Sprengel Osnabrück, KK Syke-Hoya | Patrozinium: Maria1 | KO: Lüneburger KO von 1643

Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist der Ort erstmals als Leste in einer undatierten Urkunde nachgewiesen, die etwa um 1185 entstanden ist.2 Das Dorf ging aus einem Hof (curtis) des Bremer Stifts St. Ansgari hervor.3 1250 ist villa Lest in einem Verzeichnis der jährlichen Beiträge erwähnt, welche die Orte im Bremer Umland zum Unterhalt der dortigen Weserbrücke zu zahlen hatten.4 Leeste kam nach dem Aussterben der Gf. von Bruchhausen in der zweiten Hälfte des 14. Jh. an die Gf. von Hoya und gehörte zur Vogtei bzw. zum Amt Syke der Gft. Hoya. Nachdem die Hoyaer Grafen 1582 in männlicher Linie ausgestorben waren, fiel die Grafschaft an die welfischen Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg (überwiegend Fsm. Calenberg). In französischer Zeit gehörte Leeste 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und dann bis 1813 zum Kanton Syke im Arrondissement Bremen des Departements Wesermündung im Kaiserreich Frankreich. Danach war der Ort wieder Teil des Amtes Syke (1852–59 beim kurzlebigen Amt Brinkum zu Syke), zunächst im Kgr. Hannover und nach der Annexion von 1866 im Kgr. Preußen. 1858 wurde Leeste mit den Dörfern Hagen, Hörden, Melchiorshausen und Angelse vereinigt. Mit Einführung der Kreisverfassung 1885 kam Leeste zum Lkr. Syke, 1932 zum Lkr. Grafschaft Hoya und 1977 zum Lkr. Diepholz. 1974 schlossen sich Kirchweyhe, Leeste und Sudweyhe zur Gemeinde Weyhe zusammen. nach Einschätzung des Ortspastors bestand die Gemeinde 1958 überwiegend „aus Arbeitern und Angestellten, von denen mindestens jeder dritte ein Eigenheim hat“ sowie einigen Beamten, Bauern und Handwerkern.5 1977 hatte sich der Ort zu einer „Wohn- und Schlafsiedlung“ entwickelt, dessen werktätige Bevölkerung überwiegend in Bremen arbeitete.6 Im Jahr 1821 lebten gut 1.190 Menschen in Leeste, 1905 etwa 2.900, 1950 rund 6.430 und 2019 fast 8.940.

