Sprengel Ostfriesland-Ems, KK Norden | KO: Ostfriesische KO von 1716

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Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich lässt sich die Insel erstmals 1398 als Just belegen.1 Zusammen mit anderen ostfriesischen eylanden zählte sie seinerzeit zum Herrschaftsbereich der Häuptlingsfamilie tom Brok. In den Jahren nach deren Sturz (1427 Schlacht auf den wilden Äckern) etablierte sich die Familie Cirksena; Ks. Friedrich III. erhob sie 1464 zu Reichsgrafen von Ostfriesland (Reichsfürsten seit 1654/62). In der zweiten Hälfte des 15. Jh. bildete sich die Ämterstruktur der Gft. Ostfriesland heraus. Die Zugehörigkeit der Insel Juist wechselte mehrfach: vermutlich bis 1591 zählte sie zum Amt Greetsiel, dann zum Amt Aurich und ab 1715/21 zum Amt Norden.2 Zudem war Juist, genauso wie die übrigen ostfriesischen Inseln, nicht gänzlich in die Ämterverfassung integriert: Die Position des Landesherrn war hier stärker und die Inselbewohner waren rechtlich schlechter gestellt als die übrigen Ostfriesen.3 1744 wurde Juist zusammen mit der gesamten Gft. Ostfriesland preußisch. In den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jh. erlebte Ostfriesland mehrere Herrschaftswechsel: Ab 1807 zählte Juist daher zum Kgr. Holland, ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich (Département Ems-Oriental, Arrondissement Aurich, Kanton Norden), ab 1813 wieder zum Kgr. Preußen und ab 1815 zum Kgr. Hannover. Mit der Annexion Hannovers 1866 kehrte Ostfriesland erneut zurück unter preußische Herrschaft. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam Juist zum Lkr. Norden, der 1977 im Lkr. Aurich aufging. In seiner Descriptio Frisiae schrieb Henricus Ubbius um 1530, die Bewohner der ostfriesischen Inseln lebten von Fischfang und Strandgut (Insulani piscationibus student et victitant naufragorum bonis).4 Auf Juist spielten zudem Ackerbau und Viehzucht eine Rolle, allerdings verringerten Sturmfluten im 17. Jh. die landwirtschaftlich nutzbare Fläche (1651 Insel zweigeteilt, um 1700 Viehhaltung weitgehend aufgegeben), so dass die Juister sich auf Fischerei und Schifffahrt beschränken mussten.5 Besonders seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. entwickelten sich Kurbetrieb und Tourismus zum wesentlichen Einkommenszweig (1840 erstes Seebad eröffnet, 1858 geschlossen, 1866 Neueröffnung, 1884: 700 Gäste, 1937 lebten „fast alle vom Fremdenverkehr“6). Im Jahr 1821 lebten etwa 220 Menschen auf Juist, 1905 knapp 520, 1950 knapp 1.680 (davon 465 Flüchtlinge) und 2017 gut 1.520.

