Sprengel Stade, KK Wesermünde | Patrozinium: Willehad1 | KO: Keine Kirchenordnung
Orts- und Kirchengeschichte
Urkundlich ist das Dorf erstmals im Jahr 1304: Richter, Schulzen und die Landesgemeinde Wursten – iudices Schultetj et vniversitas terre Wurtzatie – stellten in Wermea eine Urkunde aus.2 Wremen war Teil des Landes Wursten, das seit 1238 als Landesgemeinde urkundete und im späten Mittelalter „faktisch selbständig“ war.3 Im Jahr 1524 unterwarfen Truppen des Bremer Ebf. Christoph (amt. 1511–1558) das Land Wursten endgültig (1525 Stader Frieden).4 Als Vogteigericht Land Wursten gehörte die Region nun zum Erzstift Bremen, dem weltlichen Territorium der Bremer Erzbischöfe. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) blieb das Gebiet der säkularisierten Hochstifte Bremen und Verden unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die Hzm. Bremen und Verden und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) die beiden Territorien erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). In französischer Zeit zählte Wremen im Jahr 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und kam dann zum Kaiserreich Frankreich (Département des Bouches du Weser, Arrondissement Bremerlehe, Kanton Dorum 1811–1814). Ab 1815 war Wremen, nun im Kgr. Hannover, wieder Teil des Vogteigerichts des alten Landes Wursten zu Dorum (seit 1819 nebst Amt Nordholz), das 1852 als Amt Dorum neu verfasst wurde. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel der Ort 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam Wremen zum Kr. Lehe, der 1932 im Lkr. Wesermünde aufging; dieser wiederum ging 1977 im neuen Lkr. Cuxhaven auf. Ab 1974 zählte Wremen zur Samtgemeinde Land Wursten, seit 2015 ist das Dorf Ortsteil der Einheitsgemeinde Wurster Nordseeküste. Zur Sozialstruktur der Kirchengemeinde schrieb der Ortspfarrer 1962: „Etwa 53 % der arbeitenden Bevölkerung arbeiten in der Stadt Bremerhaven, z. T. ist hier dabei dann noch eine kleine Landwirtschaft zu versorgen. Bei diesen Pendlern handelt es sich um Arbeiter und Handwerker in den Werften und im Bauhandwerk, bei weibl. Personen um Verkäuferinnen, Büroangestellte, Arbeiterinnen in der Fischindustrie und Hausgehilfinnen und anderen Berufszweigen. Etwa 11 % sind reine Landwirte, die übrigen verteilen sich auf Handel, Handwerk, Fischerei, Seeleute u. a.“5 Um 1810 lebten gut 450 Menschen in Wremen, 1910 knapp 1.150, 1950 fast 2.030 und 2017 etwa 1.940.

Kirche, Ansicht von Nordwesten, aus dem Fotoalbum „Die Kirchen des Sprengels Stade“, 1948, Geschenk der Geistlichen des Sprengels Stade an LSup. Franz Wiebe bei seinem Wechsel nach Göttingen
Wremen zählte mit Imsum und Dorum zu den drei Hauptkirchen des Landes Wursten, an denen der Archidiakon von Hadeln und Wursten jährlich das Sendgericht halten ließ.6 Das Kirchengebäude, errichtet aus Tuffsteinen, geht auf das erste Viertel des 13. Jh. zurück. Bei archäologischen Untersuchungen Ende der 1960er Jahre fanden sich Anzeichen, die auf einen hölzernen Vorgängerbau hinweisen. Die Kirche ist St. Willehad geweiht, dem ersten Bischof Bremens (amt. 788–789). Mit Jo de Wreme, der zusammen mit anderen Pfarrern (ecclesiarium rectoribus) im Jahr 1312 eine Urkunde bezeugte, ist erstmals der Name eines örtlichen Geistlichen in Wremen überliefert.7 Eine Urkunde aus dem Jahr 1331 erwähnt Woltmarum plebanum in Werme als Priester (sacerdos).8 Eine 1365 ausgestellte Urkunde zählt mehrere Personen aus dem Kirchspiel Wremen auf – Syba zyadis, Truse houwes, hanneke abbes, Syade diurildis et Nanne edeboues de parrochia Worme – bei denen es sich wohl um die Kirchgeschworenen handelt.9 Weitere Namen Wremer Geistlicher sind aus der ersten Hälfte des 15. Jh. überliefert: Im Jahr 1421 bat der Kleriker Johannes Stolte aus der Diözese Minden um die Pfarrkirche Wremen, die vakant sei, da Pfarrer Albert sein Amt aufgegeben habe.10 Mit der gleichen Begründung bewarb sich 