Sprengel Ostfriesland-Ems, KK Aurich | Patrozinium: Johannes der Täufer1 | KO: Ostfriesische KO von 1716

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist der heutige Stadtteil von Aurich 1420 als Wyszede belegt.2 Wiesens gehörte zur ostfriesischen Landesgemeinde Auricherland (1379: terre […] Averice).3 In der zweiten Hälfte des 14. Jh. übernahm die Familie tom Brok die Herrschaft im Auricherland (belegt 1379). 1427 kam das Gebiet an die Familie Ukena und 1431 an die Familie Cirksena, die Ks. Friedrich III. († 1493) im Jahr 1464 zu Reichsgrafen von Ostfriesland erhob (Reichsfürsten seit 1654/62). In der zweiten Hälfte des 15. Jh. bildete sich die Ämterstruktur der Gft. Ostfriesland heraus, Wiesens zählte zum Amt Aurich.4 Der Übergang unter preußische Herrschaft im Jahr 1744 ließ die Ämterstruktur in Ostfriesland unverändert. In den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jh. erlebte Ostfriesland mehrere Herrschaftswechsel: Ab 1807 zählte Wiesens zum Kgr. Holland, ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich (Département Ems-Oriental, Arrondissement Aurich, Kanton Timmel), ab 1813 wieder zum Kgr. Preußen und ab 1815 zum Kgr. Hannover. Mit der Annexion Hannovers 1866 kehrte Ostfriesland erneut zurück unter preußische Herrschaft. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam Wiesens zum Kr. Aurich. 1972 wurde Wiesens in die Stadt Aurich eingemeindet. Zur Struktur der Gemeinde schrieb der Ortspastor 1963: „Der Anteil der bäuerlichen Bevölkerung wird prozentual immer weniger. Der Anteil der Pendler wächst. Alle sozialen Schichten sind vertreten. (Arbeiter, Handwerker, Angestellte, Beamte, Unternehmer, Bauern, Rentner).“5 Zur Sozialstruktur Westerendes schrieb der Ortspastor 1965: „Die Gemeinde setzt sich zusammen aus Bauern – es sind nur einige größere darunter – aus Arbeitern, die teilweise täglich nach Emden fahren, aus einigen Moorkolonisten und aus Angestellten, die in Aurich tätig sind.“6 Im Jahr 1823 lebten etwa 280 Menschen in Wiesens und 2023 knapp 1.420.

Kirche, Ansicht von Nordwesten, 1950

Kirche, Ansicht von Nordwesten, 1950

Ältestes Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte Wiesens ist die Kirche selbst, die etwa aus dem letzten Viertel des 13. Jh. stammt.7 Aus vorref. Zeit stammen zudem ein Weihwasserbecken (13. Jh.), die kleine Glocke (um 1300) und die große Glocke (1447). Namen vorref. Geistlicher sind nicht überliefert. Als Beleg für das Patrozinium der Kirche in Wiesens dient ein Relief auf der Glocke von 1447, das Johannes den Täufer zeigt.
Einzelheiten zur Reformationszeit in Wiesens sind nicht bekannt. Die Reformation breitete sich in Ostfriesland mindestens unter Duldung des Landesherrn Gf. Edzard I. († 1528) aus, aber ohne seine Lenkung.8 So entwickelte sich ein Nebeneinander verschiedener prot. Richtungen. Gf. Enno II. († 1540) versuchte, die ostfriesische Kirche eher luth. zu gestalten, Gfn. Anna († 1575) bemühte sich, ihr eine eher ref. Form zu geben. Die gemeinsame Regierungszeit ihrer Söhne, des ref. Gf. Johann II. († 1591) und des luth. Gf. Edzard II. († 1599), war vom Ringen um jeweils alleinige Herrschaft geprägt und verfestigte das Nebeneinander ref. und luth. Gemeinden. Die Konkordate von 1599, geschlossen zwischen den Landständen und dem Landesherrn, schrieben den Konfessionsstand der einzelnen ostfriesischen Gemeinden genauso fest, wie das Gemeindewahlrecht bei den Pfarrstellenbesetzungen. 1631 erarbeitete GSup. Michael Walther († 1662) eine neue KO für die luth. Gemeinden, deren zweite Auflage von 1716 bis heute gültig ist.9 Der Name eines luth. Predigers in Wiesens ist erstmals in der ersten Hälfte des 17. Jh. bekannt: Johannes Vyand (amt. bis 1628); angeblich besuchte die Gemeinde Wiesens zeitweise die Kirche in Holtrop.10 Die lückenlos bekannte Reihe der Pastoren in Wiesens beginnt gut ein Jahrzehnt später mit P. Ameling Sartorius (amt. bis 1640). Die ältesten Einträge im Kirchenbuch stammen aus dem Jahr 1642 (Taufen, Beerdigungen).