Kirche, Blick zum Altar, 1920

Kirche, Blick zum Altar, 1920

Zur vorref. Kirchengeschichte Juists ist nichts bekannt. Namen mittelalterlicher Inselpfarrer sind nicht überliefert und auch die Erbauungszeit der ältesten Inselkirche kann nur vermutet werden. Sie stand nördlich des heutigen Hammersees, ihr hoher Turm diente als Seezeichen.7 Auch zur Reformation auf Juist fehlen die Quellen. Der neue Glaube breitete sich in Ostfriesland mindestens unter Duldung des Landesherrn Gf. Edzard I. († 1528) aus, aber ohne seine Lenkung.8 Es entwickelte sich ein Nebeneinander verschiedener prot. Richtungen. Versuche Gf. Ennos II. († 1540), die kirchlichen Verhältnisse einheitlich und eher luth. zu gestalten, scheiterten (u. a. 1529 „Bremer KO“ von Johann Timann und Johann Pelt, 1535 „Lüneburger KO“ von Martin Undermarck und Matthäus Ginderich). Ebenso erfolglos blieb letztlich das Bemühen Gfn. Annas († 1575), die ostfriesische Kirche zusammen zu halten und ihr eine eher ref. Form zu geben (u. a. 1542 Johannes a Lasco als Sup. berufen, 1544 Coetus begründet). Mit P. Johannes Meinerts (amt. 1575) ist aus dieser Zeit erstmals der Name eines Inselpfarrers überliefert. Während der gemeinsamen Regierungszeit der Grafenbrüder Johann (ref., † 1591) und Edzard II. (luth., † 1599), die vom Ringen um jeweils alleinige Herrschaft geprägt war, verfestigte sich das Nebeneinander ref. und luth. Gemeinden. Die Konkordate von 1599, geschlossen zwischen den Landständen und dem Landesherrn, schrieben den Konfessionsstand der einzelnen ostfriesischen Gemeinden genauso fest wie das Gemeindewahlrecht bei den Pfarrstellenbesetzungen. Dieses Recht war allerdings auf die ostfriesischen Festlandgemeinden beschränkt und galt nicht für Juist oder die übrigen Inselgemeinden; hier lag das Patronat beim Landesherrn.9 1631 erarbeitete GSup. Michael Walther eine neue KO für die luth. Gemeinden, deren zweite Auflage von 1716 bis heute gültig ist.10
Die erste Inselkirche wurde 1651 bei der Petriflut, die Juist in zwei Teile trennte, stark beschädigt. Im Jahr 1657 brach die Gemeinde das Pfarrhaus neben der Kirche ab und baute es weiter südöstlich wieder auf. Der Kirchturm stürzte 1660 ein und aus den Trümmern des alten Kirchengebäudes erbaute die Gemeinde am nordwestlichen Rand der Ostinsel ein neues Gotteshaus. Es fiel der Fastnachtsflut 1715 zum Opfer. Daraufhin erhielten beide Juister Inseln jeweils einen kleinen Kirchenbau; das Pfarrhaus stand auf der Westinsel (Bill), wo sich auch der Friedhof befand. Die Weihnachtsflut 1717 zerstörte Pfarrhaus, Kirche und einen großen Teil des Westdorfes, das danach ganz aufgegeben wurde. Die Bewohner siedelten sich am südöstlichsten Punkt der Ostinsel an (heutige Lage des Hauptdorfes) und auch die Bewohner des Loogs (Mitteldorf, Kirchdorf) zogen nach und nach dorthin. 1742 wurde hier ein neuer Friedhof angelegt, 1751 eine Schule errichtet.

Kirche, Blick zum Altar, 1961

Kirche, Blick zum Altar, 1961

Da die Kirche im Loog recht klein war und das Meer näher rückte, beantragte P. Gerhard Otto Christoph Janus (amt. 1771–1789) einen Neubau. Die preußische Regierung genehmigte dafür 1775 eine Haussammlung in Ostfriesland; außerdem dienten auch Erlöse aus dem Verkauf von Strandgut zur Finanzierung der Kirche.11 Der Bau begann im September 1779 auf dem 1742 angelegten Friedhof; einen ersten Gottesdienst feierte die Gemeinde bereits Weihnachten 1779, die Einweihung der Kirche folgte erst im August 1780. Der Kanzelaltar von 1732 zog in die neue Kirche um (Kanzel später separat aufgestellt). P. Janus, ein Theologe der Aufklärung, regte 1783 in einem Schreiben an den preußischen Kg. Friedrich den Großen auch die Gründung eines Seebads auf Juist an; das Königliche Medizinalkollegium in Aurich lehnte den Vorschlag jedoch ab.12
In der Zeit der französischen Herrschaft Anfang des 19. Jh. bauten französische Truppen die Juister Kirche 1811 zu einer Batteriestellung um: Sie brachen Schießscharten in die Wände und sicherten den Kirchhof mit einer Palisadenwand. Erst 1818 konnte die Kirche wiederhergestellt und erneut für Gottesdienste genutzt werden. Die Pfarrstelle war seinerzeit vakant (1809–1822).13 Der wachsende Tourismus seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. machte zum einen eine Erweiterung der Kirche nötig (1898) und weckte zum anderen das Bedürfnis nach einer kath. Kirche (Schutzengelkirche 1910/11).14 Im Jahre 1927 richtete die ev. KG Juist eine Gemeindepflegestation ein.15
Während der NS-Zeit hatte zunächst P. Johann Heinrich (Jan) van Dieken (amt. 1930–1935) das Juister Pfarramt inne.16 Er hatte, wie sein Nachfolger P. Bernhard Schmaltz (amt. 1935–1960) im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ rückblickend angab, zu den DC gehört und sich bemüht „bekenntnisgebundenes Christentum in dieser Vereinigung wenigstens für Ostfriesland zur Herrschaft zu bringen“. P. Schmaltz selbst stand kirchenpolitisch auf Seiten der BK.17 Bei der KV-Wahl 1933 setzten sich die vier Kandidaten der DC durch. Nach Ende des zweiten Weltkriegs stieg die Einwohnerzahl auf Juist aufgrund des Zuzugs Geflüchteter von etwa 900 auf etwa 1.600 an. Da die nun belegten Häuser und Zimmer eigentlich an Urlauber vermietet wurden und damit die wesentliche Einnahmequelle der Einheimischen darstellten, war das Verhältnis zu den Flüchtlingen gespannt.18 Wegzug und Neubauten verbesserten die Lage in den folgenden Jahren.
Der Kurbetrieb bestimmte auch das kirchengemeindliche Leben auf Juist. Die Visitatoren beklagten regelmäßig, die Gemeinde bliebe den sonntäglichen Gottesdiensten während der Saison fern. Aufgrund der hohen Urlauberzahlen fanden Anfang der 1960er Jahre während der Sommermonate jeden Sonntag zwei Gottesdienste statt; zudem unterstützt ein Kurprediger den Ortspfarrer bei der Urlauberseelsorge.19 In den 1950er Jahren unterhielt die KG Juist eine Partnerschaft mit der KG Taltitz bei Oelsnitz im Vogtland, später bestand eine Partnerschaft mit der mecklenburgischen KG Hiddensee (1999).