1425 Nikolaus Geestendorp um die Pfründe, er erwähnt überdies, dass Albert nach Nienkerken gewechselt sei und die Wremer Pfarre seit 13 Jahren unrechtmäßig im Besitz von Fredricus Strohus sei.11 Nikolaus Geestendorp gelangte nicht in Besitz des Pfarramtes und gab seine Ansprüche 1428 auf; daraufhin bemühte sich der Kleriker Theodericus Vlesthede aus der Diözese Bremen um die Pfarrpfründe.12 Er war anscheinend erfolgreich und bezeichnete sich zwischen 1433 und 1440 mehrfach als Inhaber der Pfarrkirche Wremen.13 1441 und 1442 ist Johan Grove als Pfarrer von Wremen belegt.14 Abgesehen vom Hauptaltar standen in der Pfarrkirche Wremen in vorref. Zeit vermutlich zwei Nebenaltäre (in der Südost- und in der Nordostecke des Schiffs), die vielleicht beide ein Gewölbe besaßen (Altarziborium).15 Belegt sind zwei Vikarien (St. Nicolai und St. Simonis) und drei Kommenden (St. Jacobus, St. Antonius und St. Anna).16 Urkundlich ist 1427 Johan Rode als vicarius to Wreme nachgewiesen.17
Im Zeitalter der Reformation regierte mit Ebf. Christoph von Braunschweig-Lüneburg (amt. 1502–1558) zunächst ein entschiedener Gegner der luth. Lehre im Stift Bremen (und gleichzeitig im Stift Verden). Trotzdem fasste der Protestantismus während seiner Regierungszeit Fuß in den Gemeinden des Erzstifts.18 Ebf. Christophs Bruder und Nachfolger in beiden Bistümern, Ebf. Georg (amt. 1558–1566), duldete den neuen Glauben. Der Bremer Ebf. Heinrich III. von Sachsen-Lauenburg (amt. 1567–1585) schließlich war Protestant, verfolgte jedoch eine vorsichtige Kirchenpolitik. Im Erzstift Bremen hat sich, zugespitzt formuliert, „eine allmähliche Reformation“ vollzogen, „die meistens auf Gemeindeebene begann“.19 Im Land Wursten finden sich erste Anzeichen der luth. Lehre in den Jahren um 1530.20 In der ersten Hälfte der 1550er Jahre erhielten die Wurster Kirchspiele ev. Prediger. Die Agenda Wursatorum ecclesiastica offte handbook unde ordeninge der hilligen kerken im lande to Wursten, von der nur die Vorrede abschriftlich überliefert ist, stammte wahrscheinlich aus dem Jahr 1574.21
Erste reformatorische Anzeichen lassen sich in Wremen in der zweiten Hälfte der 1540er Jahre erkennen: 1546 wollte Ebf. Christoph einen neuen Pfarrer in Wremen einsetzen, Vogt und Kirchengeschworene jedoch missachteten das erzbischöfliche Mandat und der Geistliche wurde „durch einen, Hans Wurster genannt, mit mordlichen Waffen überfallen“; er entkam verwundet „durch sondere Vorsehung Gottes“.22 Vermutlich handelte es sich um einen altgläubigen Pfarrer, den die Gemeinde auf dem Weg zur luth. Lehre nicht akzeptieren wollte. 1548 wechselte zudem der Wremer Vikar Johannes Frederici auf das Vikariat im schon luth. Lehe, was vermuten lässt, dass er „bereits, wenigstens innerlich, zum Luthertum“ übergegangen war.23 Ebenfalls im Jahr 1548 ist ein Her Diderich als Priester in Wremen nachgewiesen, über dessen konfessionelle Orientierung allerdings nichts ausgesagt werden kann.24 In der Wremer Pfarrbibliothek hat sich ein Sachzeugnis aus der Reformationszeit erhalten, eine 1544 gedruckte lateinische Bibel, in der ein kath. Geistlicher „weit über tausend lateinische Randglossen […] in sehr sauberer Schrift notiert hat“.25 Etwa 70 dieser Bemerkungen beziehen sich auf konfessionelle Themen.26
Der erste namentlich bekannte und sicher luth. Pfarrer in Wremen war P. Jellius Philippi (amt. 1558–1560); gleichzeitig hatte P. Hermann Wicht (amt. 1553–1570) das Wremer Vikariat inne. Sein Verwandter P. Konrad Wicht (amt. 1561–1582?) – vielleicht ein Bruder – folgte auf P. Philippi. Beginnend mit P. Urban Mushard (amt. 1610–1622) ist die Reihe der Wremer Pastoren lückenlos bekannt (erste Pfarrstelle). Während der Amtszeit des Vikars Christoph Simon Heyn (amt. 1695–1733) wurde das Vikariat 1715 in eine zweite Pfarrstelle umgewandelt (Compastorat).27 Seit dem Tod von P. Johann Joachim Richters (amt. 1791–1824) blieb die zweite Pfarrstelle vakant.