Kirche, Chor, Ansicht von Nordosten, 1950

Kirche, Chor, Ansicht von Nordosten, 1950

Im 18. Jh. waren insgesamt 13 Pastoren an der Kirche in Wiesens tätig. Ihre Amtszeiten waren eher kurz, was auf eine geringe Ausstattung der Pfarre hinweist.11 Lediglich P. Paul Johann Christoph Andrea (amt. 1747–1767) und P. Gerhard Christoph Schomerus (amt. 1785–1797) blieben länger; in die Amtszeit von P. Schomerus fiel 1790 ein Neubau des Pfarrhauses (um 1850 wiederum durch Neubau ersetzt). Im Jahre 1817 schrieb P. Johann Conrad Gossel (amt. 1810–1858): über den baulichen Zustand der Kirche: „Der Gemeinde ist entsagt zu kommen, weil sie, wenn das Wetter regnerisch ist nicht trocken darin sitzen können und auch ich seit langer Zeit bei stürmischem Wetter mit Furcht und Schrecken die Kanzel besteige, weil der eine Giebel in Bewegung ist nieder zu fallen“.12 Ein Jahr später ließ die Gemeinde die Kirche instand setzen. P. Hermannus Gerhardus Focken (amt. 1876–1924), Sohn eines Bauern, bewirtschaftete anfangs seiner langen Amtszeit die Pfarrländereien selbst und machte u. a. Guano als Dünger in seiner Gemeinde bekannt.13 P. Focken gründete zudem 1878 den Posaunenchor Wiesens, der u. a. seit 1880 bei den Barackengottesdiensten auftrat, die P. Focken für die Arbeiter des Ems-Jade-Kanals hielt.14 Im Jahr 1920 gründete sich ein eigener Posaunenchor in Brockzetel.
Während der NS-Zeit hatte P. August de Boer (amt. 1924–1959) das Pfarramt in Wiesens inne. Im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ gab er rückblickend an, er habe weder der NSDAP noch den DC angehört; vielmehr habe er der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft nahegestanden, „war jedoch kein Mitglied“.15 Nach der Visitation 1942 notierte der Sup. des KK Großefehn, dass „die heranwachsende Jugend sich dem Gottesdienst völlig fernhält“.16 Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter stieg die Zahl der Gemeindeglieder in der Nachkriegszeit von rund 965 im Jahr 1942 auf etwa 1.400 im Jahr 1952 an.17 P. de Boer gab 1952 an, er halte neben dem sonntäglichen Gottesdienst in Wiesens zusätzlich einmal im Monat einen Gottesdienst in der Schule in Brockzetel.18
Nach der Visitation 1977 zog der Auricher Sup. ein positives Fazit und stellte fest, dass „viele Gemeindeglieder am kirchlichen Leben aufgeschlossen und engagiert sich beteiligen“.19 Etwa Mitte der 1980er Jahren richtete die Gemeinde einen Kinderspielkreis ein. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche unterhielt die KG Wiesens Kontakte zur Kirchgemeinde Euba bei Chemnitz im Erzgebirge.20