Kirche, Blick zur Orgel, vor 1964

Kirche, Blick zur Orgel, vor 1964

Anfang der 1960er Jahre war die Erweiterung und Erneuerung der Inselkirche ein breit diskutiertes Thema in der KG. Die letztlich verwirklichte Lösung mit Neubau des Kirchenschiffs und des Kirchturms stieß verschiedentlich auf Widerspruch („Vier Kirchen raubte uns das Meer, die fünfte fiel durch Menschenhand!“).20 Für den Neubau des Kirchturms gründete sich im April 1966 ein Förderkreis auf Juist; zeitweise umstritten war u. a. die Stellung des neuen Turms (zentral oder seitlich vor dem Westgiebel).21 In Trägerschaft der KG wurde 1979 der ev. Kindergarten „Schwalbennest“ eröffnet (Neubau 2016, mittlerweile in Trägerschaft des 2009 gegründeten Kirchenkreisverbandes Ostfriesland-Nord22). 1983 kam das „Haus Eckart“ hinzu, u. a. mit zehn Seniorenwohnungen sowie Räumen für die Schwesternstation.23
Die ev. KG Juist gibt seit den 1980er Jahren zusammen mit der kath. KG eine gemeinsame ökumenische Kirchenzeitung heraus („Uns Juister Karkenschipp“). Der „Förderkreis ev.-luth. Inselkirche Juist“ unterstützt das gemeindliche Leben und den Erhalt des Kirchengebäudes.

Umfang

Die Insel Juist.

Aufsichtsbezirk

Zugehörigkeit in vorref. Zeit unklar. – 1631 Coetus in Aurich, 1643 aufgehoben. 1643 Konsistorium Aurich. 1766 zur 3. luth. Insp. (Sitz der Suptur in Norden, bzw. 1865–1900 in Nesse), 1924 KK Norden.24

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau

Einschiffiger, leicht ostnordöstlich ausgerichteter Bau mit dreiseitigem Chorschluss und seitlichem Anbau an der Südwestecke, weitgehend neu erbaut 1964. Satteldach, über dem Chor abgewalmt; Ziegelbau, Rechteckfenster am Schiff, Chor fensterlos; Haupteingang im Westen. Im Innern offener Dachstuhl, die Deckenflächen holzverschalt, Westempore.

Fenster

Buntglasumrahmung des Westeingangs (1963, Heinz Lilienthal, Bremen).

Turm

Freistehend vor dem Westgiebel, erbaut 1967 (Architekten: Peter Chr. Brüx und Dirk-L. Schumacher, Aurich). Achteckiger Turm (Viereck mit abgeschrägten Ecken; Stahlbetonskelett mit Ziegelausfachung) auf einem offenen, viereckigen Betonsockel; kupfergedeckter, achtseitiger Pyramidenhelm, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne (Jahreszahl 1976 und Schiff).

