Sprengel Osnabrück, KK Bramsche | Patrozinium: Frieden | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Achmer war eine ursprünglich bäuerliche Siedlung, in der sich mit dem Anschluss an die Eisenbahn 1876 und dem Bau des Mittellandkanals zunehmend Industrie und Gewerbe ansiedelten. Seit 1971 Ortsteil von Bramsche.
Zu Bramsche gehörte Achmer früher auch in kirchlicher Beziehung. Nach dem Bau eines Gemeindehauses am Römerwall (Architekt: Schulze-Herringen, Osterholz-Scharmbeck. Einweihung 17. Dezember 1961) wurde im Zuge der Aufteilung der KG Bramsche (Bramsche, Martin) am 1. Januar 1962 verselbständigt.1 Der vom KV bereits beschlossene Bau eines KGb wurde dagegen nicht realisiert.

Umfang

Bei Gründung die damalige politische Gemeinde Achmer mit den Ortsteilen Achmer, Larberge, Wackum, Tömmern, Hemke, Grünegras und Westerhausen. Mit dem 1. Januar 1974 wurde im Osten die Grenze zur St.-Martins-KG in Bramsche neu festgesetzt.2

Aufsichtsbezirk

Seit Gründung zum KK Bramsche.

Kirchenbau

Multifunktionales Gemeindezentrum mit Gemeindesaal aus Stahlbeton und verklinkertem Kalksandsteinmauerwerk (1961). 1995 Grundsanierung und Umbau (Erweiterung des Saals, Einbau einer mobilen Trennwand). Für den Kirchenraum schuf die Künstlerin Edith Temmel (WalsrodeGraz) farbige Fenster zum Thema „Christ sein heißt immer auf dem Wege sein“.

Turm

Ein aus alten Telegraphenmasten errichteter hölzerner Glockenträger wurde schon 1973 als abgängig bezeichnet3 und 1979 durch einen freistehenden Glockenturm aus Beton ersetzt.

Ausstattung

Altartisch und Kanzel aus gekalktem Holz (Werkstatt von Barbara Übel, 2003).

Orgel

1983 Neubau der Firma Detlef Kleuker (Bielefeld), 6 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Zwei LG, I: c’’; II: es’’ (beide Bronze, Gj. 1978, Karlsruher Glockengießerei). – Früherer Bestand: Beim Bau des Gemeindezentrums übernahm die KG zunächst zwei LG in b’ und e’’ (beide Stahl, Gj. 1860, Bochumer Verein) aus Bramsche-Gartenstadt (vorher in Loxten).

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1962). – KiGa (Bj. 1974/75).

Friedhof

Nordwestlich außerhalb der Ortslage am Bühnerbach, angelegt um 1967. In Trägerschaft der Stadt Bramsche.

Literatur

A: Weichsler, Hdb. Sprengel Osnabrück, S. 40.


Fußnoten

  1. KABl. 1962, S. 3 f.
  2. KABl. 1974, S. 34.
  3. LkAH, B 2 G 9/Achmer (Visitationsbericht über den Zustand der Gebäude der ev.-luth. Kirchengemeinde Bramsche-Achmer, 1973).