Kirche, Ansicht von Nordwesten, um 1960

Kirche, Ansicht von Nordwesten, um 1960

Zur vorref. Kirchengeschichte von Leeste ist wenig bekannt. Ein Geistlicher lässt sich hier erstmals 1324 belegen, als die Pfarrer aus Weyhe und Leeste gemeinsam eine Urkunde bezeugten: Conrado plebano in Weye ac Gotfrido curato in Lest, sacerdotibus (die Priester Konrad, Pleban in Weyhe, und Gottfried, Kurat in Leeste).7 Die älteste Glocke der Gemeinde stammt noch aus vorref. Zeit: Sie wurde 1516 gegossen und trägt die niederdeutsche Inschrift: wen ick maria werde gheluth gadesdenst dat bedut. sick manich svnder moge bekere gade to lave un marien to eren.8
In der zweiten Hälfte der 1520er Jahre führte Gf. Jobst II. die Reformation in der Gft. Hoya ein. Etwa 1527 holte er den Lutherschüler Adrian Buxschott an seinen Hof, später Pastor in Hoya und erster Sup. der Gft. sowie um 1533 vermutlich Mitautor der ersten Hoyaer KO (Cristlike ordeninghe, yn der karken unser hersschup gestellt).9 In dieser Zeit hatte P. Hermann Rischmann (amt. 1520, 1527) die Pfarrstelle in Leeste inne.10 Wahrscheinlich wechselte er zusammen mit seiner Gemeinde zur neuen Lehre. Als Hzg. Julius, Fs. von Braunschweig-Wolfenbüttel, die Gemeinden seines Territoriums 1588 visitieren ließ, war P. Georg Holscher (amt. 1572–1597) Pfarrer in Leeste; er „vertragt sich wohl mit seinen Pfarrkindern“ heißt es im Visitationsbericht.11
Zum älteren Kirchengebäude in Leeste sind nur knappe Informationen überliefert. Im Corpus bonorum, aufgestellt 1736, schrieb P. Franciscus Münder (amt. 1711–1740): „Die Kirche ist eckig, und wird in die neue und alte Kirche getheilet“.12 Die Gemeinde ließ die Kirche 1777 abbrechen und durch einen Neubau ersetzen. Gleichzeitig mit der Einführung von P. Johann Justus Holzmann (amt. 1783–1798) feierte die Gemeinde im Mai 1783 die Einweihung ihrer neuen Kirche. Als Pastor von Leeste veröffentlichte P. Holtzmann in den folgenden Jahren mehrere seiner Predigten, u. a. 1786 die „Dankpredigt für unsers besten Königs und Landesherrn [Georg III] gnädige Erhaltung in e[iner] grossen Lebensgefahr“ oder 1793 die „Predigt über Psalm 104 V. 31–35. Veranlaßt durch zündende Gewitter-Schläge und daher zu Leeste entstandenen Feuers-Brunst“.
Während der NS-Zeit hatte P. Heinrich Prüsse (amt. 1913–1946) das Pfarramt in Leeste inne. Im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ schrieb er rückblickend, seine Haltung zur NSDAP „war nur kurze Zeit eine freundliche. Austritt 1934“; kirchenpolitisch habe er weder den DC noch der Bekenntnisgemeinschaft angehört.13 Die Neuwahl des Kirchenvorstandes 1933 brachte keine Veränderungen und eine spätere Beeinflussung im Sinne der DC sei gescheitert.14 „Einige von der Hitler-Partei mit besonderer Charakteristik gewünschte Gottesdienste zeigten eine vollbesetzte Kirche“, gab P. Prüsse an.15 Resümierend hielt er fest: „Das innerkirchliche Leben hat zweifellos durch die beiden verlorenen Kriege eine gewisse Schwächung erfahren.“16 Nach der Visitation 1938 hatte der Sup. des KK Syke notiert, die Gemeinde sei „schwer zu bearbeitender Boden“ und 1946 schätzte er sie als unkirchlich aber nicht antikirchlich ein.17

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Oktober 1954

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Oktober 1954

Mit dem Zuzug Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder stark an. Viele kamen aus Schlesien, so dass im Gottesdienst auch die Liednummern des Schlesischen Gesangbuchs mit angegeben wurden.18 P. Ernst Mey (amt. 1948–1973) ein „pietistisch und gemeinschaftsmäßig“ ausgerichteter Geistlicher, gründete 1948 einen Kirchenchor und 1949 einen Posaunenchor.19 Zusammen mit dem zweiten Pastor P. Arnold Küttner (amt. 1961–1973), dem der Sup. ebenfalls eine „ganz pietistische Haltung“ attestierte, prägte der die Gemeinde.20 Nach der Visitation 1970 zog der Sup. ein positives Fazit: Vor dem Zweiten Weltkrieg hätte der Gottesdienst in Leeste oft ausfallen müssen, „weil weniger als 3 Gemeindeglieder kamen“. In der Nachkriegszeit habe sich dies grundlegend geändert: „Es ist in dieser Gemeinde wirklich etwas los, und man muß sich darüber freuen“.21 Neben den Gottesdiensten in der Leester Kirche luden die Pastoren drei- bis viermal im Jahr zu Altengottesdiensten in Hörden ein und sonntäglich zu Kindergottesdiensten in Hörden und Melchiorshausen.
Im Jahr 1974 richtete das Landeskirchenamt eine dritte Pfarrstelle ein (1977: 9.800 Gemeindeglieder), aber erst seit 1983 waren alle Stellen besetzt und drei Pastoren in der Gemeinde tätig.22 In den 1980er und 1990er Jahren unterhielt die KG Leeste eine Partnerschaft mit brasilianischer KG Limeira bei São Paulo. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen den Landeskirchen Sachsens und Hannovers (seit 1949) bestanden überdies Kontakte zur sächsischen Kirchgemeinde Oberlungwitz.23 Im April 1998 eröffnete die Gemeinde die kirchliche KiTa Morgenland, die zum 1. Januar 2012 in die Trägerschaft des neu gegründeten Ev.-luth. Kindertagesstättenverbands Syke-Hoya überging. 24
Seit Januar 2005 sind die beiden benachbarten KG Weyhe und Leeste pfarramtlich verbunden.25 Um zur Finanzierung zweier neuer Bronzeglocken beizutragen, gründete sich 2008 der „Freundes- und Förderverein Marienkirche Leeste e. V.“, der die KG Leeste seitdem bei Erhalt und Pflege des Kirchengebäudes unterstützt.

