Sprengel Osnabrück, KK Syke-Hoya | Patrozinium: Dionysius1 | KO: Lüneburger KO von 1643

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist der Ort erstmals um 1300 als Nortwolde erwähnt.2 Ein sicher datierbarer Beleg findet sich im Jahr 1307 als Norwolde.3 Das Dorf kam nach dem Aussterben der Gf. von Bruchhausen in der zweiten Hälfte des 14. Jh. an die Gf. von Hoya und gehörte zur Vogtei bzw. zum Amt Syke der Gft. Hoya. Als 1582 wiederum die Hoyaer Grafen in männlicher Linie ausgestorben waren, fiel das Territorium an die welfischen Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg (größtenteils Fsm. Calenberg). In französischer Zeit gehörte Nordwohlde 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und dann bis 1813 zum Kanton Bassum im Arrondissement Nienburg des Departements Wesermündung im Kaiserreich Frankreich. Danach war der Ort wieder Teil des Amtes Syke, zunächst im Kgr. Hannover und nach der Annexion von 1866 im Kgr. Preußen. Mit Einführung der Kreisverfassung 1885 kam Nordwohlde zum Lkr. Syke, 1932 zum Lkr. Grafschaft Hoya und 1977 zum Lkr. Diepholz. 1974 wurde Nordwohlde nach Bassum eingemeindet. Zur Sozialstruktur der Gemeinde gab der Ortspastor 1958 an: „Außer der Bauernbevölkerung gibt es viele Pendler, Einheimische und Ostvertriebene, die nach Bremen zur Arbeit fahren.“4 Im Jahr 1821 lebten gut 180 Menschen in Nordwohlde, im gesamten Kirchspiel, das darüber hinaus auch die umliegenden Orte umfasst, waren es 1885 gut 690.

Kirche, Ansicht von Südosten, 1969, Zeichnung von E. Hett

Kirche, Ansicht von Südosten, 1969, Zeichnung von E. Hett

Das früheste Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte Nordwohldes ist das Kirchengebäude selbst, dessen älteste Teile – das westliche Schiff – vermutlich Anfang des 13. Jh. errichtet wurden. Der erste schriftliche Nachweis eines Geistlichen stammt aus dem frühen 14. Jh.: 1307 erscheint Ludolfus plebanus in Norwolde in der Zeugenliste einer Urkunde.5 Die Kirche selbst ist einschließlich des Patroziniums 1325 schriftlich belegt: ecclesie sancti Dionysii in Nortwolde.6 Auch die kleinere der beiden Glocken stammt noch aus vorref. Zeit: Sie wurde im 14. oder 15. Jh. gegossen.
Die Reformation führte Gf. Jobst II. in der Gft. Hoya ein: Etwa 1527 holte er den Lutherschüler Adrian Buxschott an seinen Hof, später Pastor in Hoya und erster Sup. der Gft. sowie um 1533 vermutlich Mitautor der ersten Hoyaer KO (Cristlike ordeninghe, yn der karken unser hersschup gestellt).7 Erster ev. Prediger des Kirchspiels war vermutlich P. Johan Ströde (amt. etwa 1526–1532), dessen Grabstein sich bis heute erhalten hat.8 Der dritte nachref. Geistliche der Gemeinde, P. Johannes Schunemann (amt. 1572/73–1577), musste Nordwohlde verlassen, da er die calvinistische Abendmahlslehre vertrat und sich weigerte, die luth. Konkordienformel zu unterschreiben.9 Zur Zeit der Generalvisitation von 1588 hatte P. Burchardus Finger (amt. mindestens 1588–1621) das Pfarramt in Nordwohlde inne; seine theologischen Kenntnisse bewerteten die Visitatoren als gering (parum).10 Eine Schule besaß das Dorf seinerzeit noch nicht. Zwei der Kirchspieldörfer – Stühren und Döhren – lagen im Amt Freudenberg, das von 1582 bis 1807 zur hessischen Gft. Schaumburg gehörte (seit 1815: Kgr. Hannover).
Wohl in erster Linie aufgrund der schlechten Dotierung der Pfarrstelle blieben die Pastoren bis Mitte des 18. Jh. selten lange im Kirchspiel Nordwohlde.11 1645 schrieb Johannes Müller, Sup. der Insp. Sulingen, an das Konsistorium, dass der Nordwohlder Pastor sich nur ernähren könne, wenn er „als Bauer die Äcker bestellt“.12 Eine Verbesserung der Pfarrstelle erreichte Sup. Müller nicht. Als P. Conrad Erich Rodecurdt (amt. 1661–1665) seinen Dienst in Nordwohlde antrat, besaß er bereits die Versicherung des Konsistoriums, für die nächste freiwerdende besser dotierte Pfarrstelle vorgesehen zu sein. P. Ernst-Hinrich Rithberg (amt. 1668–1693) legte 1674 erstmals Kirchenbücher an, in denen Taufen und Beerdigungen verzeichnet wurden.13 Zur Nordwohlder Kirche heißt es im Corpus bonorum von 1735, sie sei „anjetzo gantz baufällig und in elendem hinfälligen Stande“.14 Sie wurde 1736 bis 1740 repariert.