Mit einem neuen Altar (1709), der Deckenbemalung (1737) und der neuen Taufe (1738) hatte der Innenraum der Wremer Kirche in der ersten Hälfte des 18. Jh. ein neues Aussehen erhalten. In die gleiche Zeit fiel 1737/38 die Stiftung einer Pfarrbibliothek: Zum „ewigen Gedächtniß der seeligen viel Ehr und Tugend begabten Frauen Wittwe Hille Eggers gebohrne Lübs“ erhielt die Gemeinde Wremen 1737 insgesamt 50 Reichstaler, um aus deren Zinsen Bücher anzuschaffen.28 Die Schriften sollten der Gemeinde Wremen „das evangelische, apostolische und apokalyptische Licht und Recht“ vermitteln.29 Ein Jahr später ließ die Gemeinde hinter dem Altar einen Bücherschrank aufstellen, der die Bibliothek aufnehmen sollte. Bis 1892 war sie auch 625 Bände angewachsen (2004 noch 500 Bände vorhanden). Im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. zählte die Gemeinde Wremen knapp 1.030 Gemeindeglieder.30 Nach Beginn des Ersten Weltkriegs verlor der Wremer Kirchturm seine Spitze: Das Militär ließ ihn abbrechen, damit er „den Engländern nicht als Seezeichen“ dienen konnte. Der Wiederaufbau erfolgte erst 1930.31
Während der NS-Zeit hatte P. Johann Möller (amt. 1924–1952) das Pfarramt Wremen inne. Im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ gab er rückblickend an, dass der NSDAP nicht angehört und dass er sich kirchenpolitisch weder den DC noch der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft angeschlossen habe.32 Darüber hinaus schrieb er: „Bei den Kirchenwahlen 1933 gelang es die vorher amtierenden Kirchenvorsteher von denen nur einer P. G. war, wieder durchzubringen.“ Im Jahr 1935 gründete P. Möller einen Posaunenchor in Wremen. Neben seinem Pfarramt forschte er lokalgeschichtlich und erarbeitete eine Ortschronik. Seit Anfang der 1940er Jahre war das Pfarramt Wremen auch für die vakante Nachbargemeinde Misselwarden zuständig.
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von 1.210 im Jahr 1939 auf etwa 1.700 im Jahr 1950 an.33 Im Zuge der Kirchenrenovierung 1957 bis 1959 schaffte die Gemeinde im Mai 1958 die festen, zu bezahlenden Kirchenplätze ab.34 Nach der Visitation 1956 hatte der Wesermünder Sup. in seinem Bericht notiert: „Die kirchliche Arbeit ist in der Gemeinde Wremen sehr schwer“; der Einfluss Bremerhavens, „in der ein Großteil der Gemeindeglieder arbeitet“, sei ungünstig und ein Teil der Gemeinde sei „gleichsam zur Arbeitsstätte ausgewandert“ und für die kirchliche Arbeit kaum zu erreichen. Zudem wandere „in den aufstrebenden Badeort eine neue aber wechselnde Gemeinde der Sommergäste ein, die an die Kirche neu und garnicht kleine Anforderungen“ stelle.35 In der ersten Hälfte der 1970er Jahre machte die „Kirche unterwegs“ mehrfach in Wremen Station, da „hier die meisten ‚Dauergäste‘ sind“.36 Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpfte die KG Wremen Kontakte zur Kirchgemeinde Kiebitz (nördlich von Döbeln).37
Zum 1. Januar 1978 fusionierte das Landeskirchenamt die Pfarrstellen Wremen und Misselwarden und verband die beiden Gemeinden pfarramtlich; Sitz des Pfarramtes war Wremen.38 Am 1. Januar 1996 vergrößerte sich der Pfarrverbund um die KG Mulsum.39 2014 zählte die KG Wremen knapp 1.110 Gemeindeglieder (Misselwarden: 280, Mulsum: 350).
Seit 2023 gehört die KG Wremen zum neu errichteten verbundenen Pfarramt der Nordregion im KK Wesermünde; das Pfarramt umfasst drei Pfarrstellen und ist für die neun Gemeinden Cappel, Dorum, Midlum, Misselwarden, Mulsum, Nordholz, Padingbüttel, Spieka und Wremen zuständig.
Umfang
Wremen sowie Ellernwurth, Hülsing, Mahnhamm, Rielke, Rintzeln, Schmarren, Schottwarden, Solthörn.
Aufsichtsbezirk
Archidiakonat Hadeln-Wursten der Erzdiözese Bremen (im Stader Copiar nicht erwähnt).40 – Seit der Gründung des Kons. Stade 1651/52 gehörte Wremen zur Präpositur des Landes Wursten. Bei der Neuordnung der Aufsichtsbezirke in den Hzm. Bremen und Verden 1827 zur Insp. Land Wursten, 1924 KK Land Wursten. 1940 zum neuen KK Wesermünde-Nord.41 Seit dessen Fusion mit dem KK Wesermünde-Süd zählt Wremen seit 1. Januar 2013 zum KK Wesermünde.42
Patronat
Der Archidiakon von Hadeln und Wursten, später der Landesherr (bis 1871).
