KapG der KG Hitzacker | Sprengel Lüneburg, KK Lüchow-Dannenberg | Patrozinium: – | KO: Lüneburger KO von 1643

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Orts- und Kirchengeschichte
Orgel, Ansicht des Prospekts, nach 1963

Orgel, Ansicht des Prospekts, nach 1963

Dorf westlich von Hitzacker, seit 1972 Ortsteil der Gemeinde Göhrde. Stifter und Gründungszeit der Kapelle sind unbekannt. Sie erscheint erstmals 1534 im Lüneburgischen Pfründenregister.1
Zum Seelsorgebezirk der KapG gehören die Ortschaften Bredenbock, Metzingen und Schmessau, früher wohl auch Tollendorf. Der Diakon der Kirche in Hitzacker war nach dem Kirchenregister von 1629 verpflichtet, in Bredenbock viermal jährlich (Weihnachten, Ostern, Pfingsten und am Lucientag) zu predigen. Später wurde die Zahl der GD auf fünf erhöht, indem zu den jetzt durch den ersten Pastor aus Hitzacker gehaltenen Feiertagspredigten ein GD am Tag der Reinigung Mariae durch den Prädikanten trat. Schulort war Bredenbock von 1687 bis 1977.
1833 beantragten die Kirchenkommissarien, die baufällige Kapelle eingehen zu lassen und die damals noch zweimal jährlich gehaltenen GD in die Schule zu verlegen, was vom Konsistorium abgelehnt wurde.2 Die KapG besteht weiter innerhalb der KG Hitzacker. Die Zahl der GD wurde nach dem Zweiten Weltkrieg stark erhöht.

Kapellenbau

Das schon um 1700 desolate alte KapGb wurde 1732 an gleicher Stelle durch einen schlichten turmlosen Fachwerkbau mit Ziegelausfachung ersetzt. Beidseitig abgewalmtes Dach. Flache Balkendecke. 1890/91 und 1959/60 renoviert.

Fenster

An der Südseite historische Votivscheiben, teilweise noch von 1732. In der Ostwand wurden 1960 (?) neue Fenster des Glasmalers Matschinski (Braunschweig) mit biblischen Szenen (Adam und Eva; Taufe Jesu; Auferstehung; Abendmahl) eingebaut.

Turm

Freistehender hölzerner Glockenstuhl, errichtet durch die Firma Iversen und Dimier in Hamburg (1991).

Ausstattung

Altar, Kanzel und Taufe wurden im Zuge der Renovierung 1959/60 unter Mitwirkung des AfBuK durch den Tischlermeister Gellrich (Damnatz) neu gestaltet.

Orgel, Ansicht des Spieltischs, nach 1963

Orgel, Ansicht des Spieltischs, nach 1963

Orgel

Ab 1908 hatte die Kapelle ein Harmonium, seit 1963 ein dreiregistriges Orgelpositiv der Firma Alfred Führer (Wilhelmshaven).3

Geläut

Eine LG in gis’’ (Bronze, Gj. 1991, Firma Alfred Bachert, Heilbronn).4

Friedhof

Ein Begräbnisplatz war mit der Kapelle nicht verbunden. Der Friedhof von Bredenbock entstand 1922 auf Initiative eines privaten Vereins.

Landeskirchliches Archiv Hannover

A 5 Nr. 181 (Spec. Landeskons.); D 95b (KapA Bredenbock).

Literatur

A: Behn, Wendland, S. 22 f.; Gemeindebuch KK Dannenberg, S. 28; Jürries/Wachter, Wendland-Lexikon I, S. 100
B: Otto Puffahrt: Kapelle Bredenbock 1732–1982, [Bredenbock 1982].


Fußnoten

  1. Salfeld, Pfründenregister, S. 93.
  2. LkAH, D 95b Nr. 510.
  3. LkAH, B 2 G 9 B/Bredenbock.
  4. LkAH, B 2 G 9 B/Bredenbock (Abnahmeprüfung vom 13.03.1992).