Kirche, Ansicht von Süden, um 1960

Kirche, Ansicht von Süden, um 1960

In den Anfangsjahren seines langen Wirkens in Nordwohlde gründete P. Johann Heinrich Freese (amt. 1905–1946) zunächst einen Kirchenchor (1906) und später einen Posaunenchor (1909).15 Zu seiner kirchenpolitischen Position während der NS-Zeit schrieb er 1946 im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“, er sei von Anfang an Mitglied der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft gewesen.16 Der 1933 neu gewählte Kirchenvorstand „war nach Besprechung mit den örtlichen Stellen der N.S.D.A.P. so zusammengesetzt, daß das Pfarramt damit einverstanden sein konnte“. Er habe sich „gut bewährt“, wenn er auch anfangs eine „Hinneigung zu den Deutschen Christen“ gehabt habe.17 Nach der Visitation 1939 notierte der Sup. des KK Syke anerkennend in seinem Bericht, dass es in Nordwohlde noch Häuser gebe, „in denen die alte Tradition von Tischgebet und Hausandacht lebendig ist“.18
Mit dem Zuzug Geflüchteter gegen Ende des Krieges und in der Nachkriegszeit veränderte sich zeitweise die konfessionelle Struktur des Kirchspiels: Die Zahl der Katholiken und der Baptisten stieg. Beiden Gruppen stellte die ev. Gemeinde ihre Kirche zur Verfügung.19 Die Zahlen sanken in der Folgezeit wieder und 1958 lebten im Gebiet des Kirchspiels noch 35 Katholiken und zehn Baptisten.20 In den 1950er Jahren plante P. Heinrich Bronsema (amt. 1946–1967) den Aufbau einer Gemeindeschwesternstation, letztlich kamen die Pläne jedoch nicht zur Verwirklichung.21
Im Rahmen der seit 1949 entstandenen Partnerschaft zwischen den Landeskirchen Hannovers und Sachsens unterhielt die KG Nordwohlde bis in die 1990er Jahre hinein Kontakte zur sächsischen Kirchgemeinde Carlsfeld im Erzgebirge.22 Seit Mitte der 1970er Jahre entwickelte sich überdies eine Partnerschaft mit der KG Koski Hl (Hämeenkoski) in Finnland.23 Aus dem 1971 gegründeten Kinderspielkreis der Gemeinde ging 1986 der ev. Kindergarten hervor. Zum 1. Januar 2012 übernahm der neu gegründete Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Syke-Hoya die Trägerschaft der Kita Arche Noah.24 Hinter dem Pfarrhaus legte die Junge Gemeinde 1970/71 eine Minigolfanlage an (1995 renoviert).25
Die KG Nordwohlde zählte zu den kleinsten Gemeinden des ehemaligen KK Syke. In seinem Bescheid zur Visitation 1983 resümierte LSup. Günter Linnenbrink, das gemeindliche Leben sei „durch eine rege, aktive Beteiligung zahlreicher Gemeindeglieder alle Altersstufen gekennzeichnet“.26 Anfang der 1990er Jahre lag die Zahl der Gemeindeglieder bei gut 1.200. Die Pfarrstelle wurde 1999 auf 75 Prozent und 2008 auf 50 Prozent reduziert.27 Sie ist kombiniert mit der dritten Pfarrstelle der KG Bassum (ebenfalls halbe Stelle). Besonders auf dem Gebiet der Konfirmandenarbeit arbeitet die KG Nordwohlde mit den beiden Nachbargemeinden Bassum und Sudwalde zusammen.