Umfang

Wiesens sowie Brockzetel, Osterfeld und Sandkrug. Seit 1938 auch der ehemalige Gutsbezirk Auricher Wiesmoor I.21

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat des Bremer Domscholasters (sedes Aurich).22 – Von 1631 bis 1643 unterstand Wiesens dem luth. Coetus in Aurich und ab 1643 unmittelbar dem luth. Konsistorium Aurich. Nach der Insp.-Ordnung von 1766 zur 1. luth. Insp. in Ostfriesland, später mit Sitz in Aurich. 1868 zur neu eingerichteten 9. luth. Insp., ab 1924 KK Großefehn.23 Zum 1. Januar 1974 KK Großefehn aufgehoben, Wiesens kam zum KK Aurich.24

Patronat

Genossenschaftspatronat der Gemeinde (Interessentenwahlrecht).25

Kirchenbau
Kirche, Ansicht von Nordwesten, Foto: P. Greve, Jöllenbeck, 1985

Kirche, Ansicht von Nordwesten, Foto: P. Greve, Jöllenbeck, 1985

Rechteckiger Saalbau aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. mit eingezogenem Rechteckchor des 15. Jh. Satteldach, bekrönt mit Schwan; Chor ebenfalls mit Satteldach. Backsteinmauerwerk (rote und gelbliche Steine). Längswände zweizonig gestaltet: im unteren Bereich rundbogig Blendarkaden und jeweils ein rundbogiges Sprossenfenster im Westen, im oberen Bereich jeweils drei rundbogige Sprossenfenster und Rechteckfelder mit gemustertem Mauerwerk (Fischgrätenmuster). Rundbogige Eingänge nach Norden und nach Westen, nach Süden vermauertes Rundbogenportal; am Chor schmale Fenster mit Dreieckssturz nach Norden und Süden. Im Innern flache Balkendecke im Schiff, hölzernes Tonnengewölbe im Chor, Westempore; zwei Wandnischen im Chor. Im 15. Jh. halbrunde Apsis durch Rechteckchor ersetzt, vielleicht gleichzeitig das dreijochige Gewölbe durch flache Balkendecke ersetzt. 1818 Sanierung, u. a. Westwand erneuert; Höhe der Außenwände um etwa 1,5 Meter reduziert26, Schieferdach durch Ziegeldach ersetzt. 1910 flache Muldendecke eingezogen und blau gestrichen. 1968–71 Sanierung (u. a. Sockel neu gemauert, Mauerwerk gesichert, vermauertes Nordportal wieder geöffnet, Chorfenster verändert, zwei rundbogige Ostfenster vermauert, flache Balkendecke, Kanzel versetzt). 2013–17 Renovierungsarbeiten.

Turm

Nordöstlich der Kirche niedriger, freistehender Glockenturm, erbaut wohl in der zweiten Hälfte des 13. Jh. Rechteckiger Grundriss, Backsteinmauerwerk, Satteldach. Rechteckige Schallöffnungen nach Nordosten und Südwesten, rundbogige Schallöffnung an der südöstlichen Giebelseite. Rundbogiger Eingang nach Nordwesten. 1903 Instandsetzung. 2013 Dachsanierung.