Vorgängerbauten

Die jetzige Kirche ist das sechste Kirchengebäude auf Juist (ohne die 1910 fertiggestellte kath. Kirche); die Vorgängerbauten fielen Sturmfluten zum Opfer oder wurden aufgegeben.25 Erste Inselkirche: Erbaut vielleicht um 1400, schwer beschädigt 1651 (Petriflut), in den folgenden Jahren teilweise abgetragen, teilweise eingestürzt. – Zweite Inselkirche: Erbaut etwa 1660, zerstört 1715 (Fastnachtsflut). – Dritte und vierte Inselkirche: Zwei kleine Kirchenbauten auf der Westinsel (Bill, mit Glockenträger) und auf der Ostinsel (Loog), erbaut 1715; Kirche in Bill 1717 stark beschädigt (Weihnachtsflut), Ruine stand noch 1731; Kirche im Loog 1779 aufgegeben, 1781 überflutet. – Fünfte Inselkirche: Erbaut 1779 im neuen Hauptdorf, schlichter Rechteckbau mit Krüppelwalmdach, Rundbogenfenstern und freistehendem offenen Glockenträger („Glockengalgen“); diente 1811–13 als Festung der französischen Truppen auf Juist; Wiedereinweihung 1818; 1898 Bau eines Dachreiters über dem Westgiebel, Anbau des fünfseitigen Chors im Osten, 1908 Bau des Turms. Innenrenovierungen 1905/06, 1937 und 1957, neue Fundamentierung 1953/54. Weitgehender Neu- bzw. Umbau 1963/64 (Turm abgerissen, nach Westen erweitert, Außenwände erneuert und erhöht).

Ausstattung

Hölzerner Altar. – Glasmosaik an Altarwand „Fischzug des Petrus“ (1959–61, Herbert Gentzsch, Juist, und die Abschlussklassen der Schule Juist). – Holzkanzel, Teil des Kanzelaltars von 1732. – Kalksteintaufe. – Ölgemälde Abendmahl (1749).

Heutige Kirche, Blick zur Orgel, nach 1968

Heutige Kirche, Blick zur Orgel, nach 1968

Orgel

1893 Orgel der ref. KG Loga erworben (nötige Mittel „meist von den Badegästen aufgebracht“26), erbaut um 1750 von Johann Friedrich Constabel (Wittmund), Zustand 1893: 9 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen.27 Neubau des Orgelwerks 1925, ausgeführt von Firma Furtwängler & Hammer (Hannover), 9 II/P, pneumatische Traktur, Taschenladen (Opus 961); Prospekt von Constabel erhalten.28 Orgelneubau 1968, ausgeführt von Alfred Führer (Wilhelmshaven), 14 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen; Prospekt der Constabel-Orgel 1976 bei Neubau der Orgel in Hatshausen verwendet. Instrument überholt und erweitert 1995, 15 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen, ausgeführt von Alfred Führer (Wilhelmshaven).

Geläut

Drei LG, I: a’, Inschrift: „F. Otto goß mich 1958 für meine beiden Vorgängerinnen, die 1917 und 1942 dem Krieg zum Opfer fielen. De See boert up, de See begraft, overall hed God sin Bueden. Elk hört mi gern in hoge Tied. K’mut hum noch mal verlueden. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“; II: c’’, Inschrift: „W. Giradet stiftete mich. Franz Schilling goß mich 1909. F. Otto goß mich um 1959. Vater nimm in deine Hand friesisch Herz und friesisch Gut. Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen“; III: d’’, Inschrift: „F. Otto goß mich 1958. Freuet euch in dem Herrn allewege“ (alle Bronze, Gj. 1958, F. Otto, Bremen-Hemelingen). – Früherer Bestand: Kleine LG (Bronze, Gj. 1814, Ahlrich Balster, Funnix)29, 1917 zu Rüstungszwecken abgegeben. Zwei LG, I: as’; II: c’’ (beide Bronze, Gj. 1909, Franz Schilling, Apolda), gestiftet vom Essener Verlags- und Druckunternehmer Wilhelm Girardet; LG I 1917 zu Rüstungszwecken abgegeben.30 Als Ersatz eine große LG, Kriegergedächtnisglocke (Bronze, Gj. 1926), 1942 zu Rüstungszwecken abgegeben. LG II von 1909 bei Anschaffung des neuen Geläuts 1958 umgegossen.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1928). – Gemeindehaus, erworben 1968 (Haus Weinrank, Bj. 1890, Umbauten 1950, 1981).

Friedhof

Kirchlicher Friedhof bei der Kirche, angelegt 1742, erweitert 1930. Zeitweise separater Friedhof für Drinkeldode (Ertrunkene, deren Namen nicht bekannt waren). Kommunaler „Dünenfriedhof“, FKap.