Umfang

Die Orte Döhren, Fesenfeld, Gräfinghausen, Högenhausen, Kätingen, Kastendiek, Nordwohlde, Pestinghausen, Steinforth, Ströhen, Stühren und Stütelberg.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Bücken der Erzdiözese Bremen, Archidiakon war der Propst des Stifts Bücken.28 – Nach der Reformation zur Insp. Stolzenau (1560 nachweisbar), ab 1588 Insp. Sulingen und 1794 zur neu errichteten Insp. Weyhe (1924: KK).29 Aufsichtsbezirke Bassum und Weyhe 1934 zum KK Syke zusammengeschlossen.30 KK Syke und KK Hoya zum 1. Januar 2001 zum KK Syke-Hoya vereinigt.31

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Teilansicht von Nordosten, um 1960

Kirche, Teilansicht von Nordosten, um 1960

Romanische Saalkirche mit Rechteckchor und Sakristeianbau im Norden, älteste Teile vermutlich frühes 13. Jh. Satteldach. Im Westen Feldsteinmauerwerk (älter), im Osten Backsteinmauerwerk mit Feldsteinsockel (jünger), Giebeldreieck im Osten aus Fachwerk mit Ziegelausfachung; Stützpfeiler an Südwand. Unregelmäßig verteile rund- und flachbogige Fenster an den Längsseiten; zwei rundbogige Fenster in Ostwand; stumpfbogiger Eingang nach Süden. Im Innern flache, verputzte Decke mit seitlichen Vouten; Westempore, an den Seiten etwas hervortretend. Wohl nach 1500 Kirche nach Osten erweitert.32 1662 Reparatur Kirchen- und Turmdach. 1670 Stützpfeiler an Nord- und Südwand errichtet. Um 1736–40 Instandsetzung der Kirche (u. a. gewölbte durch flache Decke ersetzt).33 1834 östlicher Fachwerkgiebel erbaut. 1865 Instandsetzung. 1900 im Chorraum neue Fenster gebrochen. 1903 Sakristei errichtet (Nordseite). 1914 Neuausmalung. 1946/47 Instandsetzung (u. a. Fenster in Ostwand vermauert). 1962/63 Renovierung und Neugestaltung Altarraum. 1981 Renovierung (u. a. Fenster in Ostwand geöffnet und neu verglast).

Fenster

Vier farbige Betonglasfenster im Altarraum (1982, Heinz Lilienthal, Bremen), die Fenster in der Ostwand tragen die griechischen Buchstaben A und Ω.

Turm

Westturm aus Backsteinmauerwerk, erbaut 1852/53 (Vorgängerturm wegen Baufälligkeit abgebrochen). Verschieferter Turmhelm mit vierseitigem Ansatz und achteckig ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne, Auslegestuhl für Uhrschlagglocke nach Westen. Unterhalb der Dachtraufe Uhrziffernblätter nach Süden, Westen und Norden, im Glockengeschoss breite, rundbogige Schallfenster nach Süden, Westen und Norden, rundbogiges Portal nach Süden, darüber gekuppeltes Rundbogenfenster. 1945 „Volltreffer im Turm, der die Uhranlage und den Ventus-Apparat [der Orgel] zerstörte“.34 1988 Turmspitze erneuert. 2012/13 Reparaturarbeiten. 1735 „eine alte Schlag-Uhr“35 vorhanden; 1912 neue Turmuhr; 1954 neue Turmuhr, 1999 zusätzlich Funkuhr.