Kirche, Blick zum Altar, Foto: P. Greve, Jöllenbeck, 1985

Kirche, Blick zum Altar, Foto: P. Greve, Jöllenbeck, 1985

Ausstattung

Blockaltar mit gemauertem Stipes und Mensa aus Sandstein. – Hölzernes Altarretabel (1715, Andreas Schnörwange, Aurich, Geselle in der Cröpelin-Werkstatt Esens), gedrehte Säulen, verkröpftes Gebälk, seitliches Schnitzwerk; im Hauptfeld plastische Abendmahlsszene (Jesus und sieben Jünger), im oberen Feld plastische Kreuzigungsgruppe, als Bekrönung Figur des triumphierenden Christus mit Siegesfahne; am Gebälk Wappen und Stifterinschrift: „Dieses Altar heft gehben Iohan Dirsz und Harmen Dirsz zu Gottes erren 1715“; seit der Renovierung 1968–71 ist das Altarretabel an der Ostwand angebracht. – Zwei Altarschranken bzw. Kniebänke, aufgestellt links und rechts des Altars (um 1715, Andreas Schnörwange, Aurich, Geselle in der Cröpelin-Werkstatt Esens), an den Stirnseiten zwei geschnitzte Figuren: Jan Hus (mit Patene und Gans) und Martin Luther (mit Kelch und Schwan). – Pokalförmiger Taufstein aus Sandstein (17./18. Jh.?, 14. Jh.?), achtseitiges Becken, achtseitiger Schaft, vierseitiger Fuß; hölzerner Deckel (18. Jh.), etwa seit Ende der 1960er Jahre vermisst, 1998 wiederentdeckt und restauriert. – Hohe hölzerner Kanzel mit Schalldeckel (1733, Andreas Schnörwange, Aurich, Geselle in der Cröpelin-Werkstatt Esens), reich gestalteter, polygonaler Kanzelkorb; vor den Ecken gedrehte Säulen, vor den Wandungen fünf geschnitzte Figuren: Jesaja, Christus, Jeremia, Hesekiel und Daniel, unter den Figuren Spruchband: „Von diesem Jesvm zevgen alle die Propheten“; Stifterinschrift: „Hinrich Albers sein Sohn Hinrich zv Wiesens hat dise Kanszel avs seinen eigen Mittel gegeben zv Gottes Ehre. Anno 1733“; Kanzel bei der Renovierung 1968–71 von der Süd- an die Nordwand versetzt. – Holzrelief (1733), Mose und der brennende Dornbusch, Inschriften: „Mose, zevch die Schvh avs, dies Land ist heilig“ und „Lehret Wort rechdt. Anno 1733“, wohl ursprünglich über Kanzeltür. – Holztafeln mit Bibelzitaten (1615), angebracht unterhalb des Altarretabels, möglicherweise Teile einer ehemaligen Prieche. – Kreuzigungsgemälde (17. Jh.), Öl auf Holz, angebracht an der Emporenbrüstung. – Gemälde „Maria mit Kind“ (20. Jh., M. J. Hummel). – Weihwasserbecken (wohl 13. Jh.), Granit, bei Renovierung 1968–71 entdeckt. – Opferstock (17./18. Jh.), Holz mit Eisenbeschlägen.

Orgel, vor 1968

Orgel, vor 1968

Orgel

1820–22 Bau einer Orgel, ausgeführt von Johann Gottfried Rohlfs (Esens), 10 I/aP, mechanische Traktur; zwei Posaunenengel auf dem Prospekt; Instrument aufgestellt auf Ostempore vor dem Chor. 1896/97 Orgel auf neue Westempore versetzt, Zimmermann Ernst Kloppenburg (Strackholt). 1909/10 Erweiterung der Orgel, Johann Martin Schmid (Oldenburg), 13 II/aP, zweites Manual mit pneumatischer Traktur. 1969 Orgel wegen Kirchenrenovierung abgebaut. 1979–81 Restaurierung und Wiederaufbau, ausgeführt von Alfred Führer (Wilhelmshaven), 10 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen. Denkmalorgel (seit 1969), Pfeifenwerk weitgehend original.