Kirchenbau
Rechteckiger Saalbau mit eingezogenem Quadratchor, erbaut im ersten Viertel des 13. Jh.43 Satteldächer. Mauerwerk überwiegend aus Tuffsteinen, Lisenen und rundbogiger Trauffries an Schiff und Chor. Rundbogige Fenster, zwei Kreisfenster in Ostwand des Schiffs, ein Kreisfenster im Chorgiebel. Rundbogenportale nach Norden und Süden, Nebenportale an Nord- und Südseite des Chors. Im Innern flache, bemalte Balkendecke im Schiff (1737, 13 biblische Szenen: Gesetzgebung, Stiftshütte, Tempel Salomos, Bundeslade, Räucheraltar, Siebenarmiger Leuchter, Schaubrote, Ehernes Meer, Brandopfer, Manna (?), Beschneidung, Passahlamm, Christus mit Inschrift: „Christus ist des Gesetzes Ende, wer an ihn glaubet, der ist gerecht“; gemalter Fries als Übergang zwischen Decke und Wand), Kreuzgewölbe im Chor; in der Ostwand Chorbogen mit eingestelltem, runden Stützbogen; Westempore. Fünf Ausmalungsrest an Nord-, Süd- und Ostwand des Schiffs, sowie an Ostwand des Chors (1928 erwähnt, freigelegt 1930, 1959 und 1980), an Ostwand des Schiffs wohl Samsons Löwenkampf (erstes Viertel 13. Jh.), an Nordwand des Schiffs Kreuzigung, an Südwand des Schiffs Jesaja und weitere Heilige oder Propheten (um 2010 übertüncht), an Ostwand des Chors vielleicht Dreifaltigkeit oder Taufe Jesu sowie männlicher Kopf, vielleicht Kg. David (alle zweite Hälfte 16. Jh.).44 Vielleicht schon im 13. Jh., vielleicht erst im 15. Jh. Stützbogen im Chorbogen erbaut. Um 1500 steilere Dächer über Schiff und Chor erbaut, Südwand neu verblendet (Backstein), Stützpfeiler an Ostwand erbaut. Wohl um 1700 Stützpfeiler an Nord- und Südecke der östlichen Chorwand erbaut. 1707 Südseite erneuert. 1737 Decke bemalt (Inschrift: „Aus freywilligem Hertzen zur Ehre Gottes hat Siade Peckes diesen Kirchen-Boden auszieren lassen Anno 1737“. 1774 Westempore erbaut. 1864 Neubau der Westempore, Teil der älteren Empore wiederverwendet. 1895 Fenster tiefergelegt und vergrößert. 1957–59 Renovierung und Umgestaltung Innenraum.45 1978 Decke renoviert. 1985 Reparaturen am Chor, u. a. Stützpfeiler entfernt. 2001–07 Gesamtsanierung, u. a. statische Sicherung, Dachstuhl erneuert, Außenmauerwerk der Südseite in Tuffstein erneuert, Innensanierung.
Turm
Vierseitiger Westturm, erbaut im ersten Viertel des 13. Jh. Kupferhelm mit vierseitigem Ansatz und geschwungenem Übergang zur achtseitig ausgezogenen Spitze, bekrönt mit Kugel und Wetterhahn, Auslegestuhl für Uhrschlagglocke nach Westen. Tuffsteinmauerwerk mit Backsteinausbesserungen, Sockel nach Süden und Westen mit Sandsteinverblendung; Ecklisenen, oberhalb des Sockels gliedern Rundbogenfriese und Gesimse den Turm in fünf Geschosse. Im obersten Geschoss je zwei Schlitzfenster nach Norden, Süden und Westen, im Geschoss darunter Uhrziffernblätter nach Norden und Süden, darunter je ein Korbbogenfenster nach Norden, Süden und Westen, darunter ein Rechteckfenster nach Westen, darunter Rundbogenfenster nach Norden und Westen, Schlitzfenster nach Süden; im Sockelgeschoss rundbogiges Westportal. 1592 neuer Wetterhahn (Inschrift: „Johann Pekes Vaget, Die Johann Tantes, Harre Ibes, Adicke Peeks, Die Aden. Anno 1592“. 1637 neuer Wetterhahn nach Blitzeinschlag (Inschrift: „Anno 1637 den 7. Julius durch Gottes Geweder dat Wilde Führ in den Thorn tho Wremen baven an dem Koppels in den Mekeler unter der Isern Stangen ingeschlagen, wodurch die Stange Sambt den Hanen herunter gebrandt und den II. Septembris Wedderumb uppgericht durch Beförderung des H. Vagedes Tante Hars, Siade Johann, Aicks Lübbes, Wilken Lüdicke Johanns und Siade Eites, Juraten, dorch den Meister Cordt Leyendecker. Soli Deo Gloria“.46 1689 Turmhelm nach Blitzeinschlag abgebrannt, Inschrift am neuen Turmhahn: „Den Thurm, so Donner, Blitz und starker Sturm zernichtet, hat Wrem zur Ehre Gottes itzt wieder aufgerichtet da sechzehnhundert man und neunundachtzig zählt. Pictor Nicolaus Bernütz hat dieses ausgehauen“.47 1914 Turm oberhalb des Schiffsdachs abgebrochen („auf Anordnung militärischer Dienststellen“), Turmhelm war mit Holzschindeln gedeckt.48 1930 Wiederaufbau des Turms, Helm erhielt Kupferdeckung. 1989/90 Turmsanierung, u. a. Zuganker, neue Tuffsteinverblendung. Glockenhaus: Westlich der Kirche freistehendes, vierseitiges Glockenhaus mit Satteldach, erbaut im 15. Jh. (Parallelmauertyp). Backsteinmauerwerk. Offene Glockenstube mit großen Rundbogenöffnungen in den Giebelseiten. Um 1798 unterer Teil des Zwischenraums zwischen den beiden Mauern vermauert.
