Sprengel Ostfriesland-Ems, KK Harlingerland | Patrozinium: Zum Guten Hirten (seit 2003) | KO: Ostfriesische KO von 1716

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Orts- und Kirchengeschichte

Nach einer gleichnamigen Burg (1763 geschleift) benannter Ort am östlichen Rand des ostfriesisch-oldenburgischen Geestrückens; bis Ende des 15. Jh. zum Gau Östringen, im 15. Jh. wechselnde Herrschaften. Als Teile des Gaus Östringen in den 1430er Jahren unter die Hoheit des Häuptlings Hayo Harlda von Jever kamen, unterstellte sich Friedeburg. 1435 der Herrschaft des Gf. Dietrich von Oldenburg, der es wieder an Östringen veräußerte. Es wurde Sitz des Häuptlings Cirk von Friedeburg († 1474) und bildete mit den Ksp. Reepsholt, Leerhafe, Marx, Wiesede, Etzel, Horsten und Zetel eine selbständige Herrlichkeit. Ab 1481 war Friedeburg ostfriesisches Amt; 1744 an Preußen. – Friedeburg ist heute staatlich anerkannter Erholungsort und seit 1972 als Sitz einer Einheitsgemeinde administratives Zentrum. Durch die Integration von Ostflüchtlingen und die Ausweisung von Neubaugebieten wuchs die Einwohnerzahl nach dem Zweiten Weltkrieg stark an. Mit dem 1. Januar 1992 wurde die bis dahin kirchlich zu Reepsholt gehörende Gemeinde deshalb verselbständigt. Die schon 1970 nach dort verlegte zweite Pfarrstelle der KG Reepsholt wurde Pfarrstelle der KG Friedeburg.1 GD fanden zunächst in der in kommunalem Eigentum stehenden FKap statt, der Konfirmandenunterricht in Räumen der Schule.2 Ein 1978/79 errichtetes Gemeindezentrum am Endelweg (Architekt: Hans-Heiner Ulrichs, Norden) wurde 2002/03 erweitert und der alte Gemeindesaal zum Kirchensaal umgestaltet (Architekt: Georg Tjards, Friedeburg).

Aufsichtsbezirk

Seit Gründung zum KK Harlingerland.

Kirchenbau

Gemeindehaus, moderner verklinkerter Stahlbetonbau (Bj. 1978/79).

Fenster

Altarfenster nach Entwurf des britischen Künstlers Graham Jones (2003).

Turm

Kein Turm.

Ausstattung

Tischaltar und Taufe aus Bentheimer Sandstein (2003, beides von der Firma Uldis Kursiss, Friedeburg; die Taufe nach Entwurf von Detlef Abel, AfBuK Osnabrück).

Orgel

Truhenpositiv der Alfred Führer (Wilhelmshaven), Bj. 1978/79, 3 I/–, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Keine Glocken.

Literatur

B: Karl-Heinz de Wall: Gemeinde Friedeburg. Chronik der Dörfer Abickhafe, Bentstreek, Dose, Etzel, Friedeburg, Hesel, Hoheesche, Horsten, Marx, Reepsholt, Wiesede, Wiesedermeer, Friedeburg 1990.


Fußnoten

  1. KABl. 1991, S. 182.
  2. LkAH, L 5I, Nr. 326 (Reepsholt, Visitation 1979, Allgemeiner Visitationsbericht).