Geläut

Drei LG, I: e’ (Bronze, Gj. 1447, Ghert Klinghe, Bremen), Inschriften: „s. caterina, s. margareta, s. lucia, s. barbera, s. ghertrudis, s. doritea, s. cecilia, s. elisabet, s. maria magdalena, s. ursela. de functo plango vivos voco fulgura frango. vox mea vox vite voco vos ad sacra venite“ (Die Toten beweine ich, die Lebenden rufe ich, die Blitze breche ich. Meine Stimme ist die Stimme des Lebens, ich rufe euch zum Gottesdienst, kommt), „anno m cccc xlvii maria bin ik gheheten de van wisede hebben mi laten gheten. help got ut aller not“ und „s. peter, s. andreas, s. iohannes, s. iacobus, s. tomas, s. bertolomee, s. phililpe [sic]. ghert klinghe de mi ghegoten hat got geve siner sele rat. caspar melchior“, Bilder: Madonna mit Kind und Beischrift „ave maria graci[a] [plena]“ (Gegrüßt seist du, Maria, voll Gnade), Johannes der Täufer mit Beischrift „s. iohannes bä“; II: fis’ (Bronze, Gj. 1995, Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei Carl Metz), Inschrift: „Ich trete an die Stelle meiner Schwestern, die 1917 und 1942 Opfer der Kriege wurden. Darum ist mein Ruf: Haltet Frieden, und mein Gebet: Dona nobis pacem. Wiesens, Anno 1995“ (Gib uns Frieden), Bild: Taube; III: a’ (Bronze, Gj. um 1300), ohne Inschrift. – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze), umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1811, Mammeus Fremy III und H. [A. H.?] van Bergen), Inschrift: „Ich rufe Gottes Volk, wenn soll gepredigt werden, ich klage deinen Tod, wenn du gehst zu der Erden. Wiesens anno 1811. Umgegossen von Fremy und van Bergen“, Glocke im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgeben (1917).27 Neue LG (Bronze, Gj. 1925), im Zeiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1942).

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1850). – Gemeindehaus (Bj. 1850, 1991 ausgebaut).

Friedhof

Kirchlicher Friedhof bei der Kirche in Wiesens, Eigentum der Kirchengemeinde. Kommunaler Friedhof in Brockzetel (Stadt Aurich).

Liste der Pastoren (bis 1940)

Vor 1628 Johannes Vyand. – 16.. Henrich Brüning. – 1640 Ameling Sartorius. – 1642 Bernhard Brockmann. – 1642–1681 Ludolph Jemannus. – 1682–1714 Gerhard Johann Collmann. – 1715–1722 Conrad Specht. – 1722–1728 Salomon Apfeldt. – 1728–1731 Gottfried Specht. – 1731–1738 Matthias Decker. – 1738–1745 Johann Heinrich Gellermann. – 1745–1747 Ajolt Heinrich Canold. – 1747–1767 Paul Johann Christoph Andreas. – 1767–1772 Detlef Wilhelm Wehlau. – 1772–1781 Casjen Janssen. – 1781–1785 Christian Diederich Carl Langelaer. – 1785–1797 Gerhard Christoph Schomerus. – 1798–1809 Gerhard Hinrich Helmts. – 1810–1858 Johann Conrad Gossel. – 1858–1862 Martin Georg Hafner. – 1862–1866 Johann Janssen Mayer. – 1866–1874 Arnold Melchior Hölscher. – 1875–1876 Karl Ihmels. – 1876–1924 Hermannus Gerhardus Focken. – 1924–1959 August Friedrich de Boer.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 507

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 8 Nr. 21Digitalisat , 480Digitalisat(CB); A 12d, Nr. 463Digitalisat (GSuptur. Aurich); A 6 Nr. 8647 (Pfarrbestallungsakten); B 18, Nr. 55, 253 (Orgelsachverständiger); D 80 (EphA Aurich); L 5i Nr. 112, 271, 628, 779 (LSuptur. Aurich); S 07e I Nr. 110 (Microfilme); S 09 rep Nr. 2280 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7540 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1642 (Lücken: 1684, 1688, 1691–1700)
Trauungen: ab 1685 (Lücken: 1686, 1687, 1693, 1694, 1696, 1699, 1701, 1705–1707, 1710, 1712–1722, 1726, 1728, 1734, 1735, 1742, 1749)
Begräbnisse: ab 1642 (Lücken: 1644, 1664–1668, 1670, 1687–1697, 1711–1714, 1717–1721)
Kommunikanten: ab 1718 (Lücken: 1720), Erstkommunikanten: 1723–1796
Konfirmationen: ab 1859 (Lücken: 1875, 1876)

