johann Heinrich Friederici. – 1712–1725 Johann Friedrich Froböse. – 1727–1729 Johann Adam Herting. – 1729–1742 Johann Christian Muhlert. – 1744–1750 Johann Friedrich Matthaei. – 1751–1788 Magister Rudolf Anton Brauns. – 1790–1805 Christian Ludwig Seehoff. – 1806–1829 Johann Gottfried Hieronymus Hennings. – 1829–1883 Johann Fehsenfeld. – 1883–1888 Friedrich Heinrich Christian Rötel. – 1889–1900 Karl August Hermann Mirow. – 1900–1925 Heinrich Gustav August Spanuth. – 1926–1930 Konrad Andreas Christian Reinhard Mahrenholz. – 1931–1935 Wilhelm Ludwig Karl Seebandt. – 1936–1953 Ernst Klaus Friedrich Eberhard Schüler.
Angaben nach: Meyer, Pastoren I, S. 369
Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)
A 1 Nr. 7115–7120 (Pfarroffizialsachen); A 6 3028–3034 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 158
(CB); A 9 Nr. 1433
, 1434
, 1435
, 1436
(Visitationen); B 2 G 9 Nr. 1087–1090 (Baupflege und Bauwesen); E 5 Nr. 403 (Konsistorialbaumeister); N 048 (Nachlass Christhard Mahrenholz); S 09 rep Nr. 1188 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7469 (Findbuch PfA); S 11a Nr. 8140 (Findbuch EphA).
Kirchenbücher
Taufen: ab 1626 (Lücken: 1711)
Trauungen: ab 1626 (Lücken: 1711)
Begräbnisse: ab 1626 (Lücken: 1649, 1650, 1711)
Kommunikanten: ab 1835
Konfirmationen: ab 1810 (Lücken: 1874–1875)
Literatur & Links
A: Bielefeld, Orgeln im Umland, S. 160–167; Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 250–251; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 570; Eichenberg, KK Göttingen-Süd, S. 56–58; Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Duderstadt, S. 269–271; Meyer, Pastoren I, S. 369; Mithoff, Kunstdenkmale II, S. 90; Schickhaus, Orte Familiengeschichte, S. 91–96.
B: Trauregister aus Kirchenbüchern Südniedersachsens 1801–1850. Teil 17: Göttingen Ost. Benniehausen, Diemarden, Gelliehausen, Groß Lengden, Klein Lengden, Reinhausen, Wöllmarshausen, hrsg. von der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Göttingen, Norderstedt 2020; Werner Marquardt: Arbeiterbewegung und evangelische Kirchengemeinde im wilhelminischen Deutschland. Kirchstuhlfrage und Kirchenvorstandswahlen in Groß Lengden bei Göttingen (= Studien zur Kirchengeschichte Niedersachsens 26), Göttingen 1985; Anna-Carolina Vogel: Tod und Sterben im Amt Niedeck (1690–1875). Eine historisch-demografische Fallstudie zur Mortalität im ländlichen Niedersachsen (= Göttinger kulturwissenschaftliche Studien 5), Göttingen 2011.
Internet: Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche, Pfarrhaus; Wikipedia: Kirche Groß Lengden.
Fußnoten
- Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 172.
- Dronke, Trad. Fuld. § 41,78 [Digitalisat], der Text ist in einer Abschrift des 12. Jh. überliefert. Vgl. auch Casemir/Ohainski, Niedersächsische Orte, S. 54. Für weitere Belege und zum Ortsnamen vgl. Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 250 f.
- MGH DD H II 260 [Digitalisat]; UB HS Hildesheim I, Nr. 67; Casemir, Krueger, Ohainski & Peters, 1022.
- Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 250. 1390: UB Hilwartshausen, Nr. 135.
- Vgl. EBIDAT, Artikel Niedeck bei Groß Lengden; Vogel, S. 25.