Vorgängerbau
Bei archäologischen Untersuchungen 1967 Spuren gefunden, die einen Holzbau vermuten lassen.49
Ausstattung
Holzverkleideter Blockaltar (im Kern wohl 13. Jh., 1958 Knochenreliquie entdeckt).50 Reichverziertes, zweigeschossiges Holzretabel (1709, Jakob Helmers, Stade), im Hauptfeld Inschriftentafel: „Christus. Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da Er Verrahten ward, nahm Er das brot, danket und brachs, und gabs seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird, solches thut Zu meinem Gedächtniß. Desselbigen gleichen, nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, danckete, gab ihnen den und sprach: Trincket alle daraus, dieser Kelch ist das neue Testament, in meinem Blut, das für euch vergossen wird Zur Vergebung der Sünden, solches thut, so offt ihrs trincket Zu meinem Gedächtniß“, flankiert von je zwei gewundenen Säulen, die verkröpftes Gebälk und Sprenggiebel tragen; vor und neben den Säulen Figuren der vier Evangelisten mit ihren Symbolen; im oberen Feld Medaillon mit Agnus Dei und Umschrift: „Sihe, das ist Gottes Lamm welches der Welt Sünde trägt. Joh. 1“, flankiert von je zwei gewundenen Säulen, die verkröpftes Gebälk und Sprenggiebel tragen; vor den Säulen Figuren Moses und Johannes des Täufers; auf den Giebelanschwüngen jeweils eine Putte; als Bekrönung auferstandener Christus mit Siegesfahne; in der Predella Abendmahlsgemälde; seitliches Schnitzwerk. – Reichverzierte Kanzel mit Schalldeckel (1670), Holz, farbig gefasst, angebracht am rechten Pfeiler im Chorbogen; polygonaler Kanzelkorb, getragen von einer Mosesfigur; vor den Ecken marmorierte Säulen mit korinthischen Kapitellen, an den Wandungen sechs Apostelfiguren, auf dem Schalldeckel sechs Apostelfiguren; Sanduhr; Inschrift: „Anno 1670 hat Wilcken Wilckens Sell vnd dessen Erben als Harmen Wicht Sell vnd Hans Wilckens vnd Cordt Wilckens Disen Predigestohl Gott zu Ehren vnd der Gemeine lassen setten“. – Pokalförmige Taufe mit Holzdeckel (1738), Am Becken Inschriftenkartuschen: „Anno 1738 ist dieser Kirchenzierath gesetzet und angeleget worden“ und „Eggerich Eggers aus nachgelassenen Mitteln 50 Rthl. verehret hat“; auf dem Deckel Christusfigur sowie die vier Evangelisten (sitzend); Taufe umgeben von einer siebenseitigen Holzbrüstung. – Predigerstuhl (1574) und Juratenstuhl (zweite Hälfte 16. Jh.), im Chorraum, beide mehrfach verändert (zuletzt um 1960).51 – Predigerstühle (1676 und 18. Jh.), im Chorraum. – Kastengestühl (17./18. Jh.). – Gestühlsreste an Nord-, West- und Südwand. – Opferstock (17. Jh.?), Holz mit Eisenbeschlägen. – Reliefstein (1783), Memento Mori, ursprünglich am Pfeiler eines Kirchhoftors.52 – Drei Grabplatten (1595, 1617, 1618) mit ganzfigurigen Reliefdarstellungen. – Grabplatte (1704). – Votivschiff, Kuff „Wremen“, aufgehängt nach der Sturmflut im Februar 1962.53 – Inschriftentafeln der Orgel von 1623/24: „Soli Deo Gloria. Anno 1623 Hat ein Ehrbar Kirchspiel zu Wremen, diese Orgell, Gott zu Ehren und der Christlichen gemeine Zum besten setzen lassen. Vnd ist erbauet von dem Wohl Sehligen Wohl Ehrenfesten v[nd] Kunsterfahrenem M[eister] Hieronimo Moitzen Aus Buxtehude“. – In der Turmhalle: Zwei Reliefsteine (frühes 16. Jh.), Darstellung der Kreuztragung. – Außen: An der Nordwand des Schiffs zwei Grabplatten: 1623 und 1625, jeweils mit zwei Wappen und Evangelistensymbolen in den Ecken. – Außen: Am Glockenhaus vier Grabplatten: u. a. 1595, mit ganzfigurigem Relief des Verstorbenen; 1604, mit ganzfigurigem Relief des Verstorbenen; 1679, mit Wappen und Evangelistensymbolen in den Ecken.
Orgel
Fragmente eines Schleierwerks erhalten, die vielleicht zu einer ansonsten nicht belegten Orgel aus der zweiten Hälfte des 16. Jh. gehören könnten (Fragmente 1929 aufgefunden).54 1623/24 Orgelneubau, ausgeführt von Antonius und Henricus Moitzen (Buxtehude), 30 II/P (HW, RP), mechanische Traktur.55 1864 Orgelneubau, ausgeführt von Gebrüder Peternell (Seligenthal), 22 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen; sechs ältere Keilbälge wiederverwendet. Prospektpfeifen im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1917). 1930 Prospektpfeifen ersetzt, ein Register repariert, Lothar Wetzel (Hannover); Orgel seit Ende der 1960er Jahre nicht mehr spielbar.56 1972 Interimsorgel erworben, erbaut 1966 von Alfred Führer (Wilhelmshaven), 5 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen; Instrument stand ursprünglich in der Melanchthon-KG in Bremen-Osterholz. 1991/92 Restaurierung der Peternell-Orgel, Firma Eule Orgelbau (Bautzen), 22 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen.