Pfarrstellen

I: vorref., seit 2005 V des verbundenen Pfarramts Weyhe-Leeste.26 – II: 1957 (besetzt 1961), seit 2005 VI des verbundenen Pfarramts Weyhe-Leeste.27 – III: 1974–2006, seit 2005 VII des verbundenen Pfarramts Weyhe-Leeste.28

Umfang

Leeste und die Ortschaften Angelse, Hagen, Hörden und Melchiorshausen sowie die ehemalige Kolonie Erichshof.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat des Dompropstes der Diözese Bremen. – Nach der Reformation vermutlich Insp. Stolzenau (1560 nachweisbar), 1588 zur Insp. Sulingen und 1794 zur neu errichteten Insp. Weyhe (1924: KK).29 Aufsichtsbezirke Bassum und Weyhe 1934 zum KK Syke zusammengeschlossen.30 KK Syke und KK Hoya zum 1. Januar 2001 zum KK Syke-Hoya vereinigt.31

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Oktober 1954

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Oktober 1954

Klassizistische Saalkirche mit Sakristeianbau im Osten, erbaut 1777–83. Mansarddach, im Osten abgewalmt; Sakristei mit Schleppdach. Backsteinmauerwerk; an den Längsseiten große, segmentbogige Sprossenfenster, in der Mittelachse rundbogige Eingänge. Im Innern U-förmige Emporenanlage; flache Decken über den Emporen, in der Mitte Holztonne. 1852 umlaufende Emporenanlage eingebaut. April 1945 Kirche beschädigt, der „englische Kommandant sorgte für die Wiederherstellung der schwerbeschädigten Sakristei, schaffte Ersatz für 320 Kirchenfenster und für die Hälfte der zerstörten Dachsteine“.32 Um 1950 östliche Emporenteile entfernt. 1967/68 Innenrenovierung. 1989 Emporensanierung. 2014 Außensanierung.

Turm

Gedrungener Westturm aus Backsteinmauerwerk, nach Unwetterschäden erneuert 1790. Verkupferter Turmhelm mit vierseitigem Ansatz und achtseitiger Spitze, bekrönt mit Kugel und Wetterhahn; vier Uhrgauben. Je ein flachbogiges Schallfenster nach Norden, Westen und Süden. 1852 Schieferdeckung des Turmhelms. Turmuhr Anfang des 18. Jh. nachweisbar.

Vorgängerbau

Im Corpus bonorum von 1736 heißt es: „Die Kirche ist eckig, und wird in die neue und alte Kirche getheilet, welche letztere 73 Fues lang, und 23 Fues breit ist, erstere aber in der Länge 25 und in die Breite 21 Fues hat.“33 Schiff hatte flache Decke, Altarraum war gewölbt. 1777 abgebrochen.

