Frühere Gemeinde | KapG der St.-Martini-KG Dransfeld | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Münden | Patrozinium: – | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte
Kapelle, Ansicht von Nordosten, Zeichnung von E. Kühlhorn, 1970

Kapelle, Ansicht von Nordosten, Zeichnung von E. Kühlhorn, 1970

Als Burdula wird der jetzige Ortsteil der Stadt Dransfeld 1093 in einem Güterverzeichnis des Klosters Bursfelde (Fälschung des 12. Jh.) erstmals erwähnt. Auch die Geschichte der Kapelle reicht bis ins Mittelalter zurück: 1322 erscheint eine Kapelle to Bordal.1 Das Dorf war allerdings um 1500 wüst und scheint erst Mitte des 16. Jh. wieder besiedelt worden zu sein.
Die KapG wurde gemeinsam mit den KapG Ossenfeld und Varmissen am 1. Januar 1974 aufgehoben und in die St.-Martini-KG Dransfeld eingegliedert.2

Kapellenbau

Die heutige Bausubstanz des KapGb stammt im Wesentlichen aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Steinsichtiges eingewölbtes Langhaus aus Kalkbruch- und Sandstein, 1652 erneuert. Renovierung 1868. Das in Fachwerk ausgeführte, nach Osten hin abgewalmte Dachgeschoss diente wohl ursprünglich als Speicher.

Glockenturm, um 1953

Glockenturm, um 1953

Turm

Gedrungener Westturm mit Pyramidendach.

Ausstattung

Klassizistisches Holzretabel mit Kruzifix in einer Ädikula. – Gedenktafel für die Gefallenen der beiden Weltkriege.

Orgel

Um 1970 Neubau durch Firma Ahlborn (Elektroorgel), 6 I/-, 1991 Neubau durch Werner Mann, 4 I/-, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Eine LG in f’’ (Bronze, Gj. 1874, Heinr. Gabel, Freienhagen).

Landeskirchliches Archiv Hannover

A 5 Nr. 192 (Spec. Landeskons.).

Literatur

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 237; Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Münden, S. 113.


Fußnoten

  1. Lufen, Denkmaltopographie Altkr. Münden, S. 113.
  2. KABl. 1974, S. 25 f.