Geläut
Zwei LG im Glockenhaus, I: d’ (Bronze, Gj. 1967, Firma Rincker, Sinn), Inschriften: „Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit, Amen. Römer 11,36“ und „Ev.-luth. Kirchengemeinde Wremen. Im Jahr des Herrn 1967“; II: e’ (Bronze, Gj. 1690, Christoph Haupner, Stade), Inschrift (Majuskeln): „Durch starcker Fevers gluth laest Wrehmen itz zer fliessen das Glocken spils daraus ein hell Gelevt zu giessen da man ein tausend zehlt sechs hundert neuntzig iahr. Gott Wrehmen iederzeit beschirme für gefahr tum temporis erat Pastor primarius Mag[ister] Lvdervs Westing, vicarius Anthonius Paulus Wolthers, Praefectus Danile Hipsted, Antistites sacrarvm aedivm Schiade Johans, Lvdike Har Wilckens, Cort Bischop. Christof Havpner me fecit.“ Bild: Siegel Wremens mit Umschrift „Sigillvm Wremense“; Glocke um 2007 saniert (Firma Lachenmeyer, Nördlingen). Eine SG am Kirchturm, c’’ (Bronze, Gj. 2007, Petit & Gebrüder Edelbrock, Gescher), Inschriften: „Alles hat seine Zeit“ und „Rudolf Holling 2007“ (Stifter). – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze), 1722 verkauft. Um 1722 Bronzeglocke aus der Kirche St. Pancratii in Stade erworben.57 Eine LG (Bronze, Gj. 1879, Firma Otto, Hemelingen), Gewicht: knapp 3.000 Kilogramm, Inschrift u. a. „In Freud und Leid bin ich bereit, in Not und Tod bin ich der Bot“, im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1942). Eine SG, c’’ (Bronze, Gj. 1565, Adam Lechtenow, Bremen), Inschrift (Majuskeln): „Help Godt vth not mi. Adam Lectenow mit Gades Hvlpe gudt im Jar Anno Domni 1565 was Johan Die Boves vaget tho Weme vnd Karcsvaren Johan Lvdtck Siates, Siade Wilce Debbes, Siade Arpes, Tante Alvers; Caspelmann Siade Tante Peceis, Hanke J. Bols“, Bilder: Kreuzigungsgruppe (Kruzifix und zwei Frauen in Wurster Tracht), Heiliger mit Schwert im Rücken, Glocke 1987 abgestürzt und zerschellt (19 Bruchstücke), 1990 geschweißt (Firma Lachenmeyer, Nördlingen) und wieder aufgehängt; vor 2006 erneut geborsten, abgenommen und 2008 durch jetzige SG ersetzt.
Heutiges Geläut anhören: #createsoundscape
Weitere kirchliche Gebäude
Pfarrhaus mit Gemeindesaal (Bj. 1774).
Friedhof
Kirchlicher Friedhof rund um die Kirche.
Liste der Pastoren (bis 1940)
Erste Pfarrstelle: 1558–1560 Jellius Philippi. – 1561–1582(?) Konrad Wicht. – 1594 Wilhelm Magirus (Koch). – Um 1608 Bernhard Stoltenen. – 1610–1622 Urban Mushard. – 1622–1631 Magister Hinrich Hinrichsen (Henrici). – 1631 Johann Meyer. – 1632–1646 Friedrich Heuhoff. – 1647–1666 Johann Steudner. – 1667–1679 Hinrich Oeterding. – 1679–1695 Magister Lüder Westing. – 1695–1724 Daniel Christoph Hermund. – 1725–1741 Hermann Heeren. – 1741–1756 Johann Christian Beckherr. – 1756–1766 Johann David Brendecke. – 1766–1768 Daniel Werner Klindtworth. – 1769–1793 Johann Repsold. – 1794–1808 Georg Christian Emanuel Hofmann. – 1809–1820 Anton Dietrich Friedrich Einstmann. – 1820–1864 Georg Lucas Werbe. – 1865–1891 Julius Ludwig Schünemann. – 1892–1899 Bernhard Hermann von Issendorff. – 1900–1923 Georg Martin Nehm. – 1924–1952 Johann Heinrich Möller.