Ausstattung

Klassizistischer Kanzelaltar mit korinthischen Säulen und verkröpftem Gebälk, Aufsatz bekrönt mit Gottesauge im Strahlenkranz; unterhalb des Kanzelkorbs Abendmahlsbild. – Schlichte, zylindrische Taufe. – Altarkreuz (1998, Norbert Labenz, Hemmingen). – Schmiedeeisernes Gedenkkreuz (vielleicht Grabkreuz) für P. Georg Ludolf Mestwerdt (amt. 1820–1845), Inschrift: „G. L. Mestwerdt geb. 31. Nov. 1768 gest. 24. Sep. 1853“ und „25 Jahre Prediger in Leeste“; restauriert 1999.

Kirche, Blick zu Orgel, Foto: Ernst Witt, Hannover, Oktober 1954

Kirche, Blick zu Orgel, Foto: Ernst Witt, Hannover, Oktober 1954

Orgel

Orgelneubau 1872, ausgeführt von P. Furtwängler & Söhne (Elze), 11 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 119).34 1928 erweitert auf 13 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1956 Reparatur und Änderung der Disposition (neobarockes Klangbild), ausgeführt von Alfred Führer (Wilhelmshaven), 14 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 2016/17 Restaurierung des Instruments und Wiederherstellung des romantischen Klangbildes (Zustand von 1872 mit Erweiterung von 1928), Orgelbaumeister Harm Dieder Kirschner (Weener), 13 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Drei LG, I: dʼ, Dominica (Bronze, Gj. 2009, Albert Bachert, Karlsruhe), Inschrift: „Danket dem Herrn und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!“, Bild: Christusmonogramm mit A und Ω; II: fʼ (Bronze, Gj. 1516, vielleicht Herbert van Bippen), Inschrift: „wen ick maria werde gheluth gadesdenst dat bedut. sick manich svnder moge bekere gade to lave un marien to eren. m ccccc xvi“ (Wen ich, Maria, geläutet werde, bedeutet dies Gottesdienst. Möge sich mancher Sünder dazu bekehren lassen, Gott zu lieben und Marie zu ehren. 1516); III: gʼ (Bronze, Gj. 2009, Albert Bachert, Karlsruhe), Inschrift: „Unserem Gott zur Ehre – uns Menschen zum Segen. Leeste anno domini 2009“, Bild: Christusmonogramm mit Kreuz.35 – Früherer Bestand: 1736 waren „Zweӱ schöne Glocken“ vorhanden.36 Eine LG (Bronze, Gj. 1811, Johann Philipp Bartels, Bremen), Inschrift: „Herr J.G. Conrad Meyer Superintendent zu Weihe. August Wilhelm Stelling Amtmann zu Sycke. Christian Wilhelm Raven Pastor zu Leeste. Georg Hermann Wilhelm Neumann, Cantor – Harm Vos und Claus Schulte, Kirchenjuraten. Johann Meyer oder Bollmann, Bauermeister F. Holdhausen u. C. Bosse Geschworne. Gegossen von Johann Philipp Bartels in Bremen 1811“, im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben. Als Ersatz eine neue LG angeschafft (Bronze, Gj. 1924), „Geschenk der Witwe Steinhard und ihrer Schwägerin“, im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.37 Eine LG, gʼ (Bronze, Gj. 1957, F. Otto, Hemelingen), gestiftet von Meta Rumpsfeld, Inschriften: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll“ und „Zum Gedenken an Johann Rumsfeld (20.7.1957) gen. Hüdepohl Kirchenvorsteher 25.1.1931–25.9.1949, Gestiftet von Meta Rumsfeld geb. Holdhausen“; 2005 geborsten, 2009 abgenommen und vor der Kirche aufgestellt.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus I (Bj. 2015). – Gemeindehaus (Bj. 2015). – Altes Pfarrhaus I mit Gemeinderaum (Bj. 1814 und 1957), verkauft. – Pfarr- und Gemeindehaus II (Bj. 1964). – Pfarr- und Gemeindehaus III (Bj. 1982), verkauft. – Jugendhaus (Bj. 1853/54, ehemaliges Schul-und Küsterhaus), abgerissen.