- Insgesamt: Pischke, Landesteilungen, bes. S. 45 ff., S. 75 ff. und S. 180 ff.
- LkAH, L 5c, unverz., Groß Lengden, Visitation 1956.
- UB Plesse, Nr. 163.
- 1312: Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 59; Uslar-Gleichen, Beiträge, S. 388, Nr. 169 [Digitalisat]. 1322: UB Reinhausen, Nr. 102 und Nr. 103.
- Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 101; Uslar-Gleichen, Beiträge, S. 409, Nr. 293 [Digitalisat].
- Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 110; Uslar-Gleichen, Beiträge, S. 414, Nr. 322 [Digitalisat].
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 708 ff.; Butt, S. 47 ff.
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 83 ff.
- Kayser, General-Kirchenvisitation I, S. 164.
- Meyer, Pastoren II, S. 369.
- Meyer, Pastoren II, S. 27.
- Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 394 ff.
- LkAH, A 8, Nr. 158 [Digitalisat, Aufnahme 32].
- Marquardt, S. 213.
- Marquardt, S. 33.
- Zit. bei Marquardt, S. 34.
- Marquardt, S. 149.
- Zit. bei Marquardt, S. 227.
- Marquardt, S. 234 ff. Der Streit ging über mehrere Instanzen: der Ausschuss der Bezirkssynode wies den Einspruch zurück, die Bezirkssynode selbst hob diese Entscheidung auf, das Königliche Konsistorium wiederum kassierte den Beschluss der Bezirkssynode aufgrund eines Formfehlers und daher „ohne eine sachliche Nachprüfung“ (ebd., S. 250).
- Marquardt, S. 266 und S. 269.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 414, Bl. 13. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 414, Bl. 13.
- LkAH, L 5c, unverz., Groß Lengden, Visitation 1950.
- LkAH, L 5c, unverz., Groß Lengden, Visitation 1956.
- LkAH, L 5c, unverz., Ebergötzen/Landolfshausen, Visitation 1988. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
- LkAH, L 5c, unverz., Groß Lengden, Visitation 1993.
- KABl. 2003, S. 61.
- KABl. 2012, S. 15 ff.; KABl. 2016, S. 72; KABl. 2025, S. 275.
- KABl. 2020, S. 129 ff. Der KGV umfasste die KG Diemarden, Apostel KG Gleichen, Kreuzweg-KG Gleichen, Groß Lengden und Klein Lengden (2024 fusioniert zur KG Lengder Burg) sowie KG Reinhausen.
- KABl. 2025, S. 287 ff.
- KABL. 1982, S. 36.
- Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 167.
- KABl. 1924, S. 86; KABl. 1937, S. 135.
- KABl. 2000, S. 150 f.
- KABl. 2022, S. 189 ff.
- Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 101; Uslar-Gleichen, Beiträge, S. 409, Nr. 293 [Digitalisat].
- Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 231; Uslar-Gleichen, Beiträge, S. 467, Nr. 650 [Digitalisat]. 1468: ebd., S. 489, Nr. 789 [Digitalisat], 1487: ebd., S. 494 f., Nr. 825 [Digitalisat], 1541: ebd., S. 508, Nr. 929 [Digitalisat]; 1464: Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 281, 1509: ebd., S. 311.
- 1651: Uslar-Gleichen, Beiträge, S. 527, Nr. 1054 [Digitalisat], 1668: ebd., S. 529, Nr. 1066; 1711: Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 435.
- Kayser, General-Kirchenvisitation I, S. 164.
- Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 521.
- Uslar-Gleichen, Urkunden I, S. 394 ff.
- LKA, G 15/Groß Lengden Bd. I, Bl. 10.
- Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 570; Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Duderstadt, S. 271.
- LkAH, A 8, Nr. 158 [Digitalisat, Aufnahme 32].
- DI 66, Lkr. Göttingen, Nr. 354 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di066g012k0035404.