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juni 1949

Kirche, Blick zum Altar, Foto: Ernst Witt, Hannover, Juni 1949

Ausstattung

Schlichter Blockaltar (1962/63), gemauerter Stipes, Sandsteinmensa. – Skulptur „Der Auferstandene“ (2013/14, Karin Rosenbaum, Bassum-Nordwohlde), gefertigt aus brasilianischem Seifenstein, angebracht an der Ostwand zwischen den beiden Fenstern. – Hölzerne Kanzel (1664), vor den Ecken des Kanzelkorbs Hermen und Karyatiden, an den Wandungen Evangelistenreliefs. – Sandsteintaufe mit vierseitigem Fuß, achtseitigem Schaft und achtseitigem Becken (1962/63 angeschafft). – Ehemaliges, barockes Altarretabel, architektonisch gegliedert mit Pilastern und Gebälk; Gemälde modern (1982 Hermann Oetken, Delmenhorst), im Mittelfeld Auferstehungsszene, links und rechts Inschriftenfelder: „Ich bin das Brot des Lebens“ und „Ich bin der rechte Weinstock“, in Predella kleines Abendmahlsbild, im Aufsatz Pfingstbild, darüber Inschriftenmedaillon: „Der Herr ist König immer und ewiglich“; Retabel 2008 an der südlichen Seitenwand des Chorraums angebracht. – Relief „Jesus am Kreuz“ (2008, Karin Rosenbaum, Bassum-Nordwohlde), in einer Nische unter der Orgelempore. – Skulptur „Segnender Engel“ (2000, Karin Rosenbaum, Bassum-Nordwohlde), gefertigt aus brasilianischem Seifenstein, am Sockel Inschrift „Gott sei mit dir“, aufgestellt in Turmhalle. – Grabstein für P. Johan Ströde (amt. etwa 1526–1532), Inschrift: „An[n]o d[o]m[ini] m d xxxii des achten dages na hilgen […] dage starf h[er] Joha[n] Ströde kerckh[er] to Nortwalde“, im Altarraum, seit 1947 oder 1963 mit Fußbodenplatten bedeckt und nicht mehr sichtbar.36 – Grabstein für P. Cord Wicherinck (amt. 1532–1572), Inschrift: „Anno domini 1572 den 9. aprillis starf her corech wicherinck den godt gnedich sij“ sowie Hiob 19,25–27 (niederdeutsch), bis 1981 im Fußboden des Altarraums, seitdem an der Außenwand der Kirche.37 – Grabstein für P. Matthias Krebs (amt. 1645–1661), unter den Bodenplatten des Altarrums.

Kirche, Blick zur Orgel, vor 1963

Kirche, Blick zur Orgel, vor 1963

Orgel

Erste Orgel erbaut 1892 von P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 12 II/P, mechanische Traktur, Kegelladen (Opus 277).38 1917 Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken abgegeben, 1919 ersetzt. Orgelneubau 1963, ausgeführt von Hermann Hillebrand (Altwarmbüchen), 6 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen; Brüstungsorgel. 2008 renoviert und neuintoniert, Orgelbau Feopentow (Katensen), 6 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Zwei LG, I: gʼ (Bronze, Gj. 1959, Firma Rincker, Sinn), Inschriften: „Wer mich hört, den ruft Gott“ und „Im Jahre 1959 gegossen“; II: bʼ (Bronze, Gj. 14./15. Jh.), verziert u. a. mit vier Medaillons. Eine Sg, bʼʼ (Bronze, Gj. 1912, Firma Weule, Bockenem). – Früherer Bestand: 1735 waren „zweӱ Glocken“ vorhanden, die heutige LG II und eine kleinere LG (Bronze).39 Letztere umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1825, Bremen), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1917). Eine LG (Bronze, Gj. 1925), Inschriften: „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort“ und „Was trauernd wir gaben dem Vaterland, uns nun zur Freude viel schöner erstand. So wird man bald tragen zu Grab unsre Glieder, doch wer glaubt an Christum, ersteht herrlich wieder“, im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1942).

Weitere kirchliche Gebäude

Gemeindehaus (Bj. um 1880, ehemaliges Schul- und Küsterhaus). – Pfarrhaus (Bj. 1888/89), vermietet.40

Friedhof

Kirchlicher Friedhof ursprünglich rund um die Kirche, 1861 erweitert. Neuer kirchlicher Friedhof, angelegt 1873 nahe der Ortsmitte östlich der Kirche.