Friedhof

Kirchlicher Friedhof bei der Kirche. Kirchlicher Friedhof an der Hauptstraße, nordöstlich der Kirche, FKap (Bj. 1982).

Liste der Pastoren (bis 1940)

1527–15.. Hermann Rischmann. – 1545–1572 Gerhard Hüdepol. – 1572–1588 Georg Holscher. – 15..–1601 Justus Flebbe. – 1602–16.. Albertus Dreier. – 16..–16.. Magister Johannes Kleinschmidt. – 1628–1671 Johannes Hilmund. – 1671–1689 Georg Burichius. – 1689–1708 Johann Friedrich Milde. – 1708–1711 Albert Rümper. – 1711–1740 Franciscus Münder. – 1741–1775 Gottfried Hinrich Niemann. – 1776–1782 Otto Kranewetter. – 1783–1798 Johann Justus Holzmann. – 1798–1806 Heinrich Friedrich Ludwig Sievers. – 1806–1820 Christian Wilhelm Raven. – 1820–1845 Georg Ludolph Mestwerdt. – 1846–1890 Christian Friedrich Karl Böttcher. – 1890–1901 Rudolf Ferdinand Anthon Johann Kranold. – 1901–1911 Friedrich Ludwig Ernst Hermann Schachtrupp. – 1912–1913 Friedrich Ludwig Heinrich Beckemeier. – 1913–1946 Ernst August Heinrich Prüsse.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 65–66 (mit Ergänzungen)

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 7024–7037 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 4854–4860 (Pfarrbestellungsakten); A 8 Nr. 252 (CB); A 9 Nr. 1413–1414 (Visitationen); D 96 (EphA Syke); L 5a Nr. 250, 252–253, 1305–1306, 1308, 1851 (LSuptur. Calenberg-Hoya mit Verden-Hoya und Celle); S 2 Witt Nr. 4 (Fotosammlung); S 9 rep Nr. 1605 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 7523 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 840; Dienwiebel, Ortsverzeichnis Hoya/Diepholz II, S. 371–373; Gade, Hoya und Diepholz I, S. 551–553; Kratzsch, Glocken Gft. Hoya, S. 78–81; Meyer, Pastoren II, S. 65–66; Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 170.
B: Hermann Schierenbeck & Hermann Greve: 500 Jahre Marienglocke Leeste, Leeste 2016; Gudrun Lueken-Dencker: Pastoren- und Küsterfamilien aus dem Bereich der alten Superintendentur Sulingen 1525–1700. VIII. Leeste, in: Heimatblätter des Landkreises Diepholz 10 (1985), S. 91–104; Wilfried Meyer: Weyhe im Wandel der Zeit, 3 Bde., Weyhe-Melchiorshausen 1981–2011 [Bildbände].

GND

1161964258, Marienkirche (Leeste)