Literatur & Links

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1366; Fastenau, Bau- und Kunstdenkmäler III, S. 330–335; Haiduck, Architektur, bes. S. 149–157; Kaufmann, Orgeln Ostfrieslands, S. 248–249; Meinz, Sakralbau Ostfriesland, S. 160; Meyer, Pastoren II, S. 507; Otte/Rohde, Ostfriesland II, S. 609–611; Rauchheld, Glockenkunde, S. 47, S. 95–96 und S. 185; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 139–142; Schild, Denkmal-Orgeln II, S. 877–890; Schoolmann, Kirchen, S. 180–189.
B: Harald Focken: Das Kirchspiel zu Wiesens im Kreis Aurich. 1630–1880. Ein Beitrag zur Heimatgeschichte des ostfriesischen Raumes, geschrieben im Sommer 1953 zu Wiesens, hrsg. von Thomas Meyer und Alfred Brüling, Aurich 2003; Gerd Kroon: Die Familien der Kirchengemeinde Wiesens (1642–1908), Großefehn 2004; Michael Stanke & Frank Karsten: Kleiner Kirchenführer, 2018 [online, .pdf]; Alwin Pfanne: Die Geschichte der Orgel von 1820 zu Wiesens, in: Ostfreesland. Kalender für Jedermann 66 (1983), S. 116–119.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Nomine (Norddeutsche Orgelmusikkultur in Niedersachsen und Europa): Orgel.

GND

2112477-2, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde (Wiesens)


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 57.
  2. Hodenberg, Stader Copiar, S. 53.
  3. Ostfriesisches UB II, Nr. 1696. Zu den Landesgemeinden: Behre/Lengen, Ostfriesland, S. 115 ff. Zum Auricherland: Moßig, Auricherland, S. 67 ff.
  4. König, Verwaltungsgeschichte Ostfrieslands, S. 158 ff.
  5. LkAH, L 5i, Nr. 271 (Visitation 1963).
  6. LkAH, L 5i, Nr. 254 (Visitation 1965).
  7. Haiduck, Architektur, S. 157.
  8. Zur Reformation in Ostfriesland vgl. knapp Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 312 ff.; ausführlich: Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 114 ff.
  9. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 321. Die ostfriesischen Landesherren führten die KO von 1631 jedoch nie verbindlich für alle Gemeinden ein.
  10. Meyer, Pastoren, S. 507; Focken, [S. 29]; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 139; Reershemius, Predigerdenkmal 1796, S. 119.
  11. Focken, [S. 39]: „Arm, arm, arm, das ist als der immer wiederkehrende Tenor aller Geistlichen. War es da verwunderlich, daß kaum einer hierher wollte und jeder wieder schnell wegstrebte?“
  12. Zit. bei Focken, [S. 46 f.].
  13. Focken, [S. 34 ff. und S. 85]. Hinsichtlich des Düngers nennt Focken irrtümlich die Jahreszahl „1830“, gemeint ist wohl 1880.
  14. LkAH, S 9 rep Nr. 2280.
  15. LkAH, S 1 H III, Nr. 1014, Bl. 16.
  16. LkAH, L 5i, Nr. 112 (Visitation 1942).
  17. LkAH, L 5i, Nr. 112 (Visitation 1942).
  18. LkAH, L 5i, Nr. 112 (Visitation 1952). Später fanden die Gottesdienste in Brockzetel in der FKap statt, vgl. ebd. (Visitation 1989).
  19. LkAH, L 5i, Nr. 271 (Visitation 1977).
  20. LkAH, L 5i, Nr. 271 (Visitation 1995). Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  21. KABl. 1938, S. 28.
  22. Hodenberg, Stader Copiar, S. 53.
  23. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 451.
  24. KABl. 1974, S. 34.
  25. Vgl. Focken, [S. 43].
  26. Focken, [S. 46]: „5 Fuss“. Mithoff, Kunstdenkmale VII, S. 199, gibt wohl irrtümlich „4 m“ an.
  27. Rauchheld, Glockenkunde, S. 47.