Liste der Pastoren (bis 1940)

1526–1532 Johan Ströde. – 15..–1572 Kurt Wicherink. – 15..–1621 Burchard Vingel (Finger). – 1621–1630 Mauritius Eberhart. – 1630–1635 Johann Mildehaupt. – 1636–1640 Willichius Peper (Peparinus). – 1640–1645 Johannes Culemann. – 1645–1661 Matthias Krebs. – 1661–1666 Conrad Erich Rodecord. – 1666–1668 Johann Friedrich Dreißigmark. – 1668–1693 Ernst Hinrich Rettberg. – 1693–1729 Johann Jacob Fehseke. – 1730–1738 Johann Ernst Rieseberg. – 1738–1747 Johann Heinrich Burchardi. – 1748–1753 Christoph Philipp Liesegang. – 1753–1776 Johann Georg Ebeling. – 1776–1827 Johann Christian Geise. – 1829–1835 Johann Zacharias Gerke. – 1835–1845 Johann Friedrich Hesse. – 1845–1854 Karl Christian Spörer. – 1855–1856 Johann Georg Ernst Schmidt. – 1857–1875 Karl Heinrich Konrad Ludolph Fiesel. – 1876–1879 Ernst Ludwig Redepenning. – 1889–1905 Johann Hermann Bernhard Borg-Schüttmann. – 1905–1946 Johann Heinrich Freese.
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 207–208

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 8650–8664 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 6143–6154 (Pfarrbestellungsakten); A8 Nr. 323 (CB); A 9 Nr. 1710–1714 (Visitationen); D 96 (EphA Syke); L 5a Nr. 299–301, 1320, 1487 (LSuptur. Calenberg-Hoya mit Verden-Hoya und Celle); S 2 Witt Nr. 4 (Fotosammlung); S 9 rep Nr. 1809 (Presseauschnittsammlung); S 11a Nr. 7661 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Amt, Dorfkirchen, S. 22–23; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 997; Dienwiebel, Ortsverzeichnis Hoya/Diepholz II, S. 434; Gade, Hoya und Diepholz II, S. 132–134; Meyer, Pastoren II, S. 207–208; Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 184.
B: Kirchspiel Nordwohlde, hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft „Chronik Kirchspiel Nordwohlde“, Weyhe ³2015, bes. S. 23–82; Redaktionskreis der Kirchengemeinde Nordwohlde: Kirchenführer Nordwohlder Kirche, Nordwohlde 2014; Gudrun Lueken-Dencker: Pastoren- und Küsterfamilien aus dem Bereich der alten Superintendentur Sulingen 1525–1700. VII. Nordwohlde, in. Heimatblätter des Landkreises Diepholz 9 (1983), S. 89–99; Johanna Pinkas u. a.: Kirchenchor Nordwohlde 1906–2006. Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum, Nordwohlde 2006.

GND

1108831656, Evangelische Kirche Nordwohlde (Bassum-Nordwohlde)