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 44.
  2. Bremisches UB I, Nr. 67.
  3. Den Hof erhielt das Stiftskapitel angeblich 987 geschenkt, vgl. Dienwiebel, Ortsverzeichnis Hoya/Diepholz II, S. 372.
  4. Bremisches UB I, Nr. 247 (sogenannte Weserbrückenurkunde).
  5. LkAH, L 5a, Nr. 250 (Visitation 1958). Der Sup. sprach von einer „Stadtrandgemeinde von Bremen“, die „absolut marxistisch in der Mehrheit eingestellt“ sei (ebd.).
  6. LkAH, L 5a, Nr. 252 (Visitation 1977).
  7. Oldenburgisches UB IV, Nr. 409.
  8. Ausführlich: Schierenbeck & Greve, S. 6 ff.
  9. Vgl. zur Reformation in der Gft. Hoya zuletzt Bösche, Holste, bes. S. 75 ff., zur KO S. 115 f. Vgl. zudem Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,2, S. 1122 ff. Zeitgenössische Quellen zur Reformation in der Gft. Hoya fehlen weitgehend; die Kenntnisse stammen überwiegend aus historischen Arbeiten der zweiten Hälfte des 18. Jh., die „urkundlich und archivalisch nicht mehr belegt werden“ können (ebd., S. 1122). Neben Buxschott waren die Reformatoren Johann Tiemann und Nikolaus Krage in der Gft. Hoya aktiv (letzterer besonders in den Ämtern Stolzenau und Steyerberg).
  10. Vgl. dazu Lueken-Dencker, S. 91 ff., die u. a. auf Verwechslungen der Orte Leeste und Leese bei Gade, Hoya und Diepholz und bei Meyer, Pastoren hinweist.
  11. Zit. bei Lueken-Dencker, S. 93.
  12. LkAH, A 8, Nr. 252, Bl. 2r.
  13. LkAH, S 1 H III Nr. 716, Bl. 39r. Die Antworten auf die insgesamt 39 Fragen liegen in drei unterschiedlichen Varianten vor, vgl. ebd. P. Prüsse schrieb: „Infolge der großen Zahl soc[ial ]dem[okratischer] Stimmen über 600, u[nd] Kommunisten über 300 wurde die in den Reden der NSDAP Redner betonten Worte ‚Wir kämpfen für positives Christentum‘ vom Pfarrinhaber mit großer Hoffnung begrüßt.“ (ebd., Bl. 61). Überdies sei er u. a. „unter dem Eindruck drohender Gewalttätigkeiten der Kommunisten, im Anfange der NSDAP Bewegung für dieselbe eingenommen gewesen“, habe sich jedoch schließlich abgewandt, da „die Art der Amtsführung der Funktionäre eine derartig anstoßerregende“ gewesen sei, ebd., Bl. 62. Im Fragebogen ist der Name des Pastors mit „Prühse“ angegeben (ebd., Bl. 39r). Allgemein zum Fragebogen: Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  14. LkAH, S 1 H III Nr. 716, Bl. 61.
  15. LkAH, S 1 H III Nr. 716, Bl. 40.
  16. LkAH, S 1 H III Nr. 716, Bl. 39v.
  17. LkAH, L 5a, Nr. 250 (Visitationen 1938 und 1946). In den Fragebögen zur Visitation 1970 merkte der KV zum Punkt „Kirchenfeindliche Bestrebungen an: „Ludendorff-Anhänger werben für den Kirchenaustritt mit geringem Erfolg“, ebd., Nr. 252 (Visitation 1970).
  18. LkAH, S 1 H III Nr. 716, Bl. 39r.
  19. LkAH, L 5a, Nr. 252 (Visitation 1970).
  20. LkAH, L 5a, Nr. 252 (Visitation 1970).
  21. LkAH, L 5a, Nr. 252 (Visitation 1970).
  22. LkAH, L 5a, Nr. 252 (Visitation 1983) – „von einem früheren kurzen Zwischenspiel abgesehen“ (ebd.).
  23. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  24. KABl. 2012, S. 45 ff.
  25. KABl. 2004, S. 221.
  26. KABl. 2004, S. 221.
  27. KABl. 1957, S. 22; KABl. 2004, S. 221.
  28. KABl. 1974, S. 36 f.; KABl. 2004, S. 221; KABl. 2006, S. 130.
  29. LkAH, D 96, Beschreibung, 21.04.2020.
  30. KABl. 1934, S. 158 (bereits seit 1925 ein Kirchenkreisverband, KABl. 1925, S. 10).
  31. KABl. 2000, S. 139 f.
  32. LkAH, S 1 H III Nr. 716 Bl. 39r und 63.
  33. LkAH, A 8, Nr. 252, Bl. 2r.
  34. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 92.
  35. Meyer Bd. III, S. 120 ff. Insgesamt zum Geläut: Kratzsch, Glocken Gft. Hoya, S. 78 ff.
  36. LkAH, A 8, Nr. 252, Bl. 2v.
  37. Kratzsch, Glocken Gft. Hoya, S. 80.