Zweite Pfarrstelle (bis 1715 Vikariat). – 15..–1548 Johannes Friderici. – 1553–1570 Hermann Wicht. – 1594 Andreas Wehner. – Um 1618 Andreas Struve (Vikarie St. Simonis), Anton Hincke (Vikarie St. Nicolai). – Um 1624 Theodor (Dodo) Hoddersen. – 1632 Johann Meyer.58 – 1636–1638 Andreas Pflug. – 1640–1648 (?) Barthold Barner. – 1648–1653 Christian Olbers. – 1654–1692 Anton Paul Wolters. – 1693–1695 Jakob Golstorf. – 1695–1733 Christoph Simon Heyn (ab 1715 zweiter Pfarrer). – 1733–1741 Johann Christian Beckherr. – 1741–1750 Johann Peter Röver. – 1751–1756 Johann David Brendecke. – 1757–1763 Nikolaus Eichhof. – 1763–1766 Daniel Werner Klindtworth. – 1766–1769 Johann Repsold. – 1769–1790 Georg Eberhard Matthaei. – 1791–1824 Johann Joachim Richters.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 531–533
Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)
A 2 Nr. 1647–1659/11 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 8892–8895 (Pfarrbestallungsakten); A 8 Nr. 491
(CB); A 9 Nr. 2546
, 2576
, 2577
, 2780
, 2781
(Visitationen); B 2 G 9 Nr. 3259–3261 (Baupflege und Bauwesen); B 2 G 9 B Nr. 669–670 (Orgel- und Glockenwesen); D 63 (EphA Wesermünde-Nord); E 5 Nr. 1173 (Konsistorialbaumeister); E 9 Nr. 1102 (AfBuK); L 5g Nr. 339, 913 (LSuptur. Stade); S 2 Witt Nr. 06, 14 (Fotosammlung); S 09 rep Nr. 2319 (Presseausschnittsammlung); S 09a Nr. 51 (Ausschnittsammlung epd); S 11a Nr. 7908 (Findbuch PfA).
Kirchenbücher
Taufen: ab 1667
Trauungen: ab 1668
Begräbnisse: ab 1684
Kommunikanten: ab 1837 (Zahlenregister: 1694–1836)
Konfirmationen: ab 1767
Literatur & Links
A: 50 Jahre KK Wesermünde-Nord, S. 67–68; Böker, Denkmaltopographie Lkr. Cuxhaven, S. 326–327; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1414–1416; Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 65–86; Diederichs-Gottschalk, Schriftaltäre, S. 267; Grote/van der Ploeg/Kellner, Wandmalerei, Katalogband, Nr. 315; Haiduck, Kirchenarchäologie, S. 247–249; Haiduck, Wursten, S. 54–59; Kiecker/Lehe, KD Kr. Lehe, S. 209–224; Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 133–134; Pratje, Bremen und Verden VII, S. 326–337 [Digitalisat]; Talkenberger, Quellen, S. 419–420; Weiberg, Niederkirchenwesen, S. 141–144; Wiebalck, Kirche Wurstens, S. 127–128.
B: Erika Friedrichs & Klaus Friedrichs: Das Familienbuch des Kirchspiels Wremen. [1676 bis 1900], erstellt nach den Originalkirchenbüchern (= Deutsche Ortssippenbücher. Reihe A 265), [Bremerhaven] 2000; Günther von Glahn: Wremens Willehadikirche in neuem Glanz. Eine der Hauptkirchen des Landes Wursten nach der Wiederherstellung, in: Niederdeutsches Heimatblatt 8/1964, Nr. 176 [.pdf online]; Detlef Mauritz: St. Willehadi-Kirche Wremen. Kirchenführer, Bremen [1996]; Detlef Mauritz: Die Wremer Pfarrbibliothek, in: Niederdeutsches Heimatblatt 2/2004, Nr. 650 [.pdf online]; J. H. Möller: „2000 Mark Lübsch“ waren nicht leicht aufzubringen. Ein Orgelbauvertrag aus dem Wurster Land vom Jahr 1624, in: Niederdeutsches Heimatblatt 6/1955, Nr. 66 [.pdf online] und „Gott zu loben, fromme Hertzen zu erquicken…“ [Vertragstext], 8/1955, Nr. 68 [.pdf online]; Johann Möller: Chronik der Gemeinde Wremen, bearb. von Gerd Schürmann, 3 Bde., Wremen [1997]; Uwe Pape: Die Peternell-Orgel in Wremen bei Bremerhaven, in: Ars Organi 36 (1988), S. 31–37.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche, Glockenhaus, Kirchhof, Kirchenwurt, Pfarrhaus; Wikipedia: Willehadi-Kirche (Wremen); Wremer Chronik: wremer-chronik.de.
GND
7690254-7, Sankt Willehad (Wremen).
Weitere Bilder
- Chor
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- Balkendecke
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- Altaraufsatz
- 1930
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- 1964
- Glockenhaus
- Ehemalige Glocke
- Ehemalige Schlagglocke
- Gestühlswange
- Schleierwerk
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- Grabplatte, 1595
- Grabplatte, 1604
- Grabplatte, 1617
- Memento Mori
- Kreuztragung
- Wandmalerei
Website der Kirchengemeinde (18.02.2024)
Fußnoten
- Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 58.
- Sudendorf, UB II, Nr. 1 in Anm. zu Nr. 217 [Digitalisat].
- UB Hamburg I, Nr. 514 [Digitalisat]; Dannenberg & Schulze, Geschichte II, S. 204 (Zitat).
- Lehe, Geschichte, S. 227 ff. und S. 244 ff.
- LkAH, L 5g, Nr. 339 (Visitation 1962).
- Haiduck, Wursten, S. 54 f.; Kiecker/Lehe, KD Kr. Lehe, S. 210.
- Pratje, Bremen und Verden X, S. 78, Nr. 3 [Digitalisat].
- UB Neuenwalde, Nr. 37.
- Sudendorf, UB VII, Nr. 3 in Anm. zu Nr. 29 [Digitalisat]; Kiecker/Lehe, KD Kr. Lehe, S. 210.