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 6 Nr. 4296–4299 (Pfarrbestellungsakten); A 8/Juist (CB); A 12d Nr. 399 (GSuptur. Aurich); D 38 (PfA Juist, als Depositum im LkAH); D 82 (EphA Norden); L 5i Nr. 49, 375, 748 (LSuptur. Aurich); S 9 rep Nr. 1467 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 8048 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Fastenau, Bau- und Kunstdenkmäler IV, S. 330; Kaufmann, Orgeln Ostfrieslands, S. 147; Köppen, Verzeichnis, S. 45–49; Meyer, Pastoren I, S. 578–579; Mithoff, Kunstdenkmale VII, S. 120; Otte/Rohde, Ostfriesland II, S. 395–397; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 263–266; Reershemius, Predigerdenkmal Nachtrag, S. 21–22.
B: Juist, in: Historische Ortsdatenbank für Ostfriesland, 18.06.2019 [Artikel unfertig]; Kirche auf Juist einst und jetzt. 1779–1979. Zweihundert Jahre Kirche im heutigen Juister Inseldorf. Eine Jubiläumsschrift, hg. vom Kirchenvorstand, kirchlichen Gemeindebeirat und Pfarramt der ev.-luth. Kirchengemeinde Juist, Juist 1980; Jochen Büsing: Im Loog… Die wechselvolle Geschichte des anderen Juister Ortsteils, Borkum 2010; Heinrich Drees: Prediger-Einführung nach 1694. Aus den Visitationsprotokollen, in: Heimatkunde und Heimatgeschichte 1966, Heft 11, S. 42, Heft 12, S. 46; Cornelius Janssen: Fünf Juister Inselkirchen in fünf Jahrhunderten. Ein Ausschnitt aus der Geschichte der Insel Juist. Der Pfarrchronik nacherzählt, Soltau um 1928; Habbo Wiard Lüpkes: Der Bau der Kirche zu Juist 1779, in: Unser Ostfriesland (Beilage zur Ostfriesen-Zeitung) 14/1974; Willy Troltenier: Juist gestern und heute, Juist &sup7;1992, bes. S. 70–91.

GND

2070265-6, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Juist


Fußnoten

  1. Ostfriesisches UB I, Nr. 167.
  2. König, Verwaltungsgeschichte, S. 201.
  3. König, Verwaltungsgeschichte, S. 94 ff.
  4. Ritter, Beschreibung, S. 98; Ohling, Descriptio, S. 10.
  5. Janssen, S. 7 und 9. Der Durchbruch im Bereich des heutigen Hammersees wurde auf der Südseite zwischen 1770 und 1877 nach und nach geschlossen, 1928 begann der Bau eines Sanddamms auf der Nordseite; der Hammersee entstand bei einer Sturmflut 1932.
  6. LkAH, L 5i, Nr. 49 (Visitation 1937).
  7. Kirche auf Juist, S. 10 ff.; Janssen, S. 5 f.
  8. Zur Reformation in Ostfriesland vgl. knapp Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 312 ff.; ausführlich: Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 114 ff.
  9. König, Verwaltungsgeschichte, S. 195.
  10. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 321. Die ostfriesischen Landesherren führten die KO von 1631 jedoch nie verbindlich für alle Gemeinden ein.
  11. Janssen, S. 10; Troltenier, S. 76 ff.
  12. Behre/Lengen, Ostfriesland, S. 168. Ausführlich zu P. Janus vgl. Kirche auf Juist, S. 23 ff., zum Seebadvorschlag ebd., S. 40 ff.
  13. Janssen, S. 11 f.; Kirche auf Juist, S. 19 f.; Troltenier, S. 78 ff.
  14. Kirche auf Juist, S. 61 ff.
  15. Kirche auf Juist, S. 79.
  16. Zu P. van Dieken vgl. BLO III, S. 109 ff.
  17. LkAH, S 1 H III Nr. 1016, Bl. 17.
  18. LkAH, L 5i, Nr. 49 (Visitation 1949).
  19. LkAH, L 5i, Nr. 49 (Visitationen 1937, 1943, 1949); LkAH, L 5i, Nr. 375 (Visitationen 1955, 1962).
  20. Troltenier, S. 85 f. (Zitat S. 86); Kirche auf Juist, S. 14 f.; Vgl. auch LkAH, B 2 G 9/Juist Bd. I (darin u. a. verschiedene Entwürfe).
  21. LkAH, B 2 G 9/Juist Bd. II, Bl. 20 ff.
  22. KABl. 2009, S. 133 ff.; KABl. 2014, S. 172 ff. (Neufassung der Satzung, mit der dem Verband u. a. die „Trägerschaft evangelischer Kindertagesstätten“ als Aufgabe zugewiesen wird.
  23. LkAH, B 2 G 9/Juist Bd. III, Bl. 84 und 136 ff.
  24. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 317, 411 und 683.
  25. Kirche auf Juist, S. 6; Janssen, S. 5 ff.
  26. Köppen, Verzeichnis, S. 49.
  27. Kaufmann, Orgeln Ostfrieslands, S. 147.
  28. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 133; Kirche auf Juist, S. 78.
  29. Fastenau, Bau- und Kunstdenkmäler IV, S. 330.
  30. Rauchheld, Glockenkunde, S. 134.