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Bremisches UB II, Nr. 259; Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 48. Das Patrozinium ist nicht in Gebrauch.
  2. Hoyer UB I, Heft IV, S. 38 (im Register auf „c[irca] 1300“ datiert, Hoyer UB VIII, S. 101).
  3. Hoyer UB II, Nr. 33.
  4. LkAH, L 5a, Nr. 299 (Visitation 1958).
  5. Hoyer UB II, Nr. 33.
  6. Bremisches UB II, Nr. 259.
  7. Vgl. zur Reformation in der Gft. Hoya zuletzt Bösche, Holste, bes. S. 75 ff., zur KO S. 115 f. Vgl. zudem Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,2, S. 1122 ff. Zeitgenössische Quellen zur Reformation in der Gft. Hoya fehlen weitgehend; die Kenntnisse stammen überwiegend aus historischen Arbeiten der zweiten Hälfte des 18. Jh., die „urkundlich und archivalisch nicht mehr belegt werden“ können (ebd., S. 1122). Neben Buxschott waren die Reformatoren Johann Tiemann und Nikolaus Krage in der Gft. Hoya aktiv (letzterer besonders in den Ämtern Stolzenau und Steyerberg).
  8. Zu den Nordwohlder Pastoren bis 1700 vgl. Lueken-Dencker, S. 89 f.; bis 1999: Kirchspiel Nordwohlde, S. 24 ff.
  9. Kirchspiel Nordwohlde, S. 25.
  10. Kayser, General-Kirchenvisitation II, S. 65.
  11. Vgl. auch Kirchspiel Nordwohlde, S. 26: „es herrschten hier sehr kärgliche Verhältnisse“.
  12. Zit. in Kirchspiel Nordwohlde, S. 26; vgl. auch Lueken-Dencker, S. 94 ff.
  13. Kirchspiel Nordwohlde, S. 28.
  14. LkAH, A 8, Nr. 323, Bl. 4.
  15. Zum Kirchenchor vgl. Pinkas u. a., S. 9 ff. Überdies leitete P. Freese zusammen mit dem KV die Gründung der „Spar- und Darlehnskasse Nordwohlde“ in die Wege (1912), vgl. Kirchspiel Nordwohlde, S. 35.
  16. Dies und die folgenden Zitate: LkAH, S 1 H III Nr. 716, Bl. 45r und 46r. Allgemein zum Fragebogen: Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  17. LkAH, S 1 H III Nr. 716, Bl. 46r.
  18. LkAH, L 5a, Nr. 299 (Visitation 1939).
  19. Vgl. LkAH, S 1 H III Nr. 716, Bl. 45v f. und LkAH, L 5a, Nr. 299 (Visitation 1946): „Seit Anfang vorigen Jahres hat sich die Schichtung der Gemeinde wesentlich verändert, zuerst durch den Strom der Flüchtlinge aus dem Westen, aus der Umgegend von Dühren, Wesel, die zum grossen Teil katholisch waren. Seit Mitte vorigen Jahres immer neuer Zustrom aus dem Osten, erst aus Westpreussen, jetzt aus Schlesien. Da kamen in unsere Gemeinde eine ganze Anzahl Baptisten neuerdings wieder Katholiken. Dabei konnte es nicht ausbleiben, daß den Katholiken auch unsere Kirche zu Gottesdienst überlassen wurde, ebenfalls aber auch den Baptisten. Letztere haben sich aber auch recht fleissig zu unsern Gottesdiensten gehalten. Schwierigkeiten haben sich auch bei den Katholiken nicht ergeben.“
  20. LkAH, L 5a, Nr. 299 (Visitation 1958).
  21. LkAH, L 5a, Nr. 299 (Visitationen 1953 und 1958).
  22. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.; Kirchspiel Nordwohlde, S. 77 ff.
  23. Kirchspiel Nordwohlde, S. 79 f.
  24. KABl. 2012, S. 45 ff.
  25. Kirchspiel Nordwohlde, S. 80 f.
  26. LkAH, L 5a, Nr. 301 (Visitation 1983).
  27. KABl. 1999, S. 155; KABl. 2008, S. 40.
  28. Hodenberg, Diöcese Bremen I, S. 246.
  29. LkAH, D 96, Beschreibung, 21.04.2020.
  30. KABl. 1934, S. 158 (bereits seit 1925 ein Kirchenkreisverband, KABl. 1925, S. 10).
  31. KABl. 2000, S. 139 f.
  32. Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 997, und Redaktionskreis, S. 2: Erweiterung Ende 13. Jh. Nach Amt, Dorfkirchen, S. 22, erfolgte die Erweiterung erst Anfang des 16. Jh., denn die neuen Bauteile sind „in Verbänden aufgemauert, die schichtweise Binder und Läufer verwenden. Solche Verbände wurden erst ab ungefähr 1500 angewandt“. Kirchspiel Nordwohlde, S. 25 und S. 47, nennt das Jahr 1535 für die Erweiterung.
  33. Kirchspiel Nordwohlde, S. 29 und 47. Im CB von 1735 ist vermerkt, die Kirche sei gewölbt, LkAH, A 8, Nr. 323, Bl. 4.
  34. LkAH, L 5a, Nr. 299 (Visitation 1946).
  35. LkAH, A 8, Nr. 323, Bl. 5r.
  36. Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 184; Kirchspiel Nordwohlde, S. 24 (1963) und 54 (1947).
  37. Kirchspiel Nordwohlde, S. 25.
  38. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 100.
  39. LkAH, A 8, Nr. 323, Bl. 4v.
  40. Kirchspiel Nordwohlde, S. 29.