- RG Online, RG IV 09417, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/9417, 07.05.2025; Hadler Chronik, Nr. 333. Vgl. zum Folgenden auch Weiberg, Niederkirchenwesen, S. 142 ff.
- RG Online, RG IV 11346, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/11346, 07.05.2025; Hadler Chronik, Nr. 341.
- RG Online, RG IV 13724, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/13724, 07.05.2025; Hadler Chronik, Nr. 348.
- RG Online, RG V 08599, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/5/8599, 07.05.2025; die Kirche ist jeweils unter den Nonobstantien genannt.
- UB Neuenwalde, Nr. 146; StAB 1-Pk 1-Pk – 1442 Juli 20.
- Haiduck, Wursten, S. 57 ff.
- Kiecker/Lehe, KD Kr. Lehe, S. 210; Pratje, Bremen und Verden VII, S. 330, nennt St. Antonius nicht.
- Ostfriesisches UB I, Nr. 351 [Digitalisat].
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 7, resümiert: „beinahe das ganze Erzstift“ wurde lutherisch; Otte ist vorsichtiger und hält fest, es bleibt „für diese Jahre weiterhin schwierig zu beurteilen, ob der einzelne Prediger evangelisch predigte oder altgläubig“, da die Pfarrer – nicht zuletzt mit Blick auf Erhalt der eigenen Pfründe – mitunter „zweideutig“ agierten (Dannenberg/Otte, Reformation, S. 32). Für einen knappen Überblick zur Reformation im Erzstift Bremen vgl. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 7 ff. sowie die Beiträge in Dannenberg/Otte, Reformation.
- Dannenberg/Otte, Reformation, S. 38.
- Zur Reformation im Land Wursten: Wiebalck, Kirche Wurstens, S. 109 ff.; Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 9 ff.
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 9 und 16 f.
- Zit. bei Wiebalck, Kirche Wurstens, S. 110. Vgl. dazu auch Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 65 ff., der davon ausgeht, dass der Genannte „Hans Wurster“ fiktiv sei oder „der Name […] als kollektiver Schutz durch die Zeugen des Vorfalls“ diente.
- Wiebalck, Kirche Wurstens, S. 110.
- Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 65.
- Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 68. Diederichs-Gottschalk bezeichnet diese Bibel als „ein kardinales Dokument aus der streiterfüllten Zeit des Konfessionswechsels im Land Wursten“, ebd., S. 69. Der einzige lesbare Besitzvermerk lautet: „Dono dedit de Doctor Johann Friderics Anno 1582“ – „der Name des bis 1548 in Wremen amtierenden lutherischen Vikars, der nach Lehe wechselte und dort über 30 Jahre bis zu seinem Tod um 1580/81. Möglicherweise verschenkte Pastor Frideric die Bibel vor seinem Tod 1581 nach Wremen“ (ebd.).
- Einen ersten thematischen Überblick zu diesen Glossen bietet Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 69 ff.
- Pratje, Bremen und Verden VII, S. 334 [Digitalisat].
- Mauritz, Pfarrbibliothek; Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 69, Anm. 8.
- Mauritz, Pfarrbibliothek.
- Ahlers, Pfarrbuch (1909), S. 185.
- Mauritz, St. Willehadi, S. 4.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 820, Bl. 26. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 820, Bl. 26; LkAH, L 5g, Nr. 339 (Visitation 1950).
- Mauritz, St. Willehadi, S. 12.
- LkAH, L 5g, Nr. 339 (Visitation 1956).
- LkAH, L 5g, Nr. 339 (Visitation 1974).
- LkAH, L 5g, unverz., Wremen, Visitation 1988. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
- KABl. 1977, S. 145. Vgl. auch LkAH, L 5g, Nr. 339 (Visitation 1974).
- KABl. 1996, S. 30.
- Hodenberg, Stader Copiar, S. 54 [Digitalisat]. Weiberg, Niederkirchenwesen, S. 142.
- KABl. 1940, S. 54.
- KABl. 2012, S. 311 f.
- Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1414; Denkmalatlas Niedersachsen, Art. St. Willehadi. Haiduck, Kirchenarchäologie, S. 249, nimmt als Bauzeit das 12. Jh. an.
- Grote/van der Ploeg/Kellner, Wandmalerei, Katalogband, Nr. 315. Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 81 ff.
- Glahn.
- Kiecker/Lehe, KD Kr. Lehe, S. 210.
- Kiecker/Lehe, KD Kr. Lehe, S. 210.
- Haiduck, Kirchenarchäologie, S. 248.
- Haiduck, Kirchenarchäologie, S. 247.
- Haiduck, Wursten, S. 57.
- Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 78 ff.
- Mauritz, St. Willehadi, S. 15.
- Mauritz, St. Willehadi, S. 20.
- Diederichs-Gottschalk, Kirchenumgestaltung, S. 83.
- Fock, Schnitger, S. 110; LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 669, Bl. 176.
- LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 669, Bl. 38.
- Kiecker/Lehe, KD Kr. Lehe, S. 211.
- Wiebalck, Kirche Wurstens, S. 128.

































